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Wir waren die letzten drei Wochen im Oktober unterwegs und brauchten die Standheizung nur manchmal zum Ende der Nacht und während des Frühstücks. Da wir nicht eilig unterwegs waren (und in Frankreich auf die Benutzung der Autobahnen wg. der hohen Kosten weitgehend verzichtet hatten), lag der real gemessene Verbrauch unter 9L / 100km :) . . Die Anfahrt verlief diagonal durch den südlichen Teil Frankreichs über Mulhouse, Besancon, Montlucon und Bordeaux.
Leider hatte ich meinen ordentlichen Fotoapparat zu Hause vergessen (man wird halt älter ... :| ), daher kann ich hier nur Handy-Bilder einstellen :( .
Zwischen Belfort und Besancon verläuft die D 83 oft in der Nähe des Doubs, und kurz vor Dampierre fanden wir einen netten Übernachtungsplatz dicht am Fluss. So läßt sich der Tag gut an.
Am Canal de Midi gab es nur eine kurze Rast
und im weiteren Verlauf fanden wir an der Charente bei Cherac einen netten Platz beim Weingut von Christian Rabinot.
Im Weingut gibt es eine kleine Sammlung von Handwerkzeugen, aber ebenso wichtig war die Verkostung einiger Weine bzw. Cognac.
Direkt an der Charent war ein Bootssteg, den wir sogleich okkupierten.
Der 'Umweg' über die Region Cognac war natürlich nicht "nötig", aber die Gegend ist gerade im Herbst sehr farbenfroh.
Zudem hatte sich etwas weiter südlich ein kleines Zwischentief angekündigt, dem wir aus dem Weg gehen wollten.
Die Ortschaft Convolens empfing uns im frühen Morgennebel, der sich aber bald lichtete,
und der Apéro am Valent stimmte dann schon wieder versöhnlich :) .
Um keinen falschen Eindruck aufkommen zu lassen, - wir nehmen auch gerne nicht-alkoholische Getränke zu uns, wie hier am Adour, kurz vor Bayonne
und kleine Teilchen aus der französischen Confissérie sind immer willkommen :) .
Im Baskenland selbst waren wir dann in etwa so unterwegs:
Kurz hinter der Grenze liegt der kleine Ort Hondarribia
Den Versuch, der baskischen Sprache etwas näherzukommen, haben wir angesichts von Ortsnahmen wie 'Guadalupeko Gotorlekua' :x schnell aufgegeben, aber zum Glück sind fast alle Ortsschilder zweisprachig ausgeführt.
Wir verbrachten eine etwas kühle Nacht auf der Hügelkette von Guadelupe, aber kurz nach Sonnenaufgang konnte man sich schon wieder gut draußen aufhalten.
Gut, wenn man sich schon am frühen Morgen den richtigen Überblick verschaffen kann :) .
- Da dies mein erster Reisebericht in diesem Forum ist, mache ich an dieser Stelle erst mal eine kleine Pause und schaue, ob das alles so klappt wie geplant ...
Im Mai '22 waren wir im Baskenland (und in Navarra, La Rioja, Kantabrien, Asturien und Galizien auch) …. traumhaft!
Wir haben grad letzte Woche je einen 6er Karton Txakoli weiss und rosé erhalten, den Wein geniessen wir zum Apéro…. der schmeckt so herrlich nach Baskenland!
RudiRadlos am 19 Aug 2022 16:02:31
tztz2000 hat geschrieben: ... Wir haben grad letzte Woche je einen 6er Karton Txakoli weiss und rosé erhalten, den Wein geniessen wir zum Apéro…. der schmeckt so herrlich nach Baskenland! ...
Danke für die positiven Rückmeldungen! Was den Weinimport anbelangt, so haben wir schon hie & da die Erfahrung gemacht, dass ein richtig guter 'Urlaubswein' zu hause dann doch nicht genau so schmeckt wie unterwegs, - vermutlich, weil das allgemeine "Urlaubsfeeling" nicht so richtig mitschwingt.
Gut, - jetzt geht's weiter:
Kurz vor Donastia / San Sebastian liegt der kleine Küstenort Pasaia
mit durchaus preiswerten Cafés und einer schönen Bucht zum Atlantik
nach der Bucht von Pasaia wandten wir uns der Metropole Donostia / San Sebastian zu, deren langezogene Uferpromenade den Weg vom stadtnahen Stellplatz bis zur historischen Altstadt begleitet.
À propos Stellplatz, bzw. Übernachtungsplätze: wir verbrachten nur insgesamt drei Nächte auf 'offiziellen' Stellplätzen (einmal in San Sebastian, zwei Mal in Bilbao), ansonsten fanden wir zahlreiche abgelegene Park- und Rastplätze, wo das Übernachten z.T. gebilligt oder sogar vorgesehen war. Möglich, dass es in der Hauptsaison etwas schwierig wird, denn auch in Spanien sind Wohnmobile deutlich auf dem Vormarsch, aber Mitte / Ende Oktober hatten wir überhaupt keine Probleme, geeignete Plätze zu finden. Zudem gab es zahlreiche öffentliche Entsorgungsstationen, an denen Wasser & Abwasserservice kostenlos möglich war. Das öffentliche Wassernetz wird etwas gechlort (was durchaus zu schmecken ist), daher haben wir 4 St. 3-Literbehälter nur für frisches Trinkwasser an Bord, die wir gelegentlich durch Zukauf im Supermarkt ergänzten.
Die Altstadt ist durch schmale Gassen und herrschaftliche Gebäude geprägt
und frisch gewaschene Wäsche fanden wir landesweit aus vielen Fenstern hängend.
In manchen Geschäften scheint die Zeit stehen geblieben zu sein,
während Don Quijote und sein Knappe Sancho Panza aus einer noch früheren Ära grüssen, - bzw. wirklich zeitlos sind.
Einige Kilometer weiter westlich liegt die kleine Ortschaft Ondarroa, umgeben von einer Mischung von Sandstrand und felsigen Klippen.
Von dort aus wanderten wir einige Stunden auf dem 'Jakobsweg' (allerdings in entgegengesetzter Richtung), auf dem uns trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit doch immer wieder 'richtige' Pilger begegneten.
Bekannt ist dieser Küstenabschnitt besonders für die Steinformation Flysch , die sich über viele Kilometer erstreckt.
Wir blieben eine weitere Nacht auf dem küstennahen Parkplatz von Ondarroa und wiederholten den 'Sundowner vom Vortag :roll:
Etwa 100 Kilometer südlich, im Landesinneren, liegt die baskische 'Hauptstadt' Vitoria Gasteiz, die neben historischen Gebäuden auch eine beachtliche Kunst-Szene beherbergt.
Das zeigt sich nicht nur an zahlreichen Hausfassaden, sondern auch anhand von z.T ziemlich ungewöhnlichen Deko-Artikeln.
Aber auch hier werden Traditionen gepflegt, sei es in alteingesessenen Bars, oder auch durch durch lebhafte Volksmusik.
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Wir verließen Vitoria Gasteiz in südöstlicher Richtung und machten im nur 45 km entfernt liegenden Naturpark Izki Station. Mit knapp 10.000 ha. gehört er zu den kleinen Parks, war aber für unsere Ansprüche wie geschaffen.
Auf einem zentralen Ort waren Parkplätze für PKWs und Wohnmobile markiert, und von dort aus waren zahlreiche gut beschilderte Wanderwege ausgewiesen. Obwohl sich das Wetter am nächsten Vormittag etwas eingetrübt hatte, ließen wir uns nicht aufhalten und bereits am nächsten Tag hatte die Sonne wieder die Oberhand.
Auf dem Weg zum nächsten Naturpark streiften wird die Provinz Rioja, die über einen schmalen Pass zu erreichen war.
In Rioja wird nicht nur Wein angebaut, sondern wegen der ausreichenden Trockenheit auch großflächig Weizen.
Auch an gepresstem Stroh scheint kein Mangel zu herrschen.
Auf einer kleinen Anhöhe liegt die historische Kleinstadt Laguardia, ein zentraler Ort für die Vermarktung der lokalen Weine.
Zu unserer Verwunderung konnte man gefühlt schon 'kurz nach Sonnenaufgang' den ersten Wein probieren, - wir ließen uns meist erst gegen Mittag auf die Versuchung ein :)
Wenige Kilometer südlich liegt die kleine Ortschaft Elciego. Dass sich Weinanbau im Rioja lohnen kann, beweist ein erfolgreicher Winzer, der sich vom Star Architekten Frank Gehry sein Anwesen ziemlich aufwendig gestalten ließ.
So richtig nah dran kommt man aber nur, wenn man eine Zimmerbuchung vorzuweisen hat, aber als wir auf dem Hof u.a. drei McLaran Supersportwagen stehen sahen, beschlossen wir, auch weiterhin in unserem 'Columbus' zu nächtigen :)
Unser nächstes Ziel lag einige Kilometer weiter nordwestlich: der Valderejo Naturpark
Die kleine Ortschaft Lalastra in über 900 Metern Höhe ist Ausgangsort für einige Rund- und Querwanderwege. Auch hier war ein großzügiger Parkplatz angelegt, wo man völlig legal einen Stellplatz für die Nacht auswählen konnte. Neben einer alten Kirche mit einem Uhrwerk aus dem 19. Jahrhundert bietet der Ort selbst nicht viel,
aber von dem kleinen Café-Restaurant in der Ortsmitte ließen wir uns nicht nur einmal gerne aufhalten, bevor wir unsere Wanderungen begannen.
An einigen Orten trifft man auf Zeugnisse frühzeitlicher Besiedelung, hier eines aus der Bronzezeit (links im Bild) :razz:
Nach so viel 'Natur' fühlten wir uns ausreichend gestärkt, die Kunst- und Kulturstadt Bilbao zu besuchen.
Ein großzügig bemessener Stellplatz hoch über der Stadt bietet einen guten Überblick, bei Tag und auch bei Nacht.
Es gibt ein gutes Angebot, alle öffentliche Verkehrsmittel mittels einer (übertragbaren) Chipkarte zu benutzen, was die etwas prekäre Parksituation in der Innenstadt deutlich entspannt.
Seit dem Bau des Guggenheimmuseums vor 25 Jahren floss viel Geld in diese damals etwas unattraktive Industriestadt, und so findet man heute die meisten Gebäude in gut renoviertem Zustand,
und ein breites Angebot an Frischwaren in der modernisierten Markthalle.
Im Oktober gibt es einen Wettbewerb zwischen den führenden Tapas-Bars, wer die besten 'Pintxos' anbietet, - um es kurz zu sagen: wir waren aufgrund der Vielzahl völlig überfordert :roll: .
Statt dessen ließen wir uns auf dem Weg zum o.g. Museum von den zahlreichen Kunstobjekten leiten, die im Laufe der Jahre installiert wurden.
und dann standen wir direkt davor,
und waren mit den 'Nebenwirkungen' der C-Pandemie gar nicht mal so unzufrieden :whistle: . Der internationae Besucheransturm ist im Gegensatz zu den vorherigen Jahren deutlich zurück gegangen, und wir hatten praktisch überall 'freie Sicht' auf die Objekte unserer Begierde.
Andy W. & me_too
... und Abgang :) .
Auf dem Wochenmarkt von Portugalete, kurz vor der Mündung des Bilbao-Flusses, versorgten wir uns mit frischen Lebensmitteln,
bevor wir die historische Tragseilbrücke in Angriff nahmen.
Und es hat bestens geklappt ! :)
... bald geht es an der Nordküste weiter ... Gruß, Rüdiger
Gast am 19 Aug 2022 17:14:33
In Elciego wollten sie uns auch nicht bis zum Hotel vorlassen. Ich habe nach den beiden Restaurants dort oben gefragt und gesagt, dass wir dort gern essen würden.... dann durften wir durch.... wir waren schon satt, weil wir unten in der Bar Tapas gegessen hatten (die übrigens ausgezeichnet waren).... so konnte ich oben ungestört meine Fotos machen.... nicht von innen, aber von aussen!
Toll war Dein Erlebnis mit der Schwebefähre.... da waren wir leider nicht!
kedi3001 am 20 Aug 2022 13:08:27
Vielen Dank für den tollen Reisebericht mit den wunderschönen Fotos - ich freue mich schon auf die Fortsetzung :)
LG Conny
RudiRadlos am 20 Aug 2022 13:21:07
tztz2000 hat geschrieben:Toll war Dein Erlebnis mit der Schwebefähre.... da waren wir leider nicht!
Ja, in der Tat, das war wirklich ein schönes Erlebnis. Um das Foto zu machen, fuhr meine Frau mit einer früheren Fähre hinüber, und mir gelang es tatsächlich, in der "1. Reihe" zum Stehen zu kommen :) .
... Die nächsten Tage verbrachten wir an der Nordküste, deren steile Flanken durch gelegentliche Sand- und Kiesbuchten unterbrochen sind.
Etwas irritiert waren wir von dem stillgelegten Atomkraftwerk CN Lemoniz, das praktisch unbeaufsichtigt seiner Halbwertszeit entgegendämmert.
An einigen wenigen Parkplätzen galt ein striktes WoMo-Verbot (auch für ADs gab es keine Ausreden 8) ), aber auf der Mehrzahl der Plätze konnte man unbehelligt übernachten.
Nach dem letzten Sonnenuntergang fuhren wir ein paar Kilometer ins Landesinnere zurück und besuchten in Guernika den letzten großen Bauernmarkt im Oktober.
Zur Feier des Tages gab es traditionelle baskische Musik, die das eine oder andere Paar sogar zum Mittanzen anregte.
Ganz in der Nähe befindet sich der für das baskische Selbstverständnis bedeutsame 'magische Wald' von Bosque de Oma / Pintado , in dem nach der Überlieferung alle für das Baskische Volk bindenden Verträge unterzeichnet werden mussten. Heute sind an diesem Ort viele Bäume von einheimischen Künstlern bemalt, und je nach Blickwinkel erschließen sich immer neue Perspektiven.
Etwas weiter im Landesinneren, in der Kleinstadt Elorrio,
stießen wir ausnahmsweise mal auf eine Kirche, die nicht verschlossen war.
aber die meisten sind wohl nur an Feiertagen zugänglich.
Auch abseits der Küste lassen sich schöne Übernachtungsplätze finden.
Und während wir mit der aufgehenden Sonne die erste Wärme des Tages genießen,
... träumt unser 'Eisbär' schon von der nächsten Reise :)
Das war's für diesmal
Viele Grüße und Allen auch weiterhin eine Gute Fahrt!