Emsland am 30 Mai 2007 10:55:38 Hallo Zusammen :razz: ,
da ich immer noch damit beschäftigt bin mir das passende Wohnmobil zu suchen (2 Erwachsene, 3 Kinder), habe ich noch einige Fragen wo mir die eine/der eine eventuell einen Tip geben kann. Ich denke jeder der neu damit anfängt, hat sich diese Fragen bereits gestellt:
1. Ist der Preisunterschied zwischen den Modellen gerechtfertigt? Damit meine ich gleiche Fahrzeuge mit unterschiedlichen Aufbauten (Hersteller). Beispiel: Ford Fahrzeug, Modell Alkoven, Hersteller Dethleffs oder Rimor. Hier sind fast 20.000 € Unterschied drin.
2. Sind deutsche Hersteller besser als ausländische? Die italienischen Modelle sind ja auch ganz nett...
3. Gibt es Erfahrungen mit der Marke Giottiline? Die machen ganz nette Grundrisse.....
Ich tendiere im Moment zum Dethleffs Fortero, oder was könnt ihr so empfehlen (Preislich bis max. 60.000)?
Sind wohl typische Anfängerfragen, aber vielleich könnt Ihr mir ja helfen..... :razz:
Viele aus Lingen
Jürgen
Gast am 30 Mai 2007 10:59:43 Ich glaube langsam das man in allen Preislagen Pech oder Glück haben kann. Wir haben "Gott sei Dank" mit unserem Fahrzeug bisher nur Freude gehabt! Persönlich würde ich aber heute nach allen Seiten offen sein! Wichtig ist das möglichst viele meiner Ansprüche erfüllt werden! Wenn ich dann noch € 20.000
weniger ausgeben kann bin ich auch nicht traurig!
Sammy69 am 30 Mai 2007 11:16:23 Hallo Jürgen,
bis zu einem gewissen Grad ist der Mehrpreis durchaus auch gerechtfertigt. Es sei denn, dass dieses Mobil eine bedeutende Innovation in sich trägt - dann bezahlt man dafür auch schon mal extra.
Der Umstieg damals bei uns (von Pössl 2000 auf TEC Rotec und dann auf Hobby) brachte folgende Erkenntnisse mit:
- Klappenaufsteller aus Plastik bzw aus Metall mit richtigen Federn
- richtige Türdrücker und keine Push-Locks an der Badtür
- gute Armaturen (wertiger Eindruck und gute Bedienung)
- stärkeres Holz bzw. richtiges Holz und kein beschichtetes Pappmachee
- Polster, die richtig gefüttert sind und nicht nach 20 mal Benutzen dünn wie Papier sind
- Wasserab- und Zuläufe mit Schlauchschellen gesichert
-
usw.
Viele
Andi
jonathan am 30 Mai 2007 12:00:40 Wir fahren zwar WoWa, aber ich denke, die Qualitätsmerkmale sind auf WoMo der gleichen Hersteller übertragbar: Unser Hobby Wohnwagen gehört preislich in etwa in die untere Mittelklasse, aber wir haben gegenüber deutlich teureren Fahrzeugen keine gravierenden Mängel feststellen können. Auch im letzten Test der Zeitschrift Caravaning schnitt der Hobby Wagen in Punkt "Qualität" recht gut ab. Es ist eben ein Grossserienfabrikat und die Preisvorteile gibt Hobby hier an den Kunden weiter in Form der "all-inclusive"-Politik-alles drin, alles dran !
Preislich wesentlich weiter oben positionierte Marken im Freundes-und Bekanntenkreis weisen keine deutlich besseren Qualitätsmerkmale auf(sagen die Eigner selbst). Die technischen Einbauteile wie Kühlschränke, Heizungen, Wasseranlagen, Kocher, Fenster... um nur einige zu nennen, sind fast bei allen Herstellern die gleichen. Also-mein Fazit: Preisgünstige Fahrzeuge sind nicht automatisch die Schlechteren.
Werner
dieter2 am 30 Mai 2007 13:24:11 Ich würde mir eher Gedanken über die Zuladung machen wie über Türdrücker.
Die kann ich eventuel selber wechseln,die Zuladung nicht.
Meiner Meinung sind die renomierten Marken in Details besser,aber im Preis dann gleich sehr viel "besser"
Aber im Gebrauch sind sie nicht besser.
Und wenn die Schranktüren aus Echtholz sind ist das kein Vorteil,eher ein Nachteil zu lasten der Zuladung.
Es sei wir reden um ein 6 to Womo.Und selbst da gibt es welche mit sehr
bescheidener Zuladung.
Dieter
Krtek am 30 Mai 2007 13:37:07 Für uns war beim Kauf zunächst Mal der Grundriss (2 normale Betten hinten), Doppelboden und die Grösse des Alkovenbettes entscheidend. Danach blieben nur noch etwa 4 Hersteller übrig. Einer davon war weit weg und hatte Lieferschwierigkeiten. Die anderen haben wir besichtigt unter genauer unter die Lupe genommen. Die Unterschiede zwischen den Modellen bezüglich Ausstattung war immer noch so erheblich, dass wir gar nicht gross auf irgendwelche Qualitätsmerkmale von Möbel oder Knöpfen schauen konnten. Natürlich hat das irgendwo im Gesamturteil dann mitgespielt. Am Ende war der Preisunterschied zwischen Eura, Hymer und Knaus gar nicht so gravierend.
Bergbewohner1 am 30 Mai 2007 19:02:28 Für mich ist und war entscheident, kann die Kiste verfaulen wenn mal Wasser eindringt oder nicht!!
Sollte doch mal eine Undichtigkeit sein, die ich nicht gleich bemerke und es passiert nichts mit dem Aufbau, dann hat man schnell paar tausend Euro gespart.
GeoHeiner am 30 Mai 2007 19:23:47 Wir haben einen neuen Fortero seit nunmehr ca 5000 km. Was läßt sich dazu sagen?
Aufbau und Innenausbau ist sehr solide. Da rappelt und quietsch nix. Das Bett ist breit genug, die Matraze sehr gut. Die Raumaufteilung gefällt uns sehr gut, der Stauraum ist reichlich.
Die Zuladung ist werkseitig zu gering, da muß man gleich die maximale Variante (Aufpreis) ordern. Die Seriensitze vorne haben mir nicht gefallen, gleich Pilotensitze nehmen (Aufpreis).
Kleinigkeiten gefallen mir beim Ford nicht: Das Display mit Kilometerzähler und Außentemperaturanzeige ist bei hellem Umgebungslicht nur schwer zu lesen. Die Kontrolleuchte der Klimaanlage vom Fahrersitz aus ebenso.
Beim Verbrauch liegen wir bei 12,5 l, bei 2000 bis 2300 U/min.
Ich bereue den Kauf nicht.
Adler am 30 Mai 2007 20:38:45 Waldtroll hat geschrieben:Für mich ist und war entscheident, kann die Kiste verfaulen wenn mal Wasser eindringt oder nicht!! Sollte doch mal eine Undichtigkeit sein, die ich nicht gleich bemerke und es passiert nichts mit dem Aufbau, dann hat man schnell paar tausend Euro gespart.
Das seh ich genauso!
Deshalb kein Aufbau mehr mit Holzgerüst!
Holz wird nur in den Möbeln geduldet.
Für das beruhigende Gefühl es kann mir niemals was wegfaulen bin ich bereit ein paar Euronen mehr zu investieren.
kirsche.ndh am 30 Mai 2007 20:48:36 Das was Waldtroll schrieb ist erstmal goldrichtig.
Jedes Modell wird einmal älter und bekommt Probleme mit Wassereibruch irgendwo.
Nur bei einigen passiert da nicht allzuviel, da der Wandaufbau nicht aus Styropor und Holz besteht.
Da wird dann nur frisch abgedichtet und kein Torf kann entstehen.
Ich selbst hatte Probleme mit einen alten Eura Bj. 1992, der immer in einen Halle stand.
An einigen Stelle kam Alufraß.
Daher habe ich mich für einen Eura Terrestra 690 HB entschieden.
Gänzlich verrottungsfreier Aufbau und der Preis liegt auch in den Limit.
Übrigens mein Neuer steht schon bei Caravan Hörcher in Ilmenau und ich kann ihn nächste Woche abholen.
mewoblau am 31 Mai 2007 19:05:10 Bei uns war bei der Anschaffung zuerst einmal die Aufteilung wichtig. Wir haben zwei Kinder (bei Neuanschaffung 10 und 15 Jahre) und es war besonders wichtig, dass die eigene Betten haben, die man nicht erst abends umbauen muss. Also kam nur ein Fahrzeug mit Etagenbetten in Frage. Das nächste Kriterium war dann die Größe der Etagenbetten. Jetzt haben wir Heckbetten (Länge 2,30 m und Breite 70 bis 90 cm). Im unteren Bett kann man bequem aufrecht sitzen und sich so auch am Tage aufhalten.
Bei diesen Ansprüchen blieben schon nicht mehr viele Auswahlmöglichkeiten. Dann haben wir bei verschiedenen Händlern uns die diversen Fahrzeuge gemeinsam angesehen. Wir haben uns dann für einen TEC entschieden, weil darin das Wohlfühlen einfach sofort da war. Trotz eines grauen Septembertages war es im Fahrzeug dank vier Klarsicht-Dachluken sehr hell. Auch das Möbeldekor (hell und schlicht) hat uns gefallen. Als letztes hat uns dann das Preis- Leistungsverhältnis überzeugt: In unserem Fahrzeug befanden sich serienmäßig viele Extras, die sich andere Hersteller zusätzlich teuer bezahlen lassen oder die man selber nachrüsten muss (z. B. ausreichend Steckdosen etc.).
Jetzt nach 5 Jahren sind wir noch immer sehr zufrieden. Und jedes Jahr in Düsseldorf auf der Messe sehen wir uns viele Wohnmobile an. Wir kommen immer wieder zu dem gleichen Schluss: Unsere Schnucki (so heißt unser Womo) würden wir mit keinem anderen tauschen wollen!
Selbstverständlich hatten auch wir kleinere Macken am Aufbau. Doch innerhalb der ersten zwei Jahre haben wir diese direkt im Werk beheben lassen. Das war gar kein Problem. Bei einem ausländischen Fahrzeug wäre das so einfach nicht gewesen. Klar gibt es auch Händler, die Mängel beseitigen, doch da bin ich nicht so überzeugt, dass das immer ordentlich ausgeführt wird.
Dakota am 31 Mai 2007 20:01:33 Adler hat geschrieben:Waldtroll hat geschrieben:Für mich ist und war entscheident, kann die Kiste verfaulen wenn mal Wasser eindringt oder nicht!! Sollte doch mal eine Undichtigkeit sein, die ich nicht gleich bemerke und es passiert nichts mit dem Aufbau, dann hat man schnell paar tausend Euro gespart.
Das seh ich genauso! Deshalb kein Aufbau mehr mit Holzgerüst! Holz wird nur in den Möbeln geduldet. Für das beruhigende Gefühl es kann mir niemals was wegfaulen bin ich bereit ein paar Euronen mehr zu investieren.
Moin,
nicht jeder Hersteller der mit "holzfreiem" Aufbau wirbt hat auch einen 100%´tig holzfreien Aufbau :wink:
Da ich nun fast täglich in Sprendlingen ("Nachbesserungsabteilung") verweile weiß ich wovon ich rede -> und jeder der sich dort einmal hinten auf dem Hof die ausgetauschten Seitenteile/Rückwände ansieht, oder in der Halle die Rohwände weiß es auch :eek: Und, es sind nicht nur Eurawände......
Gast am 01 Jun 2007 07:56:29 Guten Morgen!
Wir fahren einen Chausson Welcome17. Es ist unser zweiter Chausson,weil wir bereits beim ersten mit dem Preis-leistungsverhältnis sehr zufrieden waren.
Dazu kommt, dass wir einen sehr netten Händler haben, der auch im Urlaub telfonisch nach Feierabend mit Rat und Tat zur Seite steht.
Ich persönlich habe auch lieber Furnierschränke und aussreichend Zuladung, statt Massivholz und 100 kg Zuladung.
Unser Womo war serienmässig mit dem neuen 130PS-Motor und dem Heavy-chassis von Fiat ausgestattet, da musste man keine Auflastung oder einen stärkeren Motor ordern.
Ansonsten sind bei Chausson viele Dinge Serie,die man bei anderen teuer bezahlen muss ( bspw Heckgarage mit Türen auf beiden Seiten,Durchgriff von innen in die Heckgarage).
Die "Extra-Liste" ist klein, aber dafür übersichtlich.
Wir haben die Preispolitik von Chausson als sehr fair empfundenund können daher bisher die Marke nur weiter empfehlen.
Kleine Mängel oder Änderungswünsche gibt es ja überall.
LG
die schnuess :)
Gast am 01 Jun 2007 08:04:41 Hab ich eben noch vergessen:
ebenfalls Serie bei dem Welcome sind Stützen hinten,Moskitotür,elektrische Panorama-Dachhaube und Rahmenfenster.
Rahmenfenster sind in der Preisklasse nicht oft zu finden und alles andere lassen sich die Hersteller oft teuer bezahlen.
So---und bevor einer was sagt_______bekomme keine Provision....bin nur überzeugt :D
LG
die schnuess :)
Emsland am 04 Jun 2007 12:38:17 Hallo :razz: ,
zunächst ein ganz DICKES DANKE :daumen2: für die vielen Antworten!
Ganz klar ist mir das mit dem Wassereinbruch bei sogn. "Holzgerüsten" nicht. Baut nicht sogar Dethleffs den Aufbau aus Holz und verkleidet diesen nur euntsprechend?
Gibt es Marken die man daher nicht "empfehlen" kann?
Viele
Jürgen (immer noch auf der Suche nach dem richtigen..... :vogel: )
jonathan am 04 Jun 2007 13:41:49 Holzgerüst muss nicht schlecht sein : Schau mal die Fotos in den Thread Bilder von Unfall Knaus, Autor "turbokurtla" im Wohnwagenforum. Hier siehst du die Seitenwand eines mehrere Jahre alten Knaus Wohnwagen mit Holzgerüst, bei dem die komplette Seitenbeplankung entfernt wurde. Deutlich zu erkennen, das alle Hölzer "wie neu" aussehen. Unser erster Wohnwagen war auch ein Knaus mit Holzgerüst, der nach 13 Jahren keinerlei Altersspuren an der Karosserie zeigte, obwohl er immer draussen stand.
Werner
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