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Sardinien Mai/Juni 2008 1, 2


Gast am 20 Mai 2008 00:18:19

Mein neues Wohnmobil steht mal wieder im Hof (nachdem ich es "probehalber" für Leipzig und das Treffen schon mal hatte und 2 Nächte drin verbracht und 1000 km auf den Tacho gefahren hatte). Morgen muß es geputzt, eingeräumt, bewohnbar gemacht werden.
Am Mittwoch abends soll es losgehen. Mit 2 Geschwistern meines Mannes, also 3 Wohnmobile, werden wir nach Sardinien fahren. Für mich die 10. Fahrt auf die Insel per Wohnmobil, früher mit Pkw. Auf Sardinien faßten wir den Entschluß, Wohnmobilfahrer zu werden - der Rest ist bekannt.
Es wird wohl eine Reise in meine eigene Vergangenheit und gleichzeitig in meine Zukunft werden - wir haben dort wunderschöne Tage und Wochen zugebracht und es ist die erste "große" Fahrt, die ich alleine ohne meinen geliebten und vermißten Mann antreten werde, in ein Leben als unfreiwilliger "Single" (schreckliches Wort), das ich nie wollte.

Nachdem wir auch letztes Jahr auf der Insel waren, wissen wir, daß neuralgische Punkte besser wohl nicht anzufahren sind - wir fahren nicht nach Berchida, nicht nach Lido Orri, nicht nach Is Arutas, Is Arenas und wie sie alle heißen. Wir fahren wohl im Uhrzeigersinn um die Insel - wie sonst auch immer und ich werde berichten. Von SantaMaria Navarrese und einem "Helios-"Tag, von Chia, der Costa del Sud, der Costa Verde (nein, nicht vom Le Dune, sondern von Scivu), weil im Südwesten der größte Teil meines Herzens hängt.

Auf jeden Fall werde ich, wenn ich unbeschädigt zurück bin, wohl mit meinem neuen Fahrzeug gut umgehen können, ich werde italienischen Großstadtverkehr gemeistert haben, enge Ortsdurchfahrten, Gebirgspässe und nicht ganz einfache Strandzufahrten ....

Achja: Wir fahren mit der Grimaldi von Genua nach Porto Torres, wurden umgebucht, nachdem die Olbia-Fähre storniert wurde. 2 Pers. + Wohnmobil bis 9 m + hinwärts Nachtfähre + 3 Pers.-Außenkabine, rückwärts Tagfähre 2 Pers. + gleiches Fahrzeug 265. Kann man jetzt auch nicht so maulen, oder ??


"Man liest sich " ...

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Ausderasche am 20 Mai 2008 00:51:19

Wieso ist Berchidda denn jetzt neuralgisch? So lange man auf dem Parkplatz steht, gibt es doch keine Schwierigkeiten? Man muß ja nicht in das Naturschutzgebiet hineinbrettern (abgesehen davon, dass es mit dem Sand und dem Schlick in der Bachmündung nicht empfehlenswert ist.) Und wenn ich mich recht entsinne, wurde dort sogar im Sommer vor 2 Jahren offiziell für das Parken der WOMOs kassiert! Bleibt doch nur die holprige Zufahrt und die Minimoskitos am Abend als Negativerlebnis! Und jetzt ist doch noch Vorsaison!

Trotz aller Erinnerungen: Auf ein Neues und viel Spass!


Frank

Gast am 20 Mai 2008 07:31:40

Hi Isa,

dann wünsch ich Dir schon mal ein gute Fahrt und einen wunderschönen Urlaub. Vielleicht stört Dich nach der Fahrt ja auch das klappern des Besteckkastens nicht mehr. Dann ist vielleicht der Gewöhnungsprozess eingetreten :D

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eva b. am 20 Mai 2008 08:23:09

lira hat geschrieben:Mein neues Wohnmobil steht mal wieder im Hof
....gibt es da auch noch ein Foto für's Profil?
lira hat geschrieben:...und ich werde berichten.
Da freue ich mich schon ganz besonders drauf.

Sag mal, ist die mitreisende Familie wohnmobilerfahren? Falls nicht, wird das ganze Unternehmen für Dich vielleicht zum echten Abenteuer :D
Du wirst das schon machen...
Eine gute Reise :hallo:

Gast am 20 Mai 2008 08:27:47

Guten Morgen,
na dann bist Du heute gut beschäftigt mit dem Einräumen, aber Du hast ja Erfahrung was rein muss und was daheim bleiben kann.
Ich wünsche Dir einen wunderschönen Urlaub mit viel positiven Erlebnissen und freue mich auf einen Bericht und Fotos
liebe
Mirazu

Gast am 20 Mai 2008 08:40:31

Hallo zusammen, dank euch für die guten Wünsche und dann:


zunächst @Ausderasche, naja, "neuralgisch" ist vielleicht ein wenig unglücklich ausgedrückt, es war nur so, daß im letzten Jahr Ende Mai noch kein- in der ersten Woche im Juni aber bereits ein Verbotsschild auf der Hauptstraße am Abzweig zum Berchida-Strand stand. Die Zeiten, als man dort hübsch und frei stehen konnte, sind halt leider auch vorbei und das Aufreihen auf dem Parkplatz da war denk ich nicht allen Ernstens eine tolle Alternative dazu.
@eva - eine Wohnmobilbesatzung ist erfahren, die haben wir sogar vor 10 Jahren samt ihrer mit unseren gleichaltrigen Kindern schon mal nach Sardinien mitgeschleppt, daß sie diesmal wieder wollen, spricht nicht gegen den damaligen Urlaub, gell ?? Die anderen sind Hotelurlauber, die in den letzten Jahren aber immer wieder mal eine Nacht in ihrem Kombi verbracht haben, der mit extra angeschaffter Matratze ausgelegt wurde (und das im hohen Alter!!) Aber alle sind wild entschlossen und wollen morgen zumindest noch eine halbe Stunde von daheim wegfahren.
@BCO - die Besteckschublade, glaub mir, wird so präpariert, daß da nix mehr scheppert. Hab mir Unmengen von dem Antirutschzeug beschafft ...

Bilder mach ich später, wenn das Wohnmobil bewohnbar gemacht wurde ...

Gast am 20 Mai 2008 08:49:23

Hi Isa, les eben, dass es schon morgen losgeht. Ich wünsch Dir erst mal eine gute Fahrt und dann einen schönen Urlaub. Eine gute Zeit und komm wohlbehalten zurück.

Pfotentier am 20 Mai 2008 09:12:51

Auch von uns einen schönen Urlaub, auch wenn wir etwas neidisch sind.
Kommt heil wieder und bringt Fotos mit.

manni63 am 20 Mai 2008 09:25:12

Natürlich wünsche auch ich dir einen
"WUNDERSCHÖNEN URLAUB" :D
mit viel Sonne und komm gesund wieder :wink:

Spark am 20 Mai 2008 12:51:42

lira hat geschrieben:... werden wir nach Sardinien fahren. Für mich die 10. Fahrt auf die Insel per Wohnmobil...

Soviele Besuche haben wir noch nicht auf dem Kasten, aber kennen die Insel doch auch schon "ganz gut" ;-)

p.s.
Um diese Jahreszeit würde ich auch gerne mal fahren, aber es dauert noch ein paar Jahre - aber dann ... :)

In dem Sinne:
Grüß mir diese schöne Insel und genieße den Aufenthalt ... abseits der "Schulzpfade" ;-)

Nachtrag:
ich wünsche dir durch Baunei wenig parkende Autos!

Maggie am 20 Mai 2008 22:18:00

Hallo Isa,

lese gerade von deinen Urlaubsplänen und deinem neuen Womo. Da wünsche ich dir von hier aus nur das Beste, v.a. gute Erholung!!!!!!!!!

Komm gesund wieder und berichte mit schönen Bildern.

Ganz liebe
von

Maggie

Aretousa am 20 Mai 2008 22:29:45

Liebe Isa ich wünsche dir einen wunderschönen Urlaub, genieße ihn und komme gesund und heil zurück.

Gast am 29 Mai 2008 14:40:48

Heute morgen sendet Lira per SMS viele aus Sardinien. Sie stehen bei Regen in Porto Corallo.....

Gast am 07 Jun 2008 18:06:20

... und heute melde ich mich neu eingefärbt zurück:
Hellblond (das Haupthaar) und mittelgoldbraun die Haut (an Gesicht und regelmäßig öffentlich sichtbaren Körperstellen). Ja, wir standen bei Regen in Porto Corallo, aber nur ein paar Stunden, dann sind wir an die zauberhafte Costa del Sud weitergefahren, wo wir im Sahara-Sand vor Hitze fast vergingen (es gibt Beweisbilder, die um 17.50 Uhr noch 39° zeigen). Wir haben viel im Meer gebadet (jawohl, auch am späteren Abend fast bei Dunkelheit), aber insgesamt gesehen war es doch sehr "abwechslungsreiches" und eigentlich durchgängig relativ windiges Wetter.
In Kürze folgt ein bebilderter Reisebericht, bin grad eineinhalb Stunden daheim - gestern früh noch in Sardinien - heute schon in der mitteleuropäischen ernüchternden Sommerwetter-Wirklichkeit ...
Ich dank euch noch für all eure guten Wünsche, haben scheinbar funktioniert, mein neues Wohnmobil steht mit 2.905 (oder so) mehr km am Tacho unversehrt - wenn auch von Saharasand und Meersalz komplett verdreckt - im Hof!!

Aretousa am 07 Jun 2008 18:16:27

Schön, dass du gesund und munter zurück bist. Auf deinen Bericht freue ich mich

inselhuepfer08 am 07 Jun 2008 18:54:45

Aretousa hat geschrieben:Schön, dass du gesund und munter zurück bist. Auf deinen Bericht freue ich mich

Da kann ich mich nur anschließen, obwohl ich immer noch neidisch bin - Sardinien mein Lieblingsurlaubsziel!

aus dem unterkühlten Allgäu
Andrea

(Wenn das Wetter hier so weiter macht, dann fall ich in 63 Tagen in Griechenland um) :oops:

Gast am 07 Jun 2008 19:01:24

@ Isa, willkommen wieder daheim

Tipsel am 07 Jun 2008 19:04:08

Schön, dass alles geklappt hat und du heil wieder gelandet bist. Auf die Bilder und den Bericht bin ich auch schon gespannt.

Gast am 07 Jun 2008 19:13:22

Ich dank euch!!
Na, dann will ich mal in die Tasten hauen.
Fernseher kenn ich nämlich nicht mehr (außer, die Verwandtschaft zu beobachten) und die lieben Kleinen sind auch außerhausig ...
Bis später!!

Gast am 07 Jun 2008 20:43:37

Mittwoch, 21. Mai 08

Schwägerin und Schwager H und Schwägerin und Schwager U holen ihre Mietmobile bei den jeweiligen Händlern am Nachmittag ab, haben ihre Einweisung, fahren damit heim und beladen die Fahrzeuge. Ich hab meines auch endlich am Dienstag bekommen, mit dem größeren Putzen und Einladen begonnen, am Mittwoch noch das Haus in Ordnung gebracht, für die lieben Kleinen vorgekocht, allgemeiner Abfahrtstermin wird auf ca. 19.00 Uhr anberaumt. Ich fahre gegen 16.30 Uhr den Hund in die Hundepension, meine Kinder sind beide unterwegs, ich weiß nicht, welcher Teufel mich reitet, nicht gleich das Wohnmobil zu nehmen, obwohl es die entgegengesetzte Richtung ist – egal, ich stehe insgesamt eineinhalb Stunden im Stau (normale Fahrtzeit einfach ca. 40 Min.) und komme erst um 20.15 Uhr wieder daheim an. Familie U ist schon unterwegs nach Augsburg zur Familie H, ich setze mich ins fertig gepackte Wohnmobil und düse hinterher. Fahre schnellstmöglich ab, kurzes Treffen bei den Verwandten in Augsburg, Beschluß, man möge „noch ein Stündchen“ weiterfahren, kommen nach (meinen) Kilometern 218,5 um Mitternacht in Oberammergau an. Da erst von innen ausgiebige Inspektion der Mietfahrzeuge, einem Bürstner Marano 675 und einem Hymer und Absacker, dann Heia.

Donnerstag, Fronleichnam, 22. Mai 08
Abfahrt um 8.30 Uhr, wir fahren via Innsbruck-Stadt – Brenner-Bundesstraße. Zunächst noch kurze Staus, dann in einer Ortschaft auf der Brenner-Straße Total-Sperre wegen Fronleichnamsprozession. Gut, daß wir erst Freitagabend in Genova sein müssen!!


Soooo zügig kommen wir auch gar nicht voran ….

Hinter der Ortschaft Brenner halten wir an und machen ausgiebige Mittagsrast, denn im Stau kann man ja nicht beginnen, irgendwas zu kochen, wenn es jeden Moment doch vielleicht gleich weitergehen sollte.

Kommen um 16.00 Uhr im Camping du Parc in Lazise an, bezahlten Maut bis Affi 13,40 Euro, setzen uns in die Sonne und trinken Rotwein. Schön. Später gehen wir ins Örtle, Giovanni serviert uns wie immer unsere Lieblings-Pizze, es regnet mittlerweile, ein schlechtes Omen, später sitzen wir bei H’s noch im Wohnmobi und reden und trinken noch ein bissi.

Gast am 07 Jun 2008 20:56:39

Willkommen daheim und schon einen Teil des Reiseberichts zu lesen, das ist schön!

Gast am 07 Jun 2008 21:03:37

Das hört sich nach tollem Urlaub an.
Auch ich freue mich auf Deinen Bericht .

Gogolo am 07 Jun 2008 22:16:33

Hallo Lira, schön dass du wieder da bist. Ich freue mich schon auf deinen Bericht und die Bilder :razz: :razz: :razz:


Habe die Ehre

Gogolo

Lancelot am 08 Jun 2008 11:08:12

Hallo Isa,

willkommen zurück vom Urlaub .... (wann geht´s denn weiter ??? Was dauert denn da so lang ??? ) :)

Gast am 08 Jun 2008 11:54:10

Dank euch für die Rückmeldungen ...
Lancelot,
gestern abend wurde ich in den Chat geschickt und konnte mich nicht mehr dem Reisebericht widmen.
Jetzt aber:

Freitag, 23. Mai

Wir fahren natürlich über Castelnuovo (wegen dortiger Weinbunkerung) auf die Autobahn, machen noch Mittagsrast auf dem Supermarkt-Parkplatz – es ist zwar ziemlich warm, regnet aber und so ist es ja egal, wo man im Wohnmobil drin sitzt. Sind um 13.45 bei km 571 bei der Auffahrt Peschiera, in Genova-Ovest um 17.00 bei 841 km und löhnen 13,80€ Maut. Keine Viertelstunde später stehen wir im Hafen. Da stehen wir dann mal. Das Schiff, das um 20.00 Uhr fahren sollte, kommt um halb acht an. Es wird entladen und rausgefahren und entladen und – und – und – uns hängen die Mägen in den Kniekehlen. Irgendwann beginnt die Einfahrerei, aber auch das sehr schleppend, als fast Letzte dürfen wir um 22.00 Uhr auch endlich auf das Schiff auffahren. „Excellent“ – nomen in diesem Fall wohl nicht grad omen ??
Wir ergattern ein nettes Plätzchen am (nicht eingelassenen) Innen-Schwimmbecken und vespern erst mal ausführlich, natürlich nicht ohne unseren mitgebrachten Weinvorrat außer Acht zu lassen. Wir sind um 1.30 Uhr die letzten, die den Raum verlassen. Die Nacht ist ruhig, wir haben 3er-Außenkabinen, das Meer ist brettleben, das Schiff schlingert nicht und wir schlafen alle herrlich, haben am Morgen Zeit für ausgiebige Dusche und Körperpflege.

Gast am 08 Jun 2008 11:58:48

Samstag, 24. Mai
Um 9.30 Uhr kommen wir erholt und ausgeruht im Hafen von Porto Torres an, das Schiff ist gleich entladen, wir biegen sofort nach links ab. Valledoria heißt das Ziel des Tages. Dort erst ins Örtle, tanken, einkaufen im Supermarkt, zurück ortsauswärts zum „Camping International“, an dem aber vorbei, da hinten soll es einen Stellplatz geben, den schauen wir uns an. Wird für gut befunden, wir haben einen tollen Gartenplatz gefunden, ein alter Mann beschäftigt sich mit seiner Sense und bereitet alles für die bevorstehende Saison vor. Schnell sind alle Tische aufgebaut, auf einmal hat jeder Urlaub. Herrlich der Blick übers Meer, vom SP Marignani führt auch ein Treppenweg die ca. 30 Höhenmeter runter zum herrlich hübschen Sandstrand, wir planschen und toben lange im dunkelblauen, kristallsauberen Meer. Beschließen, auch den Sonntag hier zu verbringen, was eine gute Entscheidung war.
SP Maragnani Valledoria, p.T. 15 Euro incl. Strom.
Es gibt auch eine “Dusche”, die meiner nicht campingerfahrenen Schwägerin ein herzhaftes Lachen entlockt, irgendwann stehen wir spät aber auch da alle drunter und waschen uns mit kaltem Wasser das Meersalz aus den Haaren und von der Haut und freuen uns darüber.

Gast am 08 Jun 2008 12:00:40

Montag, 26. Mai
Aufbruch nach Osten, wir wollen einen Abstecher an die Costa Smeralda nach Porto Cervo machen. Dort kurz durchs Örtle geschlappt und festgestellt, daß die Erbauer der neumodischen Outlets, die es heutzutage so gibt, wohl hier ihre architektonischen Anregungen fanden. Haken dran und weiter. Unterwegs noch Mittagseinkehr in einer Trattoria, wir fahren die Ostküste runter. Der so gepriesene Strand San Giovanni nahe Siniscola haut uns jetzt nicht um, wir beschließen, den an einen Strand angrenzenden CP Selema zu nehmen für eine Nacht. Leider hat dieser eine idiotische Baumbepflanzung, daß es schwierig ist, das Wohnmobil durch die Baumreihen zu lavieren, Schwager fährt sich eine Umrissleuchte vom gemieteten Wohnmobil ab. Irgendwann haben wir aber auch da eingeparkt, was nur möglich ist, weil ja fast keiner da ist, und gehen zum Strand. Auch der nicht sonderlich schön, es ist auch noch windig, husch zurück in den Wald und den Grill angeschürt. Ruhige Nacht.

Gast am 08 Jun 2008 12:02:33

Dienstag, 27. Mai
Um 10.15 verlassen wir den CP, Schwägerin U tue ich leid, weil ich immer so alleine fahren muß, sie setzt sich mit ihrem Tomtom-Programm auf dem Handy zu mir. Den Abzweig nach Lula hab ich aber gestern schon gesehen, also fahren wir da halt hin. Die Fahrt geht über die „weißen Berge“ – also das Monte-Albo-Gebiet durch menschenleere sardische Wildnis auf guter Straße in Serpentinen und Kurven die Berge hinauf und hinunter. Immer wieder Fotostopps, Wasserfassen an der dortigen Quelle, durchatmen. Köstlich duftet es, ich glaube, es sind uns auf der ganzen Strecke nur 3 Autos begegnet. Irgendwann führt die Strecke hinab nach Dorgali, ich weiß schon, daß es ein Verbot gibt, mit dem Camper durch den Ort zu fahren und will auch rechts abbiegen, Tomtom-Schwägerin ruft aber „hier nicht, erst später“ und ich schlage wieder links rum ein, um keine 50 m weiter ein Camper-Verbotsschild zu sehen, aber passieren zu müssen, weil es keine Wendemöglichkeit gibt. 100 m weiter Trillerpfeifengeräusche, ein Carabinieri winkt und gestikuliert wild. Ob wir denn keine Augen im Kopf hätten will er wissen, wo wir noch 2 Camper hinter uns hätten („Weiber am Steuer“ – ich sehe richtig, wie er sich das denkt), ich entschuldige mich ausführlich und will, da es genau an dieser Stelle gehen könnte, anfangen zu wenden, er winkt aber ab, wir sollten es probieren, aber nie wieder tun. Ich bedanke mich herzlich und freundlich und wir fahren durch das enge Stadtzentrum bergauf und bergab, wie das in so Bergörtchen halt mal so ist. Zum Glück ist Mittagszeit und so werden wir nur von wenigen Bewohnern ausführlich beobachtet, man sitzt wohl zumeist am Mittagstisch.
Wir kommen aber alle gut durch Dorgali hindurch und fahren der SS 125 weiter nach. Auf der Passhöhe Genna Silana wird angehalten, in der Imbissbude ein Cappu zu 1,20 und ein Riesen-Sandwich zu 2,50 Euro verzehrt und hinunter in die Ogliastra gefahren. In Baunei sind Bauarbeiten, die praktischerweise eine ampelgesteuerte Einbahn-Durchfahrt bedingen und so gibt es auch hier keinerlei Probleme. Wir fahren nach Arbatax in den Hafen, um einen Schalter von Heliosturismo zu suchen, aber keinen zu finden. Überhaupt ist der ganze Hafen menschenleer, irgendwo sitzt ein Grüppchen Männer rum, ich frage nach Heliosturismo und werde freudig an einen der Männer verwiesen, Signore Sergio, Herr Helios quasi selber. Wir wollen am andern Tag eine Tour mit seinem Schiff, eben der Helios, zu den Traumstränden an der steilen Ostküste machen, alles wird ausgemacht, ich solle heute abend ihn um halb acht anrufen und er würde mir sagen, ob das stattfinden könne. Gesagt, getan, wir haben Quartier im nahen Tancau bei Santa Maria Navarrese bezogen, Signore Sergio sagt uns die Tour für morgen zu, er hätte noch 14 andere Mitfahrer und wir sollten um 8.30 Uhr im Hafen von Arbatax sein, er sorge persönlich dafür, daß die Camper sicher stehen. Im neben dem SP Tancau liegenden Lokal essen wir mit Blick übers Meer hübsch zu Abend und haben noch Spaß daheim vor den Wohnmobilen.

Gast am 08 Jun 2008 12:04:12

Mittwoch, 28. Mai
Weckruf um halb sieben, Abfahrt mit Wohnmobil der Familie U fahren wir nach Arbatax in den Hafen. Sergios Auto ist schon da, wir stehen ein wenig dumm rum, weil die Bar nicht geöffnet hat, wo wir uns einen Cappu kaufen wollten. Es ist windig gewesen und auch immer noch, irgendwann kommt Signore Sergio auf uns zu und sagt die Tour ab. Das Meer wäre zu bewegt und es wäre ihm zu riskant, daß es seinen Gästen schlecht wird. Morgen wäre wohl wettermäßig der noch schlechtere Tag, vielleicht am Freitag oder Samstag. Wir lehnen dankend ab, wir wollen ja weiter. Das dachte er sich schon, er kennt wohl die Camper-Fahrer, die binnen weniger Tage die Insel umrunden. Schon ein wenig enttäuscht ziehen wir ab, fahren zurück nach Tancau und brechen dort die Zelte ab.
Wir folgen der SS 125 nach Süden mit Abstecher in die allseits bekannte Antichi Poderi Jerzu, um dort köstlichen Cannonau zu bunkern. Weiter nach Villaputzu, durch dieses nette Örtle hindurch hinaus nach Porto Corallo. Es ist wieder warm geworden, aber windig. Draußen am Sandstrand weht der Wind durch die Luft. Wir sind auf der Suche nach einem geeigneten Plätzchen (was ja immer am schwierigsten ist, wenn Platz ohne Ende da ist) und entscheiden uns für eine Stelle. Auf sandiger Strecke solle ich voraus dorthin fahren. Meine Bedenken werden zerstreut und kurz darauf sitze ich im Sand fest. Grabe mich aber nicht weiter ein, sondern verlasse fluchtartig das Wohnmobil. Macht nix, wir sind ja zu dritt, ich hab auch ein tolles Abschleppseil dabei, glücklich, dies verwenden zu können suche ich das in den Tiefen meiner Garage und finde es auch. Bloß, wo ist dieser verdammte Abschlepphaken, der zum Auto gehört? Schwager U ist aber ein geschicktes Bürschchen und findet die Werkzeugkiste unter dem Beifahrersitz. Eingeschraubt, angehängt an den Hymer von Schwager H, der eine Vorrichtung für Anhängerkupplung hat und 4 to. wiegt und – zack – sitzt auch der fest. Jetzt wird es erst so richtig lustig, wir lachen uns halbtot. Ich freu mich insgeheim, weil es halt nicht wieder eine „Weibersache“ ist, das Festsitzen im Sand. Ein weiter vorne stehender Schweizer beobachtet unser Tun und kommt mit einem weiteren Abschleppband. Nun haben wir zwei Seile, bringen die zusammen und Schwager U zieht vom sicheren festen Untergrund aus zuerst Schwager H und dann mich aus dem Sand. Naja, dann bleiben wir halt auf dem festen Untergrund stehen, ist ja auch Platz genug. Schnell ins Meer gesprungen und einen lustigen Nachmittag und Abend verlebt. Die Schilder, die allerlei verbieten und letztes Jahr am 3.6. hier angebracht wurden, stehen übrigens noch nicht da.

Gast am 08 Jun 2008 12:05:42

Bring schon wieder die Bilder nicht rein ...

Gast am 08 Jun 2008 12:07:22

Duftende Fahrt durch blühendes Land

Gast am 08 Jun 2008 12:08:49

Donnerstag, 29. Mai
Über Nacht hat es zu regnen begonnen. Wir frühstücken gemeinsam im Hymer und räumen dann alles ein, auch den nassen Zeltteppich – brrr – eine Sauerei mit dem nassen Sand, aber was will man machen. Wir fahren nach Cagliari. Schwager H will entgegen meinem Vorschlag, die romantische alte Strecke zu nehmen, schnell dahin gelangen und auf der neuen Strecke fahren, die in meiner 1 Jahr alten Karte noch als Baustelle eingezeichnet ist. Nun gut. Kein Navi kennt die neue Strecke, aber wir fahren halt dahin, werden schon in die Hauptstadt treffen. Stunden später treffen wir dort tatsächlich ein – die neue Strecke ist natürlich nur teilweise fertig und so ergibt sich die eine oder andere Rumgurkerei, letztendlich fahren wir nicht, wie uns von einem freundlichen Tankwart beschrieben wurde, über Poetto, sondern die vermeintlich „direkte“ Strecke in die Stadt, die aber ein Herumfahren in diesem Moloch von Quartu Sant Elena, an welches ich auch nur schlechte Erinnerungen habe, bedingt. Schlaue Kerlchen sind wir ja aber und stehen irgendwann im Hafen von Cagliari und suchen den SP, zu dem wir keine näheren Beschreibungen haben, nur daß er irgendwo bei der S.Bonaria, einer auf einem Hügel stehenden Kirche sein soll. Diskussionen mit Passanten weisen uns den Weg, klasse, wir finden den SP sogar (die Straße kennt natürlich keines unserer Navigationsgeräte – achja, merkt man, wie sehr ich diese Dinger liebe??) und parken ein. Fahrzeug an Fahrzeug, nicht gemütlich, aber zweckmäßig. Wir waren nur 2 x in Cagliari, parkten immer nur „kurz“ für eine oder zwei Stunden im Hafen und haben so die Stadt eigentlich noch gar niemals richtig erkundet, weil uns immer mulmig war, das Fahrzeug so stehen zu lassen. Das ist nun ja anders, es ist ein eingezäuntes Terrain mit Wachmann, das Tor wird um 20.00 Uhr geschlossen und ein Wächter samt Hundi, der schnell unser Freund wird, passt auf alles auf. Wir bekommen auch einen Restauranttipp, den wir gerne befolgen. Leider gibt es mitten in der Stadt keine Außensitz-Möglichkeit, so sitzen wir halt drinnen im für unsere Begriffe völlig überdimensionierten Speisesaal, typisch italienisch mit Neonbeleuchtung. Das Essen schmeckt gut und nach und nach kommen ein paar Leute. Um halb zehn ist die Hütte rappelvoll, die Geräuschkulisse schier unerträglich, ein Stühlerücken, Geschirrgeklapper, das „Chiacchiericcio“, also Gequassel der Massen und die unromantische Atmosphäre lassen uns bald den Heimweg antreten, der SP ist nicht ganz voll, so können wir unter dem Sternenhimmel noch unser Tischlein und unsere Stühlchen aufstellen und unserem Weinderl frönen und uns mit dem Hundi belustigen.

Gast am 08 Jun 2008 12:10:45

Freitag, 30. Mai
Ganz schön viel Verkehr auf dieser Nebenstraße, ich fahre voraus, wir wollen an die Costa del Sud aber in den Arkaden im Hafengebiet noch einen Cappu nehmen, sofern wir die Fahrzeuge losbringen und dort parken können. Schaumermal. Ich fahre los, fädele mich ein und sehe und sehe die anderen einfach nicht hinter mir. Rechts abgebogen, unten links, runter in den Hafen, der Verkehrsstrom ist übermächtig, ich muß fahren, fahren und tu das auch. Irgendwann sehe ich die zwei anderen Wohnmobile ca. 50 m auf der anderen Straße vor mir, sie sehen mich nicht, Schwägerin U ruft irgendwann verzweifelt an, wo ich sei, ich teile mit, daß ich sie gesehen hätte und dort wohl eine Parkmöglichkeit sei und ich wenden wolle und zu ihnen kommen. Dies dauert natürlich ein wenig und telefonieren auf zweispurigen Straßen, auf denen dann schnell 5 Spuren fahren, ist nicht ganz einfach. So eine halbe Stunde später jedenfalls treffen wir außerhalb der Stadt auf der Schnellstraße Richtung Pula wieder aufeinander. Wir fahren raus bis Chia, kehren in einer Bar auf ein verspätetes Frühstück ein, es gibt auch einen kleinen Market, in dem die dringendsten Bedürfnisse gestillt werden, wir schleppen unsere Schätze zum Wohnmobil. Dort muß ich mein Handy verloren haben, was ich aber erst Stunden später bemerken werde. Wir fahren zum Torre Chia, früher konnte man bis zum Torre hinfahren, dann rechts herum und am Strand stehen. Heute ist die Straße gesperrt, Bauarbeiten, links geht es in den Campingplatz, den ich als ganz nett in Erinnerung habe. Wir schauen uns den ausführlich an und sind enttäuscht, hohe Bäume, schlampig, naja, die Saison beginnt ja erst, auch der Badestrand ist leider nicht der Hit, dahinter dümpelt ein Strandsee, es gibt bestimmt Mücken da. Also wenden, zurück auf die Hauptstraße und weiter runter zum Capo Spartivento. Den dortigen SP finden wir schnell, parken ein, nachdem wir den ca. 500 m entfernten Strand begutachtet haben und verleben einen neuerlichen ruhigen und warmen Urlaubstag. Wir planschen in den smaragdenen sauberen Fluten und fühlen uns wohl. Wie warm es wohl ist? Mein Handy hat ein Thermometer, das wird jetzt mal überprüft. Denkste, es ist nicht mehr da. Ich weiß sicher, daß ich es in meine Tasche gestopft hatte, Schwager U ruft mich an, aber ich bin nicht erreichbar. Gut, macht nix, es war ein älteres Modell und mein Vertrag läuft im Juli eh aus, kann ich es auch wie man neudeutsch so schön sagt „upgraden“ und mir ein neues Handy besorgen. Schnell ist die Karte gesperrt, so daß keiner Unfug damit treiben kann. Ab da bin ich telefonisch nicht mehr erreichbar, meine Schweizer Bekannten, die auch auf der Insel herumkurven, hatten gestern noch eine sms geschickt, daß sie hier ganz in der Nähe wären. Schade, jetzt kann ich keinen Kontakt mehr zu ihnen aufnehmen, ich werde mir was überlegen. Egal, heute ist es warm, um 17.40 Uhr noch 39° im lichten Schatten, das Meer ist nur noch herrlich.

Gast am 08 Jun 2008 12:11:36

Ein schöner Abend!

Gast am 08 Jun 2008 12:12:17

Der SP am Capo Spartivento

Gast am 08 Jun 2008 12:14:15

Samstag, 31. Mai
Wir schlafen lange, frühstücken draußen, es ist bedeckt und windig. Nach VE fahren wir um 12.00 Uhr aus dem SP hinaus, müssen einkaufen gehen, wäre günstig in einem etwas größeren Markt. Mir fällt einer in Carbonia ein, allerdings werden wir wohl zur „Unzeit“ zwischen 13 und 16 Uhr, wenn alles zu hat, da sein – oder sollte der etwa durchgehend offen haben wie so wenige in Italien? Egal, auf nach Carbonia, um 13.45 Uhr sind wir da, der Markt ist geöffnet und wir schlagen ausführlich bei allerlei Leckereien zu. Weiter geht es runter zur Cala Domestica, der dortige SP, auf welchen letztes Jahr um diese Zeit die Camper gelotst wurden, hat noch geschlossen, es stehen ca. 10 Wohnmobile auf dem Parkplatz weiter vorne. Wir schauen alles an, fahren aber weiter. Die Verwandtschaft will wie auf dem ersten SP über dem Meer sitzen und einen schönen Strand. Haben wir doch alles im Angebot, man muß nur hin. Wir kurven über Buggerru nach San Nicolao und stehen am Nachmittag auf einem der hübschen Terrassenplätzchen über dem Meer und der ca. 5 km langen Sandbucht südlich des Capo Pecora. Am späten Nachmittag gehen wir alle runter zum Strand, schwappen in den köstlichen Wellen im Meer und ruhen uns im warmen Sand aus, um uns von der warmen Sonne trocknen zu lassen. Irgendwann blinzele ich in Richtung Stellplatz und sehe jemanden schnurgerade auf uns zukommen. Tatsächlich!! Es ist mein Schweizer Bekannter, seine Frau sitzt auf der Mauer und winkt herunter. Grüezi, die Freude ist groß. Sie hatten sich schon gewundert, daß ich mich nicht mehr gemeldet hatte, sie hatten wiederholt sms geschickt, aber was braucht man die blöde Technik, man findet sich auf Sardinien auch so. Am Abend sitzen wir zusammen und plauschen, es ist relativ lau.

Gast am 08 Jun 2008 12:15:16

Sonntag, 1. Juni
Frühstückchen im Freien über dem Meer, die Schweizer verabschieden sich, wollen weiter. Wir veranstalten einen schönen faulen Strandtag, essen, trinken, baden noch in der Dunkelheit im Meer, duschen uns alle an der einzigen kalten Dusche, es beginnt zu regnen – mal wieder.

Montag, 2. Juni
Gestern war jeder zum Abspülen zu faul und man glaubt ja gar nicht, wie viel Geschirr bei 5 Leuten und ebenso vielen Mahlzeiten zusammenkommt. Die Klopöttchen drohen mal wieder überzulaufen und so fahren die Fahrer ins nahe Buggerru zum Entsorgen, die zurückbleibenden Schwägerinnen amüsieren sich mit der Abspülschüssel und den Geschirrbergen, bis wir eine Stunde später wiederkommen, es herrschte Andrang an der einzigen VE-Station im Umkreis. Zur Belohnung wollen sie aber unbedingt auch ins Örtle zum Shoppen, also fahren wir mit Fahrzeug Familie H alle zusammen wieder nach Buggerru, halten aber für einen Fotostopp über dem unverschämt türkisblauem Meer und – schauen geradeaus auf den SP in Buggerru hinunter, der eigentlich auch ganz hübsch ist. Also wieder umwenden, zurück, alles einpacken, wir ziehen um. Alle drei Fahrzeuge wieder hinuntergekurvt durch enge Gässchen und eingeparkt. Auch hier ein schöner ruhiger Tag, um 17.00 Uhr hat es noch 26°, wir gehen später ins Örtle zum Essen. Sitzen erst draußen, melden aber doch Bedenken an, daß das Essen draußen wohl doch recht schnell abkühlen könne, es ist – natürlich – wieder windig geworden. Der junge hübsche Kellner lacht uns mit seinen zwei blendendweißen Zahnreihen an (oder aus), als wir verkünden, wir mögen lieber nach innen umziehen, trägt unsere Getränke nach oben, wir sitzen bei weit geöffneten ausgesprochen schönen Fenstern und schlemmen. 0,33 l Bier kosten hier 1€, 0,66 l 2€, 1 l Wein 4€, eine Pizza 4€, da kann man nicht maulen. Die Gamberoni allerdings 17€, das ist ja fast schon Wucher dagegen. Später sitzen wir noch lange draußen, lauschen dem herrlich meerigen Geräusch der Wellen, die Frauen gehen nachts noch mal ins Meer, die Männer ins Bett und werden sich am anderen Morgen ausführlich über die Sauerei mit dem vielen Sand in den Badezimmern beklagen.

Gast am 08 Jun 2008 12:18:33

Dienstag, 3. Juni
Heute ist Markttag in Buggerru, welche Freude. Veranstalten noch mal ausführlich VE, fahren aus dem Platz und parken im Ort. Am ersten Stand werden gleich Badezimmervorleger und Tischsets für daheim eingekauft. Der ganze Markt besteht aus wohl 10 Ständen, wir finden ihn putzig.
Um 12.00 Uhr fahren wir weiter zunächst landeinwärts in endlosen Serpentinen auf die Berge, dann wieder landauswärts, am Hochsicherheitsgefängnis Bau vorbei hinaus nach Scivu. Dort stehen 4 italienische Wohnmobile sauber aufgereiht, wir stellen uns in unserer nun schon bekannten U-Form auf, jeder Handgriff sitzt, schnell ist alles aufgebaut, die erste Mahlzeit bereitet, hinunter zum Strand gegangen und im herrlich meerigen Meer geschwappt. Wieder ist es windig, am Abend wird es bald kalt, wir gehen heute früh ins Bett und nicht mehr ins Meer.

Poldi am 08 Jun 2008 12:20:37

Schön, Isa, dass Du wieder gesund und erholt zu Hause bist. Deinen schönen Reisebericht verfolgen wir sehr gerne weiter und sind auf die Fortsetzung gespannt.

Gast am 08 Jun 2008 12:22:18

An der Costa Verde:

Gast am 08 Jun 2008 12:25:28

Hinter Bosa auf S'Abba Druche

Gast am 08 Jun 2008 12:28:12

Immer noch auf S'Abba Druche

Gast am 08 Jun 2008 12:30:57

Freitag, 6. Juni
Früh um halb fünf brüllender Verkehr, das erste Moby-Schiff aus Piombino ist wohl angekommen, um 6.30 Uhr aufstehen, Check-In, Aufstellung neben der „La Suprema“ der Grandi Navi Veloce. Auffahrt um 8.55 Uhr, Leinen los pünktlich um halb zehn, das Schiff ist ziemlich leer. Dafür strahlt der Planet vom Himmel, es wird unser allerschönster und heißester Tag des ganzen Urlaubs, wir genießen ihn, es sind sogar die Whirlpools und das Schwimmbecken eingelassen, wir haben aber kein Badezeug dabei, naja, im Wasser waren wir ja wirklich genug.
Die Ankunft in Genua ist um 19.00 Uhr, wir stauen durch den Hafen hinauf zur Autobahn im unglaublichen Verkehrsgewühl der großen Stadt. Unglaublich, wie eine 2-spurige Straße, die natürlich auch 5 Spuren verträgt, plötzlich an einem Stop-Schild endet, an das sich aber keiner hält, weil jeder nur fahren, fahren, fahren will. Um halb acht schaffen wir die Auffahrt auf die Autobahn und rauschen nach Norden. Wir brauchen noch Diesel, dieses Bedürfnis kann in Sferravalle kurz hinter der Stadt gestillt werden, Schwager H schaut noch mal nach seinem Motoröl-Verschlussdeckel, dessen Verlust gestern abend im Hafen wegen einer sich unter dem Fahrzeug befindlichen Öllache entdeckt wurde. Schlamperei, das Fahrzeug hatte 2000 km auf dem Tacho, wir haben niemals die Motorhaube geöffnet, nur gestern abend und den ölverspritzten Motorraum besichtigt. Hatten mit Alufolie und Gewebebändern provisorisch den Einfüllstutzen verschlossen, jetzt nach nicht mal 15 km wieder die Sauerei im Motorraum, die Alufolie hat natürlich nicht standgehalten. Es kann aber ein Verschlussdeckel aus Kunststoff an der Tankstelle erworben werden, der erst zugerichtet werden muß, alles in allem kostet uns dies eine dreiviertel Stunde Zeit. Ade, Du schöne Pizza im Dogana in Lugana, die Du heute noch verzehrt werden solltest!! Für die ist es nämlich zu spät, als wir nach stellenweise Höllenfahrt im Starkregen mit unendlichen Lkw-Kolonnen am Gardasee ankommen. Wir trinken nur noch ein Bier und fallen bald in die Heiakuschibettchen.

Gast am 08 Jun 2008 12:32:13

Mit Volldampf übers Meer - ach, es sind ja "nur" ca. 25 kn ...

Gast am 08 Jun 2008 12:33:17

Samstag, 7. Juni
Ich habe mich entschlossen, mit Familie U heimzufahren, die am Abend zu einer Geburtstagsfete müssen, Familie H bleibt noch am Gardasee. Alleine will ich auch nicht fahren, habe ja, wenn irgendwas sein sollte, kein Handy, um irgendjemanden anzurufen. So machen wir uns um halb acht auf den Weg, frühstücken unterwegs in einer Bar, und fressen auf der italienischen Brenner-Autobahn bis Gossensass Kilometer. Alles läuft super, wir kommen gut voran. Durch Innsbruck hindurch, irgendwann entdecke ich im Augenwinkel ein Schild „B171 ab Kaserne gesperrt“ – ratter-ratter, ist da irgendwo eine Kaserne?? Kann ich mir keine denken, vielleicht ist die erst hinter Zirl. Nichts da, nach dem Camping Kranebitten geht ein Schild rechts „Kaserne“ ab, links ist die Straße einfach abgesperrt, ohne Umleitung oder sonst was. Wir wenden und fahren zurück, wir sollten die Strecke über Telfs nach Seefeld finden, fahren nach Völs, von da nach Zirl, um nur nicht auf die Autobahn zu kommen wie wahrscheinlich viele andere – ein Feiertag für die Asfinag die sicher mit ihren Sheriffs auf unfreiwillige Mautpreller wartet. Im Radio heißt es, es wäre heute nacht ein Murenabgang gewesen und die Umleitung ginge eben über die Autobahn. Nix da, wir treffen doch auf den Zirler Berg ohne Autobahn, die kleine Rundfahrt kostet uns eine halbe Extra-Fahrstunde. Unsere Wege trennen sich hinter Garmisch, ich fahre via Augsburg heim, die Verwandten über München.

Insgesamt 2.907 km gefahren, davon 1227 auf der Insel, der Bordcomputer meldet für den Trip eine Gesamtfahrzeit von über 62 Stunden und einen Durchschnittsverbrauch von 10,6 l Diesel. Ich habe ein paar Kleinigkeiten an meinem Fahrzeug entdeckt, die ich noch nachbessern lassen werde, nichts Aufregendes, unter anderem jedoch ist mir einmal während flotter Fahrt das Heki trotz richtiger Verriegelung aufgegangen, was natürlich blöd ist, wenn man allein unterwegs ist und nicht anhalten kann. Mein Fahrzeug ist ein Raumwunder, hatte ich doch beim Einräumen noch einen Stauraum unter dem unteren Bett entdeckt, den ich noch gar nicht kannte. Die Verwandten staunten Bauklötze, welche Schätze ich alles aus meinem Fahrzeug gezaubert hatte, ob es nun echte große Windlichter waren, allerlei Gewebebänder, Liegen, Poolnudeln für die Belustigung im Meer, undsoweiter! Und welche Mengen an Weinkisten ich unterbrachte …
Unerklärlich bis höchst suspekt erscheint mir, wie man mit 2 Personen oder mehr mit einem einzigen Klopöttchen tageweise auskommen kann, das kann ja nur gehen, wenn man nichts isst und trinkt, das dann als durchlaufender Posten eben im Klopöttchen landet. Unverständlich und rätselhaft für uns alle, warum es nicht viel mehr Festtanktoiletten gibt. Die Hymer-Fahrer ärgerten sich bei dem neuen Fahrzeug über die Dichtungsgummis um die Fenster, die bei jedem Öffnen und Schließen wieder an ihren Platz gestopft werden mussten und über den schon defekten Kühlschrankverschluß, nachdem der Kühlschrankinhalt gleich bei der ersten Fahrt quer durchs Wohnmobil flog und ab da mit meinem mitgeführten Gewebeband ständig verschlossen werden musste. Die Bürstner-Fahrer zeigten sich vom Geschepper der Möbel und der Badezimmertüre genervt. Das kann ich jetzt zwar von meinem Bürstner nicht behaupten, bei mir klapperte nur die porzellanene Kaffeekanne, wenn ich sie nicht akkurat hingestellt hatte.

Ein wunderschöner Urlaub ist zu Ende, daheim ist schönes Wetter.

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