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Reisebericht: 4 Wochen durch Slowakei Tschechien 1, 2, 3


Ausderasche am 11 Nov 2008 23:21:19

(Da der vorerfasste Text + Bilder ständig mit der berühmten Fehlermeldung unerwünschter Charakterkombinationen geblockt wird, geht es eben nur häppchenweise - Schau´mer mal)

Unterwegs waren wir von Mitte September bis Mitte Oktober.

Vorbereitende Literatur: Slowakei aus dem Michael Müller Verlag und Slowakei aus dem Reise Know How Verlag. Beide Bücher unterscheiden sich nicht sehr, selbst Restaurant Tipps sind fast identisch. Das Know How Buch ist etwas ausführlicher, der Michael Müller Verlag etwas aktueller und bunter. Außerdem Reiseberichte hier aus dem Forum, wobei die Slowakei doch noch Neuland zu sein scheint und immer sehr schnell „abgereist“ wird.

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Ausderasche am 11 Nov 2008 23:22:12

Eine große Hilfe war Forumsmitglied COPY aus Bratislava, von dem ich folgenden Link erhielt: --> Link . Wenn man hier in die Tiefe geht, erhält man über jede Gegend ausreichend Informationen und weiterführende Links.

Kartenmaterial: Touristicky Atlas – Slovenska Republika – 1:100.000 – bezogen über --> Link . Eigentlich ein Wanderatlas, aber wir waren SEHR FROH, dass wir ihn hatten, denn das sch…teuere Navi Dayton 5000 (Navteq-Kartenmaterial Osteuropa, letztes Jahr gekauft, deckt höchstens 10% der Strassen in der Slowakei ab = Autobahn und Nationalstrassen, damit bist Du verraten und verkauft.)

Ausderasche am 11 Nov 2008 23:22:55

Strassenverhältnisse: Wir sind vorrangig Nebenstrassen gefahren (Keine Mautstrecken=Autobahnen + bestimmte Nationalstrassen, die vignettenpflichtig über 3,5t sind – die mautpflichtigen Strassen kann man beim ADAC nachsehen). Den Zustand würde ich als mäßig bis mittelgut beschreiben (Wir hatten ein Motorrad in der Garage: Das führte schnell zu Aufschaukeln, so dass max. Tempo 60-70 angebracht war – mit beinahe äußerst üblen Folgen, davon später.) Maut: Man kann die Slowakei bereisen, ohne auf Mautstrecken angewiesen zu sein. Mit einer Ausnahme: Auf der West-Ost Achse zur hohen Tatra MUSS MAN (ES GEHT NICHT ANDERS) zwischen Liptovsky Mikulas und Liptovsky Hradok über 3,5t für ganze 5 km immer auf eine vignettenpflichtige Strasse. Das ist blöd und unangebracht.

Tschechien: Nie ohne Vignette auf die Autobahn – Hier wird massiv kontrolliert! Polizei mit Ferngläsern und „Abgrasen“ von Raststätten!

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Ausderasche am 11 Nov 2008 23:24:10

Freistehen: In der Slowakei erlaubt und kein Problem. Wir sind mehrfach freigestanden. SP gibt es nicht, aber in der Nachsaison lagen die Campingplatzpreise zwischen 8-15€ - preiswerter als bewachte Parkplätze, die nachts sowieso unbewacht waren.

Damit wären wir beim Thema Kriminalität: Die Slowakei hat ein Sinti/Romaproblem (Das ist anders als in D oder F , wo wir die Sinti/Roma als fahrendes Volk kennen. In der Slowakei wohnen die S./R. quasi in Ghettos in erbärmlichen Zuständen (auch auf Dörfern), meist arbeitslos, da ohne Ausbildung und somit die die ersten Opfer des Kapitalismus. Der tatsächliche Bevölkerungsanteil ist unbekannt, aber nicht gering, mit den entsprechenden Folgen….Copy hatte uns daher geraten, frei nicht zu einsam zu stehen, sondern immer in gut bewohnten Gegenden.

Ausderasche am 11 Nov 2008 23:26:51

1.-3. Tag:

Anreise: Nein…nicht schon wieder Köln - A3 – Limburg – A4 bis Görlitz, sondern über Leverkusener Kreuz - Westhofener Kreuz - Kassel – Halle – Leipzig – Görlitz – Katowice – dort nach Süden nach Wisla (die Heimat von Adam Malysz (polnischer Skispringer ) und über Jablunkov (Tschechien) nach Cadca (Slowakei) mit Übernachtungen in Heiligenstadt, Görlitz, Wisla. Hier fangen wir mal an…..

Übernachtung in Wisla vor (da schon geschlossen) dem CP an der Weichsel…..

Ausderasche am 11 Nov 2008 23:31:54

Campingplatz Wisla und die junge Weichsel..(hier wird schon gestreikt, ein Foto mit Bezeichnung "CP Wisla" anzunehmen...das macht keinen Spass)

Ausderasche am 11 Nov 2008 23:36:02

Bevor ich es vergesse, da habe ich noch zwei Karten gezeichnet und gescannt, die die Tour durch die Slowakei wiedergeben, so dass Ihr die Route optisch nachverfolgen könnt. Meine Handschrift ist halt so, wie sie ist.

Ausderasche am 11 Nov 2008 23:41:54

4. Tag

Die Weiterfahrt nach Jablunkov (Tschechien) gestaltete sich schwierig, da plötzlich die Hinweisschilder fehlten. Daher gab es eine kleine Irrfahrt durch die Beskiden. Aber freundliche Polen wiesen uns den Weg. Die beste aller Beifahrerinnen:„Die Strasse ist doch über 3,5t gesperrt!“ „Ja, aber nicht für uns!“ Sie war wirklich wunderbar ausgebaut!

Und endlich bei Cadca in der Slowakei angekommen, schaltete das Navi mit Slowakeikarte sofort auf GRAU und kannte keinen Zielpunkt mehr. Und Tschüss für 3 Wochen. Genauso war es mit dem Wetter. Es schaltete auf GRAU und Tschüss SONNE für 4 Wochen (bis auf wenige Intermezzos – Sie kam dann auf der Heimfahrt ab Limburg wieder voll zur Geltung). Deshalb sind die meisten Fotos, entstanden mit meiner Canon Klick-Klack, auch ein bisschen kontrastarm. Bei Krasno – südlich von Cadca – ging es in das Tal der Bystrica, an dessen Ende sich ein Freilichtmuseum und die Waldwendebahn befindet: Eine Eisenbahn, die im Zickzack in die Wälder führt. Mittlerweile regnete es so heftig, dass weder an Bahnfahrt noch an Museum Bedarf war. Die Lok im Schuppen habe ich trotzdem für die Eisenbahnliebhaber fotografiert…

Ausderasche am 11 Nov 2008 23:46:07

Dann ging es rückwärts bis Stara Bystrica und über eine kleine Passtrasse nach Terchova ins Vratna Tal. Eigentlich waren hier die ersten Wanderungen angesagt, doch bei Regen sollen die Wanderwege seeeehr gliiiiitschig sein, sagt der Reiseführer. Also haben wir uns einen netten Stellplatz am Skilift gesucht und eine Koliba zum Abendessen. Ich war auch ganz stolz, die Koliba im Reiseführer zu haben und zeigte das auch der netten Bedienung. (Wir waren die einzigen Gäste). Sie schüttelte aber nur den Kopf…am nächsten Tag wusste ich auch warum, Koliba heißt Almhütte und die gibt es in Massen in der Slowakei .

Ausderasche am 11 Nov 2008 23:50:30

5. Tag

Also nix Wandern und zurück nach Terchova und den Robin Hood der Slowaken besucht: Räuber Janosik. Der wurde von den Österreichern mit einem Fleischhaken durch die Rippen aufgehängt. Nein, diese Österreicher…..

Ausderasche am 11 Nov 2008 23:51:45

Der Ort ist so schachbrettartig, weil die Deutschen mit den Russen noch im April 1945 hier rumballerten und alles platt machten. Nein, diese Deutschen…

Und der Wanderführer hatte recht, der Weg zum Räuber war so glatt, dass ich mich trotz Wanderschuhe der Länge nach in den Matsch legte.


Nächste Station war Oravsky Podzamok und dort Oravsky Hrad. Alles klar? Nicht? Also es geht um eine große Burg/Schlossanlage in mehreren Etagen auf einer Bergkuppe angelegt. Übrigens haben wir alle Führungen auf slowakisch mitgemacht. Wir haben zwar nie etwas verstanden, aber es gab immer ein Blatt auf deutsch, so dass parallel in Kurzform alles mitlesbar war.

Ausderasche am 11 Nov 2008 23:59:22

Weiter ging es ins Studena Tal nach Zuberec ans Freilichtmuseum und in die zugehörige Koliba, nicht ohne vorher versucht zu haben, einen tschechischen Reisebus wieder ans Laufen zu bringen. In der Koliba machten abends ein paar tschechische Bergwanderer Musi. Da das Mitsingen nicht klappte, durfte ich mit einem Rhythmusei den Takt angeben. So durcheinander waren die Musiker noch nie!

Ausderasche am 12 Nov 2008 00:01:35

Am nächsten Morgen lag doch tatsächlich ein bisschen Schnee herum! Trotzdem wurde das Freilichtmuseum mit ein paar Haustieren besucht und dann war Badetag im nagelneuen Thermalbad von Oravice angesagt.

Ausderasche am 12 Nov 2008 00:07:35

6.Tag

Man konnte auch mit Regenschirm im alten Thermalbad stehen. Das geht so: 1-2 Stunden im Thermalwasser (36°) stehen – das dörrt aus und macht durstig – also Bier trinken gehen – dann wieder stehen – dann….so erklärten es uns die tschechischen Bustouristen vom Vortag, die wir zufällig – wo? – in der Koliba in Oravice wieder trafen. War wieder ein sehr netter tschechisch-deutscher Abend. Prost. Übernachtung: CP Oravice.

Ausderasche am 12 Nov 2008 00:12:50

7.Tag

Am nächsten Tag wollten die Tschechen uns unbedingt ihre Art von Kurlaub beibringen, uns zog es aber weiter über Liptovsky Mikulas in die Niedere Tatra – ein Aufenthalt am Liptovsker Meer war aufgrund des Regens sinnlos - , ins Demänovska Tal. Eigentlich wollten wir hier auf den Chopok, aber der war nicht einmal im Ansatz zu erkennen. So blieb nur ein Besuch der Demänovska Eishöhle. Und tatsächlich in der untersten Etage der Höhle lag auch etwas davon. Aber beeindruckend war es nicht..das Eis, die Höhle als Tropfsteinhöhle auf mehreren Etagen und bisher auf 25km erforscht schon. So blieb uns als beste Erinnerung an das Demänovska Tal der Demänovska Bitter, ein leckerer Kräuter.

Ausderasche am 12 Nov 2008 00:18:13

Zur Übernachtung fuhren wir über Liptovsky Hradok und Priblina zum Camping Platz Rackova Dolina am Fusse der Hohen Tatra. Der CP Chef warf für uns in der Koliba noch seine Küche an und pünktlich um 7 Uhr gab es noch Schnitzelchen mit Salat und Kartoffeln für die einzigen Gäste. Das nenne ich Service! Außerdem hörten wir auf slowakisch einen Vortrag über die Vorzüge des Kommunismus, als noch alle Arbeit hatten.

(Nur für unsere Aktienzocker hier :D )

Ausderasche am 12 Nov 2008 00:24:00

8.Tag

Auch am nächsten Morgen war von der Hohen Tatra und der Niederen Tatra NICHTS zu sehen. Ich glaube, das mit der Hohen Tatra ist ein Fake, so wie die aus Flugzeugen gefallenen Kühe in China, der Slowaken und Polen, denn schon letztes Jahr haben wir in Zakopane nichts von der Hohen Tatra gesehen. Also: die gibt es gar nicht! So haben wir das Freilichtmuseum in Priblina besucht, sehr schön….aber danach hatten wir auch von Freilichtmuseen, in der Slowakei Skansen genannt, verständlicherweise die Nase voll.

Ausderasche am 12 Nov 2008 00:37:23

So jetzt folgen wir der Tatranska Magistrale an der Hohen Tatra entlang, also der Strasse, die das Unterland von diesen komischen Nebelschwaden trennt. Überall sind die Schäden zu sehen, die ein Orkan im November 2004 auf 80km Länge und 10 km Breite schlug. Da steht nicht mehr viel an Bäumen. Und eigentlich wollten wir in Strbske Pleso noch um den See laufen. Aber bei den nicht nebelreduzierten Parkplatzpreisen von 10,--€ haben wir komischerweise verzichtet.

Ausderasche am 12 Nov 2008 00:45:11

Folglich haben wir dem nichtexistenten, kleinsten Hochgebirge der Welt bei Stary Smokovec den Rücken gekehrt, haben noch Spisska Sobota, einen Vorort von Poprad besichtigt. Und bei Regen und eiskaltem Wind Kezmarok heimgesucht. Dann stand uns der Sinn wieder nach einem kleinen, netten Thermalbad: Vrbov mit Camping war unsere Wahl. Aber nirgendwo im Ort ausgeschildert – Trotzdem gefunden – Und richtig: Der Camping war geschlossen, Parkmöglichkeit nicht gegeben. Also sind wir weiter nach Hrabusice/Podlesok auf den sehr schönen Camping am Fusse des Slowakischen Paradieses. Jetzt noch in die Koliba, zu warmen Feuer, kalten Bier und schönem Essen! Als wir auf der Suche dorthin bis zu den Knien im Schlamm standen, kehrten wir um zu Eintopf und einem dreifachen Demänovska Bitter ins WOMO. Irgendwie war der Tag…grrrrrrrrh. (P.S. Die Koliba existiert und soll sehr schön sein! Nur weiter durch den Schlamm!)

Ausderasche am 12 Nov 2008 00:46:50

(Da es mal wieder Probleme mit den Fotos gibt bei simplen Texten)

Ausderasche am 12 Nov 2008 01:01:28

9.Tag

Heute ist Wandertag!!! Zwar ist alles Grau, aber es regnet nicht mehr. Und auch wenn die Wanderwege schlammig sind, das schreckt uns nicht. Wandern im Slowakischen Paradies MUSS sein!!! Direkt am CP sind die Ausgangspunkte für mehrere aufregende Touren. Wir beschließen, den Einstieg in den Hornad Durchbruch und den Aufstieg durch die Klastorska roklina (Einer Schlucht) nach Klastorisko (einer Klosterruine aus dem 11. Jahrhundert) und zurück zum CP über Waldwege zu machen: Ca. 5 Std. Weg Die Bilder sagen alles: Ein Traum.

(Nicht mit Kleinkindern oder Hunden zu machen - es sei denn, sie passen in den Rucksack)

Ausderasche am 12 Nov 2008 01:06:42

weiter die Schlucht hinauf (ca. 400 Höhenmeter)

Ausderasche am 12 Nov 2008 01:10:14

10.Tag

Der nächste Tag bescherte uns nur einen Kurztrip: Über Levoca nach Spissky Hrad. Beides besichtigt – auch hier sagen Fotos alles. Allerdings habe ich davon geträumt, die Burg in weißem Sandstein auch in Weiß zu sehen. Pustekuchen: Es geht auch in Paynes-Grau. Ein Tip für eventuelle Nachahmer: Wir haben den Parkplatz in Spisske Podhradie (auch zur Übernachtung) genutzt und sind von dort eine halbe Stunde den Berg hochgelatscht. Dann hat man immer den traumhaften Anblick vor Augen. Es gibt aber auch einen PP neben den Burg, der auch von Bussen angefahren wird. Auf der Haptstrasse an Spisske Podhradie vorbei und dann den Wegweisern rechts rein folgen. ..und in 5 min ist man vom PP zu Fuß oben.

Ausderasche am 12 Nov 2008 01:16:51

11. Tag

Juchhu. ein bisschen Sonne….für 5 Minuten. Wir schauen uns noch die beeindruckende Konstellation von Spisska Kapitula (einer Kirchenstadt) und Spisske Podhradie an (achso, die Städte hier sind Siedlungen, die vor allem von deutschen Auswanderern im frühen Mittelalter gegründet wurden – früher hießen sie z.B. Zipser Burg) und einen „Brubbel“ (Kaltwassergeysir, den übersehen die meisten Touristen, dabei haben diese „Brubbel“ hier die Travertingebirge mit gebildet), dann geht es nach Norden über eine kleine Passstrasse nach Lipany.

Lancelot am 12 Nov 2008 08:02:30

(Wann geht´s denn weiter :?: ) :D :D

Hab selten ein soo vergnügliches halbes Stündchen am frühen Morgen .... :)

Schnappy04 am 12 Nov 2008 08:30:17

hallo,
eine schöne tour habt ihr gemacht. schade das ihr so ein pech mit dem wetter hattet.

eure wanderung sieht ja echt gefährlich aus.

lg tina

eva b. am 12 Nov 2008 08:59:44

Und ich denk noch so - einen Wanderweg, auf dem man keinen Hund mitnehmne kann, gib es doch nicht. Aber Deine Fotos haben mich überzeugt :D Der Weg ist ja echt heftig, ich weiss gar nicht, ob ich mich getraut hätte. Alle Achtung!
Jetzt bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung.

Ausderasche am 12 Nov 2008 11:56:14

Neben der Strasse stehen wie fast überall in der Slowakei Obst- und Nussbäume. Auf Dieser Strecke sehen wir auch das erste Mal bewusst Romas/Sintis, die ihre Wäsche/Teppiche in Flüssen waschen und auf Brückengeländern trocknen. Und auch die Kinder auf „Beutezügen“: Mit Kinderwagengestellen werden Mülltüten und Mülltonnen „gescanned“ und alles Brauchbare mitgenommen. Das sich in der EU noch Menschen aus der Mülltonne ernähren müssen, ist……………………………………und u.a. ein Ergebnis des Tatra-Kapitalismus.

Ausderasche am 12 Nov 2008 12:13:51

Bei Lubotin gibt es einen nagelneuen Grenzübergang nach Polen (Muszyna) – Vielleicht gibt es noch mehr? Die Infos – auch im Netz sind da nicht up-to-date. Das würde im Osten ganz neue Reiserouten erschließen. Bevor der Euro eingeführt wird, müssen wir unsere letzten Zloty loswerden. Leider finden wir in Krynica (Badeort in Polen) keinen Parkplatz: Hier wimmelt es plötzlich wieder von Menschen. Und endlich finden wir – wie im Vorjahr – eine der herrlichen Holzkirchen. Über Tylic reisen wir wieder in die Slowakei nach Bardejov und übernachten in Bardejov Kupele (Bad Bartfeld) auf dem Parkplatz direkt vor dem Ort. Wir fühlen uns wie SISSI.

Ausderasche am 12 Nov 2008 12:15:11

wieder Probleme mit den Fotos...

Ausderasche am 12 Nov 2008 12:16:04

Bartfeld hat einen netten Marktplatz.....

Ausderasche am 12 Nov 2008 12:18:29

da ist sie ja...Sissilein..(Sieht sie nicht aus wie Romy?) sie hat ihren Rubinring dem Bürgermeister von Bad Bartfeld geschenkt...der hat ihn angeblich heute noch

Ausderasche am 12 Nov 2008 12:21:30

Bei der ersten Besichtigung abends wirkt alles etwas trostlos. Und am nächsten Tag schlappen überall Leute in Trainingsanzügen wie auf einem CP herum, zwischen herrlichen alten Gebäuden, Ruinen und sozialistischen Monstergebäuden.

Ausderasche am 12 Nov 2008 12:30:36

12.Tag

Letztes Jahr hatte ich schon einen „Traum“. Ich wollte auf den Dukla-Pass, weil ich so einen „Faible“ für geschichtsträchtige Orte habe. Naja..Reisen und Geschichte und Geschichten gehören irgendwie zusammen. Auf jeden Fall war mir DUKLA PRAG (Fussballverein) ein Begriff. Und in Prag am Alten Rathaus gibt es auch eine Bronze-Tafel, da steht nur darauf: DUKLA - 1944. Der geschichtliche Hintergrund: Das war der D-Day im Osten..eine riesige Schlacht in gebirgiger Waldlandschaft mit 170.000 Toten. Überall stehen dort Denkmäler, Geschütze, Flugzeuge, Militärfriedhöfe. Im Tal des Todes bei Svidnik wird noch eine Panzerschlacht „nachgestellt“. Seht selbst…..

Ausderasche am 12 Nov 2008 12:35:13

Alles sehr deprimierend…auch der zentrale Aussichtsturm auf der Passhöhe…wir waren an dem Tag die einzigen Besucher…..irgendwo oben an der Passstrasse seitwärts im Wald…innendrin eine Stalingradausstellung…(häääää?)…..mit dem Fahrstuhl nach oben…..“ich hole Sie in 20 Min. wieder ab“…dort oben in 70m Höhe….nichts….keine Anschauungstafeln, Fotos,… sah aus wie ein ehemaliges DDR-Plastezentralkomitteerestaurant in Selbstbedienungstechnik mit Geschirrtransportband… nach 20 min wurden wir auch tatsächlich wieder "befreit".

(Und noch ein Kuriosum am Duklapass: In keiner Karte ist die Passstrasse als vignettenpflichtige Mautstrasse über 3,5t eingetragen und wenn man die Passstrasse hoch fährt, gibt es auch kein Schild. Kommt man die Passstrasse aber von Polen herunter, gibt es ein ca. 1km langes Straßenstück, das vignettenpflichtig ist. Was soll das wohl nur?)

Ausderasche am 12 Nov 2008 12:43:01

In Svidnik gibt es einen großen sowjetischen Soldatenfriedhof, eine WKII Museum, u.a. mit einer Stalinorgel. Und da wir neben PKWs mit aufgeschlitzten Reifen nicht übernachten wollten, sind wir weiter ans Westufer des Vodna Nadrz velka domasa, wo wir einen Parkplatz direkt am See fanden.

Ausderasche am 12 Nov 2008 13:24:48

13.Tag

Am nächsten Morgen ging es zurück nach Stropkov und weiter nordostwärts nach Medzilaborce. Aus diesem ruthenischen Dorf stammt die Familie von Andy Warhol, dem Popartkünstler, der mit den Suppendosen und Marilyn Monroe Portraits. Und tatsächlich gibt es dort auch ein AW-Museum mit ein paar Originalen und Originellem (u.a. sein Taufkleid (und auch gleichzeitig das seiner Geschwister)).

Ausderasche am 12 Nov 2008 13:34:21

Von Medzilaborce fuhren wir über Snina und Stakcin das wohl einsamste Tal der Slowakei an: Über einen Pass ging es in das Tal der Ulicka. Dieses Tal und die zugehörigen Nebentäler öffnen sich nur zur Ukraine hin und sind nur über diese Strasse zu erreichen. Aber dort gibt es wunderschöne Holzkirchen und österreich-habsburgische Soldatenfriedhöfe aus dem 1.Weltkrieg, alles ordentlich auf Schautafeln dokumentiert, wer wo liegt. Nach einem Abstecher nach Nova Sedlica (dem nordöstlichsten Dorf der Slowakei, direkt am Dreiländereck SLO-Polen-Ukraine) und nachdem wir beinahe in der Ukraine gelandet wären (nein, die Grenze war zu, aber Grenzschutz allgegenwärtig. Einmal haben sie sich auch für den Inhalt unseres Womos interessiert, aber wir sind keine Schlepper) fanden wir in Ulic einen Übernachtungsplatz.

Ausderasche am 12 Nov 2008 13:39:11

Schon am frühen Abend wackelten einige Gestalten sehr bedenklich an unserem WOMO vorbei nach Hause, nachts juchzten Slowakinnen in Autos, die kurzfristig neben uns parkten, und morgens lag eine Lümmeltüten-Sammlung ums WOMO. Wie in Italien. Sonst war es aber ruhig. Die Krönung war am nächsten Morgen ein Bauer, der um 10:00 Uhr aus der Dorfkneipe kam, und besser als Tevje in Anatevka die Strasse hinuntertanzte…dass er nicht über die Leitplanke in den Bach schoss, grenzte schon an ein Wunder. Und obwohl Sonntag war, wurde überall hart gearbeitet, auch von sehr alten Frauen: Holzhacken war angesagt…..sehr viel Holz, der nächste Winter wird bestimmt streng! Bemitleidenswertes, schönes Tal…..das Tal der Trinker, Lümmeltüten und Holzkirchen

Ausderasche am 12 Nov 2008 13:46:02

14. Tag

Wir mussten zurück nach Stakcin, zogen dann an der ukrainischen Grenze entlang über Ubia, Sobrance nach Süden über Velke Kapusany, Kralovsky Chlmec, Velky Kamenec, Streda in und durch die ostslowakische Tiefebene. In den Reiseführern steht nichts darüber, und so ist es auch: Plattes Land mit Mais- und Sonnenblumenfeldern von Kanälen durchzogen, Städtchen mit Hochhäusern aus sozialistischer Epoche, nichts Sehenswertes.

Ausderasche am 12 Nov 2008 13:50:57

Dann tourten wir noch über die Tokajer Weinstrasse und übernachteten in Mala Trna auf dem Parkplatz eines postsozialistischen Weinbaubetriebs (so von seinem Nachbarn wegen der angeblichen Arbeitszeiten von 10:00-15:00 Uhr bezeichnet), nicht ohne eine Kiste trockenen Tokajers gekauft zu haben. Die Preise pro Flasche beginnen bei 8,--€ und trieben mir die Tränen in die Augen, wenn ich an die Erlöse der Moselweinbauern, die harte Arbeit dort in den Steilhängen und die Arbeits- und Investitionskosten denke. Und bloß weil Tokajer „knapp“ ist und der Wein der Habsburger war.


Besonderes Erlebnis: Plötzlich kam die Sonne zum Vorschein….wahrscheinlich wollte mich deshalb meine linke Radkappe rechts überholen (oder hatte nachts doch einer an den Schrauben gedreht)?????

Ausderasche am 12 Nov 2008 14:07:37

15.Tag

Am nächsten Morgen war über uns wieder alles in graue Watte gepackt, also düsten wir nach Kosice weiter…die Straßendörfer unterwegs sind zwar nicht schön, aber pico-bello sauber, mit kleinen gepflegten Gärten. Rund um Kosice ist zur Zeit Autobahnbaustelle, Parkmöglichkeiten in der Stadt für WOMOs sind so gut wie nicht vorhanden (deshalb gehen manche auf den CP und fahren mit der Straba in die Stadt), wir tourten eine Stunde durch die Gegend und durften dann an einer Tankstelle stehen. Die Innenstadt ist wunderschön und da an dem Tag auch noch Kulturfestival war, durften wir auch noch den Auftritt von Zigeunerkapellen, urigen Männerchören und Volkstanzgruppen genießen.

Ausderasche am 12 Nov 2008 14:10:09

Kalinka, Kalinka, Kalinka...lalala

topolino666 am 12 Nov 2008 14:42:14

................. soooooooooooooooooo eine schöne Reise!!!!

Danke dass Du uns mitgenommen hast!!

Wir warten hier - wie sicherlich viele andere - immer wieder schon auf den nächsten Reiseabschnitt!! :D

Sag mal, hat Euer Mobil keine Trittstufe - müsst Ihr da wirklich so ein wackeliges Plastiktreppchen hinstellen????????

Geiles Hackbrett!! - will ich haben!!

"Sch... neumodisches Zeugs, da kaufste Dir den teuersten Mikrofonständer aus dem Westen und dann wackelt der wie ein Kuhschwanz!!" :D :twisted: 8)



topolino
Matthias

Ausderasche am 12 Nov 2008 15:10:08

Die Trittstufe hat schon zum 4 mal ihren Geist aufgegeben :eek:

Du weißt doch, alle WOMOs haben ihre Probleme....
(da muß ich mal meinen alten Post zur Treppe suchen und fortsetzen)

Deshalb hatten wir die "halbautomatische" Treppe, polnisches Kindertritt mit Schnurr dran! :razz: Rein-raus-rein-raus.


Frank

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