Hallo zusammen,
nachdem ich mich mittlerweile etwas tot recherchiert habe, schreibe ich hier mal meinen ersten Beitrag und hoffe, mir kann geholfen werden :razz:
Folgendes "Problem": Wir (kleine Familie mit Kindern im Alter von knapp 4 und knapp 1 Jahr) haben uns letztes Jahr einen fast-Oldtimer Alkoven-Womo zugelegt - ein Hymercamp C594 von 1995. Insgesamt wirklich gut in Schuss, nur die Aufbaubatterie war, wie allerdings erst nach Kauf auffiel, nicht mehr zu gebrauchen weil tiefentladen. Jetzt steht ein Neukauf an und nach eingehender Recherche bin ich komplett überfordert.
Kurz zu unserem Nutzungsprofil. Wir haben die letzten Jahre immer Wohnmobilurlaub mit dem Mobil meiner Eltern gemacht, sind insofern keine Neulinge, aber jetzt das erste Mal Besitzer mit dementsprechend mehr Nutzungszeit im Jahr. Bisher hat sich das auch 2-3 Wochen + ca. 2 Wochenenden im Jahr beschränkt. Dieses Jahr steht aber zB eine 2-monatige Reise (entweder Balkan oder iberischer Halbinsel + Nordfrankreich) an. Mit Kindern nutzen wir mittlerweile mehr Campingplätze, stehen aber eigentlich gerne frei und somit ohne Strom. Bleiben dann aber auch max. zwei Nächte an einem Ort. An elektrischen Verbrauchern haben wir neben Handys + Bluetooth-Box eigentlich nur Licht und Pumpe, Kühlschrank ist Gas, Kaffee gibts vom Herd.
Zur aktuellen Ausstattung. Das Womo ist noch original bestückt mit einem EBL 104 von Schaudt. Das Ladegerät hat eine WoU-Kennlinie, laut Datenblatt ist es für Säure und Gelbatterien geeignet und lädt am Landstrom mit 10A, einer Schlussspannung von 14,3V und Erhaltungsspannung von 13,8V. Solaranschlüsse hätte es sogar, ist aber nicht installiert.
Jetzt zu meinen Überlegungen. Ich schwanke im Prinzip zwischen Gelbatterie und LiFePo4. Grundsätzlich ist da schon die Frage, ob das mit dem alten EBL überhaupt Sinn macht, ob man noch irgendetwas neues (Booster soweit ich verstanden habe bei altem WoMo nicht notwendig, aber evtl. spezielle Relais falls LifePo4). Passt das mit der Ladekennlinie oder braucht es ein neues Ladegerät. Das würde ich eigentlich eher vermeiden.
Bei den Gelbatterien bin ich schon verunsichert durch den C-Wert: über 100Ah Kapazität finde ich hauptsächlich Batterien mit C100. Macht das Sinn oder sollte man dann lieber 100Ah mit C20 nehmen. Bei unseren Verbrauchern ja wahrscheinlich egal, oder?
Bei LiFePo4 würde ich dann eine Version mit Bluetooth nehmen unter 100Ah gibts da nicht viel und damit wäre ich dann bei mindestens dem 4-fachen einer 100Ah Gel-Batterie. Das schreckt mich dann doch ab und ich frag mich, ob ich das Geld nicht sinnvoller für eine Solaraufrüstung ausgebe, womit der Kapazitätsnachteil der Gelbatterie wahrscheinlich ausgeglichen wäre.
Ganz alternativ ginge natürlich auch Blei-Säure (ein Absaugschlauch liegt unter dem Beifahrersitz, inwiefern der funktionstüchtig ist, weiß ich nicht). Da bin ich aber skeptisch aufgrund der vielen Nachteile.
AGM war vom Vorbesitzer eingebaut (die war angeblich nur 1 Jahr alt). Kann mir vorstellen, dass sie mit dem Ladegerät und der niedrigen Spannung nicht klar gekommen ist und deswegen leer gelaufen ist.
So, ich gebe mal den Ring frei. Freu mich über Korrekturen von Missverständnissen meinerseits, hilfreiche Tipps und Nachfragen! Besten Dank schon in Voraus :)

