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Erfahrungen OSRAM UVC Lampe in großen Tanks


windsurfmarkt am 01 Jul 2008 12:01:51

Hallo,

nach dem Frischwassertest in der aktuellen pm bin ich auf der Suche nach geeigneten Methoden für gutes Wasser zu sorgen.

Neben einem Filter möchte ich das Wasser im Frischwassertank 120 Liter entkeimen und dazu die OSRAM UVC Lampe einsetzen.

Hat das jemand schon mal mit einem Tank in dieser Größe versucht und wie sind die Erfahrungen damit.

Die Lampe braucht für die Entkeimung je 20 Liter 15 Minuten, das würde bedeuten, das die Lampe bei 120 Litern 2 Stunden laufen müsste.

Reicht es aus die Lampe nach der Befüllung laufen zu lassen, oder muss das regelmäßig gemacht werden. Wenn ich den Bericht richtig verstehe in der pm sollte man das wohl eher wiederholen.

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Gast am 01 Jul 2008 12:10:06

Hallo,

also ich hätte Bauchweh mit einer UV-Lampe im Tank, solange ich nicht weiß wie sich die UV-Strahlung mit dem PVC des Tanks verträgt.
Ich kann mir gut vorstellen, daß bei der Produktion der Tanks auf jegliche UV-Stabilisation verzichtet wurde, weil die sowieso nie das Tageslicht sehen würden. Es dürfte dann ziemlich aufwendig sein den zerbröselnden Tank im Doppelboden eines Womos auszutauschen

Deshalb würde ich erst mal mit dem Hersteller die Frage der Verträglichkeit klären, bevor ich den Tank massiv und lange mit hartem UV-C Licht angehe

grüße klaus

Scout am 01 Jul 2008 12:48:28

Hallo!
Ein paar Anmerkungen zu dem Thema UV Strahler.

Die antibakterielle Wirkung der UV-Strahlung ist sehr gut und wird technisch auch eingesetzt.
Firmen bieten Durchflussgerät und Tauchsonden an.

Die Tauchsonde wird in den Tank gehängt.
Ob ein Einsatz im Womo sinnvoll ist, hängt es von der Größe und Form des Tanks ab. Das ist im Moment vielleicht unverständlich. Ich will es begründen muss dazu aber etwas physikalisch werden.
Damit die Bakterien oder ähnliches Mikrogetier getötet wird, müssen diese, etwas einfach formuliert, von einem UV Strahl mit einer gewissen Energie getroffen werden. Der UV Strahl verliert auf seinem Strahlungsweg allerdings seine Energie. Nehmen wir mal 2 Bakterien, A und B. Wenn B von der UV-Strahlungsquelle doppelt so weit entfernt ist wie A, hat der UV Strahl bei B nur noch ¼ seiner Energie die er bei A hatte, bei der vierfachen Entfernung nur noch 1/16.
Ab einer bestimmten Entfernung zur Strahlenquelle werden Bakterien nicht mehr zerstört.

Außerdem breiten sich die Strahlen, wie normales Licht, geradlinig aus. Dort wo sich Schatten bilden kommt keine Strahlung hin und werden keine Bakterien zerstört.
Im Womo sind die Tanks oftmals im Zwischenboden untergebracht, sie sind flach, sehr breit und der Fahrzeuggeometrie angepasst. An Stellen wo sich Schatten bilden, an weiter entfernt liegende Wände, oder in Schläuche reicht die UV-Strahlung nicht. Bei größerem Abstand zur Strahlungsquelle kann die Bestrahlungsstärke zu gering sein.
Dort können sich Bakterien an den Wänden festsetzen, während sie um die Ecke zerstört werden.

Hier ein Bild aus der Werbung.
--> Link
In einem solchen Tank ist die Wirkung gut. Es gibt es keine Strahlungsschatten.

Fazit:
Es hängt in erster Linie von der Form der Tanks ab. Wie oben schon erwähnt, wirkt die Tauchsonde bei geometrisch unregelmäßig geformten Tanks unzureichend. In Schläuchen überhaupt nicht. Hier ist nicht gewährleistet, dass man einwandfreies Wasser zapft.

Wolfgang

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turbokurtla am 01 Jul 2008 20:19:08

Das ist ja Wahnsinn, was es alles gibt !
Passt nur auf, das kein Bier in der Nähe ist, sonst werden die Bakterien, die darin für gute Verdauung sorgen, auch noch getötet.
:ironie:
Kurt

Aber sehr gut erklärt Scout !

Scout am 01 Jul 2008 21:22:44

Passt nur auf, das kein Bier in der Nähe ist, sonst werden die Bakterien, die darin für gute Verdauung sorgen, auch noch getötet.

Solange die Flasche nicht aus Quarzglas besteht ist das verkeimte Bier weiterhin gewährleistet. :D

Wolfgang

Eura665HS am 02 Jul 2008 09:06:25

ich denke auch dass ein durchflussgerät am sinnvollsten ist. Da kann man dann sicherstellen, dass das Wasser mit der ausreichenden Strahlungsintensität getroffen wird. Wenn dann noch durch diagonale Anbringung der Vor- und Rücklaufleitungen eine gute Durchmischung des Tanks gewährleistet ist sollte auch bei problematischen Platzverhältnissen kein Problem auftauchen.

Eura665HS am 02 Jul 2008 09:09:03

Oh, ich hab grade gesehen, dass der Durchlaufreaktor von Reisch nur das Wasser desinfiziert, was gerade abgenommen wird. Ob das so sinnvoll ist? Dann brütet der Tank bei lauschigen 28°C im Sommer in der Toskana fröhlich vor sich hin. ...

Scout am 02 Jul 2008 11:29:30

Meine Beurteilung der Durchflußsonde.

Bei der Durchflusssonde kommt keimfreies Wasser aus dem Wasserhahn. Eine Verkeimung des Wassers im Tank wird nicht verhindert. Pflegt man den Tank nicht, kommt im Extremfall vergammeltes aber immerhin keimfreies Wasser aus dem Wasserhahn.


Wolfgang

windsurfmarkt am 02 Jul 2008 11:50:21

Gibt es denn außer der OSRAM UVC Lampe auch noch andere Produkte dieser Art? EIn paar Links wären nicht verkehrt. Danke

Administrator am 02 Jul 2008 11:59:11

Die Durchflußlösung ist m.E. nach die Beste von allen - ich würde einen kleinen Extrakreislauf mit einer sparsamen Pumpe konstruieren, die periodisch oder (auch permanent) das Wasser des Tanks durch eine Durchflußentkeimung schleust - wie ein Aquariumfilter. Damit habe ich Bewegung im Tank und jeder Tropfen "kommt mal dran" ;)

windsurfmarkt am 02 Jul 2008 12:04:23

und was ist mit den Wänden im Tank? Denn die Lampe im Tank bearbeitet ja auch diese Stellen, das würde bei der Durchflusslösung, die übrigens eine gute Idee ist, nicht weiter helfen

Eura665HS am 02 Jul 2008 14:57:39

Mag zwar sein, aber wenn alles tot ist im Tank, dann wächst auch nix an den Wänden...

Ich würde auch den "kleinen Kreislauf" so wie Dirk ihn beschrieben hat, favorisieren.

Gast am 02 Jul 2008 16:04:18

Typ von meiner Grosmutter:
Damals als es noch keine Kühlschränke gab, hatte meine Grosmutter immer ein 5 Frankenstück( die waren damals aus reinem Silber) in den Milchhafen gelegt. Damit hielt sich die Milch viel länger....
Ich habe seit langem ein Stück Silberblech in meinem Wassertank und dieses Silber tötet durch die Abgabe von Silberjonen die Bakterien wirkungsvoll ab.....und wenn Du dann noch einen Aktivkohlefilter in den Kreislauf baust..... hast Du Quellwasser von hervorragender Qualität.......

Gast am 02 Jul 2008 16:20:12

Hallo,

Joxy12 hat da einen sehr guten Ansatz !!

bitte nicht vergessen die Aktivkohle rechtzeitig zu wechseln, denn wenn deren Kapazität erschöpft ist verkehrt sich die sache ins Gegenteil und die wird dann zu einer Bakterienbombe

grüße klaus

Scout am 02 Jul 2008 16:34:28

Hallo!
Wenn sich im Tank Bakterien entwickeln sitzen die meisten von ihnen an der Tankwand fest und die wenigsten schwimmen frei im Wasser umher.
Bakterien setzten sich mit Vorliebe an Oberflächen fest.
In Flüssen und Teichen ist dies nicht anders.
Man sieht es ja auch daran, dass sich an den Wänden Schleimschichten (biologischer Rasen) bilden, während das Wasser klar bleibt.
Diese Schleimschichten bieten ideale Lebensbedingungen und liefern Nahrung für ihre Vermehrung. Hier entwickeln sie sich besonders gut.
Wenn man das Wasser nun ablässt und mit frischem, desinfiziertem Wasser wieder befüllt, gehen sofort wieder Bakterien aus den Schleimschichten ins Wasser.

Wenn man nun Wasser aus dem Tank im Bypass mit UV desinfiziert, geschieht nichts anderes. Das desinfizierte Wasser strömt in den Tank zurück und wird sofort wieder verkeimt. Die Bakterien in den Schleimschichten werden dadurch nicht beeinträchtigt.
So blöd, wie das jetzt vielleicht klingt, das Verfahren funktioniert nur, wenn keine Bakterien im Tank sind. Kommen aber Bakterien in den Tank haftet eine bestimmte Menge an der Wand und eine bestimmte Menge wird mit dem Wasserstrom zur Durchflusszelle transportiert und eliminiert. Die an der Tankwand können sich jedoch in Ruhe weiterentwickeln.
Deshalb bringt eine Bypassbehandlung auch keinen Erfolg.

Das Problem liegt weniger im Wasser, als vielmehr an den Tankwänden.
Deshalb sind Mittelchen, die überall, auch in Schläuche, hingelangen besser geeignet.



Wolfgang

uemde am 31 Jan 2023 19:19:29

Das Problem liegt weniger im Wasser, als vielmehr an den Tankwänden.
Deshalb sind Mittelchen, die überall, auch in Schläuche, hingelangen besser geeignet.

Sie haben recht, aber aber aus meiner Erfahrung heraus, sind alle Mittelchen nicht ohne Nebenwirkungen. Auch Silberionen sind nicht ohne Risiko, alle anderen Chemieprodukte sowieso. Nicht umsonst heißt es, alles ist Gift, es kommt nur auf die Menge an. Ich habe in unserem Womo eine UV-C Klärung eingebaut. Eine Tauchpumpe saugt das Wasser aus dem Tank, drückt es durch eine Rohr indem eine 9 Watt UV-C Lampe sitzt und zurück in den Tank. Eingestellt habe ich 30 min Pumpenlauf und 120 min aus. Ich beseitige nicht die Bakterienrasen an den Wänden, reduziere aber die Anzahl der Bakterien im freien Wasser des Tanks. 100 % eliminiere ich keine Keime, halte sie aber "in Schach"!
MFG uemde

dietmardd am 31 Jan 2023 22:06:12

Schon vor 14 Jahren hat ein Womo-Freund erkannt, dass das Hauptproblem die UV-Festigkeit des Tankmaterials ist.

Der Schreiber damals nahm an, dass das PVC wäre, aber PVC ist in D schon seit Jahrzehnten verboten, wenn es zu Kontakt zu Lebensmitteln kommt und Wasser gilt in D als Lebensmittel. Ausnahme: monomerfreies PVC.

Ein Tank oder Trinkwasserkanister aus PVC wäre ziemlich gefährlich. Die Polymerisationsreaktion von PVC ist eine Gleichgewichtsreaktion und das bedeutet, dass diese nicht bis zum Ende erfolgt, sondern sich ein Gleichgewichtszustand zwischen dem PVC und dem Ausgangsstoffen (Vinylchlorid) herausbildet. Diese nicht polymerisierten sogenannten Monomere sind sehr giftig und krebserregend. Leider kommt z.B. Spielzeug aus China aus PVC ins Land. Gerade Kleinkinder nehmen oft Spielzeug in den Mund. Es gibt keinen Zusatz, der PVC oder irgendeine andere Kunststoffart wirklich UV-fester macht - reiner Marketingschwindel. Das gilt auch für Lacke, denn die sind auch nur Kunststoffe. Weich-PVC enthält außerdem giftige und krebserregende Weichmacher.
Es gibt Technologien zur Herstellung von monomerfreiem PVC, aber die sind teurer und haben sich nicht durchgesetzt. Monomerfreies PVC ist glasklar und hat weder giftige Monomere noch Weichmacher.

Zur OSRAM-UVC-Lampe: Aus den Bildern ist nicht erkennbar und im Text nicht ersichtlich, ob es eine der inzwischen verbotenen Quecksilberdampflampen ist oder sich UV-LEDs in den Röhren befinden. Wenn das nicht klar ist - Hände weg davon! Wenn die Röhren aus Glas sind, dann sind es Quecksilberdampflampen, denn in diesen befindet sich ein Vakuum und Kunststoffe sind da nicht fest genug. Sind es Rohre aus Kunststoff, dann sind es LEDs, denn das Glas von Quecksilberdampflampen muss aus sauteurem Quarzglas sein, da normales Glas UV-Strahlung stark schwächt und ein Rohr aus PMMA oder PUR ist um Größenordnungen billiger.

Relativ UV-fest sind nur Acrylate und 2K-PUR und einige teure Spezialkunststoffe wie z.B. Polyimide, Polytetrafluorethylen.

Wassertanks und Wasserkanister wurden nach meiner Kenntnis nie aus PVC hergestellt, sondern immer aus Polyethylen (PE), viel seltener aus Polypropylen (PP). Beide Kunststoffe sind sehr UV-empfindlich. Das UV-Licht zerstört die meisten organischen Moleküle, da die Bindungen in Kunststoffen nur recht schwach sind. In der EU müssen Kunststoffteile aus Thermokunststoffen gekennzeichnet sein, meist auf der Unterseite. Bei Polyethylen gibt es 3 verschiedene Prägungen:
1. PE
2. PE-LD (Low Density)
3. PE-HD (High Density)

Es gibt noch einige Unterarten, z.B. bezüglich der Kettenlänge. Es gibt aber nur geringe Unterschiede, die aber z.B. bei der Folienherstellung von Bedeutung sind.

Eine tauchbare UV-Quelle im Tank würde also den Kunststoff des Tanks verspröden, so dass nach einigen Jahren bei Vibrationen oder Stößen oder Verwinden des Womos der Tank Risse bekommt bzw. splittert. Das ist aber nicht so schlimm, denn der Mensch hat auch die Sintflut überstanden und ein Womo-Wassertank befindet sich aus Schwerpunktgründen immer ganz unten, so dass das Wasser die Betthöhe nicht erreichen kann.

Nun gibt es auch UV-Sterilisationsanlagen, die den Wasserdurchfluss sterilisieren. Hier kommt es auf das verwendete Material an. Da das Zeug meist von kleineren oder max. mittleren Unternehmen produziert wird, bezweifle ich deren werkstoffwissenschaftliche Kompetenz. Im Internet kann man nicht erkennen, aus welchem Material die Teile besteht, welches mit der UV-Strahlung in Kontakt kommt. Wenn das Gerät aus China kommt, wäre es in meinen Augen suspekt, da China beim Gesundheits- und Arbeitsschutz und beim Gesundheitsschutz nicht sehr genau nimmt.

Positiv ist dass sich bei vielen Geräten die UV-Quelle verändert hat. Früher waren das Quecksilberdampflampen. Seit vielen Jahren gibt es ein Anwendungsverbot für Quecksilber in der EU mit wenigen Ausnahmen wie z.B. Energiesparlampen, ab 2023 Produktionsverbot und unerklärlicherweise Zahnplomben, da es Alternativen gibt. Nunmehr werden die UV-Strahlen mittels spezieller LED erzeugt. Für die Erfindung dieser LEDs gab es vor Jahrzehnten den Nobelpreis, denn diese LED werden für die blaue Farbe in diversen Anwendungen und für LED-Lampen eingesetzt. Die LED-Lampen haben dazu ein Gemisch von Fluoreszenzmitteln, welche durch die UV-Strahlung der LEDs angeregt werden. Je nach Gemisch der Fluoreszenzmittel kann man die Lichtfarbe der LED (Lichttemperatur) einstellen.
Wenn früher bei einem Bruch der Quecksilberdampflampe Quecksilber in den Tank geriet, musste man den gesamten Wasserstrang als Sondermüll entsorgen. Außerdem Arbeiten LEDs nur mit wenigen V, während Quecksilberdampflampen eine hohe Spannung brauchten, so dass beim Bruch der Lampe der gesamte Wasserstrang unter (mindestens) 230 V stand.

In der 3. Welt liefern Hilfsorganisationen Solarzellen zum Betreiben eines Durchflusssterilisationsgerätes. Durch meist unsachgemäße Handhabung werden diese Anlagen aber oft nur wenige Wochen und Monate alt, so dass die UV-Festigkeit der verwendeten Kunststoffe keine größere Bedeutung hat. Aber die Wirksamkeit dieser Kleinanlagen, so sie nicht kaputt sind, zur Trinkwasserherstellung ist gut.

Fazit:
Mit UV-Strahlung kann man recht wirksam Wasser sterilisieren, solange das Wasser klar ist, denn Schwebstoffe bringen den Mikroorganismen, die sich im "Schatten" befinden, Schutz vor der UV-Strahlung. Ich habe lange überlegt, ob ich im Womo mit UV-Strahlung das Wasser sterilisiere und welche Konstruktion eine UV-Schädigung des Tanks und der Schläuche verhindert. Man braucht dazu auch zwingend elektrischen Strom und sollte deshalb eine größere oder mehrere mittlere LiFePO4-Batterien an Bord haben. Im Moment nehme ich Abstand von einer UV-Sterilisation, da mich die angebotenen Anlagen nicht richtig überzeugt haben.

dietmardd am 31 Jan 2023 22:20:08

Auch Silberionen sind nicht ohne Risiko


Man muss eben die beiden Risiken abwägen:
Das sehr geringe Risiko bei der sachgemäßen Verwendung von Silberionen oder das viel höhere Erkrankungsrisiko bei biologisch verschmutztem Trinkwasser. Letzteren ist insbesondere in Entwicklungsländern eine sehr große Gefahr, z.B. diverse Bakterien wie z.B. Cholera und verschiedene Amöben und Wurmeier. In der EU kommt man mit einfachen Hygieneregeln recht weit, wenn man nur Trinkwasser tankt. Trotzdem nehme ich noch einige Kanister Trinkwasser aus D mit oder kaufe dieses, meist in 5l-Kanistern, in Südeuropa, wo das Trinkwasser durch die oft starke Chlorierung stinkt.

In den Nachfolgestaaten Jugoslawiens sollte man auch eigenes Wasser aus D in Kanistern zum Zähneputzen und zum Tee- und Kaffeekochen mitnehmen, da das Wasser dort eine hohen Gehalt an Kalk, Natriumchlorid und z.T. Schwefelverbindungen hat, auch das gekaufte. Das dortige Trinkwasser ist zwar hygienisch einwandfrei, aber schmeckt nicht gut und insbesondere Kaffee und Tee schmecken mit diesem Wasser schlecht und auf der Oberfläche schwimmen schmutzigbraune Flecken. Das sieht schon eklig aus.

proff56 am 01 Feb 2023 13:56:05

dietmardd hat geschrieben:Schon vor 14 Jahren hat ein Womo-Freund erkannt, dass das Hauptproblem die UV-Festigkeit des Tankmaterials ist.
............. Im Moment nehme ich Abstand von einer UV-Sterilisation, da mich die angebotenen Anlagen nicht richtig überzeugt haben.

Nicht nur schön geschrieben und erklärt, sondern auch ein fachlich sehr guter und fundierter Beitrag ! :klatschen:

Scout am 02 Feb 2023 00:48:10

dietmardd hat geschrieben:Schon vor 14 Jahren hat ein Womo-Freund erkannt, dass das Hauptproblem die UV-Festigkeit des Tankmaterials ist.
Verrate uns bitte noch woran dein Womo-Freund dies erkannt haben soll?
dietmardd hat geschrieben:Eine tauchbare UV-Quelle im Tank würde also den Kunststoff des Tanks verspröden, so dass nach einigen Jahren bei Vibrationen oder Stößen oder Verwinden des Womos der Tank Risse bekommt bzw. splittert.

Man muss bei solchen Betrachtungen auch berücksichtigen, dass die Stärke der UV Strahlung beim Durchgang durch das Wasser abnimmt.
Nach 1 cm sind nur noch 80% der UVC Strahlungsleisung vorhanden.



Wenn die UVC Strahlungsquelle nicht direkt, also ohne Wasserpolster, auf der Tankwand aufliegt verursacht sie auch keine Schäden.

Gruß
Scout

Bildquelle: --> Link

Rockerbox am 02 Feb 2023 08:02:13

dietmardd hat geschrieben:In den Nachfolgestaaten Jugoslawiens sollte man auch eigenes Wasser aus D in Kanistern zum Zähneputzen und zum Tee- und Kaffeekochen mitnehmen, da das Wasser dort eine hohen Gehalt an Kalk, Natriumchlorid und z.T. Schwefelverbindungen hat, auch das gekaufte.

dietmardd hat geschrieben:Das dortige Trinkwasser ist zwar hygienisch einwandfrei, aber schmeckt nicht gut und insbesondere Kaffee und Tee schmecken mit diesem Wasser schlecht und auf der Oberfläche schwimmen schmutzigbraune Flecken. Das sieht schon eklig aus.


Ich weiß zwar nicht, wo genau du in "Ex-Jugoslawien" rumgefahren bist, aber zumindest für z.B. Slowenien und auch für weite Teile von Kroatien halte ich das für mehr als übertrieben. Beide Länder verfügen meiner Erfahrung nach über hervorragende Trinkwasserquellen! Und im Fall des Falles kann man auch dort in Supermärkten "europäisches" Trinkwasser nahezu aller Marken in Flaschen kaufen, Trinkwasser aus Deutschland durch halb Europa zu karren finde ich wenig sinnvoll.

rogers am 02 Feb 2023 08:31:53

Wer längere Touren fährt oder sein Wasser über monate im Tank haben möchte, kann es ja auch mal mit Ozon probieren.

Ich halte meinen Tank seit einigen Jahren mit dem Tank-O3 System Keimfrei und dieses klappt nach meiner Meinung sehr gut.
Seit dem Einsatz der Ozon Sonde habe ich noch keinen Ansatz eines Bio Film im Tank gesehen obwohl ich das ganze Jahr über immer nur Wasser nachfülle, ohne den Tank ganz zu leeren.

Da ich im Wohnmobil lebe war es mir wichtig solange wie möglich sauberes Wasser im Tank halten zu können.
Alle 4 Wochen einmal eine Kontrolle der Sonde und bei Bedarf entkalken, finde ich akzeptabel und das System benötigt sonst keine Aufmerksamkeit.

Gruß
Roger

andwein am 02 Feb 2023 11:59:01

dietmardd hat geschrieben:Schon vor 14 Jahren hat ein Womo-Freund erkannt, dass das Hauptproblem die UV-Festigkeit des Tankmaterials ist.

Gut erklärt und beschrieben, dafür ein Pünktchen. Ich hatte den Punkt UV - Platikversprödung in diesem Zusammenhang bisher noch nicht auf dem Radar, obwohl es eigentlich offensichtlich ist.
Gruß Andreas

Tinduck am 02 Feb 2023 12:25:37

Warum eine UV-Lampe wenig Sinn macht:

- Hauptargument: was soll die Lampe denn bringen, wenn eh kaum Keime im Wasser sind? Ist in Europa so der Fall, und ein gründlich gereinigter Tank 'speichert' auch nix in Form von Bakterienrasen etc.

- Die Reichweite der UV-Strahlen ist begrenzt, ohne Umwälzung des Wassers wird da nicht zuverlässig der ganze Tank desinfiziert; bei meheren getrennten (bei uns der Fall) oder verwinkelten Tanks müsste man mehrere Lampen einsetzen

- Wie oben erwähnt, findet der Plastiktank das nicht so gut

- Strom verbraucht der Spass auch noch, und das permanent.

Wasser für Reinsträume wird per UV desinfiziert, das sind aber Lampen im mehrere-hundert-Watt-Leistungsbereich und die werden in Rohre montiert und desinfizieren das vorbeifliessende Wasser, so kann man die Reichweiteneinschränkung der UV-Strahlen im Wasser umgehen. Könnte man im Womo mit einer Umwälzung auch so machen, aber wozu, wenn mans eigentlich eh nicht braucht... für das gute Gefühl?

bis denn,

Uwe

babenhausen am 02 Feb 2023 13:15:47

das sind aber Lampen im mehrere-hundert-Watt-Leistungsbereich und die werden in Rohre montiert und desinfizieren das vorbeifliessende Wasser, so kann man die Reichweiteneinschränkung der UV-Strahlen im Wasser umgehen. Könnte man im Womo mit einer Umwälzung auch so machen,


und zwar so:
natürlich für die geringere Wassermenge Leistungsreduziert und mit 12 V

--> Link

Mit einer solchen Anlage ist auch das Thema Kunststoffversprödung erledigt

Ob man es nun wirklich braucht muss man zumindest in Europa die Wasserhygienephobiker fragen welche ihr Trinkwasser in Plastikkanistern kaufen.Was in solchen Behältnissen an Chemie in das Wasser übergeht steht auf einem anderen Blatt

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