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Frischwasser


Holzmichel am 18 Mai 2007 16:38:02

Hallo
Nach jeder Ausfahrt lasse ich den Rest Frischwasser aus dem Tank und Boiler. Hierzu nun meine Frage.
Muß ich in das Frischwasser irgend ein Entkeimungsmittel geben, oder reicht es, wenn ich zur nächsten Ausfahrt so ca. alle 4 Wochen wieder frisches Wasser nachfülle. Hinzufügen möchte ich, daß das Wasser nur zum Händewaschen, Abspülen und WC Spülung, aber nicht zum Kochen oder trinken benutzt wird. Weiter hätte ich gerne gewusst, ob ich den Tank und die Leitungen gelegentlich, so ca. einmal im Jahr einer Grudreinigung unterziehen sollte und wie geht Ihr dabei vor?
Vielen Dank
Holzmichel

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pulverher am 18 Mai 2007 17:23:33

Es setzen sich im Leitungssystem zweifellos zahlreiche Keime/Algen etc.. fest und deshalb nehmen wir das Wasser aus dem Tank auch "nur" zum Spülen, Duschen usw.

Für den Kaffee, Tee usw. haben wir immer einen 5 Liter Wasserk+anister dabei.

In den Wassertank geben wir immer ein Entkeimungsmittel, wenn wir nach Griechenland fahren, da es da einfach wärmer ist, und die Keime besser gedeihen.

Das Beste ist sicher, Tank und Leitungen einmal im Jahr mit dem Yachticon-Präparat zur Entkeimung zu behandeln, mache ich aber faulerweise auch nicht ....

Was uns nicht umbringt, macht uns nur noch härter :D :D :D

dima am 18 Mai 2007 17:38:54

Hallo Holzmichel,
wir entleeren den Wassertank zwischen den Ausfahrten nicht,sondern füllen den Tank vollständig auf und geben eine kleine Menge Silberionen bei. So ist relativ wenig Luft im Tank und eine Algenbildung dadurch verhindert. Sollten wir einmal etwas länger zu Hause sein, dann lassen wir das Wasser ab und füllen den Tank mit frischem Wasser wenn wir wieder losfahren. Da wir auch im Winter fahren, machen wir das dann genauso!(dann wird natürlich geheizt)
Über das Tankreinigen gibt es hier im Forum noch zahlreiche zusätzliche Info´s die Du auch mit der Suchfunktion auswählen kannst.
Suchbegriff: Tankreinigung

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Gast am 18 Mai 2007 17:44:14

Hallo Holzmichel,

wir handhaben es genauso wie dima und sind amit in den letzten 5 Jahren gut gefahren. Wir nutzen das Wasser auch zum Waschen einschl. Zähneputzen und zum kochen.

Stephan

Gast am 18 Mai 2007 17:45:19

Man kann alles übertreiben.
Natürlich sammeln sich Keime und Algen im Wassersystem an, aber wie gefährlich sind die denn?
Im besten Flaschenwasser gibt es irgend welche "Keime".
Mit den meisten Tierchen die da kriechen und krabbeln, kann unser System ausgezeichnet umgehen.
Ich glaube, solange man ab und an mal richtig durchspült, kann einem nichts schlimmes passieren. Ein kleiner Dünnpfiff wirkt ausserdem verjüngend und entschlackt :D

dima am 18 Mai 2007 17:54:23

Andreas fs hat geschrieben:Man kann alles übertreiben.
Natürlich sammeln sich Keime und Algen im Wassersystem an, aber wie gefährlich sind die denn?
Im besten Flaschenwasser gibt es irgend welche "Keime".
Mit den meisten Tierchen die da kriechen und krabbeln, kann unser System ausgezeichnet umgehen.
Ich glaube, solange man ab und an mal richtig durchspült, kann einem nichts schlimmes passieren. Ein kleiner Dünnpfiff wirkt ausserdem verjüngend und entschlackt :D


.....so isses!!!

womo-klaus am 18 Mai 2007 18:37:35


Hallo Holzmichel,

Du hast mit den Keimen recht...

aber wie so oft im Leben, macht man mit Sicherheit nicht alles so

wie man es machen sollte....

Wir machen es auf jeden Fall so:

1.)
Nach der Ausfahrt lassen wir auch den Rest Frischwasser aus dem
Tank und Boiler.

2.)
Wir kochen jedoch mit dem Wasser auch tatsächlich (benutzen es also
zum Essen machen und auch Kaffeetrinken.

3.)
Bei unserem letzten Wohnmobil (hatten wir drei Jahre lang) konnten
wir noch nicht einmal den Tank mit der Hand sauber machen.

4.)
Entkeimungsmittel haben wir bislang noch nicht benutzt.

5.)
Bislang ist weder mir noch meiner Ehefrau hierdurch schlecht
geworden.

Wir behalten diese Verfahrensweise bei und denken, dass alles andere vielleicht auch nur "Geldmacherei" ist.

Klaus

PS: Bei unserem neuen WoMo können wir wieder den Tank mit der Hand reinigen und werden dies dann auch einmal im Jahr machen.






canter am 18 Mai 2007 21:37:17

Wir sind mit dem Wasser ziemlich pingelig. Ich hab einfach keine Lust das sich drei meuternde und leidende Kinder um eine Toilette zanken weil das Wasser nicht i.O. war.
Beim befüllen lass ich das Wasser egal wo erstmal 20 Sec. laufen und reinige den Schlauchanfang mit Glasreiniger o.ä. Ich hab mal ein Schw.. vom Wasserplatz gejagt ( mit dem Schlauch spritzend ) der seine Toilettencassette ausgespült hat indem er den Frischwasserschlauch reingesteckt hat.

Zusätze nehmen wir nur wenn wir an "unsicheren" Orten gebunkert haben. Dann aber auch mal Chlor. Sonst sind unsere 200L schnell genug leer das eigentlich nix passieren kann. Der Tank wird jährlich gereinigt und dabei die ganze Anlage entkeimt. Abstellen tu ich immer mit vollem Tank und wenn länger etwas Chlor. Vor der nächsten Abfahrt gibts dann frisches Wasser. Ist zwar "Verschwendung" aber lieber so als Kinder mit Dünnschi..

wiebke am 18 Mai 2007 23:01:24

wir lassen auch das restliche Frischwasser nach jeder Ausfahrt ab. Das ist meist nicht mehr so viel und wird dann über die Wasserhähne von Küche und Bad über den Abwassertank in den Entsorgungs-Gulli geleitet, spült so gleich auch Abflussleitungen und Abwassertank ein bisschen durch. Danach bleiben Sitzklappe über dem Tank + Schraubverschluß innen offen , damit der Tank austrocknen kann.
Jedenfalls benutzen wir das Wasser zum Kaffee-, Gemüsekochen, Obst spülen, Zähne putzen usw., ohne Zusätze, tanken oft nach bei längeren Touren und bisher sind wir von irgendwelchen dünnen Pfiffen verschont geblieben.

Roman am 18 Mai 2007 23:25:50

Hallo Holzmichel,

der Umgang mit dem Frischwasser hängt davon ab wo wir unterwegs sind, bzw. wie warm es dort ist und wie gut die "Quellen" sind aus denen wir das Wasser unterwegs zapfen können.

Wenn wir uns in gemäßigten Regionen aufhalten (Nordländer) setze ich dem Wasser i.d.R. keine Mittelchen zu. Bis 20/25°C und einem normalen Verbrauch ist das auch nicht nötig.

Im Süden sieht das schon anders aus. Dort ist oft das zur Verfügung stehende Frischwasser von zweifelhafter Qualität. Da kann es nichts schaden etwas Silberionen ins Wasser zu geben. Wenn man Zweifel hat ob das Wasser das man gebunkert hat was taugt, kann es auch nicht schaden Kombiprodukte aus Silberionen und Chlor einzusetzen, da Chlor viel schneller wirkt.

Zu Hause bei Wochenendtouren nutze ich keine Zusätze. Stelle ich das Womo jedoch mal längere Zeit ab, bleiben die Tanks mit einem etwas überdosierten Zusatz von Silberionen gefüllt. Ich achte dann auch darauf, dass die Leitungen mit diesem Wasser gefüllt sind.

Dieses Wasser wechsele ich dann vor der nächsten Tour.

Wenn mal eine "Grundreinigung" ansteht erfolgt die mit Korega Tabbs aus dem Aldi.

Damit sind wir in den letzten 15 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes gut und beschwerdefrei gefahren. :D




Roman

Memmi am 22 Mai 2007 16:20:12

Wir halten es auch wie die meisten hier. Im Ausland verwenden leichte Mittel, in Deutschland hat das Wasser Trinkwasserqualität, so dass man nichts zusätzliches braucht. Nach unseren Touren füllen wir den Tank komplett mit Frischwasser, was auf der nächsten Toure verwendet wird( max. 2 Wochen ).
Wir benutzen wohl immer nur unseren eigenen Schlauch ( Textil ), nie die am Platz angebotenen Schläuche. Es gibt ja genug Dre..c..k.s..ä.c..k.e..
Das reinigen mit Koregatabs, naja, ich habe noch kein Gebiss gesehen, was man in die Badewanne legt zum renigen. Der Wassertank hat ca 100- 200 Liter, ob da ein oder mehrer Tabs was ausrichten können ????

Memmi

Roman am 22 Mai 2007 16:31:18

Hallo Memmi,

selbst wenn Du ne ganze Packung reinkippst sind die Dinger immer noch billiger als im Fachhandel angebotene "Wundermittelchen"

Ich gebe immer ca. 30 Tabletten auf 30 Liter Wasser (100 L Tank). Dann etwas in der Gegend rumfahren damits schön schaukelt, über Nacht einwirken lassen, ablassen, spülen und gut ist.



Roman

McLouis-Frank am 22 Mai 2007 18:56:02

Hallo Zusammen,
macht keine Panik wegen dem Wasser, wir füllen immer Certisil mit Chlor laut Vorgabe mit dem Frischwasser auf, und das Wasser bleibt von April bis Oktober drin, wird nur immer nachgefüllt, wir machen ja eh jeden Monat eine Wochenendtour und im August 3 Wochen Urlaub, das Wasser nehmen wir schon jahrelang auch zum Kaffeekochen, und wir haben bis jetzt weder eine Salmonellen- noch eine Chlorvergiftung erlitten. Noch was zum Überlebenstraining, wir haben mal bei der NVA gelernt, wie man aus einer Pfütze das Wasser behandeln muß, um es zu trinken, keiner ist krank geworden !!!!
Ciao und ,
Frank

oschivel am 22 Mai 2007 22:24:42

meine Planung ist auch (wir waren ja erst 3x mit dem Womo unterwegs), von März bis Oktober den Tank immer voll zu halten und mit Certisil Combina (Ag und Cl) zu desinfizieren.
Gestern und Heute habe ich den FW-Tank mal mit Certinox TankRein über nacht "gereinigt" und heute mit der 3fach Dosis Certisil Combina desinfiziert.

Ich denke, wenn man 1x Jährlich, z.B. im Frühjahr den Tank reinigt und dann immer quasi selbstdesinfizierendes Wasser drinne hat ,sollte es keine Probleme geben.

Ich gebe lieber 10-20 EUR für diese Substanzen aus, als irgendwann einen durch Corega o.ä. arrodierten Tank (im Doppelboden!) oder die betreffenden Leitungen auszuwechseln.

Unser Sohn (vorgestern 3 geworden) bekommt trotzdem kein Leitungswasser...
sischer is sischer...

Ausderasche am 22 Mai 2007 22:45:08

Hallo,

wir praktizierten in unseren alten WOMOs auch die von Wiebke dargestellte Methode (wobei wir auch den Abfluss offen ließen), so dass "Zugluft" den Tank immer schnell austrocknen konnte. Leitungen + Beuler wurden auch geöffnet. Chemie (Kukident=Aldi Tabs) gab es nur ein/zweimal pro Jahr zur Grundreinigung. Gesundheitliche Probleme gab es in 14 Jahren WOMO fahren nie - auch nicht bei den Kindern - , egal ob Schweden, Frankreich, Italien, Spanien. Wasser, das wir direkt trinken (also nicht Tee, Kaffee, etc.), wird immer in PET-Flaschen zugekauft.

Beim neuen WOMO läßt sich der Tank nicht einfach öffnen, im Moment lassen wir das Wasser aber auch ab - eigentlich schade, dass man nicht in den Tank sehen kann, da sieht man doch manchmal schon Sandkörner u.a. , wo sie auch immer herkommen mögen, und kann gezielt ausspülen.


Frank

Wohnifahrer am 22 Mai 2007 23:04:07

Hallo,

leider ist es nicht ganz so einfach wie viele denken. Auch wenn man/frau qualitativ gutes Wasser einfüllt heißt es noch lange nicht, dass dies auch im Wohnmobiltank so bleibt. Da ich als Chemiker in einem analytischen Labor arbeite habe ich verschiedene Proben mikrobiologisch auf die Parameter der Trinkwasserverordnung untersucht. Diese sind Keimzahl, coliforme Keime und E.coli. Die letzten zwei sind sogenannte Fäkalkeime und pathogen, d.h. krankheitserregend. Diese habe ich Gott sei dank in keinen der Proben gefunden. Untersucht habe ich vor, nach und 10 Tage nach desinfektion. Nach dem winterschlaf habe ich den Tank frisch gefüllt, die Leitungen länger durchgespült und dann die Probe genommen. Die Keimzahl lag im Bereich von 1000 Keimen/ml. Der Grenzwert laut TrinkwVO ist 100 Keime/ml!! Dann habe ich den Tank mit Herlisil (Wasserstoffperoxid), das meiner Meinung nach desinfektionsmittel der Wahl ist, gespült (25 ml Herlisil auf 100 l Wasser). Probe genommen: Null Keime! Wasser entleert in den Urlaub gefahren und Restwasser 10 Tage stehen lassen: Keimzahl: ca. 500!
Fazit:
Auch wenn die keime nicht pathogen sein müssen (aber können) sind die hohen Keimzahlen ein Hinweis auf die hygienischen Verhältnisse. Somit putze ich mit dem Wasser meine Zähne, koche damit Nudeln etc. und mache dami Kaffee. Aber nur wenn das Wasser vorher der dabei kocht! Zum trinken nehmen wir immer gekauftes Mineralwasser. Dies ist gerade auch bei Säuglingen dringend notwendig!!!
Zum Befüllen des Tanks nehmen wir immer unseren eigenen Schlauch. Denn da wissen wir, wo er überall drin war. Und das sicher nicht im Klo. Ansonsten hätte ich sicher auch fäkalkeime gefunden!!

Ein Problem sind sicher auch die Schläuche, die im Wohnmobil verlegt sind. Einerseits fördert Kunststoff das Keimwachstum aufgrund des enthaltenen Kohlenstoffs. Andererseits befindet sich immer Restwasser in den Leitungen, auch wenn man alles Wasser abläßt. Dies führt zu Verkeimungen im abgestandenen Wasser.

So jetzt fällt mir erstmal nichts mehr ein. Stehe aber bei Fragen immer zur Verfügung.

Eins fällt mir noch ein: Vergesst Corega-Tabs. Dat bringt nischts!!


Schöne aus dem Allgäu

Sascha

weisser Blitz am 23 Mai 2007 09:47:24

Wie ist es denn mit heiss durchspülen?
Halten die Schläuche auch mehr als 65°C aus? Oder der Tank?
Ich gehe mal davon aus, dass unsere Trumaheizung auch das Wasser auf 60°C erhitzt, aber ob der Frischwassertank schon beim Einfüllen heißes Wasser aushält????

Damit bekäme man ja auch die meisten Keime weg. Wie ist es mit Colibaktieren, kann ich die damit auch killen?

LG

Wohnifahrer am 23 Mai 2007 11:32:13

Mit 65 Grad töte ich zwar einige keime ab, dafür fühlen sich andere bei der Temperatur erst richtig wohl, wie z.B. Legionellen. Ein anderer Teil bildet sogenannte Sporen und überlebt auch solche Temperaturen. Zudem wird die Temp. meist gar nicht überall erreicht, da sich das wasser während es durch die Leitungen geht abkühlt. Sollte die verkeimung bereits im Tank beginnen hilft mir auch die Erwärmung nichts, da die Keime immer wieder neu eingeschwemmt werden.

Meiner Meinung gibt es nur ein wirksames Mittel zur Desinfektion und das ist Wasserstoffperoxid. Es ist wirksam, aber zugleich auch umweltfreundlich da es zu Wasser und Sauerstoff zerfällt.


Sonnige aus dem Allgäu

Sascha

uralschwarz am 23 Mai 2007 15:22:55

Die Diskussion über das Füllwasser im WOMO endet nie. Ich habe dazu auch schon öfters meine Meinung geschrieben. Da mir aber die Hygiene und Gesundheit meiner Mitmenschen auch Berufswegen am Herzen liegt schreibe ich nochmals:
In Europa wird die Qualität des Trinkwassers in der Richtlinie 98/83/EG vom 3.11.98 geregelt. Diese Richtlinie wurde in den EU- Ländern in die jeweilige Trinkwasserverordnung umgesetzt. Somit ist sichergestellt, dass an allen Zapfstellen in EU, an denen Trinkwasser be-reitgestellt wird, der gleiche Standard herrscht. Daher ist es auch nicht nötig das Füllwasser, wenn es aus dem öffentlichen Trinkwassernetz kommt, nochmals zu behandeln. Das mache ich auch nicht! Ich lasse mein Wasser falls ich es nicht verbrauche nach spätestens einer Woche ab. Über Winter wird der Tank geleert, der Reinigungsdeckel bleibt zur Trocknung ab. Sämtliche Hähne bleiben geöffnet. Im Frühjahr wird der Tank und die Leitungen gründ-lich durchgespült und eine mikrobiologische Untersuchung des Wassers im Tank, in unserem Labor, durchgeführt. In all den Jahren hatte ich noch nie Probleme mit Grenzwertüber-schreitungen.
Sollte es aus irgend welchen Gründen nötig sein, sog. Spatzenschisswasser (Wasser von unbekannter Herkunft) zu bunkern, scheue ich mich nicht mit Chlor – und zwar nur mit Chlor zu desinfizieren. Alles andere ist russisches Roulett. Herlisil eignet sich zwar sehr gut zur Reinigung des Tanks und der Leitungen sollte aber unbedingt durch spülen vor der Nutzung wieder aus dem System entfernt werden.
Ach so- ich habe auch schon nach sechs Wochen Griechenland das Restwasser im Tank untersuchen lassen, ebenfalls o.B.
Hier noch eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten mikrobiologischen Keime im Trinkwasser:

Koloniezahl
Die Koloniezahlbestimmung ermittelt die Summe verschiedener, vom Menschen und/ oder der Umwelt stammenden Keime. Auf Trinkwasser bezogen, ist die Koloniezahl ein “Appetit-lichkeitsfaktor“ sowie Anzeichen für hygienisch unerwünschte Veränderungen oder allgemeine Wirksamkeit von Aufbereitung und Desinfektion, wenn vorhanden. bei einem Verbrauch von weniger als 1.000m³ Trinkwasser im Jahr gilt ein Grenzwert von
1000 KBE/ 100ml.

Coliforme Bakterien
Bei der Untersuchung auf coliforme Bakterien wird eine Gruppe von Stäbchenbakterien erfasst, die den menschlichen und tierischen Warmblüter-Dickdarm besiedeln, aber auch allgemein in der Umwelt (Boden, Oberflächenwasser, Pflanzen, Fäulnis) vorkommen. Colifor-me Bakterien weisen auf eine fäkale Verunreinigung bzw. auf unerwünschte Keime im Trinkwasser hin. Colif. Bakterien dürfen in 100 ml nicht nachweisbar sein.

Escherichia coli
Ist Escherichia coli nachweisbar, liegen sicher frische fäkale Verunreinigungen vor. Mit diesen können auch Krankheitserreger wie zum Beispiel Bakterien von Typhus, Cholera, Shigellen- Ruhr oder Salmonellose;
Viren oder Protozoen (Cryptosporidien und Giardien) von sonstigen Gastroenteritiden oder
Viren von Hepatitis A oder E ins Trinkwasser gelangt sein oder jederzeit gelangen. Unter umständen ist E. coli jedoch selbst Entzündungserreger. In den letzten Jahren trat häufiger eine erst seit 1982 bekannte Unterart der Escherichia coli- Familie auf, die enterohämorrhagischen, toxinbildenden Stämme (EHEC).
An EHEC Erkrankte haben oft blutige Durchfälle und Bauchkrämpfe. An unter Umständen lebensbedrohlichen Komplikationen kommen eventuell hinzu: Schädigung von Blutzellen und Nieren, bis hin zu Nierenversagen, Hautblutungen etc. Die Infektionsdosis liegt niedrig, bei unter 100 Erregern. EHEC- Infektionen, nach Eintrag dieser Bakterien über symptomlose Ausscheider in ein unzureichend geschütztes bzw. desinfiziertes Trinkwasser, sind zu befürchten. E. coli darf in 100 ml nicht nachweisbar sein.

Legionellen
Die optimale Vermehrungstemperatur für Legionellen liegt bei ca. 35°C bis ca. 45°C. Darun-ter und darüber findet eine Vermehrung praktisch nicht mehr statt. Legionellen kommen im Trinkwasser immer vor, haben jedoch beim Verzehr keine gesundheitliche Relevanz. Legio-nellen gelangen durch die Inhalation z.B. beim Duschen als Aerosol in die Lunge und können dann eine Lungenentzündungen (sog. Legionärskrankheit) verursachen. Daher ist L. kein Parameter der im Trinkwasser untersucht werden muss, wohl aber im Duschwasser von z.B Hallenbädern, Sporthallen, Campingplätzen etc.
Joachim

mykira am 23 Mai 2007 16:51:16

an Wohnifahrer

kannst du mir als PM eine Bezugsquelle für Herlisil schicken. Ich habe hier im Algäu noch keine gefunden

Danke

Ulf

Eddy am 23 Mai 2007 20:38:16

Hallo,

hebt Euch doch PM für die tatsächlich persönlichen Nachrichten auf, andere User wollen vielleicht auch mehr über das Mittel Herisil wissen.

@ Uralschwarz
Prima auch mal eine andere Meinung zu dem Thema zu hören, wir sind auch vorsichtig mit dem Wasser, aber eigener Schlauch und rascher Verbrauch des Tankwassers, durch Spülen und Duschen,reicht. Für Trinkwasser haben wir einen kleinen Extra-Kanister, wird aber an der gleichen Zapfsäule gefüllt.

Danke Eddy

oschivel am 23 Mai 2007 22:01:51

Ich bin ja auch ein Freund von lieber zu viel Desinfektion als von zu viel Fäkalkeimen im Trinkwasser, aber was haltet ihr von folgender Frage:

Wie isses denn mit Chlor in der Truma? Soweit ich mich an Chemie erinnere, hat Chlor doch einen relativ niedrigen Siedepunkt, oder ? kann das im Beuler bei 60 Grad ausgasen und den Beuler explodieren lassen? (ist ja im Schrank gut geschützt, aber trotzdem...)

als ich heute in meinen frisch gereinigten und desinfizierten Tank geschaut und diverse Gasbläschen hab aufsteigen sehen....

(übrigens, Womo ist echt cool, seitdem ichs hab, hab ich signifikant weniger Zeit vor dem Computer verbracht...)

uralschwarz am 23 Mai 2007 22:37:04

@mykira
Das Problem ist, dass Herisil eigentlich nur für Großabnehmer gedacht ist, Mindestabnahmemenge meines Wissen 20 Liter, das reicht zur Reinigung von ca. 5.000 WOMO-Tanks. Frag doch einfach mal bei deinem Wasserwerk nach, bei Erklärung worum es geht gibt Dir der Wassermeister mit Sicherheit ein Schnapsglas voll und erklärt auch noch wie es richtig angewendet wird

@Eddy
ja genau so mach ich das auch. Wir haben immer mind. 20 Liter „gutes Schwarzwaldquellwasser“ zum kaffeekochen dabei.
Jetzt kommt der Einwand, dass das auch vergammelt, darauf sag ich nur: schaut mal auf das Mindesthaltbarkeitsdatum auf den Mineralwasserflaschen (2Jahre)……
Außerdem könnte ich jetzt noch, wenn ich gemein wäre, schreiben: Jeder der nördlich von Frankfurt wohnt, trinkt jeden Tag Wasser das schon mindestens einmal den menschliche Körper passiert hat und wird nicht zwangsweise krank! :-)))
Joachim

Ausderasche am 23 Mai 2007 22:53:14

Bezugsquelle

Unter --> Link findet man massenweise Informationen und Produktblätter über Herlisil. Über Kontakt außerdem die Bezugsquellen - die Dame - Frau Drischberger - antwortet sehr schnell und freundlich. In Frankfurt ist es:

Gebr. Horne GmbH
Silostr. 65
65929 Frankfurt

@uralschwarz
Sage ich schon seit 30 Jahren...wir trinken unten aus der Röhre, in die alle anderen oben sch...
Die Röhre heißt Rhein und was wir trinken "Uferfiltrat"...allerdings gibt es nach ergiebigen Regenfällen auch Grundwasserströmungen hin zum Rhein, nicht nur weg.

Viele
Frank

Wohnifahrer am 24 Mai 2007 08:27:41

@oschivel

Bei der Trinkwasserdesinfektion mit Chlor gibt es drei praxisrelevante Möglichkeiten:
- Chlorgas
- Chlordioxidgas
- Chlorbleichlauge

Die resten zwei fallen für den Campingbereich weg, da zu schwer zu dosieren, da es sich um Gase Gase handelt. Praktisch umsetzbar für den Campingbereich ist nur die Desinfektion mit Chlorbleichlauge bzw. Hypochloriten, da diese leicht dosierbar sind.
Ein Vorteil der Chlorverbindungen ist, dass ich eine Depotwirkung habe, die für gewisse Zeit eine gewisse keimtötende Wirkung besitzt. Allerdings findet gerade bei wärmeren Temperaturen eine Chlorzehrung statt, os dass diese Wirkung auch nachlässt.
Um das Wasser zu stabilisieren bieten sich dann Silberverbindungen an, die keine keimtötende Wirkung haben, aber die Vermehrung der Keime blockieren.

So und nun zur eigentlichen Frage:

Da es sich hier um gelöste Gase in geringer Konzentration handelt besteht keine Gefahr, dass es zu irgendwelchen Reaktionen kommt. Wir haben zwar ein leicht erhöhtes Oxidationspotential (dies ist die keimtötende Wirkung) aber um die Boiler etc. brauch man/frau sich keine Sorgen machen. Übrigens wird Trinkwasser in einiges Städten und Gemeinden oft auch mit Chlorverbindungen desinfiziert. Und dort wird das Wasser auch in Heizanlagen, Durchlauferhitzern etc. erwärmt, ohne dass etwas passiert.

Sonnige

Sascha

Scout am 24 Mai 2007 12:12:05

Hallo!
Ich finde es sinnvoll, wenn man bei der Tankreinigung ein Desinfektionsmittel einsetzt.
Das Trinkwasser zu desinfizieren ist meiner Meinung nach nicht sinnvoll. Eine Desinfektion mit Bleichlauge oder anderen Desinfektionsmitteln ist dann erforderlich, wenn das Trinkwasser verseucht ist. Hierzu gibt es besondere Präparate, die enthalten „Silberionen und Chlor“. In Europa bekommt man an Zapfstellen sauberes Wasser. Man sollte lediglich beim Bunkern auf Sauberkeit achten.
Den Zusatz von Silberpräparaten zur Stabilisierung, das ist keine Desinfektion sondern erschwert lediglich eine Verkeimung, kann sinnvoll sein.
Ich selbst habe dem Trinkwasser die letzten 10 Jahre noch keine Silberionen zugesetzt. Ich desinfiziere lediglich jährlich den Tank.

Wolfgang

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