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Sechs Monate Erfahrung mit Lifepo4 zwei Tipps


Idurz am 23 Nov 2021 20:44:14

Hallo Freunde,
wie schon geschrieben: seit Mai d.J. ist mein 272Ah Selbstbau in Betrieb.

Vorweg: Seitdem hatte ich trotz Kompressorkühli und Truma Dieselheizung kein Stromkabel angeschlossen. Gegenüber meiner Frau behaupte ich ab und an, dass das Stromkabel zuhause liegt, was bei Ihr kleine Panikattacken hervorruft.
In den Sommermonaten bis Mitte Oktober hilft die PV-Anlage (220Wp) mit, den Tagesbedarf von - immer - ca. 80Ah = 1000Wh zu decken. Ist es im Sommer keine Heizung, dafür mehr Kühli und umgekehrt. Ab Mitte Oktober kommt noch soviel über die Sonne rein, um den Standby-Bedarf des TV zu decken - also nichts. Da wir i.d.R. nach drei Nächten wieder weiterfahren, lädt der Ladebooster pro Stunde Fahrt ca. 40Ah wieder nach. So hangelt man sich durch ...
Um noch ein wenig mehr Reserve zu haben, werde ich beizeiten noch einen kleinen "Winterakku" mit ca. 160-180Ah bauen. Mit dann 450Ah sollten wir 4-5 Tage autarkt sein.

Zwei Dinge sind mir aufgefallen, die ich gern weiter geben möchte:
1. Vor einigen Wochen, wahrscheinlich ließ der PV-Ertrag gerade nach, sperrte das JBD BMS den Ladeport. Ursache war eine Zellen-Überspannung. Eingestellt war das BMS so, dass nur während des Ladevorganges balanciert werden sollte. Ich wollte damit vermeiden, dass sich der Akku durch dauerndes balancieren entlädt. Die Einstellung ist aber nicht so toll, weil bei gesperrten Ladevorgang die aus dem Ruder gelaufene Zelle nicht balanciert werden kann und somit auch das Laden nicht mehr freigegeben wird ("Henne-Ei-Problem").
Nach dem umstellen auf "immer balancieren" passt alles und ich sehe auch keinen längeren Balaciervorgang. Alle Zellen liegen bei 0,002 Volt beieinander.
2. Während der Fahrt soll der Ladebooster laden. Das ist ein wesentlicher Teil unseres Energiemanagements. Der Booster von Mobile-technology (Büttner?) soll 45A laden, brachte aber bei weitgehend entladener Batterie nur max. 30A. 10-15A weniger pro Stunde Fahrtzeit ist schon erheblich.
Der Booster hat keine Lifepo4-Einstellung. Also hatte ich ihn ursprünglich auf Blei (14,4 Volt max) eingestellt. Mit dieser Einstellung wird allerdings recht früh der Ladestrom zurückgenommen, um ein Gasen zu vermeiden. Allerdings besitzt der Booster noch die Einstellung "Gel-/Dryfit" Einstellung, auch mit max. 14,4V. Damit wird der Ladestrom länger hoch gehalten, um eine "hohe Kapazitätseinlagerung zu erreichen". Nun drückt der Booster gut 40A in den Akku ...

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Gast am 24 Nov 2021 13:01:17

Idurz hat geschrieben: Eingestellt war das BMS so, dass nur während des Ladevorganges balanciert werden sollte. Ich wollte damit vermeiden, dass sich der Akku durch dauerndes balancieren entlädt.


Wenn ich das richtig mitbekommen habe, verbraucht das Balancieren keinen Strom, es werden ja nur die Zellen gegeneinander ausgeglichen. Somit kann das immer aktiv sein, was von Vorteil ist.

Gruß Axel

rkopka am 24 Nov 2021 14:24:43

Trikeflieger hat geschrieben:Wenn ich das richtig mitbekommen habe, verbraucht das Balancieren keinen Strom, es werden ja nur die Zellen gegeneinander ausgeglichen. Somit kann das immer aktiv sein, was von Vorteil ist.

Aber nur wenn die Energie auch in eine andere Zelle geleitet wird, was elektronisch wesentlich aufwendiger ist. Und selbst dann hat man Verluste. Einfacher und billiger, und daher meistens gemacht, ist es, einfach die Zelle mit einem Widerstand zu belasten und so die Spannung absinken zu lassen. Das braucht also Strom. Beim Laden ist das OK, aber sonst nicht ideal.

RK

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Tinduck am 24 Nov 2021 14:44:47

Also ehrlich, das Tropfenmuster der Abdeckscheibe über deiner Elektronik hat mich etwas nervös gemacht, bis ich drauf kam, dass die wohl aus einer alten Duschabtrennung gemacht ist :D

Ansonsten prima, dass alles funktioniert.

bis denn,

Uwe

fschuen am 24 Nov 2021 14:48:16

Um die andere Hälfte zum Halbwissen beizusteuern: ein passiver Balancer verbrät den Strom, aber nur, wenn die Zellspannung über 3,6 V geht. Und das geht nur, wenn die Zellen nicht balanciert sind - bei perfekt balancierten Zellen haben alle bei Ladeschlussspannung 3,6 V, und es gibt keinen Spannungsunterschied. Im normalen Betrieb wird also überhaupt kein bisschen Strom verbraucht. Zwei Hinweise: das gilt natürlich nur für reine Balancer, nicht für diverses BMS-Bluetooth-Spielzeug. Und ausserdem kann es passieren, dass ein Balancer kaputt geht und eine Zelle leer zieht. Das ist aber ausgesprochen selten.

Gruss Manfred

basste315 am 24 Nov 2021 14:50:17

Idurz hat geschrieben:Eingestellt war das BMS so, dass nur während des Ladevorganges balanciert werden sollte. Die Einstellung ist aber nicht so toll, weil bei gesperrten Ladevorgang nicht balanciert werden kann und somit auch das Laden nicht mehr freigegeben wird ("Henne-Ei-Problem").

Idurz hat geschrieben:Nach dem umstellen auf "immer balancieren" passt alles und ich sehe auch keinen längeren Balaciervorgang. Alle Zellen liegen bei 0,002 Volt beieinander.


Könntest Du bitte einen Screenshot der "guten" Einstellung posten?

Helmut

Gast am 24 Nov 2021 15:09:56

rkopka hat geschrieben:Aber nur wenn die Energie auch in eine andere Zelle geleitet wird, was elektronisch wesentlich aufwendiger ist. Und selbst dann hat man Verluste.


Die aktiven Balancer sind relativ verlustarm und machen genau das, nämlich den Strom so in die anderen Zellen verteilen, dass alle das gleiche Niveau haben. Vielleicht sind diese Balancer aufwändiger, wenn ich sowas aber für 55,- kaufen kann, ist mir das doch egal, wie aufwändig die Elektronik ist. Anschließen und fertig. --> Link

Gruß Axel

rkopka am 24 Nov 2021 16:12:55

fschuen hat geschrieben:Im normalen Betrieb wird also überhaupt kein bisschen Strom verbraucht.

Jede Elektronik, die nicht über einen Schalter physisch abgeschaltet ist, braucht einen Ruhestrom oder sie kann nie etwas machen. Mit guter Auslegung kann man das recht niedrig halten, aber es muß einem klar sein, daß es nicht ohne geht. Z.B. um zu wissen, wann es über 3,6V sind, muß die Spannung gemessen werden. Das geht nicht ohne Strom.

Trikeflieger hat geschrieben:Die aktiven Balancer sind relativ verlustarm und machen genau das, nämlich den Strom so in die anderen Zellen verteilen, dass alle das gleiche Niveau haben. Vielleicht sind diese Balancer aufwändiger, wenn ich sowas aber für 55,- kaufen kann, ist mir das doch egal, wie aufwändig die Elektronik ist.

Für Sparfüchse ist auch das vielleicht schon zuviel, "wenn man es nicht braucht". Die andere Frage ist, wieviel es in der Praxis wirklich ausmacht.

RK

basste315 am 24 Nov 2021 16:40:56

Tinduck hat geschrieben:Also ehrlich, das Tropfenmuster der Abdeckscheibe über deiner Elektronik hat mich etwas nervös gemacht, bis ich drauf kam, dass die wohl aus einer alten Duschabtrennung gemacht ist :D
Uwe

Ging mir zuerst genauso :wink: . Aber ich denke, dass eine Abdeckung über den Zellen Sinn machen würde, um zu verhindern, dass darauffallende Metallteile einen Kurzschluss verursachen. Aber vielleicht sorgt der Einbauort dafür.
Gratuliere, dass alles läuft.

Helmut

rolfk am 24 Nov 2021 17:22:40

Idurz hat geschrieben: Eingestellt war das BMS so, dass nur während des Ladevorganges balanciert werden sollte. Ich wollte damit vermeiden, dass sich der Akku durch dauerndes balancieren entlädt.

Trikeflieger hat geschrieben:Wenn ich das richtig mitbekommen habe, verbraucht das Balancieren keinen Strom, es werden ja nur die Zellen gegeneinander ausgeglichen. Somit kann das immer aktiv sein, was von Vorteil ist.

Gruß Axel

Das ist, wenn du die meinst, nur richtig für die aktiven Balancer.

Idurz scheint aber von den passiven zu reden, die verbrauchen Strom nur aus den Zellen, die zuviel gegenüber den anderen haben, und nur solange das so ist.

fschuen am 24 Nov 2021 19:36:41

Nein, die passiven verbrauchen Strom beim Erreichen eines Referenzwertes, 3,6 V. Geht auch bei einer Zelle, und die Zellen brauchen nichts voneinander zu wissen. Und unterhalb dieser Spannung wird keinerlei Strom verbraucht. Ist wie ein Überdruckventil - das kann ja auch laufend den Druck "messen", ohne dass dauernd Wasser oder Gas rausleckt. Da wird nämlich gar nichts gemessen oder überwacht; die Spannung steuert einfach einen elektronischen Schalter.

Gruss Manfred

rolfk am 24 Nov 2021 19:56:26

Manfred, der Balancer eines JBD oder Daly ist auch passiv, aber reagiert auf Differenz, wenn die absolute Spannung über einer Schwelle, den typischen 3,4 V liegt, wenn man es richtig eingestellt hat.
Ist schon ein ziemliches Durcheinander an verschiedenen Typen und Prinzipien.

Idurz am 24 Nov 2021 20:14:50

Tinduck hat geschrieben:Also ehrlich, das Tropfenmuster der Abdeckscheibe über deiner Elektronik hat mich etwas nervös gemacht, bis ich drauf kam, dass die wohl aus einer alten Duschabtrennung gemacht ist :D

Ansonsten prima, dass alles funktioniert.

bis denn,

Uwe


Tatsächlich, es ist das Plexiglas aus einer Duschabtrennung. Gut erkannt!
Die Seilgriffe sind Reste aus einem Seilzugstarter, das Holz und der Lack war vorhanden, ebenso wie die zentralen Gewindestangen. Die Kabel sind Schweißkabel (Feinlitze) und die vorhandenen Kabelschuhe sind locker verpresst und anschl. mit einem Hammerlötkolben verlötet.
Ich freue mich immer, wenn ich aus vorhandenen alten Teilen etwas Neues bauen kann ...

basste315 hat geschrieben:
Könntest Du bitte einen Screenshot der "guten" Einstellung posten?

Helmut


Hier die Einstellung - sollte aber bekannt sein. Nicht so genau auf die Kapazitätswerte schauen.
Für die genaue Restkapazität vertraue ich eher auf meinen Victron Batteriecomputer.



Hier das Ergebnis.
Die vier Zellenüberspannung stammen noch aus der Zeit mit den alten Balancereinstellungen, die sich nach der Änderung nicht mehr erhöht haben.



basste315 hat geschrieben: Aber ich denke, dass eine Abdeckung über den Zellen Sinn machen würde, um zu verhindern, dass darauffallende Metallteile einen Kurzschluss verursachen. Aber vielleicht sorgt der Einbauort dafür.
Gratuliere, dass alles läuft.

Helmut


Natürlich ist eine Abdeckung über den Zellen - aus der gleichen Duschabtrennung!

Zum Energieverbrauch des balancierens: Natürlich benötigt das Energie. Egal ob passiv (ein Widerstand zieht die "zu hohe" Zelle runter, oder aktiv (wo kommt die Energie her, wenn nicht aus dem Akku?). Nicht umsonst wird das abklemmen des BMS bzw. des Balancers bei längerer Ausserbetriebnahme des Akkus empfohlen.

basste315 am 24 Nov 2021 22:00:01

Idurz hat geschrieben:
Natürlich ist eine Abdeckung über den Zellen - aus der gleichen Duschabtrennung!
:daumen2:

Idurz hat geschrieben:
Zum Energieverbrauch des balancierens: Natürlich benötigt das Energie. Nicht umsonst wird das abklemmen des BMS bzw. des Balancers bei längerer Ausserbetriebnahme des Akkus empfohlen.

Im Winterschlaf benötigt mein AKKU (bisher) kein Balancing und sogar der eingeschaltete Bluetooth-Sensor macht sich (bisher) betreffend Stromverbrauch nicht bemerkbar.

Ich teste derzeit, ob der AKKU im Winterschlaf Energie "abbaut". Ich habe Bluetooth eingeschaltet aber den Lade und Entladeport per App abgeschaltet.
Und ich lese täglich die Daten per App aus und messe zusätzlich 1x wöchentlich die Spannung mit dem Multimeter direkt an den AKKU-Polen.

Der volle Akku wurde am 14.11. bis 18:38 Uhr mit WR und 1000W Heizstrahler (80 A) von 200 Ah auf 185,98 Ah gebracht (93 %). Nach dem Abschalten erholte sich die Spannung von 12,79 V (Delta 9 mV) auf 13,33 V (Delta 3 mV) . Da sich 3 Tage lang nichts (außer der Temperatur ;D ) geändert hat, habe ich Lade- und Entladeport mit der App abgeschaltet und will beobachten, was sich tut.

Zwischenergebnis nach 10 Tagen ohne Ladung/Nachladung :!: (überraschend keine Spannungsänderung): :!:
15.11. 19:58 Uhr 93% 13,33 V 182,20 von 200 Ah Delta 3 mV 6,7 Grad C - mit dem UT 210E habe ich an den Batteriepolen 13,34 V gemessen
24.11. 20:37 Uhr 93% 13,33 V 185,16 von 200 Ah Delta 3 mV 2,8 Grad C

Die Beobachtung wird fortgesetzt :wink:

Helmut

rolfk am 25 Nov 2021 00:37:06

Für 1 mV wirst du 100 Tage warten müssen.

basste315 am 25 Nov 2021 03:07:32

Wozu dann abklemmen.?

Helmut

rolfk am 25 Nov 2021 06:36:35

basste315 hat geschrieben:Wozu dann abklemmen.?

Helmut

Mache ich ja auch nicht.

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