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Gibt es einen optimalen Wert für die Akkuladung bei einer mehrmonatliche Winterpause? Meine hat 13,2V nach 8 Wochen. Abgestellt mit 70% lt. Meßshunt und dann komplett abgeschaltet. So kann der Balancer noch etwas verbrauchen bis zur Nutzung im Frühjahr. Gruß Grandeur Meine Anlage wird immer abgeschaltet. Ob Winter oder Sommer. Versicherungstechnische Gründe. Und Abgestellt wird immer mit vollen Accu nach der Rückreise. Accuspannung liegt dann bei 14,4 Volt. Ich trinke dann noch gemütlich einen Kaffee. Das holt mir den Accu auf seine Ruhespannung von 13,4 Volt herunter. Und dann wird abgeschaltet. Fahre ich weg, ist der Accu voll. Und das seit 7 Jahren. Was Accus nicht mögen, ist auf der Ladeschlusspanung gehalten zu werden. Alles andere ist möglich, obs sinnvoll ist. Das wissen die Götter. und die nicht so genau. Eine Empfehlung von mir: Abschalten der Anlage ist wichtiger, als sich auf irgendwelche Ladeeinrichtungen zu verlassen. So kann dir nie der Accu in die Tiefenentladung kommen. Und auch ein Teilentladener Accu (LIFePO4) kann damit keinen Schaden nehmen. Fals es mal tiefe Minustemperaturen gibt. Franz
Den gibt es, und der liegt deutlich unter 100%. Jeder Li-Akku verliert bei der Lagerung Kapazität in Abhängigkeit von 2 Faktoren: Temperatur und Lagerspannung. Die ideale Lagerung erfolgt trocken, kühl und bei ca. 40% Akuladung. Wer mehr Details dazu lesen möchte, gut verständlich aufbereitet: --> Link Der Artikel bezieht sich im Wesentlichen auf LiPo-Zellen, wobei die Grundsätze zu Alterung und Lagerung aber allgemein für alle Li-basierten Zellen gelten.
Da geht es aber um LiPo-Akkus, eine andere Technologie! Das trifft auf LiFePo-Akkus nicht zu! Dazu gibt es viel zitierte Abhandlungen zum Thema "Calender Aging". Man möge danach googeln. Der weitaus überwiegende Faktor ist die Lagertemperatur und nicht der Ladezustand! Und die meisten Effekte sind sogar noch reversibel bei LiFePo-Akkus. Höhere Lagertemperaturen kommen aber in der Winterpause ohnehin nicht vor, daher ist eine Lagerung mit 100% SOC bei diesen Temperaturen bedenkenlos. Nachtrag: Ich stelle mein Mobil bei JEDER Pause mit einem SOC von 100% in die Halle, egal, welche Jahreszeit und mein Akku hat seit 5 Jahren noch keine seiner 300 Ah Kapazität verloren ..... DAS hatte ich dazu schon mal geschrieben: Ich hab einiges im Netz gesucht zum Thema "Alterung" bzw. "Lagerung", wer suchen will der bemühe den Begriff "Calender Aging", darunter findet man einige interessante Artikel. Die Quintessenz daraus für mich ist, dass weniger der SOC, aber vielmehr die Lagertemperatur entscheidend für einen möglichen Kapazitätsverlust ist. Zudem wird bei vielen Lagerungsversuchen tatasächlich von Lagerzeiten von 6 Monaten und mehr ausgegangen, in der die Akkus nicht betrieben werden. Dies entspricht wohl kaum der realen Nutzung in Wohnmobilen. Es wurden z.B. Lagertemperaturen von 30, 45 und 60°C und SOC's von 30, 65 und 100% getestet, da zeigte sich, dass (erwartungsgemäß) die Kombination von 60°C mit 100% SOC die größte Auswirkung hatte. Allerdings sind die Unterschiede zwischen den SOC's eher vernachlässigbar, wogegen es erhebliche Unterschiede zwischen den Lagertemperaturen gibt. Lagerung bei 60 Grad über einen langen Zeitraum hat erhebliche Auswirkungen mit bis zu 30% Kapazitätsverlust für ALLE SOC's. Lagerungen bei 30° C zeigen KEINEN signifikanten Unterschied zwischen SOC's von 30, 65 oder 100%, hier liegt der Kapazitzätsverlust bei etwa 5%, wohlgemerkt nach 8 Monaten Lagerzeit! Interessant ist auch, dass ein gewisser Teil des Kapazitätsverlust reversibel ist, allerdings ist auch hier zu sehen, dass der irreversible Teil bei 60°C wesentlich größer ist, unabhängig vom SOC. Die ohnehin geringen Lagerverluste bei 30° Lagertemperatur waren nahezu komplett reversibel. Da wir als Mobilisten üblicherweise bei noch niedrigeren Temperaturen als 30 °C "lagern" (Winterpause) sehe ich den SOC als irrelevant an. Ich nehme an, dass die oft genannten 80% eher von der Lade/Entladeempfehlung "20% bis 80% SOC" herrühren. Dies ist aber alles nur meine Meinung, jeder möge seine Kraftpakete so lagern, wie er es für richtig ansieht.
Beides spielt zusammen, aber ich gebe dir recht - die Temperatur wirkt sich wohl am stärksten aus. Fakt ist: Hohe Lagertemperatur i.V.m. hoher Lagerspannung lassen einen LI-Akku am schnellsten altern. Wer also seinen Akku schonen will, der sollte ihn idealerweise kühl und teilentladen lagern. Es ist aber auch so, dass LiFePos relativ unempfindlich sind und auch längere Lagerzeiten bei nicht-optimalen Bedingungen gut verdauen. Für manche Benutzer dürfte also der Wartungsaufwand mit Entladen und Wiederladen vor der Benutzung nicht in passender Relation zur Verlängerung der Akku-Lebensdauer stehen. Für andere mag das aber doch eine Rolle spielen. Und da die Frage des Threaderstellers eindeutig war ("...gibt es eine optimale Akkuladung für die Lagerung?...") muss die Antwort auch entsprechend lauten: Ja :)
Da würde ich technisch gesehen widersprechen, weil die Frage lautete: Gibt es einen optimalen Wert für die Akkuladung bei einer mehrmonatliche Winterpause? Deswegen ist meine Antwort: "Nein, der SOC spielt keine Rolle" mit dem Nachsatz "Vollladung viel eher empfehlenswert, insbesondere, wenn nicht sichergestellt ist, dass das BMS bei UVP rechtzeitig abschaltet und/oder stille Verbraucher heimlich weiter Strom ziehen". Aber wie gesagt, kann jeder halten wie er möchte.
Der dazugehörige Link --> Link und wir hatten das ganze auch schon hier im Forum
Danke Manfred, ja, ich weiß, ich hab über das Thema schon öfter geschrieben aber dieser Mythos taucht eben immer wieder neu auf :D Bei mir laufen noch ein paar Sachen in standby, Tracker, Alarmanlage, Heizung Display. Ich lasse einfach alles an. Wenn notwendig, wird vom Dach geladen. Bisher keine Probleme. Ich mache mir allerdings auch keinen Kopf. Bis so ein Akku nur noch die halbe Kapazität hat, dauert das. Vielen Dank für die kompetenten Infos. Kann jetzt beruhigt in den Winterschlaf gehen. Mit freundlichen Grüßen aus der Oberpfalz. Hallo, ich habe mir für meinen Dopfer Wohnmobil zwei Lifepo Akkus (die blauen) 2 x 280 Ah gebaut. Bisher 4 x 115 Varta AGM! Diese Artikel waren für mich sehr interessant. Nun taucht bei mir noch eine Frage auf, wenn ich die Akkus einbaue, habe ich das Problem, dass die Plusleitung von jedem Akku insgesamt ca. 50 cm lang ist (vom Akku Plus 15 cm Kabel, dann Sicherung, dann nochmals ca. 45 cm Kabel bis zum Plusstromverteiler). Dagegen sind die Minusleitungen nur von jedem Akku ca. 25 cm lang , vom BMS bis zum Minusstromverteiler! Spricht aus technischen Gründen etwas gegen diese Lösung, was mir evtl. Problem bereiten könnte?? Besten Dank vorab für Eure Komentare! Sind noch weitere Infos von meiner Seite erforderlich, dann kann ich diese selbstverständlich noch liefern! Servus Chic40 aus Regensburg Ein Längenunterschied von 25 cm zwischen Plus- und Minusleitung halte ich für unkritisch, ausreichende Querschnitte mal vorausgesetzt. Auch bei meinem 300Ah Li-Akku ist die Plusleitung ca. 20 cm länger. Vielen Dank an alle für die schnellen Rückmeldungen. Dann kann ich beruhigt das so wie geplant einbauen! Sollte jemand noch Infos, wegen dem Eigenbau wünschen, dann bitte melden. Auch werde ich berichten wie das mit den LiFePo Akkus alles so weiter (Betrieb) klappt! Servus Chic40 |
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