Tkausb am 11 Mär 2026 21:09:23 Hallo liebe Forumsmitglieder, zunächst möchte ich mein Fahrzeug kurz vorstellen. Wir sind im Besitz eines Rollerteam Granduca Granduca 265 TL auf Fiat Ducato Basis, Baujahr 2027. Es ist eines der ersten Fahrzeuge mit Euro 6 Zulassung. Nach mittlerweilen 8 Jahren hat die Aufbaubatterie Ihr Soll erfüllt und muss ausgewechselt werden. Nun möchte ich diese AGM Batterie natürlich auf LiFePo4 umrüsten und habe mir folgende Komponenten für den Umbau besorgt :
Laden an Land > Das NE (Nordelettronica) 278 21 A LiFePo4 fähig, welches 1:1 ausgetauscht werden kann. Das Original verbaute ist plug&play austauschbar und ebenfalls von NE. Laden während der Fahrt > Einbau eines zusätzlichen Ladeboosters, da aktuell noch keiner im Fahrzeug verbaut ist. Ausgesucht habe ich mir den Victron Orion-TR-Smart 12/12 30A verbauter ELB im Aufbau > NE (Nordelettronica) 196 T
Nun das eigentliche Problem, mit dem in gerade Kämpfe : Wie binde ich den Ladebooster in mein vorhandenes System ein ? Ich habe schon viel im Netz recherchiert, Einbau vor das ELB (Ausgang Booster in Eingang ELB), Zweite Einbaumöglichkeit direkt vom Ausgang Booster in die Aufbaubatterie, danach wäre wichtig, das Trennrelais zu deaktivieren usw. An dem ELB (NE196T) auf welchem das Trennrelais aufgelötet ist, kann man dies nicht so ohne weiteres Deaktivieren.
Was würde denn ein nicht Deaktivieren bedeuten, wenn der Booster in Reihe (also direkt vor das ELB) gesetzt wird ? Könnte ich den Booster auch weglassen und trotzdem eine LiFePo4 einbauen, welche dann halt hauptsächlich mit Landstrom geladen wird ? Oder hat das noch andere negative Auswirkungen ? Leider konnte ich im gesamten Forum nichts über einen gelungenen LiFePo4 Umbau in Kombination mit einem NE196 finden.
Somit bleibt nur die Hoffnung, dass solch ein Umbau, wie in meinem Fall schonmal jemand hier durchgeführt hat ? Der aller letzte Gang wäre dann halt nur noch den Händler zu kontaktieren, was zu tun ist und ob es umsetzbar ist....
Vielen Dank schonmal vorab für Eure Tips und Hilfe. Gruß Thorsten
silver34 am 12 Mär 2026 08:58:09 Den Booster in "Reihe" anzuschließen geht (Die meisten ELB sind bis 50A ausgelegt), du hast allerdings keine Spannunganzeighe mehr über ELB da der Booster dazwischen hängt!
Den Booster direkt an die Batterie bzw. an ELB-Anschluß für die Aufbaubatterie und deaktiviertes Trennrelais, da ist es so wie du jetzt hast - Spannunganzeige der Starter geht usw.
Das Trennrelais nicht zu deaktivieren ist keine gute Idee, weil du dann im Kreis lädst. Der Booster hebt die Spannung an der Aufbaubatterie an, durch die höhere Spannung fließt ein teils des Strom übers Trennrelais wieder zurück und wird wieder zur Aufbaubatterie geschaufelt.
Wenn du mit fehlender Spannungsanzeige der Starterbatterie leben kannst geht einfach dazwischen klemmen.
Gold Standard ist mit deaktivierten Trennrelais...
purplenew am 12 Mär 2026 11:20:02 Tkausb hat geschrieben:Wir sind im Besitz eines Rollerteam Granduca Granduca 265 TL auf Fiat Ducato Basis, Baujahr 2027... Nach mittlerweilen 8 Jahren...
Moin Thorsten, ich denke mal, dass das Baujahr ein Schreibfehler ist und 2017 sein soll, denn Du schreibst weiter "Nach mittlerweile 8 Jahren...). Auch wenn Dein Fahrzeug Euro 6 (temp?) ist, hat Dein Auto wirklich schon eine intelligente Lichtmaschine? Ich glaube nein (mein Auto ist aus 2020 und hat auch noch die "alte" Lima) und dann liefert diese Lima immer Strom. Bei einer "dummen" Lichtmaschine brauchst Du eigentlich gar keinen Booster, da Deine Batterien auch so geladen werden (hat mit der AGM doch auch funktioniert). Warum willst Du Ladegerät bzw EBL tauschen? Nur weil diese Geräte keine Einstellung "LiFePo4" haben? Selbst neue Ladegeräte und EBL haben nicht zwingend eine Ladekurve für LiFePo4, so wie auch mein Auto dem EBL 31 von Schaudt. Dann werden Ladegerät bzw. EBL auf Blei/Gel umgestellt und die LiFePo4 werden richtig geladen. Thomas
Cherryflyer am 12 Mär 2026 13:43:17 Hallo Thorsten, wir haben ebenfalls einen Granduca 295 TL, Bj. 2016. Das Fahrzeug hat ein Solarpanel auf dem Dach (ich glaube 110 W) und wurde mit einer 100 Ah AGM Aufbau-Batterie ausgeliefert. 2022 habe ich die AGM Batterie gegen eine LiFePo mit 100 AH von Liontron getauscht. Nach Rücksprache mit dem Händler der Batterie habe ich den EBL von Nordeletronica auf GEL umgestellt. Das geht ganz einfach, einige Dip Schalter am EBL müssen umgestellt werden. Nach nunmehr 5 Jahren zeigt die Batterie keinerlei Schwächen. Hat sogar 110 AH bei 100 % Aufladung. Mehrere Tage Freistehen ohne Sonne oder Landstrom ist möglich. Verbringen wir den Abend im Wohnmobil vor dem Fernseher und natürlich mit Beleuchtung gehen ca. 25 Ah raus. Das wird am nächsten Tag leicht wieder via Solar reingeholt. Einen Ladebooster haben wir nicht verbaut und auch noch nie vermisst. Mit der App von Liontron kann man die Batterie jederzeit überprüfen. Ich bin mit diesem System sehr zufrieden. Der Kühlschrank ist allerdings ein Absorber und läuft beim Freistehen mit Gas. Solltest Du einen Kompressor haben, könnte es knapp werden . Ich empfehle Dir einen Batteriewechsel auf LiFePo und für den unwahrscheinlichen Fall daß das nicht reicht kannst Du immer noch einen Poster nachrüsten. Viel Erfolg - Alois
BossHogg am 12 Mär 2026 14:21:43 Servus, --> Link schon gelesen? Dazu --> LinkDas sollte Dir einiges aufzeigen!
cinzano01 am 12 Mär 2026 15:37:33 Grundsätzlich würde ich angesichts der Preise für LiFePO4 Batterien bei einer Umrüstung immer ordentlich Kapazität verbauen. Ich habe praktisch keine Aufträge mehr, wo unter 300Ah zum Einsatz kommen. Gerade die Thematik E-Bikes laden führt dann dazu, dass ordentlich aufgerüstet werden muss. Große Batterien wollen auch vernünftige Ladeleistungen während der Fahrt, weil eben die reichlich vorhandene Batteriekapazität ein ganz anderes Nutzungsverhalten mit sich bringt. Das Laden während der Fahrt sollte dann bei einer Etappenfahrtzeit von 1-2 Stunden sicher tretn Tages Verbrauch an Strom wiederherstellen. Somit macht ein 50A Booster Sinn und der gehört außerhalb der Bordelektrik angeschlossen. Somit ist das Trennrelais zu deaktivieren.
BossHogg am 12 Mär 2026 18:33:55 Servus, Laß das mit dem Orion smart 30 und nimm den Orion XS 50! Du kannst ihn programmieren (wenn die Lima sonst überlastet wäre), bald ist durch SW update auch Rückwärtsladen möglich. Der Neue ist außerdem wesentlich effizienter.
Hannus am 13 Mär 2026 12:15:34 Booster in Reihe zum NE196 würde ich nicht machen, weil er dann auch den Kühlschrank mitversorgt. Ist zwar gut für den Kühlschrank, aber der Strom fehlt dir zum Laden. Trennrelais deaktivieren ist nicht ganz so trivial. Du kannst ins EBL eingreifen und z.B. das Relais öffnen und die Kontakte mit einem Plastestreifen isolieren. Du kannst aber auch eine Diode auslöten oder einen Leiterzug durchtrennen. NE196.2_Trennrelais deaktivieren.jpg NE196.2_Trennrelais deaktivieren 2.jpg Oder du kannst das Ganze auch ohne Eingriff in den EBL mit einem zusätzlichen Relais lösen. Booster mit Zusatzrelais.jpg
cinzano01 am 13 Mär 2026 12:38:27 Jup. Genau so! Und der Strom für den Kühlschrank kommt direkt von der Lima und geht nicht zu Lasten der Boosterleistung.
Zu den Orion Geräten. Ich bin zwar absoluter Victron Fan, aber bei den Booster sind mir die aufgrund der passiven Kühlung viel zu klobig.
Ich verwende immer den Votronic VCC 1212-50.
mn4 am 13 Mär 2026 14:01:20 cinzano01 hat geschrieben:Grundsätzlich würde ich angesichts der Preise für LiFePO4 Batterien bei einer Umrüstung immer ordentlich Kapazität verbauen. Ich habe praktisch keine Aufträge mehr, wo unter 300Ah zum Einsatz kommen. ...
Wenn man nicht sowieso fast jeden Tag am Landstrom hängt… Grüße Uwe
cinzano01 am 13 Mär 2026 16:36:55 Warum soll ich täglich an Landstrom oder quer über die Lande nach einer Steckdose Ausschau halten müssen, wenn ich einfach keine mehr brauche?
mn4 am 13 Mär 2026 16:39:53 cinzano01 hat geschrieben:Warum soll ich täglich an Landstrom oder quer über die Lande nach einer Steckdose Ausschau halten müssen, wenn ich einfach keine mehr brauche?
Sollst Du nicht, hatte zumindest ich auch nicht geschrieben.
basste315 am 13 Mär 2026 20:26:53 Tkausb hat geschrieben:Wir sind im Besitz eines Rollerteam Granduca Granduca 265 TL auf Fiat Ducato Basis, Baujahr 2027 (Korrektur 2017) . Nach mittlerweilen 8 Jahren hat die Aufbaubatterie Ihr Soll erfüllt und muss ausgewechselt werden. ...AGM Batterie natürlich auf LiFePo4 umrüsten
Wenn bisher die AGM-Batterie 8 Jahre lang ausreichend geladen wurde, brauchst du auch weiterhin nicht zwingend einen Ladebooster und könntest dir den kompliziertem Umbau (wegen Trennrelaisdeaktivierung) ersparen. Du brauchst auch kein neues Netzladegerät. Einfach alle Ladegeräte auf Blei/Säure oder Blei/Gel umstellen (14,2-14,4 V Ladeschlussspannung, 13,4-13,8 V Erhaltungsspannung). Tkausb hat geschrieben: ... und habe mir folgende Komponenten für den Umbau besorgt :
Tkausb hat geschrieben:Laden an Land > Das NE (Nordelettronica) 278 21 A LiFePo4 fähig, welches 1:1 ausgetauscht werden kann. Das Original verbaute ist plug&play austauschbar und ebenfalls von NE.
Tkausb hat geschrieben:Laden während der Fahrt > Einbau eines zusätzlichen Ladeboosters, da aktuell noch keiner im Fahrzeug verbaut ist. Ausgesucht habe ich mir den Victron Orion-TR-Smart 12/12 30A verbauter ELB im Aufbau > NE (Nordelettronica) 196 T
Guter Rat: Zuerst fragen und nur wenn notwendig, die richtigen zusätzlichen Komponenten besorgen und nicht umgekehrt :roll: Besser in mehr Akkukapazität investieren oder günstig mit Solar die Autarkie erweitern. Helmut
basste315 am 13 Mär 2026 20:40:29 cinzano01 hat geschrieben:Grundsätzlich würde ich angesichts der Preise für LiFePO4 Batterien bei einer Umrüstung immer ordentlich Kapazität verbauen. Ich habe praktisch keine Aufträge mehr, wo unter 300Ah zum Einsatz kommen. Gerade die Thematik E-Bikes laden führt dann dazu, dass ordentlich aufgerüstet werden muss.
Schön dass endlich wieder einmal ein Fachmann im Forum "vorbeischaut" :daumen2: Willkommen cincano01: --> Link--> LinkIch komme mit 200 Ah Akkukapazität und 200 Wp Solar zwischen März und Oktober gut zurecht. Wenn ich dann auch regelmäßig die Fahrradakkus aufladen möchte, kann es aber schon eng werden. Wenn ich nicht weiterfahre, hilft aber auch kein Booster :cry: cinzano01 hat geschrieben:Große Batterien wollen auch vernünftige Ladeleistungen während der Fahrt, weil eben die reichlich vorhandene Batteriekapazität ein ganz anderes Nutzungsverhalten mit sich bringt. ... Somit macht ein 50A Booster Sinn und der gehört außerhalb der Bordelektrik angeschlossen. Somit ist das Trennrelais zu deaktivieren.
Ein "verändertes Nutzerverhalten" kann schon auch bei älteren Fahrzeugen eine Boosterinstallation rechtfertigen. An Thorsten: Dann sollte man aber wissen, wie man einen Booster einbaut und das Trennrelais deaktiviert oder zum Fachmann gehen. Helmut
cinzano01 am 13 Mär 2026 20:59:04 Servus Helmut,
ja, ich hab jetzt deutlich mehr Zeit, da ich meinen Job hingeschmissen habe. Ich konzentriere mich ab sofort auf PV, Batterien, Wärmepumpen UND natürlich Wohnmobile!
Bezüglich des Boosters bin ich bei dir, dass der, sofern kein generelles Problem beim Laden bestand, weggelassen werden kann, SOFERN man bei der bisherigen Batteriekapazität bleibt. Nur ist diese im Zuge der Umrüstung halt auch schnell und einfach verdoppelt oder vervielfacht und dann braucht man auch ordentlich Power zum Nachladen, weil sich das Nutzungsverhalten meist deutlich ändert.
Mit einer dedizierten Ladeleistung kann ich das halt besser managen.
Der Umbau mit dem Relais ist im Prinzip simpel, nur muss man sehr sorgfältig bei den Anschlüssen arbeiten.
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