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Nun sind schon ein paar Monate ins Land gegangen, aber jetzt werde ich mal einen Reisebericht über unsere Rumänienreise schreiben. Es wird sich sicher etwas hinziehen und in Etappen passieren, aber die Reise war ja auch nicht nach 2 Tagen vorbei. Mein Schwiegervater ist Ungar und kommt aus Szeged im Süden Ungarns - kurz vor der Rumänischen Grenze. Schon vor zig Jahren wollte ich von dort aus einen Tagesausflug nach Bran machen um das Schloß zu besuchen. Haben wir aber nie gemacht. Naja dieses Jahr sind wir gefahren um uns selbst ein Bild zu machen. Es gab drei große Ziele: 1. Schloß Bran, 2. Transfagarasan, 3. einen echten Bären sehen. Also los gehts. Wir hatten durchweg super Wetter mit 25-30 Grad. Lediglich auf dem Rückweg hat es 1x geregnet. Besser geht es nicht. Los ging es am 01.09.2023. Wir machten Strecke bis zum Stellplatz in Deutsch-Jahrndorf an der Österreich-Ungarischen Grenze. Am nächsten Tag ging es durch Ungarn weiter bis nach Szeged. Was früher ein Hauptreiseziel von uns war, sollte dieses mal nur ein Zwischenstop werden. Aber ohne geht bei uns nicht. Eigentlich wollten wir auf dem Rückweg hier anhalten, haben uns aber spontan umentschieden. Die Vorteile des Campers eben. Wir blieben zwei Nächte im Szegedi Partfürdő Kemping direkt am Ufer der Theiss. Achtung: genau gegenüber liegt das Tisza DOKK - ein Discoschiff. Es hat Mittwoch bis Samstag von 23:00Uhr - 05:00Uhr geöffnet. Also Ohrstöpsel mitnehmen. Wir kannten das schon und hatten welche dabei. Genau an diesem Wochenende war das Fischsuppenfestival Die neue Synagoge Und auch ein Langosch durfte nicht fehlen Weiter ging es auf direktem Weg über die Autobahn nach Hunedoara. An der Grenze mussten wir ca 20Minuten warten. Ging alles problemlos. Natürlich hat es an unserer Schlange am längsten gedauert :D In der Nähe der Burg gab es einen neu gebauten Parkplatz. Der war fast leer und auch nicht teuer. Auch die Straßen waren alle in einem echt guten Zustand. Wir haben die Burg besucht. Weiter ging es nach Sibiu (Hermannstadt), die wir am späten Nachmittag erreichten. Es gibt dort einen Stellplatz. Leider konnten wir nur eine Nacht bleiben, da der Platz am Folgetag von einer Reisegruppe komlett gebucht wurde. Wir machten uns also gleich auf den Weg in die Stadt. In der Nähe fuhr ein Bus - also rein da. Mit Händen und Füßen erklärte uns der Busfahrer, daß man nur die Kreditkarte an ein Terminal halten musste. Das machten wir dreimal - es piepte dreimal und der Busfahrer war zufrieden. Abgebucht wurde bis heute nichts :eek: Wobei uns das nicht wirklich arm gemacht hätte. Gerade am Abend hatte die Stadt ein wunderbares Flair. Sibiu war für uns die schönste Stadt in Rumänien. Wir hatten eine ruhige Nacht auf dem Stellplatz. Am nächsten morgen haben wir uns irgendwo in einem ruhigen Teil der Stadt einen Parkplatz gesucht und sind wieder mit dem Bus in die Stadt gefahren. Dazu aber später mehr - jetzt geht es auch für mich erstmal ins Bettchen. Wer weiter mitfahren möchte - Bis bald Bye Christian Hast du noch ein Plätzchen frei, wir würden gerne mitfahren. Bis jetzt kommt uns alles bekannt vor, die Transfogorasch war bei uns noch in Wintersperre (Anfang Mai). Deine Fotos sind vielversprechend, Kompliment! Wir freuen uns über die Fortsetzungen. Daumen hoch von mir :daumen2: Ich steige auch schnell noch dazu - die ersten Bilder und der Bericht gefällt mir sehr. Sehr schöne Reise und die Bilder sind toll und gestochen scharf. Mit was fotografierst du? Ich freue mich auf die Fortsetzung. Holger Danke für den Bericht und die tollen Bilder. Bin auch dabei, ich fahr mit. ok, kann weitergehen! :ja: allesbleibtgut hartmut Tolle Fotos. Bin gespannt auf die Fortsetzung Gruß Birgit Na dann willkommen. Fahren wir weiter :) Diesmal hat beim zahlen im Bus alles geklappt. Trotzdem komisch, daß man kein Ticket erhalten hat. Auf dem Weg zur Innenstadt kamen wir an einem typischen Markt vorbei. In der Innenstadt gab es den Uhrenturm den man besteigen konnte (der Zugang war recht unscheinbar - der auf dem Bild ist es aber nicht) Und auch die Einkaufsstraße Es gab die evangelische und katholische Kirche. Die eine außen, die andere innen prunkvoller. Und insgesamt eine sehr sehr schöne Innenstadt Eigentlich wollten wir auf der ganzen Reise Bukarest auslassen, da es doch etwas abseits unserer Route lag und 2 Wochen nicht lang sind, aber irgendwie gab es wohl dort auch viel zu entdecken. Da wir nur eine Nacht in Sibiu bleiben konnten, haben wir beschlossen alles etwas zu raffen um Bukarest noch zu besuchen. Also ging es am zur Kaffeezeit weiter in Richrung Baleasee über die Transfagarasan: Oft finden sich am Straßenrand Hunde die um Essen betteln - aber nicht aufdringlich. Wir hatten vorgesorgt und einiges an Katzen- und Hundefutter mitgenommen. Die Tiere waren absolut friedlich und dankbar. Die Transfagarasan ist nur in einigen Monaten befahrbar. Es macht einfach Spaß durch diese Landschaft zu fahren. Im September ist hier kaum etwas los. Im Sommer ist hier ständig Stau. Kann man auch über die Verkehrsansicht bei Google-Maps verfolgen. Wir waren nahezu allein auf der Straße. Dadurch, daß wir erst so spät losgefahren sind, waren wir kurz vor Sonnenuntergang am Baleasee angekommen. Selbst der Parkplatz war nur mit 4 oder 5 Fahrzeugen belegt. Eine grandiose Aussicht von hier oben. Unsere erste Wildbegegnung - noch etwas weit weg. Zum Übernachten fuhren wir wieder ca. einen Kilometer zurück und suchten uns eine Parkbucht am Straßenrand. In Rumänien darf man offiziell frei stehen. Zwischen 21:00 Uhr und 07:00Uhr ist das Befahren der Transfagarasan verboten. Somit hatten wir hier einen herrlichen und absolut ruhigen Übernachtungsplatz. Ab und zu hörte man die Glocken der vielen weidenden Schafe in den Bergen. Gegenüber den Tagtemperaturen war es am Morgen gefühlt eiskalt. Wir wollten weiter nach Bran und da der Weg südlich über die Berge 2-3 Stunden länger war, sind wir den kürzeren nördlichen Weg gefahren. Also wieder zurück und unterwegs nochmal angehalten um eine Wanderung zum Balea Wasserfall zu machen So, geht gleich weiter - will nur erstmal speichern, damit nicht durch dummen Zufall was verloren geht. Alles schon dagewesen. Danke für die traumhaften Bilder die bei uns schöne Erinnerungen neu aufleben lassen. Wir sind die Transfagarasan letztes Jahr am 26.9. gefahren und waren absolut geflasht. Das ist eine wunderschöne Passstraße mit Fahrspaß pur. Die Natur ist absolut sehenswert. Leider war es uns nicht gegönnt Bären zu treffen, vielleicht klappt es dieses Jahr. Wir waren 4 Wochen in Rumänien und es hat uns so gut gefallen, dass es uns dieses Jahr wieder dahin zieht. Am 13.6.24 geht’s los mit open End. Wir hatten am Beginn der Wanderstrecke einen schönen Parkplatz am Wegrand für unser Mobil gefunden. Ist ja teilweise nicht einfach. Also wanderten wir los: War gar nicht so ohne der Weg in unserem Alter :D Aber hat sich natürlich voll gelohnt Und es ging wieder zurück Weiter ging es nach Bran zum Vampircamping. Ein sehr schöner Campingplatz. Es ging für uns natürlich gleich weiter zum Schloß. Wir können nunmal nicht still sitzen. Auch hier muß ich wieder sagen: Bislang das für uns schönste Schloß, das wir je besucht haben. Nicht weil es das Dracula Schloß ist (was in Wirklichkeit natürlich überhaupt nichts mit Dracula zu tun hat), sondern weil es so schön verwinkelt und urig ist. Es hat eine schöne Inneneinrichtung und ist nicht so karg und leer wie die meisten Schlößer. Eher klein aber fein. Vor dem Schloß konnte man natürlich in ganz vielen Souvenierbuden die schrillsten Andenken kaufen. Wir sind wieder zum Campingplatz zurückgewandert und haben am Wegrand noch eine Familiengruft mit wunderbarer Aussicht entdeckt. Zurück am Platz dann nochmal die Drohne steigen lassen und einen kurzen Vlad gezischt. Musste sein :D Aus Sicherheitsgründen hatten wir vor der Fahrt natürlich etwas für unsere Sicherheit gesorgt. Als wir aber bei der Einreise an der Grenze so komisch angesehen wurden, haben wir es vom Innenspiegel abgenommen und weiter hinten im Fahrzeug aufgehangen. Man weiß ja nie :lol: Am nächsten Tag geht es dann weiter nach Bukarest. Werde wohl aber erst am Montag Abend dazu kommen zu schreiben. Mal schauen. Schönes Wochenende an alle Mitreisenden. Bye Christian Ja, wir sind etwas skeptisch nach Rumänien gestartet und wurden absolut im positiven Sinne überrascht. Wir fahren definitiv wieder hin. Noch gibt es andere Ziele, aber Rumänien ist bald wieder dran. Herrliche teils unberührte Landschaft, (bis auf wenige Ausnahmen) Straßen in Super Zustand, sehr nette Leute, sehr leckeres Essen und alles so urig. Wir haben uns nie unsicher gefühlt - im Gegenteil. In Rumänien kamen wir uns sicherer vor als in Frankreich oder Italien. Etwas gewöhnungsbedürftig sind 3 spurige Kreisverkehre, aber das hat man schnell raus. Auf Geschwindigkeitsbegrenzungen kann man immer 20-30 km/h draufrechnen, sonst wird man von den Einheimischen ständig überholt. Mit Englisch kommt man fast überall weiter - Deutsch können auch seeeeehr viele. In einigen Landstrichen wird ungarisch gesprochen, was uns sehr zugute kam, da das meine Frau als Zweitsprache fließend spricht. Das öffnet oftmals Tür und Tor. Ich denke da noch an unseren Besuch in Budapest als ich mit Deutsch und Englisch verzweifelt versuchte unsere Platzreservierung zu bekommen. Er wollte unbedingt die Mail oder den Ausdruck sehen. Als meine Frau sich in ungarisch einschaltete war er sofort unser Freund und hat uns auch ohne die Reservierung zu zeigen den besten Platz zugewiesen. Einen Bären haben wir tatsächlich getroffen, aber das kommt erst noch. Sozusagen in letzter Minute. Ich hatte schon fast aufgegeben. Im Auto neben mir lag während der Fahrt grundsätzlich immer die Kamera mit dem montierten 600er Objektiv. Vorbereitung ist Alles. Und es war gut so. Ist übrigens eine SONY A7 IV. So, jetzt geht es wieder ins Bettchen. Bis bald. Bye Christian Großartig! Tolle Fotos und Motive. Danke fürs Mitnehmen! Beste Grüße Oliver
Ich glaube mit Dracula-Anspielungen macht man sich in Rumänien nicht gerade beliebt. Nein, bestimmt nicht, aber wenn man sich nicht mit dem Land beschäftigt, reduziert man es automatisch darauf. Spätestens nach einem Besuch denkt man anders. Jedenfalls ging es am nächsten Tag weiter nach Bukarest. Wir kamen durch Busteni und erfuhren, daß hier einer der Drehorte von Wednesday steht - die Nevermore Acadamy. Erst wollten wir anhalten, haben aber davon abgesehen, da erstens der ganze Ort mit Autos vollgestopft war und das ursprüngliche Schloß eh erst am Computer die typischen Formen erhielten. Unser Weg führte uns genau am Triumphbogen entlang zu einem Parkplatz nahe dem Zentrum. Hier blieben wir 2 Nächte. Für eine Großstadt wie Bukarest war es relativ leise, nur die Kühlanlagen der Ladengeschäfte summten. Wir haben 20€ pro Nacht bezahlt. Für einen bewachten Parkplatz in einer Hauptstadt völlig OK. Die Innenstadt konnte man in wenigen Minuten zu Fuß erreichen Trotzdem fuhren wir manche Orte per U-Bahn an Wir fanden auch hier einen Drehort von Wednesday. War aber leider nur von Außen zu sehen. Die Wasserspiele zum Volkspalast waren der Hammer - sowohl am Tag als auch in der Nacht Budapest hat sich gelohnt und ist eine Reise wert. Weiter geht es zu den Schlammvulkanen von Berca. Wir erreichten den Campingplatz an den Schlammvulkanen gegen Mittag und haben in der urigen Gaststätte erst mal was gegessen. Es war der Wahnsinn. Das Fleisch wurde live gegrillt und nebenan wurde Salat frisch geschnippelt. Abends waren wir dann nochmal da. Die Chance musste man nutzen und bei den Preisen gab es auch nichts zu überlegen. Bis zum späten Nachmittag haben wir faul rumgelegen und es uns gut gehen lassen. Ich wollte etwas warten um bei den Vulkanen ein schöneres Licht für Fotos zu haben. Hat auch geklappt. Durch das Tor am Campingplatz führte ein Weg direkt zu den Vulkanen Wir waren fast allein bei den Vulkanen. Und es ging wieder zurück zum Platz Auf dem Platz gab es genug Hunde und Katzen. Genau das richtige für Frau und Kind. Gefühlt haben sich alle Tiere bei uns aufgehalten. Kein Wunder - es gab ja was zu fressen :D Alles sehr treue Seelen. Am nächsten Tag geht es weiter zur Kirchenburg Honigberg bei Brasov. Relativ dicht an der Kirchenburg gab es einen kleinen Campingplatz, wo wir eigentlich übernachten wollten. Am Tor stand ein Schild mit Telefonnummer drauf. Wir haben angerufen und der Inhaber teilte uns in wunderbarstem Deutsch mit, daß er leider keinen Platz mehr frei hat :( Also besuchten wir nur die Kirchenburg und beschlossen irgendwo in Brasov einen Platz zum übernachten zu suchen. Die Kirchenburg war in einem super Zustand und wunderschön. Anschließend ging es weiter nach Brasov. Da war irgendwas los in der Stadt. Alle Parkplätze voll und sehr viele Menschen unterwegs. Fast alle Plätze aus Park4Night haben wir abgeklappert - Fehlanzeige. Nach längerer Zeit entdeckten wir dann ein Schild mit weißem P auf blauem Grund und einem Womo drauf. Der Weg führte uns zu einem großen Parkplatz am Busbahnhof. Von da aus sind wir dann mit dem Bus in die Stadt. An der zweiten Haltestelle hatte ich dann bemerkt, daß ich mein Handy vergessen hatte. Also raus aus dem Bus und zurückgelaufen. Da haben wir auf dem Weg einen kleinen versteckten Parkplatz gefunden. Ein anderes Mobil stand schon da. Wir beschlossen dann abends umzuparken, da es am Busbahnhof natürlich sehr laut war. Also Handy geholt und wieder mit dem Bus in die Stadt. Fortsetzung folgt
Liegt nicht in Rumänien ... eher auf dem Weg dahin Mein Lektor ist im Urlaub, aber du kannst gern ab hier weiter übernehmen. Sehr schöner Bericht, danke. Wie seid ihr sprachlich zurechtgekommen? English?
Du hast Bericht nicht gelesen, sonst hättest du die Frage nicht gestellt!? :D Gordan Stimmt schon - stand drin. Englisch, deutsch und ungarisch. Brasov ist auch eine sehr schöne Stadt, hat uns aber nicht so umgehauen wie Sibiu. Vielleicht auch weil wir erst im Dunkeln in Sibiu ankamen und das Flair dadurch ein anderes ist. Aber es war Sonntag und trotzdem war die Stadt voll und alle Läden geöffnet. Am Abend sind wir dann auf den kleinen Parkplatz umgezogen und haben eine ruhige Nacht verlebt. Bis ca. 6 Uhr. Wir hatten nicht bedacht, daß der Parkplatz neben einer Grundschule und einem Kindergarten lag und am Montag der erste Schultag nach den Ferien war. Alle Eltern brachten ihre Kinder mit dem Auto in die Schule. Es war ein Kommen und Gehen. Aber schick zurechtgemacht waren alle Kinder. Haben sich alle Eltern viel Mühe gegeben. Und alle hatten Geschenke oder Blumen für die Lehrer mit. Tja, so gehts halt auch. Wir sind dann zum Sfanta Ana See weitergezogen - auch in der Hoffnung im Bärengebiet einen Bären zu sehen.
Hauptsächlich Bilder gekickt. Das mit den Sprachen muss ich überlesen haben. Zum Sfanta Ana See führte ein asphaltierter Weg, der sich durch den Wald den Berg hinauf schlängelte. Bei der späteren Führung durch das Hochmoor erfuhren wir, daß es sich um 2 Vulkankrater handelt. Erst brach ein Vulkan aus (daaaaamaaahls). Später ein zweiter daneben. Die Asche des zweiten Vulkans lagerte sich im Krater des Ersten ab. Es bildete sich ein Hochmoor. Im Zweiten Krater bildete sich ein Vulkansee - nur durch Regenwasser gespeist. Spnanned. In der Region gibt es viele Bären. Der Campingplatz ist mit einem Elektrozaun umgeben. Wir haben für eine Nacht 20,-€ bezahlt. Dafür konnten wir den Platz benutzen, erhielten 5l Trinkwasser im Kanister, konnten uns Holz für Lagerfeuer nehmen, konnten an der Führung durch das Moor teilnehmen und den - wohl sonst kostenpflichtigen - Weg zum Vulkankrater benutzen. Als erstes wanderten wir zum Krater hinunter und einmal drumherum. Ich hoffte auf einen Bären zu treffen um ein Foto zu machen - meine Frau und meine Tochter hofften das nicht :lach: Wir haben leider keinen Bären getroffen, aber auch die Stände und Mülltonnen unten am See waren mit Elektrozaun gesichert. Der Weg hinauf war schon echt anstrengend. Es fuhr irgendwie auch ein Minibus, aber der kam ewig nicht. Also sind wir hoch gelaufen. Dann ging es zur anderen Seite in das Hochmoor. Wir erhielten nur für uns 3 eine Führung auf Englisch. Bis zum Ende des Weges gingen wir jedoch nicht, da sich da gegen Abend wohl im Bären aufhalten und es war schon spät. Wir wollten unserer netten Führerin etwas Geld als Dankeschön geben - sie hat komlett abgeleht und meinte, daß sie hierfür schon vom Staat bezahlt würde. Ein interessante Führung. Abends habe ich dann bei schönem Licht nochmal kurz die Drohne kreisen lassen Dann wurde es rasch dunkel und wir verbrachten einen schönen Abend am Lagerfeuer vor dem Wohnmobil. In Deutschland hätten wir wegen dem Feinstaub damit bestimmt ganz viel Leben und Umwelt zerstört, aber in Rumänien scheinen die anderes Holz zu haben, da geht sowas :D Geht bald weiter. Am nächsten Morgen ging es weiter zur Varghis-Schlucht. Wir fuhren also die Bergstraße wider hinab und nach einer Rechtskurve stand er da. Ein Bär. Und kein Kleiner. Von rechts kam er aus einem Waldweg in unsere Richtung. Natürlich sofort rechts ran und Kamera raus. Durch die Frontscheibe sind die Fotos etwas unscharf geworden, aber Aussteigen war keine Option :D Er kam langsam auf uns zugeschlendert, ging direkt an der Beifahrertür vorbei, schnüffelte an der Heckgarage, umrundete das Mobil von hinten und ging auf der anderen Straßenseite wieder zurück bis er im Busch verschwand. Der Wahnsinn - unvergesslich. Uns kam noch ein rumänischer LKW entgegen. Der musste auch erstmal anhalten und ein paar Fotos machen. Und weiter gehts... Ein wunderschöner Bericht! Es macht Lust,das nächste Urlaubsziel auch in diese Richtung zu planen. Wie erging es euch mit den stechenden Mitbewohnern wie Mücken und Wespen? Wie hoch waren die Tagestemperaturen so in etwa? Freue mich auf die nächte Etappe. Liebe Grüße Uwe An der Varghis Schlucht hatte ich im Internet ein Besucherzentrum gefunden. Wir fuhren also von Süden aus zur Schlucht um zu dem Zentrum zu kommen. Ca. 10km vor dem Ziel kam dann ein rotes rundes Schild mit weißem Balken Hmm? Komisch aber wir sind weiter gefahren. Eine herrlich asphaltierte Straße wo unser Fahrzeug gerade so draufgepasst hat mit ganz vielen Kurven. Erinnerte mich ein wenig an ein Rally Spiel am Computer - so 5 links, 4rechts enger werdend, 2 über Kuppe... Wir trafen auf einen entgegenkommenden PKW, einen Forst LKW und einen Traktor. Ging aber mit einigen Ausweichbuchten ganz gut. Die letzten beiden Kilometer war es dann statt Asphalt nur noch Schotter - ging aber. Im Besucherzentrum hat man uns dann erzählt, daß es sich bei der Zufahrt wohl um keine öffentliche, sondern um eine private Straße handelt. Aus Versicherungsgründen hat man dann das Einfahrt verboten Schild hingestellt. Das Besucherzentrum stellte sich dann als neues Holzhaus heraus, in dem man Fotos von der Schlucht und den Höhlen ansehen konnte. Ab ging es durch die Schlucht. Hat mich ein wenig an das Bodetal erinnert, nur etwas uriger und mit mehr Brücken und Höhlen :D In alle Höhlen konnte man auch rein. In manchen konnte man auch ein Führung buchen. Wir hätten hier auch übernachten können, haben uns jedoch entschlossen noch nach Deutsch-Weißkirch weiterzufahren, da es noch relativ zeitig am Tag war. Boah - was für ein Glück, dass Ihr sogar einen Bären getroffen habt und zum Glück im Wohnmobil wardt. Toller Reisebericht - vielen Dank. Leber „spechtinator“, ich möchte dir ein Lob aussprechen! :) Deine Bilder sind so toll und perfekt gemacht, dass jeder der jetzt nach Rumänien fährt, enttäuscht wird!? Das ist mein Ernst. Ich kenne Rumänien und so schön wie auf deinen Bildern, ist das in Wirklichkeit überhaupt nicht!? Es macht mir echt Freude dein Bericht zu lesen und ich danke dir dafür. :lol: Gruß Gordan Schon die Fahrt nach Deutsch Weißkirch führte durch eine herrlich hügelige Landschaft. Hatte was von Toskana. Man traf auch auf alle Fahrzeugtypen - von der Pferdekutsche über Rostlauben und normale Fahrzeuge bis hin zu Luxusklassefahrzeugen. Bis auf die Pferdegespanne waren die alle ziemlich flott unterwegs. Wir parkten auf dem offiziellen Parkplatz und erkundeten das Dorf zu Fuß. Deutsch Weißkirch ist ein Unesco-Weltkulturerbe und darf nicht verändert werden. Absolut idyllisch. Das nächste Haus gehört König Charles - kein Witz. Zum Tagesende kehren alle Tiere des Dorfes von der Weide zu ihren Besitzern heim. Sie laufen nahezu selbstständig durch das Dorf in ihre Stallungen. Abends aßen wir dann noch im Viscri 32. Die Besitzer sind ausgewanderte Deutsche und kochen hier mit regionalen Zutaten aus der Region. Für rumänische Verhältnisse sehr teuer, für deutsche immer noch mehr als OK - und lecker. Wir entschlossen uns nicht auf dem Parkplatz zu übernachten. Es standen weitere 4 Mobile da und das war uns (auf die letzten Tage bezogen) zu viel Nähe. Wir wollten auf einen Hügel am Ortsrand fahren (siehe Youtube - Iris und Uwes Womowelt), aber es war schon dunkel und wir haben den Weg nicht gefunden. Also stellten wir uns ein wenig abseits an den Straßenrand. Am Morgen bei Sonnenaufgang wurde ich durch Gebimmel geweckt. Also Sachen an und raus - die Tiere wanderten an uns vorbei wieder auf die Weide. Wir frühstückten in Ruhe, wanderten nochmal durch das Dorf und besuchten die Wehrkirche, denn die hatte am letzten Tag bereits geschlossen. Diese Kuh hatte bestimmt einen Krankenschein, da sie nicht mit auf die Weide mußte. Sie durfte zu Hause bleiben. An der Kirche trafen wir zur Freude von Kind und Frau wieder auf tierische Gefärten die uns dann auch bis fast zum Mobil zurück begleiteten (Also nicht die kleinen, das waren andere - eine davon war Hinkelotta) Wir brachen auf und fuhren als letztes Ziel in Rumänien nach Sighisoara. Stimmt schon, die Bilder sind natürlich bearbeitet. Außerdem zeigen sie die nur wirklich schönen Ecken. Die unschönen verschwinden. Aber so ist es auch mit dem Gedächtnis. Alle schlechten Erinnerung verblassen - die Schönen bleiben. Ist wie im Reiseprospekt. Nur die schönen Fotos ziehen Touristen an :D Aber Fotografie ist mein Hobby und wir hatten echt Glück mit dem Wetter. Und ein bisschen Wahrheit steckt immer drin. Temperaturen hatten wir tagsüber glaube ich so bei 25-27 Grad. An Mücken und Wespen kann ich mich gar nicht mehr erinnern, also kann es nicht schlimm gewesen sein. Mich beißen die Mücken nicht, aber meine Frau. Und die hat sich nicht beschwert, also war alles OK :D Wir hatten in Hermannstadt jemanden getroffen, der soooooo von Sighisoara geschwärmt hat. Er hatte schon recht, aber nach wie vor hat uns Sibiu besser gefallen. Natürlich alles Geschmackssache. Wir hatten einen Stellplatz am Schwimmbad für eine Nacht. Eine sehr schöne Stadt. Über die überdachte Treppe erkletterten wir den Hügel mit der Kirsche und dem Friedhof. Bei fast 30Grad wäre ich fast gestorben und das Foto zeigt die Treppe auf halber Strecke :D Der Bergfriedhof - viele deutsche Grabinschriften. Wir haben dann Rumänien verlassen. Da wir noch etwas Zeit hatten, beschlossen wir in Etappen nach Hause zu fahren und noch kurze Stops in Ungarn, der Slowakei und Tschechien zu machen. Auf dem Rückweg entschlossen wir uns nicht über die Grenze auf der Autobahn zu fahren, sondern eine kleine Grenzstation zu nehmen. Vor uns war nur ein Auto und wir mussten gar nicht lange warten. Es gab eine ungarisch und eine rumänische Kontrolleuerin. Die rumänische sah ein wenig aus wie Pamela Anderson - also im Gesicht und frisurtechnisch :D Wir haben am Abend auf einem Campingplatz an einer Therme in Ungarn angehalten und waren noch lecker Abendessen. Am nächsten Morgen ging es weiter nach Bratislava zum Autocamp Zlaté piesky. Auch hier ging es dann wieder mit dem Bus in die Stadt. Meiner Vater schwärmt heute noch von seinem damaligen (so um 1985???) Besuch in Bratislava und dem Besuch des Brückenturms. Also wollten wir da auch hin. Das nenn ich mal ne Aussicht beim pinkeln :D Weiter führte uns der Weg an die Deutsch Tschechische Grenze zu den Tyssaer Wänden. Ein Paradies für Kletterer- Kannten wir vorher gar nicht und war Zufall. Ich weiß bis heute noch nicht wie ich es den schmalen Weg und dann durch die manuelle kleine Schranke auf den Platz geschafft habe. Am nächsten Morgen ging es dann endgültig nach Hause. Tja, 2 Wochen vorbei. Dieses Jahr gibt es wieder welche - und sogar noch 3 Tage mehr :) Es war Wochenende und ein kleiner Platz mit Bungalows. 2 Familien saßen abends draußen und haben mit der Gitarre am Lagerfeuer gesessen. Die Lieder klangen richtig gut und haben uns super in den letzten Urlaubsschlag gewogen. Das war unser Reisebericht zur Rumänienreise. Wie gesagt, kannten wir Rumänien vorher nur aus Draculageschichten, von den LKW-Fahrern auf der Straße und den Jägern- und Sammlern in Kleintransportern. Aber das ist nicht Rumänien. Es ist weit mehr und selbst die LKW-Fahrer und die Jäger- und Sammler sieht man jetzt mit völlig anderen Augen. Die Bilder zeigen natürlich nur die schönen Ecken. Es gibt auch unschöne Ecken und viel Armut, aber wo gibt es das nicht. Es wird nicht unser letzter Besuch in Rumänien gewesen sein. Das ist sicher. Mit etwas mehr Zeit geht es bis ans schwarze Meer. Nehmt den Bericht als Ansporn und fahrt selbst hin. Es lohnt sich. Achso: Nochwas zum Thema Ent- und Versorgung. Trinkwasser bekommt man eigentlich überall. Gar kein Problem. Für die Toilette haben wir ein zweite Kassette und sind damit relativ lang autark. Die ließ sich somit auch gut auf Campingplätzen entsorgen. Das größte Problem war das Grauwasser, da es selbst auf Campingplätzen kaum Bodeneinläufe gibt. In Bran schickte uns der Platzwart ins Nachbardorf, da die eine Kanalisation erhalten haben. Wir ließen also unser Grauwasser am Straßenrand in die Kanalisation. Was will man machen? Außerdem sind wir mit einer 320Wp Solaranlage, einer 280AH LiFePo Batterie und inzwischen einem Kompressorkühlschrank relativ autark. Durch die längeren täglichen Strecken war der Akku sehr schnell wieder voll. Bye Christian Sehr schöner Reisebericht. DANKE
MannMannMann...Du kannst einen aber auch ganz durcheinanderwerfen mit seiner Urlaubsplanung ! Ich weiß, viel Arbeit und gut und knackig beschrieben, ein toller Bericht ! Vielen Dank ! Der Bericht macht Lust Rumänien zu besuchen. Vielen Dank für den schönen Bericht und die tollen Fotos Liebe Grüße Birgit Rumänien ist ein sehr schönes Reiseziel, wunderschöne Natur und sehr herzliche Menschen. Wir sind letztes Jahr in Sapanta am fröhlichen Friedhof gestartet, haben uns die Maramuresch Holzklöster angeschaut und sind dann weiter in die Bukowina mit seinen bunt bemalten Klöstern gefahren. Nach einem Stop in Comanesti sind wir im Donaudelta gelandet, welches absolut sehenswert ist. Leider mussten wir den Trip, nach einem unfreiwilligen Besuch in einer Notaufnahme, nach 4 Wochen abbrechen. Wie ich schon weiter oben geschrieben habe, hat es uns so gut gefallen, dass es uns dieses Jahr im Juni wieder nach Rumänien zieht. Viele von Christians Stationen stehen bei uns auch auf der Liste. :D Nun ist es fix! Das Ziel unserer Herbstreise wird Rumänien sein. Vielen Dank für die Reisebeschreibung und die wunderbaren Bilder. Renate Tja, mit zweijähriger Verspätung habe ich den Bericht jetzt auch gefunden. Vielen, vielen Dank. |
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