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Feuchtigkeit Schaden Wohnwagen Wohnmobil wie beseitigen


Gast am 17 Aug 2008 11:33:26

Immer wieder kommt es an den Fahrzeugen zu Feuchtigkeitsschäden. Wahrscheinlich lassen sich Produktionsfehler dieser Art niemals ganz vermeiden, denn: Alle diese Fahrzeuge werden überwiegend in Handarbeit zusammengefügt. Da passieren Fehler. Wenn so etwas passiert, ist dies letztlich nicht weiter tragisch, wenn sich die Händler und Hersteller nur anständig und richtig um die nachhaltige Schadensbeseitigung kümmern. Dies scheint aber nicht immer der Fall zu sein.

Üblich ist, die undichten Stellen abzudichten, das Fahrzeug gut zu lüften und in die Sonne zu stellen oder die Heizung auf Höchsttemperatur zu stellen. Dann wird das nachgearbeitete Fahrzeug wieder zurückgegeben. Mit dem üblichen, die Oberfläche messenden Feuchtigkeitsmessgerät wird dem Kunden „bewiesen“, dass alles trocken sei.

Das Fahrzeug ist nämlich zunächst soweit zu demontieren, dass der Schaden insgesamt festgestellt und dann vor allem zunächst ausgetrocknet werden kann. Dies ist zu dokumentieren durch fortlaufende Messungen an den betroffenen Stellen. Erst wenn die Austrocknung beendet ist, was einige Tage dauern kann, ist mit dem Wiederaufbau zu beginnen. Ist das Wasser bereits in tiefer liegende Schichten gelaufen, kann dieser Aufwand letztlich größer sein, als die Abdichtung an sich. Man stelle sich nur vor, das Wasser ist in die Wände und bis in die Fußbodenkonstruktion gelaufen. Nach außen und oder unten kann es nicht weg, weil dort wasserdichte Schichten (Alu, GfK, Kunststoff, Unterbodenschutz usw.) vorhanden sind. Innen sind oft Dampfsperren, Kunststofffolien, PVC-Fußböden montiert, durch die ebenfalls eingedrungenes Wasser nicht so ohne weiteres verdunsten kann. Das Wasser wird also über sehr lange Zeit in den Bauteilen bleiben, wenn es erst einmal soweit gekommen ist und sich in der Konstruktion befindet.

Die undichte Stelle selbst ist also nicht das wirkliche Problem. Sikaflex drauf und fertig. So also bitte nicht ...

Ich würde schriftlich auf dieser Reparaturmethode bestehen, also erst demontieren, dann austrocknen und schließlich wieder dicht zusammenbauen, angemessene Fristen setzen (lieber zu lang als zu kurz) und darauf bestehen, dass die Messungen protokolliert werden. Ideal wäre, man könnte die vollkommene Austrocknung selbst in Augenschein nehmen oder durch einen Gutachter feststellen lassen. Dann wird auch das Vertrauen in das Produkt wieder hergestellt sein. Ein seriöser Händler oder Hersteller wird dem zustimmen, denn er hat nichts zu verbergen.

Sollte diese Methode abgelehnt werden, würde ich ein Beweisverfahren bei Gericht einleiten, einen Fachgutachter beauftragen und mir dadurch bestätigen lassen, dass nur dieser Weg richtig ist. Wird dann wieder abgelehnt, tritt man vom Vertrag zurück.

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wofgang am 06 Mär 2009 22:47:28

Hallo rantanplan,
wir haben im April 2008 ein gebrauchtes WoMo Marke McLouis bei einer Wohnmobilvermietung gekauft. Das WoMo ist Bj. 2004. Einige Wochen nach dem Kauf, stellten wir fest, das die Garagenklappe feucht war, wodurch auch ein Schloss gelitten hatte, welches schon bei der Übergabe erneuert wurde.
Wir kontaktierten sofort den Verkäufer und das WoMo wurde zwecks Reparatur in eine Werkstatt gebracht. Die Werkstatt ritzte im unteren Bereich die Folie der Innenverkleidung mit einem Teppichmesser ein und sagte, so würde die Klappe mit der Zeit austrocknen(Das Wasser würde nach unten ausziehen), und die Feuchtigkeit an der Garagenrückseite wäre mit 40% noch im Toleranzbereich! Nachdem jetzt das WoMo den ganzen Winter unter einer Überdachung trocken stand führte ich heute eine erneute Messung durch und stellte dabei fest das die Feuchtigkeit immer noch im vollen Umfang da ist. Daraufhin entfernte ich die Folie an der Innenseite der Klappe und stellte fest, das die Holzplatte total nass und schon "schimmelig" ist. Jetzt meine Frage, haben wir noch einen Garantieanspruch gegenüber dem Verkäufer? Muß Dieser als "Gewerblicher" nicht ein Jahr Gewährleistung geben?

Freundliche von der Mosel

Wolfgang

turbokurtla am 07 Mär 2009 12:04:54

Tag Wolfgang
Mit ein bißchen einritzen ist da nichts getan, das trocknet in 3 Jahren nicht aus. Da muss schon mehr weg und über größere Flächen, nur dann trocknet es ganz, ganz langsam.
Das weiß aber Dein Händler, der wollte Dich nur weghaben.

@ rantanplan
Du hast sehr wohl Recht mit Deiner Ausführung, doch eines sollte man bei fast allen Feuchtigkeitsschäden nicht außer Acht lassen.
Ein Mitschuld der Eigner, zumindest bei älteren Fahrzeugen.
Bei 95 % dieser Schäden ist eine Schlamperei der Eigner mitverantwortlich. Würden diese ihr Mobil oder ihren Wohnwagen regelmäßig untersuchen, oder vielleicht sogar messen, wäre die Mehrzahl dieser Schäden viel, viel kleiner und leichter zu Reparieren.
Ich sehe dies sehr oft, dass z.B. in den Staukästen die Spielsachen der Kinder liegen, obwohl diese schon selbst fast Kinder haben. Soll heißen, hier hat seit Jahren keiner mehr reingeschaut.
Aber wehe am PKW ist ein kleines Kratzerchen, das wird sofort bemerkt !
Aber so ist das halt.
Dies soll natürlich nicht die Schuld des Schadenverursachers, also des Herstellers vertuschen.
Kurt

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wofgang am 07 Mär 2009 12:26:16

Hallo Kurt,
vielen Dank für Deine Meinung. Ich glaube die Werkstatt und der Verkäufer haben sich abgesprochen um mich zu vertrösten bis das 1. Jahr vorbei ist (evt. Garantie?).Jetzt habe ich trotz allem an den nassen Stellen diese Tapete bzw. Folie großzügig entfernt und die Holzplatte freigemacht um dem Verkäufer den Schaden zu belegen. Sieht ziehmlich nass aus. Meinst Du, mann könnte die Platte so trocknen lassen oder muß ich da noch mehr machen?

Viele

Wolfgang

turbokurtla am 07 Mär 2009 12:48:53

Es muss mehr weg !
Da sich der gravierendere Schaden hinter den Platten befindet, also im ev. Holzaufbau, muss diese Platte dort ab. Dann liegen ev. dahinterliegende Rahmenhölzer frei und können austrocknen.
Nur so.
Wie sich so ein Öffnen von Dir rechtlich verhält, kann ich Dir sagen.
Ev. Rantanplan, aber auch nur wenn er weiß, was im Vertrag steht.

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