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Wer den ausführlichen Reisebericht mit viel mehr Bildern lesen möchte, kann es hier --> Link machen. Nun zu dem Kurzbericht und viel Spaß beim Lesen: Nachdem wir den Spätsommer im vergangenen Jahr im Bereich der Kanalküste Frankreichs bis zur Seine bereist haben, war es in diesem Jahr die Normandie südlich der Seine. Dabei haben wir im Cotentin für uns die Landungsküste ausgespart. Aber wie immer ist bei uns der Weg das Ziel. Wir waren vom 13.August bis zum 10.September 2023 unterwegs. Dabei haben wir 2.424 km zurückgelegt. Übernachtet haben wir auf Wohnmobil-Stellplätzen, bei Angeboten von France-Passion und dort, wo wir nicht gestört haben. Fazit: Es gibt noch soviel Unbekanntes zu sehen, dass es für eine weitere Reise in die Normandie langt. Die diesjährige Normandie-Tour starten wir mit einem Genußteil in Mainz, bevor es dann richtig los geht. Über Luxembourg fahren wir bis nach Bouillon, einer Kleinstadt in den belgischen Ardennen, die von der Semois eingerahmt daliegt. Der Wohnmobil-Stellplatz ist mittlerweile am Sportplatz. Nicht weit davon entfernt schlängelt sich ein weiterer Fluß durch die Ardennen. Bei Monthermé gelangen wir an die Meuse. Diese Kleinstadt hat wirtschaftlich ihre beste Zeit ab dem 12. Jhdt. mit dem Aufschwung des Klosters und nachher durch eine Fabrik mit der Herstellung von Schmelzöfen für die Eisenindustrie gehabt. Nun ist der Tourismus wichtig geworden. Der wunderschöne Stellplatz liegt direkt an der Meuse. Unser Weg in die Normandie führt uns immer weiter nach Westen. Das nächstes Ziel ist ein Stellplatz ohne V+E am Binnenhafen von Pont l'Évêque, der sich am Canal latéral a l'Oise befindet. Es ist für uns aber auch nur ein reiner Übernachtungsplatz. Viel interessanter wird es bei der nördlichen Umfahrung von Paris. Eigentlich haben wir Giverny im Kopf, sehen aber auf der Nationalstraße die Abfahrt nach Auvers-sur-Oise. Wir denken sofort an die letzten Lebenstage von Vincent van Gogh und fahren ab. Das Parken in Auvers ist schwierig. Es gibt auch keinen Wohnmobil-Stellplatz. Ein wenig Fingerspitzengefühl und Rücksichtnahme hilft weiter. Auvers-sur-Oise steht ganz im Zeichen von Van Gogh, und die Häuser aus der Zeit Ende des 19. Jhdt. stehen noch genau so da. Auf einem ausgeschilderten Weg kann man den Spuren Van Goghs folgen. Giverny wird aber nicht fallen gelassen, dafür ist uns der Schaffensort des Malers Claude Monet zu wichtig. Wir können auf einem speziellen Bereich für Wohnmobile kostenlos stehen. Es ist heiß, trotzdem gehen wir in den Ort. In der ganzen Gemeinde wird sehr viel Wert auf die Blumenpracht gelegt. Kein Wunder! Über Vernon und Evreux kommen wir zu unserem ersten Übernachtungsplatz von France Passion, bei der Ferme "La Charterie" bei St. Aubin de Scellon. Hier wird Cidre und Calvados produziert. Ich hatte von der kleinen Gemeinde Beuvron-en-Auge im Hinterland der Côte Fleurie und der bekannten Badeorte gelesen. Trotzdem übertraf es unsere Vorstellungen. In den 70er Jahren des letzten Jahrhundert starten die verbliebenen Einwohner eines aussterbenden und verfallenden Ortes ein riesiges Projekt. Die Häuser sollen restauriert werden, um den Tourismus hereinzubringen, und vor allem sollen neue Bürger angelockt werden. Mittlerweile ist alles geschaft und die Wünsche sind erfüllt worden. Der Tagestourismus, aber auch die Nutzung der Ferienwohnungen sind enorm. Und auch wir Wohnmobilisten finden einen schönen Stellplatz mit V+E unter Bäumen. Nun soll es aber wirklich ans Meer gehen. Wir fahren nach Dives-sur-Mer auf den Stellplatz, der bereits voll belegt ist, und sehen vor uns auf dem großen Ausweichplatz den Zirkus Zavatta stehen. Wir platzieren uns kurzerhand in dem vorgelagerten Parkrondell bei den anderen gestrandeten Wohnmobilen. Bis auf das Frischwasser kann an der V+E trotz Zirkus alles genutzt werden. Ständig kommen weitere Wohnmobile und müssen ergebnislos weiterfahren. Uns fehlt es an nichts, wir stehen gut, also bleiben wir ein paar Tage hier. Draußen in der Welt ist zu viel los. Von unserem Platz aus können wir die Dives überqueren und sind sofort auf der Strandpromenade von Cabourg. Aber auch Dives-sur-Mer hat in der Altstadt viel zu bieten. Nach einigen Tagen Faulenzen fahren wir über Caen ins Cotentin nach Bayeux. Wir sind hier schon oft vorbei gekommen, aber nie haben wir es geschafft, uns den berühmten Teppich von Bayeux anzuschauen. Der Wandteppich ist ein 52 cm hoher Tuchstreifen aus dem 11. Jhdt., und auf einer Länge von 68 m werden 58 Einzelszenen der Eroberung Englands durch den normannischen Herzog, Wilhelm der Eroberer, in Stickarbeit dargestellt. Der Wandteppich selbst darf nicht fotografiert werden. Im Museum gibt es aber im oberen Stock Erläuterungen und Kopien, die man dann fotografieren darf. Zum Übernachten wollen wir nicht in Bayeux bleiben. Stattdessen fahren wir nochmals zu einer Cidrerie von France Passion. Von dort aus begeben wir uns am nächsten Tag auf dem schnellsten Weg nach St.-Vaast-la-Hougue zum dortigen Wohnmobil-Stellplatz neben dem CP "La Gallouette". In St.-Vaast ist zur Zeit das Festival "Les Traversées Tatihou". Die Besonderheit dabei ist, das die großen Konzerte auf der vorgelagerten Insel Tatihou stattfinden, und die Zuhörer sich erst einmal bei Ebbe zu Fuß auf den 40 minütigen Weg machen müssen, und zurück. Auch wir sind, wie viele vor uns, schon etwas früher losgelaufen, und stehen dann an manchen Stellen bis zu den Knien im Wasser. Die nördlichste Spitze des Cotentin ist bei Auderville am Phare de Goury. Hier gibt es einen Parkplatz ohne V+E für Wohnmobile. Besonders schön sind hier die Sonnenuntergänge hinter dem Leuchtturm. Ab hier fahren wir wieder in südlicher Richtung. An der Westküste des Cotentin gibt es unzählige kilometerlange Sandstrände. So auch in St.-Germain-sur-Ay-Plage, wo wir am Ortseingang auf den großen Stellplatz mit V+E von CampingCarPark fahren. Die Hauptstraße führt schnurgerade zum Strand. Ein Supermarkt ist auch vorhanden. Außerdem haben wir am nächsten Tag Glück. Es ist Sonntag und Markttag. Nur wenige Kilometer unterhalb gibt uns in Pirou ein Fischer und Austernzüchter von France Passion Unterkunft. Wenn sich der ein oder andere Leser fragt, wo sind denn die Fotos vom guten Essen, die doch immer in den Berichten vorkommen, die sind alle im ausführlichen Bericht. Unseren letzten Stopp am Wasser haben wir in Carolles geplant. Dort sind wir schon unterhalb von Granville, fast gegenüber von Le Mont St.-Michel. Und hier schaffen wir es tatsächlich auch zum Schwimmen ins Wasser. Entgegen unseres Plans fahren wir um die Baie de Mont St.-Michel herum nach Le Vivier-sur-Mer auf den dortigen Stellplatz mit V+E. War vielleicht nicht ganz so gut. Eventuell wäre Hirel etwas abwechslungsreicher gewesen. Wenn wir jetzt schon so viel an unserem lockeren Plan geändert haben, können wir ihn auch ganz umwerfen. Unser nächstes Ziel ist Honfleur. Wir sind schon unzählige Male dort gewesen, doch dieses Jahr spielt die "Welt" verrückt. Der Platz ist gerappelt voll. Selbst der Bus-Parkplatz ist am Abend mit Wohnmobilen besetzt. Wir finden aber noch eine Nische für uns. Was ist Honfleur? Auf den ersten Blick ist es der Vieux Port, dann gutes Essen irgendwo in der Altstadt, und als krönenden Abschluß ein abendlicher Spaziergang durch die Gassen der Altstadt. Jetzt ist für uns die Anziehung von Honfleur gestillt worden, und es hat noch ein Essenbild gegeben. Nun gilt es Kilometer zu machen. Dafür nutzen wir die Autobahn, zahlen auch die Maut, wo wir immer aufgrund unserer Größe (Alkoven mit 6,39 Länge und 3,25 m Höhe) und bis 3,5 t Gesamtgewicht immer in Classe 2 eingeordnet werden. Es bedarf also keiner Diskussionen, auch Zuhause nicht. An der N9 bei La Capelle fahren wir nach Sommeron zu einem Alpaka-Züchter. Dieses France Passion-Angebot lockt uns sehr. Die Leute sind unheimlich nett, und machen mit uns eine Führung mit allen möglichen Erklärungen - auf Französisch. Als Lena und ich uns nachher austauschten, haben wir auch alles verstanden. So langsam nähern wir uns immer mehr der Heimat. Es bleibt uns noch ein Stopp auf dem Wohnmobil-Stellplatz in Riol an der Mosel. Nach einem kurzen Spaziergang erreicht man einen Verkaufsstand der Rioler Winzer, direkt an der Mosel. Es ist ein schönes Angebot. Die letzte Etappe in die Heimat verläuft wie immer reibungslos. Es war schön und die Normandie sieht uns unbedingt noch einmal wieder, denn es ist noch vieles offen geblieben. Falls jetzt doch noch jemand den viel ausführlicheren Bericht mit noch mehr Bildern und leckerem Essen lesen möchte, kann dies hier --> Link tun. Wie immer : TOLL :!: :dankeschoen: Hallo, danke für den schönen Bericht, weckt bei uns Erinnerungen an unsere letzte Reise in die Normandie. :daumen2: :francais: Danke fürs mitnehmen und erzählen!! Vielen Dank für die positiven Kommentare :ja: Vielen Dank für diesen Reisebericht aus einer oft verkannten Region, die auf alle Fälle immer eine Reise wert ist. Ja, uns hat es auch ausgesprochen gut gefallen und wir werden bestimmt bald wieder in die Normandie fahren. Wir waren natürlich nicht zum ersten Mal da und fanden in diesem Jahr, dass die Normandie sich auf keinen Fall hinter der Bretagne verstecken muss. Dann hatten wir nach vier Wochen auch noch fast 1000 km weniger auf dem Tacho, was auch nicht zu verachten ist. Moin Lena! Moin Hans-Werner! Nun habe ich vor und nach der Mittagspause mich in Euren Reisebericht verkrochen. Einfach wieder wunderschön! Irgendwie bin ich auch bei allem "satt" geworden. Und auch hungrig: "Wir müssen wohl doch mal wieder nach Frankreich!" Vielen Dank fürs Mitreisen lassen! Munterholln! Hartmut So ist's richtig, Hartmut, hab ich es doch geschafft, den Lesern den Mund wässrig zu machen. :D
Tatsächlich "versteckt" sie sich davor. :) Den Reisebericht habe ich genossen, mich an besuchte Orte erinnert und neue für eine weitere Tour registriert. Irgendwann sollten wir auch einmal anfangen unsere Reisen zu dokumentieren. Hallo. Schön geschriebener Reisebericht mit Bildern, die Lust machen, diese Gegend zu bereisen. Überhaupt, bin ich im Herbst auf den Weg zur spanischen Atlantikküste, auf den Geschmack gekommen, dieses tolle und wohnmobilfreundliche Land zu bereisen. Mein Problem ist allerdings, dass meine französischen Vokabeln an 2 Händen abzuzählen sind und wir überwiegend auswärts essen gehen. Gruß Olaf Hallo Hans-Werner und Lena, lieben lieben Dank für den tollen Bericht und den Bildern (besonders vom Essen :) ). Ich habe selbst im Herbst - die zweite Oktoberwoche - die Normandie besucht. Und gerade jetzt beim Lesen eures Berichtes denke ich, Mensch, warum fährst du nicht mal häufiger dahin? Das geht mir aber auch bei anderen Reisezielen - soviel Zeit habe ich ja gar nicht. :) :D . Achso, euer ersten Ziel in Frankreich (Monthermé ) kenne ich, da stand ich auch schon mal bei einer meiner Ardennen Touren. Kam mir doch direkt so bekannt vor. Also zuerst als ich den Preis von 6 Euro 10 gelesen habe :-). Diesen krummen Betrag habe ich mir gemerkt. Also von mir ein dickes "Positiv"! Ich bin noch nicht ganz durch mit dem Bericht, aber ich arbeite daran. Liebe Grüße Volker
Wie ich sehe, hast du den Vorsatz sehr schnell und gut umgesetzt. :zustimm: Das du mir aber nach fast 72 Jahren meinen "Hans-Werner" wegnimmst und mich "Wolfgang" nennst, stimmt mich traurig. :cry:
Freundliches Auftreten, lächeln und ein paar Floskeln der Begrüßung, sowie "bitte" und "danke" auf französisch ist schon die halbe Miete. Für den Rest eignet sich ein Büchlein vom Reise Know How-Verlag "Schlemmerlexikon für Gourmets französisch - deutsch" und bügelt alle Löcher aus. :D Vielen Dank euch Beiden und Volker (volkermuenster) für die lieben Kommentare.
:idea: Dazu als i-Tüpfelchen vielleicht noch eine Übersetzungs-App fürs Smartphone :) Macht die Kommunikation zwar nicht besonders flüssig, aber deutlich besser und eindeutiger als "Hand-und-Fuß" ! Ich nutze die Google-App : --> Link Danke für den schönen Bericht. :top: Auch von mir ein grosses "Dankeschön". Nehme doch bestimmt was mit für unsere nächste Reise. Gruß Burkhard Hallihallo, vielen herzlichen Dank für die Einblicke in Eure herrliche Reise und das Teilhaben lassen durch diesen wunderbaren Bericht. Die Fotos machen große Lust auf Frankreich und die Normandie im Besonderen. Der Link zu Eurer Homepage eröffnet wunderbaren Lesestoff für die kommenden gemütlichen Tage zu Hause und bestimmt viele interessante Tipps für zukünftige Reisepläne. Danke auch dafür. LG Fritzi Danke Hans-Werner und Lena für den schönen Reisebericht. dafür :daumen2: Vielen Dank für die vielen positiven Kommentare, :zustimm:
und dir, Fritzi, noch informative, aber auch humorvolle Stunden bei der Lektüre unserer weiteren Reisen auf meiner Homepage. :les: :wein: Daumen hoch, vielen Dank! Wie immer, ein Erlebnis mit euch literarische mitreißen zu dürfen, vielen Dank. Die Reise weckt Erinnerungen an Weihnachten, vor zwei Jahren als wir die Gegend besucht haben. Vielen Grüße Michael Vielen Dank euch Beiden! :zustimm: Bonjour ! Merci beaucoup für diesen schönen Bericht! Schöne Grüße nach Limburg Hallo ihr Beiden, Danke für die Vorstellung hier im wohnmobilforum - ist ja immer "Pflicht" ... ... aber ich freue mich ganz besonders auf den gesamten Reisebericht auf eurer Homepage. Das wird heute Abend - wie immer - ein Genuss! Danke für die Bilder Danke für die netten Texte Danke für die Inspiration ... LG Rupert und Sonja Auch euch Beiden noch ein Dankeschön! :ja: Hallo Hans-Werner, vielen Dank für diesen schönen Bericht. Ein paar Notizen sind gleich im Womo Füher gelandet. Wir werden Ende April für knappe 4 Wochen in die Normandie Reisen. Das wird dann unsere 3. ausführliche Frankreichreise…wir waren mal Frankreich Gegner :-) Ein paar Brocken Französisch haben wir nun mittlerweile auch „drauf“ . Aber die hier zitierte App hat uns auch schon geholfen…
Das ist doch super! Falls du es noch nicht gesehen oder gelesen hast, hier ist im Grunde der 1.Teil unserer Erkundung des nördlichen Frankreichs --> Link :french: :wein: |
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