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Hallo, wir möchten Ende Juni bis Anfang Juli zum ersten Mal nach Norwegen mit dem Camper unserer Tochter. Mein Mann möchte wegen der Hochsaison lieber direkt mit der Fähre nach Bergen und eine Runde nördlich von Bergen fahren. Ich finde von den Fotos und Beschreibungen der Wandertour den Preikestolen so toll und würde daher lieber die Fähre bis Stavanger nehmen und bis Bergen fahren. Allerdings habe ich auch gelesen, dass der Preikestolen so überlaufen ist, dass es keinen Spaß mehr macht. Was meint ihr? So, wie ich es sehe, gibt es in der Nähe von Bergen keine ähnlich steilen, hohen Berge, der Hardangerfjord zum Beispiel ist ja wohl eher breiter und offener. Mir geht es nicht um "das Foto" oder den Instagram-Spot, sondern um das Erlebnis dieses dramatischen Fjordes. Dann hänge ich noch eine verwandte Frage an: Würdet ihr zu der Reisezeit eher eine Runde um Bergen bzw. etwas nördlich davon empfehlen oder die Fahrt von Stavanger nach Bergen? Soll ja eine sehr schöne Strecke sein, aber vielleicht gerade darum dann auch überfüllt? Oder ist es überall schön und daher einfach eine Entscheidung / Geschmacksache? Wir wären in der letzten Juniwoche in der Gegend um Stavanger, Reisezeit ist vom 23.6. bis 9.7. Grüße Marike Hallo Marike, nur kurz weil ich wenig Zeit habe. Preikestolen: Um 5 Uhr morgens los, dann biest du gegen 7 oben, da geht es noch. Auf dem Rückweg kommen Die schon einige entgegen. Noch ein paar Sachen zum Googlen: Flambahn FV17 Panoramastraße Hardanger Vidda; für mich, mein Highlight in Norwegen und die Massen verlaufen sich in den fast unendlichen Weiten. Lg Jörg Hallo, natürlich ist es voll am: *** Preikestolen *** Lysebotten *** Trolltunga *** Geirangerfjord (Wanderung zur Alm Homlongsætra") *** Besseggen Grat sowie an den unmittelbar in der Nähe liegenden CPs. Man sollte sich auch drauf einstellen, dass man dort im Umkreis NICHT frei stehen kann und dass das in der Hochsaison auch intensiv kontrolliert wird. Wie oben schon erwähnt: je früher man mit der Wanderung beginnt, desto weniger Touristen werden einen auf der Wanderung begleiten. Allerdings gibt es viele weitere wenigere bekannte und trotzdem spektakuläre Wanderungen im Westen von Norwegen, die es wirklich lohnen diese zu gehen. Meiner Meinung nach verpasst man was, wenn man mit der Fähre gleich nach Bergen fährt. Das ganz südliche Norwegen hat seinen ganz besonderen Reiz. Klar will man Bergen sehen und erleben. Aber ich muss sagen, ich fand den Fischmarkt jetzt nich sooooo toll. Ich habe da an Nord- und Ostsee schon bessere Fischbrötchen gegessen. Und das Hanseviertel Bryggen mit seinen Holzhäusern, also wenn da um 10:30 Uhr die 2.500 Touris der Kreuz- fahrtschiffe einfallen, das muss man sich dann auch nicht geben. Auch hier heißt es: je früher - je besser. In der Hochsaison würde ich mir einen guten Plan machen und einiges vorreservieren. Dann ist man immer auf der sicheren Seite, hat tagsüber keinen Stress und weiß, dass man mal auch um 18:00 Uhr einlaufen kann und einen Übernachtungsplatz bekommt. WoMo NK19 Preikestolen lohnt sich, sollte man mal erlebt haben. Die Wanderung dorthin als solches ist schon erlebenswert, aber das Gefühl auf dem Plateau ist unfassbar. Kann den Tipp nur bestätigen: so früh als möglich hoch. In Norwegen lohnt es sich zu schauen, ob an dem Tag an dem man eine Besichtigung plant, ein Kreuzfahrtschiff in der Nähe ist. Vor allem in den Fjorden. Die bringen dann eben viele Menschen zu den Hotspots, u.A. auch zum Preikostolen. Ich meine das geht dann von Stavanger aus, bin mir aber nicht sicher. Als wir auf dem Preikestolen waren, sind uns auf dem Rückweg Massen von Menschen mit dem typischen MSC-Aufkleber auf der Brust entgegengekommen. Ich meine es gibt eine Seite, wo man nachschauen kann, wann welches Schiff in welchem Fjord ist. Habe ich aber leider nicht auf die Schnelle zur Hand. Hei, wir waren 2017 in Norwegen bis Höhe Alesund und haben die Standard-Sehenswürdigkeiten absolviert. Dabei war auch der Preikestolen. Natürlich ist man da nicht alleine, aber ich würde auch heute noch dazu raten. Das Plateau ist recht groß und wenn man früh startet d.h. für mich etwa 8.00 dann geht man mehr oder weniger im Gänsemarsch, aber immer noch mit etwas Abstand. In diesem Jahr starten wir am 13.06. und da hoffe ich auf den weniger vollen Saisonstart. Als ähnliche, aber wenig bekannte Wanderung habe ich den Galten gefunden, von Folkestad aus.(weiter im Norden). Weiterhin würde ich den Nigardsbreen empfehlen. Hier haben wir eine tolle, natürlich geführte, Gletscherwanderung gemacht. Eine große Sehenswürdigkeit ist natürlich auch der Trollstigen(wenn er wieder geöffnet ist) Ein kleines Abenteuer war auch die Fahrt mit der Flambahn und Leihfahrrad nach Myrdal und dann mit dem Rad sehr steil abwärts. Inzwischen kann man sich auch an eine Zipline hängen. Auf Runde waren wir auch, das beste ist die Fahrt dorthin, mit den Papageientauchern hatten wir nicht viel Glück, gut, ein paar haben wir gesehen, dazu war das Wetter schlecht. Die eine oder andere Stabkirche sollte man sich auch anschauen. Wir haben damals eine Wanderung über den Königsweg nach Borgund gemacht. Spektakulär ist auch der Wasserfall Voringfossen bei Eidfjord, hier hat man die stählernden Aussichtsbühnen noch erweitert. Ist aber auch ein hotspot und entsprechend voll. Aber klar, alle tollen Punkte sind natürlich nicht leer, aber davon kann man sich auch nicht nur abschrecken lassen. In Bergen war ich vor 30 Jahren und 2017 haben wir es ausgelassen. In diesem Jahr möchte ich wieder hin wegen Edvard Grieg, ich möchte nach Troldhaugen und mir mit der Floyenbahn Bergen von oben anschauen(falls das Wetter es zuläßt). Moderation:Beitrag editiert Ich habe mir den Transponder von Öresund schicken lassen, ist gratis.So, das soll es erstmal sein, wenn weitere Fragen auftauchen: gerne. Ha det, klasi Eine Seite wäre zum Beispiel vesselfinder. Funktioniert super auch um zu sehen was am Geiranger usw los ist. Ansonsten wurde schon viel geschrieben. Möglichst früh hoch oder auch spät. Zu eurer geplanten Zeit bleibt es ja relativ lange hell. Wir waren vor 2 Jahren am Preikestolen: - Ja, es ist sehr voll. Entweder abends spät oder morgens früh. Wir waren ca. 16:30 oben. Da gings... Es ist ja lange hell. - Oder, mit dem Zelt da oben übernachten. Wir haben einige gesehen, die da ob - etwas vor dem Plateu - zelteten. - Ja, Übernachten darf man auf dem Parkplatz unterhalb auch nicht. - Übernachten haben wir hier: --> Link (Viewpoint Lysefjord). Muss man aber Glück haben, weil da nur wenige Stellplätze sind. - Man muss auch Glück mit dem Wetter haben. Als wir oben ankamen, war noch etwas Sonne. Dann zog es zu (Nebel) und man sah nix mehr. Also vorher den Wetterbericht ansehen und danach planen. Ich war jetzt 2 mal in norge und fahre dieses jahr mit dem moped ans kap .. das land macht süchtig Aber den touristenrummel würde ich mir nicht antun wollen In ganz norwegen gibt es wunderschöne wandertouren ..muss man da unbedingt auf den rummel gehen Für mich ist das nicht das ziel weshalb ich nach norwegen fahre. .. wer aber die bucketliste abarbeiten mag … nur zu . Hallo,
hahaha, der war gut. Weil auch das „Kap“ (ich vermute mal das Nordkap ist gemeint) so richtig einsam ist und bestimmt niemand da hinfährt - hahahaha WoMo NK19
Das sollten alle genau überlegen. Haben schon viele die ca 20 Kehren auf dem Schotterweg mit bis zu 15% bergab geschoben und die Kraft zum Bremsen in den Fingern nicht ausgereicht hat. Für E-Bike Amateure sicher nichts. Geübte Radfahrer die auch bei 2km/h um die Kurven noch fahren können kein Problem.
Die Bucketlist hat aber ihren Grund. Manche Ziele sind eben etwas besonderes, auf das ich nicht unbedingt verzichten will, auch wenn das heißt, Touristenmassen. Ich war Frühherbst 2013 am Preikestolen. Wir haben auf einem CP in der Nähe übernachtet und sind dann relativ früh (9?) zum Parkplatz gefahren. Der Weg hoch war gut gefüllt. Kein Entenmarsch, aber auch keine Einsamkeit. Runter war dann weniger los, dafür mehr Leute aufwärts. Ich würde es wieder machen, wenn ich in der Gegend wäre, aber wie schon geschrieben, früh (oder spät) aufbrechen. RK Weil auch das „Kap“ (ich vermute mal das Nordkap ist gemeint) so richtig einsam ist und bestimmt niemand da hinfährt - hahahaha WoMo NK19 Das ist ja nur ein wegpunkt .. da werde ich max 2 stunden sein .. vermutlich nachts ( midsommer ist es da taghell , und da gegen mitternacht dann sicher ziemlich alleine ) um das Photo mit moped und kugel zu machen …der Weg ist das ziel
Als ich dort war, mußte man sich schon fast anstellen, um um Mitternacht dort ein Foto ohne andere Menschen zu machen. Und das war noch in der Vorsaison. RK Ich war drei Mal da oben,und Mitternacht war es am vollsten.Ein Mal lag ein Kreuzfahrer unten,da kam ein ganzer Konvoy von Bussen da rauf,nix mehr mit der berühmten Aufnahme,obwohl das Wetter super war. Gruß Ticontrol Oha …dann doch lieber später
Schön, das so viele nicht darauf verzichten wollen, finde ich prima. Wegen mir könnten alle zur Sagrada pilgern, an den Preikestolen, nach Nazare, um das übliche Selfie zu machen und auf der Bucketlist einen weiteren Eintrag abzuhaken. Das ist das positive an den sozialen Medien, die Lemminge folgen dem Rudel. Dann ist an anderen Stellen weniger los. Es gibt so viele schöne Landschaften auf der Welt die in keiner Bucketliste stehen und die man in Ruhe genießen kann und wo man einen wirklichen Eindruck des Landes bekommt. Beste Gruesse Bernd Und auch daran denken,das an 235 Tagen im Jahr dort oben "Nordkapwetter" herrscht,Regen, Nebel,Starkwind,einfach unschön.Das NK ist auch ein Mogelkap,von wegen " nördlichster Punkt Europas", da reicht ein Blick auf die Karte,um zu sehen,das diese Angabe nicht der Wahrheit entspricht. Gruß Ticontrol
Sagrada war ich vor Jahrzehnten mal und werde sie mir wieder ansehen, sobald ich mal da bin. Oben am Preikestolen habe ich auch ein Selfie gemacht als Beweis, daß ich es hoch geschafft habe :-). Und dann sehr schöne Bilder der Landschaft, die auch in einem Kalender und in einem Puzzle gelandet sind. Ich hab auch einen Stop in Oslo gemacht, hauptsächlich um mir die Oper anzusehen.
Früher waren es halt (Buch) Reiseführer, die den gleichen Effekt hatten. Wenn man nicht weiß, was es wo gibt, weil man fremd ist, folgt man den verfügbaren Informationen. Wenn da eine tolle Aussicht wo ist und keiner veröffentlicht was, wie soll man sie dann finden ? Ich kann nicht das ganze Land abgehen, um jeden cm gesehen zu haben. Google Earth oder Street kann heute etwas dabei helfen, ist aber immer noch ein Riesenaufwand. Man kann versuchen, Einheimische zu befragen, aber in der heutigen Zeit behalten die ihre Plätze wohl lieber für sich.
Die muß man aber erstmal finden. Und wenn sie dann wo stehen, ist es aus mit der Ruhe. Und einige Plätze sind nun mal einzigartig (jetzt nicht in N). Ich hab lang am Eiffelturm angestanden, weil es eben der Eiffelturm ist. In der Kirche Notre Dame waren wir nicht drin, dann ist sie (teilweise) abgebrannt und wir haben uns geärgert :-(.
Am "echten" Nordkap daneben war ich auch. Dort war tatsächlich fast nichts los. Inwieweit eine Insel der nördlichste Punkt ist, und warum Spitzbergen da nicht eingerechnet wird, ist eine andere Frage. RK Ich habe mal irgendwo gelesen,das Spitzbergen nicht auf dem Festlandsockel liegt,und deshalb nicht der nördlichste Punkt ist. Gruß Ticontrol Ich danke euch allen für eure Beiträge, bin ganz überwältigt. Wie schon geschrieben, geht es mir überhaupt nicht um eine Bucketlist, ich bin nicht in sozialen Medien unterwegs (außer Signal und WhatsApp, falls die dazuzählen) und mache vielleicht drei Selfies in einem vierwöchigen Urlaub. Aber, wie einige auch schrieben, die Hotspots sind ja nicht ohne Grund so beliebt und bekannt, weil es eben spezielle Orte sind, die es vergleichbar nicht so oft gibt. Und, wie auch jemand richtig schrieb, man muss ja erstmal wissen, was wo ist. Wenn wir zwei Wochen haben, können wir ja nicht auf gut Glück irgendwohin fahren und hoffen, zufällig auf eine tolle Wanderung zu treffen, besonders nicht beim ersten Besuch in einem Land. Also vielen Dank nochmal für die hilfreichen Tipps bzgl. Preikestolen (wir werden vermutlich eher zu der "spät-losgehen-Fraktion" gehören) und der Kreuzfahrtschiffe. Und auch für die Hinweise auf andere schöne Orte und Wanderungen. Viele Grüße Marike PS: Habe noch Fragen zu den Lofoten, werde da aber einen eigenen thread eröffnen
Ist das inklusive Hin- und Rückweg? (nur) 14 Tage für Norwegen finde ich schon sehr sportlich. Norwegen ist wirklich überwältigend und hinter jeder Kurve / Bergkuppe wird man immer wieder von der atemberaubenden Landschaft überrascht. Man weiß teilweise gar nicht, wohin man zuerst gucken soll. Bedenken solltet ihr bei euren Planungen, dass man in Norwegen nicht mal eben und schnell irgendwo hinfährt. Die Tageskilometerleistungen sind schon begrenzt, insbesondere wenn man die Fahrt genießen und auch etwas sehen möchte. Ich rechne in Norwegen immer mit max 50 Kilometer in der Stunde, bei kleineren Straßen und Wegen eher deutlich weniger. Dazu seid ihr mit Ende Juni/Anfang Juli in einer Zeit in Norge unterwegs, zu der schon viele Wohnmobile durchs Land fahren. Und nur mal ein kleiner Hinweis, weil Du etwas von "Lofoten" geschrieben hast. Von Stavager zu den Lofoten sind es rund 2200 Straßenkilometer und von Bergen immer noch knapp 1300 Kilometer. Und man muss ja auch alle Wege in der zur Verfügung stehenden Zeit auch wieder zurück fahren. Wir fahren seit einigen Jahren immer ab Mitte Mai für 8 Wochen nach Norwegen und bisher nur einen Teil dieses tollen Landes erkundet, wobei es uns immer in den höhen Norden zieht. In diesem Jahr werden wir im Mai allerdings nach Island fahren und danach dann noch mal nach Norwegen. Viel Spaß in Norwegen Thomas Weil es mir auf dem Preikestolen auch zu voll ist, hatte ich mich für den benachbarten Reinaknuten entschieden --> Link. Die Felsen fallen zwar da nicht direkt senkrecht ab, aber man hat auch einen schönen Einblick in den Fjord. Eine tolle Landschaft, ich würde mich jeder Zeit wieder so entscheiden und am ganzen Tag habe ich nicht mehr als 10 Menschen gesehen. Aber jeder hat da so seine eigenen Vorlieben... P.S. Eine "Warnung" möchte ich noch zur Fähre Oanes - Lauvvik abgeben. Die Ferjekort wird hier nicht akzeptiert und der Preis total überzogen. Dann wird man noch wie eine Sardine auf das rostige Etwas gepfercht. Fähren in Norwegen sind sonst überall super und easy, aber diese ist eine Enttäuschung in jeder Hinsicht. Das nächste Mal würde ich überlegen den Stavanger-Tunnel zu nehmen. Auch nicht geschenkt, aber zumindest bleibt einem dieses Erlebnis erspart. An Thomas: Du hast natürlich völlig recht. Nein, in den 14 (eigentlich 16) Tagen wollen wir nur von Stavanger nach Bergen fahren. Dort übergeben wir den Campervan an unsere Tochter. Wir fliegen von Bergen für eine Woche auf die Lofoten, ohne WoMo, dafür Mietwagen. Sozusagen als Schnupperurlaub, um später vermutlich nochmal für länger zu kommen. An Torsten: Danke für die Tipps, super. Marike |
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