rump
luftfederung
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Funktionieren GPS und Navi noch?


dietmardd am 11 Jan 2024 16:03:00

Es kam in den Nachrichten, dass Russland in Kaliningrad und Petersburg GPS-Störsender aktiviert haben, die zumindest zeitweise das GPS stören, so dass auch kein Navi mehr funktioniere. Betroffen sind die baltischen Staaten , Südfinnland und Nordostpolen und der Flug- und Schiffsverkehr in diesen Regionen. Eigentlich dienen solche Störsender zur Abwehr von Flugkörpern, die GPS-gesteuert sind. Solche Störsender werden im Ukrainekrieg eingesetzt.
Da Finnland und Schweden in die NATO wollen und Polen und die baltischen Staaten die Ukraine unterstützen, werden jetzt solche GPS-Störsender auch in Kaliningrad und Petersburg im Rahmen der hybriden Kriegsführung betrieben.

War jemand im vergangenem Herbst in den betreffenden Gebieten? Was habt Ihr für diesbezügliche Erfahrungen gemacht?

Zur Vorsicht sollte man sich künftig nicht nur auf das Navi verlassen und auch Kartenmaterial für die betroffenen Regionen mitnehmen. Wir wollen im Sommer ins Baltikum fahren. Zum Glück haben wir noch einen Autoatlas für jedes baltische Land von voran gegangenen Reisen.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

NeuerCamper2021 am 11 Jan 2024 17:46:54

Lt. RT. Störsender ausschließlich in den Aussengebieten Moskau und St. Petersburg.

bhomburg am 11 Jan 2024 18:07:38

Ausserdem haben fast alle Geräte die zur Navigation genutzt werden zusätzlich zum US-amerikanischen GPS zusätzlich noch mindestens einen oder mehrere zusätzliche Empfänger für GLONASS (russisch), GALILEO (europäisch) und BEIDOU (chinesisch) integriert. Heutzutage alles auf einem Chip, in den meisten smartphones ist heute so ein Kombichip drin, bei mir GLONASS, GPS und Galileo bei einem vier Jahre alten Gerät.
Die weitverbreiteten Garmin-Geräte arbeiten standardmässig mit GPS plus GLONASS und können im Menü auf den Betrieb mit GPS + Galileo umgestellt werden.

Dadurch funktioniert Satellitennavigation mit für zivile Zwecke voll ausreichender Genauigkeit (GLONASS hat für nicht-militärische Nutzung eine Auflösung von ca. 5 Metern) auch in diesen Gebieten nach wie vor problemlos.
Papierkarten mitschleppen/Panik aus diesem Grund nicht erforderlich.

Anzeige vom Forum


dietmardd am 12 Jan 2024 01:18:54

Normalerweise kommen Innovationen immer zuerst beim Militär zur Anwendung. Warum sollte die GPS-Steuerung einer Rakete nur auf dem amerikanischen GPS beruhen und nicht auch wie die Chips aus den Handys und den Navis funktionieren, damit verschiedene GPS-Systeme genutzt werden können?

Die Begründung, warum die Positioniersysteme bei zivilen Handys und Navis funktionieren sollen, nicht aber die militärischen Anwendungen, leuchten mir nicht ein und halte sie für unlogisch.

UweHD am 12 Jan 2024 08:00:52

Ein sog. GPS Störsender blockier im Regelfall alle relevanten Frequenzen aller Positionierungssysteme, also neben GPS auch GLONASS etc.
Allerdings ist die Reichweite der Störsender begrenzt und ich bezweifele, das es technisch möglich ist, von Russland aus die Nachbarländer flächendeckend mit Störsignalen zu überziehen. Da es sich um GHz-Technologie handelt, benötigt man dazu mindestens eine Abdeckung wie bei Mobilfunk, eher mehr

rkopka am 12 Jan 2024 10:13:40

dietmardd hat geschrieben:Normalerweise kommen Innovationen immer zuerst beim Militär zur Anwendung. Warum sollte die GPS-Steuerung einer Rakete nur auf dem amerikanischen GPS beruhen und nicht auch wie die Chips aus den Handys und den Navis funktionieren, damit verschiedene GPS-Systeme genutzt werden können?

Weil Russland oder China einfach falsche Daten liefern könnten. Also wird sich eine amerikanische Rakete sicher nicht auf potentiell feindliche Systeme verlassen. Ein Navi ist da weniger kritisch.

RK

Flatus am 12 Jan 2024 10:50:13

rkopka hat geschrieben:Weil Russland oder China einfach falsche Daten liefern könnten. Also wird sich eine amerikanische Rakete sicher nicht auf potentiell feindliche Systeme verlassen. Ein Navi ist da weniger kritisch.

Die brauche gar keine falsche Daten liefern. Denn man kann ja eh bloss den zivilen Anteil des Satellitensignals verwenden. Der präzisere, militärische Antel des Signals ist verschlüsselt und nicht nutzbar. Egal ob GPS, Glonass, Galileio oder Beidou - das zivile Satellitensignal hat eine Genauigkeit von etwa 10 Meter und funktioniert bloss bis zu etwa 300 km/h Geschwindigkeit. Damit lassen sich daher keine Flugzeuge oder Raketen navigieren. Ausser man könnte das fremde militärische Satellitensignal entschlüsseln?

Auch in der zivilen Vermessung kann man GPS deswegen nicht direkt verwenden, sondern muss den Umweg über DGPS (Differentielles Globales Positionierungssystem) nehmen, wo feste Bodenstationen zusätzlich ein Korrektursignal senden.

Gruss Flatus

Campingbusreisende am 12 Jan 2024 11:53:46

Schon 2015 hatten wir sowohl in Polen als auch in Litauen jeweils in direkter Grenznähe zu Kaliningrad starke Störungen des GPS-Signals zu verzeichnen.
Da wir aus Zeiten stammen, in denen Navigationsgeräte vollkommen unbekannt waren, haben wir auch heute noch auf allen Reisen zusätzlich immer möglichst genaues Kartenmaterial dabei.

UweHD am 12 Jan 2024 12:19:32

Flatus hat geschrieben: ...das zivile Satellitensignal hat eine Genauigkeit von etwa 10 Meter und funktioniert bloss bis zu etwa 300 km/h Geschwindigkeit....

Ich habe ein GPS als Geschwindigkeitanzeige für RC-Jets --> Link, das funktioniert bis 1.200km/h. Ich sehe auch keinen Grund, warum die Geschwindigkeitserfassung eines Objekts aufgrund ungenauer Daten (und das ist ja der Fall beim künstlich gedrosselten, zivilen GPS) eingeschränkt sein sollte. Allenfalls Geschwindigkeitsänderungen, also das Delta, würde verzögert erfaßt, was in der Luft von untergeordneter Bedeutung wäre.

Natürlich wird eine automatische Steuerung unpräziser, je schneller man fliegt, wenn man sich dabei allein auf die GPS Daten verlässt. Das ist aber weder im zivilen noch im militärischen Bereich der Fall, da werden immer mehrere Sensordaten kombiniert. Und wenn dann die Position per GPS alle 100m auf +/- 10m genau festgestellt wird, dann reicht das für ziemlich viele Anwendungsfälle absolut aus.

cheldon am 12 Jan 2024 12:50:21

IMG_6509.png
In Russland hatten wir zusätzlich Yandex geladen. Das ist eine online App.
Die setzen sicher dort eigene Satelliten ein. Maps ME und Google haben damals (2019) noch 100% funktioniert.

rkopka am 12 Jan 2024 13:10:08

UweHD hat geschrieben:Ich sehe auch keinen Grund, warum die Geschwindigkeitserfassung eines Objekts aufgrund ungenauer Daten (und das ist ja der Fall beim künstlich gedrosselten, zivilen GPS) eingeschränkt sein sollte. Allenfalls Geschwindigkeitsänderungen, also das Delta, würde verzögert erfaßt, was in der Luft von untergeordneter Bedeutung wäre.

Manche GPS hören wohl bei (z.B.) 300km/h auf, etwas anzuzeigen. Ob nun wegen Genauigkeit oder irgendwelcher Vorgaben oder weil sie für Flugzeuge teurere Geräte verkaufen wollen ?

RK

wolfherm am 12 Jan 2024 13:13:02

:thema:

Es ist doch für uns total egal, ob bei 300 oder 1200 Km/h die Werte ungenauer werden.

Also, wer hat Erkenntnisse für das betreffende Gebiet? Alles andere könnt ihr in einem GPS - Forum diskutieren.

UweHD am 12 Jan 2024 13:28:25

wolfherm hat geschrieben: ...Also, wer hat Erkenntnisse für das betreffende Gebiet? ..

Die Eingangsfrage lautet: Kann Russland den GPS Empfang großflächig in den "baltischen Staaten , Südfinnland und Nordostpolen" mittels Störsendern unterbinden?
Die Antwort darauf lautet, dass es technisch unmöglich ist, ein solch großes Gebiet mittels Störsendern vom Staatsgebiet der Russischen Föderation aus zu beeinflussen, da es sich um Funksignale im GHz-Bereich handelt.

kunibertk am 12 Jan 2024 17:02:18

UweHD hat geschrieben:Die Antwort darauf lautet, dass es technisch unmöglich ist, ein solch großes Gebiet mittels Störsendern vom Staatsgebiet der Russischen Föderation aus zu beeinflussen, da es sich um Funksignale im GHz-Bereich handelt.


Der Sender muss nicht stark genug sein, um die Satellitensignale gewissermaßen zu übertönen. Er muss nur verfälschte, echt aussehende, Signale senden, die ähnlich genug den echten Signalen sind um nicht von der Plausibilitätsprüfung im GPS-Gerät abgelehnt zu werden und unähnlich genug, um essentiell falsche Ergebnisse zu liefern. Ggf. können sie auch falsche Ephemeriden senden, ich weiß nicht wie oft die aktualisiert werden. Für beides braucht man keine hohe Sendeleistung, nur eine ausreichend gute Sichtlinie zum Empfänger.

UweHD am 12 Jan 2024 17:42:59

kunibertk hat geschrieben: ...nur eine ausreichend gute Sichtlinie zum Empfänger.

Und genau daran scheitert es bei größeren Entfernungen im GHz-Band immer, denn irgendwann kommt halt doch mal ein Berg. Andernfalls würde man ja auch nicht so viele GSM Sendemasten benötigen :)

peenekajak am 13 Jan 2024 18:08:39

Waren letztes Jahr in Litauen und Nordostpolen teilweise bis auf 200m am Oblast Kaliningrad - keinerlei Probleme mit Navi .

Gute Reise .

trevor2 am 16 Jan 2024 14:04:40

Wir hatten im Herbst 2023 keine Probleme mit GPS.
Als oldschool-Kartenfans haben wir aber immer zusätzlich unsere entsprechenden Landeskarten LT, LV und EE vom Reise-Knowhow-Verlag dabei. Sind die besten Karten für diese Region, die ich je gesehen habe. Kann sie 100% empfehlen. Sind auch nicht schwer. ;)

Euch allen eine wunderschöne Reise ins Baltikum 2024!

Strandlaeferlein am 18 Jan 2024 16:05:57

--> Link
Da kann man sehen wo es GPS Störung gibt.
Der 16.1.23 ist interessant, nichts passiert zufällig.

cheldon am 18 Jan 2024 18:38:41

Strandlaeferlein hat geschrieben:https://gpsjam.org/?lat=53.07600&lon=25.70140&z=3.7&date=2024-01-17
Da kann man sehen wo es GPS Störung gibt.
Der 16.1.23 ist interessant, nichts passiert zufällig.

Danke, da gibt’s ja in einigen Regionen Störungen.

Enola am 19 Jan 2024 18:48:05

UweHD hat geschrieben:...Kann Russland den GPS Empfang großflächig.... unterbinden?
Die Antwort darauf lautet, dass es technisch unmöglich ist, ein solch großes Gebiet mittels Störsendern vom Staatsgebiet der Russischen Föderation aus zu beeinflussen, da es sich um Funksignale im GHz-Bereich handelt.

dies sieht das ISW in ihrem neuesten Bericht aber anders.
Siehe dazu Link
--> Link
in Kurzfassung: grossflächige Störungen auch ausserhalb RU zeitweise vorhanden, Ursache, wer und wie, unbekannt.
Also Karten lesen können (Papierkarten ohne momentane Positionsangabe, gabs nicht auf Papier...) ist in besagten Regionen u.U. hilfreich.

pipo am 01 Feb 2024 14:15:47

Offensichtlich wird das GPS Signal im Ostseeraum systematisch gestört --> Link

dietmardd am 01 Feb 2024 16:54:11

Vor einiger Zeit stand dazu ein Artikel in der Sächsischen Zeitung, aber ich kenne diesen Artikel nur durch eine Zitierung im Internet.

Darüber hinaus hat die DLR (Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt) einen Messflug unternommen. Vom Ergebnis des Messfluges ist nur Einiges bekannt. Der Messflug fand außerhalb der russischen Grenzen statt. Wie zu erwarten war, sind die stärksten Störungen im Raum Kaliningrad und Petersburg. Es sind alle folgenden GPS-Systeme betroffen: Amerikanisches, europäisches, russisches und chinesisches GPS.

Gründe für die Störung der GPS-Signale:
- In den letzten Tage gab es mehrere erfolgreiche Drohnenangriffe auf Anlagen zur Erdgasverarbeitung im Groß-Raum Petersburg. Mit der Störung der GPS-Signale soll die Steuerung der Drohnen bzw. Marschflugkörper gestört werden, da diese zumeist über GPS gesteuert werden.
- Die Reichweite der GPS-Störungen geht aber weit über den militärischen Schutzbedarf hinaus. So wurde z.B. das GPS (auch das europäische, russische und chinesische) auch im Raum Helsinki und in dänischen Gewässern gestört und diese Gebiete sind recht weit von Petersburg und Kaliningrad entfernt. Da es keinen militärischen Sinn macht, kann man von einer hybriden Kriegsführung Russlands ausgehen. Ich vermute, dass Russland in den betreffenden Seegebieten Bojen mit GPS-Jammern ausgesetzt hat, denn die Reichweite der Störsender über die russischen Grenzen über die Ostsee ist weiter als übers Land, obwohl diese etwa gleich weit über dir russischen Grenzen reichen müsste, denn es ist alles Flachland. Es wird vermutet, dass schon oder in naher Zukunft auch Störsender in Belorussland installiert worden sind bzw. werden.

Da es im Baltikum eine große 5. Kolonne Russlands gibt (ca. 20 % der Bevölkerung) wird nicht ausgeschlossen, dass diese russischen Inländer zunehmend Sabotageakte durchführen. Da diese Länder dünn besiedelt sind, ist es technisch relativ einfach, Störsender z.B. an großen Bäumen anzubringen. Ich gehe davon aus, dass solche Störsender im Baltikum und in der Ostsee zunehmend angepeilt und damit gefunden werden.
Dazu kommt, dass Lettland den Teil der Russen (z.T. mit russischem Pass oder staatenlos), der sich weigert, die Landessprache zu lernen, aus dem Land schmeißen will. Es sind ja keine lettischen Staatsbürger. Außerdem erhalten diese im Alter künftig keine Rente oder Sozialleistungen mehr, da ja keine lettischen Staatsbürger. Die "Letten" mit russischem Pass erhalten zudem eine russische Rente. Manche dieser russischen Letten wohnen schon seit Ende des 2. Weltkrieges dort und kamen mit den russischen Invasoren ins Land. Rein rechtlich können russische Letten mit russischem Pass relativ einfach heraus geschmissen werden, aber die meisten dürften als staatenlos gelten und die nimmt kein anderes Land auf, auch nicht Russland, es sei denn, Putin braucht neue Soldaten. Die Stimmung unter den russischen Letten ist also recht angespannt. In Estland gibt es eine vergleichbare 5. Kolonne Russlands, vor allem im Raum Narwa.

Das westliche Militär rüstet zunehmend Drohnen und Marschflugkörper auf alternative Steuerungen um, die weder über GPS noch vom Boden aus durch Fernsteuerung funktionieren. Solche gab es schon im Irak-Krieg.

Was ergibt sich da für uns Wohnmobilisten?
Ich werde zur Sicherheit auf jeden Fall Kartenmaterial für die betroffenen Länder mitnehmen, d.h. fürs Baltikum, Nordost-Polen und küstennahe Gebiete von Finnland, Dänemark und Schweden.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, vorwiegend russische Städte im Baltikum zumeiden, z.B. Ignalina (Litauen), Narwa (Estland) usw.. In manchen Reiseführern steht, was solche russischen Städte sind. Diese sind zumeist touristisch uninteressant, oft ehemalige Garnisionsstädte. Seit einiger Zeit hetzt Russland übers Fernsehen die russische 5. Kolonne im Baltikum verstärkt auf und deren Hass richtet sich gegen alle Länder des Westens. Generell haben aber die baltischen Länder ein viel geringeres Kriminalitätsrisiko als Frankreich und Italien.

babenhausen am 01 Feb 2024 17:49:30

Wer sich gegen einen Ausfall der Funktion von Navigationsgeräten wappnen möchte kann sich auf den Rechner digitalisierte Karten in verschiedensten Formen laden diese sind auch auf Papier ausdruckbar
--> Link
Zugegeben, habe ich diese Karten bisher in Europa nicht genutzt mir haben seinerzeit die erstaunlich genauen russ.Generalstabskarten in Nordafrika genügt
mit GPS verknüpft ganz brauchbar

trevor2 am 01 Feb 2024 18:47:03

Was den Hass von Russen auf EstInnen angeht, davon haben wir bisher nichts mitbekommen.
Wie Du schon schreibst, dietmardd, ist Estland eins der sichersten Reiseländer überhaupt! Und daran wird sich auch hoffentlich so schnell nichts ändern.
Kartenmaterial - da möchte ich nochmal auf die Reiseknowhow-Verlags-Landkarten hinweisen. Erstklassige Qualität und selbst kleinste Schottersträßchen sind verzeichnet. Für uns immer noch auch nach 10 Jahren die besten Landkarten für LT LV und EE. Werden regelmäßig neu aufgelegt.

kielius am 04 Feb 2024 13:34:37

Hier nochmal ein aktueller Bericht über GPS Störungen
--> Link

cheldon am 04 Feb 2024 13:56:30

IMG_6621.png

Ich habe mir Yandex Maps wieder installiert. Wenn also die „dunkle Macht“ die europäischen und amerikanischen Satelliten blockiert, funktioniert vielleicht Yandex.
Ob ich mir auch noch den alten, kiloschweren Autoatlas ins Reisemobil legen soll?

landmesser am 05 Feb 2024 00:17:17

Moin,

also erstmal: Ich habe immer den guten alten Shellatlas im Auto.

Die Amerikaner haben sich immer vorbehalten, die Genauigkeit im Krisenfall zu verschlechtern. Könnte das der Grund der Störungen sein? Gewohnt waren wir bisher fast Metergenaigkeit. Wenn die auf 50 m absinkt, werden Navis sicherlich schon problematisch. Ich bin allerdings seit 20 Jahren aus der Thematik raus.

Dann müssten Galileo-Systeme aber noch funktionieren.

Viele Grüße
landmesser

AndyAmmer am 04 Mär 2024 02:07:54

Sieht so aus, als seien tatsächlich Störsender aktiv. Hier schön visualisiert, Störungen gehen bis Bornholm, Gotland, durch Polen bis an die deutsche Grenze:
--> Link

Ist auch nicht durchgehend.

Andy

AndyAmmer am 17 Mär 2024 14:53:36

Die Störsender sind weiterhin aktiv. Innerhalb von zwei Tagen fast 900 Flüge betroffen. Inzwischen auch große Teile Polens betroffen und Südschweden.
GI0aQ9-XIAAjoz_.jpg

Unter anderem sind auch Fähren betroffen:
The catamaran ferry operated by the Danish shipping company Molslinjen is currently rushing across the Great Belt at almost 75 kilometers per hour on its way from Jutland to Sjællands Odde.

und
The position signal seems to be going crazy on the screens. “I saw that I was losing my GPS signal,” Nis Svenstrup Pedersen later told the TV station “TV2 ØST”.

und
The captain has never experienced anything like this in his more than 20-year career. The crash makes the ferry more difficult to control and there is a risk of collisions or grounding.


Störungen dürften zunehmen, da in den letzten Wochen erfolgreich zahlreiche Raffinierien in Russland angegriffen und beschädigt worden sind. Störungen live hier: --> Link
Die Störsender brauchen nicht unbedingt riesig zu sein oder gewaltige Sendeleistungen zu haben. Das GPS-Signal ist derart schwach, dass man es im Nahbereich schon mit winzigen Jammern stören kann (Fahrzeugdiebe schätzen diesen Trick :ja: ). Mobile Störsender sind auf einem LKW verlastbar und schnell zu dislozieren, besonders an und um gefährdete Punkte. Warum gerade westlich Kaliningrad die Störungen massiert auftreten, darüber wird unterschiedlich diskutiert. Am ehesten würde mich noch überzeugen, dass hier ein dichtbefahrenes und auch dichtbeflogenes Gebiet ist (Kadetrinne!) mit hoher Empfindlichkeit, praktisch halb Schweden und ganz Finnland (beide gerade in die NATO eingetreten) sind von der Befahrbarkeit abhängig.

Für Schweden hätte ich als Empfehlung --> Link, Karten selber machen für das benötigte Gebiet. Ich habe mir damit einen eigenen Atlas mit sog. "Überfliegern" in A3 gedruckt. Auf dem Tablet /dem Laptop sind die PDF-Dateien locker unterzubringen. Ich lade mir die vor der Reise herunter und habe die dann offline.

So ein Material gibt es mit Sicherheit auch in den baltischen Staaten.

Andy

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Umfrage zu CP SP für Wohnmobile in Estland
Baltikum - Lohnt sich die Fahrradmitnahme?
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt