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Feuchtigkeitsschaden im Heck Was tun?


Auderienser am 17 Jun 2022 23:30:34

Hallo und guten Abend

ich bin Neubesitzer eines 99er Hymer Eriba.
Beim Renovieren zeigt sich dass im Heck ein deutlicher Wasserschaden sowohl durch Eindringen am Übergang vom Dach als auch am direkt Fenster entstanden ist. Der Dachübergang wurde bereits abgedichtet. Das Holz ist trocken aber torfig(auch noch weiter unter der Verkleidung.
Ich würde nun das Holz entfernen und großflächig mit 2 Komponentenspachtel arbeiten.
Ich bin jedoch völlig unerfahren was solche Sanierungen angeht, finde aktuell keine passende Werkstadt und würde mich über jegliche Hilf sehr! freuen.
Danke

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speeedi am 18 Jun 2022 06:06:02


Auderienser am 18 Jun 2022 10:09:34

Danke für deine Antwort.
Ich habe das Forum auch schon mit einem deutlichen Mehrwert an Wissen durchsucht.
Da ein Ausbauen der Heckwand aktuell nicht in Frage kommt (handwerklich von mir nicht leistbar, und in einer Werkstadt kurzfristig nicht machbar und evtl von mir nicht bezahlbar) versuche ich mich an einer Schadensbegrenzung bis mein Wissen soweit ist zu verstehen was genau gemacht werden muss.
Ich entferne gerade die torfige obere Holzschicht. Die an die Dämmung geklebte Schicht bleibt dabei erhalten (siehe Foto). Daher die Frage ob ich das nun spachteln kann. Oder ob es evtl eine bessere und auch für mich akut umsetzbare Lösung gibt.
Wir haben uns das Wohnmobil gerade gekauft und renovieren es um damit im Juli loszufahren.
Aufwändigere Arbeiten würde ich daher gerne schieben, sonst ist der Urlaub futsch.
Dh ich würde es schon gerne so herstellen dass ich jetzt wenig Zeit aufwende, aber nicht etwas grundlegend falsch mache um die spätere Reparatur zu sabotieren. Bspw scheint 2k Polyesterspachtel Styropor anzugreifen, also die Dämmung. Ist das ein Problem wenn eine torfige Holzschicht dazwischen liegt?
An anderer Stelle wurde Wikulac empfohlen vor dem Spachteln. Der Herstellen empfiehlt Vorsicht bei Anwendung in Innenräumen. Gibt es hierzu Erfahrungen/Empfehlungen?

Insbesondere die Haltepunkte des Fensters bräuchten wohl einen festen Untergrund zum greifen. Wie löse ich das?
Ich bin für jegliche Hilfe oder Links zu diesem Themen sehr dankbar.
beste Grüße
Michael

Anzeige vom Forum


Rockerbox am 18 Jun 2022 10:25:58

Grundsätzlich gehört alles torfiges morsches Holz raus und muss ersetzt werden! Was willst du denn mit 2k Spachtel? Die kriegst du doch später nie wieder raus! Und die hat in einem Wandaufbau auch nichts verloren.

Und Fotos sieht man auch keine.

Auderienser am 18 Jun 2022 10:38:11

Danke für deine Nachricht.
Anscheinend schaffe ich es nicht die Fotos mit dem Handy hochzuladen.
Ob 2k Spachtel etwas in einem Wandaufbau verloren hat kann ich ja leider nicht einschätzen. Ich habe die Idee hierzu aus einem der Beiträge in diesem Forum, da ging es jedoch nicht explizit um einen Wandaufbau.
Ich versuche nun noch einmal ein Foto hochzuladen.
Es heisst „das Bild ist erfolgreich gespeichert“. Wenn ich den Beitrag absende ist es jedoch nicht zu sehen.

Kiska am 18 Jun 2022 10:56:09

Hallo Zusammen. Vielen Dank für Eure Hilfe und Einschätzung. Über diesen Weg findet ihr Bilder vom beschriebenen Schaden.

Alles was nass war und/oder modrig ist, wird aktuell entfernt.
Die Frage bleibt, wie wir die Wand wieder zu bekommen?! Holzbrett davor? Verspachteln? Wenn ja, womit? Andere Vorschläge, die keinen Totalschaden diagnostizieren?

Kiska am 18 Jun 2022 11:01:30

Anbei ein Bild vom Schaden

Kiska am 18 Jun 2022 11:42:12


starlight am 18 Jun 2022 14:44:50

Hallo,
Du schreibst, Du bist „Neubesitzer“. Hast Du wissentlich trotz Feuchtigkeitsschaden das WoMo gekauft?
Wenn nein, würde ich eine Rückabwicklung mit dem Verkäufer anstreben, ggf auch nachträglichen erheblichen Preisnachlass.

gordan am 18 Jun 2022 14:52:11

Ich glaube nicht dass der Rückwand im Original vom Werk so aussieht!?
Ich vermute dass da schon fleissig gebastelt würde!? Es ist meine Meinung.

Gruß Gordan

Auderienser am 18 Jun 2022 15:35:09

Der Schaden wurde nicht erkannt. Wir hatten jmnd dabei der von sich sagte sich auszukennen. Das war leider nicht zutreffend, auch was das Erkennen weiteren Baustellen betrifft.
Nun müssen wir mit dem Schaden versuchen klarzukommen, da eine Rückabwicklung nicht möglich ist. Eine Reparatur durch einen Profi gibt unser Coronageschädigtes Budget wohl nicht her, zumal das so kurzfristig nicht realisierbar wäre.
Daher die Fragen hier im Forum mit der Absicht eine Hilfe zu erhalten.
Unser Nervenkostüm ist mit dieser Aktion wie ihr sicherlich verstehen könnt ziemlich am Anschlag. Daher wären konkrete Hilfen wirklich willkommen.

speeedi am 18 Jun 2022 16:19:51

Moin.
Nun ja dann nutzt ja nun wohl nix .Als aller erstes raus finden wo das Wasser durch kommt.Wie sieht das Heck denn von Außen aus ? Gibt da Leisten oder so ?(Bild) .
Wie schon erwähnt sollte das morsche Holz alles raus. Aber erst mal Leckstelle lokalisieren und abdichten.
edit.ich sehe gerade Ihr habt das Leck ja schon gefunden.
Na dann raus mit dem morschen Zeug. Wenn Ihr das selber reparieren wollt müsst Ihr ja nun mal irgendwie anfangen.

JoergZ am 18 Jun 2022 21:28:34

Bis Juli kriegst du das nicht hin.
Fahrt doch erstmal im Urlaub und wenns etwas feucht ist, ignorieren - außer das Fenster droht während der Fahrt herauszufallen - dann kannste 2K Spachteln. Der Härter frißt das Styrodur/Por während es härtet. Danach nicht mehr.

Nach dem Urlaub in Ruhe großflächig das alte Holz raus. Damit das reibungslos klappt benötigst du sicher etwas Hilfe - am besten von dem Profi, der beim Kauf dabei war.

JoFoe am 18 Jun 2022 21:33:21

speeedi hat geschrieben:Na dann raus mit dem morschen Zeug. Wenn Ihr das selber reparieren wollt müsst Ihr ja nun mal irgendwie anfangen.


Moin,
ohne dir jetzt in irgendeiner Form zu nahezutreten, würde ich sagen du brauchst Hilfe von jemandem, der zumindest
mit dem Werkstoff Holz umgehen kann. Es bring ja nicht wirklich viel, wenn du jetzt einfach alles rausreißt und nicht weißt wie es weitergehen soll . Solltest du selbst der Meinung sein das es allein nicht zu schaffen ist , frag mal im Bekanntenkreis , Arbeitskollegen usw. herum wer dir da Hilfestellung geben kann.Sollten dann immer noch offene Fragen bestehen dann kann man auch hier Antworten bekommen. Das ist kein Hexenwerk, aber erfordert
halt ein wenig Geschick und handwerkliches können, einschließlich Werkzeug. Und ein paar Euros wird es bestimmt kosten. Erste Voraussetzung das wirklich alles
dicht ist.

Ruetz1903 am 18 Jun 2022 23:31:00

Hallo auserlesner

Du musst wissen was du machst, oder dich schlau machen, mach’s wieder so gut wie s geht Original, mit Holz, Styropor, Caravankleber von Ruderer, Sikaflex und dekaseal. Alles andere dauert viel zu lange und du siehst keine Erfolge und wirst mürbe und hast keine Lust mehr, das ist dann der Anfang vom Ende.
Kostet viel Zeit, aber die Kosten halten sich in Grenzen.

Ich schätze mindestens 100 Stunden Arbeit, wenn du halbwegs das Womo hinbekommen willst, aber irgendwie ist alles machbar, darfst nur nicht aufgeben.


Viel Glück Rüdiger

soul am 18 Jun 2022 23:41:00

Auderienser hat geschrieben:ich bin Neubesitzer eines 99er Hymer Eriba.


dann bist du im womoforum falsch und im schwesternforum, wo du richtig wärst, gibst das vom kurtl, der auch hier aktiv ist:
--> Link

JoergZ am 19 Jun 2022 09:50:04

Auderienser hat geschrieben:ich bin Neubesitzer eines 99er Hymer Eriba.

soul hat geschrieben:dann bist du im womoforum falsch und im schwesternforum, wo du richtig wärst, gibst das vom kurtl, der auch hier aktiv ist:
--> Link


Er kann aber wohl auch das 'Fiat Hymer ERIBA HYMERCAR Wohnmobil 534 2.5 Diesel' fahren. Dann ist er doch hier richtig

Auderienser am 19 Jun 2022 11:05:05

Hallo zusammen

besten Dank für all die Antworten und auch auf den Verweis zu Kurtl. Das wird sicherlich sehr hilfreich sein. Da werde ich mal weiter einstiegen. Er sollte vielleicht ein Buch daraus machen... wow, was für eine Materialsammlung!
Und ja, ich bin hier "richtig", da wir uns ein Eriba Hymercar 644 Bj 99 mit 123000 km geholt haben.
Sorry, das hätte ich wohl dazuschreiben sollen.
Wie gesagt, wir sind neu in dem Bereich und auch in diesem Forum (weswegen ich die unübliche Art und Weise Bilder hier hochzuladen auch erst jetzt checke). Bislang haben wir uns mit Fahrradtouren und Zelten rumgetrieben.



Es gibt neue Infos zum Zustand unseres Projekts: Ich habe mir eine Feuchtigkeitsmessgerät gekauft.
Tja, das hätte ich wohl schon beim Kauf des Wohnmobils besitzen sollen.
Denn es gibt weitere nasse Stellen. Sowohl hinten rechts als auch an der Seite ungefähr an der Stelle wo die Markise anfängt.
Das "Markisenproblem" werde ich mir später reinziehen.

Jetzt erstmal im Heck für Abdichtung sorgen.
Daher werde ich die hintere Dichtung zum Dachaufsatz neu machen und mit Sikaflex abdichten und kleben.
Soweit ich das nun verstanden habe, scheint die Anwendung von Sikaflex hier sinnvoll zu sein, da die zusätzliche klebende Komponente hilfreich sein dürfte.
Insofern es jedoch aus eurer Sicht grundlegende Vorteile von Dekaseal gibt würde ich mich über eine Info hierzu freuen.




Um die Holzschicht an den Stellen wieder aufzubauen an denen die Feuchtigkeit das Holz zersetzt hat würde ich Papel Sperrholz mit 3 mm nehmen.
Oder wäre auch MDF denkbar?.
Glücklicherweise wurde das Holz nur in begrenzten Arealen komplett zersetzt.
Teilweise hat sich lediglich der Leim gelöst und die obere Sperrholzschicht lässt sich ablösen.
diesen Stellen würde ich das mit dem Styropor weiterhin festverklebte Holz weiter drin lassen.
Auch weil es sich nur mit Zerstörung des Styropors entfernen lässt.
Wie würde ich Holz auf Holz kleben ? Ich habe mir wasserfestes Ponal geholt, jemand außerhalb dieses Forum meinte zu mir Montagekleber wäre passend.
Den Caravankleber von Ruderer würde ich ja nur an den Stellen nehmen an denen ich das Holz direkt auf das Styropor klebe, richtig?




Ich habe zunächst alles mit Schimmelentferner eingesprüht und werde es mit Schimmelimprägnierer behandeln.
Ich habe jedoch keinen größeren Schimmelbefall entdecken können.

Zudem würde mich interessieren wie so eine Rückwand vom Hymercar von der Struktur ausschaut. Hat hier jemand eine Idee bzw konkrete Infos oder einen Link?
Wie wird die Rückwand stabilisiert? Wirkt sich das verrottete Holz auf die Stabilität in relevanter Art aus? Ich frage hauptsächlich bezgl des Fahrradträgers, den wir gerne nutzen wollen.
Nicht dass uns nach all dem Aufwand der Arsch abfällt... :lach:

So, jetzt los die alte Sikanaht abtragen. Das ist bei 36´und in praller Sonne sicher noch spassiger als eh schon.
Vielen Dank euch , ich wünsche allen einen schönen Sonntag

Auderienser am 19 Jun 2022 11:11:47

Noch eine Frage: Ich würde damit auch zu einem Fachmann gehen. Unsere Werkstatt hat aber bereits abgewunken. In Ratingen gibt es jemanden, der sich auch und gerade mit Wasserschäden bei älteren Modellen beschäftigt. Der ist voll gebucht. Vielleicht gibt es hier ja auch Menschen die sich damit dazu verdienen.Über Kontakte, Ideen gerne Nähe Köln bzw Rhein Ruhr würde ich mich freuen.

Beste Grüße
Michael

JoergZ am 19 Jun 2022 12:53:11

Auderienser hat geschrieben:Hallo zusammen
...
Um die Holzschicht an den Stellen wieder aufzubauen an denen die Feuchtigkeit das Holz zersetzt hat würde ich Papel Sperrholz mit 3 mm nehmen.
Oder wäre auch MDF denkbar?.

Pappelsperrholz aus dem Baumarkt ist sehr schlecht, da billigstes 3 fach. Besseres musst du per Internet ordern, wenn kein Fachmarkt oder Schreinerei in der Nähe.
MDF ist bessere Pappe!
Auderienser hat geschrieben:Wie würde ich Holz auf Holz kleben ? Ich habe mir wasserfestes Ponal geholt, jemand außerhalb dieses Forum meinte zu mir Montagekleber wäre passend.

Kein Holzleim, da auch das sog. wasserfeste sich anlöst, sollte es Feuchtigkeit ziehen.
Auderienser hat geschrieben:Den Caravankleber von Ruderer würde ich ja nur an den Stellen nehmen an denen ich das Holz direkt auf das Styropor klebe, richtig?

Parkettkleber oder der erwähnte Caravankleber ist dauerhaft unlösbar.
Auderienser hat geschrieben:...
Ich habe zunächst alles mit Schimmelentferner eingesprüht und werde es mit Schimmelimprägnierer behandeln.
Ich habe jedoch keinen größeren Schimmelbefall entdecken können.

Nicht einsprühen. Das kann die Klebeflächen und damit das Ergebnis negativ beeinflussen. Spart dir das Geld.
Auderienser hat geschrieben:Zudem würde mich interessieren wie so eine Rückwand vom Hymercar von der Struktur ausschaut.
...
Wie wird die Rückwand stabilisiert? Wirkt sich das verrottete Holz auf die Stabilität in relevanter Art aus? Ich frage hauptsächlich bezgl des Fahrradträgers, den wir gerne nutzen wollen.
...

Holzverstärkung für die Krafteinleitung des Trägers ist doch gut. Muss halt mal dran zerren, ob das bereits nachgibt. Dann würde ich momentan davon absehen, den Träger zu belasten.
Auderienser hat geschrieben:So, jetzt los die alte Sikanaht abtragen. Das ist bei 36´und in praller Sonne sicher noch spassiger als eh schon.
Vielen Dank euch , ich wünsche allen einen schönen Sonntag

Wünsche Gleiches, Jörg

Auderienser am 19 Jun 2022 14:49:47

Halllo Jörg,
ganz lieben Dank für die Nachricht und die konkrete Hilfe.
Dazu habe ich noch eine Frage: im Netz finde ich das Pappel viel im Womo Bau genutzt wird weils leicht ist.
Welches Sperrholz würdest Du empfehlen, also welche Holzsorte?

Zudem eine ganz akute Frage zur Abdichtung des Hecks. Sowohl links als auch recht ist das Styropor feucht in den Heckrundungen.
Derjenige der da vorher mal dran war hat wohl die neue Versiegelung einfach über die alte gemacht, die war schon ordentlich angegriffen.
Kann so nasses Styropor wieder trocken werden oder bedeutet das, dass man das Styropor in dieser Ecke irgendwann rausholen muss?
Ich habe leider aktuell keinen Unterstand wo ich das Womo für längere Zeit trocken stellen kann. Daher muss ich es wohl heute Abend wieder abdichten mit Sikaflex und im schlimmsten Fall alles nochmal aufmachen, bzw die Ecken nochmal aufmachen.
Momentan ist Sonne und Hitze, so dass zumindest ein Teil trocknen kann bevor ich es versiegele.
Gibt es hierzu Erfhrungen?
Danke & liebe Grüße

Michael
So sah es ursprünglich aus:





Hier kann man gut sehen dass das Styropor in diesem Bereich schon sehr angegriffen ist:


Hier sieht man innen drin noch den Rest der vorherigen Dichtung die ich soweit wie möglich mit einem Cutter und Silikonmesser entfernt habe:

Auderienser am 19 Jun 2022 14:49:48

*Doppelposting entfernt*

ottovski am 19 Jun 2022 17:14:48

Hallo,

Feuchtigkeit sollte schon raus bevor erneut abgedichtet wird.
Übrigens sollte bei deinem Hymer in Wand und Decke kein Styropor verbaut sein. Hymer hat doch die PUAL-Bauweise (zumindest wurde das immer so beworben), also PU als Isolierung.

Gruß,
Michael

JoFoe am 19 Jun 2022 17:32:00

Moin ,
ich würde den Radträger auch abnehmen und neu eindichten. 8)

Auderienser am 11 Jul 2022 00:21:37

Zuerst die gute Nachricht…
Meine Eltern freuen sich mich und meine Liebste nun viel öfter zu sehen.
Die wohnen nämlich aufm Land und bei denen haben wir den Platz, um weiter an unserem Wohnmobil zu arbeiten.

Denn mittlerweile ist klar, dass unser Wohnmobil wohl zunächst weiterhin eine größere Baustelle sein wird als wir gedacht haben.
Wir haben die geplante Reise daher erstmal abgesagt, wurden noch durch ein kleines fieses Virus ausgebremst, aber nur soll es weiter mit der Instandsetzung. Wir haben uns viel in Foren rumgetrieben, Videos geschaut und auch das Buch von U.Dolde geholt.
Es bleiben noch einige Fragen und es wäre großartig wenn wir hier Hilfe finden könnten.

Unsere zwei großen todos:
-Rückwand weiter Instandsetzen (altes Holz wegschneiden, neues Holt verkleben, Fenster neu abdichten, Stabilität herstellen)
-weiteres Abdichten des Aufbaus

Zunächst zur Rückwand.


Vielen Dank an ottovski/Michael für den Hinweis zur PU Nutzung durch Hymer.
Das scheint einen relevanten Unterschied zu machen ob Styropor oder PU/Styrodur.
Ich habe in diesem und anderen Foren sowie im Netz und bei Youtube recherchiert.
Dennoch ist mir nicht ganz klar, wie genau verhält sich das PU bei Wasserschäden.
Da es geschlossenporig ist und kein Wasser aufnimmt dürfte es anscheinend ausreichen die Stellen abzudichten, das Holz trocknen zu lassen und die verrotteten Holzteile auszutauschen.
Wie seht ihr das?

Werden in so einer Wand Holzrahmen zur Stabilisierung verwendet oder gewinnt das ausschließlich durch die Verklebung mit Aluwand und Holz die Stabilität (um bspw den Fahradträger zu halten)?

Das Holz auf der Rückwand ist unterschiedlich stark vom Wasserschaden betroffen.
Teilweise ist es Torf und nur noch Holzreste die vom Kleber am PU gehalten werden, teilweise hat sich jedoch der Holzkleber gelöst und die Schichten sind nicht mehr so miteinander verbunden. Wenn ich die abgelöste obere Schicht entferne bleibt noch ca 1 mm festes Holz das fest mit dem PU ist.
Torfige Holzreste


Torf ums Fenster und festes Holz mit ca 1mm:


Unser Plan ist mit 4 mm Birkensperrholz rund um das Fenster herum mit dem Caranvankleber von technicol direkt auf den PU zu kleben. Und in einem angrenzenden Bereich auf das noch stabile und fest verklebte und noch intakte Holz mit Dicke ca 1 mm ebenfalls mit dem Kleber (hier würde ich von der Birkenplatte dann 1mm abtragen, entweder mit Hobel oder abschleifen)
Damit, so mein Gedanke, würde wir die beiden Holzplatten auch ohne einen Spalt zu haben miteinander verbinden und mehr Stabilität gewinnen. Zudem ist es wirklich schwierig die noch fest verklebte untere Holzschicht vom PU zu lösen.
Was haltet ihr hiervon?

Was könnte ich noch tun für mehr Stabilität?
Vor allem um die Belastung des Fahrradträgers aufzunehmen würde ich das gerne noch weiter absichern.
Über dem Holz/PU ist eine Glasfaserleiste komplett von links nach rechts eingezogen.
Das sieht nicht nach Originalausbau aus und könnte vom Vorbesitzer so eingebaut worden sein um hierdurch mehr Stabilität zu erzeugen.
Daher hatte ich überlegt ob ich über dem Fenster von links nach rechts noch eine weitere Glasfaserschicht aufbringe um den Bereich weiter zu versteifen. Wäre das sinnvoll?

Die Rückwand ist mit zwei Aluwinkel verschraubt. Ich habe mal die Verblendung abgenommen und man kann sehen dass es da wohl bereits verschiedene Bohrungen im Winkel gab.


Gehen die Schrauben lediglich ins aufgeklebte Holz und ins PU?
Ich nehme an die sollen die Rückwand mit dem restlichen Aufbau verbinden und für zusätzliche Festigkeit sorgen.
Wenn das Holz nun durch Wasser verrottet ist nimmt der Halt natürlich ab.
Ich habe jedoch etwas Respekt davor diese Winkel abzunehmen. Sie sind sicherlich sehr relevant für die Stabilität der Rückwand und ich möchte sicher gehen dass ich hier keinen Murcks fabriziere.
Wenn die Schrauben der Aluwinkel aktuell nur im Holz greifen, wäre es dann evtl hilfreich zusätzlich eine Stahlplatte auf der Aluaußenwand mit einer Schraube nach innen damit zu verbinden?

Zum Thema abdichten des Aufbaus schreibe ich noch einen weiteren Post. Da liegt leider sehr viel im argen....


Wir freuen uns über alle Hinweise und Tips. Vielen Dank und euch einen wunderschönen Campersommer.
Vielleicht dürfen wir ja auch bald dabei sein.

Beste Grüße Steffi und Michael

MilesandMore am 11 Jul 2022 09:02:10

Fahrradtraeger mit 3 Bikes an dieser Wand?

Beste Gruesse Bernd

Tramp678 am 11 Jul 2022 19:35:42

Auderienser hat geschrieben:.....

Unser Plan ist mit 4 mm Birkensperrholz rund um das Fenster herum mit dem Caranvankleber von technicol direkt auf den PU zu kleben.....

Beste Grüße Steffi und Michael

Hallo Ihr zwei,
aus der Ferne sieht das aus, als hätte Ihr eine Großbaustelle gekauft. M.E. kann der Einsatz von Sperrhol & Co. nur eine Notlösung sein, zumal Euch der Urlaubstermin im Nacken hängt.

Meine Idee dazu wäre, die ganze Rückwand rauszureißen und durch eine Sanwichplatte zu ersetzen. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. In den Ecken habt Ihr schon Al-Winkelmaterial, je nach Zustand eventuell ersetzen. Gleichzeitig hättet Ihr die Möglichkeit, eine stabile Fahradhalterung zu konstruieren und einzusetzen, die das Gewicht über die ganze Ruckwand verteilt. mittlerweile gibt es so gute Kleber, daß man kaum noch Schrauben einsetzen muß. Es gibt etliche Wohnmobilbauer, die on demand produzieren und neueste Techniken einsetzen. Hier könntet Ihr u.U. den einen oder anderen Tipp holen. Bei unserem WoMo habe ich z.B. Airline-Schienen in der Garage montiert, die ausschließlich geklebt sind. Das beidseitige Klebeband hält statisch 80kg/cm².

Die Sandwichplatte hätte auch den Vorteil, daß Ihr ein gutes Fenster einbauen könntet. Zudem wäre die Platte verwitterungsresistent.

Könnte mir vorstellen, daß diese Variante eine Überlegung wert wäre.

Auderienser am 13 Jul 2022 08:11:04

Hallo zusammen,

Bernd:
wir werden nur zwei Räder mitnehmen.

Nachdem wir nun ein Gespräch mit jemandem hatten der bereits selbst einen Aufbau gemacht hat und der uns handwerklich deutlich weitergebringen konnte, werden wir die torfigen Stellen säubern und mit kleinen Sperrholzplatten und Rudererkleber flicken und dann eine zusätzliche Platte über den kompletten oberen Bereich der Rückwand kleben. Damit werden wir Stabilität reinbringen und die Optik stimmt dann auch.

Bzgl des Trägers: sollten wir unsicher sein, ob das stabil ist oder uns evtl durch das Gewicht und die Bewegung der Rückwand die Sikanaht zum Dach aufreißt, können wir den Träger über Ratschen mit der Dachreling unterstützen.

Zunächst steht nun die rundum Neuabdichtung des lecken Aufbaus/Alkovens an. Eine LKW Ladung Sikaflex und Dekaseal steht bereit. Ich denke noch über Franzbranntwein für die Pistolenhand nach und mache schonmal Aufwärmübungen …;-)
Bilder hierzu folgen.
Ich wünsche einen wunderschönen Tag
Michael

Rockerbox am 13 Jul 2022 08:23:56

Auderienser hat geschrieben:...........
Eine LKW Ladung Sikaflex und Dekaseal steht bereit. Ich denke noch über Franzbranntwein für die Pistolenhand nach und mache schonmal Aufwärmübungen …;-)


Hallo Michael,

bei Deiner Aufgabenstellung solltest du ev. über eine Akku-betriebene Kartuschenpresse nachdenken .... spart den Franzbranntwein und schont die Hand!

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