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Dachfarbe - silber oder weiss?


cbra am 05 Dez 2022 14:11:50

nach 10 jahren werd ich die freien flächen am dach wieder mal streichen.

jetzt stell ich mir die "luxusfrage" was reflektiert die sonne besser? - weiss glänzend oder silber

2K Acryllack - gerollt

ich find da kaum informationen dazu

hat hier wer daten?

meinungen?

Bin gespannt

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RaGu am 05 Dez 2022 14:25:05

Weiß...
Hier wird das ganz gut erklärt...
--> Link

dietmardd am 05 Dez 2022 19:08:59

Autolacke und auch alle anderen Farben werden in erster Linie durch UV-Licht geschädigt.

Dabei gibt es zwei Schädigungsmechanismen:

1. Schäden am Basislack
2. Schäden am Pigment.

Zu 1. Es gibt nur wenige Lack-Kunststoffe, die relativ UV-beständig sind. Dazu gehören Acryllacke und 2 K-Purlacke. Eine sehr schlechte UV-Beständigkeit haben Akydharzlacke. Wer also Farben für Außen kaufen will, sollte immer die Inhaltsstoffe prüfen. Die stehen mitunter nur im Kleingedruckten. So gibt es z.B. Langzeitlasuren. Die allermeisten dieser Lasuren basieren auf Alkydharz und die versprochene lange Haltbarkeit und UV-Schutz sind eine komplette Lüge.

Beim Acrylharz gibt es prinzipiell zwei Systeme:
- auf Lösemittelbasis
- wasserverdünnbar (und trotzdem mit einigen % Lösemittel) - meist im Baumarkt erhältlich

Die wasserverdünnbaren Acryllacke sind amateurfreundlich, sind nicht so geruchsintensiv und benötigen zum Verdünnen und Reinigen nur Wasser, solange noch flüssig. Diese Vorteile stehen aber auch einige Nachteile gegenüber. Um die Umweltbelastung durch Lösemittel zu reduzieren, werden PKW seit etlichen Jahren mit wasserverdünnbaren Acryllacken lackiert. Ich habe mal in meinem Berufsleben Lackieranlagen für die Automobilproduktion projektiert und kenne mich daher auf diesem Gebiet aus. Der größte Schwachpunkt besteht im erforderlichen mehrstufigen Trocknungsprozeß. Im Gegensatz zu normalen Trocknungsöfen müssen wasserbasierte Acryllacke in mindestens 3 Temperaturzonen getrocknet werden, wobei die Temperaturen und die Fördergeschwindigkeit und damit die Verweildauer in einer Temperaturzone genau eingehalten werden müssen. Warum diese komplizierte Trocknung? Ansonsten besteht die Gefahr, dass wasserbasierte Acryllacke beim Trocknen sich kräuseln, etwa wie bei Fingerabdrücken, nur in größeren Dimensionen. Ein Amateur kann eine solch komplizierte Technologie unmöglich realisieren. Das zweite Problem ist das Wasser im Lack. Wohin verschwindet das Wasser? Ein Teil verdunstet beim Trocknen, ein Teil wird vom Lack umschlossen und ein Teil wird an das Bauteil abgegeben. Das ist insbesondere bei Stahloberflächen ungünstig, weil sich da ein elektrochemisches Element bildet, d.h. der Stahl rostet unter der Lackschicht.
Wasserverdünnbare Lacke sind in der Regel dickflüssiger, sind also besser rollbar, aber schlechter spritzbar und laufen nicht so glatt wie Lösemittellacke.

Wenn man privat keinen Superglanz braucht und ein leichtes Kräuseln toleriert und den Lack rollen will, ist mit wasserverdünnbaren Acryllacken gut dran. Alle Stahlteile, z.B. Schrauben sollten aber vor der Lackierung mit einem Lösemittellack überstrichen werden.

Für den privaten Anwender haben wasserlösliche Acryllacke den großen Vorteil, daß diese nicht so schnell trocknen wie Lösemittellacke und nicht so schnell aushärten wie 2 K- Lacke, sind also besser verarbeitbar.

Zu 2. Pigmente:

Es gibt prinzipiell zwei Arten von Pigmenten:

a) mineralische und metallische Pigmente
b) synthetische Pigmente (alle anderen Farben)

Mineralische und metallische Pigmente sind UV-beständig. Synthetische Pigmente sind sehr UV-empfindlich und bleichen in kurzer Zeit aus. Wer ein Auto in einer Modefarbe kauft, z.B. blau, grün, rot, gelb in irgendeiner Variation, wird nicht viel Freunde haben.

Woran erkennt man UV-beständige Pigmente?

- weiß: Pigmente aus Kalk, Aluminiumoxid oder Titandioxid (weiß dürfte nie synthetische Pigmente haben)
- Pigmente aus Eisenverbindungen (mit Abstand häufigsten Pigmente): schwarz bis grau (Fe3O4), ein blasses grün (ein Eisenhydroxid) oder rostrot bis ocker (Fe2O3), bei Druckfarben Graphit
- silberne oder goldene Farben (Pigmente bestehen aus gemahlenen Metallen und Legierungen, z.B. alle möglichen Goldschattierungen aus Messing unterschiedlicher Zusammensetzung)
- Metallic-Pigmente - ebenfalls Metalle

Von allen anderen Farben sollte man bei Kfz oder sonstigen Außeneinsätzen unbedingt die Finger lassen.

Zur konkreten Frage:

Silberne und weiße Lacke haben, was die Pigmente betrifft, eine sehr hohe UV-Beständigkeit und dürften sich bis zu Deinen Ururenkeln kaum unterscheiden. Die Aufwärmung des Womos durch die Sonne dürfte sich auch kaum unterscheiden.

Wichtig: keine Alkydharzlacke oder Nitrolacke verwenden, nur Acryl- oder PUR. Auch alle anderen Lackgrundstoffe sind nicht sehr UV-fest, z.B. auf Basis von Polyester und Epoxidharz.

Übrigens: Die UV-Beständigkeit von Pigmenten spielt auch bei Fassadenfarben und Putzen eine große Rolle. Wer solche billigen Farben oder Putze mit synthetischen Farben verwendet, dem bleicht sein Haus in wenigen Jahren in Abhängigkeit von der Abschattung stark aus. Unterm Dachüberstand bleibt der Farbton erhalten, aber darunter bleicht er stark aus. Also nur mineralische Pigmente verwenden.

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cbra am 05 Dez 2022 19:29:54

die lacktype ist gesetzt, mit der habe ich sehr gute erfahrungen - das ganze auto ist damit lackiert und nach 10 jahren freibewitterung / 180.000 km), ästen hecken etc noch sehr gut

ich mach jetzt einfach service über den winter und war am überlegen ob ich bei weiss bleibe oder evtl silber nehme - am dach siehts ja eh niemand

spiegel werde ich nicht hinbekommen ;)

hampshire am 06 Dez 2022 00:21:58

cbra hat geschrieben:meinungen?

Ein paar wirre Gedanken:
1. In Israel fand ich den Anteil weißer Fahrzeuge sehr hoch. In Berichten über Länder der arabischen Welt tauchen ebenfalls sehr viele weiße Fahrzeuge auf. Silber ist deutlich seltener (könnte auch eine Kostenfrage sein). Spricht aus dem Bauch heraus für weiß.
2. Die Hitze im Auto entsteht ja in besonderem Ausmaß durch die Sonneneinstrahlung in das Auto und in diesem Zuge mit der direkten Aufheizung von Materialien im (geschlossenen) Fahrzeug. In wie weit der Unterschied weiß zu silber da ins Gewicht fällt, wenn die Sonne auf zugezogene innenliegende Rollos knallt oder gar aufs dunkle Armaturenbrett halte ich für fraglich.
Mach einfach was Dir besser gefällt.

dietmardd am 06 Dez 2022 01:06:32

Auch in D sind Wohnmobile meist weiß, weil weiße Farbe viel billiger ist, da billige Pigmente. Die Lackierung nur des Aufbaus in silber kostet momentan ca. 3600 € mehr als die Lackierung in weiß.

Das hat im wesentlichen 2 Gründe:

1. Die Herstellung von metallenen Pigmenten durch Vermahlen in Kugelmühlen aus Metallpulver unter Lösemitteln oder Schutzgas (damit die hochreaktiven Pigmentteilchen nicht oxydieren) ist sehr aufwändig und teuer.

2. Es werden nur ganz wenige Womos in silbern lackiert. Daher muß sehr aufwändig auf silbernen Lack umgestellt und rückgestellt werden. In der Automobilindustrie ist so eine Lackumstellung kaum erforderlich und geht in Sekunden bis wenigen Minuten. Eine Lackieranlage dort kann (Stand 2010) ganz schnell zwischen 6 Farben umstellen. Die Lacke kommen mittels Schläuchen aus Tanks in die Spritzpistole. Die Lacke konnten damals aus bis zu 4 Komponenten bestehen, die erst in der Spritzpistole gemischt wurden. Bei Farbwechseln wurde einfach auf einen anderen Lacktank umgestellt. Dadurch ist es möglich, daß in der Automobilindustrie verschiedene Farben hintereinander gespritzt werden können, d.h. jedes Auto kann in einer Fertigungslinie eine andere Farbe bekommen. Solche Lackieranlagen sind sehr teuer und die Womo-Hersteller haben sicher keine solchen modernen Lackieranlagen und das bedeutet, sie spritzen als Standard weiß und nur mit hohem Umstellungsaufwand mal silbern.

Der Wärmeeintrag erfolgt nicht durch die Wände des Aufbaus (da gute Wärmedämmung durch Sandwichbauweise), sondern durch die Fenster und Dachluken und bei Nichtvollintegrierten auch durchs Fahrerhaus, weil dieses aus gut wärmeleitenden Stahlblech. Will man den Wärmeeintrag minimieren, so sollte man das Womo in den Schatten stellen bzw. Schatten mit der Markise erzeugen. Die Jalousien innen bringen nur begrenzte Effekte. Wie bei Fenstern bei Häusern muss der Lichteintrag (Sonne) außen minimiert werden. Für Seitenfenster und für das Fahrerhaus gibt es passende silberfarbene Wärmeschutzverkleidungen, die man im Stand außen !!! anbringen kann.

Eine weitere Möglichkeit, im Stand den Wärmeeintrag zu verringern ist, einen Luftstrom durch die Womolänge mittels eines Ventilators in einer Dachluke zu erzeugen. Dabei sind größere Batteriekapazitäten und eine PV-Anlage förderlich.

Klimaanlagen sind dagegen Stromfresser und nur für Landstrom geeignet, es sei denn, die Batteriekapazität und die PV-Anlage sind sehr leistungsstark.

Fazit: Die Farbe des Aufbaus ist bezüglich Wärmeeintrag nicht relevant. Bei Nichtvollintegrierten ist aber die Farbe des Fahrerhauses wichtig, da das Fahrerhaus nur aus dünnem Stahlblech besteht und nicht wärmeisoliert ist. Für Wintercamper und Afrikafahrer sind deshalb Vollintegrierte besser, da deren Fahrerhaus wärmegedämmt ist, da Sandwich-Konstruktion.

cbra am 06 Dez 2022 08:13:48

Unser autowird ja nicht besondets warm, weil sandwich ohne kältebrücken.

Im sommer innen ca 3 grad über aussentemp.

Wir stehen meist inder sonne um mit der pv strom zu machen, und weil es meist schöner ist

Markise haben wir keine

Fenster eher klein, und wir stellen halt um zwischen rollo zu oder durchlüften

Fahrerhaus egal weil nicht verbunden


Es geht wirklich nur um den griff ins farbregal für die zweite dose


Aber doch interessante aspekte bislang

Navigatore am 06 Dez 2022 11:57:03

dietmardd hat geschrieben:Es werden nur ganz wenige Womos in silbern lackiert. Daher muß sehr aufwändig auf silbernen Lack umgestellt und rückgestellt werden...

Entschuldige, wenn ich das hinterfrage. Meiner Kenntnis nach lackiert kein Großserienhersteller. Mir ist jedenfalls keiner bekannt, lasse mich aber gerne korrigieren.
Das Aluminium oder das GFK für Seitenwände und Dach bekommen die Hersteller von Zulieferern auf großen Rollen fertig lackiert bzw. eingefärbt. Es wird nur noch nach Bedarf gefräßt und verpresst. Da muss nichts aufwändig umgestellt werden.
Und beim Kawa spielt diese Frage schon gar keine Rolle, weil die ohnehin bei den Womo-Herstellern nur ausgebaut werden.

Silber oder Weiß ist m.E. nur eine Frage des persönlichen Geschmacks nicht aber der thermischen Belastbarkeit. Einzig die Ausbesserungsfähigkeit wäre für mich bei der Situation des TE von Relevanz. Eine Beschädigung in einer weißen Außenhaut lässt sich leichter kaschieren als in einer metallicfarbenen.

dietmardd am 06 Dez 2022 19:05:02

Ich weiß nicht genau, welcher Hersteller selber lackiert. Ich habe deshalb einfach mal Tante Guggel bemüht und der erste Fund ist:

--> Link

Wozu sucht Hymer einen Fahrzeuglackierer, wenn Hymer nicht selbst lackiert?

Die Fahrerhäuser lackiert sicherlich der Hersteller des Basisfahrzeuges. Die Sandwichplatten werden bestimmt schon bei deren Herstellern weiß lackiert.

Ich glaube aber nicht, daß die Hersteller der Sandwichplatten, der Klappen usw. auch silbern lackieren. Silbern wird einfach zu selten nachgefragt.

Die herstellereigene Lackiererei macht vielleicht auch Reparaturlackierungen. Bei Oberklassen-PKW muß jede ca. 5-te Karosse zum Schluß noch einmal in eine Spot-Repair-Kabine, obwohl schon die Fertigung bis zur normalen Lackierung unter quasi Clean-room-Bedingungen stattfindet. Das hat vor allem 2 Gründe:

1. Beschädigung der Farbgebung im nachfolgendem Produktionsprozess. So etwas gibt es sicherlich auch bei der Womo-Herstellung.
2. Beim Hochglanzlack sieht man auch das kleinste Staubkorn. Bei Oberklasse-PKW kann so etwas nicht toleriert werden. Deshalb wird die betreffende Stelle ausgeschliffen und poliert und danach nur örtlich neu lackiert und der Lack durch Infrarot-Heizungen getrocknet und anschließend die Stelle poliert.

Der 2. Punkt spielt bei Womos bestimmt keine Rolle.

Eine Spot-repair-Kabine für PKW kostet etwas über eine Million Euro. Eine solche Kabine für Womos müßte größer sein und ist daher teurer. Da bei Womos Kunststoffteile lackiert werden, muß ionisierte Luft zum Abblasen der Reparaturstelle und während der Lackierung verwendet werden, weil Kunststoffe sich elektrostatisch aufladen und wie ein Magnet Staub anziehen. Das Lackieren von Kunststoff ist so ziemlich das Anspruchsvollste beim Lackieren.

Eine Lackierkabine für Womos muß größer sein als für PKW, d.h. hat eine größere Grundfläche und rings um das Womo muß ja noch genügend Platz für den Lackierer bzw. die Lackierroboter sein. Wegen Gesundheitsschutz und Ex-Schutz muß ein Luftstrom von oben in den Boden mit einer Geschwindigkeit von 0,4 m/s gewährleistet sein (wenn das noch so ist). Aus Grundfläche und Luftgeschwindigkeit berechnet sich die Gesamtluftmenge pro s. Daher muß die Lufttechnik bei Womos höher sein als bei kleineren PKW-Lackierkabinen. Der Hauptkostenfaktor ist jedoch der Energieverbrauch im Winterhalbjahr, denn die Lackierung erfordert eine definierte Lufttemperatur (und Luftfeuchte). Da Lackierkabinen mit Zu- und Abluft arbeiten müssen (keine Umluft) kommt da ein erklecklicher Heizbedarf zusammen (meist Gas- oder Ölbrenner) und zuletzt muß die Abluft noch von Lösemitteln gereinigt werden (Nachverbrennung der Luft?). Aus diesen Gründen ist das industrielle Lackieren so teuer.

Ein Hobbylackierer muß sich um all das keine Sorgen machen.

Womos werden aber nicht nur lackiert, sondern teilweise auch foliert, z.B. irgendwelche Designmotive. Ob und wie man privat folieren kann, weiß ich nicht.

Übrigens glaube ich nicht, daß die Lackierer von Karossen (Handwerker) fachgerecht lackieren wie die Hersteller. Zumindest hatten wir keinen einzigen Handwerker als Kunden. Entsprechend kann man nicht erwarten, daß die Qualität solcher handwerklichen Lackierer an die professionellen Lackierungen der Hersteller heranreicht. Wenn das so wäre, würden ja die Hersteller nicht Millionen für den Kauf von Lackieranlagen und deren Betrieb ausgeben.

Navigatore am 06 Dez 2022 21:05:28

dietmardd hat geschrieben:Ich weiß nicht genau, welcher Hersteller selber lackiert. Ich habe deshalb einfach mal Tante Guggel bemüht und der erste Fund ist:

--> Link

Wozu sucht Hymer einen Fahrzeuglackierer, wenn Hymer nicht selbst lackiert?
.

Weil nicht Hymer sucht sondern NiBi, und die betreiben im Werk in Polch einen Kundendienst, zu dem auch eine Werkstatt gehört (wie bei vielen anderen Herstellern auch), die u.a. auch Unfallinstandsetzungen bei Kundenfahrzeugen macht.

Aber andere Frage. Was willst du denn überhaupt mit deinen ausführlichen Beiträgen zu Lackierungen bei der Fahrzeugherstellung mitteilen? Der TE will doch nur sein Dach rollen und fragt sich, ob in weiß oder silber :nixweiss:

cbra am 06 Dez 2022 21:28:01

dietmardd hat geschrieben:Ich weiß nicht genau, welcher Hersteller selber lackiert. Ich habe deshalb einfach mal Tante Guggel bemüht und der erste Fund ist:

...

Wozu sucht Hymer einen Fahrzeuglackierer, wenn Hymer nicht selbst lackiert?
.


Navigatore hat geschrieben:Weil nicht Hymer sucht sondern NiBi, ...

Aber andere Frage. Was willst du denn überhaupt mit deinen ausführlichen Beiträgen zu Lackierungen bei der Fahrzeugherstellung mitteilen? Der TE will doch nur sein Dach rollen und fragt sich, ob in weiß oder silber :nixweiss:


ach - ich schmunzel da und finds interessant was hier alles so gewusst wird

so wie es derzeit aussieht kommt morgen nachmittag wieder weiss aufs dach, ausser irgendwer grätscht hier rein und überzeugt mich von silber ;)

in dem sinn - wie bei den rätselthreads - ich geb frei

vielleicht haben ja auch andere user interesse an dachfarben oder lackierungen

aber danke für den einwurf, der war durchaus berechtigt

Tinduck am 06 Dez 2022 23:35:49

Nimm weiss. Wir hatten schon weisse und silberne (silbermetallic) Autos, die weissen bleiben in der Sonne kühler. Kann man ganz einfach durch Handauflegen feststellen. Silbern Aua nach ner Stunde in der Sonne, weiss fast gar nicht mehr Aua.

Verspiegelt wäre am besten, das nächstbeste ist weiss.

bis denn,

Uwe

MOWAG am 17 Jan 2023 12:56:49

Es gibt Solarfarbe..die den grössten Teil reflektiert und die wärme darunter erheblich begrenzte. Oft für hausdächer..aber auch für Womo. Bitte selber googeln..lg

fulli1 am 17 Jan 2023 13:33:02

Moin,
bei meinem betagten Knaus steht ebenfalls eine Auffrischungslackierung des Daches an, aber nicht im Winter (keine Halle).
taugt dieser Lack dafür, oder hat jemand eine sinnvollere Alternative:
--> Link
Gruß
Volker

pwglobe am 17 Jan 2023 14:56:13

fulli1 hat geschrieben:Moin,
bei meinem betagten Knaus steht ebenfalls eine Auffrischungslackierung des Daches an, aber nicht im Winter (keine Halle).
taugt dieser Lack dafür, oder hat jemand eine sinnvollere Alternative:
--> Link


Hallo Volker, Bootslack ist für Wohnmobile ungeeignet, da wenig UV Beständig.

Gib mal in der Suche Naviton Lack ein. Diese Lack wird gerne für Expeditionsfahrzeuge genommen.

Wenn du Negative Erfahrung mit Bootslack suchst, gib das ein


Ursa Major Explorer Magazin
Höchststrafe nach Material Fehlgriffe

fulli1 am 17 Jan 2023 16:29:51

Hallo Peter,
vielen Dank für den Tipp!
Naviton klingt sehr verlockend, aber ich glaube, das ist sowohl für meinen Dicken als auch für mich eine Nummer zu groß!
Das WoMo hat jetzt 25 Jahre auf dem Buckel, ich selber 3x so viel, und da lohnt sich so viel Aufwand einfach nicht mehr...
Das Dach kreidet halt aus, und das sieht vor allem am Alkoven besch.. aus, und ich möchte das möglichst unkompliziert so lange kaschieren, bis einer von uns verschrottet wird..
Deshalb suche ich eine einfache Lösung, die auch ein handwerklich nicht so versierter Mensch bewältigen kann :)
Gruß
Volker

Navigatore am 17 Jan 2023 16:51:24

Hallo Volker,

der gemeine, günstige "Bootslack" aus dem Baumarkt ist lediglich ein Klarlack, der viel Weichmacher enthält. Er ist hoch UV-beständig aber nicht für deinen Untergrund geeignet. Man verwendet ihn in aller Regel auf naturbelassenem Holz, um nach mehren Beschichtungen und Schleifvorgängen eine flexible Naturholzoberfläche mit hohem Glanz und Tiefenwirkung zu haben. Ich habe diesen Lack schon sehr häufig verwendet. Er reißt nicht, wenn das Holz arbeitet und man kann relativ leicht eine tolle Oberfläche erreichen.

Bei dir ist nur der Lack durch UV-Strahlung verwittert. Um das wieder halbwegs ansehnlich und dauerhaft bei Deinem Fahrzeug mit Alubeplankung hinzukriegen, gibt es zwei Möglichkeiten:

Du kannst mit 3.000er oder 4.000er Nasspapier die verwitterte Lackoberfläche abtragen, danach mit einer mittleren abrasiven Politur nacharbeiten. Anschließend wachsen und fertig.
Das funktioniert allerdings nur, wenn der Lack ausreichend dick ist. Das ist bei Wohnmobilen leider häufig nicht der Fall. Probier es einfach an einer kleinen, unauffälligen Stelle aus. Wenn gleich die graue Grundierung auftaucht, geht es eben nicht.

Dann hilft nur eine Lackierung. Dafür musst du allerdings mit 400er Körnung nass ran, um den Lack soweit erforderlich abzutragen und eine tragfähige Oberfläche zu schaffen. Auf keinen Fall die Grundierung mit abschleifen, sonst hält der Decklack nachher nicht auf dem Aluminium. Anschließend mit normalem Autolack überlackieren. Gespritzt oder gesprüht sieht es natürlich am bestens aus. Du kannst aber auch rollen. Du brauchst für die Lackierung aber auf jeden Fall um die 20 Grad Lufttemperatur, sonst fließt der Lack nicht ausreichend und es gibt nur wenig Glanz.

fulli1 am 17 Jan 2023 17:24:21

Hallo 'Navigatore',
es scheint doch nicht so einfach zu sein, wie ich mir das vorgestellt habe :(
Der Lack ist ab, zumindest partiell, und ich sehe graue Flecken. Und wenn ich an anderen Stellen mit den Fingern darüber reibe, sind die Finger weiß.
Das Lackieren scheint also nicht die richtige Arbeit für mich zu sein, da wende ich mich doch lieber an die Werkstatt meines Vertrauens, der auch Lackierarbeiten übernimmt.
Deshalb vielen Dank für deine Hinweise, und bevor ich da etwas total vergeige, frage ich erst mal den Fachbetrieb. Noch ist ja etwas Zeit.
Gruß
Volker

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