Hallo liebes Forum, ich habe da ein Problem.
In meinem 2021er Ahorn Canada TU Plus fing es irgendwann an, zu müffeln. Nicht lokalisierbar. Nicht reproduzierbar. Mal mehr, mal weniger. Irgendwann wollte ich der Sache endlich auf die Spur kommen und habe eine Stelle unterhalb des Kühlschrankes ausgemacht. Da kam ich aber nicht ran, siehe 1. Bild. Das Brett wollte partout nicht raus. Und den Kühlschrank auszubauen wollte ich mir als letzte Option aufheben. Also habe ich es von der Seite versucht. Dabei habe ich entdeckt, dass die Halteleiste für die Sitzfläche im Werk nicht korrekt bzw. gar nicht verschraubt war (Bild 2). Da diese Leiste von innen verschraubt werden muss, war die Sache mit dem Kühlschrankausbau plötzlich ein Verkäuferproblem, denn es ist ja noch Gewährleistung (Ja, Beweislastumkehr und so, aber wartet ab) und Garantie bis 11/23. Also habe ich einen Termin gemacht. Hin und zurück 400km. Ich wollte das nicht bei meinem örtlichen Renaulthändler machen lassen, da der erst seit Kurzem Ahorn-Händler ist und ich dachte, dass das jemand machen sollte, der Erfahrung mit dem Möbelbau hat.
Ich habe also per E-Mail vorab und dann vor Ort die Lage geschildert und immer wieder darauf hingewiesen, dass ich nur wegen des Geruchs überhaupt darauf gekommen bin, dass sie Leiste falsch montiert ist und ich nur deswegen die lange fahrt auf mich genommen habe, damit man im Zuge des Kühlschrankausbaus schnell das Brett, auf dem der Kühlschrank steht, ausbauen kann und die Quelle des Geruchs identifizieren kann. Ich durfte bei der Reparatur nicht dabei sein.
Ergebnis der Reparatur: Der Monteur hat die Leiste von innen verschraubt. Weil "Den Aufwand bezahlt uns ja keiner", wenn sie den Kühlschrank ausbauen. Und während er vorher noch sagte, dass er das kleine Brett unter dem Kühlschrank auf jeden Fall rausbekommt, sagte er hinterher, das ginge nicht, weil man die drei Schrauben von oben nicht lösen kann, solange der Kühlschrank eingebaut ist. Dass das nicht stimmt sieht man gut auf Bild 1.
Bin ich also 400km für fast nichts gefahren. Zu Hause hatte ich dann keine Wahl mehr, als den Kühlschrank selbst auszubauen. Dabei stellte ich fest, dass der Monteur auch noch das Verbindungsbrett von Seitensitzbank und Hecksitzbank nicht verschraubt hat. Er hat auch die Abdeckkappen der Schrauben der Duschtür vergessen aufzuclipsen und seine Taschenlampe im Hubbett vergessen.
Sei's drum. Den Kühlschrank auszubauen dauerte ca. 15 Minuten. Das ergab dann Bilder Nr. 3 und 4. Die Schrauben haben sich in die Seitenwand des Kühlschrankes gebohrt.
Nachdem ich das dem Verkäufer gemeldet habe, bekam ich zur Antwort, dass sei normal und so üblich und überhaupt kein Problem. Kein Witz. Wurde mir so am Telefon gesagt.
Jedenfalls: Als der Kühlschrank draussen war, habe ich die Quelle des Problems (Immer noch der Geruch) entdeckt, siehe Bild Nr. 5.
Das Brett, auf dem der Kühlschrank steht, sich Fahrzeugbau den Geruch aus dem Grauwassertank aufgenommen. Und irgendwann ist der Geruch weitergewandert, und zwar in die Isolierung des Kühlschrankes: Der ist unten, seitlich und oben mit 30-40mm PU(Vermute ich)-Schaum isoliert. Dieser Schaum stinkt bestialisch, wenn man nahe genug rangeht. Merke: Alles von außen. Der Kühlschrank ist voll funktional und von innen blitzblank. Nur der Boden stinkt ekelhaft.
Auf der Messe habe ich mit dem Hersteller des Kühlschrankes (Man kan den Boden nicht fachgerecht austauschen, der der Einschäumungsvorgang in einem Guss passiert) und mit der Serviceleiterin von Ahorn gesprochen ("Wenn der Mangelfolgeschaden unzumutbar ist, dann muss der Kühlschrank ersetzt werden").
Der Kühlschrank steht seit 5 Wochen in meinem Carport und müffelt dort vor sich hin. Ahorn möchte von einem Austausch plötzlich nichts mehr wissen. Aber ob ich das über Gewährleistung oder Garantie abwickele weiß ich noch nicht. Die Beweislastumkehr dürfte hier kein Problem werden, denn das der Mangel von Anfang da war ist unbestreitbar. Aber darum geht es mir jetzt noch nicht.
Meine Frage ist: Hat schon mal jemand die Isolierung von so einem Kühlschrank entfernt? Wenn das kein Garantie- oder Gewährleistungsfall wäre, dann würde ich versuchen, mit einer Taschensäge den Schaum vom Boden zu entfernen und durch eine entsprechend dicke PU-Platte ersetzen. Klingt das sinnvoll?
Ach ja: Das kleine Brett war zusätzlich noch von hinten geklammert.

