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Moin alle zusammen, bei unserem ehemaligen Wohnmobil musste man die Aufbautür mit ein wenig Schwung schließen. Nun hat meine Frau bei unserem neuen Fahrzeug, in einem Anflug von heftigster Kraftentfaltung und dem unbändigen Willen nach einer geschlossenen Tür, selbige so heftig zugezogen, dass der Kunststoff rund um den Griff gerissen ist. Ok, nun hat der 10 Jahre alte Kunststoff, bestimmt sehr oft der Sonne ausgesetzt, sicherlich seine besten Zeiten hinter sich aber da PhoeniX kein Ersatzteil mehr liefern kann und eine neue Tür vorerst nicht geplant ist, will ich versuchen das Teil zu reparieren. Habt Ihr Tipps, wie ich das am besten anstellen kann, so dass wieder Stabilität drin ist und es möglichst auch noch einigermaßen aussieht? Also sinnvollerweise von der Innenseite? Vielen Dank schon mal Moin, ich würde die Verkleidung ausbauen, von der Unterseite Büroklammern mit einem Lötkolben über die Querrisse einschmelzen. Ggf. kann auch mit Alustreifen aus dem Baumarkt und Haftkleber die Risse zusätzlich verstärken. Dann die Verkleidung rumdrehen, die Rissfugen mit 2 Komponentenkleber füllen. Dann die Verkleidung leicht anschleifen, Haftgrund aufstrühen und danach mit RAL lackieren. Hallo Es gibt extra so ein Gerät wo man mit Klammern die Rückseite verstärken kann. Lg Michael in der "Bucht" oder beim "großen Fluss" gibt es für relativ kleines Geld Kunstoff Schweißgerät zum setzen der Klammern und ein Plastik Schweißgerät (sieht aus wie ein Lötkolben) . Oder Flüssige Kunststoffnath - gibt´s da auch und hab ich selbst schon für kleine Risse ohne große mech. Belastung verwendet. Bei deiner Türverkleidung würde ich das 1. Set nehmen. Hartmut Auf der Rückseite Ca 5mm PLA Platte (3d Druck) aufkleben. In diese dann passende Gewindehülse einschmelzen. Moin, ich habe die gebrochenen Kunststoffteile eines 50er Rollers hiermit geklebt/geschweißt. Das Zeug ist genial. Leicht betröpfeln und dann das mehlähnliche Granulat aufstrehen. Hält super und die Risse werden gefüllt. Klammern oder Drähte kann man sicherlich miteinbauen. Die Vorderseite mit Tape fixieren und auf der Rückseite arbeiten. Vielleicht finde ich Fotos. Bei A..... danach suchen: Die Schweißnaht aus der Flasche 2k Sekundenkleber extra stark Starker Profi Reparatur Kleber Industriekleber für Kunststoff Gummi Stein Keramik Viel Erfolg Schon mal danke für die vielen Tipps. Die Idee mit den Klammern ist gut, ich werde mal sehen das ich die bekomme.
Hallo Mike, wie ich das in einigen YT-Videos gesehen habe, werden da herkömmliche Tackerklammer verwendet und mittels Lötkolben "eingeschmolzen". Jetzt mal ganz ehrlich! Das wird alles nicht halten, wenn die Tür immer fest zugeschlagen wird, dann sind die Risse nach kurzer Zeit wieder da. Die einzige vernünftige Lösung ist der Einbau einer neuen Tür. Das ist allerdings nicht billig aber notwendig. Ich würde zunächst mit Schweisnaht aus der Flasche kleben und dann von hinten großflächig Glasfasermatten auflaminieren. Gruß Joachim
...aber das kann man doch immer noch machen, wenn man feststellt, dass eine Reparatur nicht dauerhaft hilft. Da eine Reparatur relativ preiswert ist, würde ich es erst einmal wie beschrieben probieren.
Genauso sehe ich das auch. Ich werde erst eine Reparatur versuchen und kann dann immer noch entscheiden. Mit so einem Teil wird es mit Sicherheit halten. Wenn du nicht der geborene Spachtler und Lackierer bist (so wie ich) bestünde ja auch noch die Möglichkeit in dem gesamten betroffenen Bereich mit zehn oder 20 oder 30 oder 40 cm Höhe eine Dekorative Folie über die ganze Türbreite aufzubringen. macht vielleicht optisch sogar richtig was her. Je nachdem, wie euer Fahrzeug innen farblich gestaltet ist. Viel Erfolg --> Link Hier mal ein Link eines eher hochpreisigen Gerätes. Gibt jede Menge Videos dazu dir auch zeigen, wie stabil die Verbindung im Anschluss ist. Mir fällt dazu spontan ein, das ich das stabil mit Panzerband kleben würde, und dann mit Auslegware verkleiden würde.Sehe dann besser aus als vorher. MfG. Franky Auslegeware geht natürlich auch. Hier gibt es ja mehrere durchaus dekorative Beispiele. Aber immer erst von hinten vernünftig wieder den Kunststoff verbinden. In den nächsten Jahren wird die Tür vermutlich auch wieder ein festeres zuziehen erfordern und das Einreißen könnte sich verstärken. Kann man aber natürlich auch abwarten. So, ich habe mir schön stabile Tackerklammern genommen, einzeln heiß gemacht, in das Plastik gedrückt und die Stege abgeschnitten. Interessant, wieviel Stabilität dadurch schon rein kommt. Als weiteres habe ich den Kunststoff gereinigt, angerauht, nochmal gereinigt und mit einem 2k Epoxid-Kleber (soll auch gut für Kunststoffe sein) die Stellen großzügig bestrichen. Noch im feuchten Zustand dann 5x5cm Glasfaserpatches drüber gelegt und diese dann mit dem Kleber getränkt. Das lasse ich nun erstmal so trocknen und morgen lege ich wohl nochmal eine Lage drüber. Bin gespannt. Hast du die Gebrauchsanweisung vom 2K Material gelesen? Steht das Wohnmobil in einer beheizten Halle etc. ? Die haben normalerweise eine Mindestemparatur für Verarbeitung und Aushärtungszeit. Also mein Wohnmobil steht auf der Einfahrt und wir haben Dauerfrost. Aber meine Innenverkleidung liegt im Wintergarten, beheizt auf 21 Grad, seit Tagen bereits.Ich mach das ja auf der Innenseite der Verkleidung, geht also nicht im eingebauten Zustand. Trotzdem danke für den Hinweis.
:gut:
Das liest sich sehr gut - top! :ja: Ich würde von hinten klammern und spachteln. Auf der Wohnraumseite würde ich selbstklebenden Filz verwenden.
Darauf wird es hinauslaufen, vor allem, weil mein Sohn und ich im filzen mittlerweile richtig gut sind. Wir konnten ja gut Erfahrungen sammeln, als wir seinen Bus gefilzt haben. "Filzen" = Ausdruck für Durchsuchen nach verbotenen Gegenständen. :D Also, wir haben bei unserem Phoenix auch Mikrorisse mit "Schweißnaht aus der Flasche" geklebt. Von hinten. Bin aber von dem Ergebnis nicht wirklich überzeugt. Ich denke, der Ansatz mit Klammern und Vlies und Spachteln von hinten ist der bessere Ansatz. Gruß Frank
Wer weiß, was ich in der Tür alles verstecke? :D Auf jeden Fall kannst Du das Ergebnis bald sehen, ich habe gestern selbstklebenden Filz bestellt. In Beige, weil dass der original Farbe der Innenverkleidung entspricht und grau so gar nicht in das Farbkonzept unseres Wagens passt. Was ich jetzt schon sagen kann, allein durch die Klammern (einzelne stabile Makita Tackerklammern) ist bereits eine super Stabilität rein gekommen und die Glasfasermatten haben diese nochmal gesteigert. So stabil war die Tür nicht mal vor meiner Frau’s Gewaltattacke gegen unseren Eingang. Wenn das Ganze jetzt noch hält, und nachher auch noch gut aussieht, bin ich glücklich. Heute habe ich mit meinem Sohn zusammen, die Innenverkleidung gefilzt. Farbton Vanille. Erst war ich bezüglich des Farbtones etwas hin und her gerissen, ist das Design des Vogels von aussen ja Antrazit und mit geöffneter Tür sieht das ggf. nicht so passend aus. Aber zum Innenraum passt Vanille absolut perfekt. Insofern sind wir nun echt glücklich. Das filzen selbst haben wir im Wagen unseres Sohnes reichlich geübt. Das Zeugs ist so unfassbar dehnbar, dass man wirklich nirgendwo Probleme bekommt. Der Kleber auf dem Filz ist ein Teufelszeug, einmal komplett angedrückt und man hat verloren, und bloß nicht Kleber an Kleber kommen lassen. Hier sieht man bereits, das alle Konturen perfekt ausgearbeitet werden konnten. Eingebaut mit geöffneter Tür sieht es so aus Und von innen bekommt Ihr auch noch ein Bild Alles in allem haben wir das Beste rausgeholt. Es ist stabil, sieht gut aus und leiser ist die Tür nun auch. Super schöne Arbeit! Gefällt mir. Wenn meine Phoenix Tür demnächst wieder bröckelt, ist das eine tolle Lösung! Sehr schön. Und ich habe gelernt, dass man mit Filz sehr schöne Sachen machen kann. Den Vogel hätte ich aus Protest, weil Phoenix nach zehn Jahren kein Ersatzteile mehr liefert, verschwinden lassen. Nur so als kleine Protesthandlung. Das geht leider nicht, der ist ja geprägt und rausschneiden ist da keine Option. Aber ich gebe Dir recht, da bin ich auch maximal verwundert. Tja, was soll ich berichten, es hat nicht gehalten. Nach ein paar mal zuziehen der Tür, wurde der Griff wieder locker. Also wieder alles auseinandergebaut und siehe da, der Kunststoff ist wieder gerissen. Diesmal neben den geflickten Stellen. Klare Sache der Kunststoff ist einfach auf. Für eine neue Tür bin ich momentan aber noch zu geizig, also nochmal ran an die Sache. Und gleich vorweg, klappt das nicht, kommt eine neue Tür von Tegos rein. Mein Sohn und ich haben nun gestern überlegt, wie wir das ganze stabil bekommen und haben eine Holzkonstruktion gebaut, welche direkt mit den Griffenden verbunden ist und die komplette Last auf eine relativ große Fläche verteilt. Das Schöne ist, es ist genug Platz um sich dort auszulassen. Wir haben mehrere Holzleisten mittels PU-Kleber auf den Kunststoff geklebt. In den Griff auf beiden Seiten je eine Gewindestange gesetzt und im inneren der Griffs eine Mutter gesetzt, mit einer Spitzzange konnten wir die festhalten. Die Gewindestangen wurden dann durch je eine Holzplatte verschraubt. Diese Holzplatten liegen wiederrum auf den verklebten Holzleisten und sind mit denen verschraubt. Als alles zusammengebaut war, habe ich mit Glasfaser und Epoxidharz die Risse nochmal stabilisiert. Wieder super stabil das Ganze, aber das war es auch beim letzten mal. Alles verstanden? Kein Problem, hier ein Bild Als Mensch mit Bootsbauhintergrund würde ich anders an die Sache heran gehen. Wenn etwas Platz in der Tür ist, würde ich ein paar Lagen Glasfaser mit zwei, drei Stringern von hinten einlegen. Man kann Holz nehmen, aber ich täte das nicht. Als Stringer sind HT-Rohre die man in der Länge nach durchschneidet, also zu einem "C" formt gut geeignet. Leichte Unebenheiten kann man ausgleichen, wenn man diese Halbrohre etwas warm macht und anformt. Wenn diese einlaminiert sind, bieten sie sehr viel Stabilität. Zwei - drei Lagen Glasfasergewebe und Epoxidharz bringen die gesamte Tür wieder in Stabilität. Die besonders beanspruchten Teilbereiche könnte man mit einer dünnen Sperrholz- oder Siebdruckplatte unterlegen und auch einlaminieren. LG Carsten Moin Carsten, da gebe ich Dir recht, aber wir wollen morgen in den Urlaub. Ich bin froh wenn das nun hält und ich mir nicht unterwegs alles um die Ohren fliegt. Mal davon ab, es reißt an den Aufnahmen des Griffes, da kannst Du nicht viel machen, denn der Griff muss da ja wieder rein. Ehrlicherweise hab ich mit der Tür schon abgeschlossen, hoffe aber, dass dies noch eine Zeit hält. Und wenn es soweit ist, gönne ich mir ein Fenster und eine Zuziehhilfe. Dann wünsche ich erst einmal einen schöne Zeit im Urlaub!
Mit Epoxidharz und entsprechender Beimischung kann man das wohl sehr gut hinbekommen. Ein Beispiel aus meiner Ausbildung: Ein Hartholzklotz Maße 100*100*100mm, dort hinein eine Bohrung etwa so groß wie ein Weinkorken gemacht und mit Epoxidharz und Beimischung aufgefüllt. Dort hinein eine leicht eingeölte 12mm Gewindestange reingedrückt und über Nacht aushärten lassen. Tags drauf haben wir die Gewindestange mit der Hand heraus drehen können. Trotzdem haben wir mit einer Zugwaage gemessen, dass es 6 Tonnen! Kraft benötigte diese Gewindestange gerade aus dem Klotz zu ziehen! Mit gutem Material kann man auch Griffaufnahmen wieder sehr haltbar bekommen. Solche Arbeiten sind im Bootsbau tägliches Geschäft. Ausgerissene Bolzen, oder Relingstützen, ausgerissene Verschraubungen, Püttings und Scharniere. Aber ich verstehe, dass Du für Dich eine andere Lösung gefunden hast. Aber vielleicht liest jemand anders mit dem gleichen Problem ja mit. LG Carsten Hallo Carsten, Vielen Dank für deinen Reparaturvorschlag. Hatte ein ähnliches Problem mit der Eingangstür bei meinem Carthago Liner, hier konnte ich allerdings noch Ersatz des Zuziehgriffs bekommen. Werde mir deinen Vorschlag auf jeden Fall für ähnliche Probleme merken da der Kunststoff inzwischen 12 Jahre alt ist und sicherlich andere Bauteile durch Alterung auch spröde geworden sind. |
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