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Dämmung mit Filz


Maja198 am 31 Jan 2024 17:51:10

Hallo Hallo,

Ich bin in diesem Bereich noch recht neu und habe einige Fragen zur Dämmung um Schimmel/Rost zu vermeiden. Ich würde gerne atmungsaktiv dämmen und auch so dünn wie möglich um Platzverlust zu vermeiden und habe dickeren atmungsaktiven Filz gefunden, der mit Hilfe von Sprühkleber aufgebracht wird. Erstmal wie der normale stretchkkebefilz. Nun hatte ich die Überlegung doppellagig filz zu verkleben, also erst den dickeren und dann da drüber den selbstklebenden mit stetch. Soweit die Überlegung.
Mir wiederstrebt der Gedanke etwas, Armaflex zu verwenden, da ich nicht sicher bin, ob ich es blasenfrei verklebt bekomme.
Daher mein Gedanke mit Filz. Jetzt ist aber die Frage,lege ich mich damit selber in die Nesseln? Wenn ich filz auf filz klebe. Wegen dem kleber dazwischen und erreiche damit genau das Gegenteil von dem was ich möchte?
Mir geht es in erster Linie nicht darum den besten dämmwert zu erreichen, sondern teure Fehler zu vermeiden.

Und noch hinterher bringt meine Idee mit doppelfilz überhaupt etwas?

Über Antworten würde ich mich sehr freuen

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mv4 am 31 Jan 2024 18:13:45

Ich würde nie was nehmen was Wasser aufnimmt...wo etwas über längeren Zeitraum feucht ist entsteht Schimmel.
Atmungsaktiv....was willst damit ....die außenhaut ist Blech...da ist vorbei mit atmungsaktiv. Das schlimmste was du machen kannst ist wenn feuchte Wärme Luft ans Blech kommt.
Der Sprühkleber taugt eh nicht viel....nimm selbstklebendes Armaflex...was besseres findest du für diese Zwecke nicht.
Und keine Sorge...das bekommst du Blasenfrei angeklebt

Scout am 31 Jan 2024 18:19:30

Du musst ein Isoliermaterial nehmen, das keine Feuchtigkeit aufnehmen oder durchlassen kann.
Filz nimmt Feuchtigkeit auf und wird feucht. An der Oberfläche des zu isolierenden Materials kondensiert dann Wasser. Rost ist vorprogrammiert.
Armaflex nimmt keine Feuchtigkeit auf, deshalb nimm Armaflex.

Gruß
Scout

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chrisc4 am 31 Jan 2024 18:47:35

Wieviel cm Platz hast du?
Steinwolle ist bestens geeignet. Die gibt's im Baumarkt.
Denke an eine Dampfsperre, das ist eine Folie, die von innen mit Kebebänder befestigt wird. Die verhindert, dass Feuchtigkeit in die Steinwolle gelangt. Das wäre nicht gut.
Darüber kommt dann z.B. eine Hartfaserplatte etc.

mv4 am 31 Jan 2024 18:58:20

Hans....ich bitte dich mal etwas Steinwolle in eine verschließbare Plastetüte oder Dose zu geben...eine Eisen Schraube dazu...und ein klein wenig Wasser...dann luftdicht verschließen...und nach 4 Wochen schaust du dir die Schraube an...vielmehr was davon übrig ist.

So luftdicht bekommst man die Dampfsperre nie hin das da keine Luft vom Innenraum durch geht...ein Minni Loch reicht...

Idurz am 31 Jan 2024 20:43:27

Armaflex...:
Mein Kastenwagenausbauer (Bavaria Camp) hat das ganze Auto mit Armaflex gedämmt. Gib es auch noch Videos im Netz dazu.
Leider hat sich die ganze Dämmung vom Blech gelöst, zumindest weitgehend, soweit ich das bei diversen Bauarbeiten feststellen konnte.
Ist jetzt nicht so tragisch, solange die Dämmung hinter der Wand-/Deckenverkleidung am Ort liegen bleibt.
Es wird nur dann zum Problem, wenn die Platten an den Wänden runterrutschen und sich schichten. Habe ich bislang nicht beobachten können aber die Dämmung ist durch das lösen der Verklebung nicht mehr optimal...

bstocker am 31 Jan 2024 22:35:13

Die Physik ist schwer zu ueberlisten. Wer es dennoch versucht, treibt meist mehr oder weniger teuren Aufwand mit unterschiedlichem Erfolg.

Das Material mit der besten Waerme/Kaelte-Daemmung besteht aus Nichts: Vakuum verhindert zuverlaessig Waermeleitung und Konvektion, die Schalluebertragenung entfaellt auch. Das sind die Vorteile. Der Nachteil von Vakuum: Die Beherrschung der Druckunterschiede im Raum mit Vakuum ist aufwendig und meist sehr teuer.

Der Loesungsansatz geht also dahin, dass man das Vakuum durch ein Gas ersetzt und so eine isolierende Schicht erhaelt. Die Thermoskanne ist ein gutes Beispiel, dort sind die Waende auch noch verspiegelt, um die Waermestrahlung moeglichst gering zu halten, denn:

Wenn sich das Gas - im Fall eines WoMos die Luft - an einer warmen Flaeche erwaermt, sinkt die Dichte, die Warme Luft steigt auf und sinkt an der kaelteren Flaeche wieder ab. Diese Konvektion fuehrt zum Temperaturausgleich, das wollen wir aber verhindern: die aeusserste Huelle unserer Fahrzeuge besteht aus mehr oder weniger gut waermeleitendem Material, ebenso die Innenverkleidung. Es muss also ein Daemmmaterial dazwischen, in dem die Luftzellen moeglichst klein sind um Konvektion moeglichst zu verhindern und durch ihre Kleinheit auch kaum Temperaturunterschiede aufweisen, was wiederum der Waermestrahlung abtraeglich ist. Wenn diese Zellen auch noch aus schlecht waermleitendem Material bestehen, sind wir dem Ziel einer konstanten Temperatur schon recht nahe.

Gute Waermedaemmung hat demnach moeglichst viele mikroskopisch kleine Luftporen, die im Material gleichmaessig verteilt sind und besteht aus schlecht waermeleitendem Material. Wuenschenswert, aber nicht zwingend notwengig waere auch noch eine dampfbremsende Eigenschaft des Daemmstoffs.

Nach diesen Ueberlegungen sollte die Wahl des richtigen Materials zur Waermedaemmung bei Wohnmobilen keine Qual mehr bereiten.


LG Bernd

Niederrhein am 31 Jan 2024 23:06:16

Hallo Maja198,

zuerst habe ich bez. deinem "Projekt folgenden Fragen:

um welches Fahrzeug handelt es sich, dass du dämmen möchtest ?
soll es später wintertauglich oder winterfest sein ?
planst du, das Fahrzeug nach dem dämmen dann selbst mit Möbel zu "bestücken" ?
welche Länder bevorzugst du: eher südliche, oder (auch) Skandinavien ?
wogegen möchtest du dämmen: überwiegend gegen Wärme /Kälte oder gegen "Lärm"? ... oder beides?

das wären - aus meiner Sicht - wichtige Fragen, die ich (für mich) vorab klären würde.

Anschließend - aber immer noch vor der Dämmung - den Verlauf von Kalt- u. Warmwasserleitungen festlegen,
ebenso den Ablauf von Grauwasser und Einbauort der Toilette festlegen.
Ebenso den Deckendurchlass für Antenne, Sat, Solar etc.

erst DANN würde ich mit dämmen beginnen - aber

WICHTIG !!!
... ist die Vorbereitung des Untergrundes, auch bei der Verklebung von Armaflex ( insbesondere an den Seiten!!),
da heißt es, das Außenblech auf der Innenseite entsprechend vorzubereiten (saubere, fettfreie und trockene Oberfläche),
dann hält die Dämmung auch an den Seitenwänden und der Decke.


Wie die meisten meiner Vorredner würde ich Armaflex nehmen - vielleicht schaust du dir aber mal folgenden link an:
--> Link

Viel Erfolg bei deinem Vorhaben!

ebutrans am 31 Jan 2024 23:09:35

Ist ja toll geschrieben aber von einer ordentlichen Antwort weit entfernt. Gruß Veit

ebutrans am 01 Feb 2024 09:31:19

Nachtrag, meine Antwort bezog sich natürlich auf die Antwort von bstocker. Gruß Veit

Tinduck am 01 Feb 2024 09:52:26

Nimm Armaflex und bereite die Oberfläche vor dem Verkleben gut vor (fettfrei). Dann hält der Kleber auch. Dick zwischen den Sparren der Karosserie, bis die 'oberflächengleich' mit der Dämmung dazwischen sind, dann nochmal dünn komplett drüber. Eventuelle Innenverkleidung mit Abstandhaltern montieren, damit die Dämmung nicht flächig komprimiert wird.

Zuviel Arbeit? Tja, dann weisst du jetzt, warum Serien-Kawas meist sch... gedämmt sind :)

Irgendwelche Experimente mit Filz, Steinwolle o. Ä. würd ich mir gepflegt klemmen. Ziel ist, dass kein Wasser(dampf) ans Blech kommt, das erreicht man unter den Umständen im Fahrzeug nur mit direktem Aufkleben einer dampfdichten Dämmung. Gibts leider nicht in vegan :)

Dampfsperre?? Das möchte ich mal sehen, wie man im Kawa eine verklebte Dampfsperre 100% dicht bekommt, so dass kein Wasserdampf mehr in die Dämmung kommt. Halte ich für aussichtslos.

Für den Boden kann man übrigens nach einer dünnen Schicht Armaflex auch Styrodur-Platten verlegen und dann den eigentlichen Boden drauf. Leichter und billiger.

bis denn,

Uwe

babenhausen am 01 Feb 2024 10:02:09

Dampfsperre?? Das möchte ich mal sehen, wie man im Kawa eine verklebte Dampfsperre 100% dicht bekommt, so dass kein Wasserdampf mehr in die Dämmung kommt. Halte ich für aussichtslos.


Ach das funktioniert schon .
Der Dampf kommt rein ,kondensiert am Blech aber schafft es nie wieder komplett über die Dampfsperre raus :lach:

fomo am 01 Feb 2024 11:16:36

mv4 hat geschrieben:Hans....ich bitte dich mal etwas Steinwolle in eine verschließbare Plastetüte oder Dose zu geben...eine Eisen Schraube dazu...und ein klein wenig Wasser...dann luftdicht verschließen...und nach 4 Wochen schaust du dir die Schraube an...vielmehr was davon übrig ist.

Und in einer zweiten Dose zum Vergleich alles identisch, nur ohne Steinwolle. Wir warten auf das Ergebnis.

andwein am 01 Feb 2024 11:43:12

bstocker hat geschrieben:Die Physik ist schwer zu ueberlisten. Wer es dennoch versucht, treibt meist mehr oder weniger teuren Aufwand mit unterschiedlichem Erfolg..........Nach diesen Ueberlegungen sollte die Wahl des richtigen Materials zur Waermedaemmung bei Wohnmobilen keine Qual mehr bereiten. LG Bernd

Ein sehr guter Beitrag zur Dämmung, nur mit der Aussage zum richtigen Material hälst du dich vornehm zurück!!
Was ist nun die Antwort für den TE?
• Styropor, EPS Platten, offenporiger Schaum
• Styrodur, Styrofoam, XPS Platten, geschlossenporig
• X-Trem Isolator Platten, geschäumtes PE od. PP
• Armaflex Platten, Rolle, geschäumtes PUR
• Mineral- oder Jutewolle Matten aus Stein- / Glas- Jute
Fragend, Andreas
PS ein bisschen mehr dazu und weitere Infos zum Ausbau findet sich hier : --> Link

Marsu123 am 01 Feb 2024 12:51:43

mv4 hat geschrieben:...ich bitte dich mal etwas Steinwolle in eine verschließbare Plastetüte oder Dose zu geben...eine Eisen Schraube dazu...und ein klein wenig Wasser...dann luftdicht verschließen...und nach 4 Wochen schaust du dir die Schraube an...vielmehr was davon übrig ist.
...


Und was soll uns das sagen ?
Egal was du zu der Eisen Schraube und dem Wasser in die verschlossene Plastiktüte gibst.
Die Schraube wird in jedem Fall Rosten....

Grüße Ralf.

dietmardd am 01 Feb 2024 16:01:00

Ich würde keinen offenporigen Dämmstoff nehmen, da mit der Luft auch Wasserdampf durch den Dämmstoff gelangt. Durch die Offenporigkeit gibt es auch eine Konvektion durch das Dämmmaterial hindurch.

bstocker am 01 Feb 2024 22:32:26

Ich denke, dass (nicht nur) Maja198 auch ohne explizite Materialvorschlaege mit meinen geposteten Fakten etwas anfangen kann und eine gute Wahl treffen wird.

LG Bernd

bert am 01 Feb 2024 22:53:15

Ich habe am Boden XPS Platten und darauf eine 11mm Siebdruckplatte.
Günstig und einfach zu verlegen.

Im restlichen Bus sind 19mm Armaflex gekebt.
Alle Stöße sind mit dem Armaflexband zusätzlich abgeklebt.
Es ist auch in den Ecken die man schlecht erreicht.
Also über dem Fahrerhaus und in allen Türen.

Filz habe ich nur an einigen Stellen mit vielen Rundungen wo ich keine Platten verarbeiten konnte.
Aber auch dort ist es mit Sprühkleber über das Armaflex geklebt.
Bin nicht so der Fan vom großflächigem filzen aber das ist Geschamckssache.

stoppie am 02 Feb 2024 00:15:03

Meine Erfahrungen mit Amaflex beim Selbstbau meines ersten Wohnmobils waren sehr gut. Die Platten lassen sich hervorragend verkleben, auch in Wölbungen etc. Formstücke kann man sehr leicht selbst zurecht schneiden. Statt des teuren Armaflex- Klebers habe ich Pattex verwendet. Das scheint der gleiche Kleber zu sein. Wichtig dabei ist, die Stoßfugen der Platten ebenfalls mit zu verkleben!

Die isolierende Wirkung ist hervorragend, die Feuchtigkeitsaufnahme ist faktisch null und der anfangs typische Armaflex- Geruch verschwindet nach ein paar Monaten.

Fazit nach mehr als 14 Jahren Nutzung (bei 40 °C in Tarifa/Südspanien und -15 °C in Saas Fee/Schweiz war alles dabei) des selbstgebauten Wohnmobils - ich würde nichts anderes nehmen.

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