Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.
In diesem Reisebericht möchte ich von meiner Sommertour im Juni 2022 im Wohnmobil berichten. Gerade einmal 3 Wochen lagen zwischen der ersten Ausfahrt im Jahr 2022 in die nordöstlichen Nachbarbundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt und dieser 2. Ausfahrt in etwa die gleiche Richtung. Inzwischen war es Juni geworden, das Wetter war sommerlich warm und einer zweiten Wohnmobilreise stand nichts mehr im Wege. Einräumen des Wohnmobils ging diesmal recht schnell, hatte ich doch in weiser Voraussicht gar nicht alles nach der letzten Fahrt ausgeladen. Da war sogar noch Zeit, eine kleine Feierstunde anlässlich der 10-Jahres-Feier des Leine-Heide-Radweges hier in unserer Region zu besuchen. In aller Ruhe dann die restlichen Notwendigkeiten im Wohnmobil verstauen, Wassertank befüllen, Fahrrad verlasten...
Dann kam die Stunde der Wahrheit; Abfahrt am Sonntag, 12. Juni 2022. Es ging los; ich hatte natürlich wie immer auf dem Platz „in erster Reihe“, vorne links Platz genommen und diesen Platz werde ich auch die nächsten Tage nicht aus der Hand geben. Fahrtrichtung Nordost – Ich fuhr zunächst wieder nach Seesen, tankte hier den Dieseltank randvoll. Dann ging es auf der B 248 in Richtung Salzgitter, wo ich dann auf die A 39 wechselte. Ein erster Stop schon im Stadtbereich Braunschweig, ich schaute mir das Klostergut Riddagshausen mal ein bisschen näher an. Fotos davon habe ich leider keine, deshalb hier mal der ein Blick ins weltweite Netzwerk --> Link Das WoMo auf einem Parkplatz im Ort abgestellt, machte ich eine Runde durch den Ort mit vielen restaurierten Fachwerkhäusern und einer Klosteranlage, eingebettet in eine Seenlandschaft. Im Jahr 1146 findet sich die erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Alles weitere kann man gern dem Link entnehmen.
Nach rund einer Stunde ging es dann weiter zur Autobahn A 2. Ostwärts führte nun mein Weg. Helmstedt Marienborn, der ehemalige Grenzübergang. Hier war Deutschland bis in den Herbst 1989 geteilt, hier war einer der wichtigsten Grenzübergänge zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik. Ich hielt auf dem Parkplatz und ging mal über das Gelände. Eine Zeitreise in einen Teil deutscher Vergangenheit. Die Älteren erinnern sich vielleicht noch.
Heute ist der ehemalige Grenzkontrollpunkt ein Museum --> Link Viele der damaligen Gebäude stehen noch, teils finden sich erklärende Tafeln auf dem Gelände – was war hier, was passierte dort.
Die Weiterfahrt verlief dann über Magdeburg nach Rothensee zum Wasserstraßenkreuz mit Schiffshebewerk --> Link
Auf dem Parkplatz stellte ich das WoMo ab und ging zum Aussichtsturm an der Schleuse. Gerade wurde ein Frachtschiff in der Schleuse vom Mittellandkanal abgesenkt auf die Höhe der Elbe.
Etwa 13 Meter beträgt der Höhenunterschied zwischen dem Mittellandkanal, der hier dann als Elbe-Havel-Kanal nach Osten weiter verläuft, und der Elbe. Dieser Höhenunterschied wird zum Einen mittels der Schleuse überwunden, zum Anderen aber auch mit einem Hebewerk. Vom Aussichtsturm, der zugleich auch den „Tower“ für die gesamte Anlage beinhaltet, hat man eine tolle Aussicht auf die komplette Anlage, bis hin zur Trogbrücke, die das Wasser des Elbe-Havel-Kanals über die Elbe hinweg führt.
Unterhalb des Kanals und der Elbe liegt der Barlebener See. Hier kann man die Seele baumeln lassen und auch mal eine längere Pause machen. Der Parkplatz am Wasserstraßenkreuz Rothensee ist auch für eine Übernachtung im Wohnmobil als Stellplatz freigegeben. Allerdings finden sich hier keine spezifischen Ausstattungen. Für Fahrrad- oder Wandertouren bietet sich der Wirtschaftsweg am Kanal an. Beiderseits des Kanals führt dieser Weg am Wasser entlang. Nur ein paar hundert Meter entfernt verläuft die Autobahn A 2.
Und hier, auf der Autobahn, geht dann auch meine Reise noch ein kurzes Stück weiter. Dann erreiche ich das erste Tagesziel in Burg bei Magdeburg auf dem Stellplatz der Wassersportfreunde am Yachthafen am Elbe-Havel-Kanal. Ein Stellplatz für vier Mobile in ruhiger Lage außerhalb des Ortes empfing mich an diesem Nachmittag und ich hatte die Fläche für mich allein. Kein weiteres Mobil hatte an diesem Tage diesen Stellplatz angefahren.
Nun denn, für heute war`s genug. Der Rest des Tages war dann Ruhephase am Platz in Burg. Einige Yachten dümpelten im Wasser des Hafenbeckens; eine Kanugruppe war damit beschäftigt, die Kanus aus dem nassen Element auf die Bootsanhänger zu verladen und reiste dann abends ab; Ruhe kehrte ein, stille Ruhe. Nur ein paar Bootsbesatzungen verbrachten die Nacht an Bord ihrer Schwimm-Hotels.
Stellplatz in Burg, Am Kanal 20a, 39288 Burg (bei Magdeburg); --> Link zu unserer Stellplatzkartei
Stellplatz auf dem Gelände der Wassersportfreunde; 4 Stellplätze an einer Bootshalle, Wiesenuntergrund, Stromanschluss vorhanden und im Preis enthalten; WC/Dusche ebenso im Übernachtungspreis von 16,- € (Stellplatz 14,- € + pro Person 2,- €) enthalten. Die Gebühr wird von Mitarbeitern des Hafenmeisters kassiert. Anmerkung: Die Gaststätte auf dem Vereinsgelände ist zur Zeit leider geschlossen, es wird nach einem neuen Pächter gesucht
ich schicke hiermit herzliche Grüße in die Runde und lade euch ein, diese Reise mit mir im Nachhinein zu erleben. Mitzunehmen sind eine große Portion guter Laune und vielleicht ein paar Leckereien für unterwegs. Dann steht einer weiteren Reise mit mir nichts mehr im Wege. In den nächsten Tagen werde ich wie gewohnt, Stück für Stück von dieser Reise berichten. Ich hoffe, ich fahre auch diesmal nicht alleine.
Aretousa am 04 Feb 2023 09:30:45
Erste :lol: Guten Morgen Frank. Es kann los gehen.
Ich habe 2 Dosen Nussecken dabei. Die reichen hoffentlich für die zahlreichen Mitfahrer und Mitfahrerinnen. :wink:
Anzeige vom Forum
haroba am 04 Feb 2023 09:39:42
Moin!
Ich bin auch schon da! Keine Ahnung wo ich ein Plätzchen bekomme? Munterholln! Hartmut
iwoi am 04 Feb 2023 10:13:51
guten Morgen in die Runde, Frank deine Einladung nehme ich gerne an und freu mich jetzt schon auf deinen Reisebericht. die Bilder vom Grenzübergang Helmstedt wecken Erinnerungen. Es war immer ein bedrückendes Gefühl, da durch zu müssen. Bevor ich mir ein gemütliches Plätzle suche, nehme ich gern noch eine Nussecke von Lena mit!
fritzi2015 am 04 Feb 2023 10:33:04
Guten Morgen Frank und an alle Mitreisenden, Vielen Dank für die Einladung, da steige ich gerne ein und spendieren Heißgetränke zu den verlockend aussehenden Nussecken...Kaffee, Tee und heiße Schokolade :-) Freue mich auf die Erlebnisse. Schönen Tag Euch Sabine
Guenni3967 am 04 Feb 2023 12:42:56
Moin Frank, natürlich bin ich auch wieder dabei
frankjasper8 am 04 Feb 2023 13:11:13
Oh, da sind ja schon die ersten Mitfahrer zugestiegen. :hallo: Herzlich willkommen zu dieser Sommerreise. Und Lena hat Nussecken dabei, Dankeschön dafür und an Sabine für die Getränke! Moin Hartmut, Elke und Günter und ein "Hallöle" an Ines.
Ja, sucht Euch einen Sitzplatz und genießt die Reise... es geht gleich weiter! :)
frankjasper8 am 04 Feb 2023 14:27:04
Montag, 13. Juni 2022
Der Ort Burg lockt mit einer gut erhaltenen Stadtbefestigung und diversen Türmen, einem schönen Wasserturm und Altstadtbereich. Eine Fußgängerzone bietet Möglichkeiten zum shoppen oder für die Mahlzeiten, wenn mal die Womo-Küche nicht in Betrieb genommen wird. Und all das schaute ich mir am Morgen dieses 2. Reisetages einmal an. Vom Stellplatz überquerte ich die Brücke über den Kanal und dann „immer geradeaus“; so läuft man auf direktem Weg zur Einkaufsstraße. Dann ein Linksschwenk und durch die Einkaufsstraße hindurch. In den Altstadtbereich kommt man dann nach einem weiteren Linksschwenk am Ende der Fußgängerzone. Im Altstadtviertel schaut man zuerst auf die ehemalige Wassermühle, dann geht’s „bergauf“ am alten Rathaus und der Kirche „Unser lieben Frauen vorbei. Der Hexenturm kommt oben auf der Höhe ins Blickfeld, links davon der historische Wasserturm, der in heutigen Tagen für Kulturveranstaltungen genutzt wird. Meine kleine Altstadtrunde war schnell zu ende und ich war wieder in der „Neustadt“; Zeit zum Mittagessen, das ich in einem Imbiss mit Cordon-Bleu mit Pommes einnahm. Bilder vom Stadtrundgang:
Ganz viele Fotos hatte ich in Burg leider nicht gemacht.
Anschließend ging ich zurück zum Stellplatz, machte das Wohnmobil wieder fahrtüchtig und fuhr aus Burg ab. Richtung Autobahn A 2, ich entschied mich für die schnelle Route über die Autobahn, obwohl es sicherlich auch über die Bundes- und Landstraßen wieder richtig viel zu entdecken gäbe. Die Fahrt ging in Richtung Berlin zum Dreieck Werder, dann auf der A 10 nordwärts zum Kreuz „Havelland“. Ein kurzer Halt auf einem Parkplatz, es fing an zu regnen. Ein Stau auf der A 24 kostete ein paar Minuten Zeit, ein Auto hatte sich in den Straßengraben verabschiedet. Ungesicherte Unfallstelle heißt das ja im Volksmund, aber die Hilfe in Form der Feuerwehr brauste auf der Gegenfahrbahn schon heran. Ich gelangte dann in die Müritz-Region und auf der Suche nach einer Bleibe steuerte ich in Röbel den Campingplatz „Pappelbucht“ an. Ein Platz war für mein Mobil noch frei und so baute ich mich denn mal auf, schloss das Stromkabel an und bummelte mal über den Platz. Neue Sanitäranlagen mit sehr gefälliger Ausstattung gaben Pluspunkte. Brötchenservice war auf Vorbestellung auch möglich, abholbar ab 8:00 Uhr morgens. Genug gemacht für diesen 2. Reisetag.
Tagesetappe: ca. 220 Kilometer Gesamtkilometer: 440 Kilometer
Die gefahrene Tagesstrecke auf der Landkarte: --> Link
Campingplatz „Pappelbucht“ in 17207 Röbel/Müritz: Campingplatz Pappelbucht, Seebadstraße --> Link
Ein Campingplatz mit zum Teil hohem Baumbestand. Gut für schattige Plätze, schlecht für den TV/Sat-Empfang. Stellplätze meist auf Grasboden, teilweise auf Sand. Eine "baumfreie" Wiese auf der rechten Platzseite ( von der Straße aus gesehen ).Neue Sanitäranlage mit gefälliger Optik im „Holz-Design“. Außerhalb Ausguss für WC-Cassette etwas sanierungsbedürftig. Wasser-V+E vorhanden. Die Rezeption hält auch ein kleines Lebensmittelangebot bereit, Brot- und Brötchenservice. Strandbad, Fischimbiss nebenan, ein Rad- und Wanderweg führt am Platz vorbei. Entfernung nach Röbel etwa 1 Kilometer.
Dienstag, 14. Juni 2022:
Der dritte Tag der Reise begann dann mit frischen Brötchen und einer Radrunde am Müritzufer entlang Richtung Röbel. Etwa 1 Kilometer muß man fahren; der Weg durch den Uferwald führt auch am Stellplatz an der Seglermarina vorbei und bald darauf erreicht man den Hafen von Röbel. Hier liegen die Ausflugsschiffe der Müritz-Flotte und natürlich auch private Boote. Ein kleiner Restaurantbereich mit Kutter-Imbiss auf schwimmendem Ponton und Eiscafe an Land, der Kartenverkauf für die Ausflugsschifffahrt, kleine Andenkenläden und das Büro des Hafenmeisters sind das übrige Angebot am Platz. Ein Rundgang durch Röbel, die „bunte Stadt“, führte die Hauptstraße entlang zur Windmühle und zur St-Marienkirche. Im Ort sieht man viele reataurierte Fachwerkhäuser, oftmals in bunten Farben. In der Windmühle eine kleine Ausstellung über Handwerk und Landwirtschaft.
Ein paar Fotos aus Röbel:
Mit dem Rad fuhr ich dann noch einige Kilometer am Seeufer entlang zum Naturschutzgebiet „Großer Schwerin“ . Bunte Kornfelder zeigten wahre Blütenpracht und der Ausblick auf die Müritz von einem kleinen Aussichtspunkt im Naturschutzgebiet "Großer Schwerin" war auch toll. Natur pur!
Dann ging es über Ludorf zurück nach Röbel und langsam auch zurück zum Campingplatz. Unterwegs noch Rast an einer Seehundbank. Ja, die gibt es hier wirklich! Seht selbst!
Dann fand dieser Tag auf dem Campingplatz "Pappelbucht" ein gemütliches Ende.
:) Fortsetzung folgt! :)
Gast am 04 Feb 2023 18:44:36
Hallo Frank, danke für die Einladung und natürlich nehme auch ich diese sehr gern an. Da Du die Trogbrücke erwähnst, dort waren wir ebenfalls 2022. Sehr beeindruckend.
Und ein Blick von der Brücke auf die Elbe.
frankjasper8 am 05 Feb 2023 11:08:49
Dann schicke ich ein herzliches "Hallo!" rüber ins nachbarliche Eichsfeld.
Ja, es ist schon sehr interessant da am Wasserstraßenkreuz in Magdeburg-Rothensee. Ich war vorher schon 2 mal dort, 2013 auf einer "Spreewald-Reise ( siehe --> Link ) bin ich da auch zu der Trogbrücke "gewandert". Man kann dort am Wasserstraßenkreuz auch eine Rundfahrt per Schiff unternehmen, mit Schleusen- und Hebewerkdurchfahrt. ...Das geht im übrigen auch von Magdeburg aus... Ostern 2012 war ich von Magdeburg aus ebenfalls am Wasserstraßenkreuz ( siehe --> Link ) Der Parkplatz unterhalb der Schleusenanlage am Barlebener See ( ein ehemals als Kiesabbau genutzter gefluteter Baggersee ) steht zum Übernachten zur Verfügung, ohne spezifische Ausstattung. Radfahrer können am Kanal gut auf den Uferwegen radeln, oder man schaut einfach nur dem Schiffsverkehr zu.
So, nun aber zurück zu den aktuellen Erlebnissen. Es geht bald weiter, auch wenn das Schreiben des Sommerberichtes heute auf Grund des leichten Schneefalls hier bei uns etwas schwer fällt! :D Wir hatten gestern eine Braunkohlwanderung und da war richtig gutes Wanderwetter und das Essen hat geschmeckt. Bei den Getränken habe ich mich in weiser Voraussicht ganz gut zurückgehalten, ich muß euch ja jetzt zum nächsten Etappenort fahren! :D
frankjasper8 am 05 Feb 2023 13:53:05
Liebe Mitfahrerinnen und Mitfahrer, wenn Ihr Euch dann bitte wieder auf Eure Plätze quetschen würdet, es geht nun auf die nächste Etappe der Reise. Ihr seid übrigens diesmal ziemlich ruhig! Knabbert Ihr noch immer an den Nussecken herum? :D
Mittwoch, 15. Juni 2022:
Am nächsten Morgen zunächst wieder das Frühstück, dann machte ich das Mobil wieder fahrtauglich und es ging zunächst nach Röbel zum EDEKA-Markt. Die Vorräte wurden aufgefrischt, dann verließ ich Röbel in Richtung Malchow. Der Weg war nicht weit und nach rund 25 Kilometern konnte ich das Wohnmobil auf dem Stellplatz an der „Marina Malchow“ auf einem schönen Platz mit Seeblick abstellen.
Hier wurde der Fahrer zum Koch und ich bereitete das Mittagessen zu. Hähnchenschnitzel mit Kartoffelpüree gab es zum Mittag.
Dann folgte eine Mittagspause in der Sonne, es war ein sonniger und warmer Tag. Die Aussicht auf das Wasser vom Platz war gut.
Um 15.00 Uhr machte ich mit dem Rad eine Stadtbesichtigung in Malchow. Der Weg vom Platz in den „Inselort“ war etwa 2 Kilometer lang und führte durch „Engel´s Garten“ und am Kloster vorbei über den aufgeschütteten Damm hinüber zur Inselstadt. Ein kleiner Altstadtbereich am Wasser, das Rathaus und der kleine Schiffshafen mit der Drehbrücke waren das Sehenswerte hier in Malchow, hinauf zur Stadtkirche ging es da schon etwas steil. Oberhalb war dann auch eine Windmühle zu sehen und diverse Geschäfte. Mit frischen Fischbrötchen in den Packtaschen und noch einem Soft-Eis zum Abkühlen machte ich mich dann auf den Rückweg zum Stellplatz an der Marina. Erholungspause in der Sonne vor dem Mobil. Die Fischbrötchen ließ ich mir dann zum Abendbrot genüsslich schmecken.
Ein paar Fotos aus Malchow:
Tagesetappe: ~ 25 Kilometer Gesamtkilometer: 465 Kilometer
Die gefahrene Tagesetappe auf der Landkarte: --> Link
Kosten: 20,- €/Mobil incl 2 Pers. (beinhaltet die Stromversorgung und WC-/Duschnutzung) zzgl. Kurtaxe 2,- €/Pers. 2 Platzbereiche; der eine mit Blick auf die Bootshalle, wenig Schatten auf sandigem Wiesenuntergrund... der andere mit Blick auf die Slipanlage und einen kleinen Teil der Müritz, sandiger Untergrund. WC-Anlage getrennt für Männer und Frauen. Für Männer am Einfahrtsbereich in Containern, für Frauen im hinteren Teil des Stellplatzes. V+E-Anlage (kostenfrei) an der Zufahrt zur Bootsslip-Anlage. Getränkekühlschrank zu zivilen Preisen am Damen-Sanitärhaus, Bezahlen in Sparschwein „des Vertrauens“. Brötchenbestellung auf ausgelegtem Zettel am Getränkeschrank, abholen ab 8:00 Uhr am Restaurant an der Marina, links vom Eingangstor. Bezahlung der Stellplatzgebühr und Kurbeitrag erfolgt im Kassenautomat an der Zufahrt. Abbuchung nur per EC-Karte. Benutzer wird durch das Bezahlmenü geführt, Platzwart hilft gern bei der Nutzung.
Gast am 05 Feb 2023 14:26:31
Danke für die ausführlichen Hinweise, die Trogbrücke betreffend. :daumen2: Eine Kasse des Vertrauens, das finde ich schon bemerkenswert. Gleiches habe ich zuletz, auf dem Wohnmobil Stellplatz "Brauerei Biberach" vorgefunden. Bin gespannt, wohin es weiter geht.
Kistenmann am 05 Feb 2023 15:39:55
Es scheint noch nicht zu spät zu sein.... ich steige schnell noch dazu :lach:
Limanda am 05 Feb 2023 15:58:19
Moin Deerns un Jungs, ich verarbeite gerade noch die vergangene wunderbare Ostfreesentour dor geiht schon wieter :) Hoffentlich habt ihr noch für son grooden Kerl einen Platz im Wohnmobil? Ich weiß ja dass ihr Leckerschnuten seid und deshalb habe ich einen wirklich saftigen und sehr leckeren Wurster Kringel dabei. Wenn dann noch jemand so nett wäre und Kaffee für uns kochen würde...Just in diesem Moment zieht das Regengebiet ab und die Sonne scheint auf die Kaffeetafel. So, lieber Frank, ich freue mich auf die nächsten Überraschungen!
frankjasper8 am 05 Feb 2023 23:05:30
Bevor es nun gleich weitergeht, lasst mich schnell noch die beiden Elbe-Anrainer Limanda und Ingo in unserer "Fahrgemeinschaft" willkommen heißen. Beide sind ja schon des Öfteren mitgereist und kennen sich hier "an Bord" bestens aus! :) Übrigens seit Ihr wohl mit ´nem knallroten Gummiboot über die Elbe und ab Dömitz über die Elde und Elde-Müritz-Wasserstraße hier nach Malchow gerudert? :) Die Müritz und deren anhängende Seen werden nämlich fast alle von dem Flüsschen Elde durchflossen. Etwas über 200 Kilometer lang ist die Elde, davon sind 180 Kilometer schiffbar, nämlich der Bereich in der Seenplatte bis zum Plauer See und danach der meist im Kanal verlaufende Teil bis nach Dömitz an die Elbe. Ihr erinnert Euch sicher noch an den ersten Teil des Berichts "Kurs Nord-Nordost", da war ich und waren wir ja u.a. in Dömitz. :)
Ingo, Du warst ja kürzlich schon am Schiffshebewerk Scharnebeck. Danach hättest Du elbaufwärts paddeln können und dann über die Elde-Müritz-Wasserstraße bis nach Malchow. :) Limanda, vielen Dank auch für Deine Lebensmittel-Lieferung der "Wurster Kringel". Hat übrigens nix mit Wurst zu tun, sondern ist ein Hefegebäck aus dem "Wurster Land" zwischen Bremerhaven und Cuxhaven.
Ihr Beiden seid gerade noch rechtzeitig zu uns gestoßen, jetzt geht es nämlich "auf Große Fahrt", wir machen eine Kreuzfahrt! :) Ich hoffe, Ihr könnt alle schwimmen, falls der Dampfer sinken sollte. :)
Donnerstag, 16. Juni 2022
Am Morgen empfing mich dann wieder die Sonne in Malchow und ich ging gegen 9:30 Uhr zu Fuß Richtung Malchow durch den "Engel´schen Garten". Dieser Name geht auf Johann Jakob Christian Engel (1762 – 1840) zurück, der von 1786 bis 1819 als Küchenmeister im Kloster tätig war. Heute hoher, alter Baumbestand und Wanderwege entlang des Wassers und durch den Wald machen diese parkähnliche Anlage reizvoll. Dann ist man auch schon am Kloster angelangt und nun geht es nur noch über den 250 m langen künstlich angelegten Erddamm und schon ist man in der „Inselstadt“.
Hier ein Auszug zum Erddamm aus dem „weltweiten Netz“: Zitat-Anfang: Erddamm Der Erddamm hat eine Länge von 250 Metern und verbindet das Festland auf der Klosterseite mit der gegenüberliegenden Insel, der Altstadt von Malchow. Im Mittelalter war die Insel an der Südostseite durch die „lange Brücke“ mit dem östlichen Festland verbunden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde diese stark beschädigt. Im darauffolgenden Nordischen Krieg zogen die geschlagenen schwedischen Truppen nach der Schlacht bei Fehrbellin (1675) über Malchow und zerstörten die Brücke endgültig. Die Brücke wurde nicht wieder aufgebaut.
Zur Beförderung von Personen und Fuhrwerken diente bis zum Bau des Erddamms eine Fähre. Das Fährhaus auf der Klosterseite wurde im Jahr 1982 wegen eines geplanten Brückenbaus anstelle des Erddamms abgerissen. Der Erddamm wurde während der Amtszeit des Bürgermeisters Friedrich Meyer und unter der Aufsicht des Landesbaumeisters des Großherzogtums Mecklenburg-Strelitz Friedrich Wilhelm Buttel (unter dessen Regie auch der Erddamm in Vipperow entstand) von 1844 bis 1846 vorwiegend von Malchower Bürgern aufgeschüttet. Bereits bei der Aufschüttung des Erddamms wurde auch dieser wie eine Chaussee hergestellt, so wie es in jener Zeit modern wurde. Neben dem gepflasterten Fahrweg verlief ein sandiger Sommerweg. Der Straßenrand wurde mit versetzt angeordneten Linden bepflanzt. Die feste Verbindung zwischen der Insel und dem Festland war für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Malchow von enormer Bedeutung. Der Gedenkstein in der Mitte des Erddammes erinnert an den Bürgermeister Friedrich Meyer. Für die Benutzung des Erddammes wurde von ortsfremden Fußgängern, Fuhrwerken und Viehtransporten ein Zoll erhoben. Das Haus des Dammzolleinnehmers, ehemals Fährhaus, war das Haus Lange Straße 68, das heute als Gaststätte genutzt wird. Der Dammzoll wurde bis 1888 eingefordert. Am 2. Mai 1945 versuchte die deutsche Wehrmacht, den Erddamm zu sprengen, um den Einmarsch der Roten Armee aufzuhalten. Die Zerstörungen waren zum Glück für die Stadt nur gering. Von 2006 bis 2007 wurde der Erddamm saniert, nach historischem Vorbild wieder hergestellt und als Chaussee mit Linden neu bepflanzt. Zitat-Ende
Ich erreichte den Schiffsanleger im kleinen Hafen und im Fahrkartenbüro oben an der historischen Drehbrücke kaufte ich den Fahrschein für eine 6-Seen-Rundfahrt mit dem Ausflugsschiff „Stadt Malchow“ der Reederei Pickran. --> Link
Vom Anleger im Hafen Malchow steuerte unser Käpt´n das Fahrgastschiff zunächst durch die Engstelle der Drehbrücke. Während der Schiffsdurchfahrt muß der Straßenverkehr aufstoppen, die Fahrbahn über die Brücke wird für mehrere Minuten zur Seite gedreht, damit die wartenden Schiffe und Boote den kurzen Brückenkanal passieren können. Der Brückenwart steuert die Brücke mittels "Joy-Stick", ähnlich einer Fernbedienung für ein funkferngesteuertes Auto. Zunächst ging es durch den Fleesensee und Kölpinsee in Richtung Waren, irgendwann am Jabeler Kanal wendete das Schiff und es ging wieder zurück nach Malchow
Wieder wurde die Drehbrücke geöffnet, damit unser Fahrgastschiff und weitere Ausflugsschiffe und Kleinfahrzeuge die Durchfahrt ermöglichen konnten.
Kurzer Stop am Anleger. Fahrgäste, die nur die kleine Runde gebucht hatten verließen den Kahn, neue Fahrgäste für die Südrunde stiegen zu.
Dann ging die Schiffsreise weiter Richtung Plauer See, wieder durchfuhren wir viel Natur rechts und links des Schiffes bis hinein in den Plauer See. Kurz vor demm Wendepunkt durchfuhren wir den Lenzer Kanal und ich entdeckte am Ufer einen Wohnmobil-Stellplatz.
Dieser Stellplatz wird später auf der Tour noch einmal mit dem Wohnmobil angesteuert werden. Kurz nach der Passage des Lenzer Kanals und der Einfahrt im Plauer See, kehrte das Fahrgastschiff "Stadt Malchow" um und der Käpt´n steuerte wieder zurück in die Stadt Malchow.
Eine schöne Tour, die mit fast 4 Stunden auf dem Wasser eine fast tagfüllende Unternehmung ist. Viel Natur links und rechts zu beobachten und der Käpt´n steuert nicht nur das Schiff, sondern auch ein paar Informationen bei. Die einzelnen Seen haben eine durchschnittliche Tiefe von nur etwa 6 Metern. Sie werden zu großen Teilen vom Fluss Elde durchflossen. Und die Elde, das habe ich ja auf der „Mai-Tour“ festgestellt, mündet bei Dömitz in die Elbe. Man könnte also von der Müritz in die Elbe mit dem Schiff gelangen und von dort dann über die Elbe in die Nordsee und den „großen Teich“ nach Amerika oder ab Lauenburg durch den Elbe-Lübeck-Kanal nach Lübeck in die Trave und die Ostsee. Schön war´s!, konnte ich dann zurück an Land feststellen und mit dem Stellplatz in „Lenzer Hafen“ hatte ich auf dieser Schiffstour gleich auch noch eine Anlaufstelle gesichtet, welche ich später auf der Reise noch aufsuchen werde. Nun machte ich mich alsbald auf den Rückweg zum Stellplatz vorbei an der großen Kirche des Klosters Malchow.
Ein letzter Blick auf die historische Altstadt, die Inselstadt.
Es war noch wieder warm an diesem Donnerstag, da musste eine Siesta am Stellplatz dann sein. Mutige machten sogar in der Müritz ein paar Schwimmzüge hier an der Boots-Slipanlage. Damit ging dann dieser Tag in Malchow auf dem Stellplatz an der Marina zu ende.
:) Fortsetzung folgt! :)
frankjasper8 am 06 Feb 2023 12:07:21
Freitag, 17. Juni 2022
Dann kam der Freitag, Tag 6 meiner Tour. Die Sonne war auch wieder da und wärmte die Müritz-Region ordentlich auf. Das Wohnmobil wurde wieder zum Fahr-Mobil, ich ließ noch schnell das Grauwasser ab und leerte die WC-Cassette an der Service-Stelle, dann hieß es „Abfahrt!“. Das WoMo brauchte neue Energie in Form von Diesel und den gab es an der Tanke in der Nähe. Dann ging es über teils recht schmale, kopfsteingepflasterte Sträßchen in südlicher Richtung nach Stuer. Hier gab es einen „Bärenwald“ und den schaute ich mir dann auch mal ausgiebig an. Hier mal der --> Link zur Internet-Seite
Das ist ein eingezäuntes Waldgebiet, eine Art Auffangstation für Bären, die hier relativ naturnah ihr Leben gestalten können. Ein Rundweg führt durch den Wald, für den man sich ruhig so um 2 Std. einplanen sollte. Gern natürlich auch länger.
Für Erfrischung und Sättigung auf dem Weg durch den Wald sorgt ein Fischimbiss mit Angelteichen und Räucherei auf dem Gelände. Im Angebot sind diverse Fischbrötchen oder Räucherfisch und ein Angebot an Getränken
Gut fand ich, daß die Eintrittskarte hier ganztags gilt und man z.B. auch den Wald verlassen kann und später nochmals rein kann. Es war natürlich nicht so leicht, die Bären zu Gesicht zu bekommen, die stehen ja nicht alle am Zaun rum und warten, daß „die doofen Menschen kommen und uns fotografieren“.
Ein paar der Tiere machten aber doch Halt vor meiner Kamera.
Am Ausgang gibt’s dann noch einen kleinen Andenken-Shop und einen Imbiss. Dann nach drei Stunden Waldbegehung war das Abenteuer „Bärenwald Müritz“ auch überstanden. Ich lebte noch und war nicht zu Bärenfutter geworden.
So, wie ging´s weiter? Sonnig und warm ging es weiter. Der Weg war das Ziel und mein Ziel an diesem Freitagnachmittag war das Städtchen Waren und nach rund 30 Kilometern kam ich da dann auf dem Stellplatz „Blumen und Parken“ an.
Gerade noch rechtzeitig, denn nur noch 2 Plätze waren zu belegen und hinter mir schon der nächste Camper. Platz belegt, das Schild hing bald darauf an der Zufahrtsschranke. Nun, ich hatte „meinen“ Platz, alles gut!. Stromanschluß gab es auch und Sat-Empfang war auch da. Noch eine erste Erkundung durch Waren zum Hafen, vorbei an Marienkirche und historischem Rathaus am Marktplatz.
Alles schnell vom Stellplatz aus erreichbar. Es war viel Volk unterwegs an diesem herrlichen Nachmittag. Mit einem Bismarck-Brötchen und einem Eis wurden die örtlichen Betriebe auch „unterstützt“, dann ging ich langsam zurück zum Stellplatz. Noch lange konnte man draußen vor dem Mobil sitzen.
Tagesetappe: 58 Kilometer Gesamtstrecke: 523 Kilometer
die ungefähre Streckenführung des Tages auf der Karte: --> Link
Stellplatzinfo: „Blumen und Parken“, Mecklenburger Straße, 17192 Waren/Müritz 35 Stellplätze hinter der Gärtnerei
Kosten: 15,- €/Mobil incl. Ver- und Entsorgung, WC-Nutzung, kostenloses W-Lan (Zugang erhält man bei Anmeldung im Blumenladen Steindorf-Sabath) Strom: 0,50 €/kw Dusche: 1,- €/5 Minuten Wasserlaufzeit Kurtaxe: 2,- €/Person
Beschrankte Einfahrt, öffnet automatisch. Zur Ausfahrt bekommt man eine Münze bei Anmeldung, die in die Schrankenanlage eingeworfen werden muß.
Im nächsten Teil des Berichtes dann mehr Bilder aus Waren/Müritz
:) Fortsetzung folgt! :)
Gast am 06 Feb 2023 18:58:02
Als ich 2015 in Waren Müritz war, hatte ich die Gelegenheit den Turm der St. Marien Kirche, zu begehen. In Erinnerung habe ich noch das außergewöhnliche Beheizungssysthem, Gasöfen mit dicken Heizungsrohren durch den Kirchenraum. Vom Turm aus konnte ich u.a. auch ein ein Foto vom dem Stellplatz schießen. Bitte erhebe Einspruch, wenn meine Beiträge an dieser Stelle unpassend sind.
iwoi am 06 Feb 2023 19:10:36
hallo HW16, es ist ein interessantes Bild, doch es gehört nach meinem Empfinden, nicht hier in diesen Reisebericht von Frank. Dein Bild würde doch gut als Info in die Stellplatz-Datenbank unter der Beschreibung vom Stellplatz passen.
bonjourelfie am 06 Feb 2023 23:47:22
Ich steig auch noch schnell zu. Und ich habe gerade Matjesbrötchen am Emder Ratsdelft gekauft. Mögt ihr die? Oder lieber Krintstuut, auch sehr lecker. Auf jeden Fall freu ich mich auf die Weiterfahrt, danke Frank für die Mitfahrgelegenheit.
LGElfie
frankjasper8 am 07 Feb 2023 11:03:29
HW16 hat geschrieben:Als ich 2015 in Waren Müritz war, hatte ich die Gelegenheit den Turm der St. Marien Kirche, zu begehen. Vom Turm aus konnte ich u.a. auch ein ein Foto vom dem Stellplatz schießen. Bitte erhebe Einspruch, wenn meine Beiträge an dieser Stelle unpassend sind.
Moin! Kein Einspruch von meiner Seite! :) Es passt doch gut hier rein. Irgendwann hatte schon einmal jemand (Ricarda "Paulinchen" oder Monika "Julia10") ein Foto von oben aus der Adler-Perspektive gezeigt. Vielleicht stellst du es zusätzlich auch unter dem betreffenden Fähnchen in der Stellplatz-Datenbank ein. :)
Grüße ins Eichsfeld!
bonjourelfie hat geschrieben:Ich steig auch noch schnell zu. Und ich habe gerade Matjesbrötchen am Emder Ratsdelft gekauft. Mögt ihr die? Oder lieber Krintstuut, auch sehr lecker. Auf jeden Fall freu ich mich auf die Weiterfahrt, danke Frank für die Mitfahrgelegenheit.
LGElfie
Hallo Elfie! Schön, dass Du auch in Emden hier ins Forum schaust und mit uns durch den "wilden Osten" reist! :D Such Dir ein schönes Fensterplätzchen und schau Dir die Gegend an. Die Frage nach den Matjesbrötchen kann ich nur mit "Her damit! beantworten. :)
Grüße ins schöne Emden!
Heute machen wir mal einen "Ruhetag", vermutlich geht mein Bericht erst zum Wochenende weiter! :oops:
Aretousa am 07 Feb 2023 12:35:57
Ich bin zwar nicht Elfie, aber Eins hätte ich noch für dich. Das Heißgetränk ist alkoholfrei :wink:
Für die anderen Mitfahrer musst du an der nächsten Fischbude halten.
Gast am 07 Feb 2023 13:13:08
Danke Frank, mir jukt es natürlich in den Fingern, wenn Du meine Heimat bereist und noch dazu viele interessante Hinweise gibst. Für so gute und ausführliche Reisebericht fehlt mir die Geduld. Habe weiterhin eine gute Reise und bleib gesund und zuversichtlich. Viele Grüße Ewald
frankjasper8 am 09 Feb 2023 12:43:41
Ach ja, Dankeschön Lena, für das leckere Fischbrötchen und das aufmunternde Heissgetränk; das hat richtig gut getan und neue Schreibkraft hervorgerufen! :)
Es geht weiter in meinem Reisebericht und es gibt weitere schöne Bilddokumente aus Waren an der Müritz. Wir beamen uns zurück in der Zeitmaschine und landen im 18. Juni des vergangenen Jahres 2022. Es war einer der heißesten Tage in diesem Super-Sommer. Ein Tag, an dem von Waldbränden nahe Potsdam in den Medien berichtet worden ist. Und das ist ja von meinem Aufenthaltsort an der Seenplatte Mecklenburgs gar nicht weit entfernt. Also, raus aus den Federn und rein in die Sommerhitze!
Dann fing der letzte Tag der ersten Woche auf meiner Reise an, es war Sonnabend, es war der 18. Juni und es war sonnig. Morgens Sonne, mittags Sonne, abends Sonne – so könnte man diesen Tag kurz zusammenfassen. Es war ein Tag, der deutschlandweit Rekordtemperaturen z.T. über 36 Grad bringen sollte. Hier in Waren an der Müritz konnte ich so etwa 31 Grad vermelden. Ich saß schon vormittags in der Sonne vor dem Wohnmobil, den wandernden Schatten zwischen meinem und dem Nachbarmobil ausnutzend. Der Küchenplan sah heute Frikadellen mit Kartoffelbrei vor, also rein ins Kochvergnügen! Gegen 13 Uhr startete ich dann zu einer Radrunde; besser gesagt ich wollte starten. Noch Luft aufgepumpt und dann machte es Ziiisch((( - Ventil kaputt. Na, zum Glück war das nicht irgendwo unterwegs passiert. Ein Blick in die tiefen Katakomben des Wohnmobil“kellers“ und ich fand in einer kleinen Flickbox noch etwas passendes, ein altes Fahrradventil. Hoffentlich nicht zu alt. Also Ventil getauscht und Reifen aufgepumpt. Kurzer skeptischer Blick und prüfender Druck. Scheint zu halten!. Also los. Ich fuhr Richtung Hafen und dann auf einer Fahrradstraße durch schattenspendendes Waldgebiet durch das Naturschutzgebiet am Feisnecksee vorbei.
(leider das einzige Foto dieser Radtour, es war selbst zum "knipsen" zu warm)
Irgendwann drehte ich um, es war einfach zu warm, auch wenn es auf dem Fahrrad etwas „luftig“ wehte. Nee, muss man nicht! Kein Bedarf an Hitzekollaps. Ich kehrte zum Stellplatz zurück, Feierabend. Ich erklärte den Rest dieses Tages zum Ruhetag. Ein Stück südlich in der Region Potsdam wurden in den Nachrichten Waldbrände gemeldet.
Eine weitere Nacht verbrachte ich auf dem Stellplatz "Blumen und Parken" in Waren/Müritz und wieder war der Stellplatz bis auf den letzten "Notplatz" gefüllt, "Full House".
Sonntag, 19. Juni 2022 Der Sonntag war dann fast schon winterlich. Temperatursturz um 13 Grad auf jetzt „nur“ 18 Grad. Durchatmen und durchlüften. Ich machte das Mobil wieder mobil und ging noch eine abschließende Runde durch Waren. Ich hatte ja noch nicht so viel vom Ort gesehen und brauchte erst um 14 Uhr den Platz für die Nachnutzer räumen.
Etwa 2,5 Std. schlenderte ich durch die Straßen an der Marienkirche, dem Marktplatz und der St. Georgen Kirche vorbei, kam am Müritzeum und am Hafen entlang, zum Alten Markt und wieder zum Hafen.
Ein Fischkutter lud zur Mittagsrast ein;
Pangasiusfilet mit Pommes und Salat. Plötzlich Bewegung bei mir am Tisch, ich hatte das gar nicht recht mitbekommen. Ein junger Mann zog sich T-Shirt und Hose aus, stieg über das Geländer und stieg zwischen Schiffswand und Kaikante hinab ins Wasser. Was ist denn mit dem los, fragte ich mich. Da war er auch schon wieder oben, mit einem Spielzeugtrecker in der Hand, der seinem kleinen Sohn wohl „über Bord gegangen war“. Das hätte bestimmt nicht jeder Papa gemacht, klatschender Beifall von den Umstehenden.
So, jetzt aber zurück zum Stellplatz und um kurz vor 13 Uhr verließ ich den Platz in Waren, eine Frau wartete schon, daß ich den Platz frei machte. Ein paar Kreuzungen, ein paar Ampeln und ich war raus aus der Stadt.
Natur pur erlebte ich dann ein paar Kilometer weiter auf der Halbinsel Damerow im Wisent-Schaugehege --> Link Hier war ein Info-Zentrum am Eingang, ein Grillstand bot Bratwurst an und Kaffee und Kuchen gäbe es im Info-Cafe. Also, Eintritt gezahlt und rein in das Gehege.
Durch ein Waldstück erreicht man nach wenigen Minuten zwei eingezäunte Gatter. Es war nicht so einfach, die Wisente, diese zotteligen Rindviehcher zu Gesicht zu bekommen. Erst als sie mit Ästen und Sträuchern gefüttert wurden, trottenten sie aus dem schützenden Wald heraus ins Blickfeld der Besucher. Es gab auch noch ein Wildgehege, aber dort herrschte gähnende Leere und nur ein Kormoran war zu erkennen... in weiter Ferne und mit der Kamera nicht zu erhaschen.
Nach etwa 2 Stunden hakte ich das Wisent-Gehege dann auch auf meiner Liste ab und weiter ging es über Malchow nach Alt Schwerin am Plauer See. Die Straße zum Stellplatz zweigte nach links von der Hauptstraße ab. Plattenwege wie für die Streitkräfte und das auf etwa 2 Kilometer Länge, entgegenkommende Fahrzeuge mußten ausweichen. Nein, da drehte ich doch lieber um, das war hier wohl das Ende der Welt. Ich fuhr noch nach Plau am See, aber hier gab es nur einen „normalen“ Parkplatz mit Wohnmobil-Ausschilderung. Ich kehrte um und erinnerte mich jetzt an den Stellplatz am Lenzer Hafen, den ich bei der Schiffstour in Malchow gesehen hatte. Also das Navi programmiert und nach kurzer Fahrt über Alt Schwerin zurück bis kurz vor Malchow, dann noch etwa 3 Kilometer durch den Wald nach Lenzer Hafen, stand ich auch schon auf dem Wohnmobil-Stellplatz an der Gaststätte. --> Link
Es war reichlich Platz vorhanden, ich brauchte ja nur einen. Nur ein kurzer Spaziergang am Platz, zum Bootsliegeplatz und zum Badestrand. Hier am kurzen Lenzer Kanal, zwischen Petersdorfer See und Plauer See, wollte ich die nächste Nacht der Reise verbringen. Regen setzte ein, nicht sehr ergiebig. Ich machte den Fernseher an und schaute auf N 3 einen Bericht über Camping in Norddeutschland.
Bilder von Stellplatz und Umgebung am Lenzer Hafen
Tagesetappe: 83 Kilometer Gesamtstrecke: 605 Kilometer
Die in etwa gefahrene Route des Tages auf der Straßenkarte: --> Link
Stellplatz: Lenzer Hafen am Petersdorfer Kanal, Zum Hafen 1, 17213 Lenz
Gebühr: 20,- €/Nacht incl. WC-Nutzung, Strom über Münzautomat, Dusche 2,- € Münze für genau 22 ltr Wasser Brötchenservice in der Gaststätte, Abholung ab 8 Uhr möglich V-E von 9.30 bis 10.30 Uhr möglich, sonst verschlossen.
In Platznähe befindet sich der „Lenzer Krug“, ein reetgedecktes historisches Gasthaus. Badestrand am Plauer See mit Kiosk in der Saison, Wanderwege in waldreicher Umgebung, Bootsvermietung
So, wer nun wissen möchte, wie die Reise am nächsten Tag weiterging, muss noch ein wenig warten, denn...
:) Fortsetzung folgt! :)
frankjasper8 am 11 Feb 2023 01:54:51
Es ist so ruhig bei Euch, seid Ihr noch da? :) Und wieder bringe ich Euch ein Stückchen weiter auf dieser Reise, alle wieder einsteigen!
Montag, 20. Juni 2022
Inzwischen ist schon Montag geworden, ein Regenschauer schaute mal vorbei. Das Frühstück mit den vorbestellten Brötchen, vorher die Dusche für 2, - € genutzt. Zur Ausfahrt muss man in der Gaststätte das Parkticket gegen ein Ausfahrtticket tauschen, dann steht der Weiterfahrt nichts im Wege. Auf der Waldstraße in Richtung Malchow, hier liegt an der Straße ein Affenwald und Sommerrodelbahn --> Link . Gern mal reinschauen, aber ich war nicht drinnen. Mein nächstes Ziel war dann Plau am See und weil ich ja am Vortag schon da war, fand ich natürlich ohne Probleme wieder hin. Zunächst nach Alt Schwerin (hat nichts mit der Stadt am Schweriner See zu tun) und auf der B 103 nach Plau. In Alt Schwein könnte man noch bei Interesse im Agroneum, einem landwirtschaftlichen Museum vorbeischauen.
Plau ist eine schöne, ordentliche und saubere Stadt. Der kostenlose Parkplatz mit einigen wenigen Parkplätzen für lange Fahrzeuge liegt am Ortsrand und man ist in wenigen Minuten im Ortszentrum. Bei meinem Besuch standen viele LKW, aber auch drei, vier Wohnmobile da. Zu Beginn der Ortsrunde eine Burganlage mit Burgturm, die Touri-Info ist im Burggebäude untergebracht.
Im Büro und Shop der Touri-Info erhält man einiges Info-Material für den Urlaubsaufenthalt in der Region.
Im Ort viel, viel Kopfsteinpflaster auf den Wegen und Straßen.
Das Rathaus und die Marienkirche am Marktplatz; 2 große Gebäude mit Geschichte.
Dann war ich am Ufer der Elde und stand vor der urtümlichen Schleusenanlage und der „Hühnerleiter“, einer Fußgängerbrücke aus Holz über die Elde.
Am Ufer des Kanals ging ich dann in Richtung Hafen, vorbei an der historischen Hubbrücke aus dem Jahr 1916.
Gleich dahinter ein Imbiss-Restaurant, das mit Backfisch und Pommes auf der Tafel warb.
Dann zum Hafen mit dem Leuchtturm am Plauer See. Vom Turm hat man nach 50 Stufen einen tollen Blick über den See und die letzten Meter der Elde.
Wieder ein kurzer Regenschauer, die Straße wurde nicht mal richtig nass. Auf dem Rückweg zum Parkplatz noch ein Blick in den Innenhof der Burg mit dem Burgturm aus dem Jahr 1449 und vorher noch ein Eisbecher zum „Sonne raus locken“. Beim REWE-Markt frischte ich die Bord-Vorräte auf und verließ dann den Plauer See auf der B 198 und kam dabei nochmal nahe des Bärenwaldes an Bad Stuer vorbei.
Südlich an Röbel vorbei gelangte ich dann nach Rechlin. Da gab es einen Stellplatz, noch recht neu und fast unheimlich leer. Nur drei Wohnmobile standen da, ich und noch ein Wohnmobil kamen zeitgleich an. Ich suchte nach einem Parkautomaten, Fehlanzeige. Ein Ehepaar eines anderen Mobils sagte, man müsse im Internet auf die Homepage des Platzbetreibers gehen und über die Reservierung dann den Platz buchen und abrechnen. Internet hatte ich ja über das Smartphone, aber mit der Platzbestellung kam ich nicht klar. Nach einigen Minuten verließ ich deshalb diesen Stellplatz, ein Bauarbeiter, der an den Sanitäranlagen herumwerkelte konnte mir auch nicht weiterhelfen.
In der Nähe fand ich dann einen Campingplatz am Bolter Ufer, mitten im Wald. Na, egal, ich hatte eine Bleibe für die Nacht, alles gut. Alles, nein nicht alles. Die Duschanlagen funktionierten an diesem Tag nicht. Das Wasser wurde über Chipkarte gesteuert und da war wohl mit den Lesegeräten ein Problem aufgetreten. Jedenfalls fiel heute die Dusche aus. Kein Problem, ich hatte ja morgens erst geduscht. Hier, so mitten im Wald, war es doch irgendwie romantisch. Ein kleiner Laden und eine Gaststätte gehören zum Platz. Man kann sich seinen Platz frei wählen. Der Strand ist auch nicht weit und die Toiletten waren sauber und auch wohl recht neu. Fernsehempfang hatte ich natürlich hier wegen der hohen Bäume nicht. Ich ging als Alternativprogramm über den Platz und später war das Radio dann der Zeitvertreiber.
Tagesetappe: 82 Kilometer Gesamtstrecke: 687 Kilometer Die Straßenkarte mit der ungefähren Wegstrecke findet ihr hier: --> Link
Campingplatz „Bolter Ufer“ Campingplatz Bolter Ufer --> Link
Rechlin, OT Boeker Mühle
So langsam verlasse ich dann die Müritz-Region. Wohin es noch geht, darüber berichte ich dann im nächsten Teil.
:) Fortsetzung folgt! :)
haroba am 11 Feb 2023 10:12:24
Moin Frank!
Danke für die Nachtschicht beim Schreiben des Reiseberichts! Wir waren 2021 in der Nähe von Plau am See. So viel wie Du habe ich damals nicht entdeckt in Plau am See. Kam vielleicht daher, dass ich bzw wir erstmal zur Stadt radeln mussten. Grins! --> Link
Freue mich auf den nächsten Teil Deines Reiseberichts.
Munterholln! Hartmut
iwoi am 11 Feb 2023 10:28:41
guten Morgen! ruhig schreibst du! na ja, ich freue mich, "fast" jeden Tag, einen weiteren Bericht von deiner Reise zu lesen! hab ich den gelesen, kommen dann meine Erinnerungen an diese Orte!
frankjasper8 am 11 Feb 2023 10:47:22
Moin Hartmut ( und natürlich Rosi auch :) )!
Tja, es war nur eine halbe Nachtschicht; Bin erst gegen 23:45 Uhr von der Arbeit gekommen und hatte morgens vor der Arbeit schon ein Großteil des Berichts fertig getippt. So brauchte ich nur noch wenige Fotos einzufügen und konnte dann das Ganze "abschicken".
Deinen Reisebericht muss ich mir dann mal näher betrachten, wenn ich meine "Arbeit" hier beendet habe, aber die Fotos von Plau am See haben irgendwie Ähnlichkeit mit meinen! :eek:
:) Grüße nach Ostfriesland! :)
Hallo Ines,
ich dachte schon, es war Euch langweilig geworden :eek: oder Ihr hattet Euch im Streit um Lena´s Nussecken sogar geprügelt. Okay, jetzt bin ich beruhigt.
Dann kann ich mich ja wieder der Schreiberei zuwenden. Ziemlich viel Arbeit ist es diesmal, weil ich teilweise doch recht viele Bilder gemacht habe. Diese so zu bearbeiten, dass sie in den Bericht passen, ist oft nicht so leicht. Personen oder Kennzeichen, teilweise auch Schilder unkenntlich machen oder diese Bildertafeln erstellen, all das macht doch viel Arbeit und erfordert Zeit. Gut, dass ich den geschriebenen Teil soweit im Vorfeld fertig hatte. :)
So, dann geht es hier bald weiter, bleibt dran! :)
fritzi2015 am 11 Feb 2023 12:46:31
Hej, hallo, Ich bin auch noch dabei...habe gerade mal aufgeholt mit Lesen...diese Woche habe ich eindeutig zu viel gearbeitet...du stellst uns echt herrliche, für mich noch unbekannte Reiseziele vor. Ich freue mich auf die weitere Reise und Danke Dir für die Zeit, die du für die Erstellung und Bearbeitung investiert. Für heute Abend habe ich guten rheinhessischen Dornfelder dabei und Brezel mit Spundekäs ;-) Ich freue mich auf die gesellige Runde. HG Sabine
frankjasper8 am 11 Feb 2023 14:03:02
Dienstag, 21. Juni:
Am nächsten Morgen ging es dann weiter; es war der 10. Tag meiner Reise und es war der längste Tag des Jahres, der 21. Juni. Ab heute würden die Tage kürzer und die Nächte wieder länger werden. Ich packte mein "Packerl" wieder zusammen und fuhr gegen 09:30 Uhr vom Platz. So langsam verlies ich nun die Müritz, die ich jetzt fast gänzlich umrundet hatte. der Teil zwischen Rechlin und Waren hier im Osten des Sees war Naturschutzgebiet und mit Kraftfahrzeug nicht befahrbar. Die Straße hier zum Campingplatz endete wenige Kilometer weiter bei "Böker Mühle" in einer Wendeschleife. Entsprechend ruhig war diese Gegend, viel Natur.
Einen Halt in Rechlin zum Ortsrundgang ließ ich mal aus und fuhr dafür nach Mirow etwa 15 Kilometer auf der B 198. Ein Schloss mit schöner Lage auf einer Insel im See, ein Torhaus als Zugang, davor bietet ein Parkplatz Stellplätze für Mobile im PKW-Format. Ich parkte hier, für kurzen Aufenthalt geeignet. Ein Rundgang über die Schlossanlage,
dort befindet sich am Wasser noch ein Stellplatz für Mobile beim kleinen Yachthafen.
Ein paar Daten und Fakten sind den hier eingestellten Erklärtafeln zu entnehmen, welche in Mirow am Schloss aufgestellt waren.
Wer noch mehr Infos haben möchte, Wikipedia hilft da gerne --> Link)
Nach dem Rundgang verließ ich dann die Müritz-Region und fuhr meist über kleine, unbedeutende Landstraßen nach Wittstock/Dosse und machte auch hier eine erkundende Ortsbegehung. Wittstock erwies sich als schmucker Ort. Da ich vorher schon die Mittagspause mit Erbsensuppe mit Bockwurst gemacht hatte, gab´s jetzt nur ein Soft-Eis. Wittstock lockt v.a. mit dem historischen Rathaus.
Hoch überragt der Kirchturm der Marienkirche (68 m ) den Ort. Was weiß das WWW zur Kirche: --> Link)
Auf der Suche nach einer Bleibe für die Nacht erreichte ich dann Pritzwalk. Hier werden Wohnmobile auf einem kleinen Stellplatz mit 5 Buchten verwiesen.
Parken in Innenstadtlage am Fabrikmuseum. Zahlen soll man am Parkscheinautomaten, Strom gibt es über Münzautomat. Eine V+E-Station ist auch vorhanden. Der Parkscheinautomat war defekt, wie mir die „Nachbarin“ des anderen Wohnmobils erklärte. Von den Strom-Steckdosen funktionierten nur noch 2 der ursprünglichen 8 Anschlüsse. Nun gut. Ich schaute mich in der Nähe des Platzes um. Im Fabrikmuseum fand ich dann die Touri-Info, bis 17 Uhr geöffnet und es war jetzt 17.20 Uhr. Okay, Rundgang durch den Ort. Es gibt nicht so viel zu sehen und man ist schnell durch. Ein paar Fotos zur Auflockerung...
Man sieht´s bestimmt schon an den Bildern: Es war wieder ein wunderschöner, sonniger und ein recht warmer Tag und noch um 21 Uhr stand das Quecksilber auf 23 Grad. Zapfenstreich, ab in die Koje!
Tagesetappe: 77 Kilometer Gesamtstrecke: 764 Kilometer
Die Kartenansicht der gefahrenen Tagesetappe: --> Link
Kosten: 10,- €/Nacht (Automat war bei meinem Besuch dort defekt und es kam niemand zum kassieren) Stromautomat mit 8 Steckdosen, nur 2 funktionstüchtig. 1,- € reichte für 12 Std. Stromfluss. V+E-Anlage (St-San) am Platz vorhanden. Schöner Platz für 5 Fahrzeuge, durch Hecken eingeteilt, freies W-Lan, fußläufig 500 m von der Innenstadt (Marktplatz) entfernt.
So, Schreibpause.
Die nächste Etappe geht dann weiter in Richtung Tangermünde, das Warten lohnt sich.
:) Fortsetzung folgt! :)
frankjasper8 am 11 Feb 2023 14:07:47
fritzi2015 hat geschrieben:Hej, hallo, Ich bin auch noch dabei...du stellst uns echt herrliche, für mich noch unbekannte Reiseziele vor. Ich freue mich auf die weitere Reise und Danke Dir für die Zeit, die du für die Erstellung und Bearbeitung investiert. Für heute Abend habe ich guten rheinhessischen Dornfelder dabei und Brezel mit Spundekäs ;-) Sabine
Hallo Sabine,
das wird dann ja ein lustiger Abend! :) ... und verkürzt sicherlich die Wartezeit auf die nächste Teilstrecke. :) Ich mache eine schöpferische Pause, die nächsten Bilder warten auf mich, daß ich sie Euch dann hier präsentieren kann.
Gast am 11 Feb 2023 14:35:05
Wieder viele ausführliche Informationen, danke dafür. Wittstock hat übrigens einen neuen SP, seit wann genau weiß ich nicht, unweit vom Zentrum. Auch die Stadtmauer ist bemerkenswert. Wir waren im Herbst 2022 dort.
frankjasper8 am 12 Feb 2023 00:25:19
Wir sind bei Tag 11 der Reise, Mittwoch, 22. Juni 2022.
Sonnenschein und warme Temperaturen in Pritzwalk. Ich ging zum Bäcker, die Frühstücksbrötchen besorgen. Nach deren Verzehr machte ich mich alsbald auf die Socken zur nächsten Teiletappe. Die WC-Cassette leerte ich noch und spülte mit dem Inhalt des Brauchwassertanks nach. Das war kostenlos an der San-Anlage.
Die Platznachbarn waren schon auf dem Weg zum Darrß, ich fuhr in entgegengesetzter Richtung auf der B 107 nach Havelberg. Hier stoppte ich und stellte das Mobil auf dem Parkplatz am alten Bahnhof ab. Rundgang durch Havelberg mit Sichtung des Stellplatzes an der Zufahrt zum Campingplatz. Hier steht man unter Bäumen an der Straße, nicht mein Geschmack. Der Rundgang verlief zum Domberg und durch die Altstadtinsel. Mittagessen beim Griechen hinter dem Rathaus mit Gyrosteller. Dann noch an der Stadtkirche vorbei und das Kapitel Havelberg war erledigt.
Fotos vom Stadtrundgang...
Nun ging es wieder darum, einen Stellplatz zu suchen. Bei der Maitour war ich ja zum Abschluß in Tangermünde gewesen und bis dahin war es ja jetzt nicht mehr weit. Also gab ich nochmal Gas und ruck-zuck brachte mich der Ducato wieder nach Tangermünde. Dabei kam ich auch durch Schönhausen, den Geburtsort von „Otto von Bismarck“. Dann noch die Elbe überqueren und Tangermünde war erreicht. Der Stellplatz am Klosterberg war der Anlaufpunkt, nachdem ich noch kurz im EDEKA-Markt im Hanse-Park eingekauft hatte. Auch der Ducato bekam eine ordentliche Portion frischen Diesel, der hatte auf dieser Reise wieder tadellos seine Dienste erledigt, ein treuer Weggefährte. Dann wie gesagt, erreichte ich den Parkplatz „Am Tanger“ und fand noch reichlich Platz zur freien Auswahl. Ich richtete mich ein und machte eine Erholungspause vor dem Mobil. Dann noch eine Radrunde von etwa 13 Kilometern; ich hatte vorhin auch eine Packung neuer Fahrrad-Ventile gekauft und wechselte das defekte Ventil vorsichtshalber aus. Der Elbe-Radweg war gut zu fahren und unterwegs sogar ein Hilfsmittel zum einschlafen: Schafezählen. Ja, ganz ohne Schafe ging auch diese Reise nicht!
Noch lange saß ich dann abends vor dem Mobil bei immer noch 26 Grad um 21 Uhr.
Tagesetappe: 108 Kilometer Gesamtstrecke: 872 Kilometer die Tagesetappe auf der Straßenkarte: --> Link
Schöner Platz mit teilweise hohen Bäumen in Altstadtnähe. Stromanschlüsse auf dem Platz verteilt, ohne zusätzliche Kosten. Altstadt mit Rathaus, diversen Stadttürmen, St.-Nicolai-Dom und alter Stadtbefestigung, Burganlage über der Elbe. Tipp: Die Brauerei „Schulzens“ in der Nähe der Burganlage braut diverse Biersorten. Im Biergarten läßt sich das Bier ( und andere Getränke natürlich auch) gut genießen (nur Selbstbedienung in der Brauerei). Urige Museumsscheune mit Ausstellungsstücken aus Haushalt, Landwirtschaft und anderen Bereichen.
Im nächsten Teil des Berichtes bummeln wir dann nochmals durch Tangermünde, und dann heißt es leider langsam Abschied nehmen... Aber soweit sind wir noch nicht, keine Angst. Es geht noch weiter!
:) Fortsetzung folgt! :)
frankjasper8 am 12 Feb 2023 13:23:31
Donnerstag, 23. Juni 2022
Am nächsten Morgen lockte mich das Wetter auf´s Fahrrad und ich kann eines schon vorweg nehmen, es war wieder seeehr warm an diesem Donnerstag, die Hitzewelle schwappte weiter, die 30-Grad-Marke wurde erreicht und wohl auch überschritten. Ich plauschte mit einem auch allein reisenden Wohnmobilfahrer über „Gott und die Welt“, worüber man halt so quatscht. Dann machte ich mich auf den Sattel und fuhr an der Elbe entlang bis Billberge. Ein Radweg, der meist auf dem Elbdeich entlang verläuft; nur wenig Kontakt mit befahrenen Straßen. Ein schöner Ausflug, aber ohne Einkehrmöglichkeit auf der gefahrenen Strecke. Erst zurück in Tangermünde gibt es wieder Speis und Trank. Nun, meine Hin-und Rückfahrt war denn etwa 20 Kilometer lang, zum Glück hatte ich Getränke in den Packtaschen. Fotos gibt es da leider nicht.
Zurück am Stellplatz gab es dann einen gestern gekauften Salat aus der EDEKA-Salatbar und als Dessert Wassermelone. Dann noch zu Fuß ein Rundgang durch Tangermünde. Ich war ja erst vier Wochen zuvor hier gewesen und so fiel der Stadtbummel entsprechend kürzer aus.
Fotos von der Stadtbesichtigung:
Zur Burganlage ging ich und machte in der „Schulzens“-Brauerei eine Trinkpause bei einem Glas „Ziegelrot“ einer Bierkreation der Hausbrauerei. --> Link Den Biergarten erreicht man durch eine Scheune, wo viele Gegenstände aus Haushalt und Landwirtschaft längst vergangener Zeiten ausgestellt sind.
Dann zog es mich noch zum Eis-Stand hin und langsam kehrte ich zum Stellplatz zurück. Hier war ich gegen 18 Uhr wieder angekommen und nach dem Abendessen machte ich noch eine 15-Kilometer-Radrunde zum Ort Buch und an der Elbe zurück, wieder die Möglichkeit zum „Schäfchenzählen“.
Damit kehrte ich bei immer noch 29 Grad gegen 21 Uhr zum Platz in Tangermünde zurück; es sollte eine heiße Nacht werden. Ich duschte im Wohnmobil mit halbwegs kaltem Wasser und gegen 23 Uhr legte ich mich ins warme Bettchen.
Langsam geht dann dieser Reisebericht zu ende. Am nächsten Morgen sollte es dann in Richtung Heimat gehen.
Und dann war auch schon der letzte Reisetag angebrochen, Freitag, der 24. Juni.
Am Morgen beschäftigte ich mich mit dem Rückbau des WoMo´s und brach dann recht zeitig gegen 9:00 Uhr vom Platz auf. Ich wählte im Gegensatz zur Mai-Reise eine andere Route für die Rückreise aus und fuhr über die Elbbrücke nach Jerichow. Mein Vorhaben, das Kloster --> Link noch zu sichten, wurde von einer Straßenbaustelle zunichte gemacht. Eine andere Routenführung umfuhr Jerichow. Dann halt nicht. Ich kam dann nach Genthin und auf der Bundesstraße B 1 ging es weiter nach Burg bei Magdeburg. Hier schloss sich denn auch der Kreis. Hier war ich zu Beginn dieser Tour ja gewesen.
Ich erreichte die Autobahn A 2 und die Rastanlage „Börde“ bei Magdeburg. Hier war aber Reisebus-Alarm, 5 Busse standen auf dem Parkplatz. Ich fuhr weiter zur nächsten Rastanlage, Lappwald bei Helmstedt. Inzwischen war ich wieder in westlichen Gefilden, zurück in Niedersachsen. Ich bestellte ein Schnitzel mit Pommes-Frites, die letzte Mahlzeit dieser Reise, Henkersmahlzeit.
Dann gab´s kein Halten mehr. „Hammer down“, Maschine volle Kraft voraus, Kurs Heimat. Über Wolfsburg, Braunschweig und Salzgitter gelangte ich mit einer letzten Pause am „Salzgitter-Dreieck“ auf dem Rastplatz „Jägerstand“ dann am Nachmittag in die Heimat. Damit ging diese Ausfahrt in die nordöstlichen Bundesländer zu ende. Niedersachsen – Sachsen-Anhalt - Brandenburg – Mecklenburg-Vorpommern – Brandenburg – Sachsen-Anhalt – Niedersachsen. Schön war´s und viele neue Eindrücke heften sich in meinen Erinnerungen ab.
Tagesetappe: 232 Kilometer Endstand: 1104 Kilometer Die gefahrene Strecke des Tages auf der Straßenkarte: --> Link
haroba am 12 Feb 2023 15:13:41
Moin Frank!
Danke für den schönen Reisebericht. Man lernt ja nie aus... und dazu gestalten wir ja auch die Reiseberichte.
Munterholln! Hartmut (und Rosi)
bonjourelfie am 12 Feb 2023 15:56:15
Moin Frank, Gut, dass schon Mitte Februar ist, dann kann die Reisesaison bald wieder beginnen. Dein Reisebericht hat jedenfalls Lust darauf gemacht. Noch einmal vielen Dank für die schönen Bilder, die bei mir auch Erinnerungen an unsere Zeiten auf dem Boot geweckt haben.
LGElfie
Guenni3967 am 12 Feb 2023 15:57:15
Moin Frank, vielen Dank für den schönen Reisebericht, vieles haben wir auf unserer letzten Tour auch besucht.
sternleinzähler am 12 Feb 2023 16:38:01
Danke für den schönen Reisebericht über eine mir unbekannte Gegend! Regt an zum nachmachen! :D
Lancelot am 12 Feb 2023 16:44:09
Servus Frank,
wieder einmal : ein sehr schöner RB von Dir aus heimatlichen Gefilden ... :gut: Dort ist man eh viel zu wenig unterwegs. Genau genommen leben hier in D mitten im Paradies .. 8)
:dankeschoen:
Aretousa am 12 Feb 2023 16:54:25
Lancelot hat geschrieben: Genau genommen leben hier in D mitten im Paradies .. 8)
Den Worten von Wolfgang möchte ich mich anschließen. Und dir Frank ganz herzlichen Dank, dass du uns immer an deinen Ausflügen mit wunderschönen Eindrücken teilhaben lässt.
fritzi2015 am 12 Feb 2023 17:34:22
Wow, Frank! Das ging jetzt aber zügig dem Ende zu...dann ist wohl Zeit zum Aussteigen. Ich werde eine weitere Zielregion auf meine Wunschliste schreiben. Es hat Freude gemacht mit Dir unterwegs zu sein...aussagekräftige Zeilen und Fotos! Danke fürs Mitnehmen und Dir eine gute Zeit bis zur nächsten Reise. HG Sabine
iwoi am 12 Feb 2023 18:56:12
hallo Frank, schade, daß ich schon wieder aussteigen muss! Danke für's mitnehmen. es war wieder ein interessanter Reisebericht mit schönen Bildern!
frankjasper8 am 12 Feb 2023 20:24:31
Danke, Danke, Danke! :)
Ich danke euch Allen für die positiven Rückmeldungen zu diesem Reisebericht. Da hat sich meine Arbeit ja einmal mehr gelohnt. Es hat wieder viel Spaß gemacht, mit euch durch unser schönes Deutschland zu reisen. Nun kennt ihr alle meine Reisen aus dem letzten Jahr. Und, Elfie hat es schon erwähnt, die neue Reisesaison ist nicht mehr weit entfernt. Vieleicht treffen wir uns dann ja alle irgendwo, in irgendeinem Wohnmobil, bei irgendeiner Reise wieder. Ich freue mich drauf! :)
Limanda am 12 Feb 2023 21:30:05
Lieber Frank, ich bin grundsätzlich kein Freund von Reiseberichten. Wir erkunden lieber vieles selbst auch wenn das eine oder andere dabei liegen bleibt. Deine Reiseberichte lese ich allerdings sehr gern. Liegt wohl auch daran dass ich in deinem Mobil ein Plätzchen ergattern kann. So bin ich immer Haitnah dabei. Es macht jedenfalls Spaß deine Aufzeichnungen, garniert mit tollen Fotos, zu lesen. Mach bitte weiter denn warum ins Ausland fliegen wenn das Schöne vor unseren Haustüren liegt! Wir haben es gestern gleich umgesetzt und sind zu einer Tour aufgebrochen. Danke und allen einen guten Start in die neue Woche!
frankjasper8 am 12 Feb 2023 22:03:13
Moin Limanda!
Auch Dir ein herzliches Dankeschön für diese positive Beurteilung. Nun, so ein Reisebericht ist ja nur ein Leitfaden, da kann ja jedermann noch eigene Interessen mit einbauen. In jeder Region wird ja heutzutage jede Menge Info-Material in Papierform oder auch im weltweiten Netz angeboten. Meist plane ich ja meine Reisen im Vorfeld zumindest in groben Zügen. Diese Reisen in diesem Jahr waren aber eher ungeplante Touren. "Immer der Nase nach" und bleiben, wo´s gefällt. Das ist ja das gute an den Wohnmobilen! :D
Ich wünsche Euch eine gute Fahrt und vielleicht schreibst du ja doch mal ein paar Zeilen zu der Reise ... und ein oder zwei Fotos dazu. :)