Hallo!
Ich hatte mal eine Checkliste angefangen, die ich Euch per PM übersende. Sie gefällt mir aber noch nicht so gut, dass ich sie hier einstellen möchte.
Unter den Suchbegriffen "Checkliste" oder "Fahrzeugkauf" findet man gängige Muster auch im Internet.
Zusammengefasst:
- Gewichtskontrolle (Waage)
- Feuchtigkeitskontrolle auch beim Neufahrzeug nötig (Messgerät gehört zur Grundausstattung eines jeden Wohnmobilisten)
- Funktionskontrolle aller Zubehörteile, einschließlich der Ladegräte für die Batterien, Lampen, Herd, Kühlschrank usw.. Funtkionieren alle Luken, Rollos, Türen und Klappen.
- Sichtkontrolle auf Karosserieschäden, auch auf das Dach schauen (Hagelschäden gibt es auch bei Neuwagen!)
- kurze Probefahrt (ggf. gleich über die öff. Waage)
- alle Fahrzeugpapiere aushändigen lassen, Originalbrief, ggf. Schein, Garantieheft, Servicebuch, die Zusatzgarantiehefte der Einbauteile (Herd, Fernseher,
Truma usw.), Codekarte für den Hauptschlüssel, Geheimnummern für Radios, Navis usw.
- Fahrzeugalter überprüfen (Scheibennummern, Reifenalter DOT-Nummer, usw. verraten die Produktion des Chassis), Neufahrzeug darf nicht älter als 1 Jahr sein,
- unbeteiligten Zeugen mitnehmen, der sich zu mündlichen Zusagen ein gedächtnisprotokoll anfertigt, Zusagen in das Übergabeprotokoll mit aufnehmen lassen
- Mit Kurzkennzeichen abholen, vorherige Zulassung vermeiden, übt Druck auf einen selber aus. Mit dem Kurzkennzeichen kann man auch gleich die Probefahrt machen, dann erst bezahlen. Die Kosten für die Kurzversicherung wird eigentlich immer angerechnet, ist also nicht verloren. Die weiteren Beträge sind Vorsorgekosten für eine stressfreie Übergabe.
UND: Zeit nehmen, sich nicht abwimmeln lassen, ähnlich wie bei der Neubau-Haus-Übergabe, es geht um sehr bedeutende Summen.
Ich weiß, das hört sich schrecklich an. Es geht aber darum, offensichtliche Mängel sofort festzustellen und zu rügen, in das Übergabeprotokoll mit aufzunehmen und sich die Beseitigung zusagen zu lassen (wann macht das wer auf wessen Kosten und wer holt oder bringt das Fahrzeug). Bitte auch bedenken, dass es sehr viel zeitaufwendiger ist, später Mängel abstellen zu lassen, die man bei der Übergabe übersehen hat. Und bei offensichtlichen Mängeln (Hagelschaden, Beulen usw. ) hat man hinterher auch noch das Beweisproblem; § 442 BGB. Der Händler verfügt meistens über Zeugen, nämlich seinen Verkäufer. Man selber steht dann schnell ohne Beweismittel da...
Ist man unerfahren, muss eigentlich jemand mitfahren, der schon einige Jahre Erfahrung hat und weiss, wo man hinschauen muss.
Lasst Euch von mir aber nicht die Vorfreude vermiesen. Die meisten Fahrzeug sind immer noch i.O..
Vielleicht haben die anderen noch gute Anregungen. Dann kann ich ja mein Protokoll irgendwann mal fertigstellen und hier zum besten geben.