Hallo!
Wir suchen ein Wohnmobil, um darin für eine Weile (1-3 Jahre) zu leben und Europa zu bereisen. Ich habe schon eine längere Zeit auf Reisen gelebt (1 Jahr Auto, 1 Jahr Hostels & co.). Unser Budget für den Posten Wohnmobil liegt bei ~20.000€ inkl. Steuer, Versicherungen und kleine Reparaturen im 1. Jahr. Bei der aktuellen Marktlage eng, aber nicht unmöglich. Wir wollen nicht das neueste Mobil haben, hauptsache trocken, fahrtüchtig und gemütlich.
Dabei sind wir auf einen Niesmann Bischoff Flair gestoßen:
Niesmann Bischoff Flair
EZ 1995
Fiat Ducato - 2,5l TDI (oder Saugdiesel? :D ) - 115PS
277.000 km
3,5t zul. Gesamtgewicht (leer lt. Angabe 2,9t)
15.800€ VB
TÜV 06/2022
Ich kann den Link hier leider nicht einfügen. Folgt dann weiter unten.
Ich finde, auf den Bildern sieht das Wohnmobil für das Alter gut aus. Das sind natürlich nur die Bilder. Ich bin mir über die bekannten Mängel (Wassereintritt in der Heckgarage, poröse Dichtmittelnähte, ...) einigermaßen durch Lesen hier im Forum bewusst. Die Garage hier ist auch schon mit Alublech verstärkt, was mich ein bisschen stutzig macht. Ein Wasserschaden in der Garage wäre eventuell ein Hebel um ordentlich zu handeln?
Am Telefon hat der Verkäufer dem ADAC Caravan-Check zugestimmt, was (wenn auch nur ein wenig) Vertrauen schafft. Ich wohne 1,5h vom Mobil entfernt und möchte es mir morgen Vormittag anschauen. Wenn ich einen guten Eindruck habe, dann wird das Mobil nochmal vom ADAC-Fachmann vor Ort unter die Lupe genommen und mit roten Schildern gibts ne ausführliche Probefahrt.
Es ist jetzt leider zu spontan, um noch ein Voltcraft MF 100 zu kaufen. Einen Conrad Laden haben wir hier nicht. Ich denke, da muss ich einfach aufmerksam sein und auf mein Bauchgefühl hören.
Meine Zweifel / Gedanken bezüglich des Wohnmobils:
- 277.000 km ist schon ein Wort. Man kann natürlich Glück haben und der Motor hält
- Wiederverkauf nach ein paar Jahren durch Alter + Km nicht sicher
- Zweifel wegen Wasserproblemen bei N+B. Die Garage könnte ich sanieren, der Rest wäre schon furchtbar. Aber dafür gibts ja den Caravan-Check und das Forum hier.
- Solaranlage muss ich nachrüsten, ist aber i.O. und Argument zum Handeln
- sind 600kg Zuladung, vor allem wenn wir darin leben wollen, realistisch? Das Mobil ist ja eigentlich für mehr ausgelegt. Wird beim Ablasten was verändert oder einfach das zul. GG reduziert? Bei letzterem hätte ich kein Problem damit, 15% zu überladen...
Ich bin Ingenieur und bringe technisches Verständnis sowie Interesse mit, auch wenn ich nichts mit Autos am Hut habe. Übernehmen und eine Dauerbaustelle will ich mir aber auch nicht anschaffen :D
Was sind eure Gedanken dazu? Vielen Dank schonmal im Voraus!
Sandro

