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Hinterlüftung zwischen Außenhaut und Dämmung im Alu-Koffer?


adabei am 30 Sep 2021 10:06:33

Moin,

kurze Vorstellung: Bin Altbastler und nun auch positiv vom Campervirus befallen. Basisfahrzeug für den Selbstsausbau ist ein Jumper mit Alu-Koffer. Bin noch in der Planungsphase, gerade beim Thema Dämmung.

Der Koffer hat ein Gerüst aus Metallstreben, die außen mit Alublech beplankt sind. Als Dämmung kommen wegen der geraden Wände + Decke PUR- oder XPS-Platten in die 1. Wahl. Die könnten auf das Alublech zwischen die Metallstreben geklebt werden. Dies ergäbe Felder mit 58 cm Breite und 3,5 cm Stärke. Innen dann Holz drauf und fertig sind Wand und Decke inklusive Wärmebrücken entlang der Metallstreben.

So, nun meine Idee mit der Bitte um Kommentare, Anregungen, Vorschläge etc.: Die Dämmungsebene könnte vor die Metallstreben gelegt werden. Holzleisten auf die Metallstreben und die Dämmplatten (z.B. Alu-kaschierte) zwischen diese Leisten geklebt. Die 3,5 cm starke Ebene zwischen den Metallstreben bleibt dann leer. Unten ist in diesem Bereich kein Holzboden, sondern eine durchgehende Aluleiste. In diese würde ich Löcher nach außen bohren als Eingang für eine Luftzirkulation. Oben an den Wänden soll die Hinterlüftungsebene komplett in die Hinterlüftung der Decke übergehen. Die Entlüftungsausgänge könnte man entweder ganz oben an den Wänden anbringen oder mehrere Entlüftungsöffnungen in der Mittellinie des Dachs vorsehen.

Ich verspreche mir von dieser Hinterlüftung vor allem im Sommer eine Entkopplung aufgeheizter Flächen vom Innenraum. Das soll so funktionieren wie eine vorgehängte Fassade beim Haus oder das Tropendach beim Landy Station. Auf die jeweils 3,5 cm weniger kommt es nicht an. Der Koffer ist ausreichend breit und hoch.

Gruß
Henry

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Fledermaus am 30 Sep 2021 11:20:20

Servus
Die Idee ist sehr gut, die Umsetzung sehr schwierig und aufwendig, insbesonders bei einem Flachdach wie du es hast.
Also ich spreche davon das es auch wirklich etwas bringt, müßten die Abstände auf der Dachfläche groß genug sein und die Abluftlöcher auch groß sein. Dabei ist die Gefahr das beim Fahrtwind Feuchtigkeit in Luftebene eindringt.

Im Wohnbau ist die Vorgänge Fassade die teuerste und beste Lösung um ein Haus zu Dämmen.

Dein Vorschlag denn Zwischenraum zwischen den Streben zu Dämmen gefällt mir insbesondere nicht da dabei die innere Luftfeuchtigkeit an die Metallstreben kommt. Also den Zwischenraum zwischen den Metallstreben Dämmen und über die ganze Fläche noch eine Dämmschicht aufbringen, und dies in einer Dampfdichten Schicht. Kommt natürlich darauf an wie du darin leben und reisen möchtest. Immer darin leben oder 4 Wochen Urlaub und dann kann die ganze Sache wieder austrocknen.
Bei leben im Koffer würde ich die Dämmung vor der Holzschicht mit Alufolie Luftdicht Überkleben,

UweHD am 30 Sep 2021 11:23:53

adabei hat geschrieben: ..Ich verspreche mir von dieser Hinterlüftung vor allem im Sommer eine Entkopplung aufgeheizter Flächen vom Innenraum. Das soll so funktionieren wie eine vorgehängte Fassade beim Haus...

Eine offene Hinterlüftung mit Zirkulation der eingeschlossenen Luft sollte immer einen schlechteren Dämmfaktor haben als ein gutes, geschlossenporiges Dämm-Material dass eine Zirkulation und damit einen Wärmeübergang verhindert.
Da du als Vergleich den Hausbau erwähntest: Schau dir mal den Aufbau der Poroton-Ziegel an: Geschlossene Wabenstruktur im Inneren der Ziegel mittlerer Dämmstufe, mit zusätzlichem Dämmstoff ausgefüllte Wabenstrukturen bei den Ziegeln der höchsten Dämmstufe. Das machen die nicht ohne Grund :)

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adabei am 30 Sep 2021 12:12:00

Danke für Eure Antworten und Einschätzung. Nach meinem Eindruck sollte sich die Hinterlüftung so auswirken:
- kein Einfluß auf die Dämmung. Ob man 35mm Dämmung zwischen den Streben verklebt oder vor diese setzt bewirkt keinen Unterschied. Die Hinterlüftung selbst hat keine Dämmfunktion.
- Verringerung der Kältebrücken. Die Holzleisten auf den Metallstreben bewirken eine Entkopplung, dämmen aber sicher nicht so gut wie der umgebende Dämmstoff.
- Verringerung des Wärmeeintrags von außen auf die Dämmung durch Wärmeabfuhr / Kamineffekt

Probleme und Nachteile:
- Die Stöße und Übergänge der Dämmschicht lassen sich nicht von hinten bzw. außen abdichten. Da kommt man nicht dran.
- Da die Dämmung nicht auf das Alublech geklebt wird, gibt es keine Körperschallreduktion. Alubutylmatten kann ich aus Gewichtsgründen nicht verwenden. Der Jumper hat leider keine exorbitante Zuladung.
- Wände und Decke sind weniger stabil als bei einer einteilig geklebten Version.

Gruß
Henry

Tinduck am 01 Okt 2021 09:05:44

Ich würde zwischen den Spanten mit XPS-Platten dämmen (Flächenbündig mit den Spanten) und dann einmal vollflächig noch eine Lage dünnere Platten darüber setzen, da dann die Innenwand drauf.

Das dürfte die Wärmebrücken durch die Spanten um ein bis zwei Größenordnungen verringern, und du sparst dir irgendwelche Extra-Sperenzchen wegen der Hinterlüftung (übrigens auch ein super Rückzugsort für Ungeziefer aller Art).

bis denn,

Uwe

814red am 02 Okt 2021 02:02:52

Komisch, ich hatte genau die gleiche Idee! Ich habe ein etwas größeres Fahrzeug, LN2 814 mit besonders großem Koffer (2,5x2,8x7,2) Der Wandaufbau ist 3cm. Mein derzeitiger Plan ist es, die Isolierplatten (8cm PIR in sehr dicker Alufolie) darauf zu kleben und mit einem hochelastischen Schaumstoff Brücken zum Aluminium zu bauen, aber nur, um den Schall und die Vibration zu reduzieren und die Hinterlüftung offen zu halten. Dann wird innen eine Holzkonstruktion für die Wände gebaut. Die einzige direkte Verbindung besteht also im Wesentlichen durch den Boden. Ist das klug? Die Zeit wird es zeigen...

adabei am 02 Okt 2021 07:30:03

Das Viechzeug ist ein wichtiger Punkt, an den ich nicht gedacht habe. Danke!

Bisher ungelöstet ist auch die Entlüftung des Dachs. Eine Entlüftung z.B. über Pilze in der Dachmitte ist saublöd, weil man die Fläche für Solar oder Fenster blockiert. Jede 58 cm Breite "Abteilung" braucht eine eigene Entlüftung, weil die Metallstreben bündig mit der Außenhaut verklebt bzw. vernietet sind. Seitlicher Luftaustausch in der Lüftungsebene ist unmöglich. In meinem Fall wären oben 8 Pilze entlang der Mittellinie von vorne bis hinten oder eine durchgehende Entlüftungsleiste. Diese Version bekommt jedoch eine gute Luftzufuhr aus den Wänden von ganz unten.

Eine Entlüftung des Dachs über das oberste Ende der Wände funktioniert nicht wie gedacht. Kein Temperaturunterschied, kein Kamineffekt. Und Wind, der z.B. auf eine Seite drückt und die warme Luft aus dem Dach schiebt, blockiert wiederum den oberen Abzug der Wand. Luft kann nur rein oder raus.

Fazit bisher: Wände mit Hinterlüftung, Decke geschlossen ohne Lüftung. Und auf dem Dach eine außenliegende, nach allen Seiten offene 2. Dachhaut, z.B. dünne Platte oder Blech mit Solar drauf. Das würde funktionieren. Ob sich dafür der Aufwand lohnt?

Charmant ist bei der vorgesetzten Dämmung, daß sie überall, auch vor den Streben, dieselbe Stärke hat. Ohne die Hinterlüftung kann man das auch erreichen, indem man die Streben vorgesetzt dämmt. Dann sieht man später, wo die Streben sind und hat keine durchgehende Wand- und Dachfläche. Und man halst sich viel Kleinarbeit auf.

Gruß
Henry

814red am 02 Okt 2021 11:18:56

In meinem Fall ist es (durch das Einfräsen weiterer Löcher in den Eckprofilen, vielleicht das Absenken der Dachisolierung um 2-3 cm unter die Struktur) recht gut machbar. Dann bin ich noch nicht sicher, wie viele Öffnungen ich machen werde. Ich habe zwei große Pilze mit Lüftern installiert, vielleicht reichen die aus, und ich könnte die Lüfter sogar benutzen, um einen höheren Durchfluss zu erreichen, wenn es nötig ist. Auch was die Pilze angeht, hängt es davon ab, wie Sie die Solaranlage installieren wollen. Ich bin für normale (starre) Solarpaneele, die in einigem Abstand vom Dach installiert werden, diese bilden das "zweite Dach" deiner Idee, zumindest über einen Teil. Darunter brauchst du dann keinen Pilz, nur einen sehr kleinen Schornstein, damit das Wasser nicht in das Loch fließt ;)

Für die Person, die davon sprach, dass sehr große Öffnungen notwendig sind, gibt die deutsche Bauordnung ein Minimum von 1500mm2 pro Meter Umfang für volle Hinterlüftung an. Nehmen wir an, die Wandmodule sind 60cm und wir wollen rund bohren:
S=pi*r²
r=Quadratwurzel(S/pi)
Quadratwurzel(1500×0,6/pi)= etwa 23, also ein einzelnes rundes Loch von 46mm Durchmesser. Ziemlich groß (würde auch für einen Mikrokamin im Dach funktionieren), aber unten bohren wir 5 davon, in 10cm Abstand und 5cm von den Pfosten, um volle Gleichheit zu erreichen: Wurzel(1500×0,6/5/pi)=7,56 jetzt kommen wir auf 15, zur Sicherheit sagen wir 16mm Durchmesser. Hört sich nicht so schlecht an? Was ist, wenn wir beschließen, noch mehr kleinere Löcher zu bohren?

814red am 02 Okt 2021 11:27:00

In meinem Fall ist es (durch das Einfräsen weiterer Löcher in den Eckprofilen, vielleicht das Absenken der Dachisolierung um 2-3 cm unter die Struktur) recht gut machbar. Dann bin ich noch nicht sicher, wie viele Öffnungen ich machen werde. Ich habe zwei große Pilze mit Lüftern installiert, vielleicht reichen die aus, und ich könnte die Lüfter sogar benutzen, um einen höheren Durchfluss zu erreichen, wenn es nötig ist. Auch was die Pilze angeht, hängt es davon ab, wie Sie die Solaranlage installieren wollen. Ich bin für normale (starre) Solarpaneele, die in einigem Abstand vom Dach installiert werden, diese bilden das "zweite Dach" deiner Idee, zumindest über einen Teil. Darunter brauchst du dann keinen Pilz, nur einen sehr kleinen Schornstein, damit das Wasser nicht in das Loch fließt ;)

Für die Person, die davon sprach, dass sehr große Öffnungen notwendig sind, gibt die deutsche Bauordnung ein Minimum von 1500mm2 pro Meter Umfang für volle Hinterlüftung an. Nehmen wir an, die Wandmodule sind 60cm und wir wollen rund bohren:
S=pi*r²
r=Quadratwurzel(S/pi)
Quadratwurzel(1500×0,6/pi)= etwa 23, also ein einzelnes rundes Loch von 46mm Durchmesser. Ziemlich groß (würde auch für einen Mikrokamin im Dach funktionieren), aber unten bohren wir 5 davon, in 10cm Abstand und 5cm von den Pfosten, um volle Gleichheit zu erreichen: Wurzel(1500×0,6/5/pi)=7,56 jetzt kommen wir auf 15, zur Sicherheit sagen wir 16mm Durchmesser. Hört sich nicht so schlecht an? Was ist, wenn wir beschließen, noch mehr kleinere Löcher zu bohren?

adabei am 02 Okt 2021 19:26:44

Das ist prima, wenn Mehrere so eine Idee verfolgen.

Die Brücken zur Aluhaut sind ein guter Ansatz. Oben und unten min. 10 cm freilassen, damit nicht eine Abteilung in zwei Luftkanäle aufgeteilt wird.

Sind bei Dir die Streben auch geschlossen, sodaß von Abteilung zu Abteilung keine Luft durch kann? Das Absenken der Innendecke, sodaß unter den Streben noch Luftraum bleibt, ist wahrscheinlich nur eine halbe Lösung. Ich vermute, daß die Luft nur in diesem unteren Luftraum zirkuliert, im oberen auf den Niveau der Streben jedoch stehenbleibt. Die warme Luft will nach oben weg und nicht unter einer Strebe "durchtauchen" um ins nächste Abteil mit einem Pilz zu gelangen. Ähnlich wie in einem Raum mit einem heißen Ofen etc. Im Nachbarraum ist es trotz offener Tür deutlich kälter, weil die warme Luft an der Decke bleibt und nicht durch den niedriger liegenden Türstock zirkuliert.

Man könnte die Streben seitlich durchbohren. Da bohrt man sich einen Wolf. Und die Verzinkung ist auch im Eimer. Aber das scheint der beste Weg. Und für einen gezwungenen Gewichtsoptimierer wie mich gibt das noch eine Portion Tuning-Feeling oben drauf.

Die Solarpanels will ich aufstellbar aufs Dach, eher mehr als weniger. Für den Fall, daß man die gesamte Dachfläche mit Solar mit Abstand zum Dach vollpflastert, braucht man sich über eine Hinterlüftung innerhalb Dachs keine Gedanken zu machen. Das wäre doppelt.

Die Berechnung der minimalen Öffnungsgröße für Be- und Entlüftung ist eine sehr gute Basis. Größere Öffnungen dürften nicht schaden, wobei viele kleine Löcher wahrscheinlich weniger bringen als große in geringerer Anzahl.

Noch ein Aspekt: Wird es Windgeräusche geben? Ich meine nicht während der Fahrt, sondern z.B. bei Sturm. Sitzt man dann in einer Pfeif- und Heulbude mit Behelfsverstopfung in den Ohren?

Gruß
Henry

814red am 02 Okt 2021 22:14:42

Ich bin auch froh, dass ich jemanden gefunden habe, der diese Idee hat, dadurch fühle ich mich etwas weniger verrückt ;) Ich habe vorher keine Erwähnung davon gefunden, du etwa?

In meinem Fall ist das Dach mit Aluminium Z-Profilen gebaut, also keine Probleme mit gebrochener Verzinkung. Sie wurden sogar vorher durchgebohrt für die Kabel zu den Lüftern in den Pilzen und den Lampen, ich nehme nicht an, dass viel dagegen spricht, weitere Löcher zu machen, vorausgesetzt, sie werden nicht zu groß und werden um die Mittellinie des Profils gehalten. Auf jeden Fall ist eine leichte Absenkung für mich notwendig, damit die Luft von den Wänden nach oben strömen kann, aber ich glaube, der Unterschied mit und ohne Löcher wäre nicht entscheidend. Wenn sich unter dem Dach eine Schicht stagnierender, heißer Luft befindet, sollte sich unter der Profilebene eine Luftschicht befinden, die sich noch bewegen würde. Mein Dach sollte auch größtenteils mit Paneelen bedeckt sein. Ich möchte ein paar Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren zwischen der Haut und der Isolierung lassen, aus Neugierde ;) Ich könnte also einen im Pilzfach und einen anderen in einem möglicherweise weit davon entfernten Raum anbringen. Wenn die Unterschiede zu groß werden, werde ich einfach auf das Dach steigen, ein paar Löcher bohren und für jedes Fach einen Mini-Pilzraum einbauen.

Gute Frage zu den Geräuschen. Wie man so schön sagt: Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden ;)

adabei am 02 Okt 2021 23:50:36

Verrückt? Ja, hoffentlich. Denn ohne kommt man auf keine Ideen. Die gerade laufende Prüfungsphase wird schon schon zeigen, was realisierbar und sinnvoll ist und was nur eine schöne Idee. Und das ist auch wieder für jeden anders.

Bei meinem Koffer sind Zinkblech-Profile drin. An der Decke haben sie eine eckige Omega-Form, also oben flach angenietet, dann beide Seiten runtergehend und an deren unterem Ende nochmal eine Fläche nach außen. Da müßte ich also zweimal durchbohren für einen Durchgang. Ich liebe Freihandbohren in Eisen! Kann nicht genug davon bekommen.

Für mich sieht das Fazit aktuell so aus: Wände mit Hinterlüftung, Ein- und Auslässe mit feinem Gitter gegen fiese Viecher, die oberen Auslässe regensicher und evtl. verschließbar (Drehschieber?) bei der Fahrt, Sturm oder im Winter. Das Dach ohne Hinterlüftung. Dafür eine allseitig offene Lüftungsebene über dem Dach, gebildet von einer Lage Blech mit aufgeklebten Solarpanels.

Gruß
Henry

814red am 03 Okt 2021 16:28:10

Mal sehen, wie das läuft. Ich selbst beende den Austausch des Kastenrahmens, der stark verrostet war. Heute habe ich gerade den Lkw-Rahmen lackiert, nächste Woche werde ich die beiden Teile zusammenfügen. Dann der Boden, und ich werde zu den Wänden zu bekommen. Halten Sie uns auf dem Laufenden.

adabei am 20 Okt 2021 17:04:47

Hallo,

ich habe mal nach Hinterlüftungsmaterial für Dächer gesucht. Ergebnis waren eher Wirrfaser- und Entkopplungsmatten, die jedoch keinen dedizierten Luftstom in einer Richtung durch das Material ermöglichen. Also eher Entkopplung für Blechdächer.

Das hier könnte jedoch geeignet sein, eine Drainagematte aus Filament mit sehr viel Durchgang (2 cm dick) und sehr leicht (650 g/m²):

[url]www.garmundo.de/drainage-typ-c20-20-mm.html
[/url]

Mit dieser Matte hätte man sowohl eine Hinterlüftung zwischen Außenhaut und Dämmung (z.B. alukaschierte PIR-Platten) als auch eine flächige Verbindung (alle Teile verklebt).

Beide Seiten sind wasserdurchlässig. Das ist dann an der Decke ungünstig, weil man die Oberseite der Dämmung beim Verkleben nicht dicht und eben bekommt. Man kommt einfach nicht dran. Ablaufendes Kondensat oder Wasser von Undichtigkeiten der Außenhaut sollte jedoch gut in Richtung Wand abfließen können. Eine Plastikfolie vorher auf die Drainagematte kleben und überall abdichten, bevor die Dämmung draufkommt?

Gruß
Henry

Fledermaus am 20 Okt 2021 18:58:24

Servus

Du könntest auch Stegplatten nehmen, oder du schraubst auf dein Ständerwerk großflächig Dämmmaterial. Dieses sollte dann auf der Hinterlüftungsebene Dampfdifusionsfähig sein und Winddicht. Weiter solltest dafür Sorgen das du unten und oben großflächig Zu- und Abluft hast und nicht nur einige Bohrlöcher.

Du findest auch Planunterlagen im www und genaue Beschreibungen und Normen für eine Hinterlüftung am Dach oder Wand, auch Fehler Beschreibungen....

Auch wenn es bei dir eine Kühlebene sein soll, dabei muß auch auf eine große Luftströmung geachtet werden, die nicht verstaubt und verdreckt...

Viel Glück

0815schraube am 01 Nov 2021 18:08:51

hi Womobastler,

früher oder später habt ihr mal ein undichtes Dach/Wand/Fenster.
berücksichtigt bei eurer Konstuktion, das ihr die Stelle ohne komplette Demontage der Iso finden könnt...
(die Dachholme etc. sind prima Kanäle zur Wasserverteilung)
Das Wasser kommt dann irgendwo raus, je nach Neigung des Womo - woraus sich leider nicht unbedingt auf die Eintrittstelle schliessen lässt. Im schlimmsten Fall erst einmal unbemerkt hinter der Wand-Iso in den Womo-Boden.

ein Grid aus Feuchtesensoren ist eine gute Idee - aber sehr aufwändig (und ev. fehleranfällig bzw. schwer zu reparieren?)

lg,
torx

Scout am 01 Nov 2021 20:29:25

Ich habe nicht alle Beiträge gelesen.
Wenn man eine Dämmschicht zwischen Dämmung und Außenhaut hinterlüftet hat die Dämmschicht ihre Isolierwirkung weitgehends verloren. Die Luft in aus dem hinterlüfteten Bereich transportiert dann die Kälte in den Innenraum.
Die Dämmschicht sollte einen hohen Dampfdiffusionswiderstand aufweisen und keine Innenraumluft an die Außenwand lassen.

Gruß
Scout

Fledermaus am 01 Nov 2021 21:26:35

Scout hat geschrieben:Ich habe nicht alle Beiträge gelesen.

Gruß
Scout


Hättest sollen :D

Von wo nimmst du dein Wissen, .....

kheinz am 01 Nov 2021 23:18:39

In der Regel muß man das Rad nicht neu erfinden. Schaut man sich die Dämmung in den fertigen Wohnmobilen etwas genauer an, stellt man fest das sich zwischen der Dämmung und der Aussenhaut ein Zwischenraum befindet und zur Entlüftung / Belüftung ausser den Dachfenstern ( die geschlossen keine Entlüftung zulassen) die im Basisfahrzeug eingebaute Fahrzeuglüftung vollkommen ausreicht. In unserem Wohnmobil wird wie üblich die Luft über einen Raumluftfilter angesaugt in den Raum geblasen und drückt sich über Entlüftungsklappen, unten, links und rechts hinter der Stoßstange wieder ins Freie. Wir können über die einstellbare Lüfterreglung bestimmen wie viel und ob Luft im Fahrzeug getauscht wird.
Ein Test, Stoßstange abmontiert, hat mich überzeugt das schon die Stellung 1 ( von 6 ) der Lüftersteuerung ausreicht um vorne genügend Frischluft in das Fahrzeug zu drücken und die verbrauchte wenn vorhanden feuchte oder heisse Luft nach Aussen zu drücken.
Wer zur Isolierung festes Matérieal verwendet sollte sich im klaren sein, das sich beim Fahren die Aussenhaut in allen Richtung verwindet und sich die Matten unter Umständen im Ganzen oder in Form vom Reisgroßen Partikeln von den Flächen lösen kann. Dann viel Spaß.....

MfG kheinz

Scout am 01 Nov 2021 23:52:58

Ich habe jetzt mal einige Beiträge überflogen.
Darin wird oftmals von der Bauphysik beim Hausbau ausgegangen. Die Wände beim Hausbau sind dampfdurchlässig, hier soll die Feuchtigkeit durch die Wand nach außen transportiert werden. Der Wandaufbau soll einen geringen Wasserdampfdiffusionswidertand aufweisen.
Der TE hat eine dampfundurchlässige Alu Wand denn Alu ist wasserdampfundurchlässig Hier sollte möglichst wenig Wasserdampf an die Außenwand gelangen. Deshalb verwendet man Isoliermaterial mit einem hohen Wasserdampfdiffusionswidertand.

Was geschieht bei einem belüfteten Zwischenraum?
Bei Hinterlüftung erfolgt ein Luftaustausch zwischen Hinterlüftungshohlraum und Innenraum. Da wird dann aus dem Innenraum warme feuchte Luft an die kalte Außenwand transportiert an der die Feuchtigkeit kondensiert.
Die Luft kühlt an der kalten Außenwand ab und gelangt in den Innenraum.

Hier ein Wandaufbau.

Kann mir jemand verraten wo hier eine Hinterlüftung ist?

Gruß
Scout

Fledermaus am 02 Nov 2021 00:49:54

Scout, da gibt es auch keine Hinterlüftung

Der TE möchte eine hinterlüfteten Wandaufbau machen.

Von innen nach außen als Beispiel. Sperrholz, Dämmung, winddicht Schicht (Idealerweise Dampfdivusionsoffen) Luftraum 2 bis 4cm der von unten die Zuluft bekommt und über Dach oder oben an der Wand Öffnungen für die Abluft hat.
Aluplatte dient nur noch als Wetterschutz.

So entsteht ein zweischaliges Wandelement, das ideal für den Feuchte Abtransport sorgt bei Leben im womo, gleichzeitig einen Luftaustausch in der luftschicht vor Überhitzung schützt.

Dies funktioniert nur wen zu und Abluft groß ausgelegt sind, samt insekten Schutz.

Die Nachteile sind neben den Platzverlust, der extrem aufwendige Aufbau insbesondere bei einem bewegenden KFZ. Und das eindringen von Wasser in die Luftschicht bei Fahrtwind.

Ich kenne keinen Serienausbauer der so etwas macht im Womo Bau. Es gibt ein YT Video von einem selbermacher der soetwas gemacht hat.
Ob es funktioniert :?: ob es dauerhaft funktioniert :?:

Klimaanlage mit Generatoren wäre weitaus günstiger, ....

UweHD am 02 Nov 2021 01:56:51

kheinz hat geschrieben: ….Schaut man sich die Dämmung in den fertigen Wohnmobilen etwas genauer an, stellt man fest das sich zwischen der Dämmung und der Aussenhaut ein Zwischenraum befindet und zur Entlüftung / Belüftung….

Bei welchen Wohnmobilen sollte das sein?
Weder bei unserem alten Hymer noch beim aktuellen Adria gibt es in den Außenwänden einen Zwischenraum zwischen Dämmung und Außenhaut. Beide sind in kompakter Sandwichbauweise ausgeführt, beim Hymer außen mit Alu, beim Adria mit Gfk.
Einzig beim Aufbau des Daches verzichten einige Hersteller wohl auf eine Verklebung der Außenhaut mit der Unterkonstruktion, aber einen expliziten Zwischenraum gibt es auch da nicht.

HartyH am 02 Nov 2021 07:42:29

Fledermaus hat geschrieben:Der TE möchte eine hinterlüfteten Wandaufbau machen.

Von innen nach außen als Beispiel. Sperrholz, Dämmung, winddicht Schicht (Idealerweise Dampfdivusionsoffen) Luftraum 2 bis 4cm der von unten die Zuluft bekommt und über Dach oder oben an der Wand Öffnungen für die Abluft hat.
Aluplatte dient nur noch als Wetterschutz.

Die Nachteile sind neben den Platzverlust, der extrem aufwendige Aufbau insbesondere bei einem bewegenden KFZ. Und das eindringen von Wasser in die Luftschicht bei Fahrtwind.

ein weiterer Nachteil wäre:
Die Sonne brennt tagsüber auf die Aluaußenseite, es wird durch die vielen Öffnungen die warme/heiße Luft mit einem sehr hohem Anteil an Luftfeuchtigkeit in den Hohlraum gezogen. Abends und in der Nacht kühlt sich die Aluwand recht schnell ab, die Luft mit hoher Luftfeuchtigkeit bleibt im Hohlraum und kondensiert sich am Blech und am Gerüst aus Metallstreben ab.
Was dann weiter passiert, lasse ich mal unkommentiert.

Auf alle Fälle muß zwischen Innenraum und dem Bereich der Außenwand eine dampfdiffusionsdichte Folie oder ähnliches sein, damit nicht die warme Innenluft mit hohem Anteil an Luftfeuchtigkeit an das System der Metallstreben kommen kann.
Das ist sehr wichtig, wenn man auch in der kalten Jahreszeit unterwegs sein will.

tober am 02 Nov 2021 11:28:13

Vieleicht hilft das etwas weiter: --> Link

kheinz am 02 Nov 2021 11:31:34

Basisfahrzeug für den Selbstsausbau ist ein Jumper mit Alu-Koffer. Bin noch in der Planungsphase, gerade beim Thema Dämmung.

Der Koffer hat ein Gerüst aus Metallstreben, die außen mit Alublech beplankt sind. Als Dämmung kommen wegen der geraden Wände + Decke PUR- oder XPS-Platten in die 1. Wahl. Die könnten auf das Alublech zwischen die Metallstreben geklebt werden. Dies ergäbe Felder mit 58 cm Breite und 3,5 cm Stärke. Innen dann Holz drauf und fertig sind Wand und Decke inklusive Wärmebrücken entlang der Metallstreben.


Das war die Eingangserklärung für die Dämmung eines Fahrzeuges.
Und ja, unser Fahrzeug ist ein Kastenwagen mit der üblichen Blechhaut.

MfG kheinz

UweHD am 02 Nov 2021 11:57:28

kheinz hat geschrieben: ...Und ja, unser Fahrzeug ist ein Kastenwagen mit der üblichen Blechhaut....

Großserien-Wohnmobile mit Blechaußenwänden, also u.a. Kastenwagen, werden also üblicherweise mit einem Luftspalt zwischen Dämmung und Innenwand aufgebaut?
Interessant, das wusste ich nicht.

Wir hatten damals mal einen VW LT als Kastenwagen ausgebaut. Da wurde uns von Reimo geraten, die Dämmung flächig auf der Außenwand zu verkleben. Ist aber schon lang, lang her.

adabei am 03 Nov 2021 12:13:12

Hallo,

bin ein Stück weiter in der Planung. Ausgehend von einer kältebrückenfreien Befestigung der Wandbeplankung auf den Metallholmen braucht es 25mm Holzleisten, die auf diese Holme geklebt werden. So sind Schrauben bis max. 20mm plus Stärke des aufgeschraubten Materials verwendbar. Bei einer unter der Beplankung flächenbündigen Dämmung mit alukaschierten PUR / PIR-Platten von 30mm Stärke bleibt ein belüfteter Zwischenraum von 30mm zur Aluwand. Bzw. genauso zur Decke. Raumverlust sind dann inkl. Beplankung 30mm. Ist zu verschmerzen.

Ursprünglich hatte ich geplant zur Stabilisierung der Dämmung und Entdröhnung des Alus in der Mitte der Fläche senkrecht, also entlang der Strömung der aufsteigenden Luft, einen Steg zwischen Aluwand und Dämmung zu setzen, z.B. ein U-Profil, das mit Wand und Dämmung verklebt wird. Dann ist die Dämmung nicht nur links und rechts an den Holmen verklebt, sondern auch nochmal in der Mitte. Großer Nachteil: Dieser Steg hat keine Verbindung zu den eigentlich stablisierenden Holmen. Es wird eine wabbelige Angelegenheit bleiben.

Deshalb werde ich die Stege quer bzw. horizontal (bei der Wand) einbauen. Dann gehen sie von Holm zu Holm und stabilisieren / entdröhnen das Alublech dazwischen. Nur muß ich wohl in den sauren Apfel beißen und in alle Stege maximal große Lochreihen bohren, durch die die Luft aufsteigen kann. Am besten geeignet scheint für die Stege das Sarei U-Profil HG 4. Sehr dünnwandig und leicht.

Die von mir genannte Drainagematte werde ich nicht verwenden. Deutlich schwerer als die Alu-U-Schienen. Und es ist unklar, ob die Gewebe auf beiden Seiten das Ablaufen von Wasser behindern, sich vollsaugen und es festhalten.

Die Hinterlüftung bei Stauber: Daß ein professioneller Hersteller sowas macht, ist interessant. Nur liegt der Luftkanal vor bzw. in und nicht hinter der Dämmung. Gerade Warmluft hat meiner Meinung nach hinter oder in der Dämmung nichts zu suchen, weder Raumluft noch Heizungsluft. Die Gefahr, daß dort beim Abkühlen Feuchtigkeit ausfällt, ist viel zu groß.

Mir geht es nur um zwei Effekte, einmal die Kühlung zwischen aufgeheizter Alu-Außenwand und der Dämmung durch Kamineffekt und zweitens das freie Ablaufen und Ablüften von Kondenswasser, falls dies innen an der Aluwand auftreten sollte. Die Dämmebene soll zur Hinterlüftung hin wasserdicht sein (die Alukaschierung wird's richten), deshalb dürfte es ziemlich wurscht sein, ob und wieviel Wasser da reinkommt oder ausfällt. Es kann frei nach unten weglaufen.

Noch eine Idee für ganz Mutige: Oben einen Tropfschlauch entlanggelegt, der die gesamte Hinterlüftung feucht hält, nur so viel, daß unten kein Wasser rausläuft. Die Verdunstungskälte dürfte auf die Größe der Fläche einen deutlichen Effekt haben. Grundbedingung ist natürlich, daß die Dämmung zur Hinterlüftung hin wirklich wasserdicht ist.

xiquadrat am 03 Nov 2021 13:02:10

also ich finde ja deine Idee, die metallische Aussenhaut von der Innenwand thermisch durch eine Luftschicht und eine diffusionsdichte Isoschicht zu trennen schon recht interessant. Und so wie du das angehst, könnte ich mir auch vorstellen, dass das im Prinzip auch funktioniert.

Andererseits ist halt Tinduck's Einwand wirklich nicht von der Hand zu weisen. Da schaffst du Lebensraum für allerlei Viecherei, an den du auch nicht mehr so ohne weiteres herankommst.

Mir persönlich wär's den Aufwand und die 6cm Innenbreite wahrscheinlich nicht wirklich wert (aber ich bin zugegebenermassen auch ein wenig radikal was KISS angeht ;) ), zumal du ja den Aufheizeffekt trotzdem nicht gänzlich vermeiden, höchstens zu einem gewissen Grad reduzieren kannst. Und dann wird's halt bei einem Kasten immer auch Kompromisstellen geben, wo die Hinterlüftung halt nicht konsequent durchgehalten werden kann.

Aber wenn du es durchziehst, wäre es schön, wenn du von deinen Erfahrungen berichten würdest.

Scout am 03 Nov 2021 14:31:15

Eine Luftschicht ist zur Wärmeisolation nicht geeignet.
Die isolierende Wirkung von PU oder ähnlichen Materialien ist ca. 6 Mal besser als eine Schicht aus Luft.
Statt 30 mm Luft hätten 5 mm PU die gleiche isolierende Wirkung.

Gruß
Scout

UweHD am 03 Nov 2021 14:51:47

Scout hat geschrieben:Eine Luftschicht ist zur Wärmeisolation nicht geeignet.
Die isolierende Wirkung von PU oder ähnlichen Materialien ist ca. 6 Mal besser als eine Schicht aus Luft.
Statt 30 mm Luft hätten 5 mm PU die gleiche isolierende Wirkung....

Das ist richtig, und zum Zwecke einer Isolierung im Winter gegen kalte Außenluft halte ich eine Hinterlüftung daher auch für weit weniger effektiv als den verbleibenden Zwischenraum konvektionsfrei mit PU auszukleiden.

Hier wurde aber auch der Effekt einer Hinterlüftung als Hitzeschutz bei starker Aufheizung der Außenhaut durch direkte Sonneneinstrahlung genannt. Hier könnte die Hinterlüftung einer klassischen PU-Dämmung in der Tat überlegen sein. Als Beispiel: Das Außenblech ist durch Sonneneinstrahlung auf 50°C aufgeheizt, die Umgebungsluft weist ca. 30°C auf. Eine Hinterlüftung würde nun das Außenblech, ausreichend Konvektion vorausgesetzt, durch zirkulierende 30°C "kühle" Außenluft effektiv herunterkühlen können, und es käme zu keinem direkten Wärmeeintrag von 50°C auf das eigentliche Dämmaterial in Richtung Innenraum.

kheinz am 03 Nov 2021 16:25:19

Scout hat geschrieben:Eine Luftschicht ist zur Wärmeisolation nicht geeignet.
Gruß
Scout


Wenn das so ist, kannst du mir sicher erklären warum in den Häusern Isolierglasscheiben eingebaut werden die im Glaszwischenraum nur Luft, nichts als Luft haben.
Übrigens, in den Dachlukenfenstern der Wohnmobile ist auch nur Luft im Zwischenraum.

MfG kheinz

UweHD am 03 Nov 2021 16:47:38

kheinz hat geschrieben: ...Wenn das so ist, kannst du mir sicher erklären warum in den Häusern Isolierglasscheiben eingebaut werden die im Glaszwischenraum nur Luft, nichts als Luft haben....

Weil einfache Luft nicht besonders gut dämmt, haben moderne Isolierglasfenster eine Edelgasfüllung: --> Link

Auch versucht man bei Isolierglas, eine Konvektion des eingeschlossenen Gases mit allen Mitteln zu vermeiden, unter anderem durch den Einbau einer dritten Glasschicht. Ab einer Dicke von 10-16mm (je nach Art des Verwendeten Gases) nimmt die Isolierfähigkeit der Gasschicht aufgrund der Konvektion wieder ab.

Eine zirkulierende Hinterlüftung hat mit dem Wirkungsprinzip einer Isolierglasscheibe nicht viel gemeinsam.

Fledermaus am 03 Nov 2021 17:50:20

Servus adabei

Deine Gedanken sind soweit gut, freu mich schon auf den großen Bildbericht von deinem Umbau.

Für die Dämmung: Raumseitig sollte eine Dampfbremse sein und bei der zwischenluft ein Material welches bessere Werte bei der Dampfdifusion hat, kann auch Wasserdicht sein, sehe ich nicht unbedingt als erforderlich.

Also Raumseitig einen höheren Wiederstand als außen, dadurch wird die Wärmedämmung trocken gehalten. Und erhältst einen guten Feuchte Abtransport aus der Raumluft.

Zum Thema insekten, Insekten haben es nicht gerne wen es zieht, und bei einer guten Hinterlüftung zieht es sehr stark. Würde trotzdem Insektenschutz und Mäuseschutz machen.

Achte auch bei den Fenstern das du die unten angestaute Luft links/rechts abführst.

Weißt du schon wie du oben die Luft abführst?

Scout am 03 Nov 2021 18:06:00

UweHD hat geschrieben:Hier könnte die Hinterlüftung einer klassischen PU-Dämmung in der Tat überlegen sein. Das Außenblech ist durch Sonneneinstrahlung auf 50°C aufgeheizt, die Umgebungsluft weist ca. 30°C auf.

Eine Hinterlüftung würde nun das Außenblech, ausreichend Konvektion vorausgesetzt, durch zirkulierende 30°C "kühle" Außenluft effektiv herunterkühlen können, und es käme zu keinem direkten Wärmeeintrag von 50°C auf das eigentliche Dämmaterial in Richtung Innenraum.

Die erwärmte Luft muss ihre Wärme ja wieder abgeben sonst würde sie sich weiter bis nahe auf Temperatur der Außenwand erhitzen.
Wohin gibt sie ihre Wärme ab? An die kältere Wand oder Dämmmateriel Richtung innen.
Ob die Außenwand jetzt 50°C oder -20°C hat ändert nichts am Vorgang der Wärmeübertragung.
Der einzige Unterschied zwischen Sommer und Winter ist die Strömungsrichtung der Luft an der Wand. Im Sommer nach oben im Winter nach unten.

Die Gesetze der Physik oder Wärmeübertragung sind im Sommer wie im Winter für kalte oder heiße Wand gleich.

Gruß
Scout

UweHD am 03 Nov 2021 18:28:11

Scout hat geschrieben: ...Die erwärmte Luft muss ihre Wärme ja wieder abgeben sonst würde sie sich weiter bis nahe auf Temperatur der Außenwand erhitzen.
Wohin gibt sie ihre Wärme ab? An die kältere Wand oder Dämmmateriel Richtung innen....

Der Threadersteller plant ja ein offenes System, wenn ich das richtig verstehe. Damit strömt unten frische Luft ein und oben erwärmte Luft aus. Im Prinzip wie ein Fahrzeugkühler.
Die ausgetauschte Luft dient als Trägermedium der abgeführten Energie, das Grundprinzip eines Wärmetauschers.

Wäre das System geschlossen, dann verhielte es sich so, wie du beschreibst.

andwein am 03 Nov 2021 19:07:50

kheinz hat geschrieben:......Wenn das so ist, kannst du mir sicher erklären warum in den Häusern Isolierglasscheiben eingebaut werden die im Glaszwischenraum nur Luft, nichts als Luft haben. MfG kheinz

Weil man da hindurchsehen kann, durch Steinwolle nicht. Das heißt aber nicht, dass Luft besser isoliert als Dämmwolle.
Und man sollte ganz gewaltig unterscheiden zwischen Dämmung und Hinterlüftung. Das eine hat mit dem anderen nur bedingt was zu tun.
Sorry, Gruß Andreas

Scout am 03 Nov 2021 19:59:16

UweHD hat geschrieben:Der Threadersteller plant ja ein offenes System, wenn ich das richtig verstehe. Damit strömt unten frische Luft ein und oben erwärmte Luft aus. Im Prinzip wie ein Fahrzeugkühler.
Die ausgetauschte Luft dient als Trägermedium der abgeführten Energie, das Grundprinzip eines Wärmetauschers.

Wo strömt die erwärmte Luft hin, in das Womo oder aus dem Womo?
Natürlich in das Womo und damit heizt die warme Luft das Womo innen auf.

Gruß
Scout

Fledermaus am 03 Nov 2021 20:16:31

Servus Scout

Nein.

Die Luft strömt oben an der Wand wieder raus. Dadurch entsteht ein Luftpolster der ständig erneuert wird, sorgt für Wärme und feuchte Abtransport. Wenn richtig gemacht - etwas besseres kannst du nicht machen, egal ob Steinhaus oder Blechzelt.

Schau dir Pläne und Skitzen im Internet an, vorgehängte Fassaden , hinterlüftete Fassaden.

adabei am 03 Nov 2021 20:34:31

Hallöchen und danke für das Mitdenken bei meinem Bastelwahn!

Das Getier möchte ich natürlich konsequent aus der Hinterlüftung aussperren, z.B. durch feine Metallgitter / Fliegengitterstreifen. Die Vorstellung sich morgens zum Frühstück seine Portion Alternativproteine aus der Hinterlüftung zu schnorcheln behagt dann doch nicht in ausreichendem Maße. Außerdem wären solcherart Mitfahrer ja wieder eine unkalkulierte Gewichtszunahme. Da sehe ich als bekennender 3,5-Tonnist ROT!

Einlaß der Luft unten durch Lochreihen in den Alu-Profilen, die jetzt schon auf Bodenebene im Koffer sind. Auslaß oben an jeder Abteilung der Wände z.B. über Kiemenbleche. Eine Lösung zur Entlüftung des Dachs ist nicht so spontan zu finden. 10 Pilzlüfter, für jede Abteilung einer, erhöhen wahrscheinlich nur die Spritrechnung. Besser gefällt mir die Idee einer in Dachmitte von vorne bis hinten durchgehenden Leiste aus folgenden Teilen: Ein schmaler Kasten z.B. aus Alu-Winkeln rundum geschlossen mit beliebig großen Öffnungen des Dachblechs in der Mitte. Darüber gewissermaßen umgekeht ein zweiter Kasten, der den ersten von oben und den Seiten abdeckt. Diesen könnte man z.B. auch in der Höhe verstellbar machen und damit die Hinterlüftung öffnen und schließen.

Abdichtung der Dämmung: Die Stöße der Dämmung sollten vom Innenraum aus mit Alu-Klebeband zusätzlich abgedichtet werden. Vor dem Anbringen der Innenverkleidung dürfte also nur Aluminium zu sehen sein. Das ist wahrscheinlich als Wasser-/Dampf-/etc.-Bremse mehr als ausreichend.

Fenster als Unterbrechnung oder Volumenverringerung der Hinterlüftung sind natürlich eine Herausforderung. Zur Not müssen im Bereich von Fenstern die Stege zu den Nachbarabteilungen durchbohrt werden, damit die Luft darüber ziehen kann. Oder es müssen Ein- und Auslässe unter und über den Fenstern vorgesehen werden. Aber so weit bin ich mit der Planung noch nicht. Weitere Besonderheit: Ich werde Dämmung und Fenstereinbau wohl gleichzeitig machen müssen, damit alles zueinander paßt.

Gruß
Henry

Fledermaus am 03 Nov 2021 20:59:04

Servus
Alu auf der Innenseite ist eine Dampfsperre, kannst machen, verlierst aber einen Vorteil der Hinterlüftung.

Eventuell prüfen ob nicht die Sperrholzplatten reichen. OSB-Platten mit Stoßverklebung reichen im Wohnbau als Dampfbremse.

Jetzt bin ich schon richtig gespannt wie es wird :D

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