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Eine Motorpanne in Frankreich


AnReg am 07 Jul 2025 16:32:22

Hallo Zusammen,

möchte euch mal über die Erlebnisse unserer letzten Frankreichreise berichten.
Am 02. Mai dieses Jahres unternahmen wir eine Reise nach Südfrankreich mit unserem Wohnmobil auf Fiat Ducato Basis, Erstzulassung Oktober 2021, Kilometerstand 11000km. Auf der Rückreise hatten wir am 07.05. am späten Nachmittag auf Höhe von Lyon eine Motorpanne. Es erschien die Fehlermeldung „Motor kontrollieren lassen“ und „Start-Stop nicht möglich“. Man konnte noch fahren, allerdings nur noch im Notbetrieb, das Fahrzeug schaltete nur noch in den zweiten Gang. Wir suchten dann im Internet nach einer Fiat Professional Werkstatt, da diese ja wohl in der Lage wären, ein Wohnmobil auf Fiat Ducato Basis zu reparieren. Wir fanden „FCA MOTOR VILLAGE France Fiat Professional, 81 Rue Marietton, 69009 Lyon“ und schleppten uns im Notbetrieb dorthin. Dort wurde uns dann freundlich mitgeteilt, dass man keinen Fiat Ducato reparieren kann. Man hat weder das notwendige Werkzeug noch die entsprechende Software. Man gab uns die Adresse von „Fiat MONNET, 114 Rue Henri Barbusse, 69230 Saint-Genis-Laval“. Dort würde man uns ganz sicher helfen. Also dorthin gefahren, sind ja nur 13km durch Lyon. Aber auch dort wurden wir enttäuscht, man kann keine Wohnmobile reparieren, die passen nicht in die Werkstatt. Wir bekamen eine weitere Adresse „FIAT STELLANTIS &YOU LYON VENISSIEUX, 51 Rue Roger Salengro, 69200 Vénissieux“, es waren ja nur 9km. Dort aber das gleiche, man kann keinen Ducato reparieren. Wir haben uns dann an den ADAC gewandt und vereinbart, dass wir einen Campingplatz anfahren, Hilfe war an diesem Tag nicht mehr möglich. Der 08. Mai ist ja ein Feiertag in Frankreich, am 09. Mai kam dann ein Abschleppwagen und brachte uns in eine freie Werkstatt, die dann mal wenigstens den Fehlerspeicher auslas. Da zur Reparatur aber eine neue Motorsoftware nötig war, konnten auch sie das Fahrzeug nicht reparieren. Selbst der ADAC war nicht in der Lage, einen Reparaturtermin in einer Fiat Werkstatt innerhalb von drei Tagen zu bekommen. Wir fuhren dann mit dem Zug nach Hause, der ADAC transportierte das Wohnmobil zu unserer heimischen Werkstatt nach Deutschland. Das hat super geklappt. Dort wurde es dann innerhalb von zwei Werktagen repariert. Es war der Sensor des DPF defekt, das bekannte Problem der 6d-temp Motoren.
Es war schon frustriert zu erleben, wie man in Frankreich im Falle einer Panne aufgeschmissen ist. Die von uns angefahrenen Werkstätten haben einfach die Bereitschaft zur Reparatur verweigert. Wir haben wirklich sehr freundlich um Hilfe gebeten, meine Frau ist gefahren, sie ist an Freundlichkeit kaum zu überbieten. Schon die Kommunikation ist ein großes Problem, man findet in Frankreich kaum jemand, der etwas englisch spricht. Laut Fiat kann jede Fiat Professional Werkstatt in Europa ein Womo auf Ducato Basis reparieren.
Mal sehen, wann ich das nächste Mal nach Frankreich fahre. Habe nicht das Gefühl, dass ich als Deutscher dort willkommen bin. Schade eigentlich, das Land bietet soviel, tolle Landschaften, tolle Sehenswürdigkeiten.

Grüße Andreas

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mv4 am 07 Jul 2025 17:23:17

Das du mit Englisch in Frankreich nicht weit kommst ist allgemein bekannt....die meisten Franzosen wollen nicht Englisch...ist umgedreht genauso. Das hängt mit der Historie der beiden Länder zusammen. Die jungen Leute in den Städten sehen das nicht mehr so...aber je ländlicher und nördlicher desto ausgeprägter ist das.

Warum hast du nicht gleich Fiat angerufen? Die Hauptvertretung von Fiat Frankreich.

rtiker am 07 Jul 2025 17:56:01

AnReg hat geschrieben: ...Mal sehen, wann ich das nächste Mal nach Frankreich fahre. Habe nicht das Gefühl, dass ich als Deutscher dort willkommen bin. Schade eigentlich, das Land bietet soviel, tolle Landschaften, tolle Sehenswürdigkeiten


...und nicht zu vergessen die freundlichen und hilfsbereiten Menschen.

Die Panne spätnachmittags am 07.Mai mit dem Feiertag am 08. Mai und dem verlängerten Wochenende mit dem Brückentag war natürlich der Super-GAU. Mal ehrlich wäre in Deutschland auch nicht anders gelaufen.

Tipp: Bevor Mann bzw Frau bei einer Panne auf Odyssee gehen das nächste Mal einen Campingplatz anfahren. Französische Camper sind sehr hilfsbereit, kennen bestimmt einen super garagiste oder dépanneur und dort werdet ihr geholfen zumindest mit einem verre rouge zum erstmal beruhigen :mrgreen:

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WomoToureu am 07 Jul 2025 18:20:17

AnReg hat geschrieben:Es war schon frustriert zu erleben, wie man in Frankreich im Falle einer Panne aufgeschmissen ist. Die von uns angefahrenen Werkstätten haben einfach die Bereitschaft zur Reparatur verweigert.


Jetzt mal ehrlich, meinst Du das wäre in welchem Land auch immer anders.
Gleiches Problem in Deutschland, gleiches Problem in Spanien usw. oft genug erlebt.
Du als "Laufkunde" warum sollte Dich jemand sofort bedienen, wenn man doch die Werkstatt mit Stammkunden voll hat ?

AnReg hat geschrieben:Mal sehen, wann ich das nächste Mal nach Frankreich fahre. Habe nicht das Gefühl, dass ich als Deutscher dort willkommen bin.
Bis Du doch, nur nicht ohne Termin in der Werkstatt, beim Zahnarzt, Friseur usw. Mit Termin kein Problem.
Übrigens nutzt man z.B. den Googel Übersetzer des Handys oder ähnlich und man ruft vorher an den Werkstätten an ehe man sie sinnlos anfährt.
Falls es Dich tröstet, wir durften mehrfach die gleichen Erfahrungen machen.

uli644 am 07 Jul 2025 18:26:36

Wir hatten dieses Jahr auch Probleme mit unserem Sprinter auf dem Weg nach Marokko.
Das erste Mal noch D. Gelbe Motorkontrolleuche an. Fehler hatte ich selbst ausgelesen. Abgasreinigung. Werkstatt hat uns ohne Termin mit etwas Wartezeit dran genommen. Fehler ausgelesen, kurz geguckt, Fehler gelöscht. Fertig. Man war sich sicher. Dass sich nur die Software verhaspelt hatte.

Tja, dann in Frankreich, gleicher Fehler, Verbrauch 5 Liter höher als normal. Meine Werkstatt daheim angerufen. Deren Tipp, Sensor für Partikelfilter defekt.
Also in Frankreich in die Werkstatt. Ich null französisch, meine Frau ein ganz klein bisschen. Die Dame in der Rezeption konnte aber englisch. Nach kurzer Wartezeit ( Freitag, kurz vor Feierabend ) hat sich der Kundendienstmann der Sache angenommen. Kommunikation über Google translate und ein paar Brocken Französisch / Englisch,

Nach zwei Minuten hat er mir gezeigt, dass ein Schlauch am Sensor ab war. Da kam dann noch ein Monteur, Spanier, da ging die Kommunikation etwas besser. Hat das repariert. Fertig, tut seit dem.

Deutschland hat 160 Euro gekostet, Frankreich war 0 Euro (also Kaffeekasse)

Will sagen, ich denke das liegt nicht am Land, sondern im konkreten Fall an den Menschen, auf die man trifft…

hampshire am 07 Jul 2025 18:29:28

AnReg hat geschrieben:Mal sehen, wann ich das nächste Mal nach Frankreich fahre. Habe nicht das Gefühl, dass ich als Deutscher dort willkommen bin. Schade eigentlich, das Land bietet soviel, tolle Landschaften, tolle Sehenswürdigkeiten.

Andreas, da hast Du mal so richtig Pech gehabt. Meine Pannenerfahrung (damals war es ein Honda) in Frankreich waren ganz anderer Natur. Mir wurde gut geholfen, ich bekam sogar an einem Sonntag einen Ersatzreifen auf die Felge montiert. Diese Sorte Pech und Glück kannst Du in jedem Land haben - auch wenn das kein Trost ist.
Ich finde es angenehm, dass Menschen in Frankreich kein besonderes "Traraa" um mich als Tourist machen. Ich gehe einkaufen wo alle einkaufen gehen und auch wenn klar geworden ist, dass ich nur wenig französisch sprechen kann und mich mit dem Sprachverständnis schwer tue, kommt es vor, dass mein Gegenüber keineswegs die Sprechgeschwindigkeit an mich anpasst und lediglich die Gestik zunimmt. Abweisend ist das nicht. Ich bin gerne zu Gast in dieser Normalität.

uli644 am 07 Jul 2025 18:33:09

AnReg hat geschrieben:Mal sehen, wann ich das nächste Mal nach Frankreich fahre. Habe nicht das Gefühl, dass ich als Deutscher dort willkommen bin.


WomoToureu hat geschrieben: … und man ruft vorher an den Werkstätten an ehe man sie sinnlos anfährt.


Das sehe ich nun mal ganz anders. Wenn ich da Freitag Nachmittag, ohne vernünftig französisch zu sprechen eine Werkstatt anrufe kommt da doch niemals was sinnvolles im Sinne „komm her ich gucke“ raus. Am Telefon wimmelt einen da fast jeder locker ab.

Wenn ich vor Ort vor dem Menschen stehe tut der sich erheblich schwerer mich weg zu schicken. Mehrfach im Ausland praktiziert, und hat in vier von fünf Fällen geklappt. Auch die beiden Werkstätten in meinem Beispiel im Post vorher hatten als erste Reaktion „heute nicht mehr“… muss man als Einstieg in die Unterhaltung sehen.-)

harti01 am 07 Jul 2025 20:39:33

Ja so unterschiedlich kann das sein. Wir haben letztes Jahr ganz andere Erfahrungen in Frankreich gemacht.
Es war allerdings ein elektrikproblem. wir hatten plötzlich keine 230 V mehr im Aufbau.
Über Google einen Womo-Ausbauer in der Nähe von Vannes rausgesucht, hingefahren und das Problem auf Englisch geschildert.
Die haben sofort das Werkzeug fallen gelassen und sich das Problem angesehen.
Ein Relais im EBL war wohl defekt. Da sie aber nicht weiterhelfen konnten, hatten sie sofort bei einer 10 km entfernten Womowerkstatt angerufen, Diese wollte, dass wir sofort vorbeikommen.
Ein Ersatzrelais hatten die zwar auch nicht, aber es wurde sogleich das Relais überbrückt und der Urlaub konnte weitergehen
Und das beste: Reparaturkosten = € 10,- für die Kaffeekasse.

pwglobe am 07 Jul 2025 20:45:32

Hallo, besonders vor Feiertagen oder in der Ferienzeit haben die Werkstätten in Frankreich akuten Personalmangel, in deinem Fall sogar vor dem langen Wochenende.
Wir hatten ein ähnliches Problem in einer IVECO Werkstatt, nach einem kurzen Telefonat mit IVECO Non Stop Service ging es dann doch noch schnell.
Vor ein paar Jahren, noch mit Fiat Ducato, außerhalb der Ferien wurde uns schnell, fachkundig und für kleines Geld geholfen.
Ob es daran liegt, dass ich französisch spreche oder am Zeitpunkt kann ich aber nicht sagen.

AnReg am 07 Jul 2025 22:58:01

Vielen Dank für die Antworten. Vielleicht noch ein paar Antworten zu einzelnen Beiträgen.

mv4 hat geschrieben:Warum hast du nicht gleich Fiat angerufen? Die Hauptvertretung von Fiat Frankreich.

Wäre doch sehr verwunderlich, wenn der Kunde in einer Werkstatt abgewimmelt wird, dann ruft Fiat Frankreich an, und alles klappt. Es war hier im Forum auch schon des Öfteren zu lesen, dass man dort gar nichts erreicht. Aber ok, das nächste Mal ist es vielleicht einen Versuch wert.

rtiker hat geschrieben:Tipp: Bevor Mann bzw Frau bei einer Panne auf Odyssee gehen das nächste Mal einen Campingplatz anfahren. Französische Camper sind sehr hilfsbereit, kennen bestimmt einen super garagiste oder dépanneur und dort werdet ihr geholfen zumindest mit einem verre rouge zum erstmal beruhigen :mrgreen:

Da hätte ich keine Hoffnung. Welcher Ortsansässige, der sich bei Fiat Werkstätten auskennt, campt schon im eigenen Ort? Und irgendein guter Schrauber kann heute bei neueren Fahrzeugen nicht mehr helfen. Hat sich ja am Freitag bestätigt. Der ADAC hat uns in eine bewährte Werkstatt gebracht, auch die haben die Segel gestrichen. Hat auch unsere heimische Werkstatt bestätigt. Der neue Sensor des DPF ist von einem anderen Hersteller und braucht eine neue Software, diese bekommen die freien Werkstätten nicht.

WomoToureu hat geschrieben:Jetzt mal ehrlich, meinst Du das wäre in welchem Land auch immer anders.

Nachdem klar war, dass der ADAC das Auto heimbringt, habe ich in unserer Werkstatt angerufen. Da hat man mich gleich auf Ende Juni mit einem Werkstatttermin vertröstet. Zwölf Tage nach dem Abstellen des Womos in Frankreich wurde es bei der Werkstatt angeliefert, ein Donnerstag. Nachmittags wurden die Ersatzteile bestellt, am Montagvormittag konnten wir das Auto wieder abholen. Laut dem Werkstattmeister kann man solche Reparaturen immer dazwischen schieben. Wenn ein französischer Wohnmobilist bei ihnen aufschlägt, wird dem so schnell wie möglich geholfen.

WomoToureu hat geschrieben:Bis Du doch, nur nicht ohne Termin in der Werkstatt, beim Zahnarzt, Friseur usw. Mit Termin kein Problem.

Habe auch nicht erwartet, dass da jeder den Schraubenschlüssel fallen lässt und zu meinem Auto hetzt. Hätte man mir einen Termin am Freitag oder auch Montag angeboten, hätte mir das gereicht. Es kann ja nicht sein, dass man auch als Franzose wochenlang auf einen Reparaturtermin warten muss. Es war ja auch kein Terminproblem. Es wurde behauptet, dass man keinen Ducato reparieren kann. Wo werden denn in Frankreich Ducatos repariert, kommt da ein italienischer Werkstattwagen?

uli644 hat geschrieben:Das sehe ich nun mal ganz anders. Wenn ich da Freitag Nachmittag, ohne vernünftig französisch zu sprechen eine Werkstatt anrufe kommt da doch niemals was sinnvolles im Sinne „komm her ich gucke“ raus. Am Telefon wimmelt einen da fast jeder locker ab.

Hier hat Uli vollkommen Recht, anrufen bringt gar nichts, wenn man die Sprache nicht sehr gut spricht.

Aber egal, passt schon, wieder etwas dazu gelernt.

Grüße Andreas

Tinduck am 08 Jul 2025 09:23:55

Uli hat vollkommen recht.

Uns hat bisher noch keine passende Werkstatt (weder in D noch im Ausland) erfolgreich weggeschickt, wenn wir einmal da standen. Nur einmal bei Fiat konnten/wollten sie keinen Iveco reparieren (verständlich), aber der Abschlepper wollte uns Sonntags unbedingt da hin bringen. Musste er halt am nächsten Tag nochmal ran und uns zu Iveco schleppen, nachdem klar war, dass das nix wird :)

'Keine Zeit' ist immer die erste Reaktion. Mein Gegenvorschlag ist dann immer, sie sollen doch den Mechaniker mal kurz schauen lassen und dann reden wir weiter. Bei Kleinigkeiten ist reparieren einfacher als abwimmeln, und Geld verdient man daran ja auch. Man kann natürlich nicht erwarten, dass die einem mal eben nen ATM einbauen oder so, größere Aktionen gehen halt nur mit Termin.

bis denn,

Uwe

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