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Hallo zusammen,
benötige bitte den Rat von den Technikern und Teiljuristen unter Euch. Mein Wohnmobil (2 Jahre alt (Gewährleistung ist gerade vorbei), vor einem halben Jahr von privat gekauft und war vorher 4 Monate nicht mehr genutzt worden.) ist mit ZWEI Gelbatterien VARTA DRYIMOBIL Art. Nr. 837020000 3100 12V (175Ah(5h)220(Ah20h)) ausgestattet. Beide Batterien sind direkt gekoppelt. Die Stromentnahme erfolgt an der Kopplung. Der im WOMO standardmäßig eingebaute Ladeautomat ist ein CALIRA LG630-DS/IU (Batteriekapazität 100-300 Ah). Die Ladeleistung kam mir immer sehr schwach vor und ich habe dann hier im Forum anhand der 10 % Regel gelernt, dass der Ladeautomat unterdimensioniert ist. Das hat mir auch der Händler meines Vertrauens bestätigt und den Einbau eines weiteren Ladeautomatens empfohlen. Der ist auch beim Händler Ende April erfolgt und zwar ein CALIRA LG430-DS/IU. (Ich wollte wegen fehlendem Knowhow selber keinen Einbau vornehmen – Basteln ist mir hier an der Elektrik und Elektronik zu risikoreich) Dieser Ladeautomat wurde vom Elektriker des Händlers parallel zum ersten Ladeautomaten geschaltet. Seitdem habe ich das WOMO vor einer Fahrt immer 3-4 Stunden geladen. Alles war okay. Dieses Wochenende waren wir auf einem Stellplatz mit Stromversorgung und wir haben das Fahrzeug natürlich permanent an der Versorgung gehabt. Nach 48 Stunden hörten wir im Fahrzeug ein periodisch auftretendes, zischendes Geräusch. Nach längerer Suche entdeckten wir, dass eine der beiden Gelbatterien kochte, d.h. Flüssigkeit in Blasen am Verschlussdeckel austrat und ein Verschlussdeckel herausgedrückt war. Die Batterie war extrem heiß (kochend). Als erstes habe ich habe die beiden Ladegeräte von der Spannung genommen und dann den Minuspol der kochenden Gelbatterie gelöst. Es hat dann weitere 18 Stunden gedauert bis sie wieder auf lauwarm abgekühlt war. Die zweite Gelbatterie blieb die gesamte Zeit kalt, d.h. keine besondere Erwärmung feststellbar. Ein anderer Wohnmobilist hat sich dann den Einbau angesehen und festgestellt: 1.) Der neu eingebaute Ladeautomat war auf NASSBATTERIEN, statt auf GELBATTERIEN eingestellt…so noch vom Einbau des Fachelektrikers beim Händler 2.) Das Original Ladegerät ist mit einem Temperaturfühler verbunden, dieser ist an der kochenden Batterie angebracht. (Wahrscheinlich hat er dieses Ladegerät auch ausgeschaltet.) Das neue Ladegerät besitzt ebenfalls die erforderlichen Anschlüsse, eine entsprechende Verkabelung wurde vom Fachelektriker nicht vorgenommen. Jetzt habe ich eine Reihe von Fragen und hoffe, dass Ihr mir helfen könnt: 1.) Hätte der Händler (sein Elektriker) das Ladegerät im Sinne seiner Sorgfaltspflicht korrekt einstellen müssen? Und der Werkstattleiter die Tätigkeiten prüfen? Klar! Muß man aber auch von mir erwarten, die Tätigkeit des Spezialisten zu kontrollieren? 2.) Hätte nicht auch die Verbindung zum Temperaturfühler hergestellt werden müssen? Schließlich war ich in einem Fachbetrieb! Dann hätte auch das neue Ladegerät ausgeschaltet!? Ist die Benutzung EINES Temperaturfühlers durch ZWEI Ladegeräte überhaupt möglich im Sinne einer Parallelschaltung ? 3.) Hätten eigentlich nicht schon vom Hersteller ZWEI Temperaturfühler eingebaut werden müssen, nämlich an jeder Batterie einer? 4.) Kann das Kochen der Batterie überhaupt von der Fehleinstellung des nachträglich eingebauten Ladegeräts kommen? 5.) Warum war eine Batterie kalt und die andere kochte? Hätten nicht beide heiß werden müssen, da mit kurzen Leitungen parallel gekoppelt? Es ist nur ein Temperaturfühler vorhanden, und der ist an die heiße Batterie geklebt (d.h. er hat das Originalladegerät ausgeschaltet). Das legt den Schluss nahe, dass die Überwachung einer Batterie ausreichend ist (Siehe Frage3)? 6.) Ist es möglich, dass die Batterie durch fünf Monate Standzeit (Juli-November) tief entladen wurde und so Schaden genommen hat? 7.) Ist ein ganz anderer Schaden denkbar – Kurzschluss in der Batterie? Und wenn ja warum? Ein Indiz wäre, dass die andere Batterie „kalt“ blieb. 8.) Kann ich davon ausgehen, dass die „gekochte“ Batterie zerstört ist? Wie kann ich das feststellen? 9.) Ist auch die „kalte“ Batterie hinüber? Wie kann ich das feststellen? (Am Ende der Aktion (also als die „gekochte“ Batterie abgekoppelt war) zeigte die „Kalte“ Batterie auf dem WOMO Display 14V an. Trotzdem, wie kann ich feststellen, dass die kalte Batterie OK. ist ? 10.) Was mache ich jetzt am besten? Beschaffung einer gleichartigen Gel-Batterie (falls nur die „gekochte“ defekt ist) trotz der 2 Jahre Altersunterschied? Oder muß ich zwei kaufen? Oder wäre es sogar besser auf „Nass“ umzusteigen (es gab da ein paar Empfehlungen im Forum, die durchaus dafür sprachen)? Oder mischen? Kann ich bei einer Mischung die Nassbatterie ohne Beschädigungen laden, auch wenn die Ladegeräte auf GEL eingestellt sind (Bisher wurde immer nur diskutiert, das GEL Batterien unbedingt mit entsprechenden Geräten geladen werden müssen)? 11.) Wenn die Fehleinstellungen des Elektrikers ursächlich für den Schaden sein sollten, wie gehe ich am besten vor? (Mir ist schon klar, dass es schwierig ist nachzuweisen, dass das Ladegerät falsch eingestellt war (ich habe aber 2 Zeugen dafür) – trotzdem steht da im Zweifelsfalle am Ende Aussage gegen Aussage. Eindeutig bleibt, der Temperaturfühler ist nicht angeschlossen: Und der hätte das Ladegerät abgeschaltet.) Schon einmal vielen Dank für Euere Stellungnahmen! Frank Foto vom Tatort Batterie ohne auf alle Punkte näher einzugehen:
hat der Verkäufer die Garantie ausgeschlossen? wenn ja: Fall erledigt wenn nein: kannst Du dir das Akku ggf. ersetzen lassen (aber möglicherweise erst nach einer Klage) Ich gehe (mit Nichtwissen) davon aus, daß einer der beiden Akkus vorgeschädigt war. Hallo,
hast du eine Rechtschutzversicherung? Ich bin kein Jurist, aber hier liegt ein Fehleinbau der Werkstatt vor. Ich würde bei der Werkstatt reklamieren und Ersatz fordern. Der Techniker hat einen Einbaufehler hingelegt. Am Einbau würde ich erst mal nichts verändern, damit der falsche Einbau dokumentiert werden kann. Falls der Händler nicht darauf eingeht und wenigstens die Kosten der neuen Batterie übernimt, würde ich mit der Rechtschutzversicherung drohen (auch wenn ich keine habe)und mal sehen was passiert. Falls er hartleibig ist, könnte man noch auf Veröffentlichung in verschiedenen Foren hinweisen, was seinem Renomee nicht zuträglich wäre. Falls immer noch keine Einigung möglich wäre und ich keine Rechtsschutz hätte, dürfte er mich mal gerne haben und ich würde hier berichten. Rüdiger @Dirk
Ja - Garantie/Gewährleistung ausgeschlossen - wäre anders auch unfair gewesen, es war eine Erbengemeinschaft, die von WOMOS nichts verstand und kein Interesse daran hatte. @Rüdiger sicher habe ich eine Rechtsschutzversicherung. Und klar hat der Techniker einen (2) Fehler gemacht. Aber es hat nur dann einen Sinn sich mit dem Händler "anzulegen", wenn klar ist, dass der Fehler auch die Ursache für das Kochen ist. (Ich werde ihn auch noch informieren, ganz logisch) Aber z.B. nach Dirk´s Aussage könnte die Batterie schon einen "Knacks" - wie auch immer - gehabt haben. Deshalb suche ich hier ja den Rat der Spezialisten, um den Fehler einzugrenzen. @Alle Batteriespezialisten: Also meine Hauptfrage ist: Kann oder muß das Kochen der Batterie auf etwas anderes als die Fehleinstellung des Ladegeräts zurückgeführt werden? Oder: Kann eine fehlerlose Batterie obiger Leistungsaufnahme nach 48 Stunden an einem falsch eingestellten Ladegerät wie oben beschrieben kochen? Viele Frank da die beiden Akkus parallel geschaltet sind, kann nicht Einer durch das Ladegerät zerschossen werden - und der Andere bleibt unbeeindruckt. Eine Argumentation die der Händler sicher auch gebrauchen wird. Hallo, laut Varta Datenblatt ist das aber keine Gel-Batterie, sondern nur eine "gasungsarme" Batterie.
Gerd Hallo Schorschi,
wo hast Du das Datenblatt gefunden? Die Vartas führen das Produkt nicht mehr auf Ihren Seiten und sind bei den Nachfolgern 837 010 105 3101 auch sonst sehr mager: Da ist nur von Liquifix die Rede und das heißt Flüssigfest=GEL. Und beim kugeln findet sich das: VARTA Automotive VARTA DRYMOBIL GELBATTERIJEN. Deze VARTA batterijen voeren wij in dit segment. ... Koudstartstroom EN [A]. 830 025 000 3101 ... 837 010 105 3101 ... --> Link - 9k - Im Cache - Ähnliche Seiten Also klären wir jetzt erst mal, ob das eine GEL-Batterie ist oder nicht ? (In den WOMO-Dokus, die ich habe, ist die Batterie leider nicht beschrieben) Frank Hallo Frank,
da ich momentan nur eingeschränkte Internetzugansmöglichkeit habe (Wohnung abgesoffen) mal in Kurzform: 1) Du warst in keinem Fachbetrieb, denn ein Fachbetrieb hätte Dir kein 2. Ladegerät parallel aufgelegt, sondern Dein altes rausgeschmissen und ein passendes neues eingebaut. 2) Sei froh, daß Du das Zischen gehört hast .... die 2. Batterie wäre wohl eher oder später auch hochgegangen - war ja schon bei 14 V. 3) Gewährleistung: Die Frage von Dirk bezog sich wohl auf den angeblichen Fachbetrieb, nicht auf den Vorbesitzer des WoMos!? Von Deinem Fachbetrieb wirst Du doch bestimmt eine Rechnung und Gewährleistung haben!? Wenn es nicht in Schwarzarbeit erfolgte, kann ein Händler die Gewährleistung nicht ausschließen, selbst wenn er es in seinen AGB versucht! 4) Hole einen Gutachter - kostet gar nicht so viel wie man manchmal meint! Lasse den Schaden aufnehmen und mache ihn (einschließlich Gutachterkosten) bei Deinem Fachbetrieb geltend - zur Not über einen Anwalt (RS-Versicherung). lg Meule PS: In gut 8 Jahren habe ich dienstlich nicht eine GEL-Batterie gehabt, die gekocht hat oder tiefentladen war .... selbst wenn sie 2 - 3 Jahre nicht benutzt worden war *zwinker* Erstmal Danke für Eure Unterstützung - mit einigen habe ich auch sehr erfolgreich gemailt.
Gegenwärtiger Status: 1.) Die Batterie war und ist eine Gelbatterie. 2.) Mit VARTA telefoniert: Wenn eine Gelbatterie kocht, ist sie heftig überladen, was innerhalb von 48 Stunden normalerweise NICHT passieren kann, auch wenn das Ladegerät auf NASS-Batterie eingestellt ist. Da die Ladespannung bei NASS-Batterien geringer ist als bei GEL-Batterien hätte die Überladung noch weniger stattfinden dürfen. Vermutung in Richtung auf defektes Ladegerät ausgesprochen. Ein interner Defekt (Kurzschluss) der Batterie kann nicht zum Kochen führen, aber zu keiner oder verminderter Leistungsabgabe. Es besteht die Möglichkeit, dass die Batterie bereits geschädigt war. Der Temperaturfühler ist von nachrangiger Bedeutung (für Extremsituationen) (Kochen war eine Extremsituation und hat zum Abschalten des Originalladegeräts geführt). Es wird bei ZWEI Batterien auch nur EIN Temperaturfühler gebraucht. 3.) Garantiezeit ist vorbei. 4.) Mit dem Händler gesprochen. Die Batterie wird trotdem (3.) ausgebaut und eingeschickt. 5.)Er wird sich den Einbau noch einmal genau ansehen. Wenn er einen Fehler gemmacht hat, will er dafür gerade stehen. Ich habe mir den Einbau und die Anleitungen auch noch einmal genau angesehen. Und meine folgende Erkenntnisse zu haben. 1.) Ein Fehler ist sicherlich, das zweite Ladegerät NICHT über einen Temperaturfühler ZUSÄTZLICH abgesichert zu haben. Dieser Temperaturfühler hat mit Sicherheit nur das Originalladegerät abgeschaltet. Wenn die Batterie defekt war und den Ladegeräten ständig signalisierte, ich will geladen werden, weil ich schwach bin, dann powerten die Ladegeräte und führten zum Kochen - das Originalladegerät hat dann aufgrund des Wärmefühlers abgeschaltet, das neue aber fleißig weitergemacht. Dass die zweite Batterie nicht heiß wurde, erklärt quasi der VARTA Techniker - 48 Stunden muß sie vertragen und da dann zwei Batterien nur noch von einem Ladegerät geladen wurden..... 2.) Ich werde nie wieder 2 Ladegeräte bei 2 Batterien einbauen lassen, weil die Anzahl möglicher Fehlerquellen steigt (Das Argument war: Wenn eines mal kaputt geht, haben Sie Redundanz. Redundanz scheint mit aber auch eine Gefährdung zu sein, wenn sie im Fall des Falles nicht ausgeschaltet wird), sondern EIN leistungsfähigeres. 3.) Morgen werde ich mit CALIRA reden. Wenn es Euch interessiert, halte ich Euch auf dem Laufenden. Oder ist das Ganze zu sehr Sonderfall ? Viele Frank Also mal aus meiner Sicht.
Zwei parallel geschaltete Batterien werden immer gleich geladen. Eine Überladung einer einzelnen ist nicht möglich. Auch eine ungleichmäßige Ladung ist nicht möglich. Voraussetzung ist das beide die gleiche Kapazität haben. Bei zwei Batterien mit unterschiedlicher Kapazität ist ein Überladen der schwächeren Batterie möglich. (siehe Bericht in der neuen Reisemobil International). Das kochen einer Batterie kann unter Umständen auch durch ein defektes Ladegerät aus gelöst werden. Dies ist aber in der Regel für beide Batterien der Fall. Kochen kann aber auch durch einen Kurzschluß in einer Batterie ausgelöst werden. Wie Du siehst gibt es viele Möglichkeiten für Dein Problem. Ein Vorschlag zur Fehlerfindung: Lade nur die Batterie die OK. ist mit der gleichen Zeit. Hält diese so ist der Fehler nicht beim Ladegerät, sondern bei der anderen Batterie . Hallo
Ich habe jetzt eine Testreihe - ähnlich wie von ? vorgeschlagen - gefahren: 1.) Orinal-Ladegerät an intakte Batterie - Ergebnis: sauber über mehrere Stunden geladen, keine besondere Erwärmung der B. - Batterie anschließend über Verbraucher entladen 2.) Neues Ladegerät an intakte Batterie - Ergebis: dito 3.) Beide Ladegeräte - wie eingebaut, also parallel an intakte Batterie - Ergebnis: dito Bedeutet: Die Ladegeräte sind O.K. Ich bin jetzt ziemlich überzeugt, dass die Batterie, die gekocht hat, einen Schlag - sprich wie ? schreibt, internen Kurzschluss - hatte. Denn jetzt passt auch alles logisch zusammen: 1.) Batterie mit internem Kurzschluss führt zu geringerer Kapazität (Varta-Techniker) 2.) Bei zwei Batterien mit unterschiedlicher Kapazität ist ein Überladen der schwächeren Batterie möglich. (?). Und genau das hatte ich dann ja: 2 gleichartige Batterien, aber eine intakt und eine defekt. 3.) Abschalten des Original-Ladegeräts beim Ladevorgang, weil Temperaturfühler an der defekten Batterie signalisiert- jetzt wird es aber heiß 4.) Weiterladen durch neues Ladegerät, weil dieses ständig die Information von der defekten Batterie erhält: Lade mich, ich bin schwach. 5.) Keine Erwärmung der intakten GELBatterie, weil Batterien 48 Stunden am Ladegerät ohne Probleme überstehen müssen (auch wenn das Ladegerät auf NASS steht)(VARTA-Techniker) - Außerdem waren ja auch Verbraucher an. Weiteres Vorgehen: Ausbau der Batterie beim Händler und Einschicken an VARTA - Da keine Garantie existiert , den Kulanzweg beschreiten. Trotzdem: Überprüfen des Einbaus beim Händler (besser machen hätte man es vielleicht schon - Aber Temp. fühler sind eindeutig EXTRAS und hätten auch nichts geholfen, wenn sie z.B. an der intakten Batterie gewesen wären). Frage: Was kann Ursache für einen Kurzschluss in einer gerade zwei Jahre alten GEL-Batterie sein ? Fertigungsfehler ? Hattet Ihr so was schon mal ? Viel Frank Hallo Frank,
es gibt mannigfaltige Möglichkeiten eine Gel-Batterie zu schädigen. Mir stelle sich da mehrere Fragen: - sind beide Batterien wirklich genauso alt? - oder wurde eine nachgerüstet, oder ausgetauscht? - war der Temperaturfühler immer schon installiert? - waren die Batterien während der "längeren Stillstandszeiten" in gutem Lade- /Pflegezustand? - wurden die Batterien regelmäßig mit dem Netzladegerät vollgeladen? Wie dem auch ist, eine deiner Batterien ist kaputt. Da die Batterien >2Jahre alt sind reicht es nicht die defekte Batterie auszutauschen! Es müssen unbedingt beide Batterien erneuert werden! Weiterhin mußt du unbedingt den 2. Temperaturfühler nachzurüsten!!! gruß Heinz Hallo Heinz,
A) - sind beide Batterien wirklich genauso alt? oder wurde eine nachgerüstet, oder ausgetauscht? Habe die Batterien ausgebaut – leider ist nirgendwo ein Herstelldatum erkennbar (ich hatte vermutet, man findet ähnlich wie bei Reifen einen Code). Im Netz stand nur, die Hersteller selbst könnten das identifizieren. Alle Aufkleber und Codes auf den beiden Batterien sind absolut identisch. Aber auf der Händler-Kaufrechnung (nicht mein Händler!) des Voreigentümers ist eine zweite Batterie separat aufgeführt, sogar mit Kommentar: dass kein Zusatzladegerät vorhanden ist – Der Schlawiner wusste schon, dass die Ladekapazität zu gering ist. Das könnte ein Hinweis auf nachträglichen Einbau (und damit auf unterschiedlich alte Batterien) sein, weil der WOMO Hersteller als Zubehör, den Einbau einer Zweitbatterie nur MIT verstärktem Ladegerät oder zweitem Ladegerät anbietet. B) - war der Temperaturfühler immer schon installiert? JA, denke schon - da der Temperaturfühler an der Batterie ist, die exakt in der Fahrzeugmitte eingebaut ist und die defekt ist, nehme ich an, dass das die (ältere) Erstbatterie ist. Die intakte Batterie ist die möglicherweise nachgerüstete. (Darauf weist dann auch hin, dass beide Batterien als Gesamtkunstwerk zum Lastausgleich nicht „mittig“ eingebaut sind – Tanks etc. sind vom Hersteller sauber „mittig“ eingebaut.) A&B) könnten somit Erklärungen für das Kochen der Batterie sein. C) - waren die Batterien während der "längeren Stillstandszeiten" in gutem Lade- /Pflegezustand? Das weiß ich nicht definitiv, da ich das Fahrzeug im November 2006 gebraucht gekauft habe. Erstzulassung April 2005. Stillstandzeit nur August-November 2006. D) - wurden die Batterien regelmäßig mit dem Netzladegerät vollgeladen? Seit ich Eigentümer bin: JA – Über den Voreigentümer weiß ich, dass er lange auf Stellplätzen/Campingplätzen mit Stromversorgung stand, z.B. beim Skifahren. D.h. das Fahrzeug wurde auch im Winter 2005/2006 bewegt und geladen. Fragen kann ich ihn nicht mehr: Siehe: Kauf von Erbengemeinschaft. E) - Da die Batterien >2 Jahre alt sind reicht es nicht die defekte Batterie auszutauschen! Es müssen unbedingt beide Batterien erneuert werden! Das wird ein teurer Spaß: 2 VARTAS > 1000 €. Andere Möglichkeiten: Erst mal mit der einen intakten B. noch ein / zwei Jahre weiter machen. Hängt natürlich von meinem Strombedarf ab: Es ist ein Kompressorkühlschrank eingebaut, der nur auf Strom läuft. Zusätzliche Versorgung über 240 Watt Solarpanel. Oder anderen Hersteller wählen oder auf NASS umsteigen. Weiterhin mußt du unbedingt den 2. Temperaturfühler nachzurüsten!!! Das „MUSS“ und das „WIE“ sind mir noch nicht ganz klar: 1.) MUSS – VARTA Techniker hörte sich so an, als wäre ein Temperaturfühler ein Luxus, den man in unseren Breitengraden nicht benötigt. Obwohl mir klar ist, dass ein T-Fühler ein Kochen und damit ein Ausgasen (bei NASS-Batterien= größere Mengen Knallgas) verhindert = Verbesserung der Sicherheit. 2.) WIE: 2 Ladegeräte - 2 Batterien: Jedes Ladegerät mit EINEM Temperaturfühler – Diesen jeweils an der gleichen oder an verschiedenen Batterien anbringen? (Effekt ist im Prinzip oben beschrieben: Was hilft es, wenn jeweils die Batterie ohne Temperaturfühler heiß wird und das Ladegerät weiter powert?) Jedes Ladegerät mit ZWEI Temperaturfühlern (obwohl nur ein Anschluß da ist, aber der ließe sich ja parallel belegen? Oder himmele ich dann das Ladegerät? ) ausstatten und Temperaturfühler an beiden Batterien anbringen? Diese Frage müsste sich eigentlich jedem stellen, der zwei Versorgerbatterien im Fahrzeug hat (auch bei nur einem Ladegerät). Viele Frank Hallo Frank,
so wie ich das sehe wäre bei deinen Angaben eine Kulanz der Fa. Varta wie ein 6er im Lotto. Da sind einfach zuviele Risikofaktoren über die du keine Auskunft geben kannst. Mit einer Batterie kannst du mit Solar im Sommer bestimmt auch leben. In dem Falle würde ich das "neue" Ladegerät einfach abklemmen. Wenn du aber die Batterien (Gel oder AGM) erneuerst, das 2. Ladegerät also einsetzt, ist die der 2. Temperatursensor zwingend und kein Luxus!!! In Verbindung mit dem Temperatursensor passt das Ladegerät die Ladespannung der Batterietemperatur an. D.h. im Winter wird die Ladespannung erhöht (nur dadurch ist überhaupt eine Vollladung bei kalten Temperaturen möglich) und im Sommer wird die Ladespannung verringert ( bei höheren Temperaturen, über 25°, gast die Batterie schon bei einer geringeren Ladeendspannung). Wird eine Gel-Batterie ohne Temperaturkompensation längere Zeit bei höheren Temperaturen geladen, gast sie aus. Da Bauartbedingt kein Wasser nachgefüllt werden kann führt das zum Totalausfall! Ob du auf Nassbatterien umstellst bleibt sich eigendlich gleich, auch da empfielt sich der Sensor. Du mußt dann halt zusätzlich Gasungsschläuche verlegen. gruß Heinz Euch allen vielen Dank für die Hilfe bei der Analyse und die Tips.
Frank Hallo,
jetzt will ich die Geschichte noch zu Ende dokumentieren: 1.) Der Händler meines Vertauens hat die Batterie ausgebaut und wollte sie an Varta einschicken. Varta hat dies - wie von HerrhausK schon prophezeit - abgelehnt, mit dem Hinweis außerhalb der Garantie und offensichtliche Fehlbehandlung. An meinem Händler (bei ihm war das Fahrzeug NICHT gekauft worden) braucht Ihr nicht zu zweifeln, er hatte sich selbständig auch über das gesamte Vorleben meines Fahrzeuges informiert und wußte auch genau, in welchem Zustand das Fahrzeug das Werk verlassen hatte und und dass und wer die 2. Batterie nachträglich eingebaut hatte und was dabei falsch gelaufen sein mußte (klar hatte er ein Interesse daran). Aber: er hat mich ständig AKTIV telefonisch auf dem Laufenden gehalten...ich weiß aus eigener Erfahrung, da gibt es ganz andere... 2.) Mit CALIRA, dem Hersteller der LG, habe ich auch gesprochen, weil diese Geräte nur einen Ausgang für Temperaturfühler haben, und weil ich wissen wollte, ob ich zukünftig an jede Batterie einen Temperaturfühler (einfach parallel geschaltet, wobei ich mir überhaupt nicht sicher war, ob das überhaupt technisch sinnvoll ist - eher nicht) setzen kann. Antwort: Nein - nur ein Temperaturfühler am Ladegerät. Lessons learned: Wer zwei Batterien mit Temperaturfühler betreiben will, greift besser auf einen anderen Hersteller zurück, z.B. Büttner, da haben die LG zwei Schnittstellen für Temparaturfühler. Heißt auch, bei 2 Batterien im Fahrzeug statt 2 Ladegeräte besser ein gutes, teureres einbauen. (N.B.: Der Büttner Katalog ist Klasse, weil er vieles, was im WOMO abgeht, erläutert) 3.) Ich fahre jetzt erst mal mit einer Bordbatterie weiter, um zu sehen: a) reicht das vorerst kapazitätsmäßig und b) wenn diese Batterie das Zeitliche segnet, kommen zwei neue gleichartige gleichzeitig hinein...keine GEL Batterien mehr, sondern NASS mit entsprechender Ausstattung...und Tschüss VARTA (weil trotz allem...nach 2 Jahren + 2 Monaten so die Grätsche zu machen, ist das Geld für VARTA nicht wert). 4.) Solange Batterien sichtbar kein Herstellungsdatum tragen (ähnlich wie Reifen oder Lebensmittel), das für den Konsumenten lesbar ist, ist das ganze Batteriewesen für den Verbraucher von Vorneherein ein Spiel, wo er nur Verlierer sein kann! Viele Frank Hallo.....
liegts wirklich an Varta? oder daran das es eine Gelbatterie ist? meine Varta Gelbatterien sind im Frühjahr 1999 gekauft worden. Sind mit einem angeblich dafür geeigneten Ladegerät geladen worden. (Um oder Einstellen kann man nix ) Die Batterien sehen seit Jahren nicht so toll aus, im Sommer ein bischen zerbeult oder aufgebläht, und im Winter ein bischen eingefallen... Sie waren zusätzlich die ganzen Jahre mit einer großen Solarpanele verbunden. Zu meiner Schande muss ich gestehen, das ich mich nie drum gekümmert habe... Es funktioniert einfach, und gut iss ! achim Hallo Achim,
das sind 2 Fragen, also 2 Antworten: 1.) Ja, es liegt sicherlich auch am GEL..da habe ich jetzt (m)eine Meinung zu..die ist: besser nicht GEL. (wobei ich mir immer an NASS-Batterien die GUTEN Hosen versäure, selbst wenn ich alte anhabe..:-))). Das ärgert meine Frau (mich auch). 2.) Das VARTA Verhalten ist formal korrekt, aber ich PERSÖNLICH finde es nicht GUT, weil von einem hochqualitativen Hersteller mit entsprechenden Preisen erwarte ich auch mehr...hier zumindest, dass er sich sein Produkt angesehen hätte...(nach allem, was ich hier im Forum in den letzten Monaten gelernt habe, bin ich fest davon überzeugt, dass ein Plattenkurzschluss vorlag, warum auch immer...und als TOP-Hersteller hätte ich ein Interesse daran...gut, ich träume weiter) und dann ziehe ich daraus eben auch meine PERSÖNLICHEN Konsequenzen als Verbraucher...Nicht Geiz ist billig, sondern...Hochqualitativer Anspruch und teuer muß auch beweisen, dass beides MIR das wert sein können...und da höre ich dann auf zu träumen) 3.) Äußerlich sahen beide Batterien besser als Paris Hilton aus...wobei ich zwar weiß, wie Paris aussieht und auch ein Hilton Hotel, aber nicht die Kombination von beidem...vielleicht ist deshalb der Vergleich misslungen...aber Vergleiche hinken ja immer. Viele Frank Hallo Frank,
Also, da möchte ich auch noch einmal meinen Senf dazu geben. Bist Du Dir wirklich und absolut sicher, dass Du GEL Batterien drin hast? Meines Wissens haben die keine Deckel und sind verschweisst, also hermetisch geschlossen. Da kann nirgendwo etwas austreten. Und wenn doch, dann platzt sie oder geht "Hoch". Daher sind die auch im Wohnmobil Innenraum problemlos einsetzbar. Alle anderen brauchen einen Entgasungsschlauch nach Aussen. Dagegen Dein Bild betrachtet, da sehe ich Einfüllstutzen wie bei einer Säure Batterie. Einer davon ist ja raus gedrückt worden. Ladegerät mit zu kleiner Leistung ist auch kein Problem, da dauert das Laden halt etwas länger. Wenn es nicht die von den Batteriene benötigte Maximalleistung hat, geht halt im Ladegerät die Spannung etwas runter damit der Maximale Strom den das Gerät liefern kann wieder passt. Und diese Spannung geht dann langsam mit dem Ladezustand der Batterien und damit zunehmendem Innenwiederstand, nach oben bis das Max erreicht ist. Dann, wenn die Batterieen voll sind, schaltet er sowieso auf Erhaltungsladung um. Also ich sehe da ein zweites oder stärkeres Ladegerät zunächst mal als überflüssig an. Man sollte aber wissen, dass das Laden etwas länger dauert. Solar wäre da sicher eine lohnende Anschaffung. Und wie Du ja weisst liefern Solar Panele ja auch nur einen begrenzten Strom. Die Batterien werden irgendwann auch mal voll, nur dauert es eben noch viel viel länger. Und da funktioniert es auch. Zudem sehe ich das Paralell Betreiben von 2 Ladegeräten mit unterschiedlicher Leistung auch als Problematisch an. Genauso wie zwei Batterien unterschiedlicher Leistung die nicht paralell geschaltet werden sollen. Noch was zu den Batterien. Da ist zumeist ein Aufkleber drauf an dem man das Jahr und Monat des Einbaus ankreuzen kann. das sollte man beim Einbau machen. (so wie ne Fahne am Ölmessstab, wann der letzte Ölwechsel erfolgt ist). Aber das ist eben auch nur eine freiwillige Massnahme. Frank Hallo Frank.
ich habe auch bei meinen älteren Gelbatterien, diese Deckel. Man kann diese normal nicht öffnen. achim Hallo,
da Sonntag (und ich noch was vorhabe, nur kurze Antworten). - ja, es sind GEL Batterien. - diese Deckel sind mit einem Gewinde versehen und festeingedreht. Normalerweise bekommt man sie auch nicht aufgedreht, es sei gewußt wie (ich konnte es ja an dem rausgedrückten Deckel, wo das Gewinde etwas zermatscht ist, sehen). Das funktioniert wie bei Sicherheitsflaschen, man muß den augesetzen Deckelschutz zwischen Daumen und Zeigefinger zusammendrücken, dadurch bekommt man den eigentlichen Deckel zu packen und kann ihn rausdrehen. Da es an dem einen Deckel das Gewinde zermatscht und den Deckel hochgedrückt hat, war das quasi ein Druckventil, deshalb auch kein Platzen der Batterie. - ich habe 240W Solarpanelle - das Fahrzeug steht im Ruhezustand aber überdacht - die Ladegeräte haben beide max. 30A Ladespannnung. Da ich mit beiden Batterien 440 Ah (2oh) hatte, wäre ich nach der 10%-Regel unterdimensioniert gewesen. (z.Zt. halte ich nur eines aktiv) Euch noch einen schönen Sonntag ! Frank Hallo Frank
Gel-Batterien sind nicht hermetisch verschlossen (gilt auch für Bleifließakkus). Gel-batterien haben immer ein Gasungsventil, entweder als Zentralgasungsventil, oder wie auf dem Bild ein Ventil je Zelle.
Um genau das Platzen der Batterie zu verhindern haben alle Gel-Batterien eben dieses Überdruckventil (öffnet bei ca. 0,6Bar und schließt bei 0,3Bar). Da bei Gel-batterien die Rekombinationsrate so nah bei 98% liegt, hast du auch unter optimalen Ladebedingungen um die 1-2% Gasung. Das ist auch nicht schlimm, da Gel-Batterien einen gewissen Elektrolythüberschuß haben. Unter ungünstigen Ladebedingungen (Temperaturen über 25°, Ladegerät ohne Temperaturkompensation) liegt die Gasungsrate erheblich höher! Das führt dann zu "Wassermangel" / frühzeitigem Ausfall des Akkus.
Mit dem "problemlosen einsetzen im Wohnmobil", ist es meineserachtens nicht weit her. Denn im Defektfalle, z.B. Zellenschluß, versucht das Ladegerät die Batterie auf die Ladeendspannung zu bringen - die Batterie erhitzt sich extrem - die Gasungsrate ist extrem - es besteht, da kein Gasungsschlauch die Wasserstoffgase ableitet akute Explosionsgefahr!!! Da sind mir die "anderen Batterien, die einen Gasungsschlauch benötigen" in diesem Falle eindeutig lieber! gruß Heinz Hallo zusammen,
mit meiner persönlichen Meinung stosse ich sicherlich auf Widerstand, aber ich möchte trotzdem meinen Senf dazugeben: Der ganze Hickhack mit den Gelbatterien wäre mir zu teuer und zu blöd. Auch die angesprochenen Preise der Gelbatterien stehen in keinem Verhältnis zum angeblichen Nutzen. Deshalb plädiere ich für Nassbatterien. Aber auch hier verwende ich nur günstige Angebote aus dem Heimwerkermarkt. Meine Überlegung Ist: alle zwei bis drei Jahre eine neue Nassbatterie ( 100 AH ) für 60 bis 70 € ist immer noch günstiger als eine Markenbatterie, welche 150 € kostet und auch nicht so viel länger hält. Es kommt halt auch auf die Pflege und schonende Ladung ( auch Erhaltungsladung ) an. Ich verwende als Bordversorgung 2 x 100 AH Nassbatterien und habe bislang überhaupt keine Probleme damit gehabt. Auch bin ich noch nicht von (angeblichen) Säuredämpfen zerfressen worden. Die beiden Batterien sind hermetisch verschlossen. Eine Überlegung ist diese ( günstige ) Art der Stromversorgung allemal wert. Viele Wolfgang Hallo,
möchte nur kurz mitteilen, dass meine Batterien (BMW 95AH) eine Monats und Jahresanzeige haben, wann sie aktiviert (eingebaut) wurden. horst Hallo, liebe Batterieexperten, zum Thema GELbatterie "gekocht" solltet Ihr VARTA mal fragen, ob das wirklich eine GEL-Batterie war. Ich glaube das nicht, denn VARTA hat von GEL-Batterien keine Ahnung und baut selbst keine. Es kann sich also nur um eine Blei/Säure-Batterie gehandelt haben und - da die Typ-Bezeichnung mit "dry" also "trocken" anfängt, also um eine sogenannte AGM-Batterie, denn bei der ist die Säure im Glasvlies-Separator gebunden. Beide Technologien also GEL und AGM sind grundverschieden. Es ist meine ureigendste Meinung und die sage ich hier sehr deutlich. AGM ist eine Starterbatterie und keine Versorungsbatterie. VARTA bzw. Johnson Controls sagt auf seiner Internetseite, dass eine AGM-Batterie nie mehr als um 20 % entladen werden darf. Die Tiefentladung bezieht sich also auf eine Entladung bis 80 % der Kapaziität. Jeder kann sich also selbst ausrechnen, dass das nur dann funktioniert, wenn die Lichtmaschine immer wieder auflädt oder wenn auch dem Campingplatz Netz zur Verfügung steht. Ich will niemanden aufhalten, sich weiterhin eine AGM-Batterie als Versorgungsbatterie einzubauen, aber er wird teure Erfahrungen machen. Eine bekannte Campingzeitschrift hat da vor Jahren mal einen Test veröffentlicht. Er war von VARTA und - welch Wunder - die Siegerbatterie war von VARTA. Es war eine AGM-Batterie. Das hat alle verrückt gemacht und seitdem glabut jeder, er müsse eine solche Batterie kaufen. Laßt es mich deutlich sagen: "Das ist Quatsch". Viele Händler sagen über diese Technologie, sie sei zyklenfest. Keiner weiß, dass sich diese Zyklenfestigkeit immer nur auf diese 20 % bezieht. Also immer auf 80 % runter und auf 100 % rauf. Nie mehr, denn sonst bilden sich zwischen positiver und negativer Platte sogenannte Dendriten. Das sind feine Bleifäden, die zunächst die Batterie schneller entladen und dann mit jeder Entladung dicker werden. (Das ist wie der Kalk in der Tropfsteinhöhle) Dann sind die Fäden schließlich so dick, dass sie einen Kurzschluss erzeugen. Das passiert, je öfter die Batterie und je tiefer sie unter diese 80 % entladen wird. Es hat mal jemanden gegeben, der hat eine AGM-Batterie in eine Notstromanlage eingebaut. Die hat dort 15 Jahre gelebt. Das hat er jedem erzählt und die Leute haben wie verrückt die AGM-Batterien gekauft. Er hat aber nie gesagt, dass der Notfall nie eingetreten ist, die Batterie also nie entladen wurde. Sie war immer optimal geladen. Also kein Wunder, sie lebte 15 Jahre. Die Golfer haben das gehört und ihre Caddies damit ausgerüstet. Das lebten die gleichen Batterie aber nicht einmal 1 Jahr. Klar, oder ? Ob AGM oder normale Starterbatterie, werden sie für Versorgung einsetzt, ist das so ziemlich egal, auch von der Lebensdauer her, also sollte man, wenn man nur zwischen diesen beiden Batterien wählt, die preisgünstigere wählen. Sie halten beide nicht sehr lange. Ein richtige Versorgungsbatterie ist nur die GEL-Batterie. Wenn man bei der Fehler feststellt, dann sind das meist Fertigungsfehler im Werk. Das kann passieren und das stellt die GEL-Technologie nicht in Frage. Aber ich kenne WoMo-Besitzer, die ihre GEL-Batterie bereits 15 Jahre haben und sie funktioniert noch immer. Für alle Batterien, die Blei als Rohstoff haben gilt. Je intensiver man sich um die Batterie kümmert und je besser man sie immer auf einem optimalen Ladezustand hält, um so länger hat man etwas davon. GEL-Batterien kann man um 50 % ohne Probleme entladen und sie sind weniger empfindlich, wenn man mal darüber hinaus geht. Einziger Fehler, den man machen kann, ist ein Konstantladegerät zu benutzen. Eine GEL-Batterie ist eine Batterie mit Kalzium in der Bleimischung. Die sollte mit 14,4 - 14,8 V Ladestrom geladen werden. Dabei sollte man schon hin und wieder mal nachsehen. Die Ventile sollten sich nicht öffnen. Wenn sie das trotzdem tun, dann hört man eine kleines "knacken". Dann ist die Temperatur zu hoch und dann sollte man das Ladegerät mal abschalten und die Batterie abkühlen lassen. Besser wäre noch ein Thermometer und dann aufpassen, dass die Batterie beim Laden nicht über 50 ° C warm wird. Im Übrigen: Das Aufbauchen der Batterie und das Einziehen des Kastens, das ist bei GEL-Batterien ein völlig normaler Vorgang. Es hat überhaupt nichts zu tun mit einem Fehler an der Batterie. Beim Entladen zieht die Wand ein und beim Laden bauchen die Wände auf. Wer noch Fragen hat,sollte sich melden. Meilinger Darf ich raten, du arbeitest bei einem Gel Batterie Produzenten. Meinen darfst du ja was du willst aber eine Vorstellung deiner Person wäre auch ganz nett. Udo Nö Ubruesch, bei einem Batterieproduzenten kann der nicht arbeiten, sonst würde er nicht die ganzen Begriffe durcheinander werfen. Das meiste ist halbverstandenes Prospektwissen. Leseprobe: AGM ist eine Starterbatterie und keine Versorungsbatterie. :lach:
lt. Art.-nr, die der TE vor bannigen 6 Jahren nannte: --> Link GEL. :wink: Zum Rest mag ich nichts weiter zu sagen.
moin woher nehmen, Strom in Volt ??? :D Hallo Freunde, ich bin der, der hier angeblich sein Prospektwissen preisgibt und ein sogenannter "Schlaumeier" glaubt mir nicht. Aber es ist schon so, wie ich sagte. Ich war 30 Jahre beim größten Batteriehersteller der Welt, dazu als Berater für Batterietechnologie in etwa weiteren 200 Fabriken von China über Korea, Taiwan, Indonesien, Südamerika, Nordamerika, vorderer Osten und in bestimmt 30 Werken hier in Europa. Ob Ihr es glaubt oder nicht, was ich sage, sind Tatsachen, also Erfahrungen, die ich in jetzt insgesamt 50 jahren Batterieleben gemacht habe. Ich besitze selbst Patente, die heute weltweit Anwendung finden. Wie immer auf der Welt müssen Menschen leider immer erst ihre eigenen Erfahrungen machen und ich will niemanden daran hindern, es auch zu tun, denn jeder ist immer erst hinterher schlauer. Um noch einmal zum Thema Batterien zurück zu kommen: Eine Batterie ist wie eine Topfpflanze. Kümmert man sich um sie, dann lebt sie lange und erfreut uns. Das ist bei der Batterie nicht anders. Eine billig Baumarktbatterie kann sehr lange leben, wenn man sie ständig nutzt und gut behandelt. Ich will das an einem Beispiel verdeutlichen: Ein Ehepaar hat sich zwei gleiche Autos gekauft. Im Auto sind die gleichen Batterien. Der Mann ist Vertreter und fährt im jahr 60.000 km, seine Gattin ist Hausfrau und nutzt das Auto nur zum Einkaufen. Sie kommt gerade mal auf 8.000 km im Jahr. Die Batterie des Mannes lebt nach 6 Jahren noch immer und wird es auch noch 1 - 2 jahre tun. Die Frau hat bereits nach 6 Jahren die dritte Batterie. Ich wünsche Euch, dass Ihr immer Freude an Euren Batterien habt, egal was Ihr für ein Fabrikat habt und denkt daran. Die Batterie ist am Fahrzeug das wichtigste Teil. Es lohnt sich, es zu pflegen. Wenn die Batterie nicht funktioniert, dann geht absolut nichts mehr. Aber dieses wichtigste Teil soll meist nichts kosten. Ist das nicht paradox ? Es grüßt Euch Meilinger Hallo Viking 92, es reizt mich, etwas unbeantwortet zu lassen, aber Du hast mir da einen Link geschickt, den ich natürlich kenne. Damit sind auch die letzten Zweifel bei mir verschwunden. Es ist natürlich keine GEL-Batterie. Was da steht, ist eindeutig eine sogenannte Vlies oder AGM-Batterie. Es hat mit GEL so viel zu tun wie das Schnitzel mit dem Bohneneintopf. Das trifft auch genau das, was ich vorher in einer längeren Abhandlung schon gesagt habe und jetzt noch einmal wiederhole. Eine AGM-Batterie ist eine Starterbatterie und keine Versorgungsbatterie. Wenn man also diese Batterie behandelt wie eine GEL-Batterie dann kann das nicht gut gehen. Solche Vorstellungen und solche Meinungen verderben immer wieder die Vorstellung von einer guten GEL-Batterie und das ist mir schon bei sehr vielen Kunden passiert. Leider wissen viele Händler absolut nichts über Batterien. Sie verkaufen, was ihnen den höchsten Gewinn bringt und achten überhaupt nicht auf die Wünsche und Erwartungen der Kunden und eins ist ja wohl auch klar. Wer keine GEL-Batterien herstellt, der wird auch dafür keine Werbung machen. Und kann er kein GEL, dann hebt er seine eigenen Batterien in den Himmel und seien sie noch so schlecht. Ich produziere selbst GEL-und AGM-Batterien aber ich würde nie jemandem eine AGM-Batterie verkaufen, wenn ich wüßte, dass er sie für ein Wohnmobil braucht. Es sei denn, er will sie nur zum Starten. Meilinger Moin Merlinger, ob & was sich da nun im Gehäuse befindet :? ....ich weiss es nicht. Jedoch schreibt selbst VARTA in einer Pressemitteilung zu der DRYMOBIL Serie von einer: ".....die in Gel fest gebundene Säure ..." Hier zu lesen: --> Link Und als "einfacher Nutzer" kann man sich leider nur auf das verlassen, was einem der Hersteller sagt.
Na los komm schon....raus mit der Sprache :wink: Hallo Viking 92, ja, ich habe das mit Erstaunen gelesen. Entweder hat Varta die Batterie zugekauft oder sie haben gelogen. Ich werde das feststellen und mir morgen eine solche Batterie kaufen. Ich wohne 20 Minuten von VARTA entfernt und werde die Batterie öffnen. Dann werde ich mich zu diesem Thema wieder melden. Meilinger Kopfschüttel! Also Meilinger, von der Technik-Seite kannst Du ja nicht kommen wenn Du schon die beiden Kategorien - Belastungsprofil (zyklisch, standby, Hochstrom, Traktion, Starterbatterie) einerseits und - Elektrolyttechnologie (Flüssig, AGM, Gel) andrerseits so durcheinander würfelst. (Die Eignung für eine bestimmtes Belastungsprofil wird hauptsächlich durch den Plattenaufbau bestimmt und weniger durch die Elektrolyttechnologie bestimmt, das weisst Du doch auch). Deine Gleichung AGM=Starterbatterie ist damit voll daneben, denn natürlich gibt es auch AGM-Batterien, (ebenso wie auch Naß-Batterien) die für hohe Zyklenzahlen konstruiert sind. Die unter Normbedingungen gemessen Zykluszahlen muß der Hersteller angeben; nur darauf kann sich der Consumer zuverlässig bei seiner Entscheidungsfindung (es spielen ja auch noch andere Kriterien, wie z.B. der Preis eine Rolle) stützen, unabhängig von der verwendeten Technologie und unabhängig vom Marketing-Gewäsch. Hättest besser Deine Energie in die Erläuterung solcher Grundlagen gesteckt, statt in jeden geeigneten thread das hohe Lied der Gel-Technologie zu singen. Merke: Auch andere mussten sich beruflich intensiv mit Akkus auseinandersetzen auch wenn sie keine Patene (welche?) angemeldet haben. Nix für ungut Helmut
Genau das wollte ich heute Mittag schon Schreiben, nur war mir da meine angeborene Faulheit im Wege, und ich weiß auch nicht ob ich das so gut formuliert bekommen hätte. :oops: Danke Helmut. :daumen2: :daumen2: :daumen2: Danke Helmut. Ich habe mich schon gewundert, dass ein 5 Jahre tröt wieder auflebt. :) hotdog
Tja, Batteriethemen leben halt lange und immer wieder auf (habe gerade auch große Augen bekommen - der Titel kam mir irgendwie sehr bekannt vor). Seit damals habe ich 2 Naßbatterien drin und sie leben noch immer. Der damalige TE Frank Ich hab jetz eine frage Wie soll ich den meine 2 Gell Aufbaubatterien " Flegen " !!! Ein unwiessender Horus Hallo Freunde, ich habe soeben jemanden beauftragt, eine VARTA dry zu besorgen. Wir werden sehen, was da drin ist. Aber - an Helmut gerichtet - es ist schon schwer, eine einmal gefaßte Meinung umzustoßen. Ich will Dir mal einen Auszug aus einem Kundenbrief wiedergeben: "Seit dem 8.10.2007 fahren wir einen Concorde Charisma II 840 F auf MAN-Basis mit dem Elektropaket 2: 3 Mastervolt AGM-Batterien je 160 Ah in Parallelschaltung. Sie mussten bisher jährlich gewechselt werden. Grund: Spannungszusammenbruch bereits wenige Betriebsstunden nach Volladung und bei relativ geringer Belastung. Dabei haben wir peinlichst darauf geachtet, dass keine Tiefentladungen oder andere widrige Bedingungen vorliegen oder eintreten könnten. Die Bestätigung dafür haben die ausgelesenen und vorliegenden Computerprotokolle erbracht. 1. Wechsel: 2008 in Aschbach 2. Wechsel: 2009 Fa Berens (Köln) 3. Wechsel: 2010 Fa. Berens (Köln) 4. Wechsel: 2011 Der Batteriewechsel wurde von uns selbst vorgenommen. Es erfolgte der Umbau auf 2 x 210 Ah Gel-Batterien (unser Fabrikat) Wie uns bekannt ist, besteht das Problem allgemein bei derartigen Fahrzeugen mit entsprechender Ausstattung in mehr oder weniger ausgeprägter Form". Solche Briefe bekomme ich laufend. Ein weiteres Beispiel: Ich habe einem WoMo-Händler unsere GEL-Batterien angeboten. Er schwörte auf AGM und hat mich zum Teufel gejagt. Auf der ABF in Hannover war ich dann auf seinem Stand und traf dort seinen Werkstattleiter. Der sagte mir dann: Mein Chef hat keine Ahnung. Wir haben unglaubliche Probleme mit den AGM- Batterien. Bieten Sie mir doch bitte mal ihre Batterien an, ich spreche mit ihm. So geht das ja nicht weiter. Ich will hier nicht streiten. Ich sagte schon mal. Ausprobieren Aber mir fällt eines auf, was ich doch noch einmal klarstellen möchte. Wenn ein Hersteller sagt, dass die Batterie zyklenfest und tiefentladefest ist, dann heißt das nicht, dass man nun die Batterie entladen und laden kann, wie man will. Das bedeutet nur, innerhalb der vom Hersteller vorgegebenen Entladetiefe. Schaut mal alle auf die Internetseit von Johnson Controls (VARTA) was da an Entladetiefe für die Optima steht. Die Optima ist eine AGM-Batterie und da sagt Johnson Controls, dass diese Batterie nur um max. 20 % entladen werden darf. Innerhalb dieser 20 % ist die Batterie zyklenfest und die Tiefentladung endet bei 80 %, also genau bei 12, 65 Volt. Entlädt man mehr, dann erlischt die Garantie. Probierts doch mal. Jeder Händler schreibt heute zyklenfest und tiefentladefest. Keiner sagt oder besser weiß, wie das gemeint ist. Deshalb ist jeder schlauer, wenn er das einmal probiert und dann auf die Nase fällt. Wer es nicht glaubt, der läßt es Meilinger Und da kommen wir zu dem Punkt VARTA. VARTA hat die Garantie deshalb abgelehnt, weil angeblich die Batterie unsachgemäß behandelt wurde. Das bedeutet, Hallo deedee, Einige Antworten, die Du erhalten hast, beschreiben diese Batterie schon sehr gut. Aber ich wiederhole noch einmal. SMF steht für "sealed (verschweißt) maintenance free (wartungsfrei). In der Regel handelt es sich also um eine Batterie mit GlasVlies, fälschlicherweise als AGM-Batterie bezeichnet. Es gibt einen Unterschied zwischen AGM und Vlies. Ich erkläre ihn. Diese Glasvlies trennt positive und negative Platten als Separator. Glasvlies hat aber batterietechnisch gesprochen scheunentorgroße Löcher. Durch diesen Separator fließt Strom und der nimmt immer etwas Blei mit. Je tiefer und öfter die Batterie entladen wird, um so mehr Blei fließt. Es entstehen sehr dünne Fäden. Man nennt sie Dendriten. Diese Fäden werden langsam dicker und schließlich führen sie zum Kurzschluß. So funktionieren zumindest alls Batterien aus Fernost. Bei der richtigen AGM-Batterie wird der Plattensatz, das heißt, das was an Platten und Separa- toren in eine Zelle kommt, unter hohem Druck zusammen gepreßt. Beim Pressen schließen sich diese Löcher im Separator so weit, dass weniger Blei beim Entladen hindurch fließt, also weniger Dendriten. Das beherrschen nach meinem Wissen in Europa 3 Hersteller. Es gibt also einen großen Unterschied, den der Laie von außen nicht erkennt. Richtige AGM- Batterien haben einen Kaltstart, der etwa 50 % höher ist als bei normalen Blei/Säure-Batterien. Wenn man also z. B bei einer 88 Ah-Batterie von 850 A ausgeht, dann sollten es bei einer AGM-Batterie mit gleicher Kapazität um die 1250 A sein. Wenn ich also gefragt werde, ob eine solche Batterie als Versorgungsbatterie geeignet ist, dann würde ich immer nein sagen. Jetzt mache ich einen Vorbehalt. Derjenige, der streng die Vorgaben des Herstellers beachtet, überall wo er unterwegs ist Netz zur Verfügung hat, wer also die 20 % Kapazität nutzt und nicht mehr, der hat auch mit AGM lange Zeit kein Problem. Es macht aber trotzdem keinen Sinn, den deutlich höheren Preis einer AGM-Batterie zu bezahlen, denn was er als Versorgungs- batterie nutzt, das kann die billigste Starterbatterie auch. Fazit: Eine Starter- oder AGM-Batterie macht bei exakter Beachtung der Vorgaben etwa 300 Zyklen, eine GEL-Batterie unter gleichen Bedingungen 1.000. Für alle Technologien gilt aber. Je öfter entladen wird und je tiefer umso schneller gibt die Batterie auf. Klaus Hallo Freunde, nun besteht Klarheit. Alle, die auf GEL gesetzt haben, hatten Recht. Ich hatte unrecht. Aber........ jetzt kommts: VARTA (Johnson Controls) war nicht Hersteller dieser Batterie. Es handelt sich um Zukauf, für VARTA also Handelsware. Als Hersteller kommt nur Exide in Frage. Exide produziert mehr Marken als mancher glaubt: z.B. Deta, Sonnenschein, Hagen, VARTA usw. usw. Den Zukauf dieser Batterien hat VARTA eingestellt (Vermutung: Exide wollte keine weißen Batterien mehr produzieren, denn das war denen zu teuer) Grau, wie viele GEL-Batterien wollte VARTA aber nicht haben, denn dann hätte ja jeder sofort gesehen, dass es nicht die eigene ist. Seit etwa 5 Jahren werden keine Batterien mehr zugekauft (mit einer Ausnahme) Man kauft noch die GEL-Motorradbatterie für BMW, 12 Volt 20 Ah, sonst nichts Was da noch läuft, sind sogenannte ALTBESTÄNDE. Es handelt sich also um Batterien, die schon ein Leben hinter sich haben und wahrscheinlich ein paar mal sehr tief entladen und wieder geladen wurden. Ich will und darf das nicht weiter kommentieren. Hier muß sich jeder seine Meinung selbst machen. Meilinger [quote="hge"]..... (ebenso wie auch Naß-Batterien) die für hohe Zyklenzahlen konstruiert sind. [/quote] Hallo, ich denke, dass damit z.B. sogenannte Solar-Batt. (nass) gemeint sind, die auch dicke Platten haben und sich gut als Versorgungs-Batt. eignen. , Gizmo Ergänzung: ....und viel billiger als Gel-Batt. sind. (Allerdings müssen sie gewartet werden und brauchen einen Gasungsschlauch nach außen.) Hallo Gizmo. Ja, auch die sog. Solarbatterien sind für für hohe Zykluszahlen konstruiert (logisch) und sind meist Naßbatterien, sind aber angeblich nicht mit hohen Strömen belastbar. (Wechselrichter!) Aber was heisst schon "hohe Zykluszahl"? Das behauptet heute jeder Batterieverkäufer von seinem Produkt. Um die Wahrheit zu erfahren hilft nur ein Blick ins Datenblatt. Wenns der Hersteller gut macht gibt er die erreichbaren Zykluszahlen sogar für mehrere Entladetiefen getrennt an. (Und diese Werte müssen nach Norm ermittelt werden, das ist kein Marketing-Gewäsch). Darüberhinaus, so meine ich, ist die Fragestellung auch gar nicht, "ist diese oder jene Batterie besser", sondern "reicht sie für meine Betriebsbedingungen". Denn was soll ich z.B. mit einer erreichbaren Zykluszahl von über 1000, wenn ich jährlich 20 mal auf 50% entlade? So haben hier sogar schon welche berichtet, dass sie die ("eigentlich" völlig ungeigneten) Starterbatterien als Versorgungsbatterie verwenden. Wenn die Bedingungen stimmen (geringe Entladetiefen, sofort wieder volladen) kann auch das eine wirtschaftliche Lösung sein, weil dieser Typ billig ist. Die Sache mit Schläuchlein zur Ableitung des Knallgases (Gemisch von Wasserstoff und Sauerstoff, die Elektrolyseprodukte) bei Naßbatterien ist hier sicher schon ausgiebig diskutiert worden. Deswegen nur ganz kurz: Bei den heutigen Naßakkus (die positiven Gitterplatten sind heute mit Calzium legiert statt mit Antimon) tritt praktisch nichts mehr aus, wenn das Ladegerät spannungsbegrenzt und i.O. ist, d.h., die Batterie nicht stark in die Gasung getrieben wird. Persönliche Erfahrung: Hatte so eine jahrelang im Innenraum meines Bootes betrieben und dort gibt es keine Zwangsentlüftung. Auch konnte kein Schläuchlein ins Freie verlegt werden. Die Batterie hatte auch gar keins dran, nur eine Not-Abblasventil wie bei den Verschlossenen. Jährlich vorm Einlagern Säurestand kontrollieren und dabei ganz selten mal Wasser nachfüllen. Das war alles an Wartung. Zum Nachdenken: Was hat man denn früher, vor der AGM/Gel-Zeit verwendet? Da gabs nur Naß. Beste Helmut |
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