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Wie Dach flächig abdichten, Alufraß siehe Bilder


badebaumeister am 13 Jun 2022 17:54:53

Hallo.

Bin zum ersten mal hier unterwegs, denn lange hat mein Oldtimer L 300 Wohnmobil keine größeren Probleme gemacht - diesen und letzten Winter musste es allerdings draußen stehen und das hat´s mir schon etwas übel genommen.

Ich hatte vor 2 Jahren erstmals Dichtigkeitsprobleme bei Starkregen bemerkt und dann mit spezieller wohnmobilgeeigneter Dichtmasse die Seitenleisten oben abgedichtet (bzw. es versucht). Ich dachte eigentlich, dass es geklappt hat, aber leider war dem nicht so, obwohl großzügig aufgetragen. An drei Stellen kam Feuchtigkeit rein.

Nun habe ich es etwa zwei Monate unter einer Brücke stehen gehabt und soweit ist alles wieder trocken. Die Lattung / das Holzgerüst ist glücklicherweise nicht marode. Und alle sichtbaren Anzeichen von innen habe ich beseitigt.

Was allerdings der Fall ist - die Aluplatten auf dem Dach sind von Lochfraß betroffen (vor 1-2 Jahren war da noch gar nichts)... bisher habe ich nur 2-3 richtige Löcher entdecken können, aber an etlichen Stellen ist zu erkennen, dass sich Löcher anbahnen (siehe Bilder).

Nun habe ich schon ein bisschen im Internet recherchiert, Videos angesehen... und etliche Möglichkeiten gefunden, wie man vorgehen kann. Da ich aber absolut unsicher bin und auch keine Fachkenntnis habe würde ich gerne nochmal die Optionen besprechen... und wie man dann genau vorgeht, ob man eine Grundierung benötigt etc.

Also folgende Optionen habe ich so aufgeschnappt:

a) mit Polyurethan (momentan mein Favorit)
... nur habe ich bisher keine Ahnung wie man dabei genau vorgeht und welches Produkt dann zu empfehlen ist... preiswert wäre wünschenswert,
b) mit Epoxidharz
c) MEM Water Stop (den wollte ich auf jeden Fall benutzen um die oberen Seitenleisten richtig dicht zu bekommen, ich bin aber nachdem ich die zähe Konsistenz gesehen habe stark am zweifeln, ob das großflächig sinnvoll ist...)
d) Bitumen in irgend einer Form ist nirgends großartig diskutiert worden, ist das nicht auch eine denkbare Option? (ist ja auf dem Dach und man sieht es eh nicht)

Hier mal die Bilder:








Ich hoffe sehr ihr könne mir weiterhelfen :)

Grüße
Julius

Anzeige vom Forum

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MilesandMore am 13 Jun 2022 21:07:10

Bitumen riecht lecker in der Sonne - sag Bescheid wo du stehst damit ich dort nicht anhalte.
:mrgreen:

Die Loesung ist doch schon auf dem Dach verbaut - oder regnet es durchs Aluriffelblech auch durch?
Vermutlich nicht.

Also einfach das gesamte Dach bekleben mit den Teilen - vorher abschleifen - entfetten - primern und verkleben - ohne Schrauben und dicht ist - fuer lange Zeit.

Beste Gruesse Bernd

JoergZ am 13 Jun 2022 21:42:30

Hallo Julius,
kannst du etwas über dein Fahrzeuggewicht erzählen und was die Dachaktion wiegen darf? Der Preis spielt eine Rolle oder ist der egal?

Blech aufkleben wird schon mal ein nicht unerhebliches Gewicht bringen.

Ich hatte bei unserem alten 7,5to Womo vor knapp 10 Jahren Alublech 2mm mittels Sikaflex auf dem Dach in voller Breite und 1,5m Länge verklebt. Ging schnell aber war sehr schwer und teuer.
Leider weiß ich nicht mehr genau, wieviele Kartuschen das waren (ca 10-15St) und zum Glück hatten wir eine Druckluftpresse zum Auftragen.
Die Alternative wäre Polyester und Glasgewebe gewesen, was deutlich leichter und günstiger gewesen wäre. 20l Polyester habe ich heute noch im Keller stehen...
LG Jörg

Anzeige vom Forum


Pechvogel am 13 Jun 2022 22:28:41

Alu-Blech gibt es auch in 0,5mm.

ICH würde aber kein(e) Blech(e) aufkleben.
Wenn man es nicht schafft das Blech wirklich kompl. mit Dichtmasse / Klebstoff zu beschichten so dass sich eine durchgehende Schicht auf beiden ( dem alten und dem neuen ) Blechen befindet dann kann Wasser über ein Labyrinth trotzdem durch das Dach eindringen.
Und falls das passiert ist das Problem noch viel viel größer!

ICH würde das Dach, nachdem es vorbehandelt wurde ( den „Fraß“ an-/abschleifen ), ein bis zweimal mit Schwimmbad- oder vielleicht auch Fliesen-Farbe streichen / rollen.
( ja, ist auch PU ).




Grüße
Dirk

soul am 13 Jun 2022 23:34:29

die leisten m,usst abnehmen, alles reinigen und dann wieder mit butyldichtmasse neu montieren.
dann einmal messen, ob nun wirklich alles trocken ist. alufraß wirst mit was drüber machen nicht aufhalten, wenn es weiter feucht ist.
zum abdichten: es gab mal was, das auch geräuschdämmend war, wenn es regnet. finde es gerade nicht. gibts wohl nicht mehr und wurde über den campinghandel vertrieben
polyurea kannst dir auch einmal ansehen.

mv4 am 14 Jun 2022 07:30:10

so ist es...die Dachbeschichtung heist Caraskin --> Link

das Dach sollte aber noch ausreichend Tragfähig sein wenn du die Folie aufbringst ....kleinere Lochfrass Stellen sind ok...wenn es aber Großflächig ist solltest du lieber ein neues Blech aufkleben...das alte allerdings auch vorher ab.

Die Folie hält mit Sicherheit länger wie dein Wohnmobil... der Untergrund muss sauber trocken und fettfrei/wachsfrei sein vor dem Aufbringen. Alle Aufbauten vorher abbauen und dann neu eindichten. (auf die Folie) Die Folie bis an die Randleisten kleben und dann mit Sikaflex dort eine Dichtungsnaht ziehen. Die Randleisten vorher neu eindichten!. Es sei denn sie sind zu 100% dicht. Das Riffelblech wirst du vermutlich nicht mehr ohne größeren Schaden abbekommen. ..dort kannst du auch bis an den Rand kleben und dann eine Dichtungsnaht ziehen.
Das Kleben der Folie solltest du mit 2 Mann einplanen...geht zur Not auch allein ...aber mann muss aufpassen der Kleber klebt wie (die Sau) einmal aufgeklebt bekommst du das nicht mehr ab.

Ich habe das schon mehrmals verarbeitet...wenn du fragen hast melde dich...gerne auch per KN.

derIcke am 14 Jun 2022 09:58:58

Moin Julius,

guck dir das mal an --> Link

Viel Glück

Icke

ak75 am 14 Jun 2022 14:08:01

Ich persönlich bin ein absoluter Epoxidharz Fan und würde daher Tor B nehmen. :mrgreen:

Würde allerdings gleich das komplette Dach und nicht nur einzelnen Stellen behandeln.
Aber evtl. gibts Probleme in Verbindung mit dem Alu wegen der unterschiedlichen Ausdehung bei Hitze? :?:
Hier im Forum gibts doch bestimmt einen Fachmann der dazu was sagen kann?!
Würde mich interessieren.

filischeif am 14 Jun 2022 18:43:06

derIcke hat geschrieben:Moin Julius,

guck dir das mal an --> Link

Viel Glück

Icke


oder das hier:
--> Link

Wünsche auch viel Glück!
Kurt

badebaumeister am 14 Jun 2022 22:19:02

Hallo,

vielen Dank für die vielen Ideen. Ist mir eine große Hilfe.

Also zunächst einmal - die Kosten spielen auf jeden Fall eine Rolle, ich will natürlich trotzdem nix pfuschen ;-)

Also im wesentlichen wurden ja jetzt zwei verschiedene Varianten aufgezeigt: a) Aluriffelblech b) mit "irgendwas" streichen / beschichten

Ich tendiere auch im Hinblick auf den Arbeitsaufwand (und Kosten) zu Variante b!

Jetzt habe ich mich mal ein bisschen informiert über Polyester- und Epoxidharz. Sehe ich es richtig, dass ich Epoxidharz einfach ohne die Glasfasermatten auftragen könnte wohingegen Polyesterharz diese benötigt ?
Und stinkt das wirklich so? Bin irgendwie nicht gewillt mir extra einen Mundschutz für die einmalige Verarbeitung zu kaufen... da wird ja gleich eine teuere Maske mit Aktivkohlefilter empfohlen...

Könnte ich nicht auch einfach alles abschleifen und dann PU haltigen Bootslack verwenden? Und stellenweise (also da wo schon Löcher vorhanden sind) mit den Glasfaser"pflastern" flicken?

Erscheint mir günstig und Bootslack sollte ja die entsprechenden Eigenschaften besitzen oder nicht?

chrisc4 am 14 Jun 2022 22:44:05

Nur als Hinweis, Epoxidharz Beschichtungen sind nicht lichtbeständig, die verblassen und kreiden im Außenbereich.
Die Härter dafür sind Amine, die sind sehr gesundheitsschädlich und dürfen deshalb nur an Profis verkauft werden.
Atemmaske und Schutzkleidung sind Pflicht!

Gruß
Hans

JoergZ am 14 Jun 2022 23:09:52

badebaumeister hat geschrieben:Hallo,
...
Jetzt habe ich mich mal ein bisschen informiert über Polyester- und Epoxidharz. Sehe ich es richtig, dass ich Epoxidharz einfach ohne die Glasfasermatten auftragen könnte wohingegen Polyesterharz diese benötigt ?
...

Ohne Gewebe platzt das Harz wie Glas - je dicker die Schicht, desto glasartiger und bruchanfälliger. Das Gewebe wird nur aufgelegt und mittels Rolle mit Harz 'durchfeuchtet' - sehr sparsam bringt die beste Elastizität. Mehrere Schichten in verschiedenen Richtungen erhöhen die Festigkeit. R&G ist eine sehr gute Adresse: --> Link
Wie Hans bereits schreibt, besitzt Epoxyd stark allergisierende Eigenschaften und der Kontakt ist tunlichst zu vermeiden.
Da ist Polyester einfacher in der Verarbeitung und auch wesentlich billiger. Schutzkleidung wird nicht zu vermeiden sein.
Es gibt Epoxyde die nicht wasserbeständig sind und mit der Zeit erweichen.

soul am 14 Jun 2022 23:33:57

badebaumeister hat geschrieben: dass ich Epoxidharz einfach ohne die Glasfasermatten auftragen ..
Und stinkt das wirklich so? Bin irgendwie nicht gewillt mir extra einen Mundschutz für ..
Könnte ich nicht auch einfach alles abschleifen und dann PU haltigen Bootslack verwenden?


beides nein. du kannst mit keinen lack irgendwas abdichten und der rest wurde schon erklärt.
wenn dir deine gesundheit nicht wichtig ist, kansst das harz auch in der badehose auftragen.
wie schon, von mir gepostet: messen ob es denn nun trocken ist. leisten abmontieren und neu eindichten und dann eine versiegelung aufs dach.
wobei eine versiegelung ohne die punkte vorher abzuarbeiten, immer ein müll ist. googel mal nach alufraß.

Womofreund2 am 16 Jun 2022 18:09:18

Hallo,

hab bei meinem damaligen Mobil auch hier und da auf dem Dach leichten Alufrass gehabt. Habe damals dieses Produkt gekauft --> Link und 4x das Dach damit gerollert. Hatte einen 5kg Eimer gekauft. Das wird wie eine Art Gummihaut und hat sich in die Löcher gesetzt. Bei deinem Ausmaß würde ich evtl. zum 15kg Eimer greifen und komplett aufbringen.
Hat bei mir bis zum Verkauf 2 Jahre später gut gehalten.

Gast am 17 Jun 2022 08:42:17

mv4 hat geschrieben:so ist es...die Dachbeschichtung heist Caraskin --> Link


Das ist auch meiner Meinung nach die beste Lösung. Sieht sauber aus und hält super. Und wer schon mal einen Teppich oder PVC Boden verlegt hat, bekommt auch das hin. zur Not kann man die Platten ja in kleinere Einheiten schneiden und dann die Fugen mit Sika verkleben.

VG, westy75

badebaumeister am 18 Jun 2022 14:34:01

Also ich habe heute, nachdem ich gestern das Dach gründlich abgeschliffen und entfettet habe mich mit Polyesterharz probiert.

Leider mit sehr wenig Erfolg. Das erste Glasfaserelement (45x100) hab ich vorbereitet, dann Polyesterharz gemischt und so gut es ging mit der empfohlenen Menge Härter vermischt.
=> vermute mal es liegt an den hohen Temperaturen, das Zeug war jedenfalls nach weniger als 5 Minuten gelatineartig und nicht mehr zu verwenden. Daraufhin hab ich nochmal eine Mischung mit weniger Härter probiert, das Zeug war dann vielleicht 8 Minuten verarbeitbar, hab so schnell es geht vorgestrichen, dann die Glasfasermatte aufgelegt und versucht zu überstreichen, allerdings haben sich sofort etliche Glasfasern an die Spachtel gehängt , sodass stellenweise richtige Löcher entstanden sind. Hab´s dann auch mit Pinsel und Rolle versucht, aber das hat auch nicht geklappt, gleiches Problem. Vielleicht war ich auch zu geizig mit dem Harz.

Hab es erst aus dem Becher so grob über die Matte geschüttet um es dann gleichmäßig zu verteilen.

Ich vermute mal ich müsste mit weniger großen Elementen arbeiten und etliche male neu anmischen, aber dann brauch ich auch wesentlich mehr als 1 Liter ... dachte das langt für die Fläche... offensichtlich total verschätzt.

Werde mich wohl doch nochmal nach Alternativen umschauen, die vielleicht einfacher / schneller zum Erfolg führen und nicht so unangenehm zu verarbeiten sind.

badebaumeister am 18 Jun 2022 15:28:21





Navigatore am 18 Jun 2022 16:23:03

Ich fürchte, Du hast dir falsche Berater ausgesucht, das falsche Material und die falsche Zeit gewählt.

Polyesterharz sollte man nicht über 20 bis 22 Grad verarbeiten. Sonst härtet es zu schnell aus.

Kostengünstige Glasfasermatten, wie du sie verwendest, haben kapillare Eigenschaften. Trotz des Tränkens mit Harz werden sie durch die hochstehenden, offenen Fasern mit der Zeit Wasser aufnehmen, weil Regenwasser auf dem Dach stehen bleibt. GFK wird deshalb nie offen verwendet sondern immer mit Gelcoat überzogen. Du musst es also zumindest abschließend glatt schleifen, fillern und mit sperrender Epoxidfarbe überstreichen. Sonst wirst du Osmose bekommen bzw. das Material weicht sogar flächig auf. Dann war die Arbeit für die Katz.

Für dein Vorhaben sind Rovingmatten besser geeignet. Da kannst Du nichts hochreißen, wie bei einfachen Matten. Die solltest du dann mit Epoxidharz verarbeiten. Epoxid hat auch eine längere Standzeit und sperrt. Aber auch hier kommst du um einen Schlussanstrich nicht herum. Du kannst dir aber das schleifen und fillern sparen, wenn Dir eine strukturierte Oberfläche egal ist. Osmose hast Du damit weitestgehend ausgeschlossen.

Allerdings habe ich Zweifel an der Wirksamkeit deiner Reparaturmethode. Aluminiumdächer arbeiten sehr stark. Bei hohen Temperaturen wellen sie sich, zum Teil sogar sehr stark, und bei niedrigen Temperturen ziehen sie sich wieder glatt. Ich fürchte, dass aufgeklebte, ausgehärtete GFK-Flicken oder Flächen dem nicht lange gewachsen sind.

Ich empfehle dir, dich bei den Bootsbauern schlau zu machen. Dort bekommst Du kompetente Hinweise zur GFK- Verarbeitung. Ich greife zwar auf mehr als 30 Jahre Erfahrung und unzähligen Arbeitsstunden bei der Pflege und der Reparatur von Motorbooten aus GFK zurück, bleibe aber nichtsdestotrotz auch nur ein Laie.

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