andwein am 25 Sep 2023 18:26:31 hampshire hat geschrieben:......Meine Meinung: Wir verschenken Gold wenn wir unsere Daten überall unreflektiert abgeben. An dem was wir einmal verschenkt haben werden wir nie wieder partizipieren. Uwe hat das schon angedeutet. Wir verhalten uns digital aufgestellten Unternehmen gegenüber oft wie Eingeborene, denen man für Wertvolles (Daten) Kaurimuscheln (Bequemlichkeit) gibt.
So ist es!! Gruß Andreas
Rockerbox am 25 Sep 2023 19:05:49 hampshire hat geschrieben:Meine Meinung: Wir verschenken Gold wenn wir unsere Daten überall unreflektiert abgeben. An dem was wir einmal verschenkt haben werden wir nie wieder partizipieren. Uwe hat das schon angedeutet. Wir verhalten uns digital aufgestellten Unternehmen gegenüber oft wie Eingeborene, denen man für Wertvolles (Daten) Kaurimuscheln (Bequemlichkeit) gibt.
Was ist denn dein „Gold“ für dich wert? Was kannst du dir denn dafür kaufen/leisten, wenn du es nicht für Bequemlichkeit eintauscht? Das „Gold“ ist für mich nutzlos, wenn ich es nicht gegen irgendetwas eintauschen kann. Und für „Daten“ gibts eben nur Bequemlichkeit, leider keinen Laib Brot und keine Kiste Bier. Was und wieviel jeder von seinem sogenannten Gold abgibt muss jeder für sich selbst entscheiden. Allerdings hinkt der Vergleich mit dem Edelmetall schon gewaltig.
hampshire am 25 Sep 2023 19:20:56 Rockerbox hat geschrieben:Was ist denn dein „Gold“ für dich wert?
Die Frage ist wie: "Welchen Einfluss hat denn genau Deine Stimme bei einer Wahl?" Wer diese Frage für sich mit einer Prouentziffer beantwortet wird es nicht schlimm finden zu Hause zu bleiben. Wenn sehr viele Menschen das genauso sehen hat das massive gesellschaftliche Auswirkungen. Die Summe der abgegebenen Stimmen hat einen enormen Wert. Es geht nicht primär um das persönliche Gold, sondern um den Ausverkauf und die Aushebelung der Selbstbestimmung einer Gesellschaft und massive Machtverschiebungen. Hätte man einem Stasi Offizier 1988 erzählt, dass in 25 Jahren Menschen Geld dafür ausgeben würden um eine Abhöreinheit in ihr Haus zu stellen um die Musik lauter zu drehen, der hätte das nie geglaubt. Jetzt sind wir so weit: Viele nutzen sprachgesteuerte Assistenten um einen Bequemlichkeitsnutzen zu bekommen. Was sie dafür geben konzentriert Macht an anderer, nicht gewählter Stelle. Ich sehe mich nicht nur als Einzelperson, Homo Oeconomicus und Verbraucher, sondern auch als Teil einer Gesellschaft mit der Verantwortung beizutragen und, da wir in einer Demokratie sind mit zu denken und mit zu handeln. Es kommt nicht immer auf meinen persönlichen Nutzen an. Klingt vielleicht für manche etwas altmodisch.
launig am 25 Sep 2023 19:59:56 Die posts werden immer länger. Ich finde es langsam ermüdend wegen einer Kartenzahlung am Stellplatz so ein Fass aufzumachen. Gebt halt Eure Karten ab und gut is. Aber nur meine Meinung .
Gast am 25 Sep 2023 22:09:16 Peter, dafür ein + !
Das wäre ein Schlusswort zum Schliessen des Trööts! :ja:
andwein am 26 Sep 2023 11:08:09 Rockerbox hat geschrieben:.....Was ist denn dein „Gold“ für dich wert? Was kannst du dir denn dafür kaufen/leisten, wenn du es nicht für Bequemlichkeit eintauscht? Das „Gold“ ist für mich nutzlos, wenn ich es nicht gegen irgendetwas eintauschen kann.
Diese Aussage ist leider nicht korrekt!! Von Versicherungen gibt es Prämenvergünstigungen wenn du deren Telematikbox einbaust, auch für manche Apps die deine Fahrtrouten und Gewohnheiten speichern bzw. an den Abieter senden gibt es Vergünstigungen. Und auf "Fakebook" bekommst du Punkte und ab einer bestimmten Menge eine Bargeldzahlung. Und was glaubst du was die ASFINAG oder andere mit deinen Bewegungsdaten machen?? Autobahnen ausbessern oder gar neue bauen? Die dabei erfassten Kennzeichen werden nur in Deutschland nach einem Monat gelöscht. Aber Träume sind halt schön, wer will nicht mal träumen. Gruß Andreas
Trailwild am 26 Sep 2023 11:36:19 Telematikbox? Nur über meinen nicht mehr lebenden Körper! Da ist Kartenzahlung doch nur Kinderkram!
lonsome am 26 Sep 2023 11:55:32 Hallo, Die Stellplätze, bei denen man einfach auf Vertrauensbasis die Gebühr in eine Kasse geworfen hat, waren mir auch immer am liebsten. Hingehen, zahlen, fertig, keine Formalitäten. Auch ich habe nicht unbedingt Lust, ständig meine Daten zu hinterlassen. Irgendwie nervt es, aber mir ist auch klar, welche anderen Spuren ich hinterlassen habe, wenn ich nur mit Maps zum Stellplatz navigiert habe. Und da ich viel in Norwegen unterwegs bin, weiß ich auch, dass da fast jedes entgegenkommenden Polizeiauto mein Kennzeichen automatisch ausliest und abgleicht. Bauch und Venunft passen da nicht immer zusammen. Ich bin froh, wenn es einen unkomplizierten Stellplatz gibt, egal ob mit Geld einwerfen, Karte zahlen oder sonst irgendwie. Hinfahren, zahlen, wegfahren ganz selbstbestimmt ohne Schranken. Übrigens ist es auch für Besitzer von solchen Plätzen nicht einfacher geworden von der Nachweispflicht gegenüber z. B. dem Finanzamt. Es muss sichergestellt sein, dass nicht Geld einfach so verwendet, aber nicht abgerechnet wird etc.. Da ist dann die Abwicklung über ein Konto die einfachste Möglichkeit. Gruß Klaus
Rockerbox am 26 Sep 2023 13:34:31 andwein hat geschrieben:Und was glaubst du was die ASFINAG oder andere mit deinen Bewegungsdaten machen?? Autobahnen ausbessern oder gar neue bauen? Die dabei erfassten Kennzeichen werden nur in Deutschland nach einem Monat gelöscht.
Na dann sag doch mal belegbar, was denn die ASFINAG mit meinen und allen anderen Bewegungsdaten macht? Und wenn was daran so derartig verwerflich ist und welcher nachweisliche Schaden dadurch entsteht! Ich fahre seit zig Jahren immer wieder durch / nach Österreich, hab ein Flexmautkonto und bestelle meine Vignette online und hab weder eine Waschmaschine noch ein Zeitungsabo über die ASFINAG erhalten. Hier immer nur den Teufel an die Wand zu malen ohne irgendwelche Belege dafür zu bringen ist auch wenig zielführend.
rkopka am 26 Sep 2023 14:29:01 andwein hat geschrieben:Und was glaubst du was die ASFINAG oder andere mit deinen Bewegungsdaten machen?? Autobahnen ausbessern oder gar neue bauen? Die dabei erfassten Kennzeichen werden nur in Deutschland nach einem Monat gelöscht.
Österreich unterliegt im Wesentlichen den gleichen Datenschutzvorgaben wie Deutschland. --> Link"Die zur Mautabfertigung bei der Digitalen Streckenmaut erforderlichen Daten werden binnen eines Jahres ab Benutzung der Mautstrecke gelöscht bzw. bis dahin aus Dokumentationsgründen gespeichert. " "Löschfristen: Bilddaten und daraus gewonnene Kennzeichen- und Kontrolldaten, die Fälle ordnungsgemäßer Entrichtung der Maut betreffen, werden unverzüglich in nicht rückführbarer Weise gelöscht. Daten, die Fälle der Mautprellerei dokumentieren und Daten des Zulassungsbesitzers und/ oder Lenkers und etwaige Korrespondenz dazu, werden im Mautsystem gespeichert, aber nur solange diese für Zwecke der Einbringung der Maut, der Aufforderung zur Zahlung einer Ersatzmaut und der Verfolgung von Mautprellerei (§ 19a Abs 2 BStMG) erforderlich sind. Spätestens drei Jahre nach Einbringung der Maut, nach Zahlung der Ersatzmaut oder nach Abschluss des Verwaltungsstrafverfahrens sind im Mautsystem Bilddaten und daraus gewonnene Kennzeichen- und Kontrolldaten, die Fälle der Mautprellerei dokumentieren, in nicht rückführbarer Weise zu löschen. Dies gilt nicht, solange gerichtliche Verfahren über Maut, Ersatzmaut oder Verwaltungsstrafe anhängig sind (§ 19a Abs 3 BStMG)." RK
andwein am 26 Sep 2023 15:58:23 rkopka hat geschrieben:.....Österreich unterliegt im Wesentlichen den gleichen Datenschutzvorgaben wie Deutschland.es gilt nicht, solange gerichtliche Verfahren über Maut, Ersatzmaut oder Verwaltungsstrafe anhängig sind (§ 19a Abs 3 BStMG)." RK
Ist ja gut, ich behaupte das Gegenteil Trotzdem dieser Auszug aus dem von dir angeführten Link: Die zur Mautabfertigung bei der Digitalen Streckenmaut erforderlichen Daten werden binnen eines Jahres ab Benutzung der Mautstrecke gelöscht bzw. bis dahin aus Dokumentationsgründen gespeichert. Daten im Zusammenhang mit dem Bezug der Digitalen Streckenmaut werden nach Ablauf der steuerrechtlichen Archivierungsfrist bzw. der sich aus der Rechtsprechung zur Frist einer etwaigen Rückerstattungspflicht von Maut ergebenden 30 Jahren plus Toleranzfrist bis Jahresende gelöscht. Geschäftsbriefe und sonstige Korrespondenz werden im Sinne des § 212 UGB längstens nach Ablauf von sieben Jahren (Ende des Kalenderjahres) gelöscht. Die Daten im Zusammenhang mit „Mein Konto“ werden unmittelbar nach Löschung von „Mein Konto“ durch den Nutzer gelöscht. Für die Go Maut gilt ähnliches: aber k ontoführende Bank, Kontonummer, IBAN-Code, SWIFT-Code), Karten-ID-Nummer, Ablaufdatum des Zahlungsmittels, Sperrvermerk betreffend Zahlungsmittel, hier kommt allerdings die Schufa mit ins Spiel bzw. ihr österreichischer Pedant, oder? Dazu die heutige Schlagzeile in T-Online: Mobilfunkanbieter haben ohne Zustimmung Kundendaten an die Schufa weitergeleitet. Betroffene könnten nun Schadensersatz bekommen. Das ist natürlich bestimmt gelogen, ich habe zwar sowas hier auch behauptet, aber das ist bestimmt auch gelogen! Ob die Mautgesellschaft anonymisierte Daten an Dritte weitergibt bzw. nicht weitergibt steht in der Information zur Verarbeitung personenbezogener Daten nicht. Aber wie gesagt, ich möchte keinen Glaubenskrieg anfangen, den kann man eh nie gewinnen. Ich möchte nur sensibilisieren. Freundliche Grüße, Andreas
pipo am 26 Sep 2023 18:19:01 andwein hat geschrieben:Für die Go Maut gilt ähnliches: aber kontoführende Bank, Kontonummer, IBAN-Code, SWIFT-Code), Karten-ID-Nummer, Ablaufdatum des Zahlungsmittels, Sperrvermerk betreffend Zahlungsmittel, hier kommt allerdings die Schufa mit ins Spiel bzw. ihr österreichischer Pedant, oder?
Was hast du denn immer mit der Schufa? Solche Läden speichern das Zahlungsverhalten ihrer Kunden bzw. dessen Kunden um Zahlungsausfälle zu vermeiden, sind aber nicht in Zahlungsvorgänge eingebunden. Dazu die heutige Schlagzeile in T-Online: Mobilfunkanbieter haben ohne Zustimmung Kundendaten an die Schufa weitergeleitet. Betroffene könnten nun Schadensersatz bekommen. Das ist natürlich bestimmt gelogen, ich habe zwar sowas hier auch behauptet, aber das ist bestimmt auch gelogen!
Du hast es bereits geschrieben. Betroffenen KÖNNTEN Schadensersatz bekommen. In vergleichbaren Fällen musste die Schufa bereits bis zu 5000€ zahlen. Vorab muss aber erstmal geklärt werden, ob die übermittelten Daten wirklich einen Verstoß gegen das Datenschutzgesetz bedeuten. Grundsätzlich stimme ich Dir zu, dass die Datensammel-/tauschwut diverser Unternehmen, trotz drakonischer Strafen die in der EU DSGVO festgelegt sind, manchmal zum kotzen ist..
andwein am 27 Sep 2023 13:00:55 pipo hat geschrieben:....Was hast du denn immer mit der Schufa? Solche Läden speichern das Zahlungsverhalten ihrer Kunden bzw. dessen Kunden um Zahlungsausfälle zu vermeiden, sind aber nicht in Zahlungsvorgänge eingebunden.
Gar nichts, aber sie sind halt dadurch in Zahlungsvorgänge eingebunden insofern sie wiederum ihren Kunden, den Kartenannehmern, sofortige Info zu der Kreditwürdigkeit von Debitkarten geben. Am Display erscheint dann: Karte abgelehnt, bitte setzen sie sich mit ihrem Kreditinstitut in Verbindung. Du hast das eigentlich selbst in deiner Antwort beschrieben, denn heute wird das nicht mehr in Tabellen eingeschrieben sondern im On-Line Abfrage Modus geklärt solange die Karte noch im Automaten steckt. Aber wir beide sehen das Thema halt unterschiedlich, du von der Freizügigkeit, ich von der Datensicherheit. Das sind heutzutage leider zwei kontrahäre Ansichten. Ich zahle auch manches mit Karte, aber ich bin mir dabei der Informationsströme bewußt. Gruß Andreas
pipo am 27 Sep 2023 14:11:02 andwein hat geschrieben:aber sie sind halt dadurch in Zahlungsvorgänge eingebunden insofern sie wiederum ihren Kunden, den Kartenannehmern, sofortige Info zu der Kreditwürdigkeit von Debitkarten geben. Am Display erscheint dann: Karte abgelehnt, bitte setzen sie sich mit ihrem Kreditinstitut in Verbindung.
Nein, die Karte wird vom kartenausgebenen Institut gesperrt, weil die Schufa ggf. darüber informiert hat, dass das Zahlungsverhalten des Kunden sehr negativ auffällig ist. Der Kartenausgeber entscheidet. [/quote] Aber wir beide sehen das Thema halt unterschiedlich, du von der Freizügigkeit, ich von der Datensicherheit. [/quote] Ich achte sehr auf Datensicherheit, habe aber Verständnis für Firmen, die sich gegen Zahlungsausfälle absichern wollen. Das eine geht nicht ohne das andere. Schließlich bezahlen wir Kunden, die mit Karten bezahlen, für diese Ausfälle mit höhreren Gebühren oder noch schärferen Regeln.
pipo am 27 Sep 2023 14:25:43 Sorry mir ist ein Zitierfehler unterlaufen :oops: andwein hat geschrieben:aber sie sind halt dadurch in Zahlungsvorgänge eingebunden insofern sie wiederum ihren Kunden, den Kartenannehmern, sofortige Info zu der Kreditwürdigkeit von Debitkarten geben. Am Display erscheint dann: Karte abgelehnt, bitte setzen sie sich mit ihrem Kreditinstitut in Verbindung.
Nein, die Karte wird vom kartenausgebenen Institut gesperrt, weil die Schufa ggf. darüber informiert hat, dass das Zahlungsverhalten des Kunden sehr negativ auffällig ist. Der Kartenausgeber entscheidet. Aber wir beide sehen das Thema halt unterschiedlich, du von der Freizügigkeit, ich von der Datensicherheit.
Ich achte sehr auf Datensicherheit, habe aber Verständnis für Firmen, die sich gegen Zahlungsausfälle absichern wollen. Das eine geht nicht ohne das andere. Schließlich bezahlen wir Kunden, die mit Karten bezahlen, für diese Ausfälle mit höhreren Gebühren oder noch schärferen Regeln.
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