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Wieviel besser sind teure Li Akkus ?


rkopka am 22 Feb 2023 12:26:03

Wenn man die Angebote (von Fertigakkus) so durchschaut, fallen einem doch sehr starke Unterschiede im Preis auf. Li Akkus mit gleicher Kapazität für das 3-4fache des Preises der billigsten Angebote !
Sind die besser ? Vermutlich schon. Teilweise kommt Bluetooth oder eine Heizung dazu, vielleicht ein stärkerer Balancer. Besserer Aufbau (Verbinder). Sind die Zellen besser ? 1A Zellen und nicht Ausschuß ? Das Gewicht ist wohl weniger relevant. Spezielle Bauformen (flach) kosten manchmal mehr.

Die Frage ist aber: können diese Vorteile einen derartigen Preisunterschied rechtfertigen ? Was meint ihr ?

Für mich wären 50% über den billigsten Preisen noch OK, wenn ich einen Vorteil sehe. Alles drüber ???

RK

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Tinduck am 22 Feb 2023 13:03:31

Vieles ist natürlich Spekulation an dieser Stelle...

Generell sollte man unterscheiden zwischen Akkus, die von europäischen Distributoren verkauft werden, und welchen, die direkt aus China kommen. Da ist der direkte Preisvergleich ein wenig unfair, weil die europäischen Verkäufer den Transport zahlen müssen und auch Gewährleistung geben, was bei Mr Alibaba manchmal eher ausfällt.

Und natürlich kann man davon ausgehen, dass in den billigsten Akkus nicht unbedingt 1A-Zellen verbaut sind, irgendwo muss die Preisdifferenz ja herkommen. Aufbauqualität ist das nächste Thema, insbesondere bei Hochstrom-Anwendungen (WR).

Ganz ehrlich, ein Hauptgrund für meinen Eigenbau war, dass ich mir da sicher bin, was drinsteckt. Ich würde mich auch schwer tun, mich für einen bestimmten Fertigakku zu entscheiden. Um sicherzugehen, dass man keinen Ramsch angedreht bekommt, sollte das Gehäuse zerstörungsfrei zu öffnen sein, dann kann man die Zellen und den Aufbau kontrollieren. Wenn man da Wert drauf legt.

bis denn,

Uwe

basste315 am 22 Feb 2023 15:24:12

Tinduck hat geschrieben:Ganz ehrlich, ein Hauptgrund für meinen Eigenbau war, dass ich mir da sicher bin, was drinsteckt.
Uwe

Genau das war vor 2 Jahren auch meine Motivation für den Selbstbau.
rkopka hat geschrieben:Wenn man die Angebote (von Fertigakkus) so durchschaut, fallen einem doch sehr starke Unterschiede im Preis auf.
Die Frage ist aber: können diese Vorteile einen derartigen Preisunterschied rechtfertigen ?
RK

Absolut nicht! Das ist Abzocke, insbesondere fällt in diesem Zusammenhang das Hymer Smart-Battery-System auf.

Jeder LiFe-AKKU (egal ob teuer oder billig, in Europa oder direkt aus China gekauft), besteht im Wesentlichen aus: Zellen, BMS und Gehäuse

Aufwendiger herzustellen (und ein wenig schwerer) sind Rundzellen-Akkus nach Löwenart, m.E. sind prismatische (meist blaue) Zellen der bessere Kompromiss. Zu Akkus mit Pouch-Zellen hätte ich aufgrund der vielen Lötstellen im mobilen Einsatz (WOMO) weniger Vertrauen (Vorurteil?).

Es gibt Unterschiede bei den BMS (mit/ohne BT) und bezüglich Dauerbelastung (A).
Manche Akkus haben zusätzlich einen aktiven Balancer - m.E. nur notwendig, wenn die Zellen nicht ideal selektiert sind.
Manche bieten als "Verkaufsargument" Heizmatten an, wer glaubt, das zu brauchen, dem wird der dafür berechnete Aufpreis auch nicht stören.

Natürlich würde ich nie "besondere Sonderangebote" aus vertrauensunwürdigen Quellen kaufen, wer darauf hereinfällt, ist selbst schuld. Das gilt aber nicht nur für AKKUs ...

Wenn man sich den gesamten LiFePO4-Tröd aufmerksam durchschaut, wird man draufkommen, dass in Fertigakkus mit prismatischen Zellen praktisch überhaupt nie wirkliche Probleme mit den Akkuzellen bekannt wurden.
Die häufigsten "Probleme" bei Fertigakkus scheinen Disbalance-Probleme mit OVP-Abschaltungen aufgrund von ungeeigneten BMS-Einstellungen zu sein, die zwar für Haus-Solaranlagen passen können, aber in der Wohnmobilumgebung mit den dortigen Ladegeräten nicht so gut funktionieren. Wenn man aber (z.B. bei AKKUs mit JBD-BMS) das Balancen auf "Balancen nur beim Laden = AUS" umstellen konnte, funktionierten auch diese Fertigakkus sogar mit geringen Balancerleistungen (35 mA) bestens.

Was würde ich heute machen?

Ich würde einen günstigen Fertigakku kaufen, der in einem Gehäuse verbaut ist, das man öffnen kann. Idealerweise hat er (blaue) prismatische Zellen und ein JBD-BMS mit BT, aber selbst ein anderes BMS könnte man nachträglich mit Zusatzkosten von etwa € 100,-- auf ein 200A JBD mit 150mA Balancer --> Link umtauschen.


Mit Gesamtkosten von weniger als € 1000,-- kann man einen guten 200 Ah AKKU sogar schon in Europa kaufen, wobei ich auch weiterhin (abgesehen von der Lieferzeit) kein Problem hätte, wieder direkt über ALI aus China zu noch günstiger zu bestellen. Falls dieser AKKU nicht auf Anhieb ideal läuft, ließe er sich einfach "optimieren".

Jene, die immer ohnehin immer nur das kaufen, was den dreifachen Preis hat, werden dafür sicher Argumente haben (müssen :roll: )

Ich bin nicht geizig, aber ich gebe gerne mein Geld sinnvoll aus.

Helmut

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pwglobe am 22 Feb 2023 15:52:28

Hallo, die Zellen werden in China von einer überschaubaren Anzahl an Herstellern produziert, jeder Batteriehersteller hat am Anfang der Fertigung eine Qualitätskontrolle, ab jetzt wird’s interessant.
Q1 Zellen gehen direkt in die Fertigung werden entsprechen behandelt, dann kommt Stacking und Einbau ins Gehäuse und Kontaktierung, danach erfolgt der Einbau des BMS, zum Schluss Deckel drauf und Aussenkontakte. End of Line Test und Qualitätssiegel.
Das sind dann die „teuren“ Batterien

Q2 Zellen wie Q1 Zellen, nach End of line Test Entscheidung Export oder bleibt in China, danach wird das entsprechende Lable aufgebracht.
Das sind die Alibaba Batterien mit europäischem Importeur.

Q1 und Q2 haben normalerweise ein CE Kennzeichen

Q3 Zellen gehen an einen chinesischen Subunternehmer, normalerweise werden diese Batterien nicht exportiert, aber wer direkt in China bestellt hat gute Chancen diese zu bekommen.

Weiterhin ist das BMS ein wichtiger Punkt, je billiger die Batterie umso schlechter das BMS.

Europäische Batteriehersteller nutzen die gleichen Zellen und die Produktion unterscheidet sich nicht von der Produktion in China, Q3 Zellen werden in D verschrottet.

Der Nichtfachleute können Q1 oder Q2 meist nicht unterscheiden.

basste315 am 22 Feb 2023 15:59:34

pwglobe hat geschrieben:End of Line Test und Qualitätssiegel.
Das sind dann die „teuren“ Batterien

Diese --> Link zähle ich auch eher zu den "teuren" Batterien und der "End of Line Test" ist wohl eher in Frage zu stellen.

Am Ende bekommt doch immer jeder, was er verdient, wenn er nur nach dem Preis schaut - egal ob dieser niedrig oder hoch ist.

Helmut

dieter2 am 22 Feb 2023 17:18:17

basste315 hat geschrieben:
Am Ende bekommt doch immer jeder, was er verdient, wenn er nur nach dem Preis schaut - egal ob dieser niedrig oder hoch ist.



Der Spruch hat heute keine Gültigkeit mehr.
Das habe ich schon xMal selbst erlebet.
Man kann einen Artikel für zb.200 € kaufen oder auch den gleichen für 95 €.
Und Lithiumbatterien gehören devinitiv zu den Artikeln dazu.

cinzano01 am 22 Feb 2023 17:25:25

Bitte nicht Batterien und Zellen durcheinander würfeln! Man kann schlechte Batterien mit guten Zellen bauen und aus passablen Zellen durchaus zuverlässige Batterien.

Q1, Q2, Q3. ...

1. Ne CE-Kennzeichnung (im SInne der eigentlichen Regelung) ist weder bei Batterien noch bei Zellen Pflicht oder ein Zeichen besonderer Qualität. Aus manchmal nicht mehr rational nachvollziehbaren Gründen, glauben manchen Kunden beruhigt schlafen zu können, wenn des Wapperl drauf ist.

2. Grade A muss auch nichts heißen. Eine vom Hersteller als Grade B deklarierte Zelle kann elektrochemisch absolut problemfrei performen, denn es kann Gründe geben für die Klassierung, wie:
- Formtoleranzen (Ausbauchung oder Dellen - kann auch bei nagelneuen Zellen vorkommen und hat rein gar nix mit Misshandlung zu tun)
- Gewichtsabweichung
- Impedanzverlauf bei der ersten Formierung
- Unterschreiten der Nennkapazität

Gerade letzteres führt dazu, dass die Zelle - obwohl elektrochemisch betrachtet völlig in Ordnung - ausklassiert wird. Dennoch kann sie Grade A-Perfomance zeigen, wenn die neu ermittelte Kapazität angesetzt wird.
Hintergrund ist der, dass die teils tausende Metern langen Elektrodenbahnen, aus denen die Dyes gestanzt werden, über den Verlauf eine Drift in der Flächenkapazität aufweisen können. Da immer die Kathode die Kapazität bestimmt und bei den Anoden eh immer im Überschuss gearbeitet wird, ist man den Fertigungstoleranzen bei der Beschichtung ausgesetzt. Wir reden hier von Unterschieden in der Nassfilmstärke von wenigen Mikrometern (also 1000stel eines Millimeters).
Wenn ich also 300Ah Zellen produzieren will und stelle fest, ich komme in der Charge öfter mal deutlich darunter bei einigen Zellen, dann geht diese Charge als 280er raus. Oft sind da Zellen dabei, die über 290Ah liegen, aber wenn sie nur bis 280Ah zyklisiert werden, fällt niemals auf, dass es eine aussortierte Zelle ist. Im Gegenteil. Weil sie damit noch weniger von der Entladetiefe gestresst wird, hat diese Zelle eine völlig uneingeschränkte Lebensdauer und Leistungsfähigkeit.

Schwierig wird es, wenn Zellen ausgeschliffene QR-Codes haben. Es gibt einen International Standard for Battery Coding und wer den Code zerkratzt, will was verbergen.

Zwischen den beiden genannten Grade A Typen reden wir von einem Preisunterschied von 40% - 45%.

Die mit ausgeschliffenen QR-Codes kosten vielleicht 1/3.

Einen 100 Ah Akku mit billigen Komponenten lass ich dir in China unter 100 Euro bauen.
Einen besseren für 150 und einen sehr guten für 200.

Jetzt kommt das Aber:

Wenn ein Bulltron die Aufschrift trägt "Gebaut in Deutschland", heißt das, dass die Akkukomponten 3fachen Transportaufwand verursachten.
Denn Zellen, Elektronik, Gehäuse wurde von je 3 Lieferanten separat verschickt.
3x Logistik, 3x Eingangskontrolle.
Marketing dazu.
Lohn. und Nebenkosten
Rücklage für evtl . Serviceleistungen

und selber verdienen will man auch noch was.

Daher ist der Preis erklärbar und man dar nicht vergessen, dass für dieselbe Performance und Lebensdauer ungleich mehr Geld in Bleitechnologie gesteckt werden müsste und gegen die tritt man ja an.

Und da sieht man auch, dass es sich gar nicht lohnen würde, kleinere Kapazitäten hier zu bauen, weil sie überproportional teurer würden.

basste315 am 22 Feb 2023 17:36:42

dieter2 hat geschrieben:Der Spruch hat heute keine Gültigkeit mehr.
Man kann einen Artikel für zb.200 € kaufen oder auch den gleichen für 95 €.
Und Lithiumbatterien gehören devinitiv zu den Artikeln dazu.

Hallo Dieter,
ich stimme mit dir überein. Der Spruch
basste315 hat geschrieben:Am Ende bekommt doch immer jeder, was er verdient, wenn er nur nach dem Preis schaut - egal ob dieser niedrig oder hoch ist.

hat durchaus offen gelassen und auch so gemeint, dass auch der, der meint teurer ist besser - es "verdient" wenn er zuviel bezahlt ........ ;D

Helmut

Mhmm am 22 Feb 2023 18:56:02

Ich schaue mir schon länger (aus Unterhaltung) Youtuber (meist englischsprachige) an die Batterien auseinandernehmen und testen. Sowohl die Aufbauqualität sowie die Zellen, deren Hersteller, ob sie A-Ware sind usw. Z.B. dieser Kanal: --> Link

Und aus diesen Videos würde ich den Schluss ziehen: Selbst super günstiger Batterien können - je nach Hersteller - eine hervorragende Buildquality und sehr gute Zellen haben. Ich würde NIEMALS das doppelte und dreifache investieren um Marken zu bekommen die sich gut anhören / viel beworben sind (Liontron usw). Vielleicht sah das ganze vor 5 Jahren wo die Lifepos noch neuer waren etwas anders aus, aber heutzutage zehren die Makrenhersteller nur vom Namen, nicht von der besseren Qualität imho

basste315 am 22 Feb 2023 19:21:44

Mhmm hat geschrieben:Z.B. dieser Kanal: --> Link
Und aus diesen Videos würde ich den Schluss ziehen: Selbst super günstiger Batterien können - je nach Hersteller - eine hervorragende Buildquality und sehr gute Zellen haben.

Übereinstimmung :ja:
Gute Quelle, informativ und unterhaltsam ......
Leider meist US-Marken

Helmut

dieter2 am 22 Feb 2023 20:34:50

Auch wenn die preiswerte Batterie nur halbe Zyklenzahlen überlebt, selbst da komm ich nicht rann in mein Restcamperleben :wink:

Luppo am 23 Feb 2023 09:55:04

dieter2 hat geschrieben:Auch wenn die preiswerte Batterie nur halbe Zyklenzahlen überlebt, selbst da komm ich nicht rann in mein Restcamperleben :wink:

Das ist auch mein Gedanke.
Ok, explodieren sollen sie nicht.
Aber ansonsten ist mir es völlig egal, ob der Kasten 1000, 2000 oder 5000 Zyklen hält.
Im letzten Jahr hatte ich 30 vollständige Zyklen. Also selbst, wenn es nur 900 Zyklen werden, bis deutliche Kapazitätseinbußen bemerkbar werden, wird das Fahrzeug nach 30 Jahren vermutlich längst das Zeitliche gesegnet haben. Ansonsten wird einfach eine neuer Akku mit der dahin verfügbaren xyz-Technologie eingebaut. Es dürfte jedem klar sein, dass es in 15 Jahren leistungsfähigere Speicher mit halber Größe zum halben Preis gibt.
Die Gedanken, die sich um ein im Grunde völlig unwichtiges Bauteil gemacht werden, ist m.E. einem schlauen Marketing und viraler Präsenz geschuldet. Auch hier im Forum drehen sich gefühlt 10% der Themen um den Batteriespeicher.
Für mich war jedenfalls schon vor dem Kauf klar, dass ich keine 800 Euro für 100 Ah hinlege.
Die Rechnung ging rückblickend vollständig auf.

rkopka am 23 Feb 2023 10:18:03

Luppo hat geschrieben:Die Gedanken, die sich um ein im Grunde völlig unwichtiges Bauteil gemacht werden, ist m.E. einem schlauen Marketing und viraler Präsenz geschuldet. Auch hier im Forum drehen sich gefühlt 10% der Themen um den Batteriespeicher.

Da ein guter Teil der Funktionalität im Womo an der Batterie hängt, ist das Bauteil nicht so unwichtig. Licht, Stufe, Kühlschrank, Heizung...
Und da rede ich noch gar nicht von für manche so "lebenswichtige" Sachen wie: WR mit Kaffeemaschine und Föhn, TV, SAT...
Wer ständig rumfährt, kommt mit wenig aus. In meinem Fall derzeit auch mit den restlichen 20Ah, die meine Batterie noch hat :-).
Aber wenn man von €400-3000 für einen neuen Akku ausgeben will/soll/muß, dann sind ein paar Gedanken schon angebracht. Wobei die Zyklenzahl für (die meisten von) uns wirklich recht egal ist.

RK

Luppo am 23 Feb 2023 10:38:05

Klar macht man sich ein paar Gedanken, wie bei jeder Anschaffung, die über einen bestimmten Betrag geht.
Aber um was genau macht man sich Gedanken, wenn man den Akku NICHT als Hobby sieht?
Die Kapazität und mehr nicht.
Die aufgezählten Verbraucher schafft jeder Akku, ob da nun Rund- oder Prismazellen drin sind, ob Grade A oder B.
Und wer keinen WR hat, so wie ich, macht sich auch um max. Ströme keine Gedanken.
Der Speicher soll speichern und wieder abgeben.
Wie er das macht ist im Grunde völlig egal.
Zur Starterbatterie macht sich auch kaum jemand Gedanken. Genau genommen ist die noch wichtiger.

Mhmm am 23 Feb 2023 11:01:19

Luppo hat geschrieben:Aber um was genau macht man sich Gedanken, wenn man den Akku NICHT als Hobby sieht?
Die Kapazität und mehr nicht.


Die Zuverlässigkeit, also Verarbeitungsqualität und verarbeitete Komponenten sind schon extrem entscheidend meiner Meinung nach. Schlecht verlötete, verklebte, unterdimensionierte, falsch vearbeitete usw Leitungen können sich im Laufe der Zeit verabscheiden, insbesondere da ein Wohnmobil durch die regelmäßigen Erschütterungen schon eine anspruchsvolle Umgebung ist.
Und für mich ist eine defekte Aufbaubatterie so ziemlich der SuperGAU. Wenn es nachts -10C draußen ist, plötzlich die Heizung nicht mehr geht und Licht nur von der Taschenlampe kommt ist man schon etwas ungücklich (immerhin denke ich dass man relativ leichte eine Bleibatterie an der Tanke oder so als Notfallersatz beschaffen kann).

Aber wie schon oben geschrieben, das innenleben einiger (natürlich nicht aller) Billigbatterien ist inzwischen besser und robuster verarbeitet also die teurem Premiummarken.

Tinduck am 23 Feb 2023 11:12:29

Guter Punkt. Im Sommer auf dem CP kann man auch mal ein paar Tage ohne Batterie auskommen, bis Ersatz beschafft ist.

Im Winter ist das schon was anderes, da bekommt man schnell nen kalten Popo. Bei einigen EBLs geht nichts mehr ohne Batterie, auch kein Landstrom.

Insofern - billig kaufen, warum nicht, aber nur, wenn man überprüfen kann, wie es in der Batterie aussieht, Stichwort Zuverlässigkeit. Verschweisste Gehäuse wären da für mich sofort raus.

Eine gut gemachte LiFePO halte ich für deutlich ausfallsicherer als eine Bleibatterie, die ja im Prinzip die ganze Zeit auf Raten stirbt, und sie ist dann mal früher oder mal später am Ende. Aber das Ende kommt, unausweichlich. Bei der LiFePO hat man am Ende der Zyklenangabe noch 80% der Anfangskapazität - insofern überhaupt nicht mehr mit Blei vergleichbar, die irgendwann einfach Null Kapazität haben - mitunter nach sehr überschaubarer Nutzungsdauer.

bis denn,

Uwe

dieter2 am 23 Feb 2023 18:35:34

Tinduck hat geschrieben:Insofern - billig kaufen, warum nicht, aber nur, wenn man überprüfen kann, wie es in der Batterie aussieht, Stichwort Zuverlässigkeit. Verschweisste Gehäuse wären da für mich sofort raus.



Fast jede Lithium ist in YouTube schon mal auseinander genommen.
Bis jetzt war noch kein Ausfall dabei.

Und auf bekommt man jede Batterie, und verkleben läßt die sich auch wieder.
Habe schon mal geschrieben, selber Bauen lohnt nicht mehr.
Eine billige, 100 ah für 399 € kaufen, für 60 € ein BMS mit Bluetooth einbauen.
Und man hat eine im DIN Gehäuse die unterm Sitz passt.
Da stehen,schätze mal 80% der Batterien.

Tinduck am 23 Feb 2023 21:26:29

dieter2 hat geschrieben:Da stehen,schätze mal 80% der Batterien.


Ich muss zugeben, dass ich froh bin, zu der Randgruppe zu gehören, deren Batterie nicht unterm Sitz gefangengehalten wird. Befreit ungemein :)

bis denn,

Uwe

Luppo am 23 Feb 2023 22:54:14

Freiheit für die gequälten Batterien!

Herbstsonne am 24 Feb 2023 11:11:48

dieter2 hat geschrieben:Fast jede Lithium ist in YouTube schon mal auseinander genommen.
Bis jetzt war noch kein Ausfall dabei.

Und auf bekommt man jede Batterie, und verkleben läßt die sich auch wieder.
Habe schon mal geschrieben, selber Bauen lohnt nicht mehr.
Eine billige, 100 ah für 399 € kaufen, für 60 € ein BMS mit Bluetooth einbauen...

Hi, aber davor kann man auch nur warnen:
1.) für BMS-Wechsel muß LiFePO4 eines Deiner Hobbys, zumindest eine Deiner Begabungen sein (habe da Erfahrung siehe z.B. Robur-Thread)
2.) ob Du das andere BMS überhaupt reinkriegst und ob die neue Verkabelung ohne Geld zu beschaffen ist ?
3.) einen BMS-Wechsel an einem Billig-Akku mit Billig-Zellen würde ich nur in Verbindung mit einem BMS machen, das auch höhere Balancerströme fährt
4.) das Ganze frisst mehr Zeit als man denkt, .... einmal habe ich z.B. versucht den Deckel runterzumachen: ewig.
Mit und ohne Isopropanol, mit und ohne Heißfön. Habe dann am Ende doch das Multitool genommen und den Deckel abgesägt...

Du findest Akkus für z.B. einen Hunderter mehr geliefert aus Frankreich, die schon ein JBD-BMS mit Bluetooth drinhaben. Vor Bestellung würde ich mir das aber nochmals bestätigen lassen.
z.B. das da: --> Link
Eine Vorstellung vom inneren Aufbau kannst Du Dir auch verschaffen:
Hier im Film "Video Description" Production Process: --> Link

Dann kannst Du sofort loslegen: Parameter checken und ggf. optimieren.
Wenn das Ding dann nicht gescheit läuft, kannst Du immer noch aufmachen und reparieren ...
... Du hast das schon richtig geschrieben: Selber (BMS Ein-) Bauen lohnt nicht mehr ;-)

Palu am 24 Feb 2023 12:48:30

Meine Meinung:
Selberbauen lohnt immer! (so man denn will und kann).
Will man nur TV oder Led betreiben - geschenkt.
Wenn es aber ans Eingemachte geht - Kochen, Toaster, Nespresso, TK-Box plus sonstiges...
2 Minuten 120 A für Nespresso, für die meisten Würfel kein Problem - aber 30 oder mehr Minuten 180 A Dauerbelastung - da will ICH lieber wissen was an den einzelnen Stellen abgeht, Stichwort Hitzeentwicklung, die war in meiner Testphase teilweise enorm.
Habe dann in der Batterie mit verschiedenen Kupfervoll- und Flexquerschnitten und verschiedenen Schrauben/Mutterwerkstoffen experimentiert, bis ich MEIN Optimum gefunden habe.
Nun schon 2 arktische Winter bestens bestanden, nie CP. Nach dem ersten eine untenliegende regelbare Wasserheizung nachinstalliert. Alles läuft.
320 AH für unter 1000 € bei 24 kg.
Und ich habe mit mir 3 Jahre Garantie ausgehandelt :D
Grüße Lutz

fschuen am 24 Feb 2023 18:13:17

Man kann die Frage ja mal umdrehen: wieviel teurer sind bessere Li-Akkus? Winston-Zellen sind teurer. Man kann mehr Geld für Gehäuse ausgeben. Manchmal baue ich mit aktiven und passiven Leistungsbalancern, das sind aber auch nur 30 Euro. Am flexibelsten lässt sich die Marge gestalten.

Palu hat geschrieben:Meine Meinung:
Selberbauen lohnt immer! (so man denn will und kann).


Ich würde da zu einem gewissen Grad zustimmen. Man lernt dabei, kann das Ding auch selbst reparieren und teure Werkzeuge kaufen, ohne dass die Regierung widerspricht. Allerdings wird der Zeitaufwand gerne unterschätzt - vor allem, wenn Freunde und Familie mitbekommen, dass man für zwei Euro pro Amperestunde so nützliche Batterien baut ... :mrgreen:

Und ich habe mit mir 3 Jahre Garantie ausgehandelt :D


Ich mag das, wie du denkst. Aber du solltest nicht so knauserig mit dir sein.

Gruss Manfred

Grisu69 am 06 Mär 2023 15:02:43

Ich baue gelegentlich Hobbymässig Lifepo4 Akkus für Kollegen die sich das nicht zutrauen.Bestelle meist 280Ah Zellen und JBD 200A Bms bei Ali und Gehäuse über ebay.Wenn ich dann aufm Caravansalon sehe das die grünen aus Goch augenscheinlich auch JBD Bms und Helltec Balancer verwenden und dafür das drei bis vierfache aufrufen weiss man Bescheid !

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