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Griechenland-Albanien-Kroatien Bericht Teil 1a


Waschbaer am 16 Jul 2008 13:26:30

Hallo,
ich bin gerade dabei, meinen ersten Reisebericht zu erstellen, er ist noch nicht ganz fertig, wird laufend verbessert, aber ich stelle Teile davon schonmal hier rein.
Die Bilder sind verlinkt. Das kann dazu führen, daß beim ersten Aufruf längere Ladezeiten entstehen; fangt einfach an zu lesen, die Bilder trudeln dabei ein.

Viel Spaß,
Waschbaer.

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Mittwoch, den 21. Mai 2008, abends nach 22:00 Uhr

Soweit ist alles fertig.
Es liegen knappe vier Wochen Urlaub vor uns, das Womo ist eingeräumt, alle Behälter sind entweder voll oder leer, je nach Zweck, die Routen sind geplant, die Katzen versorgt und wir sind voller Hoffnung auf einen tollen Urlaub.
Ein wenig bange ist uns aber auch, wird das doch unsere erste richtig große Womo-Tour, die uns zuerst nach Venedig bringen soll, von dort wollen wir mit der Fähre (Camping an Bord) nach Igoumenitsa, als nächstes Ziel wurde das Pindos Gebirge ausgesucht, dort wollen wir drei Tage wandern.

Der zweite Urlaubs-Schwerpunkt soll ein Besuch bei Bekannten in Hamokerasa (in der Nähe von Drama, Mazedonien) sein, ehe dann ein Treffen von Verwandten, die Urlaub an der kroatischen Küste machen, eingehalten werden will.

Und Drittens - wie kommt man von Drama nach Dubrovnik?
Schade, dass die Jadrolinia nicht mehr zwischen Griechenland und Kroatien verkehrt, so werden wir auf den Landweg angewiesen sein. Die lange Strecke über Belgrad, am Kossovo vorbei, wollten wir nicht fahren, also haben wir die Strecke über Edessa, Ohrid (Macedonia), Tirana (Albanien) geplant.
Nach 5 Tagen Faulenzen am Meer sollte es über Bled wieder nach Hause - Richtung Böblingen - gehen.
Soweit die Planung.

Aber jetzt war das Nehmen der ersten Hürde angesagt, schlafen, damit wir am nächsten morgen um 5:00 Uhr ausgeruht sind.
Das war leichter gesagt als getan, aber irgendwann muss ich doch eingeschlafen sein, jedenfalls hat mich der Wecker aus dem Schlaf gerissen.





Donnerstag, den 22. Mai, 05:00

Nach dem Frühstück ging alles sehr schnell, nur noch wenige Utensilien mußten im Womo verstaut werden (Waschzeug, Wertgegenstände), dann konnte es losgehen.






Ob unsere zwei Katzen ohne mich die 4 Wochen überleben werden?
Na ja, wie man sieht hat Nora mehr Interesse daran, wie man von der Motorhaube auf das Dach gelangen kann, ich scheine sie nicht zu interessieren, na gut, dann sieh zu, wie du ohne mich zurecht kommst ...






Nebenbei, was mich am Womo-Urlaub gegenüber dem Urlaub auf dem Motorrad auch sehr freut, ist die Tatsache, daß man mehr als nur das Allernötigste in den Gepäcksack stopfen kann. Auf dem Motorrad wäre es mir nie in den Sinn gekommen, für die Zeit auf der Fähre den letzten Harry Potter Band mitzuschleppen.






Der erste Teil der Fahrt verlief unspektakulär,




es ging über den Brenner nach Venedig, allerdings nicht direkt, sondern auf die östlich von Venedig gelegene Halbinsel (vorbei an Jesolo) zur Punta Sabbioni, dort fanden wir am letzten möglichen Campingplatz einen netten Stellplatz für die Nacht.
Eigentlich wollten wir am Abend der Ankunft noch mit der kleinen Fähre nach Venedig, aber da wir später als erwartet am Campingplatz ankamen, haben wir den Besuch aus dem Programm gestrichen, der Tag war auch so lange genug.
Vom Campingplatz aus sahen wir über den Alpen hohe Gewittertürme stehen, gegen später wurde auch über uns der Himmel dunkel und in der Nacht regnete es heftig.











Freitag, den 23. Mai


Beim Erwachen stellte ich fest, daß es still war, kein Prasseln auf dem Dach war mehr zu hören, prima, dachte ich, im Regen nach zu Venedig fahren muß ja auch nicht unbedingt sein.
Also, nichts wie raus, Kabel aufräumen und.., und ..., wo sind denn meine Schuhe?
Ach ja, draussen vor der Tür, frisch gewaschen und gesandet.
Waldameise half bei der Rettungsaktion.






Ein Blick gen Himmel, die Baumspitzen und Wolken fixiert, und die Stimmung besserte sich, das Dunkle wich, ein hellerer Himmel rückte nach..






Es gab ein kleines Frühstück, einen großen Kaffee und anschließend genug zu tun. Bis so ein sandiges Kabel richtig sauber ist, braucht es auch seine Zeit. Zum Glück war nur wenige Meter vom Platz entfernt ein Wasserhahn.
Als Letztes nutzten wir (Insassen + Womo) nochmals intensiv die sanitären Anlagen, dann konnte es losgehen.






Wir fuhren ein großes U, es endete kurz vor Venedig. Auf der schmalen Zufahrt zur Stadt drängt sich alles, was der Beförderung dient, auf engstem Raum.






Trotz unserer frühen Ankunft waren wir nicht die Ersten. Wir reihten uns in eine der Warteschlangen ein,






dannach legte sich die Anspannung vorerst und beim Spazierenführen der Beine konnten erste Kontakte zu anderen Wohnmobilisten (und deren Begleiter) geknüpft werden.






Waldameise nutzte die Zeit, die noch bis zum Entern des Schiffes blieb, für eine kurze Stippvisite der Stadt, während ich nervös auf ihr Wiederkommen hoffte. Schade, daß es gestern abend nicht mehr für eine Besichtigung gereicht hatte, aber so hat zumindest mein "An-mi-no-schlupferle" das Vergnügen; ich kann mir ja ihre Bilder ansehen.






"Vergis bloß nicht ein Bild davon zu machen, wie ich die erste Rampe meines Womolebens meistere", erinnerte ich Waldameise, ihr Herz hing aber an den armen Motorradfahren, die in dem wieder einsetzenden Regen so verloren aussahen.






Die Rampe hatte ich mir schlimmer vorgestellt, die Auffahrt war kein Vergleich zu dem Erlebnis, dies mit einem voll bepackten Motorrad, die Stiefel über den rutschigen Boden schleifend, zu meistern.
Endlich war es soweit, unser Womo wurde angenabelt. Jetzt gab es Strom und damit Arbeit für den Kühlschrank.






Es wurde Zeit, die oberen Decks aufzusuchen. Hier sammelten sich langsam die Passagiere, um das Auslaufen entlang der tollen Kulisse Venedigs zu geniesen.






Der Himmel war bewölkt, den Photographen in mir hat dieser Umstand stark inspiriert und meine Urlauberseele konnte von der Hoffnung zehren, daß weiter unten im Süden der blaue Himmel auf uns wartet.

Der dunkle Himmel im Hintergrund machte die ohnehin eindrucksvolle Vorbeifahrt an den Häusern Venedigs zu einem besonderen Erlebnis.






Ist das nicht toll? Aus dieser Perspektive hatte ich den Markusplatz auch noch nie gesehen.






So langsam entfernte sich Venedig und mit zunehmender Entfernung schien der Bann auf viele der Schaulustigen nachzulassen, sie packten die Photoapparate wieder ein und wandten sich zum Gehen. Na gut, dachte ich, es wird etwas frisch, schau'n wir mal, was es auf dem Schiff so alles gibt. Ich habe mich ein letztes Mal umgedreht, und - Voilà! - ich kann es nur immer wiederholen: ungewöhnliches Licht ergibt ungewöhnliche Bilder.







Samstag, den 24. Mai

Der Vormittag verging unter dem erhofften blauen Himmel, während sich unser Dampfer durch die Enge zwischen der albanischen Küste und der Insel Korfu zwängte. Der leichte Dunst und das Gegenlicht verzauberten die albanische Küste in eine Abstufung von Hellblau.






Korfu lag auf der rechten Seite des Schiffes, mir hat die Aussicht links entlang besser gefallen, schien die Fähre doch auf die Küste zuzuhalten.






Von der rechten Seite des Schiffes zeigt der Blick zurück in der Mitte des Bildes den nördlichen Ausläufer der Insel Korfu und ganz rechts im Bild sieht man die Meerenge, durch welche ein reger Schiffsverkehr herrschte.






Langsam versammelten sich meine umherschweifenden Gedanken wieder, um den Plan über das bevorstehende Ausbooten, Verpflegung organisieren, sowie Stellplatz finden zu beraten.

Nun gut, spätestens jetzt wird es Zeit für ein kleines Geständnis.
Natürlich haben wir nicht versucht, das Rad neu zu erfinden, als es darum ging, die Routen für die nächsten Tage zu planen, sondern, schlau wie wir sind, haben wir uns dabei auf die Schultern von Riesen gestellt.
Einen dieser Riesen möchte ich gern beim Namen nennen, es gibt auch andere - aber wir haben uns eben für jenen entschieden:
Herr Schulz und sein Buch aus dem Womo Verlag "Mit dem Wohnmobil nach Griechenland Band 1"
Einige der dort beschriebenen Wanderungen und Sehenswürdigkeiten sollten den ersten Teil unserer Reise prägen.
Allerdings, Herr Schulz, lesen Sie mit? Wenn ja, dann - bei allem Respekt - Ihre Beschreibungen sind so leicht zu lesen, Beispiel "gemütlich schwingt sich das Wohnmobil zu Tale ..", aber in der Praxis - Hut ab!! Dorthin, wo geschrieben stand, es wird etwas enger, haben wir uns erst gar nicht getraut. Auch die Wanderungen hatten es in sich, doch davon später mehr.
Jedenfalls hat Waldameise öfters mal ausgerufen: "Dieser Schulz, unglaublich, der findet jede Ecke!"

Diesem Buch haben wir auch den ersten und super-tollen Stellplatz nach Anlanden in Griechenland zu verdanken. Dieser Platz ist an der Mündung des Thiamis gelegen (nördlich von Igoumenitsa).
Das Land links und rechts der Flußmündung scheint einmal Ackerland gewesen zu sein, welches von Entwäßerungsgräben durchzogen und durch Erdwälle gegen das Meer trotzte.
Mittlerweile liegt das Land so gut wie unter Wasser, nur die befahrbaren Dämme (Lehm/Schotterpisten) ragen daraus hervor.

Beide Wege sind, wenn auch abenteuerlich, bis an ihre Spitze befahrbar, der nördliche davon ist eindeutig die schönere Strecke. Allerdings habe ich gebetet, daß es in der Nacht nicht wieder regnet, aber das Wetter machte einen stabilen Eindruck, so daß das Wagnis eigentlich keines war.

Es gab dann Situationen, da haben wir uns wirklich gefreut, ein kleines Womo zu fahren (glaubt mir, von innen sah das viel spektakulärer aus!).






Nach ca. 30 Minuten brach es aus Waldameise heraus: "Das war es jetzt wohl!" Hm?! Auweia, wenn wir durch das sich vor uns auftuende Schlammloch nicht durchwollen, würde diese Entscheidung bedeuten, 30 Minuten rückwärts fahren zu müßen! Also, ganz der coole Waschbaer, habe ich mir die Sache angeschaut. Nun ja, Schlammloch ist es dann doch nicht, nur eine Pfütze mit schlammigem Untergrund, dachte ich mir. Mit Schwung durch? Das arme Womo, lieber nicht.
Also haben wir mit Stöcken die Pfütze kartographiert und ich kam zu dem Entschluss, ich wage es.
Waldameise stieg aus, um mich möglichst weit auf dem Trockenen entlang zu lotsen, und um das Versinken des Womos zu protokollieren.






Jetzt lacht nicht, hinterher sieht es immer leicht aus; ganz einerlei war mir die Sache nicht.

Am Ende des Weges angekommen gab es genügend Platz für das Wendemanöver; danach hatte ich ein fettes Grinsen im Gesicht.
Ist das nicht ein Bilderbuch-Stellplatz?! Vielen Dank, Herr Schulz, und - Zum Wohl!!






An diesem kleinen Paradies haben wir einen Sonnenuntergang, einen Sonnenaufgang und mehrere ein- und auslaufende Fähren präsentiert bekommen.

Hier ist ein Suchbild - wer findet das Womo?






Ich bin nicht unbedingt ein Freund von Sonnenuntergangsbildern, es sei denn, ich habe das Bild selbst gemacht ;-) - man ist eben doch mehr Romantiker, als man sich eingestehen möchte.
Die hohen Berge am Horizont sind in Albanien, schaut man genau hin, sieht man davor, etwas dunkler und deutlich niedriger, die Silhouette von Korfu.







Sonntag, den 25. Mai

Eigentlich wollte ich ja länger schlafen, aber als ich die Augen aufmachte und sah, daß die blaue Stunde angebrochen war, mußte ich einfach raus.

Die Fähren sind unermüdlich dabei, ihre erwartungsschwangeren Frachten von einem Hafen in den anderen zu bringen, und der Mond und ich schauten zu.






Der Blick nach Osten, mit den Absätzen stehe ich beinahe im Meer, zeigt unsere verschlafene kleine Hütte. Der Mann rechts neben dem Womo ist ein griechischer Rentner, der sehr gut deutsch sprach und die frühen Stunden zum Angeln nutzte, gefangen hatte er bisher aber nichts. Später bot ich ihm eine Tasse Kaffee an, die er dankend ablehnte, jedoch hat er sich sichtlich über das Angebot gefreut - es ist so einfach, miteinander auszukommen.






So langsam findet die aufgehende Sonne den Weg über die Berge






und läßt die Landschaft in einem neuen Licht erstrahlen.






Frage: Warum gibt es so viele Bilder von Sonnenuntergängen, aber nur sehr wenige von Sonnenaufgängen? (OK, die Frage war ein Scherz, bin ich doch im normalen Leben der geborene Langschläfer)

Ah, Waldameise krabbelt auch schon rum - das könnte Frühstück bedeuten, also wenn ich es mir genau üeberlege, Sonnenaufgänge gibt es sicher auch noch an anderen Tagen.






Die Fahrt zurück über die Piste war noch schöner, als die Anfahrt am vorigen Abend. Zum einen war das Licht viel photogener, zum anderen wußten wir, daß die Piste auf der ganzen Strecke befahrbar ist.

Allerdings hat es auch so seine Tücken, wenn man den geordneten Tagesablauf anderer Mitbewohner unseres blauen Planeten durcheinander bringt; zumindest erntet man bei solchem Tun schnell Unverständnis.
Da bleibt einem ja des Frühstück im Halse stecken!






Andere Hindernisse wollten, trotz innigem Einsatz von Telepathie, nicht freiwillig weichen, aber Kampfameise kannte kein Erbarmen - Weg frei: Fahr durch!






Die nächsten Bilder sind selbsterklärend, sie zeigen den Reiz der Marschlandschaft entlang des Weges zurück zur Straße.















Unsere Urlaubsplanung sah vor, daß wir am nächsten Tag in die Vikosschlucht wandern. Somit war auch das Programm für den heutigen Tag vorgegeben.
Dem Reiseführer entnahmen wir, daß für die Wanderung das Womo auf einem Parkplatz vor dem Ort Monodentri abgestellt werden kann, ebenso war ein möglicher freier Stellplatz für die Übernachtung von heute auf morgen angegeben.

Die geplante Route war in etwa:
Kestrini (der nähste Ort am vergangenen Stellplatz), über kleine Strassen bis kurz vor Ioanina, von dort weiter nördlich in Richtung Konitsa.
Nach etwa 12 km zweigt eine kleine Straße nach rechts ab, in Richtung Monodentri.

Wir fuhren zuerst nach Monodentri, um den Parkplatz zu erkunden. Das war nicht ganz so einfach wie ich dachte, führte doch der ausgeschilderte Weg durch den oberen Teil der am Hang gelegenen Ortschaft, und da gab es keine Spur von einem Parkplatz. Wir fuhren ca. 2 km zurück und entdeckten eine Abzweigung, welche uns über eine sehr enge Straße an den hangabwärts gelegenen Teil von Monodentri brachte. Die Auffahrt durch den Ort zum Parkplatz war schweißtreibend, die Straße stieg sehr steil an, einmal angehalten, war ein Anfahren nur mit stinkender Kupplung möglich (die Transe, mit dem lang übersetzten ersten Gang, wollte es wirklich wissen), aber der Parkplatz selbst war groß genug und er war eben.
In Sichtweite wartete eine Taverne, in welcher wir unseren Wasserverlust wieder ausglichen. Wir fragten den Wirt, ob wir für einen Nacht dort stehenbleiben dürften. Er versicherte uns, das sei kein Problem. Wir beschlossen dann aber, die Nacht doch auserhalb der Ortschaft zu verbringen und dem Essen, welches die Taverne bot, morgen, nach der Wanderung, unsere volle Aufmerksamkeit zu schenken.
Von Monodentri führt die Straße weiter aufwärts, zum Rand der Vikosschlucht und endet an einem kurzen Fußweg, welcher zu einem Aussichtspunkt in die Schlucht führt (Vikos Balkon). Dieser Balkon war unser nächstes Ziel und - aber Hallo!! - dort sollen wir morgen runter? Und wieder hoch?? Na ja, so ist es, wenn man sich als Bär mit einer Wanderameise einläßt ...






Der helle Streifen auf dem Grund der Schlucht ist das trockene Flußbett. Erst weiter flußabwärts (im Bild nach links) zeigt sich der junge Voidomatis als kleiner Bach.




Vom Aussichtspunkt aus führt der Weg noch wenige Meter weiter und endet an einer kleinen Felsplatte, die sich als Startplatz für Träume wie - abspringen - Arme ausbreiten und fliegen - bestens eignet.






Schubsen gilt nicht!






Da kann man schon weiche Knie bekommen. Also, dachten wir, brauchen wir etwas Training, was die Schwindelfreiheit anbelangt.
Als Trainingscamp haben wir uns das nahegelegene Kloster "Agia Paraskevi" ausgesucht. Eine Besonderheit des Klosters ist der sogenannte "Zitterpfad". Im Vorhof des Klosters zweigt ein Fußweg ab, der als schmaler Pfad in der Felswand verläuft. Auf diesem Pfad brachten sich die Bewohner bei Angriffen in Sicherheit.






Unglaublich, ohne irgendeine Art von Sicherung ist dieser Weg für Touristen begehbar, wir fanden es befreiend, der Überregulierung in Deutschland entflohen zu sein, aber darüber ließe sich sicher trefflich streiten.






Der Weg wurde enger und über eine kleine Kletterei (2 m über treppenartige Felsen aufwärts) gelangte man auf dessen Fortsetzung, welche bis zu einer Befestigung (Mauer mit Tür) führte.
Im Bild sieht man gut, wie der linke Teil des Weges etwas tiefer liegt. In der Mitte des Bildes und nicht sichtbar, befindet sich der Aufstieg zum höhergelegenen Teil des Weges.






Wieder zurück waren die Knie wie Gummi, der Magen etwas flau, dafür glänzte das Ego frisch aufpoliert - wohl aus demselben Grund springen Menschen, an Gummiseile angebunden, in alle möglichen Tiefen.

Langsam wurde es Zeit, den Schlafplatz aufzusuchen. Etwa in der Mitte zwischen Monodentri und dem Vikos Balkon zweigt eine kleine, unbefestigte Straße ab, welche das Womo nach ca 100m durch Büsche der Sicht von der Straße her entzog, aber das war nicht wirklich nötig, auf der Straße zum Balkon, einer Stichstraße, war nachts so gut wie kein Verkehr.

Beim Umherstreifen um den Stellplatz habe ich dann Gelegenheit gehabt, heimlich ein frisch vermähltes Paar zu photographieren; nach wenigen Bildern habe ich mich davongeschlichen, heim - zur Waldameise, wir haben gegessen, getrunken, an Morgen gedacht - so schön ist Urlaub!

Ach so, die Bilder: Smaragdeidechsen, die hintere ist das Männchen, sieht man doch - oder?
Die vordere reckt keck die Schnauze, die hintere zieht leicht den Kopf ein ...








Montag, den 26.05.

Heute ist Wandertag.
Womofahren kann ja so gemütlich sein...
Also, ab zum Parkplatz um einen Platz zu sichern, Frühstück gibt es dann dort.

Die Eile war unnötig, wir waren das einzige Fahrzeug, welches die Stellfläche in Anspruch nehmen wollte. Das hatte den Vorteil, daß wir den einzigen vorhanden Baum als teilweisen Schattenspender nutzen konnten, bei Temperaturen von über 30 Grad Celcius um die Mittagszeit muß man sehen wo man bleibt.

Bisher ist die Sonne nicht zu sehen, aber das wird sicher noch.






Eine Besonderheit der Vikosschlucht sind die extrem steilen Schluchtwände, dies brachte ihr einen Eintrag in das Buch der Rekorde ein.






Der Abstieg war steil, und irgendwann gab ich es auf, immer nur daran zu denken, daß am Ende der Wanderung dieser Weg wieder erklommen werden wollte.

Uns wurde erzählt, der Wanderweg sei so angelegt, daß man nie im Flußbett gehen muß, das fanden wir schade, denn wir wollten schon ganz nach unten, deshalb haben wir uns verlaufen.

Was vom Balkon wie ein Kiesbett aussah, waren Steinmurmeln von imposanter Größe.






Um Kräfte für den Rückweg zu sammeln, gab's ein Vesper, Äpfel und Schokolade und Wasser, von letzterem wirklich reichlich.

Waldameise meinte, ich hätte für diese Umgebung die richtigen Tarnfarben gewählt, na gut, dann stelle ich mich eben mal als Motiv auf die vordere Seite des Objektivs, allerdings fühle ich mich auf der Durchguckseite eindeutig wohler.






Auf dem Rückweg fanden wir die Stelle, an der wir auf dem Hinweg ein Stück vom richtigen Weg abgekommen sind.






In die Schlucht hinunter sind wir von links in das Bild gelaufen und rechts unten ging's zur Talsohle. Die abenteuerliche "Brücke" und die rote Markierung hatten wir im Rücken und deshalb übersehen.

Irgendwann war es soweit - Herrlich! wieder oben! Aber ein wenig schade war es schon auch, daß wir der einmaligen Landschaft dieser urigen Schlucht wieder entstiegen sind.
Der Weg zum Womo führte an der Taverne vorbei - nein, nicht vorbei, sondern genau in Richtung Theke, zum Bestellen - "Frappé, zwei mal bitte!"

Der Rest war Routine, ab in's Womo, duschen, ausruhen und zurück in die Taverne, Bauch vollschlagen - mit dem Wein zurückhalten - Stellplatz für die Nacht aufsuchen, die Zurückhaltung aufgeben und schwärmen, schwärmen von den einmaligen Eindrücken dieser unglaublichen Schlucht.

Gute Nacht!


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Anne42 am 16 Jul 2008 14:00:18

einfach wunderschön freue mich schon auf die Fortsetzung!

Gast am 16 Jul 2008 15:50:21

tolle Bilder !!!!!

der Bericht gefällt mir bisher sehr gut.

Anzeige vom Forum


Eddy am 16 Jul 2008 16:02:34

Bitte mehr davon.........

toller Bericht.


Eddy

Gast am 17 Jul 2008 13:26:42

prima, sehr schön

snoopy-75 am 17 Jul 2008 15:18:06

Hallo Waschbär,

toller Bericht und noch tollere Bilder.
Ich hab bisher nur den Teil 1a gelesen und ihr macht gebau die
Tour, die wir uns für September vorgenommen haben.

Wie lange seit ihr denn gewandert? Wann seit ihr aufgebrochen?

Sieht echt toll aus, wird auf jeden Fall auch gemacht, jetzt bin ich mir ganz sicher!

Viele von der Schwäbischen Alb nach Böblingen

Kristina

Gast am 17 Jul 2008 22:36:13

ich schiess den Fred nochmal hoch, weil er so toll ist :)

indi-camper am 21 Jul 2008 21:29:47

hallo waschbaer
von mir auch ein dickes lob :-o :gut:
ist echt ein super bericht und wirklich eindrucksvolle bilder´
wir haben nächstes jahr vor längere zeit (evtl. mehrere monate)
mit dem Womo durch griechenland zu fahren und da ist es schön bilder von so tollen ausflugsplätzrn zu sehen.

LG ANDRÈ

quez am 22 Jul 2008 19:38:46

Ein toller Bericht. Wir waren im Mai genau auf dem gleichen Stellplatz auf der Landzunge, einfach toll. Die Zufahrt gestaltete sich auch für uns sehr abenteuerlich, da es im Mai noch etwas nasser war.

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