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Alternative zum teueren Diesel?


Gast am 09 Nov 2007 15:05:08

Aufgrund der sehr hohen Dieselpreise stelle ich mir die Frage einen anderen Sprit zu tanken.

Biodiesel: Hier habe ich schon gehört, dass es zu Schäden an der Einspritzanlage kommen kann und z.B. von Fiat keine Garantie übernommen wird. Stimmt das so?

Heizöl: Ich weiss, ich weiss………..das ist verboten! Dennoch die Frage: Kann man mit Heizöl bedenkenlos (Ausnahme natürlich im Winter) in einen modernen Dieselmotor ohne Gefahr von Folgeschäden etc. fahren?


Seppl

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Advantage am 09 Nov 2007 16:20:07

Heizoel = Diesel

Der Unterschied liegt in der Farbe, an welcher die Zollbeamten den Einsatz von Heizoel erkennen (genügen geringe Mengen)

Beim "Erwischt werden" gibt es nicht nur eine saftige Geldstrafe (Steuerhinterziehung), sondern der Spritverbrauch für die Gesamtfahrleistung des Fahrzeuges muss rückwirkend versteuert werden.

Lohnt bestimmt nicht. Dafür kannst Du Dir den Diesel bringern lassen

Fee am 09 Nov 2007 16:31:44

Ich denke da sparst du am falschen Ende.
Biodiesel...naja ich kenne mich nicht so gut aus aber ich habe schon mal in einer Werkstatt mehrere Tanks von Autos die Biodiesel getankt haben gesehen, es hatte sich dort eine dicke Schicht angelagert...wie Fritierfett. Echt ekelig...und von den Kosten ganz zu schweigen.
Und Heizöl ist ein absolutes No-Go.


Ich denke es gibt keine Alternative ausser vielleicht weniger oder langsamer fahren aber wer will das schon.

Fee

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agu am 09 Nov 2007 16:32:10

außerdem fehlen im Heizöl Additive

f.k. am 09 Nov 2007 16:44:45

Wir haben in unserer Familie viele positive Erfahrungen mit Biodiesel machen können.
Unser Peugeot 505 D wurde meist mit Biodiesel gefahren und mit knap 400'000km prima laufend weiterverkauft - laut peugeot hätte er kaputt sein müssen ...

Im Ducato habe ich abwechselnd Biodiesel und normales getankt ... mit Biodiesel rauchte er kalt schon erschreckend mehr aber gelaufen ist er damit genausogut. Im Peugeot hatten wir eine nicht unerhebliche Leistungsverbesserung gegenüber konventionellem Diesel bemerkt - Biodiesel hat pro Liter auch einen höheren Brennwert.

Ich kenne aber auch andere Fälle bei denen teurere Reparaturen (Dichtingen, Filter ...) durch Biodiesel ausgeläst wurden.

Ein Freund von mir hat seinen Audi 100 auf Salatöl umgestellt welches hervorragend funktionniert - das wäre doch auch was, oder?

, Florian

Gast am 09 Nov 2007 16:45:44

agu hat geschrieben:außerdem fehlen im Heizöl Additive


:daumen2:


Genau richtig Agu,
selbst in meiner alten Karre kommt nur das beste rein, (Diesel)
weil ich mag unseren Dicken. (ich weiß in Deinen Augen eher "Winzling" :D )

Bevor ich am Sprit spare, werde ich eher Nichtraucher. :wink:

LowCostDriver am 09 Nov 2007 17:06:47

Heizöl und Diesel haben nahezu die gleiche chemische Zusammensetzung und tragen im Rahmen der Gefahrgutverordnung den gleichen Gefahren- und UN-code.
Heizöl entspricht i.d.R. der DIN- Norm 51603-01.
Diese hat geringere Vorraussetzungen, was Schwefelgehalt und Cetanzahl angeht.
Heizöl wird darüber hinaus gefärbt (i.d.R. hellrosa) und kann daher durch den Zoll bestens mittels Absaugen aus dem Tank aufgespürt werden.
Angeblich auch noch 3 oder 4 Tankfüllungen später...
Es heißt, dass Heizöl eine stärkere Rauchentwicklung (eine Fahne) entwickeln soll. Es ist möglich, dass dies am höheren Schwefelgehalt liegen kann, genaueres habe ich bisher noch nicht heraus gefunden.
Vielleicht liegt es auch an dem Färbemittel, um dem Zoll das Aufspüren zu erleichtern...

Das Risiko erwischt zu werden muss jeder selbst einschätzen, fakt ist, es bleibt verboten.

Rapsöl ist natürlich zulässig, sofern es direkt in den Tank gegeben wird. Es gibt unterschiedliche Meinungen wie es mit der eigenen Herstellung (z.B: aus altem Frittenfett von der Bude) und Lagerung zuhause aussieht. Ich persönlich halte die Rechtslage für unklar. Daher kaufe ich wenn mein Rapsöl und stelle es nicht selbst her.
Rapsöl lässt sich aber in letzter Zeit auch immer häufiger direkt bei einer Ölmühle beziehen, der Preis ist dann nicht so immens, wie im Supermarkt und man hat keine 1-Liter Gebinde, die man entsorgen muss.
Außerdem wird man nicht mehr schräg angeschaut, weil man im Aldi 10 Kartons á 6 Flaschen kauft. Ich habe schon von Supermärkten gehört, die den Verkauf von mehr wie 2 Kisten untersagen, besonders dann, wenn Rapsöl im Angebot für unter 0,80 € / Liter ist.

Wann sollte das Fahrzeug umgerüstet werden?
2 Dinge: Wenn du im Winter damit fahren willst, kommst du eine sogenannte Vorwärmkammer für das Rapsöl nicht herum, das Zeug ist sonst Gelee.
Fährt man nur im Sommer und dann auch nur im Mix habe ich (ohne Gewähr!) aus vielen Forenbeiträgen auf fmso.de und fmpo.de heraus gelesen, dass es meist keine Probleme gibt, wenn man einen einfachen Saug- oder Wirbelkammerdiesel hat.
Sobald du eine elektronische Einspritzanlage hast, gibt es Probleme.
(Also alles, was tdi, cdi, sdi usw ist). Lies dich mal im fmso.de oder fmpo.de Forum ein, da findet du viele "Opfer" die ihre Einspritzanalge getötet haben. Ich selbst kenne einen Dozenten, der seine Skoda Octavia TDI- ESP (Einspritzpumpe, nicht das Sicherheitsfahrwerk) mit Rapsöl gekillt hat (war aber auch nicht umgerüstet). Der Spass hat dann 600,- € geskostet, Einsparpotential dahin...

Ich selbst (Ducato 280 84er Saugdiesel) bin mal im Sommer ein paar Meter mit Rapsöl pur gefahren, weil mit der Sprit ausgegangen war: --> Link
Das Ding hat ein wenig mehr als sonst dunkel geraucht und es roch nach ein paar Meter angenehm nach Pommesbude.
Die Fahrt war etwas ruppig, aber es ging auch pur.
Eine nette Spielerei für die Berechnung einer Umrüstaktion kann man prima auf --> Link nachrechnen. Oben klick auf Wirtschaftlichkeit

Biodiesel besteht im Grunde aus Rapsöl, es wird jedoch ein Methylester beigemischt, dass die Fließkraft verbessern soll, gerade bei geringeren Temperaturen. Der Nachteil: ungesicherte Leitungen neigen zum sogenannten Verestern, das sind dann die "Blumen im Tank"...
Persönlich halte ich Abstand von Biodiesel und würde statt dessen lieber Rapsöl empfehlen.

Ich selbst tanke, wenn ich mal "bei Aldi tanke" nur max. im Verhältnis 3 : 7 (3 Liter Rapsöl auf 7 Liter Diesel)
Das Einsparpotential ist entsprechend gering.
Ich selbst habe mir auch mal ein kleines Excel- Programm mit ein paar Formeln geschrieben, um für mich die Einsparmöglichkeiten ohne Umrüstung auszuloten. Du findet es auf meiner HP: --> Link (einfacher Pölrechner, unten links)
Bei uns im Nachbarort gibt es allerdings eine Tankstelle, die das Rapsöl direkt aus der Zapfsäule verkauft. Eine gute Übersicht über die Tankstellen, die Rapsöl (nicht Biodiesel!) verkaufen findet sich hier:
--> Link


Björn

Jagstcamp-Widdern am 09 Nov 2007 17:28:04

@björn:

sauberes statemenT! :daumen2:

grusz hartmut

Gast am 09 Nov 2007 18:41:13

Ich habe einmal als ich meine Hausheizung auf Gas umgestellt habe, versucht den Rest Heizöl zu verfahren, habe in meinen Commenrail-Turbo 10% dazugemischt und prompt nach 50 km laufend Aussetzer gehabt.
Ich machs NIE MEHR WIEDER, umrüsten auf Pflanzenöl rechnet sich erst bei 200000 gefahrenen km, wer weiß wie das bis dahin im Preis steigt.

rapid am 09 Nov 2007 18:48:25

f.k. hat geschrieben:Im Peugeot hatten wir eine nicht unerhebliche Leistungsverbesserung gegenüber
konventionellem Diesel bemerkt - Biodiesel hat pro Liter auch einen höheren Brennwert.

Dann haben die Schweizer einen anderen Biodiesel. Denn
überall sonst auf der Welt ist das nähhhmlich anderstherum ;-)

Diesel bzw. Heizöl EL hat einen Heizwert von 43 GJ/t, der um
etwa 16 % höher als der von Biodiesel ist. --> Link.

rapid

Bergbewohner1 am 09 Nov 2007 20:20:57

In den neuen Common Rail Diesel Motoren ist Rapsöl tabu, dort ist die Verdichtung zu hoch.
In jedem normalen Diesel mit ESP. kann man im Sommer bedenkenlos 50:50 fahren, nur keinen BIO-Diesel mischen.
Entweder nur Biodiesel, wenn Fahrzeug freigegeben, sonst sollte man es lassen.

XX-BA 597 am 09 Nov 2007 20:55:00

Tanken bei Aldi oder anderen soll auch nicht erlaubt sein. Ebenfalls Steuerhinterziehung ... :roll:

LG Britta

stubenhocker am 09 Nov 2007 21:10:03

Im Sommer mische ich auch öfter Rapsöl bzw. Sonnenblumenöl von Lidl & Co. zum normalen Diesel. Spart dann pro Tankfüllung ca. 20€. Da ich mit dem Wohnmobil im Sommer allerdings kaum in der Stadt, sondern ausschließlich Urlaubsfahrten bestreite, passiert das Mischen nicht so oft, da ich darauf während der Reise keine Lust habe.
Ansonsten gilt: Fahrrad fahren!!!!

LowCostDriver am 09 Nov 2007 21:12:37

XX-BA 597 hat geschrieben:Tanken bei Aldi oder anderen soll auch nicht erlaubt sein. Ebenfalls Steuerhinterziehung ... :roll:

LG Britta


Hallo Britta.
Definitiv nein, ist keine Steuerhinterziehung, weil Rapsöl offiziell nicht als Kraftstoff geführt wird, wird darauf keine Mineralölsteuer fällig.
Bei Heizöl sieht die Sache anders aus, das ist anders besteuert und daher zweckgebunden!
Wenn es verboten wäre Rapsöl zu verkaufen und als Treibstoff zu verwenden, wieso verkauft meine Tankstelle dann das Rapsöl offiziell und dazu noch steuerfrei ? (Mehrwertsteuer mal ausgenommen)

@ Stubenhocker: Was hast du denn für einen Wagen?

runo am 09 Nov 2007 21:34:49

Also Björn, :respekt:
du hast dich ja richtig mit dieser Materie beschäftigt. Wir fahren 2 Dieselfahrzeuge, Biodiesel oder Rapsöl habe ich gottlob noch nie ausprobiert.
Beide Fahrzeuge sind Turbos, also lass ich es auch besser in Zukunft.
LG Runo

XX-BA 597 am 09 Nov 2007 21:39:36

LowCostDriver hat geschrieben:Wenn es verboten wäre Rapsöl zu verkaufen und als Treibstoff zu verwenden, wieso verkauft meine Tankstelle dann das Rapsöl offiziell und dazu noch steuerfrei ? (Mehrwertsteuer mal ausgenommen)


Vermutlich damit Du auch am Sonntag Deinen Salat genießen kannst :D
Wie geschrieben, habe ich nur gehört, dass es Steuerhinterziehung sein soll. Eben wegen der "Zweckentfremdung". Aber ich habe mich mit dem Thema nie wirklich umfassend beschäftigt. Für unser WoMo kommt das nicht in Frage. Das ist mir für Experimente zu schade.

stubenhocker am 09 Nov 2007 21:53:07

[quote="LowCostDriver]@ Stubenhocker: Was hast du denn für einen Wagen?[/quote]

99er VW T4 TDI, Serie 102PS, gechipped auf 135PS, 139500km

Felix On The Road am 09 Nov 2007 21:55:04

Hallo,
der Beitrag von Low Cost driver ist sehr zutreffend.
Ich habe mich schon etwas länger mit dem Thema Rapsöl
beschäftigt. Hierzu gibt es natürlich auch viele Foren,
wie z.B. --> Linkö.de .
Pauschal gesagt , fahren ältere Saugdiesel sehr gut mit Pöl.
Die ESP ( speziell Rotorpumpen von z.B. Lucas ) können auch nicht immer Pöl ab, Bosch-ESP i.d.R. aber ja.
In der Regel mischt man ca. 50 % zu.
Hiermit kann man sehr gut fahren, allerdings nur im Sommer.
Dies muss aber wirklich vorher genau ermitteln,
ob sein Womo tauglich ist.
Ich habe in den Herbstferien damit angefangen
und bin sehr zufrieden gewesen, so das ich nächstes Jahr dies fortsetzen werde.
In den Foren werden auch die Umbaumassnahmen beschrieben,
um evt. 100 % Pöl fahren zu können ( kraftstoffheizung ).
Biodiesel ist stark verestert,
was sehr oft Dichtungen angreift, hier sollte man nach Herstellerfreigaben fragen.
Wie gesagt , also erst forschen.

Schöne e aus Kiel

NaviGer am 09 Nov 2007 22:18:49

@alle,
so lustig es klingt:

das Mischen von Diesel und Pflanzenöl außerhalb des Tanks ist Herstellung von Kraftstoff und steuerpflichtig.

das Hineinschütten von Pflanzenöl in den Tank ist keine Hherstellung von Kraftstoff und nicht steuerpflichtig.

NaviGer am 09 Nov 2007 22:22:24

und noch etwas zum Mischungsverhältnis:
Seit diesem Jahr müssen dem Diesel laut Gesetz allemal schon 10% Pflanzenöl beigemischt werden.

Jetzt werden wieder die Rechenkünstler gefragt, die einem ausrechnen, wieviel man noch dazu tun kann, bis man die 50% Marke erreicht.

Bergbewohner1 am 10 Nov 2007 14:40:45

NaviGer hat geschrieben:und noch etwas zum Mischungsverhältnis:
Seit diesem Jahr müssen dem Diesel laut Gesetz allemal schon 10% Pflanzenöl beigemischt werden.

Jetzt werden wieder die Rechenkünstler gefragt, die einem ausrechnen, wieviel man noch dazu tun kann, bis man die 50% Marke erreicht.

Bist Du dir sicher Planzenöl, nicht Biodiesel.
Das Beste ist immer noch Heizöl, da es schwefelhaltiger ist soll es auch besser für den Motor sein.
Leider nütz mir das nichts, da wir keine Umweltschädliche Heizung haben, weder in der Firma noch in unseren Wohnhäusern.
Wenn es so weiter geht, werde ich wohl einen Holzvergaser aufsatteln müssen.

Aber was mach ich nur mit den Dieselfahrzeugen dann :?:

kerki am 10 Nov 2007 14:54:12

Ich kann jedem der ein älteres Womo fährt nur zu Pööl empfehlen.Ich fahre einen alten Mercedes 309 und tanke 30l Diesel und den Rest mit Pflanzenöl und bin bisher damit sehr gut gefahren!!!!!!!!

Bei uns kostet der Liter Pööl 85 cent eine echte Alternative!!!!!!!!! :twisted: :twisted: :twisted: :P :P :P :P :P :P :D :D :D :D

NaviGer am 10 Nov 2007 16:19:52

Hallo Waldtroll,
Du hast recht, es ist Bio Diesel.
Bio Diesel wird zwar aus Pflanzenöl hergestellt, das PÖl wird dabei aber erheblich verändert.

Gast am 10 Nov 2007 17:21:26

Was ich persönlich zu diesem Thema immer wieder als äußerst interessant finde, wenn ich Verkäufer eines gebrauchten Diesel Womos frage, ob sie dieses nur mit Diesel und oder auch mit Pöl oder Bio-Diesel betrieben haben, habe ich bisher immer nur "natürlich nur Diesel" als Antwort erhalten. :D

KlausD am 10 Nov 2007 18:25:09

HalloPÖLer und NichtPÖLer!

NaviGer hat die Kurve gekriegt.

Und Kerki schreibt von älteren WoMos.

Viel wahres wurde schon geschrieben, aber vielleicht noch mal zusammenfassend:
Biodiesel ist ein zum Rapsmethylester (RME) umgewandeltes (verestertes) und mit additiven versehenes Rapsöl. Damit ist RME ähnlich einem Lösungsmittel und greift Kunststoffe und Dichtungen, die nicht dafür ausgelegt sind, an. Umrüstung für Biodiesel ist der Austausch entsprechender Leitungen und Dichtungen in z.B. Viton statt herkömmlicher "Gummidichtungen". [einfach mal nach "VITON und Biodiesel googeln"]

Pflanzenöl (PÖL) ist Raps- oder Sonnenblumen- oder Olivenöl oder was sonst noch über den Salat kommt.
PÖL hat eine zigfach höhere Viskosität (Dick-/Zähflüssigkeit) als *Diesel. Diese ist temperaturabhängig und erreicht bei ca 60-70 °C einen in etwa vertretbaren Wert. Die Einspritzpumpe (ESP) muss diese "dickflüssige Suppe" mit dem gleichen Druck zu den Einspritzdüsen bringen wie den dünnflüssigen Diesel, damit diese öffnen und dann auch richtig in den Brennraum zerstäuben.
Und dabei hat die ESP viel mehr Arbeit, erhitzt, kann dadurch den Schmierfilm verlieren und festfressen.
Daher zielen alle Umrüstungen für PÖL darauf ab, das PÖL zu erwärmen. Angefangen von
-Tankheizungen bei 100% PÖL über
-Filterheizungen, damit der bei zu kühlem PÖL nicht dicht macht,
-elektr. und kühlwasser beheizte Wärmetauscher für PÖL/Kraftstoffvorwärmung
-größere Einspritzdüsen zum besseren Zerstäuben und sauberen Verbrennen (sonst gelangt unverbranntes PÖL ins Motoröl ->>Polymerisation und schmierfilmriss!)
-bis zum kurzgeschlossenen Kraftstoffrücklauf (KGR) der das von der ESP nicht verbrauchte, erwärmte PÖL statt in den Tank zurück gleich wieder vorne zur ESP bringt.
Daher ist die Umrüstung auch nicht billig.

Zu Kerkis Satz: Ja, alte Motoren vertragen das PÖL-beimischen (bis zu 100%) oft besser.
Grund 1.: Vorkammer/Wirbelkammermotor vernebelt und erwärmt das PÖL im/vorm Brennraum besser(PÖL höherer Flammpunkt, brennt also erst bei höherer Temperaturen, sonst würde die Friteuse ja auch dauernd in Flammen stehen) :eek: :eek: als moderne Motoren. Direkteinspritzer sind da sehr empfindlich (siehe oben Polymerisation)
Grund 2.: Ältere Reiheneinspritzpumpen sind robuster als moderne, kompakte Verteilereinspritzpumpen. In Verteiler-ESP wird der Kraftstoff normalerweise zur Kühlung und Schmierung verwendet. Wenn da nun 60-70°C vorgewärmtes PÖL kommt, wer kühlt dann die eh schon überlastete Pumpe?? :roll: :roll:

Was geht: Bei moderaten Aussentemperaturen kann in den meisten Fahrzeugen (außer hochgezüchteten Renndieseln) 30% PÖL gefahren werden, ohne Umrüstung. Im heißen Sommer auch mal 40-50%. Allerdings sollte man dann öfters mal den Kraftstofffilter und das Motoröl wechseln, also nicht "ach da kann ich noch mit fahren" sondern lieber etwas früher tun!
Empfehlung: Wie es die meisten Anfänger machen mit kleinen %-Sätzen PÖL anfangen und sehen, was das Auto macht. Wie springt er an, wie läuft der Motor (in der Regel etwas weicher),wie verhält sich die Motortemperatur. W I C H T I G ! ! Jeder muss es selbst verantworten!!

Viele einzelne Infos in den vorherigen Beiträgen, vor allem die LINKS. Lesen, weitersuchen und lesen, weiters....... :?

Gast am 10 Nov 2007 18:38:43

Super Erläuterung Klaus, Danke!

Und DAS alles soll man sich antun oder einhandeln, nur um sich vielleicht bei einer Tankfüllung 8 Euretten zu ersparen? Das wären ja bei einer Tanke mit 80lt, 24 Flaschen PÖL bei Aldi einfüllen. Nein, DIE Rechnung geht nicht auf. Deswegen mach ich mich nicht zum Kasperl, nur um dann eine teure Motorreparatur zu haben. :wink:

Advantage am 10 Nov 2007 20:55:27

Hallo Klaus,

vielen Dank für die Erklärungen.

Jetzt komme ich schon nicht in die Versuchung, PÖL reinzukippen :D

KlausD am 10 Nov 2007 21:41:04

Es gibt einmal die "Hardcore-Pöler", die alte Fahrzeuge der Sternenflotte oder "Volks-Kombis" mit gefiltertem und gereinigtem PÖL aus der Frittenbude fahren.
Alleine deren Fassanlagen zum Absetzen der Pommesreste und anderer Schwebteilchen, die Heizanlagen, um das Zeug fließfähig und dann filterbar zu machen und...und.... Die haben auch in den alten Karossen genügend Platz im Motorraum um diverse Wärmetauscher, manuelle oder elektr. Umsteuerventile (für PÖL/Dino [Diesel] Betrieb) und die erforderlichen Schlauchleitungen zu verbauen. Ist in den modernen und kompakten Fahrzeugen schon schwierig.
Die PÖLen aus Prinzip und Überzeugung, sind aber auch in der Lage, ESP und ES-Düsen selbst zu wechseln und haben meistens Reihen-ESP.

Dann gibt es die "Professionellen" Vielfahrer, auch Lkws, bei denen sich der fachmännische Umbau auf Grund der Jahres-km-Leistung lohnt. Tanken kann man an PÖL-Tanken, die wie schon beschrieben über diverse Internetforen gelistet werden. Habe ich im Navi auch als POIs mit angezeigt.

Der "Hobby-PÖLer" ist dann die erweiterte Phase von dem, was wir hier machen. Informieren, erst mal mit Literflaschen verschämt um die Ecke beim ALD...oder LID.. den Tank auffüllen und sich freuen, den Literdurchschnittspreis mal wieder auf fast einen EURO gesenkt zu haben.
In der nächsten Phase dann die PÖL-Tanke und bei Temperaturen über 15°C 30-50% PÖLen. Aber immer unsicher, ob man es weiter riskieren soll.
Meinen Dicken habe ich im Sommer in HH an der PLÖ-Tanke mit 50% Mix betankt (Mix um das PÖL zu Verdünnen und fließfähiger zu machen). Die blauen Frittenfettwolken beim Anlassen des Direkteinspritzers waren schon manchmal peinlich, aber eben günstig. Dann wieder die Warnung von einem "Erfahrenen", Direkteinspritzer --bloß nicht!!!
Der Bastelfreak an meiner heimischen Pöltanke wiederum meinte, öfters ÖL-Wechsel und die Einspritzzeit vorverstellen, dann passiert nichts.

Nach dem Studium sämtlicher Foren, Studienberichten, Bücher zum Thema, Berichten (z. B. ADAC) bin ich immer noch unsicher und PÖLe in der warmen Jahreszeit mit 30%.
In den letzten 2 Jahren habe ich beim Pkw mit unregelmäßigem PÖLen auf ca. 18T km damit 107 € eingespart. Ist halt nur gut für die Seele, wenn der Preis mal wieder gestiegen war trotzdem günstig getankt zu haben.

HaraldF am 11 Nov 2007 11:27:52

Das mit dem Pöl habe ich auch schon durch , in meinem alten Benz hab ich das gelegentlich gemacht. Den hab ich nun aber nicht mehr , und ich hab mal errechnet , was das eigentlich an Vorteil bringt. Ich fahre vorwiegend nach Frankreich und Italien. Mein Dieseltank ist so bemessen , daß ich mit Tempomat-Verbrauch ca. 1.900 km Reichweite habe. Ich tanke also in Deutschland per anno maximal 230 Liter. Ansonsten tanke ich entweder in Luxemburg ( zuletzt bei Shell 95 Cent/L) auf dem Weg nach Frankreich oder in Österreich (zuletzt bei der grünen Marke 1,06/L) auf dem Weg nach Italien. Ein großer Tank ist eben auch ein Mittel zur Kostenersparnis ! Und die Differenz zur PÖL Lösung schrumpft auf einen zu vernachlässigenden Betrag. Bei PÖL gibt es immer noch das Risiko, daß , wenn der Motor abkühlt (z.B. im Stau) das PÖL flockt und dann ins Kurbelwellengehäuse gelangt, was zum Kolbenfresser führen kann .... Auf den PÖL Seiten findet man entsprechende Hinweise. Besser ist eine professionelle Umrüstung auf PÖL mit PÖL-Heizung , temperaturabhängiger Umschaltung Diesel/Pöl , speziellen Einspritzdüsen und Dieselfiltern. Das kostet aber und dann ist (in meinem Fall) der berühmte Kostenvorteil gegenüber dem Diesel weg !
Also , möglichst im Ausland tanken .....

Harald

kintzi am 11 Nov 2007 12:52:32

Hallo, Harald hat das Stichwort schon erwähnt, Ausland. Aus diesem Grunde habe ich bei den beiden bisherigen Womo (Fiat) 140 bzw. 135l Tanks einbauen lassen. Plane jede Ausfahrt über das billigere Ausland(A, CZ, F), tanke dort voll u. habe ca. 850km +Reserve im Tank, hier tanke ich nur ein paar Liter, so dass es immer zur Grenze reicht. Billige Tanken im Ausland sind häufig Supermärkte, leider Sonntags nicht geöffnet, dt. Bank+Kreditkarten gehen in F selten,an Werktg.einschl. Sonnabend ist Kassenhaus in F zw. 12:30 u. 14:30 fast immer nicht besetzt(Siesta). Richi

wernardo am 12 Nov 2007 13:48:54

Mal einen ganz anderen Denkansatz.
Warum gibt es es so gut wie keine gasbetriebene Wohnmobile (Erdgas oder Autogas). Da wär das Sparpotential mal richtig groß.
Ich frag mich, warum nicht der eine oder andere Hersteller mal ein Gas-Modell anbietet ?
Bis jetzt gibt's ja nur ein paar Amischlitten oder umgebaute VW Busse auf dem Markt.

LowCostDriver am 12 Nov 2007 15:34:36

Das einzige, was ich hin und wieder mal mache ist bewusst an die LKW- Diesel- Säule zu fahren, besonders dann, wenn der Tank ganz leer ist.

Meist ist der Unterschied zwar nur 0,5 - 1 Cent, aber besser wie nichts.
Im Ausland habe ich LKW- Diesel auch schon für 2 cent Differenz (besonders auf Autobahnen) gesehen.

Soweit ich weiß, handelt es sich bei der "gemeinen" Dorftankstelle i.d.R. sowieso um den gleichen Lagertank wie bei normalem PKW-Diesel.
(Bei uns in Sindorf an der Freien ist das so, da habe ich mal gefragt)

Und gesagt hat übrigens noch nie einer etwas.


Björn

Ausderasche am 12 Nov 2007 16:16:42

LCD:....Und gesagt hat übrigens noch nie einer etwas....

im Gegenteil...in Troisdorf-Spich bekomme ich dann sogar den obligatorischen gratis LKW Fahrerkaffee dazu :D


Frank

marlin 56c am 12 Nov 2007 16:50:37

Moin,

auf die Idee mit der LKW-Zapfsäule bin ich noch gar nicht gekommen. Darf da jeder ranfahren und ist der Diesel "normal" oder speziell für LKW?

HG,

Christoph

Ausderasche am 12 Nov 2007 18:37:58

das ist normaler Diesel, wie LCD schon schrieb: häufig aus dem gleichen Tank - nur die Zapfpistole fördert schneller - da muß man am Ende schon mal aufpassen, dass es nicht überschwappt - deshalb mögen manche Tankstellen da auch keine PKWs - aber ich habe z.B. in meinem IVECO 170l Tankvolumen - da dauert es an der PKW Zapfe ewig, bis das Ding voll ist.

Viele
Frank

Gast am 12 Nov 2007 18:42:29

Der Diesel ist der selbe, nur die Zapfpistole ist größer und der Durchfluß größer.
Bei meinem Duc bekomme ich zB. damit nur sehr mühsam das Zeug in den Tank, das sollte man halt vorher mal testen, da es die Tankstellen nicht so gerne sehen wenn man da nur stoßweise was reinkleckert.


Edit
@ Ausderasche

Sorry ist nun doppelt gemoppelt.

LowCostDriver am 12 Nov 2007 19:28:53

Hi Christoph,

pack dir ein paar Dieselhandschuhe oder zumindest die Tücher aus dem Spender dazu.
Das Teil ist meist versiffter, als das normale Dieselrüsselteil.
Ansonsten wie die anderen zwei schon geschrieben haben, etwas weniger stark drauf drücken, da ist ne Menge Druck hinter.

Beim Ascona hatten wir damals ein paar Probleme, jetz beim Duc 280 habe ich mit dem Tankrüssel keine.

Felix On The Road am 12 Nov 2007 22:12:04

Hallo,
zu den Ausführungen von "KlausD" kann man nur eins sagen :


HOUW , so ist es.


Reich wird man mit pölen nicht werden,
aber es reicht fürs Bier unterwegs und
das schöne Gefühl, Widerstand zu leisten.

Schöne aus Kiel


Felix

marlin 56c am 13 Nov 2007 21:07:29

Moin,

danke für eure Antworten!

HG,

Christoph

Rallamann am 14 Nov 2007 10:42:59

Hallo zusammen,

um nochmal auf Autogas zurückzukommen.

--> Link

Der Nachteil scheint zu sein, gibt es leider nicht als Reisemobil.

joekel am 14 Nov 2007 14:18:30

Hi, ich habe einen T4 mit Autogas, aber als Womo ? niemals....
da ist der Diesel mit seinem Drehmoment effizienter.
Hatte am t4 einen 1600 Caravan dran, war nicht wirklich lustig und
der Verbrauch ging bei Volllast auf 20 liter.
Mit dem Passat als Diesel waren es gerade 11 liter...... Solo PKW möglichst viel Leistung dann rechnet sich Autogas.
Erdgas ist ohnehin eine Mogelpackung.....wieder ein Monopolist der die Preise macht und zudem geringe Reichweite...

mfg

Hotte

Beduin am 14 Nov 2007 18:33:44

Rallamann hat geschrieben:Der Nachteil scheint zu sein, gibt es leider nicht als Reisemobil.


Geben [b][url=http://mobile.de/SIDQhShAVttqImF5u8TcZPGKQ-t-vaNexlCsAsCsKóPóR~BmSB11LsearchPublicJ1194598737A1LsearchPublicD1400IMotorhomeZ-t-vctpLtt~BmPA1B81B20C104

Rallamann am 15 Nov 2007 10:27:57

Hallo zusammen,

wenn ich unten auf das Datenblatt schaue:

Max. Drehmoment: 203 Nm / 4.000 min-1 (Benzinbetrieb) 193 Nm / 4.000 min-1 (Flüssiggasbetrieb)

10 Nm weniger sollten nicht wirklich was aus machen, oder?

rs270550 am 15 Nov 2007 12:52:08

joekel hat geschrieben:Hi, ich habe einen T4 mit Autogas, aber als Womo ? niemals....
da ist der Diesel mit seinem Drehmoment effizienter.
Hatte am t4 einen 1600 Caravan dran, war nicht wirklich lustig und
der Verbrauch ging bei Volllast auf 20 liter.
Mit dem Passat als Diesel waren es gerade 11 liter...... Solo PKW möglichst viel Leistung dann rechnet sich Autogas.
Erdgas ist ohnehin eine Mogelpackung.....wieder ein Monopolist der die Preise macht und zudem geringe Reichweite...

mfg

Hotte


Naja, ich fahre auch auf Gas und finde das bisher ganz gut!
Leistungsverlust? Mag sein, aber mein Ford Explorer zieht trotzdem alles, was er ziehen darf/soll. Verbrauch: 10€ auf 100 km, bei Benzin wäre es teurer. Geringe Reichweite: ich komme mit dem 80 l-Tank auf eine Reichweite von 450 km und dabei sollte es immer möglich sein, eine Gastankstelle zu finden.
Mogelpackung: Was ist derzeit keine Mogelpackung?
,
Rolf

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