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Kauftipps gebrauchter Campervan ausg Kastenwagen


going7 am 03 Jan 2024 12:06:47

Liebe Community,

bin neu im Forum und möchte euch um eure Weisheit ersuchen. Aktuell bin ich auf der Suche nach einem gebrauchten, ausgebauten Campervan (Kastenwagen) für bis zu ~15.000€. In dem Preisbereich gibt es verschiedene Modelle mit guter Ausstattung, Laufleistung typischerweise 170.000 - 250.000, Baujahr zwischen 2005 und 2013, Leistung > 100 PS, mind. Euro 4 & grüne Plakette, Scheckheftgepflegt. Modelle sind typischerweise VW T4/T5, Fiat Ducato, Ford Transit, Opel Vivaro, Mercedes Sprinter. Ich kenne mich mit Motoren nicht gut aus und würde mich daher sehr über Tipps freuen, welche Modelle grundsätzlich gut mit einer hohen Laufleistung klarkommen, und welche nicht zu empfehlen sind. Infos bei ADAC und Co. habe ich bislang nur spärlich gefunden. Bin sehr dankbar sowohl über allgemeine Empfehlungen, als auch zu einigen der folgenden konkreten Angebote:

- Ford Transit, BJ 2013, 110 PS, 240.000km
- Renault Traffic II, BJ 2006, 102 PS, 250.000km
- Mercedes Sprinter, BJ 2007, 150 PS. 220.000km
- Ford Transit Tourneo, BJ 2012, 140 PS, 136.000km
- VW T5, BJ 2009, 102 PS, 255.000km
- Fiat Ducato, BJ 2016, 131 PS, 226.000km
- Opel Vivaro 1,9l, BJ 2004, 165.000km

Neben den oben genannten Kriterien schaue ich immer, dass das Auto rostfrei ist, regelmäßig gewartet wurde und die HU noch relativ neu ist. Wenn ihr sonstige Tipps habt, gerne. Das letzte, was ich will, ist mir ein schön ausgebautes Auto zu kaufen, dass nach ein paar Monaten einen Motorschaden hat. Anwendungszweck wäre ein autarkes Abenteuermobil für zwei Personen im europ. Ausland.

Vielen Dank und beste Grüße

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

DonCarlos1962 am 03 Jan 2024 13:52:52

Lies hier im Forum etwas über den 140PS FORD. Der sollte aus Deiner Suche herausfallen.

Der 2.2L Duratorq TDCi (140PS) - Puma-Motor hat so seine Probleme:

--> Link

LG Carsten

BiggiK am 03 Jan 2024 14:40:55

Also in deiner Liste sind ja Fahrzeuge die 10 Jahre altersmässig auseinander liegen. Da ein Auto ja nicht nur aus dem reinen Motor besteht, würde ich die übrigen Teile nicht außer Acht lassen. Ich würde eher auf ein jüngeres Baujahr setzen als auf einen 18 Jahre alten Transporter. Bist du in der Lage Reparaturen selbst durchzuführen oder benötigst du professionelle Unterstützung?
Gruß Birgit

Anzeige vom Forum


huohler am 03 Jan 2024 15:29:25

Es ist ein Unterschied ob die 200tkm in 6 Jahren oder in 16 Jahren gefahren wurden. Ein Fahrzeug BJ. 2016 mit über 200tkm wurde wahrscheinlich vorher als Paketdienst o.ä. "misshandelt" Da wäre ich kritischer als bei einem 2006er mit gleicher Laufleistung.

Hubert

WoMoNK19 am 03 Jan 2024 16:00:16

Hallo,

going7 hat geschrieben:....Anwendungszweck wäre ein autarkes Abenteuermobil für zwei Personen im europ. Ausland.


was verstehst Du unter "europ. Ausland"?
Ist das Nord- oder Südamerika?
Ist das Asien oder Afrika?

WoMo NK19

Kuhtreiber am 03 Jan 2024 16:03:27

WoMoNK19 hat geschrieben:was verstehst Du unter "europ. Ausland"?
Ist das Nord- oder Südamerika?
Ist das Asien oder Afrika?

WoMo NK19


Was ist unter europäischen Ausland so schwer zu verstehen? Alle Länder in Europa!

babenhausen am 03 Jan 2024 16:41:11

Gut in welche Länder es nun gehen soll ist geklärt denke ich,
nur was stellst du dir unter Abenteuermobil vor ?
Dazu etwas mehr Info könnte helfen

bhomburg am 03 Jan 2024 16:43:52

Die Motoren im T5 sind teilweise grosse Sorgenkinder - speziell die jeweiligen Topmotorsierungen (der ältere 2.5l-Fünfzylinder mit PD-Technik/174 PS, der neuere 2.0TDI mit CR-Technik, Biturbo und 180PS) machen überdurchschnittlich oft Probleme. Ursachen sind konstruktive Mängel.
Empfehlenswert dagegen die millionenfach gebauten 2.0TDI mit Singleturbo und maximal 150 PS.
--> Link

T4 leidet inzwischen an schlechter Ersatzteileversorgung, es ist vieles entfallen - bei VW leider typisch.

Alles was einen Ford "Puma" Motor mit 2.2l Hubraum drin hat, speziell den der Euro IV-Ära mit 155 PS, wie oben schon gesagt - grundsätzlich nur kaufen wenn bereits getauscht/repariert.
Ford Transit/Transit Custom mit den "Panther"-Motoren ab 2016 haben 2.0-Liter Hubraum und sind generell hier der bessere Kauf.

Der OM642 (3.0V6) in Sprinter und Vito ist zwar ein toller Motor, den muss man sich aber leisten können und wollen. Alles irrsinnig verbaut -> Wartung und Reparaturen zeit- und damit kostenintensiv.
Der Klassiker: Eine 10Cent-Dichtung am Ölkühler wird undicht, Öl tropft auf den darunterliegenden Ladedrucksteller vom Turbo, was den dann kaputtgehen lässt. Um die Dichtung auszutauschen steht der Wagen einen Tag in der Werkstatt weil alles oberhalb des Blocks demontiert werden muss. Der Ladedrucksteller ist bei MB nur zusammen mit einem neuen Turbo erhältlich - zack, ist man ganz schnell mehrere tausend Euro ärmer.

Als gemeinhin sichere Bank gilt der SOFIM "F1C" Dreiliter-Vierzylinder mit je nach Ausführung zwischen 156 und 177 PS den es in den Sevel-Transportern (Ducato/Boxer/Jumper) bis 2016 gab und im Iveco Daily bis heute gibt (dort jetzt mit über 200 PS). Der hat keine nennenswerten Probleme und der im Vergleich zu den kleineren Motoren mit 2.3l Hubraum etwas höhere Kraftstoffverbrauch egalisiert sich finanziell durch den Wegfall der Kosten für den Zahnriemenwechsel (500-600 Euro alle 5 Jahre), da der eine Steuerkette hat die in aller Regel auch bis über 400 TKM unauffällig bleibt.
Apropos Steuerketten: Die im Sprinter ab 2009 verbauten Motoren der Baureihe OM651 (Vierzlinder mit 2143 cm³) haben eine aus Kosten- und Verbrauchsgründen nur mehr einfach ausgeführte Steuerkette (die Vorgängermotoren hatten Duplexketten) die zudem arg unzugänglich an der Motor-Hinterseite verbaut wurde und dadurch eine Ventiltriebsanierung sehr kostenintensiv macht. Die ist zwar normalerweise unauffällig, bei Sprintern mit sehr hoher Laufleistung gilt es hier aufzupassen. Diese Motoren hatten in der Anfangszeit auch grosse Probleme mit den Injektoren. Das sollte heute kein Thema mehr sein, allenfalls bei als Wohnmobil genutzten Fahrzeugen mit sehr geringer Laufleistung genauer hinsehen ob die schon mal getauscht wurden.

Die im Renault Trafic und seinen Konzernbrüdern (Opel Vivaro, Nissan Primastar) eingebaute Antriebstechnik stammt aus dem PKW-Programm und ist für den Wohnmobilbetrieb (Fahrzeuge ständig am Gewichtslimit) nicht wirklich ausgelegt. Das gilt nicht nur für die Motoren sondern auch für Getriebe, Kupplungen und Lenkgetriebe - hier ist viel zu oft bei 150 TKM die Lebensdauer erreicht.

Der Renault Master und baugliche (Opel Movano, Nissan Interstar...) haben dagegen Transporter-Technik die deutlich länger hält. Die Motoren - egal ob die alten mit 2.5l oder die neueren mit 2.3l Hubraum - sind unauffällig.
Beweis dafür - die zu zehntausenden auf den europäischen Autobahnen rumfahrenden "Polensprinter" - meist heillos überladene und mit Vollgas bewegte 3.5t-Renault Master mit Pritschenaufbau und Schlafkabine.
Die würden in dem Umfang nicht genutzt wenn sie nix taugen :)

WoMoNK19 am 03 Jan 2024 17:21:36

Hallo,

Kuhtreiber hat geschrieben:
Was ist unter europäischen Ausland so schwer zu verstehen? Alle Länder in Europa!


europäisches Ausland sind für mich alle Länder AUSSERHALB Europas nicht INNERHALB.

Aber egal, der Fragende weiß sowieso nicht was er will und rennt, wie viele Fragende hier, einem Traum nach.

WoMoNK19

Irmie am 03 Jan 2024 17:40:10

bhomburg hat geschrieben:Die Motoren im T5 sind teilweise grosse Sorgenkinder ...

T4 leidet inzwischen an schlechter Ersatzteileversorgung, es ist vieles entfallen - bei VW leider typisch.



Hallo,

wenn man bei Google Ersatzteile für T4 eingibt, dann findet man Unmengen von Lieferanten.

Übrigens besitzen wir selbst seit 2010 einen T5, bis auf eine lockere Schiebetür war da noch nie etwas defekt! Dagegen war bei unserem Citroen (Bj. 2021) mit Pössl- Ausbau schon nach 9000km die AdBlue-Pumpe defekt! :D

Beim unserem Ford "Puma" Motor mit 2.2l Hubraum mit Eura-Aufbau (Bj.12/ 2011) hatten wir zwar fast 10 Jahre Ruhe, dann verabschiedete sich der 5. Gang. 2000€ kostete die Reparatur.

Aber Auffällig war, vor Corona konnten wir dieses Fahrzeug, wegen der angesprochenen Motorenproblematik, weder in Zahlung geben noch verkaufen. :D Während Corona klappte das sofort, sogar fast zum Neupreis.

Auf Grund der Preisexplosion bin ich persönlich der Meinung, für die angedachte Summe gibt es kein vernünftiges und zuverlässiges Fahrzeug auf dem Markt. Da hilft nur noch etwas sparen.

huohler am 03 Jan 2024 17:57:48

Irmie hat geschrieben:Hallo,

Auf Grund der Preisexplosion bin ich persönlich der Meinung, für die angedachte Summe gibt es kein vernünftiges und zuverlässiges Fahrzeug auf dem Markt. Da hilft nur noch etwas sparen.


Dem stimme ich zu! Alternativ mind. 3000 für Reparaturen zur Seite legen und zusätzlich einen tausender pro Jahr für Reparaturen einkalkulieren. Mein 20 Jahre alter Ducato mit 200tkm ist bald durch repariert. Zuletzt die Bremsen. Im Frühling ist noch eine vom TüV bemängelte Auspuffanlage dran. Die üblichen Verschleißteile wie Reifen kommen auch noch dazu. Wohnmobil ist nix für Leute die keine Geldreserven haben.

Hubert

supcamper am 03 Jan 2024 18:11:41

WoMoNK19 hat geschrieben:europäisches Ausland sind für mich alle Länder AUSSERHALB Europas nicht INNERHALB.

Ausland = alle Länder außerhalb Deutschlands
Europäisches Ausland = alle europäischen Länder außerhalb Deutschlands
Außereuropäisches Ausland = alle Lände ausserhalb Europas

Kuhtreiber am 03 Jan 2024 18:25:21

supcamper hat geschrieben:Ausland = alle Länder außerhalb Deutschlands
Europäisches Ausland = alle europäischen Länder außerhalb Deutschlands
Außereuropäisches Ausland = alle Lände ausserhalb Europas


Lass es gut sein, er will es nicht verstehen :D

teuchmc am 03 Jan 2024 18:39:18

Moin Irmie! Das stimmt zwar, was Du zu den VW T4-Teilen schreibst, ABER die dahinter stehende Qualität ist sehr kritisch zu betrachten. Ebenso wie der Kumpel Rost beim T4 gerne und dauerhaft da bleibt. Und das ist aktuell das eigentliche T4-Problem. Da ich einen 97er T4-Caravelle/2,5TDI-102ps/5gang-Handgerissen im Alltag bewege und unterhalten muß, kann ich mir da ein Urteil erlauben. Von der familieren Landjugend gibts jährlich ne Info, was bei VW mal wieder aus dem Programm geflogen ist. Warte ich schon drauf. Und preiswert ist beim T4 heute nix mehr.
Sonnigen weiterhin. Uwe

going7 am 03 Jan 2024 21:44:20

Liebe Leute,
vielen Dank für die vielen Rückmeldungen.

an Bhomburg: Ganz besonderen Dank an dich für die vielen ausführlichen Infos. Daraus ziehe ich, dass zu empfehlende Modelle v.a. sind: VW T5 2.0TDi <150 PS, Renault Master, Opel Morano, Nissan Interstar. Außerdem Ducato/Boxer/Jumper mit dem genannten 3l-Motor, ist aber wahrscheinlich außerhalb des Budgets.

Ansonsten noch Antworten auf eure Rückfragen:

Irmie hat geschrieben:Auf Grund der Preisexplosion bin ich persönlich der Meinung, für die angedachte Summe gibt es kein vernünftiges und zuverlässiges Fahrzeug auf dem Markt. Da hilft nur noch etwas sparen.


Hatte gehofft, dass sich das zwischenzeitlich schon wieder etwas gelegt hat / viele der "Corona-Käufer" nach 2 Jahren mit dem Camper keine Lust mehr haben und verkaufen. Lieg ich da falsch? Er muss ja auch nicht für immer halten, aber 2-3 Jahre plus Wiederverkauf wäre schon schön...

BiggiK hat geschrieben:Bist du in der Lage Reparaturen selbst durchzuführen oder benötigst du professionelle Unterstützung?
Gruß Birgit


Kleinere Dinge würde ich versuchen selbst zu reparieren (kenne auch einige Leute mit Campervans), aber für ernstere Sachen definitiv Werkstatt.

babenhausen hat geschrieben:was stellst du dir unter Abenteuermobil vor ?

Ein Wochenende- und Ferienmobil, mit dem man sowohl 1-2 Mal im Jahr für mehrere Wochen Langstrecke (Skandinavien/Portugal) als auch am Wochenende den Kurztrip in die Berge machen kann.


VG

DonCarlos1962 am 03 Jan 2024 22:58:21

going7 hat geschrieben: Aktuell bin ich auf der Suche nach einem gebrauchten, ausgebauten Campervan (Kastenwagen) für bis zu ~15.000€.
Neben den oben genannten Kriterien schaue ich immer, dass das Auto rostfrei ist, regelmäßig gewartet wurde und die HU noch relativ neu ist.


Ich denke es wird sehr schwierig sein für die 15.000€ ein wirklich gutes, ausgebautes Mobil zu den o.a. Ansprüchen zu bekommen.
Der Markt ist derzeit ziemlich leer und überteuert.
Und wir wissen, dass es eine Anzahl Händler gibt, die dies ausnutzen und "Blender" an den Mann/Frau bringen.
Darum hier noch einmal der Rat: Prüfe genau, auch die Herkunft des Fahrzeuges. Kommt das Auto aus dem Ausland sollten die Alarmglocken läuten.
Nutze die Suchfunktion hier im Forum und Du wirst einiges zu lesen bekommen.

Als Alternative bleibt noch der Selbstausbau eines Behörden- oder Postfahrzeuges.
Da könnte man z.B. einen IVECO --> Link
oder einen Bulli --> Link selbst ausbauen.

Wie das geht, kann man in YT-Videos sehen. Das ist zwar nicht das, was Du suchst. Aber trotzdem eine Alternative, bei der man zumindest weiß was man hat.
Teilweise gibt es ja schon fertige Möbel/Ausbauten für diese Fahrzeuge.

LG Carsten

Grandeur am 03 Jan 2024 23:41:49

. Sprinter OM 651 /2,1l ist normalerweise unauffällig, bei Sprintern mit sehr hoher Laufleistung gilt es hier aufzupassen.


Viele Kaltstarts mag der Motor nicht, sonst ein äußerst haltbarer Motor für die Haltbarkeit von 204 Ps auf 164 Ps gedrosselt um im Nutzfahrzeug 11,5l Motoröll für lange Wechselintervalle. Bei ordentlicher Behandlung sind gut 350tkm möglich, fahren auch welche mit 500tkm rum. Beim Sprinter besser nach 906 Mopf schauen, die rosten weniger.

Bei Ford hielten komischerweise die vom Kurierdiensten geschundenen und hochgedrehten 2,2l Motoren 140Ps besser als die untertourig im Wohnmobil „geschonten“und niedertourig gefahrenen Motoren. Häufig waren die Motoren bei 60-100tkm fertig durch durchgebrannte Kolben. Neuer Motor liegt bei ca. 10t€. Würde ich nur mit neuem Motor mit Garantie kaufen.

Gruß Grandeur

Irmie am 04 Jan 2024 00:26:15

Hallo Going7,

vielleicht findest du hier ein brauchbares Fahrzeug:

--> Link

--> Link

going7 am 05 Jan 2024 11:54:14

DonCarlos1962 hat geschrieben:Ich denke es wird sehr schwierig sein für die 15.000€ ein wirklich gutes, ausgebautes Mobil zu den o.a. Ansprüchen zu bekommen.
Als Alternative bleibt noch der Selbstausbau eines Behörden- oder Postfahrzeuges. Aber trotzdem eine Alternative, bei der man zumindest weiß was man hat.


Hallo,
habe ich auch schon drüber nachgedacht, aber a) weiß man wirklich was man hat? Ein altes Nutzfahrzeug kann auch bis zum geht nicht mehr gedrückt worden sein und b) ist ein Ausbau nachdem was ich gehört habe nicht zwangsläufig günstiger und frisst dazu natürlich noch Unmengen Zeit. Lieber wäre mir daher ein bereits (zumindest in Teilen) ausgebauter Wagen, der einsatzbereit ist und Stück für Stück ergänzt werden kann.

DonCarlos1962 am 05 Jan 2024 14:31:40

going7 hat geschrieben:Ein altes Nutzfahrzeug kann auch bis zum geht nicht mehr gedrückt worden sein und b) ist ein Ausbau nachdem was ich gehört habe nicht zwangsläufig günstiger und frisst dazu natürlich noch Unmengen Zeit.


Schon richtig. Allerdings ist ein VW-Bus mit der kleinen 84PS Maschine recht haltbar und die geringe Laufleistung von 64.000Km ist auch nicht zu verachten.
Auch ein EVECO mit Automatikgetriebe ist eigentlich für den harten Lieferdienst ausgelegt. Die Motoren sind für hohe Laufleistungen bekannt.
Bei einem solchen Gerät --> Link ist die Lebensdauer sicher noch lange nicht erreicht.

Blauäugig sollte man trotzdem nicht an die Sache gehen, da bin ich ganz bei Dir.

Der Ausbau mag aufwändig sein, dafür ist aber auch klar, was hinter den Schränken ist und wie die Technik ausgelegt wurde.
Auch bist Du der Erste auf den Betten und auf´m Klo. Der Kühlschrank hat noch keine Probleme und die Batterien sind neu....

Aber vielleicht hast Du wirklich Glück und kannst einen Bus für die 15.000€ bekommen der noch keine 200.000Km gelaufen hat.
Leider ist die Auswahl an echt guten Fahrzeugen sehr gering.

LG Carsten

Enola am 05 Jan 2024 15:10:33

Wird gerade in der CH angeboten:
Ab mfk, gewerbliche Garage in „Auto Subingen gmbh“
Iveco 35, 110tkm, top Innenausbau
15000.-

teuchmc am 05 Jan 2024 18:40:38

Enola hat geschrieben:Wird gerade in der CH angeboten:
Ab mfk, gewerbliche Garage in „Auto Subingen gmbh“
Iveco 35, 110tkm, top Innenausbau
15000.-

Moin! Bis der in D zugelassen ist, ist man aus dem Budget wohl raus.
Sonnigen weiterhin. Uwe

Enola am 05 Jan 2024 21:14:32

teuchmc hat geschrieben:Moin! Bis der in D zugelassen ist, ist man aus dem Budget wohl raus.
Sonnigen weiterhin. Uwe

Wohl eher nicht.
Hat ja alle Papiere, am Zoll deklarieren und mwst zollgebühren entrichten, deutsche Zulassung beantragen.
Gibt da so ein gegenseitiges Abkommen mit der EU.
Wir importieren Fahrzeuge aus dem Ausland auch nicht anders.
Kanns aber nicht nachschlagen, das Handynetz im Bayrischen Wald ist mehr als dürftig.

bhomburg am 06 Jan 2024 12:52:28

Enola hat geschrieben:Wohl eher nicht.
Hat ja alle Papiere, am Zoll deklarieren und mwst zollgebühren entrichten, deutsche Zulassung beantragen.
Gibt da so ein gegenseitiges Abkommen mit der EU.
Wir importieren Fahrzeuge aus dem Ausland auch nicht anders.


Linkservice: --> Link
sieht tatsächlich nach einem guten Angebot aus. MFK (=TÜV, in der CH extrem pingelig grade bei Rost, Flüssigkeitsverlusten und Fahrwerksverschleiss), und Service frisch, und sieht auf den Bildern gut gepflegt und korrosionsfrei aus.
Der hat den guten alten SOFIM 8140 2.8l-Motor mit Zahnriemen wie er auch in den Ducatos verbaut wurde.
Der Ausbau im Renntransporter-Layout ist ein bisschen speziell - kein Durchgang von der Fahrerkabine nach hinten, keine Fenster im Wohnbereich, keine Nasszelle/WC. Die Prioritäten lagen hier wohl eher beim Riesen-Stauraum für Sportgerät unter dem Bett als auf hohem Wohnkomfort.

Bei einem Frankenkurs von 1:1.07 wie derzeit kostet die Kiste aber tatsächlich um die 19.000 Euro bis sie zugelassen auf dem Hof steht selbst wenn der Händler die Exportabwicklung (ca. 400 CHF Zulassung /Versicherung Ausfuhrkennzeichen) als Verhandlungsmasse übernimmt.
Der deutsche Zoll will 19% Einfuhrumsatzsteuer sehen, und dann fallen ein paar Hunderter beim TÜV für die dt.Wohnmobilzulassung an.

Enola am 06 Jan 2024 16:22:35

1000 holst du raus beim Barkauf.
14000.- - mwst 7.7%
Zuzüglich Fr/Euro 1.07 sind wir ungefähr wieder bei den
14000.-, jetzt Euro
+19% D mwst
17000.-
+Zoll +Vorführen
18000.-
Dann hast du einen Camper, welchen du in ein paar Jahren ohne eine Schraube zu drehen zum Kaufpreis veräussern kannst.
Zwei Fenster und Toilette einbauen und los gehts.
Aber ja, 18000.- sind mehr als 15000.-
Wollte damit eigentlich nur aufzeigen, dass es durchaus noch gute und faire Angebote gibt.
Zu finden mit 3 klicks.

mithrandir am 07 Jan 2024 13:25:23

Wie dringend ist es denn?
Wenn ich dich richtig verstehe, kannst/willst du nicht selbst ausbauen.
15 kEUR sind wirklich knapp bemessen für einen Kastenwagen, mit dem man wenig Stress haben will.
Aber wenn du Zeit hast und dich intensiv umsiehst (wöchentlicher Check der bekannten Onlinehändler, im großen Bekanntenkreis streuen, dass du was suchst), kann das schon was werden, allerdings kann das auch ein paar Monate dauern, bis du den Treffer hast.
Aber auch bei einem höheren Limit gehört eben auch Glück dazu das richtige zu finden.
Monatliche Touren zu den nahen und nicht ganz so naheliegenden Händlern mit Frau und Kind (falls vorhanden) machen auch Spaß. Und man bekommt ein Gefühl, wie eng, gut, praktikabel die einzelnen Varianten sind.
Und man merkt beim begutachten gleich, ob man das wirklich will. Ich weiß ja nicht, ob ihr schon Erfahrung habt.
Und natürlich der immer wieder beliebte Ratschlag. Mietet doch erst mal. Auf den ersten Blick scheint das teuer, aber wenn du die jährlichen Kosten rechnest, insbesondere bei einer 15kEUR Kiste, relativiert sich das. Und du hast immer ein neuwertiges Wohnmobil mit Mobilitätsgarantie (normalerweise).

going7 am 07 Jan 2024 22:41:28

mithrandir hat geschrieben:Wie dringend ist es denn?
Wenn ich dich richtig verstehe, kannst/willst du nicht selbst ausbauen.
15 kEUR sind wirklich knapp bemessen für einen Kastenwagen, mit dem man wenig Stress haben will.
(normalerweise).


Wenn wir im Frühling die ersten kleineren Touren machen können, wäre es schön, echter Zeitdruck ist aber nicht da. Ich werde ab jetzt die Augen sowohl nach ausgebauten als auch nicht ausgebauten Angeboten offen halten und den Fokus lieber auf ein möglichst junges Fahrzeug legen, als auf einen tollen Ausbau. Danke auch für deine Tipps!

going7 am 07 Jan 2024 22:45:14

DonCarlos1962 hat geschrieben: Schon richtig. Allerdings ist ein VW-Bus mit der kleinen 84PS Maschine recht haltbar und die geringe Laufleistung von 64.000Km ist auch nicht zu verachten. Der Ausbau mag aufwändig sein, dafür ist aber auch klar, was hinter den Schränken ist und wie die Technik ausgelegt wurde.
LG Carsten


84PS scheinen mir einfach sehr wenig zu sein für einen auszubauenden Camper, mit dem man auch viel in die Berge fahren möchte? Ein Bekannter von mir hat einen mit 115 PS und meint, das wäre aus seiner Sicht so das absolute Minimum...

Ich hab mir das mit dem Ausbau auch nochmal überlegt und werde auf alle Fälle die Augen auch noch nicht-ausgebauten Angeboten offen halten. Danke für deine Gedanken dazu!

going7 am 07 Jan 2024 22:51:02

Grandeur hat geschrieben:Bei Ford hielten komischerweise die vom Kurierdiensten geschundenen und hochgedrehten 2,2l Motoren 140Ps besser als die untertourig im Wohnmobil „geschonten“und niedertourig gefahrenen Motoren. Häufig waren die Motoren bei 60-100tkm fertig durch durchgebrannte Kolben.

Weißt du (oder sonst wer) bis zu welchem Jahr die Ford Motoren Probleme gemacht haben? Ich hab mich ein wenig durch die Foren gelesen und es scheinen mir vor allem ziemlich alte Modelle mit frühen Motorschäden zu sein (~2007). Ford Transit ist (laut Ford) seit 8 Jahren der meistverkaufte Transporter in seiner Gewichtsklasse. Könnten die "Schreckensmeldungen" nicht auch einfach daran liegen, dass a) eben sehr viele davon rumfahren und niemand ohne Probleme davon im Internet berichtet und b) dass sich die Probleme ab einem bestimmten Jahrgang schon wieder erledigt haben?

DonCarlos1962 am 07 Jan 2024 23:41:56

going7 hat geschrieben:Weißt du (oder sonst wer) bis zu welchem Jahr die Ford Motoren Probleme gemacht haben?


Wenn Du einen guten FORD kaufen möchtest, versuche einen mit diesem Motor (mit Namen "Panther") zu bekommen. --> Link
Dabei ist es egal wieviel Pferde unter der Motorhaube werkeln, die zwei Liter Motoren, die es seit ca. 2016 gibt, sind sparsam, leise und vor allem auch haltbar.

Aber wie alle, haben auch diese Motoren einen kleinen Pferdefuß:

Der Zahnriemen läuft im Ölbad. Das bedeutet aber auch, dass sie sehr anfällig sind, wenn falsches Öl verwendet wurde!
Darum dringend darauf achten, dass nachweislich nur das original FORD Öl (oder von FORD freigegebenes Öl) in den Motor gekommen ist und die Wartungsintervalle eingehalten wurden. Andernfalls droht ein kapitaler Motorschaden, weil sich der Zahnriemen auflösen kann!
Alternative: Preis drücken und sofort den Zahnriemen und Öl wechseln lassen.

LG Carsten

franneck am 08 Jan 2024 13:38:43

Bis auf die schon genannten Ausnahmen sind eigentlich alle Motoren der üblichen Verdächtigen (Ducato, Sprinter, T5 & co.) sehr haltbar. Da hätte ich eher weniger Sorgen, besonders bei schon ausgebauten Mobilen, die in der Regel deutlich schonender bewegt werden als im Kurierdienst oder beim Handwerker.
In der Preisklasse würde ich mir mehr Sorgen um den Karosseriezustand (Rost!) und die Qualität des Ausbaus machen. Da etwas zu finden, das halbwegs rostfrei und auch noch vernünftig gedämmt und ausgebaut ist, dürfte fast unmöglich werden. Und wenn, dann braucht es auch etwas Erfahrung genau diese Fahrzeuge aus dem übrigen Schrott heraus zu fischen.
Ich kenne den Markt aktuell nicht, aber ab Werk ausgebaute Kastenwagen von Pössl und co. dürften in gutem Zustand auch deutlich über dem Budget liegen. Probieren kann man es mal, aber riesige Hoffnungen würde ich mir nicht machen - es sei denn, du kannst es dir leisten direkt nach dem Kauf bei Bedarf noch einiges an Zeit und Geld nachzuschieben.
Wenn jetzt nichts passendes dabei sein sollte, dann würde ich dir empfehlen, noch ein bisschen zu sparen. Mit 5-10k mehr sieht die Welt schon ganz anders aus, und vielleicht entspannt der Markt sich auch weiter.

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