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SchindelSolarpanel kaufen oder nicht


Crafti9911 am 31 Okt 2022 17:19:01

Hallo zusammen,
Ich hätte an die Spezialisten hier zu den Schindelmodul vom großen „A“ eine Frage, Ist das Modul mit den momentan vorhanden Werten zu empfehlen.

Vielen Dank.

THE ATEM POWER 200W SHINGLED SOLAR PANEL IS PERFECT FOR 4WDS,

Max Power Spannung 18,7 V
Max Power Strom 10,69 EIN
Open-Schaltung Spannung 22,1 V
Kurzschluss Strom 11,33 EIN
Maximale System Spannung 500VDC
Temperatur Bereich -40 °C bis + 85 °C
Power Toleranz ± 3%
Maximale Leistung 200W
Material Shingled Zellen
Produkt Dimension L 110cm x W 89cm x H 3c

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Camper510 am 31 Okt 2022 18:08:56

Wie wäre es denn mal mit einem Link dahin?

Stocki333 am 31 Okt 2022 18:37:39

Hallo Herbert
Lass die Finger von den Schindelmodulen. Gibt auf Langzeitsicht momentn noch Ärger.
Scheint es gibt noch probleme von der Verklebung und velieren immer mehr Leistung. Bei Reklamationen hörst du dann nix mehr vom Verkäufer.
Kauf dir sogenante 24 Volt Module und einen Victron MPPT Smart Regler.
Da machst du nichts falsch. Ich montiere gerade selber bei mir 2 x 39 Volt Module. Preis 110.- Gewicht knapp 7 Kg.
Zusätzlich zu den Bestehenden 3 x 36 Volt Modulen. Die laufen schon jetz 4 Saisonen.
Einfach nur so geschrieben, weil ich gerade darüber gestolpert bin.
Franz

Anzeige vom Forum


Crafti9911 am 31 Okt 2022 18:45:10

Danke Franz für die Info!
kannst Du Module empfehlen?

Crafti9911 am 31 Okt 2022 18:47:58

Camper510 hat geschrieben:Wie wäre es denn mal mit einem Link dahin?

--> Link

Gast am 31 Okt 2022 18:52:49

Stocki333 hat geschrieben:Hallo Herbert
Lass die Finger von den Schindelmodulen.
Franz


Da kann ich nur zustimmen.
Habe zusätzlich zu meinen alten Modulen Schindelmodule ( --> Link) eingebaut.

Im Vergleich zu meinen alten haben sie wirklich ca. 15% weniger Leistung!!!
Gruß

Stocki333 am 31 Okt 2022 19:21:46

Hallo Herbert.
--> Link
Pro Modul brauchst du noch eine Parallelverbindung.
--> Link
Eine Dachdurchführung
--> Link
Und ein Kabel zum SR. Sowas in der Art.
--> Link
Und einen Solarregler Je nach Leistung was du verbauen willst.
Du bist natürlich nicht an diesen Anbieter gebunden. Ander Mütter haben auch schöne Töchter. Habs dir nur reingestellt, damit du weißt, was du brauchst.
Kleber nicht vergessen.
Und eventuel Modulhalter.
Franz

dietmardd am 31 Okt 2022 21:10:03

Ich stehe vor demselben Problem. Im nächsten Frühjahr will ich eine Solaranlage auf unserem Womo installieren. Ursprünglich wollte ich die Module von Prevent, da diese von der Papierform her überzeugen und es vor allem für Womos günstige Abmessungen gibt.

Die Schindeltechnik hat allerdings einige Knackpunkte, und zwar die vielen Klebestellen. Klebestellen haben besonders große Schwächen bei:

- UV-Strahlung. Die allermeisten Kunststoffe sind sehr UV-empfindlich und alle infrage kommenden Klebstoffe sind Kunststoffe. Die wenigen UV-beständigen Kunststoffe gibt es nicht als Klebstoffe, z.B. Plexiglas (PMMA) bzw. Acrylate oder sind zusätzlich extrem teuer, z.B. Fluorkohlenwasserstoffe und Polyimide. Ich kann mir nur einen UV-beständigen klebefähigen Kunststoff vorstellen: PUR, aber PUR-Kleber sind technologisch nicht leicht beherrschbar.
- Da Kunststoffe von Natur aus nicht leitfähig sind, müssen elektrisch leitfähige Pigmente in großen Volumenanteilen zugegeben werden, z.B. Graphit, Silber. Das verschlechtert die Klebeigenschaften recht stark.
- Eine Schwäche aller Klebeverbindungen sind tiefe und hohe Temperaturen, Temperaturwechsel und unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten der zu verklebenden Materialien. Letzteres ist bei Schindelmodulen kein Problem, da beide zu verklebende Materialien Silizium sind. Ein Womo steht in D auch mal bei Temperaturen von -25 °C, zumindest in Ostdeutschland und in Südeuropa sollen die Solarmodule bis zu 80 °C heiß werden. Ich bezweifle, dass es einen Klebstoff gibt, der diese Temperaturanforderungen dauerhaft übersteht.
- Vibrationen und Stöße sind ein weiteres Gift für Schindelmodule. Auf dem Dach eines Hauses treten diese nicht auf, aber auf Womos andauernd.
- Auch die Statistik spricht gegen die Schindeltechnik. Angenommen, nur 1 Promille aller Klebeverbindungen versagt im Laufe der Jahre. Wenn ein Solarmodul nur eine Klebeverbindungen hätte, würde statistisch gesehen jedes Tausende Solarmodul versagen. Ein Schindelmodul hat jedoch sehr viele Klebeverbindungen und viele User haben etliche Module auf dem Dach. Wenn nur jede Tausendste Klebeverbindung versagt, dann wird plötzlich die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass es viele User treffen kann.
- Es gibt keine Langzeiterfahrungen.

Für mich gilt folgende Regel:

Vermeide jede unnötige Klebeverbindung zwischen belasteten Klebepartnern!!!

Klebeverbindungen sind immer Schwachstellen!

Aus diesen Gründen bin ich davon abgekommen, auf Schindelmodule zu setzen.

Stocki333 am 31 Okt 2022 22:37:43

dietmardd hat geschrieben:Aus diesen Gründen bin ich davon abgekommen, auf Schindelmodule zu setzen.

Meine Infos stammt von jemanden der das beruflich im Womosector verbaut. Der verkauft seit über einem Jahr keine Schindelmodule mehr. Nur Ärger mit denen.
So seine Aussage. Ich habe auch lange überlegt. Bin dann wieder zu den Hochvoltmodulen zurückgekehrt. Hab die bei Offgridtec gekauft. Sind erst wieder seit einer Woche lieferbar.
Habs erwarten können. Hab dann 500 Watt oben. und noch platz für 2 weiter Module. Schaum ma mal wies jetzt ausschaut mit dem Strom.
Franz

Crafti9911 am 31 Okt 2022 22:38:40

Danke Franz,
werde mich in etwa an deine Empfehlung halten

schwarzleser am 01 Nov 2022 01:44:33

Aber die wohlgemeinte Empfehlung, die Finger von derartigen Modulen zu lassen, ist eine, die von einem Nichtnutzer stammt.

Ich habe zweimal 150 Wp in dieser Technik auf dem Wohnmobil montiert. Ich kann nur sagen: Die Effizienz zu "normalen" Modulen ist spürbar besser, die Verschattungsproblematik ist nach meinem Dafürhalten ebenso günstiger und wenn man dann noch 24V-Module nimmt, ist's mit einem dementsprechenden Mppt-Regler gleich noch einmal eine Nummer weiter oben.

Man mag sich gerne als Doktor bezeichnen lassen, es muss trotzdem nicht alles stimmen, was aus dieser Ecke kommt.

BikeAir am 01 Nov 2022 01:51:17

dietmardd hat geschrieben:Ich stehe vor demselben Problem. Im nächsten Frühjahr will ich eine Solaranlage auf unserem Womo installieren. Ursprünglich wollte ich die Module von Prevent, da diese von der Papierform her überzeugen und es vor allem für Womos günstige Abmessungen gibt.
[......]


Also, ich habe seit gut einem Jahr ein 150Wp Schindelmodul von Prevent, als temporäres frei aufstellbares Modul im Einsatz - tut seinen Dienst bisher gut. Ob ich sie auf´s Dach nehmen würde? Ich weiß es nicht. Ich finde meine Solar Swiss Module auf dem Dach --> Link bisher ziemlich gut. Da ich das frei aufstellbare zu den fest installierte subjektiv schwer einschätzen kann, würde ich eher zu den Solarswiss tendieren, da mir die Baugröße eher passt und sie offensichtlich mit den Büttner Modulen baugleich zu sien scheinen, die mir bisher auch bei Wolken nich ienen Ertrag geliefert haben.

Grüße

BikeAir am 01 Nov 2022 10:59:56

Ich liebe diese automatiscnen Rechtschreibverkorksungen, deshalb den letzten Satz nochmal
BikeAir hat geschrieben: Da ich das frei aufstellbare zu den fest installierte subjektiv schwer einschätzen kann, würde ich eher zu den Solarswiss tendieren, da mir die Baugröße eher passt und sie offensichtlich mit den Büttner Modulen baugleich zu sein scheinen, die mir bisher auch bei Wolken einen guten einen Ertrag geliefert haben.

Grüße

andwein am 01 Nov 2022 11:46:24

Stocki333 hat geschrieben:Hallo Herbert
Lass die Finger von den Schindelmodulen. Gibt auf Langzeitsicht momentn noch Ärger.
Scheint es gibt noch probleme von der Verklebung und velieren immer mehr Leistung. Bei Reklamationen hörst du dann nix mehr vom Verkäufer. Franz

Dem stimme ich zu, braucht es nicht!
at "cafti9911" Besser wären allerdings Module, deren Arbeitsspannung Vmpp bei ca 22 V und nicht nur bei 18,7V liegt.
Gruß Andreas

dietmardd am 01 Nov 2022 19:28:27

Ich bestreite ja nicht, dass die Schindelmodule im Neuzustand eine gute Performance haben. Meine Befürchtungen beziehen sich auf das Langzeitverhalten infolge UV-Belastung des Klebers, durch Temperaturbelastungen aller Art und Vibrationen/Stößen. Da diese Schindelmodule für Womos recht neu sind, kann es keine Langzeiterfahrungen geben.

Ich habe zwar keine eigenen Erfahrungen zu Schindelmodulen auf Womos, aber ich habe aus beruflichen Gründen umfangreiche Erfahrungen und Kenntnisse zu Kunststoffen und deren Verarbeitungstechnologien und Klebstoffe sind nun mal Kunststoffe. Ich habe auch einige Jahre derartige Anlagen projektiert, ca. 90 % für die Autoindustrie. Ich weiß, dass Klebeverbindungen technologisch sehr diffizil sind. In der Regel sind solche industrieellen Kleber Mehrkomponentensysteme und geringste Abweichungen beim Mischungsverhältnis, bei Kleber-, Umgebungs- und Bauteiltemperatur, Oberflächenvorbereitung usw. haben große Auswirkungen. Beispiel: Selbstklebende Dichtungen u.ä. haben als Schutz der Klebefläche ein silikonbeschichtetes Papier. Als Anlagenbauer mussten wir gegenüber den Autofabriken unterschreiben, dass wir keinerlei Silikonerzeugnisse in die Werke hineinbringen und auch im eigenen Werk solche nicht verwenden, weil es sonst bei der Lackierung oder beim Kleben zu immensen negativen Auswirkungen kommen kann. Alle Materialien unserer Anlagen mussten schriftlich genehmigt werden und der Kunde überprüfte dann, ob bei den Herstellern irgendwelche Silikone eingesetzt werden. Lackierungen und Klebungen erfolgten in Cleanrooms mit ähnlichen Staubkonzentrationen wie in der Mikroelektronik und mit einer exakten Klimatisierung.

Herkömmliche Solarmodule besitzen Lötverbindungen statt Klebeverbindungen und Lötverbindungen sind mehrfach starker als Klebeverbindungen. Außerdem gibt es für herkömmliche Solarmodule jahrzehntelange Erfahrungen, so dass deren Herstellungstechnologie ausgereift ist und Kinderkrankheiten beseitigt wurden.

Stocki333 am 01 Nov 2022 21:21:40

dietmardd hat geschrieben:Herkömmliche Solarmodule besitzen Lötverbindungen statt Klebeverbindungen und Lötverbindungen sind mehrfach starker als Klebeverbindungen. Außerdem gibt es für herkömmliche Solarmodule jahrzehntelange Erfahrungen, so dass deren Herstellungstechnologie ausgereift ist und Kinderkrankheiten beseitigt wurden.

Gute Worte, Unterschreib ich sofort.
Franz

traveller69 am 01 Nov 2022 22:33:26

Stocki333 hat geschrieben:... Bin dann wieder zu den Hochvoltmodulen zurückgekehrt. ...

Was sind die Vorteile von Hochvolt-Modulen?

dietmardd am 02 Nov 2022 01:57:23

Was sind die Vorteile von Hochvolt-Modulen?


"Normale" Solarmodule sind 12 V-Module. Die tatsächlichen Spannungen liegen meist bei 18 ... 19 V. Die 12 V beziehen sich auf anschließbare Batterien.

Hochvolt-Module für Womos sind 24 V - Module. Die tatsächlichen Spannungen betragen aber ca. 37 V.

Wenn man die Unterschiede betrachten will, muss man auch die beiden verschiedenen Typen der Solarladegeräte berücksichtigen. Einfache Solarlader sind nur für 12 V-Module geeignet. Einen höheren Wirkungsgrad besitzen die MPPT-Laderegler. Diese benötigen jedoch eine Eingangsspannung von ca. 15,5 bis 16 V, darunter schalten diese nicht zu.

Wenn aber die Sonne etwas tiefer steht oder es leicht bewölkt ist oder die Solarmodule teilweise verschattet sind, sinkt die Spannung der Solarmodule ab und ganz schnell beträgt die Spannung der 12 V-Module weniger als 16 V und somit ist Schluss mit dem Laden der Batterien.

Ein Ausweg sind die 24 V-Solarmodule. Auch bei denen sinkt die Spannung der Solarmodule bei nicht optimale Lichtverhältnissen, aber der "Weg" von optimal 37 V bis zu 16 V ist weit und das bedeutet, dass die MPPT-Regler in Verbindung mit 24 V-Solarmodulen auch bei Bedingungen noch Strom liefern, wenn 12 V _Module schon längst nichts mehr bringen. Bei gleicher Modulfläche bringen 24 V-Module mit MPPT-Reglern ca. 15 ... 30 Prozent mehr Ah. Die MPPT-Regler bringen trotz höherer Eingangsspannung die richtige Ladespannung für 12 V - Batterien.

Weitere Vorteile von 24-V-Modulen:
- bei gleicher Leistung der Module fließt nur der halbe Strom. Dadurch kann der Kabelquerschnitt kleiner sein (geringere Kabelkosten, geringeres Gewicht
- Bei höherer Spannung bis zum MPPT-Regler sinken die kabelbedingten Verluste auf die Hälfte und die Kontaktwiderstände sind kleiner.
- Bei begrenzter Dachfläche eines Womos kann mehr Leistung realisiert werden.

Nachteile der 24-V-Module mit MPPT-Regler:
- etwas teurer
- weniger Anbieter und bei diesen weniger Modulmaße

MountainBiker am 02 Nov 2022 08:30:55

Hallo,
Weitere Vorteile von 24-V-Modulen:
- bei gleicher Leistung der Module fließt nur der halbe Strom. Dadurch kann der Kabelquerschnitt kleiner sein (geringere Kabelkosten, geringeres Gewicht
- ...


das gilt aber nur wenn Du nur ein einzelnes Modul verbaust!

Wenn Du geradzahlige Vielfache an identischen Solarmodulen verwendest (2,4,6....) kannst Du durch einen Serienverbund 2s und einen MPPT-Regler das gleiche erreichen. Ich habe 4 identische Module in einem 2s2p-Verbund an einem Votronic430 MPP, da die Auswahl an 12V Modulen sehr groß ist finden sich da die besser aufs Dach passende Varianten, was zu einer besseren Flächenausnutzung führt! Meist ist die Dachfläche von Hauben, Lüftern und anderen Aufbauten nur gestückelt nutzbar!

Meine Meinung dazu!

Hida am 02 Nov 2022 08:33:17

Crafti9911 hat geschrieben:Hallo zusammen,
Ich hätte an die Spezialisten hier zu den Schindelmodul vom großen „A“ eine Frage, Ist das Modul mit den momentan vorhanden Werten zu empfehlen.

Vielen Dank.


Moin Herbert,
unabhängig von der Langzeitstabilität, scheinen das nicht gerade leistungsfähige Module zu sein. Da erschließt sich er Vorteil der Schindeltechnologie nicht.
Die Module haben eine WP Leistung von 200W bei 1m² Fläche. Standard Hausmodule mit 170x105cm Fläche liegen bereits bei 230Wp/m² ohne Schindeltechnologie.

Habe selbst so ein Modul auf dem WoMo Dach und es hat weniger als €200,- gekostet. Falls du den Platz hast, ist diese Lösung evtl. eine Option für dich.

Viele Grüße und viel Erfolg mit deinem Projekt.
Matthias

Stocki333 am 02 Nov 2022 09:21:08

dietmardd hat geschrieben:- Bei höherer Spannung bis zum MPPT-Regler sinken die kabelbedingten Verluste auf die Hälfte und die Kontaktwiderstände sind kleiner.

Bei meinen alten 36 V Module ist es mehr. Das Verhältnis Modulstrom zu Ladestrom des MPPT Regler ist ca. 2,7
Kommen von den Modulen ein Strom von 1 Ampere.
So fliesen 2,7 Ampere in den Accu.
Das erklärt auch, warum zwingend ein MPPT Regler verwendet werden muß. Man muß auch aufpassen, das die maximale Modulspannung des Reglers höher sein muß, als die Spannung der Module.
Um das Aber auch richtig zu verstehen.
Man muß den Temperaturkoefizenten auch berücksichtigen. Bei den neueren Modulen mit 39 Volt leerlaufspannung wirds dann schon eng bei einigen Reglern.
Franz

hampshire am 02 Nov 2022 10:52:53

Stocki333 hat geschrieben:Hallo Herbert
Lass die Finger von den Schindelmodulen. Gibt auf Langzeitsicht momentn noch Ärger.

Das ist eine klare Einschätzung, die ich nicht teile. Die Langzeitqualiät von Modulen kannst Du als Kunde leider an gar nichts festmachen außer vielleicht Glas-Glas gegenüber einem Einfachglas zu bevorzugen. Zu den unterschiedlichen Technologien gibt es gute und schlechte Ausführungen.Prinzipiell sollten die Verbindungen bei Glas-Glas Modulen stabil bleiben ob geklebt oder gelötet. Bei dem benannten Atem Modell konnte ich nicht erkennen ob es Glas-Glas ist und würde das zunächst eruieren.

traveller69 hat geschrieben:Was sind die Vorteile von Hochvolt-Modulen?

Eigentlich ist es recht egal welche Technologie man einsetzt, beides funktioniert zuverlässig
Meistens werden Hochvolt-Systeme verwendet um geringere Kabelkosten zu haben (dünner). Bei langen Leitungen haben Hochvoltsysteme weniger Leistungsverlust. Darin liegt ein Kostenvorteil.
Bei Hochvoltsystemen werden mehr Zellen in Reihe geschaltet als bei Systemen im Kleinspannungbdereich. Bei Verschattungssituationen haben die reihengeschalteten Hochvoltsysteme prinzipielle Leistungsnachteile. Auf den meisten Hausdächern und Freiflächenanlagen ist das in der Regel zu vernachlässigen, daher sind Kleinspannungssysteme ziemliche Exoten.
Systeme im Kleinspannungsbereich erfüllen strengere Brandschutzauflagen. Es gibt bei Gebäuden keine Brandlasteintragung. In der Praxis lässt die Feuerwehr Häuser mit Hochvolt PV Anlagen oft kontrolliert abbrennen um nicht in eine eigene Gefährdungslage zu geraten und sorgt dafür, dass der Brand nicht auf Nachbarhäuser übertritt. Natürlich gibt es Abschaltsysteme - in der Brandsituation isst das oft nicht ausreichend klar.
Mit der Spannung steigt die Intensität elektrischer Felder. Man kann darüber streiten wie relevant das bei Gleichstrom ist. Ein Physiker wird tendenziell sagen, dass das keinen Unterschied macht und auf Grenzwerte verweisen, ein Biologe mag das eher anders sehen. Egal: Wer Sorge vor elektromagnetischer Strahlung hat wird sich mit Kleinspannungssystemen wesentlich besser anfreunden können. Einem schlechten Gefühl kann man schlecht rational begegnen. Wenn jemand keinen Fisch mag hilft ja auch nicht das Argument, dass dieser gesund sei.

Hida hat geschrieben:unabhängig von der Langzeitstabilität, scheinen das nicht gerade leistungsfähige Module zu sein. Da erschließt sich er Vorteil der Schindeltechnologie nicht.


Wenn Du den maximalen Ertrag je Fläche bei optimalen Bedingungen als Gradmesser für die Leistungsfähigkeit zugrunde legst hast Du sicher recht. Wie es bei schwachem Licht und bei Verschattungen ausschaut dürfte aufgrund des anderen Zellzuschnitts durchaus anders aussehen. In der Praxis auf einem Wohnmobil kann dass also durchaus Vorteile bringen. Ob genau diese Module genau diesen Vorteil bringen kann ich nicht sagen, habe ich nicht getestet. Wie schnell Du ein Auto in der Praxis bewegst hängt ja auch nicht ausschließlich von dessen Maximalgesschwindigkeit ab.

Es gibt gute Gründe von der Standardtechnologie abzuweichen und ebenso gute Gründe sich genau auf die Standardtechnologie zu verlassen.

ät Crafti: Letztlich kannst Du nicht viel falsch machen. Ich finde den Zuschnitt der Atem Module überzeugend. Wenn das Glas-Glas Module sind würde ich das probieren. Die Investition ist überschaubar, das mögliche Resultat verlockend, das Risiko gering (meine Einschäzung).

rkopka am 02 Nov 2022 11:48:32

dietmardd hat geschrieben:Wenn aber die Sonne etwas tiefer steht oder es leicht bewölkt ist oder die Solarmodule teilweise verschattet sind, sinkt die Spannung der Solarmodule ab und ganz schnell beträgt die Spannung der 12 V-Module weniger als 16 V und somit ist Schluss mit dem Laden der Batterien.

Normalerweise sinkt erst der Strom ab, wobei die Regler das ja ständig pendeln lassen, um den MPP zu finden. Es geht also eher darum, wieviel Leistung das Panel an sich noch bringt. Und das ist gleich, ob 12V oder 24V Module. Und in den immer angeführten Dämmerungsphasen bringt auch ein 24V Modul kaum noch Leistung. D.h. der Vorteil ist dann nur sehr gering. Auch bei meinem 12V System sehe ich bei Dämmerung noch einen (kleinen) Ladestrom. Bei normalem Wetter sind die Batterien meist schon vor Mittag voll. Bei miesem Wetter reicht die geringe Ladung bei beiden Systemen nicht sehr weit.

Sind 24V besser - ja (Strom und Kabeldicken). Sind sie ein Allheilmittel bei wenig Licht - nein. Bringen sie dem "normalen" Camper etwas - nein (abgesehen von den günstigeren Kabeln).

Wenn man neu kauft, warum nicht, würde ich wohl auch machen. Aber deswegen Umbauen bringt wenig. Und bei Dämmerung noch 80% der Nennleistung darf man auch nicht erwarten.
Kleiner Punkt zu Notfällen bei >=24V System: wenn der MPPT Regler defekt ist, muß man auch wieder einen MPPT Regler besorgen. Irgendein billiger Shuntregler aus dem Baumarkt reicht dann nicht.

Bei gleicher Modulfläche bringen 24 V-Module mit MPPT-Reglern ca. 15 ... 30 Prozent mehr Ah.

Kabeldicken etc. ja. Aber wenn man das mal wegläßt, wo soll so ein Mehrgewinn herkommen ? Und bei welchen Verhältnissen ? Bei voller Sonne ist es egal. Bei schlechtem Wetter ist es mir egal, ob ich nur 2Ah oder 2,5Ah lade. Ist was anderes, wenn man eine 1000Wp Anlage hat.

RK

HalbvetteVenus am 02 Nov 2022 14:17:15

dietmardd hat geschrieben:Herkömmliche Solarmodule besitzen Lötverbindungen statt Klebeverbindungen und Lötverbindungen sind mehrfach starker als Klebeverbindungen. Außerdem gibt es für herkömmliche Solarmodule jahrzehntelange Erfahrungen, so dass deren Herstellungstechnologie ausgereift ist und Kinderkrankheiten beseitigt wurden.


Die Tatsache, dass Langzeiterfahrungen für Schindelmodule fehlen, liegt auf der Hand. Dazu ist die Technik zu neu.
Ob man allerdings Lötverbindungen generell mehr Haltbarkeit zutrauen darf als Klebeverbindungen, möchte ich in Frage stellen.
Auf diesem Gebiet hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan; auch im Automobilbau.
Umgekehrt gibt es aber auch genügend Beispiele von Steuergeräten, die ab einem gewissen Alter Probleme durch schlechte / gealterte Lötverbindungen machen.

BikeAir am 02 Nov 2022 16:38:56

dietmardd hat geschrieben:Wenn aber die Sonne etwas tiefer steht oder es leicht bewölkt ist oder die Solarmodule teilweise verschattet sind, sinkt die Spannung der Solarmodule ab und ganz schnell beträgt die Spannung der 12 V-Module weniger als 16 V und somit ist Schluss mit dem Laden der Batterien.


Wenn das überhaupt irgendwann erfolgt, dann ziemlich spät. Meine 3 Dachpanels (Solarswiss/Bütter) liefern sogar noch Strom wenn der Himmel dicht ist und es nieselt, so 1,5 -2A.
Die vorgenannten mit dem Prevent 150Wp zu vergleichen ist echt schwierig, da die Dachpanels eben liegen und das Prevent ausgerichtet ist. Das Prevent hatte durchaus schon mal Nennleistung, aber wenn der Himmel bedeckt ist bringt es 0,0A. Für meinen Zweck ist es OK.

Das Format war halt klasse zum verstauen in der Garage :lol:

Grüße

dietmardd am 02 Nov 2022 17:58:29

Ob man allerdings Lötverbindungen generell mehr Haltbarkeit zutrauen darf als Klebeverbindungen, möchte ich in Frage stellen.


Das ist aber aus naturwissenschaftlichen Gründen prinzipiell so. Kein Kleber, auch in Zukunft nicht, erreicht auch nur annähernd die Festigkeit einer Lötverbindung. Klebverbindungen müssen das mit einer viel größeren Fläche ausgleichen. Klebverbindungen beruhen immer auf dem Prinzip der Adhäsion, während Lötverbindungen auf der Basis von Anlegierung im Mikrobereich beruhen. Bei gleicher Klebefläche bzw. Lötfläche liegt da ein Faktor von 100 bis 1000.

Auf diesem Gebiet hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan; auch im Automobilbau.


Wenn dem so wäre, dann würde ich das wissen. Von der Grundlagenforschung bis zur breiten Anwendung dauert es in der Regel 20 bis 30 Jahre. Etwas Neues ist in dieser Beziehung nicht in der Pipeline. Es könnte höchstens sein, dass Lösungen aus der Luftfahrt übernommen wurden, aber die kenne ich im Prinzip auch. Das ist aber relativ unwahrscheinlich, denn bei hochtechnologischen Klebeverbindungen in der Luftfahrt handelt es sich zumeist um Kleben von Chrom-Nickel-Stahl mit faserverstärkten Kunststoffen und solche Klebeverbindungen sollte es im Automobilbau nicht geben, gleich gar nicht im Womobau.

In der Womobranche kommen neue Technologien immer Jahrzehnte später als im Automobilbau. Wenn etwas in der Womobranche neu ist, dann sind das schon jahrzehntealte Lösungen aus dem Automobilbau.

ChristianF am 03 Nov 2022 12:25:50

Es gibt einen schönen Vergleich zum Thema Schindelmodul und deren Leistung von Louis von Giba: --> Link

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