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Erfahrungen und Tipps zum Verkauf für Ersttäter


mithrandir am 26 Dez 2021 13:25:05

Heute möchte ich einmal meine Erfahrungen beim Verkauf meines Wohnmobils über Mobile.de zum Besten geben.
Da man sein Wohnmobil nicht alle Tage verkauft, hilft es vielleicht dem ein oder anderen Ersttäter.
Alle anderen haben vielleicht zusätzliche Tipps.
Zur Not dient meine Story der Unterhaltung ;-)

Zunächst die Kurzfassung:
Wohnmobil, Dethleffs Alkoven mit Doppelboden, >3,5t, Bj 2006, Neupreis ca. 55k€, erstanden 2011 für 27k€ sollte im November 2021 verkauft werden.
Erst einmal habe ich mich hier im Forum schlau gemacht: --> Link
Danke an alle für die vielen guten Tipps.
Dann habe ich gezielt nach Verkaufsangeboten meines Modells gesucht, um Preisvorstellungen und Angebotstexte zu bekommen.
Daraus habe ich mir meine eigene Preisvorstellung und einen eigenen passenden Angebotstext gebastelt.
Dann habe ich das Mobil an einen landschaftlich ansehnlichen Ort gefahren und habe es von allen Seiten und innen aus allen Perspektiven fotografiert.
Dann bei Mobile.de einen Account erstellt und in aller Ruhe die Annonce erstellt.
Meine Tipps dazu (einige davon aus den Vorschlägen der Foristen hier):


    - Top Tipp Nr. 1 aus dem Forum: GEBT KEINE TELEFONNUMMER ZUR KONTAKTAUFNAHME AN. Mail- oder Appkommunikation reicht für den Erstkontakt aus. Ihr habt viel weniger Stress und mehr Zeit euch die Anfragen anzuschauen und auszusieben mit wem ihr in Kontakt treten wollt.
    - Seid ehrlich und listet alle Mängel auf, das erspart am Ende Ärger und Rumgeschachere. Ich hatte vergessen den anstehenden Zahnriemenwechsel anzugeben. War keine Absicht, habe ich aber bei den Verkaufsgesprächen erwähnt.
    - Nennt einen fairen Preis. Ich hatte den Wunschpreis ich mit 22k€ (VHB) angegeben. Letzten Endes hätte ich vielleicht noch höher gehen können, aber ich bin zufrieden mit dem Outcome (Spoiler: die Kiste ging für 20.500 € über den Tresen).
    - Wenn möglich verwendet zur Kommunikation mit den Interessenten eine individuelle Mailadresse und eine ungenutzte Telefonnummer. Ich bin da etwas paranoid, aber meine WxxApp Nummer gebe ich nur sehr selektiv raus.
    - Nehmt vorab Kontakt zu eurer Versicherung auf, wie die Übergabe am besten stattfinden kann. Mein Käufer wollte das Mobil gleich mitnehmen, aber ich hatte Schiss, dass nach dem Verkauf jemand mit meiner Anmeldung durch die Gegend fährt. Ich glaube mit einer entsprechenden Vereinbarung der Versicherung hätte das thema noch eleganter abgewickelt werden können.
Meine Schmerzgrenze war übrigens bei 20k€.
Letztendlich hatte ich schon nach einem Tag drei bis vier Interessenten, die ich zu einer Besichtigung einlud.
Bis auf einen nervigen und seltsamen Kandidaten, waren alle Kontakte sehr nett, sympathisch und problemlos.
Verkauft wurde das Mobil am Ende an einen Interessenten, der mich mittags kontaktierte, am selben Tag 300km Anreise auf sich nahm, um das Mobil abends mit Taschenlampe zu besichtigen.
Er wollte es gleich mitnehmen (hatte das Bargeld dabei), aber wir wollten es nicht auf unseren Namen angemeldet aus der Hand geben.
So zahlte er die Hälfte an, der Vertrag (Standardkaufvertrag von Mobile.de) wurde unterschrieben und er nahm die Papiere und Kennzeichen mit und holte es eine Woche später gegen Restbetragszahlung ab.
Alles vollkommen unkompliziert.
Eigentlich hätte ich bargeldlose Bezahlung bevorzugt, da ich als Onlinebankingkunde etwas Stress hatte die 20k€ aufs Konto zu bekommen, aber eine Bekannte ist Kundin bei der Deutschen Bank und da kann man auch größere Beträge am Automaten einzahlen.

Nun die ausführliche, etwas unterhaltsamere Version:
Ich hatte kaum den "Senden-Button" der Anzeige gedrückt, kamen schon die ersten Anfragen: "Bin interessiert, bitte rufen Sie mich an Mobilnummer, Gruß [ausländischer Name]"
Die habe ich erst mal ignoriert.
Dann kam eine Anfrage, ob der Motor der Originalmotor sei. Letzten Endes stellte sich heraus, dass ich im Kopf der Anzeige versehentlich 7800 km statt 78000 km angegeben hatte.
Im Laufe des Tages kamen mehrere seriöse Anfragen, die ich zunächst per Chat abklopfte und mit denen ich dann per Telefon Kontakt aufnahm.
Ein häufiges Thema war die Ablastung und das Leergewicht des Mobils.
Ich hatte komplett verpennt das Mobil leer zu wiegen. Im Schein stand 3160 kg, aber es war direkt nach dem Kauf eine Klima eingebaut worden und bei 3,8t zGG musste ich mir deswegen ja nie Gedanken machen.
Ich war ehrlich und riet ich vom Ablasten ab.
Ich glaube zwar, dass man auch mit 3,5 t hinkäme, aber der Vorteil des Doppelbodens ist bei einer Ablastung dahin.
Einer fragte auch nach dem "letzten Preis", da er aus Portugal käme und wissen wollte, ob sich der Flug lohnen würde. Ich habe ihm geschrieben, dass die 22k der letzte Preis wären und schüttelte nur den Kopf.
Am nächsten Tag bekam ich auch eine seriöse Anfrage eines Händlers, der mir unverbindlich 20k zusagte und bei Interesse einen Gutachter für ein endgültiges Angebot vorbeischicken würde.
Es war eine ausführliche Anfrage mit genauer Ablaufbeschreibung. Sehr sympathisch. Ich hielt mir das als Notnagel in der Hinterhand.
Am Donnerstag (dienstags hatte ich die Anzeige geschaltet) kamen die ersten Kandidaten.
Ein Papa mit seinen zwei Söhnen. Die beiden zu jung für >3,5. Sie waren sehr begeistert, hatten sogar eine Werkstatt in der Nähe für einen Termin gebucht, um den Unterboden zu begutachten (hatte ich mir nie angeschaut).
Der Papa wollte das Mobil wohl sponsern. Ich schlug vor das gesparte Geld in den großen Führerschein zu investieren. Am Ende scheiterte es trotzdem am Gewicht, die wollten halt noch eine Markise anbauen und hatten keinen Bock auf den großen Führerschein.
Für Freitag hatte ich einen Termin um 13:30 ausgemacht. Der Typ war aber von Anfang an sehr seltsam. Wir vereinbarten den Termin am Dienstag, er fragte mehrmals an, ob wir den Termin vorverlegen könnten. Und obwohl ich ihm klarmachte, dass Freitag 13:30 der früheste Termin sei oder abends (bei Dunkelheit), meldete er sich donnerstags noch mal, ob er am Freitag schon um 10 kommen könne und dann noch mal, ob 12 Uhr möglich wäre.
Zu dem Zeitpunkt war ich dann kurz davor den Kontakt abzubrechen.
Am Freitag um 12 stand der Typ vor der Tür. Meine Frau zeigte ihm das Womo kurz und sagte, er müsse halt bis 13:30 warten, wenn er noch technische Fragen hätte. Ich hatte noch einige Meetings und war schon genervt.
Er meinte er würde warten. Ich traf ihn dann aber nicht am Mobil. Ich versuchte ihn telefonisch zu erreichen, aber es wurde nix. Letztendlich war ich nicht traurig darüber.
Dann kontaktierte mich jemand, der auch wegen der Ablastung fragte und eine Kopie des Kfz-Scheins wollte. Während des folgenden Telefonats stellte sich heraus, dass er und seine Frau wider Erwarten den passenden Führerschein hätten. Er meinte, seine Frau wäre ganz hippelig und ob er das Teil am selben Tag noch anschauen könnte. Ich fragte ihn, wann er da sein könne. Er hatte 300 km zu fahren, also etwa 3 Std. Ich merkte an, dass dann schon dunkel sei und schlug einen Termin am folgenden Nachmittag vor. Egal, der Typ war nicht zu bremsen, machte sich auf den Weg und war gegen 18 Uhr da.
Ein nettes Pärchen, etwas älter als ich, schaute sich alles an und dann ging es auf Probefahrt.
Während der Fahrt fragte er, ob er das Mobil gleich mitnehmen könne.
Ich fragte verwundert, ob er das Geld dabeihätte und er bejahte. Ich befürchtete schon, dass da was faul sei, aber er hatte tatsächlich ein Kuvert mit 20.500 Mücken dabei. Aber sowohl ich und meine Frau hatten Bauchschmerzen das Mobil auf unseren Namen angemeldet aus der Hand zu geben.
Also einigten wir uns darauf, dass er 10.000 € anzahlt, die Papiere, Kennzeichen und einen Schlüssel bekommt. Den Rest gibt es bei Abholung.
Die erfolgte problemlos eine Woche später.

Fazit:
Es war alles halb so wild wie ich befürchtet hatte.
Vielen Dank auch an die Tippgeber hier. Der wertvollste Tipp war das Thema "Keine Telefonnummer", das machte die Sache sehr entspannt.
Ich glaube tatsächlich, dass ich noch mehr hätte rausholen können, aber letztendlich habe ich das Mobil 10 Jahre für 6.500 EURO gefahren. Das ist ein wirklich guter Schnitt, zumal ich vor einigen Jahren noch damit gerechnet hatte das Teil für maximal 13.000 zu verkaufen.
Ich gräme mich nicht.
Die Abwicklung und Funktionalität von Mobile.de war top, kein Spam, kein Generve. Klar bekam ich täglich eine Mail mit dem Angebot gegen Aufpreis die Platzierung des Angebots zu verbessern, aber das ist OK. Ich wurde nicht zugemüllt. Und auch nach dem Abschluss kam kein Spam.
Natürlich hatte ich auch Glück, das ich keine schwindligen Abzocker am Hals hatte, aber ich glaube das lässt sich schon sehr gut über die Methode „Erstkontakt ausschließlich via Mail/App“ steuern. Spätestens beim ersten Telefonat kann man dann einigermaßen mit dem eigenen Idiotendetektor arbeiten.

Anzeige vom Forum

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kielius am 26 Dez 2021 14:01:48

Dafür ein :top:
Davon kann man eine Menge für den "Eigenbedarf" mitnehmen.....besonders alles immer wieder mal durchdenken...was habe ich vielleicht vergessen....

taps am 26 Dez 2021 14:48:28

Hallo mithrandir,
das ist ja mal eine positive Geschichte.
Danke auch, dass Du mit den Preisen so offen warst.
Was ich allerdings nicht verstehe.
Warum hast Du ihm einen Schlüssel mitgegeben?
Gruß
Andreas

Anzeige vom Forum


mithrandir am 26 Dez 2021 14:58:02

taps hat geschrieben:Warum hast Du ihm einen Schlüssel mitgegeben?

Nicht alles ist rational zu erklären ;-)
Das war mehr so ein Vertrauensding. Das WoMo hätte er ohne mein Zutun auch mit Schlüssel nicht wegbekommen.
Aber ehrlich, ich hatte keinen Stress mit dem Kollegen und er nicht mit mir.
Man liest viele Horrorstories hier im Forum. Ich bin immer noch der Meinung, dass mindestens 95% der Menschen nichts Böses im Schilde führen.
Bei dem Packen Bargeld hätte auch die ein oder andere Blüte dabei sein können. Ich hab das nicht geprüft.

Koblenzo am 26 Dez 2021 17:16:43

Ich habe mal einen Wohnwagen in 600km Entfernung gekauft, bin hingefahren
und habe 21.000 € Bargeld mit genommen. Die Bank hat versehentlich 20er und
keine 200er Scheine ausgezahlt. Der Verkäufer, ein Hauptkommisar der Bundes-
polizei, hat das einzig Richtige gemacht. Er ging mit mir zum Bankautomaten
und hat das Geld dort eingezahlt. Das dauerte zwar eine halbe Stunde, aber er
konnte sicher sein, daß das Geld echt ist.

palstek am 28 Dez 2021 13:49:36

Koblenzo hat geschrieben:Das dauerte zwar eine halbe Stunde, aber er
konnte sicher sein, daß das Geld echt ist.


Und was macht man, wenn der Automat die Echtheit anzweifelt? Bei mir hat der Automat bei der Einzahlung einer größeren Summe aus einem PKW-Verkauf gemeckert, dass ein Schein nur "unter Vorbehalt" angenommen würde, aber noch geprüft werden muss, was einige Zeit dauern könnte. Daher ist eine Einzahlung an der Kasse (wenn sie denn mal offen hat...) sinnvoller.

palstek am 29 Dez 2021 19:48:32

Hallo,

ich habe heute auch erfolgreich mein altes Womo verkauft. Ich hatte es bei Mobile.de eingestellt, von wo aus es automatisch auch auf Ebay Kleinanzeigen veröffentlicht wurde. Außerdem habe ich es in die Womo-Börse einer bekannten Social-Media-Plattform gestellt, worüber auch viele Anfragen kamen.

Nach dem Erfahrungsbericht von Mithrandir habe ich auf die Angabe einer Telefonnummer verzichtet, obwohl ich eigentlich eine temporäre Telefonnummer nehmen wollte. Und ich muss sagen, dies war eine gute Entscheidung. Innerhalb weniger Stunden kamen über 30 Anfragen, sodass ich die Anzeige bald wieder deaktiviert habe. Die Händleranfragen konnte man leicht erkennen, sie waren alle sehr allgemein gehalten. Eine Google-Suche nach der Handynummer und/oder dem Namen in Verbindung mit den Wörtern "Wohnmobile" oder "Auto" bestätigte oft schnell den Verdacht.

Die Anzeige enthielt nur eine nette Kurzbeschreibung mit Fließtext, ohne diese ellenlangen Listen von Selbstverständlichkeiten. Weiterhin schrieb ich am Ende des Textes, dass ich eine eigene Webseite mit vielen Fotos, vielen Details und auch einer Mängelliste erstellt habe. Den Link würde ich auf Anfrage schicken. Die ernsthaften Interessenten gingen darauf ein und fragen freundlich nach dem Link. Falls es interessiert, die Seite ist noch hier zu finden: --> Link

Und was soll ich sagen: Die Interessenten haben mir die Bude eingerannt. Ich hätte fünf Stück verkaufen können (das ist wörtlich zu nehmen!). Eben wurde das Womo von netten Leuten bezahlt und abgeholt, nur 24 Stunden nach Veröffentlichung der Anzeige. Preislich habe ich mich anfangs im Mittelfeld vergleichbarer Angebote auf Mobile.de orientiert, auch wenn die dort angebotenen Fahrzeuge schon seit Wochen bzw. Monaten angeboten werden. Nach dem obligatorischen Nachlass waren dann beide Beteiligten zufrieden.

Grüße
Frank

Julia10 am 21 Jul 2022 12:49:24

Sehr interessante Beiträge :idea:

Eine kurze Frage zum Kaufvertrag. Bei Mobile runtergeladen, habe ich gelesen. Wie kann ich eine Gewährleistung auschließen?

Der Kontakt mit der Versicherung ist wie verlaufen? Das Fahrzeug kann, in Absprache mit der Versicherung auch ohne offiziele Abmeldung kurzfristig übergeben werden?

Rockerbox am 21 Jul 2022 13:02:13

Julia10 hat geschrieben:Sehr interessante Beiträge :idea:

Eine kurze Frage zum Kaufvertrag. Bei Mobile runtergeladen, habe ich gelesen. Wie kann ich eine Gewährleistung auschließen?

Der Kontakt mit der Versicherung ist wie verlaufen? Das Fahrzeug kann, in Absprache mit der Versicherung auch ohne offiziele Abmeldung kurzfristig übergeben werden?


Das macht der Mobile-Vetrag doch sowieso:

Was ist mit Gewährleistung und zugesicherten Eigenschaften?

Private Autoverkäufer sollten in Erwägung ziehen, die Gewährleistung auszuschließen. Gewährleistungsrechte (nicht mit einer Garantie zu verwechseln) stehen dem Käufer nämlich auch dann zu, wenn darüber überhaupt nicht gesprochen wird. Nach dem Gesetz muss der Kaufgegenstand grundsätzlich so beschaffen sein, wie es bei vergleichbaren Sachen üblich ist und wie man es als Käufer erwarten kann.

Nicht selten sind beispielsweise unterschiedliche Vorstellungen über Zustand und Abnutzung des Fahrzeugs zwischen Verkäufer und Käufer. Aus diesem Grund empfiehlt es sich für den Verkäufer, das Fahrzeug so zu veräußern, wie es dasteht. Man nennt dies einen Gewährleistungsausschluss. Es gilt dann, was umgangssprachlich als "gekauft wie besehen" bezeichnet wird.

Achtung: Der mobile.de Muster-Kaufvertrag sieht einen Gewährleistungsausschluss vor. Es ist deshalb besonders wichtig, dass beide Seiten alles in den schriftlichen Vertrag aufnehmen, was ihnen wichtig ist. Der Verkäufer sollte keinesfalls etwas aufnehmen, wofür er nicht einstehen kann oder will. Denn was er im Vertrag zusichert, muss stimmen. Andernfalls ist der Vertrag anfechtbar – gegen Täuschung ist der Käufer auch geschützt, wenn die Gewährleistung ausgeschlossen wird. Auch dann haftet der Verkäufer beim privaten Gebrauchtwagenverkauf dafür, dass alles, was er zusichert, auch zutrifft. Klassisches Beispiel ist die Unfallfreiheit.

Julia10 am 21 Jul 2022 13:04:25

Ab wann gilt ein Fahrzeug unfallfrei?

Kleine Blessuren an der Stroßstange??? Gelten schon als Unfall?

Rockerbox am 21 Jul 2022 13:07:34

Google is your friend:

Wann ist ein Auto unfallfrei? Das Urteil 6 U 227/02 des Oberlandesgerichts Rostock vom 17.12.2003 lautet: „Als unfallfrei gilt ein Fahrzeug, wenn es bei einer Kollision keinen erheblichen Schaden erlitten hat“.
Jatz kann man wieder fragen, was ist erheblich ....

Im Zweifelsfall schreibt man "kleine Blessuren an der Stoßstange" beispielsweise explizit in den Kaufvertrag rein.

Mehr dazu auch hier:

--> Link

Julia10 am 21 Jul 2022 13:09:58

Danke Dir Adi :)

klink_bks am 21 Jul 2022 13:48:45

:) Auch von mir ein Dankeschön an mithrandir :)

für diesen interessanten Beitrag,
aber noch eine Frage dazu.
Auch wir wollen ein Fahrzeug verkaufen, das Fahrzeug soll angemeldet bleiben bis zum
Verkauf, einerseits um dem Käufer eine probefahrt zu ermöglihen, andererseits bei einem
Nichtverkauf weiterhin das Fahrzeug nutzen zu können.
Unsere Vorstellung wäre das so zu machen wie mithrandir, Anzahlung gegen Papiere und Kennzeichen.
Aber wie kann man feststellen, wenn der Käufer dann nach 2 Tagen mit dem Restgeld kommt,
ob das Fahrzeug tatsächlich abgemeldet ist. Eine Abmeldebescheinigung wie früher gibt es scheinbar
heute nicht mehr.

Dankeschön für eine Antwort

Gruss von der schönen Mittelmosel
Achim

Rockerbox am 21 Jul 2022 13:56:34

klink_bks hat geschrieben:Aber wie kann man feststellen, wenn der Käufer dann nach 2 Tagen mit dem Restgeld kommt,
ob das Fahrzeug tatsächlich abgemeldet ist. Eine Abmeldebescheinigung wie früher gibt es scheinbar
heute nicht mehr.


Hi Achim,

üblicherweise kommt der Käufer dann ja mit seinen NEUEN Kennzeichen und den NEUEN Papieren ....

Und die Nostalgiker können ja sagen "bite bring mir meine alten entwerteten Kennzeichen wieder mit" .....

ich hab allerdings schon zahlreiche Fahrzeuge (Motorräder, PKW's und auch Mobile) im angemeldeten Zustand verkauft mit entsprechender Meldung an meine Versicherung und an das Straßenverkehrsamt mit minutengenauer Angabe der Fahrzeugübergabe. Noch nie gabs ein Problem. Aber ich hör schon jetzt die Horrorgeschichten, was die Käufer denn so alles mit MEINEM Kennzeichen und MEINER Versicherung anstellen könnten .... wenn man diese Panik hat dann gibts eben nur die Möglichkeit, nach der Probefahrt das Fahrzeug selber abmelden und um den Rest soll sich der Käufer selber kümmern.

Julia10 am 21 Jul 2022 13:58:24

Beim ADAC nachzulesen.

Käufer meldet Fahrzeug nicht um: Was tun?

Wenn Sie Ihr Auto verkaufen, während es noch angemeldet ist, sind Sie verpflichtet, den Verkauf der Zulassungsstelle mitzuteilen. Die Verpflichtung entfällt, wenn der Käufer die Zulassungsstelle selbst informiert.

Meldet der Käufer das Auto nicht unverzüglich um oder setzt es außer Betrieb, sollten Sie das bei der Zulassungsstelle melden. Diese kann die Zulassungsbescheinigung im Verkehrsblatt mit einer Frist von vier Wochen zur Vorlage bei ihr aufbieten. Das bedeutet, dass öffentlich nach der Zulassungsbescheinigung gesucht wird. Mit Ablauf der Frist endet die Zulassung und damit Ihre Steuerpflicht.

Ein Anspruch auf Einleitung dieses Verfahrens besteht jedoch nicht, sodass eine Abmeldung des Fahrzeugs vor Übergabe dringend zu empfehlen ist.

Mit dem Verkauf geht der Versicherungsvertrag auf den Käufer über. Dies hat zur Folge, dass im Schadenfall keine Rückstufung beim Verkäufer eintritt. Da dies nur gilt, wenn die Versicherung Kenntnis vom Verkauf hat, ist dringend zu empfehlen, auch die Versicherung über den Verkauf zu informieren.
Fahren mit ungestempelten Kennzeichen

Fahrten, die im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren stehen, insbesondere Fahrten zur Anbringung der Stempelplakette sowie Fahrten zur Durchführung einer Hauptuntersuchung oder einer Sicherheitsprüfung, dürfen innerhalb des Zulassungsbezirks und eines angrenzenden Bezirks mit ungestempelten Kennzeichen durchgeführt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die Zulassungsbehörde vorab ein solches Kennzeichen zugeteilt hat und die Fahrten von der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung erfasst sind.

Rückfahrten nach Entfernung der Stempelplakette dürfen mit dem bisher zugeteilten Kennzeichen bis zum Ablauf des Tages der Außerbetriebsetzung des Fahrzeugs durchgeführt werden, wenn sie von der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung erfasst sind.

klink_bks am 24 Jul 2022 21:39:17

:) Dank an Adi und auch Julia ! :)

für eure Antworten

Gruss von der schönen Mittelmosel
Achim

Pechvogel am 24 Jul 2022 22:44:04

klink_bks hat geschrieben:…Anzahlung gegen Papiere und Kennzeichen.
Aber wie kann man feststellen, wenn der Käufer dann nach 2 Tagen mit dem Restgeld kommt,
ob das Fahrzeug tatsächlich abgemeldet ist. Eine Abmeldebescheinigung wie früher gibt es scheinbar
heute nicht mehr…

Eine Abmeldung kostet aber, ich meine, 7,50Euro und darüber stellt die zuständige Behörde mit Sicherheit eine Quittung mit Aufdruck des ehemaligen Kennzeichens aus.
Es gibt also keine Abmeldebescheinigung, aber eine Quittung.
Außerdem werden An-, Ab- und Ummeldungen online u.a. auch an die Versicherungen gemeldet.
D.h. die Versicherung weiß innerhalb von, sagen wir, 1/2 Stunde dass das Fahrzeug ab- oder umgemeldet wurde.

Übrigens: die Fahrzeugpapiere ( Zulassungsbescheinigungen 1+2 bzw früher mal KFZ-Brief ) stellen keinen Eigentumsnachweis dar!
D.h. wenn der Käufer den „Brief“ in der Hand hat, besagt das erstmal noch garnix.



Grüße
Dirk

klink_bks am 25 Jul 2022 11:02:03

:) Auch an dich Dirk ! :)

ein Dankeschön für deine Antwort, gibt Sinn

Gruss von der schönen Mittelmosel
Achim

mithrandir am 29 Jul 2022 10:59:30

klink_bks hat geschrieben:..Auch wir wollen ein Fahrzeug verkaufen, das Fahrzeug soll angemeldet bleiben bis zum
Verkauf, einerseits um dem Käufer eine probefahrt zu ermöglihen, andererseits bei einem
Nichtverkauf weiterhin das Fahrzeug nutzen zu können...

Als Ersttäter hatten wir das einfach auch nicht auf dem schirm, dass da jemand kommt, der sehr weit weg wohnt, das Geld dabei hat und das Teil gleich mitnehmen will.
Das gibt es anscheinend öfter als gedacht.
Zu dem Thema empfehele ich, dass man sich einfach mit seinem Versicherungsmenschen abspricht, bevor man die Verkaufsaktivitäten startet. Der weiß am besten wie man das handhabt, weil die ja sowas quasi täglich machen.
Hier zeigt sich dann der Vorteil eines ortsansässigen Versicheres mit persönlichem Kontakt. Aber ich denke auch die Onlineversicherungen sind erfahren genug und können helfen.

dieterk am 29 Jul 2022 18:26:55

Sehr interessant.
Und guter Tipp mit der Telefonnummer.

Frage meinerseits: hast Du ein anderes gekauft oder bist Du jetzt Wohnmobillos?

Gruß
Dieter

Julia10 am 01 Aug 2022 13:34:17

Erster Verkaufsversuch :!:

Private Anonce in einem Wochenblättchen. Paar such Wohnmobil....

Kann ja nicht schaden, Erfahrungen zu sammeln, also rufe ich an. Ist auch sofort jemand am Telefon.

Biete mein Fahrzeug an, frage, welche Fahrzeugvorstellungen er hat. Keine Antwort, nur die Frage nach dem Preis, ob er verhandelbar sei... :?: Ich schicke einige Fotos. Er habe durchaus Interesse, währe gerade in... und könne vorbeikommen. Wenn es ihm gefällt, würde er auch sofort kaufen.

Kam mir schon etwas eigenartig vor, aber soll es ja geben.

Wir Verabreden und für den Nachmittag. Halbe Stunde später der nächste Anruf. Der Anrufer habe mit seinem Sohn Rücksprache genommen. Er würde das Fahrzeug gerne kaufen, zu einem Preis, der 5 stellig unter meiner ursprünglichen Preisforderung liegt. Nachdem ich mehrmals sagte, ich verkaufe nicht, haben wir uns freundlich verabschiedet.

Bin mir sicher, das es ein Aufkäufer von Wohnmobilen war.
Achtung, hinter angeblich privaten Kaufangeboten für Wohnmobile stehen oft Händler.

Jagstcamp-Widdern am 01 Aug 2022 14:42:57

DU solltest gar nicht auf ankaufangebote reagieren :!:
nur den verkauf anoncieren - und zuerst nur per mail kontakte pflegen....

allesbleibtgut
hartmut

Didi57 am 01 Aug 2022 17:39:39

Julia10 hat geschrieben:Erster Verkaufsversuch :!:

Private Anonce in einem Wochenblättchen. Paar such Wohnmobil....
Bin mir sicher, das es ein Aufkäufer von Wohnmobilen war.
Achtung, hinter angeblich privaten Kaufangeboten für Wohnmobile stehen oft Händler.


Ist doch nichts neues und hoffentlich hast du den Wasserschaden, den der vermeintliche Käufer bei der Besichtigung feststellt auch angegeben :lol:

rollermanne am 02 Aug 2022 08:17:10

Jagstcamp-Widdern hat geschrieben:DU solltest gar nicht auf ankaufangebote reagieren :!:
nur den verkauf anoncieren - und zuerst nur per mail kontakte pflegen....

allesbleibtgut
hartmut

Und für diese Angelegenheit eine neue Mailadresse zulegen.
Erspart im Nachhinein viel unnützes löschen von Mails und Werbung.

palstek am 02 Aug 2022 09:10:54

rollermanne hat geschrieben:Und für diese Angelegenheit eine neue Mailadresse zulegen.
Erspart im Nachhinein viel unnützes löschen von Mails und Werbung.


Eigentlich nicht nötig, wenn man für die Kommunikation mit den Interessenten die Mail-Funktionen der Verkaufsplattformen wie Mobile.de oder Ebay-Kleinanzeigen nutzt, da diese Systeme die wahre E-Mail-Adresse nicht offenlegen.

mithrandir am 30 Aug 2022 07:22:23

dieterk hat geschrieben:Sehr interessant.
Frage meinerseits: hast Du ein anderes gekauft oder bist Du jetzt Wohnmobillos?

Sorry für die späte Antwort.
Bin seit Anfang des Jahres Kastenwagenbesitzer (leider bin ich zu doof mein Profilbild zu ändern :oops: )
Eigentlich wollten wir , nachdem die Kids nicht mehr mitfahren, wieder mal "richtig" Fernurlaub machen.
Aber meine Frau hat bei Mobile immer mal wieder geschaut und so wurde es der Carabus.
Auch hier lief alles sehr geschmeidig. Netter, privater Kontakt in der Nähe. Entspannte Besichtigung. Der Preis war der aktuellen Lage angemessen, deswegen gab es auch nicht viel zu verhandeln.
An diser stelle kann ich nur raten sich Zeit zu lassen, auch wenn es schwer fällt. Wer ein Wohnmobil "unbedingt will", wird wahrscheinlich nicht glücklich.
Wer Zeit hat und entspannt sucht, bei dem kommt auch irgendwann das passende Mobil vorbei.
Mittlerweile habe ich auch schon eniges "angepasst" und wir waren im Frühjahr in Holland. Übernächste Woche geht es Richtung Süditalien.

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