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Hallo zusammen, vielleicht könnt ihr mir helfen. Wir haben ein neues Wohnmobil gekauft und sind am überlegen, ob wir das Wohnmobil auf Lithium umrüsten. Das Fahrzeug ist derzeit noch beim Händler. Laut diesem wär ein umrüsten von AGM auf Lithium gar kein Problem und da bei den Komponenten „Kippschalter“ wären, könnte man zwischen Lithium und AGM umschalten. Ich habe versucht mich etwas einzulesen und habe aber dazu leider nichts gefunden - was mich nun an der Aussage des Händlers zweifeln lässt. Auf Nachfrage hat der Händler mir folgende Komponenten mitgeteilt: Solarregler Victron MPPT 75/15 CBE PC110-LK TU30-LK BC122 von Alko Bei dem Solarregler und dem BC122 habe ich herausgefunden, dass diese wohl Lithium kompatibel sind. Bei dem CBE und Anzeigegerät bin ich mir da nicht so sicher. Ich habe gelesen, dass wohl das Problem ist, dass der Ladezustand der Lithiumbatterie ggf nicht angezeigt werden kann. Könnt ihr mir sagen, ob hier ein Umrüsten auf Lithium möglich wäre, oder ob das eher problematisch ist? Für was steht das „-LK“ bei den Geräten? Ich habe mir „Lithium Kompatibel“ zusammengereimt… Wir wollen 1 Jahr reisen und am besten viel autark stehen. Ein Überprüfen der Batterie ist also zwingend notwendig. Derzeit ist eine 95aH AGM Batterie im Fahrzeug verbaut. Danke für eure Mühe
Das CBE-PC110 ist lediglich ein Controlpanel, da muss nichts umgestellt werden. Vermutlich wird dann bei Lithium die Batteriekapazitätsanzeige (voll/leer) nicht mehr perfekt funktionieren, da auf Blei/AGM "geeicht". Das CBE-TU30-LK ist eine 12V Verteilung mit Lichtsteuerung, Trennrelais, Kühlschranksteuerung usw., da muss auch nicht ein/umgestellt werden. Sein Strom bekommt es vom CBE-BC122 (nicht Alko) Batterieladegerät. Möglicherweise (nicht zwingend), ist statt Trennrelais (im TU30) ein Ladebooster sinnvoll (Begrenzung des Ladestroms), auch abhängig von der gewählten Lithium Batteriekapazität. Ich bin mir sicher das das problemlos auf Li umzustellen geht...solange die Einstellung Blei möglich ist...auch für das CBE gibt es Lösungen...sogar hier im Forum ...interne Suche nutzen. Es kann sogar sein das die neuen CBE kontrollpanele durch das Kürzel LK besser zu Li passen...umstellen musst du da nix.. Den Ladezustand liest du besser direkt am BMS im Accu aus... LK ist die Abkürzung für deinen Aufbau . Die Geräte sind teilweise daran angepaßt. Haben aber beide keinen Eifluß auf den Batterietyp. Viel wichtiger währe hier das Ladegerät. Es gibt eins mit LiFePO Einstellung, aber auch das standartmäßige kann man verwenden. Ein Booster muß bei neuen Fahrzeugen immer verbaut sein, sonst wird die Aufbaubatterie nicht voll. Gilt auch für AGM. Also sicherheitshalber nachfragen!
lt Ersteller ist das CBE-BC122 (--> Link) verbaut, dies kann Lithium. Vielen Dank für eure schnelle Antworten. Bedeutet ihr hättet keine Bedenke beim Umrüsten? Im „schlimmsten Fall“ funktioniert die Anzeige der Batterieladung nicht? Hab ich das richtig verstanden? Oder würdet ihr bei AGM bleiben und ggf eine zweite AGM einbauen? Wir haben eine dieselheizung, Kompressorkühlschrank, wollen autark stehen und haben 2x 120w solarpanel. Sorry für dumme Fragen aber bin neu im Campergame
Klar würde ich umrüsten, die Ladeanzeige (PC110) funktioniert, ist aber nicht präzise bez. Füllstand (0-100 Prozent). Die Lithium wird fast immer als voll bezeichnet, selbst bei nur noch 20% Füllstand, deshalb eine Lithium mit Bluetooth (App) nehmen, alternativ einen Messshunt (Victron) zusätzlich verbauen. Kann ich dann selber die AGM rausnehmen und eine Lithium mit App einsetzen oder gibt es da noch was zu beachten und/oder sollte das eine Werkstatt machen?
Ja, aber... Baugröße, Polanordnung, Pol-Bauform, Befestigung, Konfiguration der Lader (und eines ev. vorh. Boosters) sind "Feinheiten, zwar erlernbar, aber können fehlerbehaftet werden. Ich würde eine Fachwerkstatt (muss nicht dein Händler sein) konsultieren und mich exakt beraten lassen (vor dem Kauf). Auch in diesem Forum wohnen welche... Wenn das Fahrzeug neu ist, der Händler sagt das es ist kein Problem. Dann lass es beim dem Händler umbauen. Machst du das wo anders, dann wirst du, falls es Probleme gibt mit dem Fahrzeug immer die allerdümmsten Ausreden hören warum es an dem Umbau liegt und kein Garantie/Gewährleistungsfall ist. Hallo, bei Neufahrzeug immer Händler machen lassen. Und ganz wichtig: Ladebooster! Lass dir das schriftlich bescheinigen, dass einer eingebaut ist. Gruß Klaus
Gute Idee, idealerweise die AGM zurückgeben und nur Li einbauen lassen (Gewichtsersparnis :idea: ). Man kann aber auch die AGM drinnen lassen - suche im Forum nach "Hybrid" (andwein --> Link. ) Falls du es dir (mit Forumshilfe) zutraust, kannst du einiges an Geld sparen. Hier ist eine Liste mit LINKs zur Forumsberichten über funktionierende günstige LiFe-Akkus --> Link In jedem Fall stellst du einfach alle Ladegeräte (Booster, Netzlader,Solarlader) auf Li oder Blei/Säure um. Helmut Falls du auch einen Wechselrichter einsetzen möchtest, beachte bei der Akkuauswahl, dass das BMS (Batteriemanagementsystem) die Dauerstromentnahme begrenzt. Mindestens 150 A Dauerstromabgabe sollte möglich sein, dann funktioniert auch Nespresso. Wenn mehrere Akkus parallel geschaltet werden, verteilt sich der Strom. Helmut Hallo Tom :wink: Wer im Forum Fragen stellt, sollte eigentlich nach Erledigung Rückmeldung geben, das wurde jedenfalls hinsichtlich deines "Solarproblems" bei deiner Norwegenreise im Oktober 2024 leider bisher unterlassen..... --> Link Helmut
Hallo Wie als wenn das verhindern würde, das Murks in der Ladeinfrastruktur ab Werk eingebaut wird: Z.B.: --> Link Mit freundlichen Grüßen Thomas Vielen Dank für die ganzen Antworten/Tipps. Jetzt weiß ich leider immer noch nicht genau was ich tun soll. Nach einem Ladebooster habe ich beim Händler bereits schon angefragt, da bekomm ich jedoch leider keine Antwort. Der Herr ist im Allgemeinen etwas schwierig… An Helmut: Danke fürs aufmerksam machen bzgl. des alten Beitrags. Der ist tatsächlich total untergegangen bei mir! Hab jetzt noch drauf geantwortet.
Bei einem neuen Fahrzeug mit "intelligenter" Limasteuerung (Euro 6d) MUSS ein Booster verbaut sein, auch eine Blei-Versorgerbatterie würde nicht voll!
Danke, so geht Forum ! Helmut Ist jetzt nicht wahr, oder... ...."Deine Bleiladetechnik muß angepaßt werden".... Welche profunde Erkenntnis, die alle anderen hier bis jetzt noch gar nicht auf dem Schirm hatten, Danke dafür, du Victron Gott!!!" Und dieses wunderbare englischsprachige Meisterwerk über maritime Lithium Technik mit hunderten Seiten, was für eine Offenbarung an Erkenntnis... Was wäre dieses Forum doch so armselig ohne deine vor Kompetenz strotzenden Fachbeiträgen. Wir verneigen uns in aller Stille....
Hallo, dann würde ich ganz besonders darauf achten, dass alles beim Händler eingebaut wird, alle Vereinbarungen auch schriftlich festhalten. Ich habe das so gemacht. Problem bei mir war: Der Händler hat mir gesagt, dass ein -zwar schwacher - Booster eingebaut sei. Das war er aber nicht. Der Einbau ging dann auf Kosten des Händlers. Ich würde auf alle Fälle LiFePo einbauen lassen, lieber ein wenig größer. Bei der LiFePo darauf achten, dass sie BT hat. In der Zwischenzeit müssten alle eingebauten Geräte für LiFePo geeignet sein. Das sollte alles kein Problem sein. Und so gehst du auch einem anderen Problem aus dem Weg: Wenn keine Booster eingebaut ist, dann werden, wie schon von anderen gesagt, die Bleibatterien nicht voll. Nur merkt man das nicht so einfach, weil die Anzeige kurzfristig voll anzeigt. Aber das sagt der Händler nicht unbedingt, der will ja verlaufen ... Gruß Klaus At RaGu, Lese, und vor Allem verstehe, die technischen und physikal. Hintergründe zum Thema Li Akkutechnik! Wie Franz immer sagt, gehe zur nächsten Mülltonne und werfe dein Bleiwissen dort rein! Im ersten Link von mir sind 7 Artikel verlinkt welche sich um das Thema Li Akkus auf Wasserfahrzeugen drehen. Es ist analog an Land, in beiden Fällen sind funktionierende Systeme essentiell (gerade auf See fährt man nicht eben mal rechts ran!)! Diese müssen sauber aufgebaut sein! Was ansonsten passieren kann, liest man im 2. Link, sowie in x Beiträgen hier im Forum (Akkus schalten bei zu hoher oder niedriger Spannung ab weil keine angepaßte Ladung erfolgt und das BMS eingreifen muß). Ebenso schalten Systeme unnötigerweise ab weil teils WR verbaut sind deren Versorgungsströme die des BMS Limits überschreiten (falsche Planung/Dimensionierung). Daneben auch schleichende Entladung durch parasitäre Ströme unterhalb der Erfassungsschwelle der Sensorik. Damit Neulinge in dieser Technik Fuß fassen können, hat der Kollege der die Nordkyn Hp. betreibt die 7 Artikel erarbeitet (das ist eine der besten Zusammenfassungen), außerdem hat er einige Anlagen in Betrieb! Leider gibt es wie im Marinebereich immer noch viele Werkstätten die relativ wenig Ahnung von Li Anlagen haben! Um saubere Integrationen durchführen zu können, muß man die Grundlagen KENNEN, VERSTEHEN UND ANWENDEN können. Fehler im Bereich der Li Anlagen haben u. U. große Auswirkungen da wesentlich höhere Energiemengen im Spiel sind. Kennt man die Fallen ist der Einbau kein Problem! Laut den Unterlagen ist es ein Euro 6e. Habe ich richtig verstanden: - ein Ladebooster ist zwingend notwendig? - ihr würdet eine Batterie mit BMS/App verbauen? - die eingebauten Geräte sind prinzipiell Lithiumfähig? So sehe ich das! Alternativ geht auch Blei-Einstellung bis 14,4 V, AGM2 mit 14,7 V wäre ungeeignet! Helmut At ToTaMa, Was ist bei Dir im Fahrzeug an Technik (hier Ladegeräte, PV, Wechselrichter, usw.) verbaut? Bitte aufzählen, im Zweifel Foto einstellen. Weiterhin erstelle eine Energiebilanz. Was läuft wie lange und zieht wie viel Strom? Damit legst Du fest wie lange Du autark sein möchtest (Schlechtwetter). Danach wird der Akku gerechnet.
Hallo, hat er doch im ersten Beitrag schon getan. Energiebilanz: Man kann aus allem eine Raketenwissenschaft machen … Gruß Klaus Guten Morgen, laut Händler sind die oben genannten Geräte drin. Weiterhin sind 2x 120W Solar auf dem Dach. Die größten Verbraucher werden - dieselheizung truma combi 4d - Kühlschrank (Tag 75 W/ Nacht 45 W sein. Ansonsten komme die Standardsachen dazu (Handy laden, Licht, Wasserpumpe). Wir haben keinen Wechselrichter. 2 X 150 Ah Accus hinein. Mit BT. Mit dem SR von Victron kannst du die Acu ausbalancieren. Normalerweise in 3 Tagen erledigt. Booster ist Plicht. Auch kleine Booster haben 25-30 A. Reicht volkomen aus. Da kein WR vorhanden und 240 Watt Solar oben. Jeder guter Accu, der sauber läuft, kommt mit Bleiladegeräten klar. Wenn die korrekt eingestellt sind. Die Basis ist ja da mit Victron SR und Solar. Alles andere ist nur mehr Beiwerk. Wenn der Händler sich quer legt mit denm Einbau der Accus, Such dir einen Boschdienst. und lass die Einbauen. Franz Hallo zusammen, ich habe gestern das Wohnmobil abgeholt und da ich diesmal den Beitrag nicht mehr vergessen möchte geb ich euch ein kleines Update :) Die Abholung selbst war "besonders". Der Händler selbst hatte keinerlei Ahnung von Technik, was selbst mir, als Laie, aufgefallen ist. Folgende Gegenstände sind nun u.a. verbaut: - 150 Ah Lithium Batterie (Ultimatron France) - Ladebooster Redarc 40A/12V - Solarregler von Victron MPPT 75/15 - 2x 120W Solarpanel Die anderen Geräte, wie ich sie bereits genannt habe. Die Überlegung eine 2te Lithiumbatterie einzubauen fand ich gut, jedoch reicht mir die Zeit dazu nicht mehr und wird vielleicht eher für das nächste Jahr geplant. Ich bin gerade eher am überlegen, ob ich eine Powerstation mitnehme, um die Dauer der Autarkie zu verlängern. Ich wollt mich nochmal für eure ganzen Anregungen/Gedanken und Hilfe bedanken.
Diese "Marke" Ultimatron ist mit bisher nicht bekannt. Beachte jedenfalls, dass LiFePO4-Akkus bei Frost nicht geladen werden dürfen. Ich empfehle dir, in längeren Nutzungspausen den Akku per App oder Trennschalter abzuschalten, die Selbstentladung ist gering --> Link. Wenn du den Akku abschaltest, sollte sicherheitshalber auch Solar deaktiviert werden. Ich wünsche dir immer ausreichend Strom! Helmut |
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