aqua
anhaengerkupplung
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Reisebericht Oberammergau und Österreich 2022


Aretousa am 14 Feb 2023 20:16:34

Dieser Beitrag ist vom Säcker geschrieben, aber irgendwie durch die Länge des Beitrages mit einer Pause bei meiner Holden gelandet.

In der Vergangenheit war ein Besuch der Passionsspiele in Oberammergau schon desöfteren ein Thema bei uns. Eine wirklich positive Entscheidung ist aber ausgeblieben, nicht zuletzt aufgrund der teuren Eintrittskarten. In zehn Jahren konnten wir es uns ja erneut überlegen. Im Frühjahr 2022 wurde uns durch Zufall und durch ein Angebot eines Users im Wohnmobilforum das lange Überlegen abgenommen. Wir haben bei den Karten und der CP-Reservierung sofort zugegriffen. Somit stand ein Fixpunkt unserer Frühsommertour schon fest. Den folgenden Weg nach Österreich bestimmte eine Hochzeit in der Familie.

So machen wir uns Ende Mai auf den Weg in den Süden Deutschlands. Unseren ersten Stopp machen wir in der schwäbischen Stadt Besigheim mit seiner schönen Fachwerk-Altstadt. Übernachten werden wir auf dem Wohnmobil-Stellplatz mit V+E bei der Minigolfanlage (Gebühr EUR 7,50). Wir starten bei dem schönen Wetter natürlich sofort mit einem Rundgang durch die Altstadt ...



... und landen auch unten am Ufer der Enz mit den bewirtschafteten Ruhezonen.



Nach solch einem Apéritif können wir in der Altstadt nicht mehr den gastronomischen Spezialitäten des Schwabenlandes mit Maultaschensalat und Zwiebelrostbraten widerstehen.





Nach einem ruhigen Schlaf, aber auch mit stark gesunkenen Nachttemperaturen, machen wir am nächsten Vormittag noch einen Stopp in dem nur wenige Kilometer entfernten Bietigheim-Bissingen. Hier hat uns besonders Villa Visconti beeindruckt, die auch als das „Haus der Köpfe“ bekannt ist. Das Gebäude wurde 2002 fertig gestellt und nach der Mailänder Gräfin Antonia Visconti (ca. 1360 – 1405) benannt, die als Ehefrau des Grafen Eberhard des Milden von Württemberg an der Entwicklung Bietigheims beteiligt war.



Auf der Weiterfahrt nach Landsberg am Lech zum Wohnmobil-Stellplatz Waitzinger Wiese mit V+E (Gebühr EUR 7,00) haben wir über einige Kilometer ein fürchterliches Regengebiet passiert. Deshalb warten wir erst noch kurz ab, bevor wir unseren fälligen Stadtrundgang machen.Es ist bewölkt und macht auch nicht so viel Spaß. Deshalb starten wir auch am nächsten Morgen bei strahlend blauem Himmel nochmals zu einem Spaziergang. Manchmal ist es gut, die Unbilden einfach auszusitzen.



Manchmal gibt es dann auch noch gutes Essen in Form von 1/2er Schweinshaxe (für Rentner) und einer Forelle





Nach dem Mittag starten wir aber zur Etappe nach Oberammergau und zu dem "Campingpark Oberammergau". Er liegt am Ortsrand, doch ist alles fußläufig zu erreichen. Zur Orientierung bewegen wir uns wieder ein wenig. Die alpenländischen Häuser mit ihrer Lüftelmalerei sind wunderschön.



In der Stadt dreht sich alles um das Thema "Passionsspiele". Die Oberammergauer warten nun schon darauf, dass es endlich los geht. Durch Corona mussten die Passionsspiele zweimal verschoben werden. Dadurch sind zahlreiche Darsteller aus beruflichen Gründen weggefallen und mussten ersetzt werden. Weil fast die gesamte Bevölkerung irgendwie dabei involviert ist, gibt es an den Aufführungstagen auch nur begrenzte Öffnungszeiten in den Geschäften. Dafür brummt es bei der Gastronomie mit ihren externen Servicekräften. Morgen ist unser großer Tag.



Es ist schwül. Die Kleidungsfrage für das heutige Passionsspiel wird schwierig. Der erste Teil der Vorstellung geht von 14.30 bis 17.00 Uhr, und wird dann mit dem zweiten Teil von 20.00 bis 22.30 Uhr fortgesetzt.Von allen möglichen Parkplätzen fahren Shuttlebusse bis kurz vor die Absperrungen des Passionsgeländes und es entströmen unzählige Besucher. Wir gehen schon mal zum Passionstheater und schauen uns im Foyer die Ausstellung über die Geschichte des Passionsgelübdes an.Der Dreißigjährige Krieg und die Pest wüten über dem Ammergauer Land. So kam es, das die Gemeinde im Oktober 1632 zum Schutz vor weiteren Verlusten das fromme Gelübde ablegt, alle zehn Jahre ein Spiel vom Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Herrn Jesus Christus aufzuführen.





An Pfingsten 1634 fand auf dem Oberammergauer Friedhof auf den Gräbern der Pestopfer das erste Passionsspiel mit 60 Darstellern statt. Es war ein reines Männerstück. Selbst heute finden sich unter den zwanzig Sprechrollen nur zwei weibliche Hauptfiguren – Maria und Magdalena.

Dreißig Minuten vor Beginn passieren dann endlich 4.400 Besucher die Einlasstüren und suchen sich ihren Platz.Es ist ein unvorstellbares Passionsspiel. Manchmal stehen über 400 Personen auf der Bühne. Der große Chor mit herrlichen Solostimmen bildet den Rahmen der eigentlichen Handlung und bereitet die Szenen aus der Passion vor. Hinzu kommen lebende Standbilder mit Darstellungen aus dem Alten Testament. Wir sind total überwältigt.



In der Pause gehen wir zu Fuß zurück und bekochen uns selbst. Als wir aber zum zweiten Teil der Passion losgehen, fängt es fürchterlich an zu schütten. Selbst unsere Schirme helfen nicht viel. Zum Glück erwischen wir sofort einen Shuttlebus, der uns bis vor das Passionsgelände bringt.

Und wieder heißt es lange sitzen. Nicht nur für uns ist es schwer. Die Darsteller und Sänger vollbringen eine unwahrscheinliche Leistung. Die Zuschauer sind alle begeistert, ohne es den Darstellern am Ende der Aufführung durch Applaus zeigen zu können. Nach dem Passionsspiel verbleibt niemand von den Darstellern auf der Bühne um den verdienten Applaus zu empfangen, wie es ein „ungeschriebenes Gesetz“ bei einem kirchlichen Spiel vorsieht.

Den Weg zurück zum Campingpark machen wir auch wieder mit dem Shuttlebus. Für uns geht ein beeindruckender Tag zu Ende.

Selbst noch am nächsten Tag stehen wir ganz unter den gestrigen Eindrücken. Da wir den Campingpark noch für zwei weitere Tage reserviert haben, nutzen wir die Zeit für Ausflüge zum Kloster Ettal ...





... und nach Füssen. Es ist die Zeit des 9-Euro-Tickets und wir sind in dem Besitz einer Gästekarte, sodaß wir ohne Zusatzkosten die Busfahrten nutzen können. Füssen geht bis auf die Römerzeit zurück, da die Anfänge des Ortes an der Römerstraße, Via Claudia Augusta, lagen. Und auf dem Schlossberg hat man Überreste eines spätrömischen Kastells aus dem 4./5. Jhdt. n. Chr. gefunden.





Am Freitag, den 03.06.2022 fahren wir nach Benediktbeuren weiter. Dort wollen wir den Wohnmobil-Stellplatz mit V+E am Sportzentrum anfahren (Gebühr EUR 7,00). Auf dem Stellplatz hat man eine schöne Aussicht ins Grüne, ein nahes Freibad mit Restaurant und nur eine kurze Wegstrecke in den Ort. Das Freibad ist somit ideal für eine Abkühlung nach einem heißen Tag geeignet. Ab 16.00 Uhr gilt ein verbilligter Abendpreis von EUR 4,00.



Nach dem Bad geht ein Gewitter mit Starkregen über uns hinweg. Es ist aber gut, denn dadurch wird die Luft wieder besser.

Der nächste Tag steht wieder unter dem Zeichen: "Sonne". Die kleine Wanderung führt uns an die gegenüberliegende Seite des Dorfes, die Klosteranlage. Nach eingehender Besichtigung des Klosters und der Kirche, widmen wir uns den Erzeugnissen des Klosterbraustüberl.









Für den Pfingstsonntag haben wir eigentlich eine Radtour nach Murnau und an den Kochelsee geplant. Daraus wird leider nichts, denn beide Fahrräder haben einen Platten. Im Biergarten des Klosterbraustüberl gibt es heute einen Frühschoppen mit Blasmusik. Das hört sich stattdessen ja auch noch gut an.



Anschließend besuchen wir noch einen Kunsthandwerkermarkt im Kloster und trinken im Kräutergarten des Kloster-Café einen Cappuccino und essen ein Stück Kuchen. Es ist ganz gemütlich hier. Den Rückweg schaffen wir gerade noch im Trockenen, danach geht wieder die Welt unter.

Am nächsten Morgen verlassen wir Benediktbeuren, um nach Bad Tölz auf den Wohnmobil-Stellplatz mit V+E (Gebühr EUR 15,00) an der Königsdorfer Straße zu fahren. Vorher fahren wir von Benediktbeuren aus an den Kochel See, da wir uns im Franz Marc Museum die Ausstellung "Tierschicksale" mit Gemälden von Franz Marc und Paul Klee in Auseinandersetzung mit dem schriftstellerischen Werk von Gustave Flaubert ansehen möchten.



Und weiter geht es nach Bad Tölz. Auch hier scheint auf dem Parkplatz viel Wasser geflossen zu sein. Bei einem kleinen Besuch in der Stadt, stellen wir fest, dass sich seit dem letzten Besuch nicht viel verändert hat.



Wir gehen lieber wieder zum Wohnmobil zurück und genießen noch die letzten Sonnenstrahlen. Mit Stühlen und einem kleinen Tisch, Apéritif und Knabberzeug ziehen wir an die Uferpromenade. Es finden sich sogar ein paar Schwimmer in der Isar. Als sich der allabendliche Regen mit ein paar Tropfen ankündigt, verziehen wir uns ins Wohnmobil.

Es wird Zeit von Deutschland Abschied zu nehmen. Für uns gibt es heute einen etwas längeren Fahrtag, deshalb macht uns der momentane Regen auch nichts aus. An der Rastanlage Irschenberg kaufen wir ein Zweimonatspickerl für EUR 28,00, und dann fahren wir bei Salzburg in die Berge. Übernachten werden wir, wenn alles klappt, in Bad Ischl auf dem Wohnmobil-Stellplatz Kaiserinsel mit V+E (7 Plätze und Gebühr EUR 8,00/Tag, von 19 – 07 Uhr kostenlos). Die sieben Plätze sind alle belegt. Ich warte noch auf dem Großraumparkplatz und kann kurz danach auf dem freiwerdenden Stellplatz einparken.

Mit Regenjacke und Regenschirm machen wir uns letztendlich mal auf den Weg zu einem kleinen Rundgang durch Bad Ischl, dem „berühmten“ österreichischen Kurort im Salzkammergut.Denn dort hat sich der Habsburger Kaiser Franz Joseph I. eine Villa im Biedermeierstil erbauen lassen. in der er einst die Sommermonate verbrachte. Auf dem Anwesen befindet sich auch das Marmorschlössl, ein Teehaus, das der Kaiser für seine Gemahlin Kaiserin Elisabeth (Sisi) errichten ließ. Seit dem zog es die Österreicher zur Kur nach Bad Ischl. Selbst heute begegnen uns die die Kaiserlichen Hoheiten auf Schritt und Tritt.



Aber auch ein schlimmes Ereignis nahm hier seinen Anfang. Am 28.07.1914 verfasste Kaiser Franz Joseph I. in der Kaiservilla in Bad Ischl das Manifest „An meine Völker!“ in dem er dem Königreich Serbien als Folge auf das Attentat von Sarajevo, bei dem der österreichisch-ungarische Thronfolger Erzherzog Ferdinand und seine Frau ermordet wurden, den Krieg erklärte. Dies führte zum Beginn des Ersten Weltkrieges.

Am nächsten Morgen machen wir bei Sonnenschein fast den gleichen Spaziergang noch einmal. An der Ecke Pfarrgasse/Adalbert-Stifter-Kai befindet sich die heutige Residenz Elisabeth mit der gleichnamigen Restauration. Kaiser Franz Joseph I. hat in dem Vorläufer-Hotel am 18. August 1853 seinen Geburtstag gefeiert, und am Tag darauf wurde dort auch die Verlobung mit Prinzessin Elisabeth in Bayern bekannt gegeben. Für uns ist dies natürlich Anlass genug in solchen Räumen auch einmal zu speisen.





Nachdem wir gut gegessen haben, fahren wir in Richtung Steiermark, vorbei am Geburtsort von Hubert von Goisern und auch an der Skiflugschanze am Kulm,



nach Gaishorn am See.Wo wir dann schon in der Obersteiermark sind. Der dortige Wohnmobil-Stellplatz mit V+E (Gebühr EUR 12,00 zuzügl. EUR 1,20 p.P. für die Gästekarte) entsteht auf dem ehemaligen Campingplatz. Momentan ist er für 15 Wohnmobile ausgelegt. Der Ort selbst ist verschlafen und wird noch einige Belebung benötigen.



Heute Morgen hängen die Wolken sehr tief. Für unsere weitere Planung haben wir einige Möglichkeiten. Da wir auf dem Weg zur Hochzeit erst Mitte Juni im Gebiet vom Südburgenland sein wollen, können wir uns die Zeit in der Südsteiermark vertreiben. Hinter Graz verlassen wir die Autobahn und fahren nach links ins Dreiländereck: Österreich, Ungarn und Slowenien. Ich habe für die heutige Übernachtung St. Stefan im Rosental ausgesucht. Das wir dafür steil bergauf und bergab auf schmalen Straßen fahren müssen, hätte ich nicht gedacht. Was ich aber nicht erwartet habe ist, dass wir bei dem kostenlosen Stellplatz mit V+E (15 Plätze) hinter der Rosenhalle auf einen voll ausgestatteten Platz im Grünen kommen. Zudem ist ein Freibad direkt nebenan. Sankt Stefan im Rosental ist auch noch der Geburtsort von dem Sternekoch Johann Lafer.



Für uns beginnen hier mehrere schöne Tage mit faulenzen, schwimmen, zwei Besuchen beim Buschenschank Nagl-Hiebaum und natürlich dem Besuch vom Rosengarten. Leider sind ein Teil der Rosen durch den vielen Regen schon frühzeitiger verblüht.





Bei einem Besuch des Buschenschanks läßt es sich Lena nicht nehmen, den Uhudler, hier als Ruhudler verkauft, zu probieren.



Der Uhudler ist ein Wein der vorwiegend im Südburgenland angebaut wird und als Direktträger aus verschiedenen Urreben hergestellt wird. Die Trauben aus Hybridsorten gelten als besonders widerstandsfähig gegen die Reblaus und bestimmte Pilzkrankheiten. Sie müssen deshalb auch nicht chemisch behandelt werden. Der Uhudler schmeckt intensiv nach Walderdbeeren oder schwarzen Johannisbeeren.

Anfang des 20. Jhdt. kam das Gerede auf, dass der Uhudler aufgrund des höheren Pektingehaltes, einen hohen Anteil an Fuselölen und Methanol enthalten würde. Deshalb wurde er zum Verkauf verboten. Als Haustrunk durfte er noch weiter angebaut werden. In 1992 ist der Uhudler durch Nachuntersuchungen rehabilitiert worden und darf im Burgenland angebaut und verkauft werden. Eine Lockerung für den gesamten EU-Raum wurde am 1. April 2019 abgelehnt.

Wir haben ihn probiert und brauchen ihn nicht EU-weit. Er schmeckt wirklich süß und ganz stark nach Walderdbeeren. Dabei erinnert er mich vom Geschmack an einen Aufgesetzten aus Walderdbeeren, Wodka und Zucker, den ich fabriziert habe. Der steht seit ein paar Jahren noch immer im Schrank.

Am Sonntagvormittag, dem 12.06.2022, erfrischen wir uns im Schwimmbad (Eintritt EUR 2,30 für zwei Zeitstunden). Danach nehmen wir Abschied von Sankt Stefan im Rosental. Wir wollen nach Kaindorf-Obertiefenbach zu einem weiteren Buschenschank mit Übernachtungsmöglichkeit. Es geht wieder bergauf und bergab. Dabei ist auch ein Gefälle mit 19 %. Trotz allem landen wir noch beim Buschenschank Schleiss. Wir bekommen auch auf Rückfrage einen Übernachtungsplatz gegenüber, wo wir ruhig stehen können.



Nach Sankt Stefan sind wir wieder in unserem normalen Rythmus. Heute wollen wir in Richtung Jennersdorf oder Bad Loipersdorf fahren. Wenn jemand diese Fahrt auf einer Straßenkarte verfolgt, hält er uns für verrückt. Seit wir aus Richtung Graz gekommen sind, bewegen wir uns auf ein großes „W“ zu. Nachdem wir gestern in nördlicher Richtung unterwegs waren, fahren wir heute wieder in südlicher Richtung.

Mittagessen in Bad Waltersdorf und Spaziergang bei Bad Blumau in der Therme Rogner Bad Blumau. Das Thermalbad liegt im Thermen- und Vulkanland Steiermark. Gestaltet wurde die Therme von Friedensreich Hundertwasser. Einfach toll!





Als nächsten Wohnmobil-Stellplatz mit V+E (Gebühr EUR 10,00) haben wir uns den Buschenschank „Sieglhof“ in Unterlamm bei Loipersdorf ausgesucht. Die Anfahrt geht natürlich wieder hinauf. Dafür haben wir aber eine herrliche Aussicht.



Da wir nicht nur dem Wein hinterher jagen, darf es am nächsten Tag zum Campingplatz nach Jennersdorf gehen. Dabei überfahren wir zum ersten Mal die Landesgrenze von der Steiermark ins Burgenland. Auch hier ist nebenan ein Freibad zum Abkühlen.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Säcker am 14 Feb 2023 20:22:19

Der Bericht wird morgen fortgesetzt. :D

Lancelot am 14 Feb 2023 20:25:16

Menno ... :trotz:

:D

Anzeige vom Forum


frankjasper8 am 14 Feb 2023 21:50:24

Hallo Lena,

das ist aber nett von Dir, Hans-Werner zum Valentinstag die Nutzung Deines Rechners zu erlauben! :D
Mal ein etwas anderes Geschenk... :)

Nee, im Ernst: Ich sichere mir wieder mal ein nettes Plätzchen und mache diese Tour mit Euch zusammen. Der Anfang ist schon mal vielversprechend.
Ich hab mir mal das Datum 12. Juni gemerkt; an diesem Tag bin ich zu meiner "Müritz-Tour" gestartet.
Dann warte ich mal gespannt, wie es bei Euch weitergeht!

Ich hätt da noch ein Kasterl von einem hier in der Region sehr bekannten Gerstensaft-Getränk im Gepäck... damit die Wartezeit nicht so lang wird... :D

Aretousa am 15 Feb 2023 08:07:28

Ja, Frank, ich bin ja ein sehr großzügiger Mensch und Hans-Werner darf natürlich meinen Laptop mitbenutzen. Nicht nur am Valentinstag. Schön, dass du eingestiegen bist. Heute geht es ja irgendwann weiter.

haroba am 15 Feb 2023 10:15:24

Moin Lena!
Moin Hans-Werner!

Danke, dass Ihr Euch wieder die Mühe macht, uns auf Eurer Reise mitzunehmen.
Toll!
Berg- und Talfahrten mit dem Fiat - das ist schon Arbeit.

Danke für den tollen Bericht und die schönen Bilder...
Man lernt nie aus.

Munterholln!
Hartmut

Säcker am 15 Feb 2023 11:11:46

frankjasper8 hat geschrieben:Ich hätt da noch ein Kasterl von einem hier in der Region sehr bekannten Gerstensaft-Getränk im Gepäck... damit die Wartezeit nicht so lang wird... :D


Es geht gleich weiter!

Hartmut/Frank, vielen Dank für eure Kommentare.

Bei diesem Chaosbericht, wo sich der Laptop von Lena immer automatisch im Forum einloggt, werde ich gleich der Einfachheithalber unter der Anmeldung von Aretousa (Lena) weiterschreiben. Sie ist sowieso durch ihre Tagebuchführung und einem Teil der Fotos an diesem Bericht beteiligt. Und wer die positiven Bewertungen nach fast 50 Jahren Ehe zugeschrieben bekommt, damit können wir leben. :D

Stefan-Claudia am 15 Feb 2023 11:29:10

Da folgt ein guter Reis`Bericht
von Lena und Hans-Werner

Ob er aber über Oberammergau
Oder aber über Unterammergau
Oder aber überhaupt nicht kommt
Des ist net g'wiss

g`wiss isser schön !

Vielen Dank für den Bericht, freu mich schon wenns weida gehn dat.
Übrigens gibt es noch einen weitern Teil des alten Liedes über Oberammergau:

Hans ißt den Schweizerkäs
Mit dem Gebiß.
Ob er’n aber übern Oberkiefer kaut,
Oder aber übern Unterkiefer kaut,
Oder aber überhaupt nicht kaut,
Ist nicht gewiß.

;D

Aretousa am 15 Feb 2023 12:38:12

Mittlerweile haben wir Mittwoch, den 15.06.2022, und heute Abend wird es ein erstes Familientreffen als "Countdown-Party" im „Thermenheurigen Kropf“ bei Loipersdorf geben. Und schon sind wir wieder in der Steiermark. Direkt hinter dem Heurigen bekommen wir einen schönen Übernachtungsplatz. Und vor dem Heurigen blickt man auf die Thermenlandschaft.





Bei gutem Wein und feinem Essen freuen wir uns über das heutige Wiedersehen, und sind schon voller Erwartung auf den morgigen Tag.



Heute ist der große Tag. Die Hochzeits-Location „die Träumerei“ ist in Maria Bild. Das ist eine kleine Siedlung nicht weit von dem Thermenheurigen, und wieder im Burgenland. Es ist noch kein Gast da. Alles ist in Vorbereitung und die Caterer sind schön sehr geschäftig.







Am Nachmittag kommen immer mehr Gäste und die Hochzeit kann beginnen.











Auch so ein Fest hat mal ein Ende!

Wenn wir schon so nahe an Ungarn sind, können wir ja auch mit einem kleinen Schlenker durch Ungarn an den Neusiedler See fahren. Bis zur österr.-ungar. Grenze zieht sich die Strecke auf der Landstraße doch sehr lange. Für mich war das Burgenland immer nur flach. Gut, ich kannte bis jetzt nur das Nord-Ost-Burgenland. Im Süden geht es aber wirklich nur auf und ab. Erst an der Grenze in der Nähe von Sopron ändert sich das Bild.



Nach wenigen Kilometern sehen wir in Kophaza an der linken Straßenseite ein großes Restaurant, „Tercia“. Wir haben Hunger und eine ungarische Mahlzeit wäre angebracht. Es tauchen aufgrund unserer früheren Erfahrungen nur zwei Fragen auf: „In welcher Sprache ist die Speisekarte?“ und „Können wir auch mit Karte bezahlen?“. Ergebnis: Die Karte ist auf ungarisch und deutsch, und es kann mit Karte bezahlt werden. Das Essen war auch sehr gut und preiswert.

Auf der Weiterfahrt lenke ich an eine Tankstelle heran. Von den subventionierten Preisen der ungarischen Regierung haben wir leider nichts, denn Herr Orban verlangt von allen Ausländern höhere Preise. Deshalb verzichten wir auch auf den ungarischen Diesel und tanken lieber in Österreich.



Als ich nach ca. 20 km in Fertöd Hinweise auf das Schloss Esterhazy sehe, machen wir den nächsten Stopp. Wir steuern den großen Parkplatz an und bezahlen zwei Euro für die Parkgebühr ohne Beleg.

Das Schloss aus den Anfängen des 18. Jhdt. wird auch „Schloss Fertöd“ (Fertö-to = Neusiedler See)genannt und ist ein westungarisches Schloss der früheren Fürsten Esterhazy. Es gehört zu den größten Rokokoschlössern Ungarns, und ist Teil des Weltkulturerbes. Ende des 18. Jhdt. war der Komponist Joseph Haydn über zehn Jahre dort Kapellmeister.







Und los geht es, mal weiter und mal näher am See entlang bis nach Podersdorf. An den dazwischen liegenden Grenzstationen ist es auf ungarischer Seite wie leer gefegt. Die Österreicher präsentieren sich mit einem Containerbüro.



In Podersdorf fahren wir direkt zum Weingut Sloboda mit dem Wohnmobil-Stellplatz mit V+E (Gebühr EUR 15,00). Dort ist es rappelvoll. Schade, denn der dortige Heurigen-Ausschank ist wirklich gut. Etwa 150 m entfernt ist ein eingezäuntes Wiesenstück ohne Alles, was für EUR 10,00 als Übernachtungsplatz genutzt werden kann. Jetzt fällt uns auch ein, dass bei der Anfahrt kurz vorher schon ein älterer Herr von einem Ackerstück schnell auf uns zu kam und uns diesen Platz zur Nutzung angeboten hat.



Später drehen wir noch eine Runde zum See und durch den Ort. Die einzige Möglichkeit um kostenfrei an den See zu kommen, ist beim Leuchtturm. Draußen auf dem See ist es sehr windig. Die Surfer und Kiter freuen sich.







Am Morgen fahren wir zuerst nach Fraunkirchen. Das auffallendste Gebäude ist die barocke Wallfahrtskirche Mariä Geburt. Der Ort und die Kirche wurden, wie der gesamte Landstrich, bei der ersten Wiener Türkenbelagerung vollständig zerstört. Nach mühsäligem Aufbau ereilte Fraunkirchen 1683 bei der zweiten Wiener Türkenbelagerung wieder dieses Schicksal.




Man muss auch als Kirche mit der Zeit gehen.




In den 70er und 80er Jahren, wenn wir hier in der Gegend unterwegs waren, gab es aus Handarbeit der ansässigen Frauen sehr schöne Strohkörbchen und kunstvoll geflochtene Mobiles aus Stroh. Das ist nirgends mehr zu sehen. In den Geschäften gibt es die von uns gesuchten Brotkörbchen aus Stroh nur noch aus China. Darauf können wir verzichten.

Über Neusiedl am See und Parndorf fahren wir nach Neudorf, in den Geburtsort meiner Mutter. Die Parndorfer Ebene, zu der auch Neudorf gehört, wurde bereits durch Kelten und Römer besiedelt. Trotz immer wieder neuer Besiedlungen verödete das Land zusehends, bis der Freiherr von Harrach dem Beispiel vieler Grundherren in dieser Zeit folgte, und sich um Vermittlung von Kroatischen Familien bemühte, die vor den vielen Angriffen der Türken aus Kroatien flohen, und seine Besitzungen besiedeln sollten. Die erste bekannte Erwähnung von Kroaten in Neudorf stammt aus dem Jahr 1570. Insgesammt soll es in dieser Zeit 100.000 Kroaten ins Burgenland gebracht haben.

Neudorf gehört bis in die Neuzeit zu den wenigen Dörfern, wo auch heute noch kroatisch untereinander gesprochen wird. Nach einer kurzen Unterbrechung besteht in der Grundschule auch wieder das Recht auf das Erlernen der kroatischen Sprache.

Seit Ende der 80er-Jahre findet aber ein immer tiefer gehender Wandel statt. Die typischen Straßenzüge mit den Toreinfahrten und niedrigen Doppelhäuser, Vorderhaus und Hinterhaus, werden durch neue mehrgeschossige Häuser ersetzt. Die Bevölkerungsstruktur verschiebt sich und überall erwachsen Outlet-Center aufgrund der nahen Länder Ungarn und Slowakei.







Wir fahren zu einer Cousine von mir, die wir natürlich mit unserem Besuch überraschen. Dort können wir auch mit unserem Wohnmobil wunderschön ruhig stehen. Nach langen Gesprächen geht es wie immer weiter zur nächsten Cousine und dann zu einer Nichte zweiten Grades in deren Heurigen, der an der Hauptstraße liegt. Auch wenn ich die familiären Beziehungen habe, diese Heurigenschenke ist wirklich zu empfehlen. Vom vorzüglichen Essen über den Schoppenwein bis hin zu den prämierten Qualitätsweinen ist alles im Angebot.









Nach einer ausgiebigen Verabschiedung verlassen wir Neudorf und fahren über Bruck . d. Leitha, entlang der typischen Kellergassen (Weinkeller) in das Wiener Umland nach Pellenberg bei Himberg zum nächsten Familienbesuch.

Die familiären Verpflichtungen sind erfüllt. Jetzt fahren wir wieder in Richtung Heimat und über die Autobahn nach Passau auf den Wohnmobil-Stellplatz „Am Parkdeck Ilzbrücke“ mit V+E (Gebühr EUR 15,00). Wir haben Glück und können auf einen Platz fahren, der gerade frei wird.




---> Nach dem Mittagessen geht es weiter.

Aretousa am 15 Feb 2023 18:24:08

Wir durchstreifen die spitz zugeschnittene Altstadt zwischen dem Zusammenfluß von Inn und Donau, die auf eine lange Besiedlungsgeschichte zurückgreifen kann. Nach dem Abzug von Kelten und Römern nahmen die Bajuwaren im 6. Jhdt. davon Besitz. Bereits 739 wurde Passau Bischofsstadt.






Dom zu Passau







Während unseres gestrigen Rundgangs haben wir Plakate zu einer Giacometti-Ausstellung im Museum Moderner Kunst (MMK Passau) in der Bräugasse gesehen, das aber montags geschlossen ist. Bevor wir abreisen möchten wir uns diese Ausstellung noch anschauen. Also machen wir zuerst einen kleinen Spaziergang in die Altstadt, …







… besuchen die Ausstellung.





Heute Nachmittag wollen wir noch bis Sulzbach-Rosenberg auf den kostenlosen Wohnmobil-Stellplatz mit V+E in der Bayreuther Straße. Er ist Teil eines Großparkplatzes, zweckmäßig aber nicht besonders schön. Bei dem Besuch der Altstadt merken wir, daß wir in den letzten Wochen schon so viel Schönes gesehen haben und nun irgendwie abschalten. Wir setzen uns lieber in die Außenbewirtschaftung eines Gasthofes, trinken etwas und genießen das herrliche Wetter.



Und weiter geht es am nächsten Morgen, immer näher an die Heimat heran. Unser Ziel ist der Wohnmobil-Stellplatz mit V+E in der Zehnthofstrasse (Gebühr EUR 12,00) in Nordheim am Main. Mit der beste Platz zum Relaxen. Der Platz liegt direkt am Main. Eine Badestelle im Alt-Main ist auch vorhanden, und irgendeine Heckenwirtschaft wird schon aufhaben.



Mitten in der Woche ist auf dem Platz noch nicht so viel Betrieb. Es ist heiß und die Schattenausrichtung ist ganz wichtig. Nach einer ausgiebigen Ruhepause stürzen wir uns auch mal in die Fluten des Alt-Main und genießen die Abkühlung.



Gegen Abend ziehen wir zu der Heckenwirtschaft, die ich mir im Internet herausgesucht habe. Ein kleiner Imbiss und gute Weine, was will ich mehr für solch einen Abend.







Wir lassen uns noch ein paar Gläser Wein schmecken und genießen das Leben.

Unser letzter Urlaubstag ist da. Von Traurigkeit ist aber keine Spur, denn eine Freude über das Nachhause kommen ist stark vorhanden. Über Volkach fahren wir auf die A7 und die folgende A3 bringt uns direkt nach Limburg.

Wir waren 3,5 Wochen unterwegs. Übernachtet haben wir bei dieser Tour auf offiziellen Stellplätzen, Campingplätzen und bei diversen Buschenschanken und sind insgesamt 2.387 km gefahren.

Wir sind nicht am Ende, sondern nur am Anfang wieder angekommen. Ich hoffe, es hat euch Spass gemacht mit uns durch Bayern und Österreich zu reisen.
Alles Gute, bis zum nächsten Mal!

Lancelot am 15 Feb 2023 19:01:24

Sehr schöner RB über eine Sommerreise mit mehreren Schwerpunkten :gut:
Vielen Dank dafür :)

:dankeschoen:

FastFood44 am 15 Feb 2023 20:56:19

Wir waren Mitte September bei den Passionsspielen in Oberammergau und waren auch total begeistert.

frankjasper8 am 15 Feb 2023 21:43:30

Hallo, Lena und Hans-Werner!

Das war eine sehr schöne Tour, die Ihr uns hier "serviert" habt. Diese Kombination aus "Hochzeitsreise", Verwandschaftsbesuch und Erholungsurlaub wurde nach einem guten Rezept zusammengestellt und hat mir sehr gut gefallen. Und ein paar mir schon bekannte Orte habt Ihr auch im Programm gehabt. Bad Tölz, Füssen, Passau und Nordheim am Main sind mir auch bekannt. Am Isarufer in Bad Tölz ist es gerade in der warmen Jahreszeit immer schön.
Jedenfalls war´s eine schöne Rundfahrt mit Euch. :)

Danke für´s mitnehmen! Ich freue mich auf weitere Reisen. :)

Säcker am 15 Feb 2023 23:20:39

Ein ganz großes Dankeschön an alle Schreiber der obigen positiven Kommentare. :ja:

Lavasteingriller am 11 Mär 2023 11:57:59

Hallo ihr beiden Reiseberichterstatter und vielen Dank für diesen inspirierenden Bericht. Ist diese Tour eurer Meinung nach auch schon Mitte Mai 2023 erlebbar?
Petra und Gregor

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Campingplatz mit Kindern um Frankfurt rum
Wo kann man am Frankfurter Flughafen kurz parken?
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt