Ausfall-Sicherheit bei der Heizung war mein aktuelles Projekt ...
Bisher hatte ich in meiner Zeit mit Alde-Heizungen zweimal einen Ausfall derselben. Es betraf jeweils die Elektronik-Platine die ausgestiegen war und dies glücklicherweiseabe jeweils in der Vorbereitung auf die Winter-Saison. Also musste ich noch nie einen Einschränkung oder einen Abbruch einer Reise in Kauf nehmen!
Aber dennoch ... und gerade auch in der Planung von Skandinavien-Reisen im Winter, hinterlässt so ein Szenario doch ungute Gedanken ....
Mit dieser Möglichkeit vor Augen wollte ich eine Redundanz betreffend Heizung haben!
Also habe ich nun eine Autoterm Flow 5 Diesel-Zusatzheizung im Kreislauf der Alde integriert. Diese ist in einer Stahlkiste unter dem Fahrzeug zusammen mit Wasserpumpe und Dieselpumpe untergebracht.
Im Doppelboden erfolgt die Einschleifung in den Kreislauf der Alde.
Primär hatt sie noch einen eigenen 5 Liter Tank in der Heizungskiste. Zwischenzeitlich wardas Fahrzeug nun zum Service in der Werkstätte dort hat man mir "freudlicherweise" eine Tankentnahme eingebaut … diesen Schritt wollte ich nicht selbst gehen!
Damit besteht nun eine vollständige Redundanz bei Ausfall der Alde. Alternativer Brennstoff bei Gas-Knappheit.
Dies auf Kosten von etwas mehr Geräuschen und Geruch ...
Bisher war ich im Winter mit meinem Akku-Hybrid-System (180 Ah LiFePO4 und 210 Ah Gel) - welches sich nun seit bereits 4 1/2 Jahren bewährt hat - auch bei misslichsten Verhältnissen jeweils 5 Tage autonom gewesen. Die bisherigen Beobachtungen und Tests an der Dieselheizung zeigen, dass diese doch relevant mehr Strom braucht, als die Alde-Heizung.
Nun ... man will sich ja nicht verschlechtern oder gar einschränken müssen!
Also musste die Strom-Kapazität erhöht werden ... und da stand doch noch der "Blaue Würfel" im Keller. Diesen hatte ich ja ursprünglich für meinen "Zweit-Camper" gebaut und er hatte sich mit seinen 200 Ah dort auch bestens bewährt.
Mit dem Wechsel des Offrod-Fahrzeuges gab es dort einen neuen Camping-Möbel-Bau und damit auch einen neuen DIY-LiFePO4-Akku. Der Blaue war also frei geworden!
Die hinterste Ecke im Batterie-Fach bot noch etwas Platz. Es musste etwas Tic-Tac-Toe gespielt und eine weiteres Service-Fenster gesät werden ... und die Elektro-Käpazität war erhöht!
Ihr ahnt es wohl ... das war noch nicht der letzte Schritt ...
Was bringen 590 Ah, wenn sie nicht weiterhin Stromsteckdosen-unabhängig geladen werden können?!
Also musste die 290 Wp Solaranlage erweitert werden!
Etwas Platz für 200 Wp war noch da ... und gute Erfahrungen vor 10 Jahren beim Vorgänger-Fahrzeug mit den Semiflexible Modulen.
Was lag also näher als eine Kopie des damaligen Vorgehens.
Für die Dachdurchführung verzichtete ich auf ein Bohrung und benutzte dazu den Pilzlüfter.
Die Kabel konnten zur Hälfte der Strecke in bestehenden Kanälen verlegt werden.
Nun ist das System wohl wieder im Gleichgewicht!? 8)

