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Zweite Wohnraumbatterie - eine neue parallel zur alten?!?


froschtreter am 02 Jul 2007 16:51:10

Hallo zusammen,

nachdem ich inzwischen sehr viel gelesen habe, was hierüber geschrieben wurde, verbleiben für mich noch diese zwei Fragen, auch auf die Gefahr hin, dass ich etwas übersehen habe:

Welche Konsequenzen hat es, wenn ich zu meiner inzwischen 3 Jahre alten Wohnraumbatterie eine identische Batterie des gleichen Herstellers parallel anschließe, welche NEU ist (offenbar müssen idealerweise zwei Batterien gleichen Alters verwendet werden). Nun will ich die alte nicht gerade entsorgen, ist doch noch gut... Wo liegt das Problem?

Und die zweite Frage: Ist der Ladezustand der ersten Batterie unerheblich, wenn ich die zweite dazu klemme oder gibts was zu beachten?

Ich möchte euch schon einmal vorab herzlich für die Tipps danken.

Euer
BERND

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Varadero_BW am 02 Jul 2007 17:05:16

Hallo Bernd,

Also, ganz offiziell heisst es, dass die gleich alt sein sollen, wie Du ja schon gelesen hast. Denn so eine Batterie altert. Das heisst die Leistungsfähigkeit nimmt ab. Damit verändert sich auch der sogenannte Innenwiederstand.
Wenn das ganz extrem ist, kann es passieren dass Du Dir dadurch eine der Batterieen in kurzer Zeit himmelst. Welche, das weiss ich aber nicht.

Aber bei einer 3 Jahre alten Batterie würde ich persönlich diese Gefahr als äusserst gering einschätzen. Es sei denn Du hast Deine bisherige Batterie mehrmals zu weit entladen.
Wenn sie aber immer in einem ordentlichen Ladezustand war, dann dürftest Du da keine Probleme haben.

Es gibt auch andere Berichte hier im Forum wo jemand genau das auch gemacht hat und bisher keine Probleme damit hat.

Zum unterschiedlichen Ladezustand, kommt eventuell drauf an, wie unterschiedlich der ist. Wenn eine leer und die andere voll ist, würde ich das nicht machen.
Denn dann dürfte ein gehöriger Strom von der Einen zur Anderen fliessen und das kann die Leitung heiss werden lassen. Aber wenn beide so halb voll bis voll sind, dürfte das kein Problem sein. Der unterschiedliche Ladezustand gleicht sich dann schnell aus.

Übrigens möglichst dicke Kabel für die Verbindung der beiden Batterien wählen. Und die Kabelschuhe vom Elektriker mit dem entsprechenden Werkzeug gleich drauf quetschen lassen. Denn das kann man selber nicht mit ner Kombizange machen.


Frank

Gast am 02 Jul 2007 18:59:22

Hallo Frank,

leider stimmt dies nicht so ganz.

Hier ein Auszug aus dem AGTAR-Handbuch:

Größere Kapazitäten werden hergestellt durch Parallelschalten von Einzelakkus, jedoch müssen diese gleiche Kapazität haben, vom gleichen Typ und neuwertig sein. Gleicher Typ heißt: Gleiche Bauart, z.B. Dickplattenbatterien (Traktions und Freizeit-Batterien), neuwertig heißt: Alter bis ca. 6 Monate, keine Schädigung durch längeres Verweilen im teilentladenen Bereich.

Dieses sollte man auch Ernst nehmen.

Ansonsten gab es das Thema schon öfter. Benutze bitte die Suche nach "parallelschalten". Da findet man einiges.

Anzeige vom Forum


Ausderasche am 02 Jul 2007 19:37:59

Hallo,

meine Erfahrung + Stellungnahmen zum Thema parallel schalten liest Du hieer..--> Link

Viele
Frank

Varadero_BW am 03 Jul 2007 08:34:16

ABE hat geschrieben: keine Schädigung durch längeres Verweilen im teilentladenen Bereich.


Das ist doch der springende Punkt.
Wenn man das aus schliessen kann (da WoMo neu gekauft und immer am SP mit Strom bzw. in der Garage auch immer am Strom oder so) kann man es sicher gefahrlos machen. (aber darauf kann trotz alledem keiner eine Garantie geben)
Wenn man das nicht ausschliessen kann, sollte man die "alte" in eBucht verscherbeln und sich 2 neue anschaffen. Dann ist man auf der sicheren Seite.

Und genau so habe ich es auch gemacht. Mein Womo ist schon 6 Jahre alt und ich wusste nicht wie lange die Aufbaubatterie schon drin ist. Daher 2 neue und die alte vertickert.


Es gibt aber hier im Forum auch schon Berichte wo jemand eine 2 oder 3 Jahre alte und ne neue paralell geschaltet hat und bisher keine Probleme damit hat.


Frank

soul am 03 Jul 2007 09:02:11

froschtreter hat geschrieben:
Und die zweite Frage: Ist der Ladezustand der ersten Batterie unerheblich, wenn ich die zweite dazu klemme oder gibts was zu beachten?



hallo!

nimm einen diodenverteiler zb.:

--> Link

und du hast keine probleme.

lg

abo1 am 03 Jul 2007 11:56:28

soul hat geschrieben:
froschtreter hat geschrieben:
Und die zweite Frage: Ist der Ladezustand der ersten Batterie unerheblich, wenn ich die zweite dazu klemme oder gibts was zu beachten?



hallo!

nimm einen diodenverteiler zb.:

--> Link

und du hast keine probleme.

lg



hallo

er hat auch ohne den verteilert keineprobleme
was soll das bringen zwischen die beiden batterien eine diodentrenner zu verbauen? *staun*

ich bin der meinung
- der ladezustand
- die kapazität
- die marke und type
- das alter

sind unerheblich wenn es um die paralellschaltung von batterien geht.

die lade- und entladeströme teilen sich auf, da passiert garnix.

was ich NICHT tun würde ist unterschiedliche batteriearten zu mischen.
also gel /vlies / AGM / säure usw
denn da wird nach meiner einschätzung durch die aufteilung der ströme die spannung an den einzelnen batterien und damit die ganze kennlinie der ladung verfälscht.

das marketing gesülze einzelne hersteller ist aber verständlich.
logisch dass ich im fall der fälle lieber zwei als nur eine batterie verkaufe.
wenn ich händler oder hersteller wäre wuerde ich dass meinem kunden auch auf die tour verkaufen .,..


lg
g

Gast am 03 Jul 2007 13:57:55

abo1 hat geschrieben:ich bin der meinung
- der ladezustand
- die kapazität
- die marke und type
- das alter

sind unerheblich wenn es um die paralellschaltung von batterien geht.

die lade- und entladeströme teilen sich auf, da passiert garnix.



Leider ist dem nicht so - gerade bei einer Parallelschaltung.

Probleme durch:
- Unterschiedliche Kapazitäten bedeuten unterschiedliche Mengen der Ladungsaufnahme
- ein alter Akku hat andere Kennlinien wie ein neuer Akku
- Bei einem Defekt eines Akkus (z.B. Zellenschluss) gibt größere Probleme (Nennspannung defekter Akku = 10V, der andere hat 12V = Ausgleichsströme); bei einem 3 Jahre alten Akku wahrscheinlicher
- Unterschiedliche Kennlinien zwischen den Herstellern
- Unterschiedlicher Aufbau der Akkus (Plattendicke etc.)

....

Die Liste kann fortgeführt werden.

Deswegen sind die Empfehlungen aller Hersteller dahingehend, nur neue, gleiche Akkus parallel zu schalten - Und das ist nicht darin begründet, möglichst viel verkaufen zu wollen.

Hierzu gibt es auch einen interessanten Beitrag in der neuen Reisemobil-International.

Varadero_BW am 03 Jul 2007 14:20:42

Also, da möchte ich doch entschieden wiedersprechen.

Batterien unterschiedlicher Hersteller und unterschiedlicher Kapazität sind verschieden.
Das heisst ihre Lade bzw. Entladekurve unterscheidet sich. Es geht im Wesentlichen um den Innenwiederstand einer solchen Batterie. Der ist abhängig von der Plattengröße (damit der Kapazität), dem Zustand der Platten (alter), dem verwendeten Elektrolyt (Säure direkt oder in Gel oder Fließ gebunden) und dem Ladezustand der Batterie. Dann kommt noch die Bauart dazu und sicher noch einige andere Faktoren die nur ein Batterieexperte genau kennt.

Wer das Ohmsche Gesetzt kennt, kann sich ausrechnen dass beimLaden und ENtladen unterschiedliche Ströme in / aus den Batterien fliessen.
Vor allem beim Entladen, wenn große Ströme gezogen werden macht sich das bemerkbar. Ein 1500 Watt Wechselrichter kann es da schnell mal auf 140 Ampere bringen. Bei unterschiedlichen Batterien wird dieser Strom dann auf die Batterien verteilt. Und genau dabei kommt es auf diesen Innenwiederstand an, wieviel Strom von welcher Batterie gezogen wird. In der Summe ist es der tatsächlich gezogene Strom. Aber die Verteilung. Darauf kommt es an.

Im Idealfall gleichmäßig auf beide Batterien. Damit beide Batterien gleichmäßig belastet werden und gleichmäßig altern. Und genau das erreicht man indem man zwei Batterien mit gleichem Innenwiederstand benutzt. Und nahezu gleichen Innenwiederstand bekommt man nur bei Batterien gleicher Leistung Alter Bauart und Hersteller.

Ich kann Dir das gerne mathematisch beweisen.

Übrigens gerade beim Betrieb eines Wechselrichters kann man den Innenwiederstand einer Batterie deutlich spüren. Wenn die Batterie z. B. 12,5 Volt auf weist und du schaltest den 1200 Watt Fün an Deinem 1500 Watt Wechselrichter ein, geht die Spannung runter auf z. B. 11,5 Volt. Schaltest Du wieder aus geht sie wieder hoch auf 12,5 Volt. Das eine Volt um das die Spannung bei der Belastung runter geht ist der Spannungsabfall am Innenwiederstand der Batterie.
Wenn Du nun noch einen Amperemesser dazwischen hast der Dir 140 Ampere anzeigt, dann kannst Du den Innenwiederstand Deiner Batterie leicht ausrechnen. 1 Volt durch 140 Ampere sind 7,1 milli Ohm.



Frank

abo1 am 03 Jul 2007 14:55:27

hallo

nochmal:
jeder soll so machen wie er glaubt

nichts des gesagten spricht gegen eine verwendung von unterschiedlichen batterien

das sich der strom ungleich aufteilt? und aus der "besseren" batterie mehr kapazität entnommen wird als aus der schlechten ist doch logisch und erwünscht. sie sollen ja beide am ende gleich leer sein

die neue batterie wird also mehr belastet als die alte
ist doch im sinn der sache

die last teilt sich nach peukert auf und das wars, beim laden genauso wie beim entladen

solange selbe batterieart (idente sättigungsspannung etc) sehe ich keine probleme

warum "schalten" denn selbst die nobelsten Womo hersteller die starterbatterie mit den aufbaubatterien parallel wenn diese über die lichtmaschine geladen werden?
das ist aus meiner sicht WESENTLICH heikler, denn hier werden auch die typen (starter-säure und gel-versorger) batterie vermischt

wenns um technische dinge geht orientiere ich mich eigentlich eher an technikern, und nicht an hofffnungsvollen tintenkleksern in werbefinanzierten herstellerzeitschriften ...

lg
g

Gast am 03 Jul 2007 16:35:17

abo1 hat geschrieben:wenns um technische dinge geht orientiere ich mich eigentlich eher an technikern, und nicht an hofffnungsvollen tintenkleksern in werbefinanzierten herstellerzeitschriften ...

lg
g

vielleicht schaust Du dann mal in die Profile der hier schreibenden. :D

dieter2 am 03 Jul 2007 17:15:58

Laut Varta Bordbuch kann man auch Batterien verschiedener Kapazitäten Parallel schalten.(Varta sollte es eigendlich wissen,wer sonnst?)
Sie müssen nur gleicher Bauart sein.
Die Zu/Ableitungleitung sollte immer diagonal sein,Plus an der ersten und Minus an der Zweiten Batterie.
Wobei der Ideealfall immer eine Große sein wird.

Ist doch auch logisch,die Batterie die voller ist hat automatisch einen größeren Innenwiederstand
und nimmt beim Laden dementsprechend weniger Strom auf.
Beim Entladen genauso,die Vollere gibt immer mehr Strom ab.
Es kann nie eine voll werden und die Andere nicht.
Voll werden immer beide gleichzeitig.

Dieter

Gast am 03 Jul 2007 19:25:57

dieter2 hat geschrieben:Laut Varta Bordbuch kann man auch Batterien verschiedener Kapazitäten Parallel schalten.(Varta sollte es eigendlich wissen,wer sonnst?)
Sie müssen nur gleicher Bauart sein.

Die Bauart ist vollkommen egal - ist nur die Form der Akkus.

abo1 am 03 Jul 2007 22:04:32

hallo

hab das varta dokumnet auf google gesucht aber nicht gefunden ...

ich weiss dass varta (noch immer) klar sagt: solange die bauart (und die meinen damit gel/säure/vlies) gleich ist kann gemischt werden.

wenn das nächste mal die varta marketingabteilung die broschueren überarbeitet kippen die den absatz sicher raus ... :-(

lg
g

dieter2 am 03 Jul 2007 22:56:26

ABE hat geschrieben:
dieter2 hat geschrieben:Laut Varta Bordbuch kann man auch Batterien verschiedener Kapazitäten Parallel schalten.(Varta sollte es eigendlich wissen,wer sonnst?)
Sie müssen nur gleicher Bauart sein.

Die Bauart ist vollkommen egal - ist nur die Form der Akkus.


Ist klar,meine auch Gel,AMG oder Säure.

Dieter

froschtreter am 04 Jul 2007 09:11:03

Hallo,

ich möchte euch für die vielen fachlich versierten Tipps sehr danken. Letztendlich habe ich mich für den schlichten parallelen Einbau der zweiten (identischen) Batterie entschieden. Zur Sicherheit werde ich mal eine 50A-Sicherung dazwischen klemmen und einen Rauchmelder im Fahrzeug anbringen (sicher ist sicher, der Kinder zuliebe :) ). Ich werde euch gerne einen Erfahrungsbericht nach dem Urlaub zur Kenntnis geben.

Schöne an alle

Bernd

hamballe am 07 Jul 2007 12:58:37

Hallo,
bin ganz neu hier, mein erster Beitrag. Egal, wie die zwei Batterien gleich oder unterschiedlich sind, eines ist gewiss, eine Batterie "stirbt" zuerst und zieht, wenn man nicht aufpasst, die andere mit ins Verderben. So habe ich es erlebt. Ich wunderte mich, dass die Spannung über Wochen langsam abfiel, vermutete einen versteckten Verbraucher. Schließlich merkte ich noch rechtzeitig, dass eine Gel-Batterie wärmer als die andere war. Die wärmere war defekt, nach 5 Jahren darf sie das auch. Wenn mein Womo längere Zeit steht, klemme ich Womo- und Starterbatterie zusammen und habe zur Kontrolle ständig ein Drehspul-Voltmeter angeschlossen. Irgend wann stirbt die nächste Batterie, auch das ist gewiss.
Aus dem schönen Franken grüßt Hamballe

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