Hallo WOMO-Freunde!
Ich vergaß, dass zumindest ein Ausschnitt aus dem Bericht hier eingestellt werden sollte.
Daher hier nur ein kurzer Ausschnitt.
Der Bericht auf der HP enthält auch viele Bilder und ist deshalb ein wenig länger geworden! :wink:
Freitag 25.7.
13:30Uhr: Endlich Feierabend und damit „URLAUB“!!!
Um 14:30Uhr holen wir unser diesjähriges WOMO ab, einen „Karman Ontario 695TI“.
Ein knapp 7m langer TI auf Fiat, mit 130PS und bereits 4000! km auf dem Buckel! Die Übernahme dauert bis nach 16Uhr und dann geht das Packen los (bei 30Grad und Schwüle). Es ist schon unglaublich, was man in so einem Auto alles unterbringen kann.
Montag 28.7.
Gut ausgeruht wollen wir ja von Dortmund aus eigentlich weiter nach Frankreich, aber vorerst machen wir noch eine Jungfernfahrt mit den Rädern durch den Revierpark Wischlingen. Eine grüne Oase mitten in der Großstadt. Gegen 12Uhr aber packt uns die Unruhe und wir starten endlich zur unserer Normandietour!
Das NAVI wird mit den Koordinaten (ich habe nämlich mittlerweile eine neue Software, mit der eine direkte Koordinateneingabe möglich ist, installiert!) eines Stellplatzes in Amiens gefüttert, in der Hoffnung, dass es diesmal auch über die Grenze zu Frankreich hinaus funktioniert!
Die belgischen Autobahnen sind eine gute Teststrecke für die Verarbeitung und das geschickte Packen von Womos! Bei unserem WOMO springen auf der „Hoppelpiste“ teilweise die Schränke auf und das Klappern und Klirren zeigt uns, dass der Inhalt der Schränke dabei ist sich selbst zu sortieren! Gegen 19Uhr erreichen wir Amiens und suchen erst einmal einen CARREFOUR (Supermarkt) auf um zu gucken und zu tanken 104€ (1,369). Die eingegebenen Stellplatz-Koordinaten aus dem Internet stellen sich als Niete heraus und so fahren wir auf einen ausgeschilderten, etwas außerhalb liegenden Campingplatz und übernachten dort für 10€ (mit Internet).
Amiens liegt etwa 100km nördlich von
Paris und wird wegen seiner vielen Kanäle und Brücken auch das „Venedig Frankreichs“ genannt. Es ist eine sehr schöne, saubere Stadt mit viel Blumenschmuck. Als besondere Sehenswürdigkeit gelten die „schwimmenden Gärten“.
Dabei handelt es sich um ein altes Sumpfgebiet, das Gemüsebauern/Kleingärtner nutzbar gemacht haben und die auf den fruchtbaren Inseln ihr Gemüse anbauen. Die Inseln sind nur mit kleinen Booten zu erreichen. Es finden auch Besucherführungen statt. Auch die Kathedrale von Amiens lohnt einen Besuch.
Donnerstag 31.7.08
Wieder “entleert und vollgetankt“ (V+E)
geht es über Fécamp und Yport weiter nach Étretat.
Ètretat ist ein Touristenort an der Alabasterküste, der durch die Felsformationen, die an einen Elefantenrüssel erinnern, berühmt geworden ist. Bekannte Maler (u.a. Monet, Boudin) haben die Küste in Gemälden festgehalten. Auch ein Bummel durch den Ort ist lohnenswert, denn es gibt viele schöne alte Häuser zu bewundern. Da außer uns noch viele, viele andere Touristen diesen Ort bevölkern und Étretat kein WOMO-freundlicher Ort ist, fahren wir weiter. Jetzt wollen wir heute noch bis Honfleur (auf der anderen Seite der Seine) kommen.
Unser nächstes NAVI-Zwischenziel ist nun Le Havre, denn dort fahren
wir das einzige Stück mautpflichtige Autobahn in Frankreich. Aber das mit Absicht, denn wir wollen über die Pont de Normandie, die Drahtseilbrücke mit der größten Spannweite Europas (856m)! Le Havre ist nach Marseille die zweitgrößte Hafenstadt Frankreichs und das spürt man schon, wenn man nur durchfährt. Viel Verkehr, undurchsichtige Verkehrsführung, Großstadtflair. Mann, was bin ich froh, dass unser NAVI diesmal funktioniert! Ich erneuere die Routenführung kurz vor der Autobahnbrücke und die nette Dame im NAVI führt uns direkt vor der Brücke auf die Autobahn und anschließend wieder hinunter. Einfach SUPER!
Eine Fahrt über diese Brücke ist nur zu empfehlen. Ein besonderes Erlebnis für läppische 5€ !!!
Nun befinden wir uns eigentlich erst in der “richtigen“ Normandie, sagen einige, aber richtiger ist wohl, dass die Seine die Grenze zwischen der Haute-Normandie und Basse-Normandie darstellt.
Wir haben nun Honfleur erreicht und finden (wieder einmal NAVI sei Dank) auch sofort den Stellplatz. Er liegt in direkter Stadtnähe (10min zu Fuß) an einem Hafenbecken, ist ziemlich groß und trotzdem gut besucht. Er hat Ver- und Entsorgung und kostet 7€ incl. Wasser und Strom (allerdings ist unser Kabel zu kurz!). An einem „sehr großzügig parkenden“ WOMO aus Deutschland frage ich, die dort sitzende Dame höflich, ob sie etwas „rücken“ könne und ernte Zustimmung! Später stellt sich während eines kleinen “Klönschnaks“ heraus, dass es sich bei unseren „Nachbarn“ um Mitglieder unseres WOMO-Forums handelt.
Friesische an „Gast und Lia“!
Honfleur ist eine süße schnuckelige Hafenstadt an der Mündung der Seine.
Die malerische Kulisse hat im 19 Jahrhundert viele Künstler inspiriert.
So trafen sich hier Claude Monet ,Cézanne, Renoir und Eugéne Boudin, der Küstenmaler, der hier auch geboren wurde.
Honfleur gilt als die Geburtsstätte des Impressionismus!
Freitag 1.8.08
Da uns der Ort so gut gefällt, beschließen wir noch einen Tag zu bleiben. Wir genießen in einem Cafe den Hafen, machen einen Spaziergang durch die Altstadt und zur Holzkirche Sainte-Catherine. Sie stammt aus dem 15.-16 Jh. und ist die größte Holzkirche Frankreichs mit einem separatem Glockenturm. Sie wurde von Schiffszimmerleuten gebaut und sieht daher aus wie ein umgestülpter Schiffsrumpf. Dann gehen wir die Hafenmole entlang zur Seinemündung und schauen uns die Pont de Normandie von hier aus an. Ein grandioser Anblick