Stocki333 hat geschrieben:Sehr aufschlußreich. Mich intressiert die Aussage.
Accu voll und den Balancer eingeschaltet. Da bin ich bei dir. Bis jetzt war ich ja der Meinung, das ds Teil permanent an den Zellen hängt.
Fast richtig verstanden. Nochmal genau:
1. Wenn man den Balancer gelegentlich manuell einschalten möchte um eine (warum auch immer) vorhandene Zelldrift auszugleichen, dann empfiehlt es sich einfach
nach Beginn des Ladevorganges den Balancer einzuschalten.
Das einzige Kriterium für das Einschalten ist, dass die Zellenspannung im/oder über dem flachen Bereich der Kennlinie liegt.
Dafür reicht es die Gesamtspannung zu beobachten, und gegebenenfalls zu warten bis diese 13,4 V übersteigt.
2. Man kann den Balancer so lange eingeschaltet lassen, solange die Gesamtspannung über 13,4 V liegt. Erst wenn die 13,4 V wieder unterschritten werden wird es Zeit den Balancer wieder auszuschalten. Natürlich kann man das auch vorher machen, wenn man sich vergewissert hat, dass die Zellen ausgeglichen sind.
3. Man muss verstehen, dass der Balancer nur solange tätig ist, bis alle Zellen die gleiche Spannung haben. Je näher die Zellsspannungen bei einander sind, um so kleiner wird der Balancer Strom. Der Vorteil ist, dass die Spannungsabfälle an den Verbindungsleitungen des Balancers zu den Zellen dann auch gegen Null gehen, wodurch die Messgenauigkeit der Zellspannungen imerm besser wird. Die Zellen unterscheiden sich im ausgeglichenen Zustand nur noch um 1 bis 2 mV. Das entspricht einer Teilinitialisierung.
4. Natürlich ist es für Mountainbiker und Co. ein Klacks, diesen Vorgang zu automatisieren, mit einem Komparator, der bei 13,48 V über einen Optokoppler den Balancer einschaltet, und knapp darunter wieder ausschaltet. Das kann man auch über den Relaiskontakt des BMV712 machen, wenn man diesen entsprechend programmiert. In beiden Fällen hat man einen vollwertigen aktiven Balancer hoher Leistung und großer Genauigkeit. Das ist unabhängig davon, ob man nur diesen Balancer verwendet, oder ihn einfach zusätzlich in eine vorhandene Anlage einbaut.
5. Vorteil ist,
- dass dieser Balancer bei Bedarf bis zu 5 A Ausgleichstrom liefert und dabei praktisch nicht warm wird,
- unabhängig von der Ladeendspannung arbeitet, also auch bei niedrigen schonenden Ladespannungen um oder unter 14,0 V
- bei ausgeglichenen Zellen nur etwa 12 mA verbraucht
- und nach Abschaltung weniger als 0,1 mA
- klein und billig ist
Bin jetzt mal gespannt, ob ich das gut rüber gebracht habe....
Rol