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Eigenbau LiFePo4 Akku 1, 2, 3


Chr1 am 04 Okt 2021 09:53:14

Hallo liebe Foren Gemeinde.

Ich möchte nun nach vielem lesen auch dem Forum was beisteuern und von meinen Akku Bau was posten.
Ich habe die Akkus bei Ali Express bestellt und wie alle ewig darauf gewartet. Sie waren mit 388,- inkl Versand und Zoll jedoch recht günstig.
Leider haben sie nit wie bestellt 280AH - sondern scheinbar nur 240AH.
Ich hab das noch nicht mit einem Kapazitätstester getesatet - jedoch ist auf den Zellen unter der schwarzen Isolierung der QR Code und die Aufschrift 768Wh was 240 Ah entsprechen müsste (278Wh:3,2V= 240Ah)

Hat jemand eine Ahnung ob man den Code irgendwo prüfen kann um mehr über die Zellen zu erfahren?

Ich habe nun bei Aliexpress einen Dispute geöffnet und Aliexpress hat bei meinem Vorschlag von 100€ Rückerstattung zugestimmt - mal sehen ob der Verkäufer das auch noch tut.
Die Preise bei Ali Express für 280Ah oder 310Ah varieren extrem. Schwierig was seriöse und preiswertes zu finden...
Den Shop - MEIBrandauthorized Store - kann ich aufgrund meiner Erfahrung und auch nach mehreren Erfahrungen im Netz nicht empfehlen.
Einige haben sogar aufgeblähte Zellen erhalten - optisch sind meine top.
G8n in seinem Youtube Kanal hat dazu auch ein Video gepostet wo er auf die schlechte Qualität eingeht und auch zeigt wie er den KApazitätstest gemacht hat. Danke dazu an G8n - tolle Videos machst du!

Ich habe die Zellen alle einzelln voll geladen und dann noch alle zusammen parallel geschalten und nochmals geladen.
Habe dazu mein vorhandenes Imax B6 Ladegerät verwendet.
Danach hab ich die Zellen noch ca 2 Wochen parallel geschalten ruhen lassen.

Ich habe auch den oft empfohlenen aktiven Balancer bestellt. Nach der ersten test Entladung konnte ich auch sehen wie er angesprungen ist.
Mal sehen ob ich den verbaue - werde die Verkabelung mal verbauen und ihn nicht anstecken um zu sehen wie die Zellen triften...
Für die genauere Inspektion der Kapazität der Zellen habe ich mir noch ein Testgerät bestellt - das ist jedoch noch nicht da...

Nun zum Bau der Batterie:
Ich habe das große JBD BMS mit 150 A verwendet.
die Box baue ich aus 6mm HPL Platten.
soweit ist der momentane Stand.
Vorne habe ich einen Nut gemacht in die ich eine Plexi Glas Platte von oben reinschieben möchte.
Dann kommt oben noch ein HPL Deckel drauf.
Somit kann ich dann auch von Außen sehen ob die interne Sicherung kaputt ist oder sonst was kaputt ist :-)

Hier noch Fotos...










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Chr1 am 05 Okt 2021 19:45:42

So heute hab ich noch etwas an den Kupferschienen gearbeitet,
den Minus Pol gebaut und die Balancer Kabel sowie den Temperatursensor verlegt.

Bezüglich des Plus Poles bin ich noch unschlüssig wie ich das baue.
Manche haben eine Sicherung noch in der Batterie - andere nicht.
Grundsätzlich sollte das BMS ja abschalten bei Kuzschluss.
Aber grundsätzlich schadet eine weitere Sicherung nicht - ist nur komplizierter zu bauen…



Tinduck am 06 Okt 2021 11:11:31

Sieht nett aus, danke fürs Teilen.

Warum Poladapter? Ein M8 Bolzen mit Scheibe, Federring und Mutter, die den Kabelschuh direkt aufs Kupfer pressen, stellt eigentlich eine wesentlich zuverlässigere und niederohmigere Verbindung her als der alte Polklemmen-Kram... ich hab das bei der Umrüstung auf LiFeYPO gleich mit geändert (neue, dickere Kabel zum Plus- und Minusverteiler) und würds immer wieder tun. Bei einem Selbstbau hat man ja die Wahl.

Wenn Du eine Sicherung am Pluspol integrieren willst, bieten sich Würfelsicherungen an, die kann man sehr platzsparend einbauen.

bis denn,

Uwe

Anzeige vom Forum


fschuen am 06 Okt 2021 14:46:44

Chr1 hat geschrieben:Grundsätzlich sollte das BMS ja abschalten bei Kuzschluss.


Grundsätzlich sind aber BMS leider unzuverlässig, Schmelzsicherungen nicht. Deshalb kann man das BMS weglassen, die Sicherung eher nicht. Die beiden Kurzschluss-Totalschäden hier im Forum haben's umgekehrt gemacht.

Gruss Manfred

Chr1 am 06 Okt 2021 16:45:23

Danke für eure Vorschläge.
Ja das stimmt eigentlich mit den Polklemmen…
Der einzige Vorteil wäre so, dass man bei Ausfall jede andere Batterie schnell einbauen kann oder die LiFePo auch wo anders anschließen.
Wird aber vermutlich nie vorkommen…
Ich baue den minus Pol nochmal um und lasse das Kupfer einfach 1,5cm oben gerade raus schauen. Dort noch ein 8er Loch rein und fertig.
Oft denkt man einfach zu kompliziert… Danke für den Hinweis.
Eine 200A Schmelzsicherung beim Plus Pol werd ich verbauen - hab da auch ein besseres Gefühl dabei.
Würfelsicherung sieht interessant aus - kannte ich bislang noch nicht.
Ich hatte an eine ANL Sicherung gedacht.
Mal sehen was sich leichter verbauen lässt.
Liebe Grüße Chri

Chr1 am 06 Okt 2021 21:15:32

So, hab etwas mit der Sicherung gebastelt.
So sollte es funktionieren.
Muss dann bei 150A Belastung noch testen wie warm es bei der Sicherung wird. Sonst muss ich noch ein zusätzliches Kupferband als Wärmeableiter montieren.




Ostseebaer am 06 Okt 2021 22:28:34

Moin,
ich kann die Abmessungen der Kupferschienen schlecht einschätzen - aber bei der Sicherung hast du sie auf weniger als die Hälfte der sonstigen Breite eingeschnürt.
Passt das dann vom Querschnitt her noch ins Konzept? Wäre zumindest ungewöhnliches Vorgehen, wenn Du die Anderen doppelt überdimensioniert hättest ...
Grüße
Georg

Chr1 am 07 Okt 2021 06:31:05

Denke nicht das das ein Problem ist.
Wenn man die Dimension der Sicherung bedenkt und dort theoretisch 200A drüber gehen.
Diese Verjüngung ist ja nur kurz - und das Kupferblech ist 4mm stark.
Querschnitt Probleme gehen immer mit Kabellängen einher.
Ich hab eher Angst, dass sich die Sicherung zu stark erhitz und zu wenig Kupfer ist um die Temperatur abzuleiten.
Liebe Grüße

Stocki333 am 07 Okt 2021 10:00:47

Chr1 hat geschrieben:Ich hab eher Angst, dass sich die Sicherung zu stark erhitz und zu wenig Kupfer ist um die Temperatur abzuleiten.

Das wird die Praxis erweisen. Was mir aber Sorgen machen würde, ist das Gewicht. Nähmlich des Armes und der Sicherung selber. Das alles muß bei deiner Konstruktion der Pol Tragen. Über Jahre und auch die kleinen Erschütterungen beim Fahren.
Dort wo der spitze Winkel ist, brauchst du einen kleinen Winkel um das Gewicht abzufangen. Verschraubt mit der Seitenwand.
Genau so sollte es mit dem Teil sein der Senkrecht nach oben geht. Gehört auch fixiert.
Die konstruktion von dir. Die würde ich noch einmal überdenken.
Das Gewicht sollte nie am Pol sein. Wird der Locker. Treten Kristalle aus. Damit beginnt ein schleichender Prozess.
Franz

fschuen am 07 Okt 2021 10:10:36

Franz hat vollkommen recht, mechanische Kräfte auf die Anschlüsse sollten unbedingt abgefangen werden. Ich hab hier weniger Bedenken wegen des Gewichts, mehr wegen der dicken Kabel, die du wohl noch an den senkrechten Teil anschliessen willst. Wenn du weiter unten durch die Kupferschiene und die Seitenwand bohrst und das verschraubst, müsste das reichen. Grössere U-Scheiben an der Sicherung wären nicht verkehrt, damit die Fläche besser angedrückt wird. Und ich klebe bei den grossen Sicherungen immer eine zweite als Ersatz daneben, die gibt's ja nicht an jeder Tankstelle.

Gruss Manfred

Chr1 am 07 Okt 2021 17:00:47

Das mit der Befestigung der Pole ist mir klar. Da war auch noch ein Montagepunkt geplant ( Loch ist ja schon erkenntlich)
Der Aufbau ist ja noch nicht fertig - bin ja erst am überlegen wies funktioneren kann.
Mit gefällt aufgrund der Hebelwirkung der dicken Kabel das mit den Polen nach oben auch nicht ganz.
Hab gestern Abend nich einen besseren Ausgang des plus und minus Pols gefunden.
Werde mich nun an die Optimierung machen und euch hoffentlich mit einer Guten Lösung am laufenden halten.
Liebe Grüße

Chr1 am 07 Okt 2021 22:24:37

So, einige Stunden später gibt es ein Ergebnis.
Ich denke so macht das sinn und es sollte keine Probleme mit Zemperatur bei der Sicherung sowie Hebelwirkung der Pole mehr geben.






Tinduck am 08 Okt 2021 07:45:01

Bei den geringen Abständen, die du da tw. zwischen den Kupferschienen (und angrenzenden Schrauben entgegengesetzter Polarität) hast, sollte das besser alles bombenfest sein und keinerlei Spiel haben... ich würde großzügig Schrumpfschlauch applizieren, wenn das so bleiben soll. Kost nix und beruhigt.

bis denn,

Uwe

Chr1 am 08 Okt 2021 08:59:52

Das täuscht am Foto stark.
Die Abstände minus zu plus sind alle ausreichend - darauf hab ich geachtet.
Etwas eng ist BMS Minus zu Batterie Minus- aber da kann ja wenig passieren.
Der Vorteil der Kupferschienen ist ja dass sich hier wirklich nichts nur ansatzweise bewegt.
Ich werde an den engeren Stellen einen Gummi zur Beruhigung einlegen :-)
Liebe Grüße

Inselmann am 08 Okt 2021 10:32:45

Chr1 hat geschrieben:Das täuscht am Foto stark.
Die Abstände minus zu plus sind alle ausreichend - darauf hab ich geachtet.


Ich stimme Tinduck zu. Mir waere das blank zu wenig Abstand. Und ich meiner Meinung nach hast du auch einige "Drehpunkte" (z.B. 90 Grad hoch von BMS und dann 90Grad zu Seite) mit denen ich persoenlich nicht leben wollte. Ich sehe auch keine Spannscheiben unter den Muttern/Schrauben. War das nur so fuer den Testaufbau?
Und Nylocks waeren auch nicht meine erste Wahl.
Soll kein Gemecker sein :)

leverkusen3 am 08 Okt 2021 13:16:53

Hallo Chr1

Das ist ein sehr schöner Batterieaufbau, vielen Dank fürs Zeigen.

Bei den massiver Kupferschienen die an die Pole der Zellen geschraubt sind, hätte ich die Befürchtung, das die ja eher dürftigen Schräubchen und die Pole selbst der blauen Becher, zu stark mechanisch beansprucht werden.

Solange so eine Batterie nur im Keller steht ist das sicher kein Problem, die Vibrationen und die Schläge bei schlechter Fahrbahn im Auto schon eher.

Hat das einen Grund oder lag es nur an der Verfügbarkeit des Materials?

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

Chr1 am 08 Okt 2021 22:26:15

Inselmann hat geschrieben:Und ich meiner Meinung nach hast du auch einige "Drehpunkte" (z.B. 90 Grad hoch von BMS und dann 90Grad zu Seite) mit denen ich persoenlich nicht leben wollte. Ich sehe auch keine Spannscheiben unter den Muttern/Schrauben. War das nur so fuer den Testaufbau?

Das Problem der Drehpunkte versteh ich nicht - das lässt sich nun mal nicht anders lösen - außer mit Kupferkabel und Kabelschuhen. Aber das ist mir so sympatischer da sich beim Kupfer sicher nichts bewegt. Daher sehe ich auch den Geringen Abstand nicht als so kritisch. Wie gesagt - ich werde noch Isolationen ergänzen.
Federscheiben kommen noch - hatte ich keine zur Hand. Batterie ist gerade im Testaufbau.

leverkusen3 hat geschrieben:
Bei den massiver Kupferschienen die an die Pole der Zellen geschraubt sind, hätte ich die Befürchtung, das die ja eher dürftigen Schräubchen und die Pole selbst der blauen Becher, zu stark mechanisch beansprucht werden.


Ja das lag daran dass ich diese Kupferschienen zur Hand hatte. Werde noch zärtlichere für die Polverbinder besorgen.

Heute habe ich zum ersten mal mit 1500W das Systen belastet und getestet.
Die ganzen Verbindungen bleiben kalt. Nur die Sicherung wird recht warm (70Grad) - kann die Temperatur aber nun gut über das Kupfer ableiten.
Ansonsten läuft es so wie ich es mir vorgestellt habe.
Einziges Problem ist wenn das BMS bei der Zellen Unterspannung abschaltet und danit den Wechselrichter abwürgt das BMS bei anschließenden nustart des Wechselrichters Kurzschluss meldet.
Liegt am Wechselrichter da dieser einsen Softstart mit dicken Elkos verfügt, und diese wenn sie leer sind einfach beim Einschalten momentan zu viel Strom ziehen.
Wenn ich einen Verbraucher auf 12V ( zb. H3 Lampe) hänge dann startet der Wechselrichter normal.
Solartronic baut scheinbar die Wechselricher für LiFepo um dass dieses Problem nicht auftritt.
Vermutlicj schalten sie eine Widerstand zwischen + und - der das kompensiert.
Ich denke es reicht auf sicht wenn man in Zukunft sollte der WR nicht starten einfach einen 12 V Verbraucher einzuschalten - dann startet der vermutlich auch.

Sollte jemand wissen was genau von Solartronic umgebaut wird würde mich das sehr Interessieren.

Liebe Grüße Chri

fschuen am 09 Okt 2021 09:17:14

Ich sehe keinen Sinn darin, einen WR - der ja selbst über eine Unterspannungsabschaltung verfügt - über ein BMS zu betreiben.

Gruss Manfred

Chr1 am 09 Okt 2021 09:33:54

Hallo Manfred,
Das ist richtig, dass er über eine Unterspannungsabschaltung verfügt. Jedoch nur für die Ganze Spannung und nicht für jede einzellne Zelle.
Wenn man nun zb ein Induktionskochfeld mit 2000W länger betreibt und die Zellen triften durch die hohe Stromentnahme ab wäre das fatal für die Zelle die am niedrigsten ist.
Zudem überwacht das BMS ja auch noch die Temperatur der Zellen.

Also aus meiner Sicht ein NoGo eine Lithium Batterie ohne BMS zu betreiben.
Liebe Grüße Chri

Stocki333 am 09 Okt 2021 20:22:31

hallo Chri
Wenn du mit einer Android Händy arbeitest. und JBD. Kannst du das einstellen. mit den Anlaufströmen des WR. Damit das BMS nicht mehr abschaltet.
Bedingung ist, das der Wr nicht anläuft, beim einschalten unter Normalbedingungen. Nicht Notabschaltung.
Ausserdem würde ich folgendes Szenario bleiben lassen. WR Betrieb und über das BMS abschalten. Genau das selbe beim Laden mit hohen Strömen.
Franz

Chr1 am 10 Okt 2021 18:37:45

Hallo Franz
Stocki333 hat geschrieben:Wenn du mit einer Android Händy arbeitest. und JBD. Kannst du das einstellen. mit den Anlaufströmen des WR. Damit das BMS nicht mehr abschaltet.
Franz

Hab grundsätzlich ein Iphone. Müsste nach einem Androiden suchen.

Das Problem tritt nur auf nachdem das BMS dem WR den Saft abdreht weil irgendeine Rahmenbedingung nicht stimmt. Dann saugt es scheinbar die Elkos aus und die ziehen beim erneuten einschslten zu viel Strom und das BMS meldet Kurzschluss.

Stocki333 hat geschrieben:Ausserdem würde ich folgendes Szenario bleiben lassen. WR Betrieb und über das BMS abschalten. Genau das selbe beim Laden mit hohen Strömen.
Franz

Kannst ma da bitte genauer sagen was du meinst - versteh das nicht ganz.

Liebe Grüße

Stocki333 am 10 Okt 2021 18:43:46

Chr1 hat geschrieben:Kannst ma da bitte genauer sagen was du meinst - versteh das nicht ganz.

Lies dir das durch. Und dann stelle neue Fragen.Wenn du noch welche hast
Franz

Stocki333 am 10 Okt 2021 18:55:15

Wenn du noch probleme hast mit dem WR.
Folgende Werte bitte posten.
Hardware overcurrent protection
Hardware overcurrent protection delay.....
Hardware short circiuit protection...
Hardware short circiuit protection delay....

Dort liegt das Geheimniss für das abschalten des BMS durch die Kondesatoren des WR.
Franz

Chr1 am 10 Okt 2021 22:25:13

Das sind mal die Werte in der IOS App die eingestellt sind.
Android Handy muss ich morgen eines vorbereiten und dann werde ich noch die besagten Werte posten.






Stocki333 am 11 Okt 2021 21:42:15

Die Temperaturen für Laden und Entladen. Sind die nicht zu hoch.???
Franz

Chr1 am 11 Okt 2021 22:32:40

Hallo,
Diese Temperaturen waren so eingestellt - hab ich nicht verändert.
Welche Werte werden empfohlen?
Hab nun vergeblich versucht mit einem Android Handy eine Verbindung zum BT Modul herzustellen…
Nun hab ich es mit dem JBD Tool mit dem Notebook ausgelesen.
Hier die Werte:




Chr1 am 12 Okt 2021 09:08:42

Wenn die Berechnung folgender Seite richtig ist...
--> Link

...steht der SC momentan auf 3300A bei original eingestellten Current Resistor Wert von 0,1 mOhm
SC Value = I*R = 3300 A * 0.0001 Ohm = 33 mV.
Ich werde mal testen den Wert auf 0,44mV zu stellen - das sind dann 4400A

Aber Grundsätzlich kommen mir diese Werte schon sehr hoch vor...
Was ist hier bei euch eingestellt?

Lg Chri

Chr1 am 12 Okt 2021 19:11:14

Ich hab jetzt vergleichshalber doch noch ein Android Handy verbinden können.
Das sind komplett andere Werte als in der Windows App.

Aber nachdem ich den SC wert um eines höher gestellt habe läuft der WR immer problemlos an :D

Hier noch die Screenshots der beider Varianten mit aktuell funktionierender Einstellung:

Vorher:



Nachher:



Pc App nach der Umstellung am Android App;


Stocki333 am 12 Okt 2021 19:51:46

hallo Chris
Das passt schon so. Haben hier schon abenteuerliche Werte erlebt. Aber deine Methode mit dem Schrittweisen Herantasten ist in Ordnung.
So kannst du dir helfen, wenns wo eckt.
Zu den Temp. Einstellungen.
70 Grad ist sehr hoch. 50 oder 55 Grad wäre realischtischer und auch gesünder. Bei den Blauen.
Abschalten bei 3 Grad ist ok.
Entladen bis -10 Grad. Ist auch in Ordnung. Solltest dir allerdings im Klaren sein.
Keine WR Orgien. bei diesen Temperaturen.
Die Heizung des Womos damit betreiben, das geht.
Gruß Franz

mt10 am 12 Okt 2021 21:34:57

fschuen hat geschrieben:Ich sehe keinen Sinn darin, einen WR - der ja selbst über eine Unterspannungsabschaltung verfügt - über ein BMS zu betreiben.

Gruss Manfred


Moin, Du meinst dass man den WR direkt an den Akku anschließen soll/kann, am BMS vorbei? Interessanter Gedanke. Dann könnte ich den WR auch voll belasten, das 150A BMS gibt das nicht her..

Gruß, Manfred

Chr1 am 13 Okt 2021 11:49:50

fschuen hat geschrieben:Ich sehe keinen Sinn darin, einen WR - der ja selbst über eine Unterspannungsabschaltung verfügt - über ein BMS zu betreiben.

Gruss Manfred


Also ich habe bei der Beschreibung vom Solartronics WR nachgesehen.
Die Unterspannungswarnung beginnt bei 10,5V zu piepen.
bei 10,0V wird abgeschalten.

Ich finde das schon sehr riskant.
Wenn man sich bewust ist was man macht - und das System kennt - könnte man ja einen Batterie Trennschalter bei der Masse Leitung von der Batterie/BMS zum Wechselrichter einbauen der normalerweise den WR über das BMS betreibt und bei Bedarf dann auf Handbetrieb die Masse des Akkus direkt ohne BMS bekommt.
Dann könnte man mehr als 150 A / 2000W direkt aus der Batterie entnehmen.
Mir würde da zb ein doppel Induktionskochfeld einfallen wo die 150A nicht ausreichen.

Kann man eigentlich die Discharge OC Protection höher als 150A einstellen? Auf 170A zb - Hat das schon mal jemand getestet ob das das BMS aushaltet? Damit wären dann zumindest 2200W möglich die das Induktions Feld frisst.
Die zusätzliche Hardware OverCurrent Protection steht ja erst auf 390A.

Lg

Chr1 am 13 Okt 2021 12:00:03

Ich bin im Overkill Solar Download bereich noch auf die Default Einstellungen deren BMS Version des JBD BMS gefunden.
Die haben sich ja scheinbar auf das Teil spezialisiert.
Das sind doch recht spannende Werte - was meint ihr dazu?


andwein am 13 Okt 2021 17:12:43

Chr1 hat geschrieben:Ich bin im Overkill Solar Download bereich noch auf die Default Einstellungen deren BMS Version des JBD BMS gefunden. Die haben sich ja scheinbar auf das Teil spezialisiert. Das sind doch recht spannende Werte - was meint ihr dazu?

Ja, die Unterlagen sind gut. Du solltest aber bei allen dargestellten Werten hinterfragen, ob die jetzt für einen E-Roller, ein Golf Car oder auf eine Versorgeranwendung wie im Womo gelten. Das gilt auch für die Temperatureinstellungen.
Gruß Andreas

rolfk am 13 Okt 2021 18:25:47

Tja, das ist das Interessante an einem BMS... Da gehören akkuspezifische Werte rein.... :mrgreen:

Chr1 am 13 Okt 2021 18:49:17

Ja das stimmt wohl…
Und vermutlich ist unser Anwendungsfall für das Wohnmobil am wenigsten verbreitet.

rolfk am 13 Okt 2021 19:25:06

Chr1 hat geschrieben:Ja das stimmt wohl…
Und vermutlich ist unser Anwendungsfall für das Wohnmobil am wenigsten verbreitet.

Würde ich so nicht sagen.
Es gibt Boote in ähnlichen Kapazitäten schon länger, es gibt Selberbauer autarker Heim Anlagen mit größeren, und kleine Inselanlagen mit kleinen bis grossen.

Imho charakteristisch ist für mich weniger die Anwendung der JBD im Womo, sondern deren Verwendung für 12 V. Keiner der anderen Anwender macht ähnlich große Kapazitäten bei nur 12 V, da sind höhere Spannungen angesagt. Selbst popelige elektrische Golfschläger Waegelchen gehen bis auf 48 V Akku und höher, obwohl deren Antriebsmotor 12 V braucht (!!).
E-Bike 24 V und höher, Hausanlagen, Inselanlagen, E- Roller....alles höher.

Nur im Womo beharrt man auf 12 V, und nimmt Stromorgien beim Laden und besonders im Wandlerbetrieb hin... Da hat JBD sich drangehängt, und bastelt nun seine Fahrrad BMS , die mal für 15 Ah und bis 48 V gedacht waren, auf 12 V um.
Als BMS leisten sie gute Arbeit, aber sie kommen aus einem Umfeld, in dem es kein hohen ( größere 1/5 C) Ladeströme, kein Laden unter Null, keine Dauerentladung mit größer C, usw., gibt. Der Balancerstrom reicht für die kleinere Kapazität gut aus.... Bei den grossen geht's auch, weil die Akkus einfach gut sind, nur beim Initialisieren muss man gezielt helfen.

Also, als Zusammenfassung, ich kritisiere nicht die BMS, sondern eine unsägliche Anwendung für 12 V. In einer Umgebung (Bleiakku angepasste Ladung und Lasten), in die LiFePo nicht, oder nur gequält, reinpasst.

Und wer sagt, mit Booster geht's ja..... Das ist ein Wandler, und dann hätte man auch 24 V nehmen können.
Beispiel gibt's bei den Booten, da gibt's alles nötige, und sogar hier hat einer sowas beschrieben.

Und alles schon vergessen.... Eben nicht en Vogue.

Gast am 15 Okt 2021 20:25:28

Hallo Andreas,
habe ein Bild von Deiner Anlage gesehen, wo Du den Heltec Aktiven Balancer verwendest. Ich habe denselben ausführlich getestet. Folgendes ist zu bemerken: der Balancer arbeitet auch bei sehr niedrigen Zellenspannungen. Wenn man bei relativ niedrigem SOC verweilt, z.B. mit 12,8 V Erhaltungsladung parkt, dann führt das zum Bottom Level Balancing. Lädt man dann zügig auf 100 % SOC vor Antritt der Reise, dann laufen die Zellen am Ladeende auseinander. Im ungünstigsten Fall wird eine OVP Abschaltung ausgelöst.
Es ist zu empfehlen den Balancer an den voergesehenen Pads mit einem Schalter zu verbinden. Dann kann man ihn nach Bedarf ein oder aus schalten.
Gruß Rolf

Gast am 16 Okt 2021 06:29:40

RolfB hat geschrieben:.......Es ist zu empfehlen den Balancer an den voergesehenen Pads mit einem Schalter zu verbinden. Dann kann man ihn nach Bedarf ein oder aus schalten.

Wurde hier diskutiert
--> Link

rolfk am 16 Okt 2021 09:53:35

Wenn ein Balancer nicht zuverlässig nur das tut, was er soll, dann lässt man ihn weg.
Ausschalten ist etwa so sinnfrei wie ein Ausschalter am Feuermelder.

Gast am 16 Okt 2021 19:38:40

rolfk hat geschrieben:Wenn ein Balancer nicht zuverlässig nur das tut, was er soll, dann lässt man ihn weg.
Ausschalten ist etwa so sinnfrei wie ein Ausschalter am Feuermelder.


Ich halte die Aussage für einen unüberlegten Schnellschuss, und den Vergleich mit dem ausgeschalteten Feuerlöscher für wenig treffend.
Der besagte aktive Balancer arbeitet technisch hervorragend und eignet sich als zusätzlicher Balancer in einer bestehenden Anlage. Er ist billig (14 € ), klein und leicht. Er verbraucht bei ausgeglichenen Zellen nur etwa 10 mA, und im ausgeschalteten Zustand weniger als 0,1 mA. Er kompensiert praktisch alle Nachteile des klassischen passiven Balancers, der bei einer vorgegebenen Spannung von 3,6 V +/- einschaltet und mit weniger als 2 A Balancer Strom arbeitet. Während der klassische passive Balancer mit 4 x 3,6 = 14,4 V die Ladeendspannung festlegt, kann der besagte aktive Balancer auch bei niedriger (schonender) Ladeendspannung von beispielsweise 14,2 V oder 13,9 V eingesetzt werden. Bei solch niedriger und schonender Ladeendspannung können die 3,6 V passiven Balancer nicht verhindern, dass eine Zelle verhungert, Beispiel: 3 Zellen mit 3,6 V ergeben bei 14 V schonender Ladeendspannung für die 4. Zelle nur 3,2 V. Bei 14,2 V ergibt das zwar 3,4 V für diese Zelle. Bei einer kurzen Absorption reicht das aber ebenfalls nicht, um sie voll zu laden. Somit kann es sehr sinnvoll sein in einer bestehenden Anlage diesen aktiven Balancer zusätzlich zu installieren. Mann kann in dann gegebenenfalls beim Laden per Hand einschalten. Vergisst man, ihn wieder auszuschalten, ist das kein Schaden. Bei niedrigen Zellenspannugen im UVP Bereich schaltet sich der aktive Balancer selbst ab. Eine Unbalance im Bottom Level wird dann später wieder ausgeglichen.
Wer diesen aktiven Balancer voll automatisch betreiben will, der kann ihn von einem BMV712 steuern, dessen Relais bei 13,5 V schließt.
Anmerkung 1: man kann sogar gedriftete Zellen wieder "initialisieren", wenn man eine konstante Spannung von beispielsweise 14 Volt anlegt, während der aktive Balancer eingeschaltet ist. Die 14 Volt lässt man eingeschaltet, bis alle 4 Zellen exakt 3,50 Volt zeigen.
Anmerkung 2: bei den "blauen" Zellen mit einer max. zulässigen Zellenspannung von 3,65 V, empfiehlt sich besonders eine niedrige Ladeendspannung deutlich unter dieser Schwelle. Wählt man dann beispielsweise 14 Volt als Ladeendspannung, dann ist der aktive Balancer erste Wahl für diesen Einsatz.
.....dss wurde etwas länger als beabsichtigt......vielleicht hilft das aber auch dem einen oder anderen weiter......

rolfk am 16 Okt 2021 20:48:44

Du hast die Nachteile nicht aufgezählt oder beseitigst sie durch abschalten oder schönreden.

Mein Aussage oben ist kein Schnellschuss, sondern steht schon seit Monaten, auch in anderen Threads.

basste315 am 16 Okt 2021 22:30:45

Chr1 hat geschrieben: Mir würde da zb ein doppel Induktionskochfeld einfallen wo die 150A nicht ausreichen.
Kann man eigentlich die Discharge OC Protection höher als 150A einstellen? Auf 170A zb - Damit wären dann zumindest 2200W möglich die das Induktions Feld frisst.
Lg

Ich habe im Test über das kurze 150A JBD-BMS irrtümlich kurzfristig über 190 A abgezogen, dann hat aber der WR abgeschaltet.
Das BMS blieb unbeeindruckt.
Eine längere Belastung um elektrisch zu kochen (Induktivplatte) werden die FETs nicht lieben. Und warum auch elektrisch kochen, Gas ist billiger.
Helmut

Gast am 16 Okt 2021 22:52:45

rolfk hat geschrieben:Du hast die Nachteile nicht aufgezählt oder beseitigst sie durch abschalten oder schönreden

Welche Nachteile habe ich nicht aufgezählt? Was habe ich schön geredet? Klartext bitte mit Fakten und Zahlen statt Andeutungen.

rolfk am 17 Okt 2021 07:54:22

Willkommen zurück!

Stocki333 am 17 Okt 2021 11:25:18

RolfB hat geschrieben:Welche Nachteile habe ich nicht aufgezählt? Was habe ich schön geredet? Klartext bitte mit Fakten und Zahlen statt Andeutungen.

Anmerkung 2: bei den "blauen" Zellen mit einer max. zulässigen Zellenspannung von 3,65 V, empfiehlt sich besonders eine niedrige Ladeendspannung deutlich unter dieser Schwelle. Wählt man dann beispielsweise 14 Volt als Ladeendspannung, dann ist der aktive Balancer erste Wahl für diesen Einsatz.

Lädt man dann zügig auf 100 % SOC vor Antritt der Reise, dann laufen die Zellen am Ladeende auseinander. Im ungünstigsten Fall wird eine OVP Abschaltung ausgelöst.

Hallo RolfB.
Dein Namenskollege hat recht.
Ich schildere dir einen Fall der sich vor kurzem zugetragen hat. Und Der für mich leider zu Ende ist-. Der Te hat mich ausgeschlossen.
Verbaut Fertigaccu 150 Ah. 2 Mal wurde der Accu bereits auf Garantie ausgetauscht. Zelldiffernzen zu gross und der Accu geht in OV. Beim Dritten Accu wieder das selbe Spiel.
300mV Differenz bei 14,3 Volt
Geringe Differenz bei 13,8 Volt
Einschalten der Balancer bei 3,2 Volt.
Zelldifferenzeinstellung 10 mV.
Ursache:
SR auf Lithium
Booster auf 14.4 Volt. Geringe Kilometerleistung.
Ladegerät liefert nur 13,8 Volt. Warum auch immer.
Und genau so kommt es wie Rolf es geschriben hat. Der Accu wird bei den 13,8 Volt permanent ausbalanciert. Das aber mit einem JBD BMS. Aber das ist vollkommen egal, ob du Zusatzbalanncer verwendest oder nicht.
Der Effekt ist derselbe. Geht irgend eine Ladequelle öher als die 13,8 Volt. Drifftet der Accu in OV.
Mit Zusatzbalancer gehts nur schneller.
Und eines kann ich dir aus der Praxis sagen.
Accus die bei niedriger Spg. ausbalanciert sind. Machen im Letzten Viertel der Entladung Probleme.
Den selben Effekt hat man, wenn der User glaubt, die 80 % Meinung einzuhalten müssen. Wegen Erhöhung der Lebensdauer.
So a Topfen.
Und es gibt hier einige die das Problem mit den Accus hatten. Mit OV Auslösung.
Entweder zu geringe Spannung an der Ladequelle.
Accuzellen nicht ausbalanciert vor Inbetriebnahme.
Keine oder ungenaue Initialbalancing.
Also man muß schon genau hinschauen und beschreiben wo die Grenzen sind.
Alles andere führt zu einem falschen Meinungsbild bei den Lesern.
Franz

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