Hallo zusammen,
ich heiße Julian, bin 30 Jahre alt und neu bei euch. Ich bin bei der Planung einer Nachrüstung NVS auf euer Forum gestoßen und hoffe, dass ich hier Antworten auf meine Fragen finde.
Zur Grundlage: Ich bin im Besitz eines VW T3, welchen ich in den letzten Jahren auf- und umgebaut habe. Bis vor kurzem habe ich einen 350w Wandler von Waeco in Verbindung mit Gel Batterie sowie eine CEE Außensteckdose genutzt. Die Verkabelung hierfür wurde seinerzeit von einem Elektriker vorbereitet, wobei ich denke, dass hier damals ein Fehler gemacht wurde. Der Anschluss des Wandlers sowie der Außensteckdose wurden in einen Sicherungskasten verlegt. Hier wurde die Phase L über Ein Relais zwischen Wandler und Landstrom geschaltet, sodass automatisch bei Anschluss Landstrom umgeschaltet wurde. Danach wurde ein FI (für L und N) geschaltet sowie zwei LS 1x für Steckdosen und 1x für Licht. Das hat soweit auch erst mal funktioniert, bis der Spannungswandler irgendwann in Rauch aufgegangen ist. Die ganze Zeit verstand ich nicht, weshalb es über Monate funktionierte und dann plötzlich nicht mehr. Nun beschäftige ich mich seit einigen Tagen mit diesem Thema und habe vermutlich erkannt, warum der Spannungswandler gestorben ist. Auf manchen Plätzen ist kein CEE Anschluss vorhanden, weshalb ein Adapter von CEE auf Schuko genutzt wird. Und ich denke, dass genau hier das Problem lag. Ich vermute, dass somit L und N vertauscht wurden. Da nur L über das Relais umgeschaltet wurde, habe ich mir so vermutlich Strom über Leitung N in den Wandler geschoben, was zur Zerstörung gerführt hat. Das soweit zu meiner Theorie.
Nun würde es für mich rein gedanklich reichen ein 2 Relais zu verbauen und N ebenso umzuschalten bei Anschluss Landstrom. Ich habe mich aber dafür entschieden mich in das System einzuarbeiten und auf eine NVS von Fraron zu setzen. Ich habe mich hierzu in div. Beiträgen belesen und bin mir über den grundlegenden Ablauf der Schaltung bewusst. Jedoch sind, je mehr ich gelesen habe, weitere Fragen aufgetaucht, für welche ich jetzt nun nach Lösungen suche. Ein grundsätzliches Anschlussschema aus dem Netz habe ich angehangen.
Der Spannungswandler ist ein SI10 von Ective mit 1000w Dauerleistung.
In der Zeichnung ist zu sehen, dass sowohl Landstrom als auch Wandler separat einen FI in der Leitung vor der NVS haben. Das macht soweit Sinn für mich. Nun werde ich das "Problem" mit der möglichen Verpolung von L und N nicht lösen können und bin in einem anderen Beitrag auf das selbe Problem gestoßen. Durch die NVS wäre die Verpolung für den Wandler kein Problem mehr. Aber ein Mögliches Problem in der Absicherung besteht hier denke ich. Bei der alten Schaltung war nur die Phase L über LS abgesichert. Hier also die erste, wichtige Frage:
1. Gibt es kombinierte FI / LS welche sowohl L also auch N absichern? Macht dies überhaupt Sinn oder reicht es, weiterhin nur L abzusichern mit Blick auf eine mögliche Verpolung durch CEE/Schuko Adaper.
2. Wie hoch sollte die Absicherung des LS gewählt werden für Landstrom als auch Wandler? Die alten LS waren LS mit 16A. Da der Wandler eine max. Leistung von kurzzeitig 2000W hat, stellt sich mir hier die Frage, ob 16A nicht doch deutlich zu hoch wäre, zumindest für den Wandlerstromkreis.
3. Aktuell habe ich einen LS 16A für Licht (1-2 Leuchten a max. 10W) und einen LS 16A für 3-4 Steckdosen. Sollte, wenn VOR der NVS abgesichert wurde, noch mal NACH NVS separat für 1. Licht und 2. Steckdose abgesichert werden, oder reicht es, beide Stromkreise vor dem NVS abzusichern?
Genrell ist zu erwähnen, dass die 1000W des Wandlers bei aktueller Nutzung überdimensioniert sind. Heißt, bis dato habe ich diese Menge an Strom noch nie gebraucht. Da der kleine, vorige 350W Spannungswandler allerdings kein Sinus Wandler war und somit ein Umbau geplant war, habe ich, um für mögliche zukünftige Nutzungen vorzusorgen, einen 1000W Wandler geplant. Somit ist aktuell weder bei Landstrom noch bei Wandlerstrom die Leistungsabnahme besonders groß.
4. Der Wandler besitzt einen Erdungsanschluss. Diesen habe ich mittels 2,5mm² mit der Karosseriemasse verbunden. Die PE Leitungen sind, stand jetzt, meines Wissens nach NICHT mit der Karosseriemasse verbunden. Dies sollte, soweit meine Recherche, dringenst getan werden um die Funktion des FI zu gewährleisten. Da die PE Leitung aktuell im Sicherungskasten über einen Verteiler angeschlossen ist, sollte es hier ausreichend sein eine weitere Leitung mit der Karosseriemasse zu verbinden. Korrekt? Ist hier ein Querschnitt von 2,5mm² ausreichend? In div. Schaltungen im Netz sieht man, dass die PE Leitung an verschiedenen Stellen mehrfach mit der Fahrzeugmasse verbunden sind. Hat dies einen speziellen Hintergrund?
5. In dem ein oder anderen Beitrag ist zu lesen, dass PE und N verbunden werden. Hier konnte ich aber nicht herausfinden, warum das so ist und wann dies nötig ist?
Abschließend ist zu sagen, dass die abschließende Installation bzw. Abnahme durch einen Elektriker erfolgen soll. Trotz allem möchte ich mich gerne in dieses Thema einarbeiten, es verstehen und weitesgehend vorbereiten.
Ich danke für eure Hilfe
Julian

