abnachlapalma am 19 Nov 2025 01:40:22 Pechvogel hat geschrieben:Die Krise im Automobilbau dauert schon seit „Vor-Corona“ an und auch davor hatten die immer wieder zu kämpfen und, nicht zuletzt seit der Weltwirtschaftskrise 2008/9, „den Arsch nicht wieder hochbekommen“. Da ist nicht mehr viel mit Rücklagen für schlechte Zeiten.... Grüße Dirk
Z.B. BMW Group in den ersten drei Quartalen 5,712 Milliarden Überschuss aber kein Geld für Rücklagen. Das musst du mir erklären.
Pechvogel am 19 Nov 2025 01:59:12 abnachlapalma hat geschrieben:Z.B. BMW Group in den ersten drei Quartalen 5,712 Milliarden Überschuss aber kein Geld für Rücklagen. Das musst du mir erklären.
Wenn BMW im Mai wieder die gleiche Dividende ausschüttet wie dieses Jahr dann ist knapp die Hälfte von dem Überschuss schon weg. Grüße Dirk
Russel am 19 Nov 2025 07:29:32 abnachlapalma hat geschrieben:Z.B. BMW Group in den ersten drei Quartalen 5,712 Milliarden Überschuss aber kein Geld für Rücklagen. Das musst du mir erklären.
Das meine ich. Wenn aus 5 Milliarden nur noch 4 Milliarden Gewinn werden ist das 1 Milliarde Verlust. Bei mir wären das immer noch 4 Milliarden Gewinn.
mv4 am 19 Nov 2025 08:37:11 Das ist die Antwort auf einen Nebensatz in einen anderen Tröt ...wo jemand meinte ...das wäre alles nur jammern
...wenn die Industrieproduktion seit 2018 um 18% gesunken ist !!! (es ist das einzige Industrieland der Welt ! wo dies so ist.) Dann ist das bei euch jammern...in anderen Ländern nennt man das Kind beim Namen...es ist ein strukturelles Problem.. Und diese Probleme haben Namen ....Bürokratie...Energiepreise ... Überregulierung...Steuern...Gier..falsche Preispolitik..und zum Teil auch ein Fachkräfte Mangel (echte Fachkräfte)
Das alles verursacht Kosten die die Produktkosten nach oben treiben.... international verliert man dadurch an Absatz. Eine Zeitlang kann man das mit den gestiegenen Gewinnen kompensieren...aber eben nicht für immer.
Jagstcamp-Widdern am 19 Nov 2025 10:24:28 streik -> keine produktion -> kein umsatz -> insolvenz :idea:
Tinduck am 19 Nov 2025 12:52:09 Jagstcamp-Widdern hat geschrieben:ach - und die jährlichen vollkommen überzogenen gehalts- bzw lohnforderungen sind gut fürs geschäft :?: ich würde die streiken laszen bis zur insolvenz :!:
allesbleibtgut hartmut
Vor dem Hintergrund, dass jede Produktivitätssteigerung der letzten 30 Jahre fast komplett von den Unternehmen eingesackt und zu stinkreichen Großaktionären umgeleitet wurde, während in der gleichen Zeit die Reallöhne trotz extremer Arbeitsverdichtung stagnieren, finde ich den Kommentar etwas zynisch. Der kleine Handwerksbetrieb hat natürlich andere Probleme, aber denen gehts ja im Moment - im Gegensatz zu den rumheulenden Großunternehmen - nicht schlecht. bis denn, Uwe
silver34 am 19 Nov 2025 14:10:15 pwglobe hat geschrieben:Es wird zu viel schlecht geredet und Angst geschürt, jede Krise ist auch eine Chance auf Neues und treibt Innovationen voran. ... Die Verkaufszahlen gehen zurück und die Branche muss sich konsolidieren, ein normaler Vorgang und keine Krise....
Sehe ich auch so! Siehe Bäckerei-Sterben, Metzterei-Sterben. Ja es sind viele davon zu, aber einige haben da auch die Ckance gesehen und sind der Zeit gefolgt. So haben wir bis auf ein paar kleine Bäckerein bzw. Metzgereien, 2 große Bäckerein und eine große Metzgerei im Landkreis, alle mit vielen Filialen ... So wird es auch bei Wohnmobilen sein , viele machen zu und einige werden groß (Siehe die Dörr Gruppe hat in er Pfalz grad wieder eine neue Filiale aufgemacht)...
Bergbewohner1 am 19 Nov 2025 14:25:06 Tinduck hat geschrieben:Der kleine Handwerksbetrieb hat natürlich andere Probleme, aber denen gehts ja im Moment - im Gegensatz zu den rumheulenden Großunternehmen - nicht schlecht. bis denn, Uwe
Stimmt, Tischlerein-Zimmerein-Baugewerbe mit Nebengewerbe- Auftragsrückgang, usw. Fast alle Mittelständischen Betrieb knaubeln am überleben, sind natürlich selber Schuld. Das hohe Energiepreise einem zu schaffen machen, ständige Steigerung der Bürokratie , steigende Lohnkosten die man in einem Handerksbetrieb nicht mehr weiter geben kann, weil die "normalen " Bürger ihr Geld zusammen halten müssen oder nicht mehr genug haben. Da ist die Politik gefragt, aber die sehen ja nur wie sie selbst mit dem Arsch an die Wand kommen. Die massenhaften Insolvenzen auch im Handel, sind hauptsächlich durch die enormen Nebenkosten die man als Betrieb aufbringen muß geschuldet. Wer das ignoriert, sollte mal in einem Handwerksbetrieb reinschauen/arbeiten. Unser Deutschland als hochtechnisiertes Industrieland, von preiswerten Rohstoffen abzuschneiden, führt zum Kollaps, das sollte Jedem klar sein. Man kann eine Kuh nur so lange melken, wie sie Milch gibt.
wolfherm am 19 Nov 2025 14:27:33 Moderation:Bleibt mal bitte beim Thema. Hier können nicht alle Probleme der Welt geheilt werden.
Jaki1190 am 19 Nov 2025 15:15:51 Na wenn die vorstehenden Ausführungen nicht das Thema treffen, dann weiß ich gar nichts mehr... die Wohnmobilbranche enthält genau die angesprochenen Gewerke... "Industrie, Handwerk, Gewerbe, Handel"... das passt ja nun wohl völlig und beschreibt Gründe...
Pechvogel am 19 Nov 2025 15:28:53 silver34 hat geschrieben:...Siehe Bäckerei-Sterben, Metzterei-Sterben. ... So haben wir bis auf ein paar kleine Bäckerein bzw. Metzgereien, 2 große Bäckerein und eine große Metzgerei im Landkreis, alle mit vielen Filialen ... So wird es auch bei Wohnmobilen sein , viele machen zu und einige werden groß...
Nur das viele der Bäckereien und Metzgereien "zugemacht" haben weil die Inhaber keinen mehr gefunden haben der bereit war für einen völlig unterbezahlten und unattraktiven Job sechs mal in der Woche morgens um 04.00 Uhr die Backstube aufzuschließen! Und ja, die Versorgung ( auch mit Wohnmobilen ) bleibt gesichert. Gibt dann halt weniger, dafür aber größere "Läden", Werkstätten und Autohäuser. Allerdings ist sich ein Unternehmer mit mehreren Filialen selbst ja keine Konkurenz. Und keine Konkurenz treibt die Preise nach oben. Wenn mir das Womo XY beim Händler in "A" zu teuer ist dann wird das gleiche oder vergleichbare Womo in der anderen Filiale des Händler in "B" auch nicht günstiger sein. "Dann geh´ ich halt woanders hin!", ist dem Händler dann relativ egal. Kannst die Kaffeetasse auch in einer der anderen Filialen wieder abgeben. Bleibt "in der Familie". Und wenn der Händler nur die "Billigschrott Lithium-Batterie aus Schinesien" zum "Schweizer-Goldrand-Preis" verkauft dann hast Du die Wahl: DIESE oder 500km weiter fahren. "Einen anderen Solarregler? Verbauen wir nur an Batterien die bei uns gekauft wurden! :D " "TÜV bzw Gasprüfung? Nur wenn wir da vorher neue Reifen oder Gasleitungen einbauen!" "Übrigends: Womos älter als 4 Jahre kaufen und verkaufen wir nicht mehr!" Krise?? Ja, aber für wen?? Grüße Dirk
wolfherm am 19 Nov 2025 16:09:01 Jaki1190 hat geschrieben:Na wenn die vorstehenden Ausführungen nicht das Thema treffen, dann weiß ich gar nichts mehr... die Wohnmobilbranche enthält genau die angesprochenen Gewerke... "Industrie, Handwerk, Gewerbe, Handel"... das passt ja nun wohl völlig und beschreibt Gründe...
Was haben Bäcker, Metzger und die BMW Group mit der Womo-Branche zu tun? Also, bleibt beim Thema. :thema:
Olli2305 am 19 Nov 2025 18:33:26 Pechvogel hat geschrieben:... Allerdings ist sich ein Unternehmer mit mehreren Filialen selbst ja keine Konkurenz. Und keine Konkurenz treibt die Preise nach oben. Wenn mir das Womo XY beim Händler in "A" zu teuer ist dann wird das gleiche oder vergleichbare Womo in der anderen Filiale des Händler in "B" auch nicht günstiger sein.... Grüße Dirk
Ich war gerade bei meinem Händler wegen einen Termin für die Dichtigkeitsprüfung, Werkstatt für Montagen quasi ausgebucht, Termine für die Dichtigkeitsprüfung werden freigehalten, man muss diese ja in einem vorgegebenen Fenster durchführen und da sind die Hersteller wohl nicht so flexibel, wenn diese nicht eingehalten werden. Auf dem vollstehenden Hof angesprochen, macht man sich keine Sorgen, einiges wartet noch auf die Auslieferung, die Werkstatt dafür ist auch noch ausgelastet. Man hat weniger Bestellungen als in den Boom-Jahren, aber ist mit den Verkäufen zufrieden und hat die Vorbestellungen bereits angepasst gehabt. Also wenn ich nicht angelogen wurde, scheinet es auch Händler zu geben, die ihr Geschäft noch verstehen. Zu den Handwerksbetrieben, der Junior einer mir bekannten Zimmerei hat einen eigenen Betrieb aufgemacht, da der Vater nich zu jung zum abtreten ist und er sich gerne selbst verwirklichen möchte. Beide haben genug Kunden und Arbeitskräfte, es läuft, zumindest im östlichen Ruhrgebiet. Die Bauunternehmer die ich kenne, klagen eigentlich auch mehr über Arbeiter mangel, wie über zu wenig Aufträge. Ein bekannter Elektriker schreib Auftragsangebote kaputt und bekommt sie trotzdem, ihm fehlen auch Mitarbeiter. In meinem Umfeld ist, bis auf einem Autozulieferer, arbeitstechnisch alles sicher und die Mitarbeiter vom Autozulieferer haben auch Anschluss Jobs gefunden. Ist wohl viel auch regional abhängig.
Tinduck am 20 Nov 2025 09:28:54 Olli2305 hat geschrieben:Die Bauunternehmer die ich kenne, klagen eigentlich auch mehr über Arbeiter mangel, wie über zu wenig Aufträge. Ein bekannter Elektriker schreib Auftragsangebote kaputt und bekommt sie trotzdem, ihm fehlen auch Mitarbeiter.
So erfahre ich das auch. Ich hab meine Stammhandwerker und bekomme auch kurzfristig Termine, wenn was ist, aber die nehmen alle nur noch widerwillig Neukunden an und haben die Auftragsbücher voll, wenn man mit ihnen spricht. Was sie allerdings haben, sind Nachwuchsprobleme, weil inzwischen Hans, Franz und sein Hund Abi haben und studieren gehen wollen. Was übrig bleibt, kann oft kaum lesen und schreiben. Aber das ist ja auch schon immer so, dass die 'neue' Generation nix taugt :) bis denn, Uwe
xenio am 20 Nov 2025 10:15:42 Olli2305 hat geschrieben:... Auf dem vollstehenden Hof angesprochen, macht man sich keine Sorgen, einiges wartet noch auf die Auslieferung, die Werkstatt dafür ist auch noch ausgelastet. ...
Das ist der Standard-Spruch, dass die Fahrzeuge, die sich die Reifen auf dem Hof platt stehen, in der Auslieferung sind. Das habe ich auch schon mehrfach zu hören bekommen. Wenn man auf mobile stöbert, sieht man schon deutlich, dass die Preise gegenüber vorher deutlich eingebrochen sind. Die hier im Forum bekanntgegebenen Insolvenzen sprechen wohl für sich. Kein Händler wird jemals sagen, dass seine Geschäfte schlecht laufen, auch nicht 1 Tag vor Insolvenz der Firma. Die Werkstätten der Wohnmobilverkäufer haben tatsächlich viel zu tun. Ich habe mal morgens bei meinem Wohnmobilhändler warten müssen. Da habe ich gesehen, wie viele Kunden ihr Womo morgens zur Werkstatt brachten. Der Händler wusste kaum noch, wo er sie parken sollte, zumal der ganze Hof voll stand mit unverkauften Wohnmobilen.
Olli2305 am 20 Nov 2025 14:04:18 xenio hat geschrieben:Das ist der Standard-Spruch, dass die Fahrzeuge, die sich die Reifen auf dem Hof platt stehen, in der Auslieferung sind. Das habe ich auch schon mehrfach zu hören bekommen. Wenn man auf mobile stöbert, sieht man schon deutlich, dass die Preise gegenüber vorher deutlich eingebrochen sind. ...
Ich komme dort regelmässig vorbei, eine fluktration der Womos ist schon zu sehen, bei den Wowas scheint mehr stillstand. Rabbat auf die Fahrzeuge sind natürlich wieder ausgewiesen, bei Knaus mehr wie bei Rollerteam und Challenger, LMC rangiert dazwischen.
teuchmc am 20 Nov 2025 19:13:43 Moin Loide! Nun ja, Handwerk hat halt Konjunktur, weil es in jedem Handwerk seit Jahren zu wenige Betriebe und Fachpersonal gibt.Die Menschen nutzen z.b. ihr „altes“ Womo länger , da ein Neues einfach nicht drin ist. Wer gut aufgestellt ist, bekommt damit durch Reparatur & Wartung den Ausfall beim Fahrzeugverkauf wahrscheinlich relativ gut ausglichen. Aber irgendwann ist auch dieser Sektor am sinken, wenn keine bzw.kaum Kundschaft neu kommt. Beim „persönlichen Umme Ecke“ wurde mir das so bestätigt. Ringsum werden aktuell überall Stellen abgebaut und damit die wirtschaftliche Basis möglicher Kundschaft geschreddert. Mal hier 150, mal da 250, mal da 300, etc. MAN, MB, Bosch verlagern laut Bericht in der „Berliner Zeitung“ von Heute massiv nach Osteuropa. Und nicht nur „Pipifax“- Produktion. MAN z.b.die komplette Lkw-Kabinenfertigung. MB ab 2030 die Sprinter-Produktion von Ludwigsfelde nach Polen ohne!!! Ersatz für Ludwigsfelde. Bosch streicht 1300 Stellen ohne Ersatz. Und kommt mir nicht mit dem „Fachkräfte werden gesucht“. Wo? Zu welchen Konditionen? Für wie lange? Läuft in D 2025…… Sonnigen weiterhin. Uwe
andwein am 20 Nov 2025 20:14:44 Alles schön und gut!!°!!! aber was ist daran neu dass man darüberschreiben muss???? Krisen in der Automobilindustrie und damit auch in der Womoindustrie kenne ich seit 60 Jahren. Auf und nieder, immer wieder! Gruß Andreas
Jaki1190 am 20 Nov 2025 20:18:39 Absatzkrisen gab es schon oft.. aber das Verschwinden/ Abwandern ganzer Zweige ins Ausland weil dort die Produktionsbedingungen wieder intern. konkurenzfähiger sind? Ja klar, man kann die Augen zumachen..
Olli2305 am 20 Nov 2025 22:48:08 Jaki1190 hat geschrieben:Absatzkrisen gab es schon oft.. aber das Verschwinden/ Abwandern ganzer Zweige ins Ausland weil dort die Produktionsbedingungen wieder intern. konkurenzfähiger sind? Ja klar, man kann die Augen zumachen..
Abwanderung ins Ausland gibt's auch schon lange, Anfang der 2000er mit der Elektronik Branche, die ihr Produktion in den Osten verlegten, da dort gut subventioniert wurde, dann würden auch dort die Arbeitskräfte teurer, die Subventionen liefen aus und man ging weiter gegen Osten und begann das Spiel von neuem. Davor waren es die Maschinenbauer, die kamen aber teilweise wieder zurück, da die Qualität in den Werken mit dem Heimischen nicht mithalten konnte. Also auch nichts neues. Oft hatten wir einen Vorteil durch Innovationen in der Entwicklung, auch in der Automobilindustrie, aber da hat man wohl, wie schon geschrieben, die letzten Jahre den Falschen Weg eingeschlagen und unter anderem auf Luxus gesetzt. An Fahrzeugen der Budget Klasse verdienten die Hersteller ja nicht so viel. Natürlich ist aber die Politik schuld, da man nicht den passenden Rahmen für die eigene Firma geschaffen hat, selber hat man keine Fehler gemacht, würde ja den Bonus kosten. Dazu passt auch, das der Siemens Chef jetzt in einem Interview mitteilte, im heutigen Deutschland keine Elektronik Firma mehr zu gründen. Und hat auch gleich den Grund mitgeliefert, in den USA wird mehr subventioniert und störende Gesetze ausgesetzt, das macht es natürlich einfacher, aber der Typ hat auch noch nie was gegründet! Zum Glück sehen das die Start Up anders und nehmen die Umstände an.
landmesser am 21 Nov 2025 01:32:32 Moin Olli2305,
+1
Russel am 21 Nov 2025 08:07:01 teuchmc hat geschrieben: Wer gut aufgestellt ist, bekommt damit durch Reparatur & Wartung den Ausfall beim Fahrzeugverkauf wahrscheinlich relativ gut ausglichen. Aber irgendwann ist auch dieser Sektor am sinken, wenn keine bzw.kaum Kundschaft neu kommt.
Bei Wartezeiten von mehreren Wochen auf einen Termin mach ich mir bei den Werkstätten keine Sorgen. Ich sehe das doch aktuell an mir selber. Momentan fixt mich gar nichts neues an, weder Wohnmobil noch PKW. Hat sicher auch was mit den hohen Preisen zu tun oder eben das man ruhiger und zufriedener wird. Wie sagte mein Meister früher: Wenn du einen Porsche brauchen kannst, kannst du ihn dir nicht leisten. Wenn du Ihn dir leisten kannst brauchst du Ihn nicht mehr.
maxmara am 21 Nov 2025 09:25:29 andwein hat geschrieben:aber was ist daran neu dass man darüberschreiben muss???? Krisen in der Automobilindustrie und damit auch in der Womoindustrie kenne ich seit 60 Jahren. Auf und nieder, immer wieder!
Die Anzahl der bei uns zugelassenen Wohnmobile hat sich in den letzten 10 Jahren auf über1. Mio. Fahrzeugen mehr als verdoppelt, während im gleichen Zeitraum der PKW-Bestand nur um etwa 12% auf 49,3 Mio. angewachsen ist. Die Zahlen zeigen eindeutig, dass kaum eine Welle des krisengeschüttelten Automarktes bisher auf die Reisemobilbranche herüber geschwappt ist. Ob sich der Trend bei den Campern weiter fortsetzt oder durch widrige Winde einer allgemeinen Konjunkturabschwächung gestoppt wird, ist doch hier die Frage? Am Wachstum „Überfressen“ bezeichnete vor kurzem eine Special -Interest-Zeitschrift die abnorme Zulassungssteigerung bei den Freizeitmobilen. Wird das bisherig nachhaltige Wachstum der Branche nur durch eine mehr oder weniger lange Konsolidierungsphase unterbrochen oder setzen immer stärker werdende Herausforderungen wie Lieferkettenprobleme, Rohstoffpreise, Verkehrssituationen, Umweltakzeptanzen und Marktsättigungen der Aufwärtsentwicklung ein jähes Ende?
teuchmc am 21 Nov 2025 09:50:52 Moin Loide! Den Beitrag von Russel kann man unterschreiben. Zumindest ich bin da durchaus bei. Eine Anmerkung noch. Bei mir „umme Eck“ sind die Wartezeiten allerdings auch darin begründet, daß es definitiv kein Fachpersonal gibt. Unabhängige Aussagen der Inhaber von 3 Werkstätten. O-Ton eines „nur-noch“-Einzelkämpfers „Fast alle meine Kumpels aus der Berufsschule sind zu Tesla gegangen. Kohle, Arbeitszeiten, entspanntes Arbeiten. Ich kann da nicht mithalten. Geht beim Lohn schon los. Etc….“. Eine Art Teufelskreis und so richtig will Gen.Z ja nicht mehr „im Dreck wühlen“ laut eines Interviews in der „Berliner Zeitung“ von Heute. Sonnigen weiterhin. Uwe
Pechvogel am 21 Nov 2025 10:24:41 maxmara hat geschrieben:...Wird das bisherig nachhaltige Wachstum der Branche nur durch eine mehr oder weniger lange Konsolidierungsphase unterbrochen oder setzen immer stärker werdende Herausforderungen wie Lieferkettenprobleme, Rohstoffpreise, Verkehrssituationen, Umweltakzeptanzen und Marktsättigungen der Aufwärtsentwicklung ein jähes Ende?
Vielleicht war das "nachhaltige Wachstum" ja der Pandemie geschuldet weil Womo-Urlaub lange Zeit möglich war während andere Urlaubsformen zumindest "riskant" wenn nicht verboten waren. Dazu noch die "unbändige Freiheit" weil man mit einem Womo ja quasi überall frei stehen und übernachten darf ( zumindest laut Werbung ) und der "Hype" derer die ganzjährig im Womo leben und arbeiten. "Hype" bzw Interesse ruft dann noch Fernsehsender, Reisemagazine, ... auf den Plan die durch ihre Verbreitung dann noch mehr "Hype" und Interesse hervorrufen,... Und irgendwann kommt dann die Ernüchterung das sich so eine Toi.-Kassette nicht von selbst entleert, man sich jeden Tag darum kümmern muss was zu Essen zu haben, man Bettwäsche und Handtücher selber wechseln / waschen muss und dann noch die erbosten Anwohner die einen nicht vor dem Fenster stehen haben wollen. Es gab mal eine Zeit in der waren Flug- und Pauschalreisen nicht möglich. Das hat sich mittlerweile wieder geändert. Pauschalreisen haben heute wieder einen steten Zulauf. Aber Geld und Urlaubstage sind nunmal endlich. Da werden wohl viele wieder vom Womo zurück auf ihre "alten Urlaubsformen" gestiegen sein / steigen. WIR wussten doch das der Womo-Boom eine Blase sein wird die jetzt platzt / geplatzt ist. Und damit werden jetzt auch weniger Womos nachgefragt. Sowohl neu als auch gebraucht. Durch den Boom hat es aber viele neue Womos gegeben die auf die Straßen gekommen sind. Und die wollen / müssen nunmal repariert und gewartet werden. Außerdem sind viele, zum Teil sehr alte, Womos verkauft worden zu einem vielfachen ihres wirklichen Wertes. Da stehen jetzt also "Uralt-Womos" die eigentlich schon längst in Afrika wären und werden durchrepariert. D.h. Werkstätten haben da erstmal ausgesorgt. Die haben eher das Problem das die Nachfrage höher als die Kapazitäten sind. Und diese Kapazitäten lassen sich 1. nicht so ohne weiteres ausbauen ( Fachkräftemangel ) und sind 2. mit Investitionen verbunden. Und wer geht heute das Risiko ein wenn der Verkauf wegbricht und die allgemeine Lage als schwierig empfunden wird? Grüße Dirk
andwein am 21 Nov 2025 12:50:44 teuchmc hat geschrieben:.......Eine Anmerkung noch. Bei mir „umme Eck“ sind die Wartezeiten allerdings auch darin begründet, daß es definitiv kein Fachpersonal gibt. Unabhängige Aussagen der Inhaber von 3 Werkstätten. O-Ton eines „nur-noch“- Sonnigen weiterhin. Uwe
Klar, die haben ja alle keine Lehrlinge ausgebildet. Obwohl viele KFZ Meister in den Werkstätten sind. Und jezuz klagen sie über fehlenden und bezahlbaren Nachwuchs!!!!!! Gruß Andreas
teuchmc am 21 Nov 2025 13:07:38 Nun ja, dem kann ich zumindest bei 2 Werkstätten widersprechen. Bei „nur-noch“-WS hat der Lehrling keine Lust mehr gehabt trotz wirklichem Talent in der Blech-Abteilung und bei der 2. sah es nicht besser aus. Und zur Wahrheit gehört auch, daß mehr oder minder unverhohlen von ausgebildeten „Bewerbern“ erklärt wird, daß man gerne mal aufschlägt aber nur gegen Bares. Sonnigen weiterhin. Uwe
Pechvogel am 21 Nov 2025 15:51:47 teuchmc hat geschrieben:...Und zur Wahrheit gehört auch...
Und bei den zukünftigen Azubis sind die Grundlagen teilweise so dünn das die die Ausbildung zum Teil garnicht zu ende bringen können. Grüße Dirk
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