xcamping
hubstuetzen
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Frankreich 1995 ( Erinnerungen an 11. WOMO-Fahrt ) 1, 2


mk9 am 14 Apr 2009 14:40:41

Für Freunde hist. WOMO-Fahrten

FRANKREICH 1995 ( Erinnerungen an 11. WOMO-Tour )

Wieder stand die Frage an: wohin in diesem Jahr in Frankreich ? Ohne festes Ziel wie immer in den
vergangenen Jahren. Auch in diesem Jahr lassen wir uns überraschen, wohin uns unsere Reise führt.

Oder, soll es wieder nach Maussane gehen? Warum eigentlich nicht. Uns hat es bisher dort immer gut
gefallen. Für den Monat Juni brauchen wir nicht vorher reservieren. Wir werden schon einen schönen
Platz dort finden.

Jetzt können die Vorbereitungen getroffen werden. Ich war für den techn. Zustand des Peugeot J7 zuständig.
Eine kleine Probefahrt unternommen. War alles im grünen Bereich. Fahrzeug aufgetankt. Am Tag der Abreise
Wollte ich ohne weiteren Aufenthalt an der Tankstelle losfahren. Bis zur A 61 waren es knapp 2 km.

Ein Arbeitskollege hatte uns einen schönen CP im JURA empfohlen. Ja wenn der schön ist, dann sehen wir
uns diesen Platz einmal an. Dort war die 1. Übernachtung geplant. Da es ca. 700 km waren, mußten wir schon
früh morgens gegen 7 Uhr losdüsen. Ist zwar mächtig übertrieben, denn der Peugeot ist kein Flitzer, sondern
eher etwas langsamer aber zuverläßlich wie ein Muli.

Am 28.05.1995 begann die Reise, etwas traurig schaute uns BELLA ( unsere damalige Katzendame an ).Aber unser Sohn wohnte ja noch bei uns. Bella war also in guten Händen. Zunächst ging es durch die Eifel, wo das obligatorische 2. Frühstück eingenommen wurde, nach Luxemburg. Dort wurde noch getankt und für den Zigarettenkonsum gesorgt. Hinter Nancy nahmen wir die N 57 Richtung Epinal und weiter nach Besançon.
Von dort auf der N 83 über Arbois nach Champagnole. In Pont-du-Navoy war es dann nur ein kurzes Stück bis
nach Marigny zum CP „ la Pergola“ am Lac la Chalain. Es waren genau 718 km. Gut kalkuliert. In Besançon wohl etwas verfahren. Aber so genau sollte man es ja nicht nehmen.

CP ist schön gelegen, terrassenförmig angelegte Stellplätze. Standen auf einem Platz der Allée des Roches mit
Blick über den See. Allerdings durch hohe Bäume schattig. Freundliche CP – Betreiber. Im Restaurant konnte man preiswert speisen. Wollten nur 2 Tage bleiben. Daher kam der Besuch der Tropfsteinhöhle in der Nähe von
Arbois „AVEN GROTTE“ les Moidons nicht zustande. Wäre wohl sehenswert gewesen.

So nun ein paar Bilder vom See. Sind nicht so berauschend. Interessant sind die Holzhauser an einer Seite des
Lac Sollen aus neusteinzeitlicher Epoche herrühren. Damals waren Nomaden sesshaft geworden und schon Getreide angepflanzt haben, im Gegensatz zu Nomaden zur altzeitlicher Epoche. Ob es noch Originale sind: ??,
oder sicherlich nachgebaut, denke ich mal. Für mich persönlich auch uninteressant, ob Original oder Nachbau.
Sehen auf jeden Fall alt aus.

So, das wär`s für den Anfang.



mk9 ( Manfred ) vom schönen linken Niederrhein )


PS:
Evtl. Schreibfehler bitte übersehen

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

mk9 am 15 Apr 2009 11:58:11

FRANKREICH 1995 ( Erinnerungen an 11. WOMO-Tour )


30.05.1995 Abfahrt Richtung Richtung Süden zum nächsten Etappenziel.

Zunächst nach DOUCIER und weiter auf der D 39 Richtung Menétrux – en – Joux zu den Wasserfällen
( Cascades de Hérisson ). Leider keine Fotos hiervon gemacht. Weiter geht’s es auf den N 78 nach
Sant Laurent und von dort auf der N 5 nach MORBIER bzw. MOREZ und weiter nach la CURE.

Wir sind aber auf der N 5 geblieben, da bei la CURE ein Grenzübergang angekündigt war. Und in die Schweiz
wollten wir nicht. Bei der Weiterfahrt hatte ich das Gefühl, dass wir durch Niemandsland fuhren; oder war es
eine franz. Enklave ? Aufgrund der vorliegenden Karte der Region Franche-Comté haben wir uns dann für die Weiterfahrt auf der D 936 nach MIJOUX entschieden ( Wintersportort ). Auf dem Weg Richtung Mijoux
lag an den Seitenstreifen noch Schnee ( und das Ende Mai ). Es war auch noch sehr kalt und hoffentlich bleibt
das Wetter nicht so für unsere Weiterfahrt. Kurze Pause , Kaffee gemacht , und einen Pullover angezogen.
Hemdsärmlig losgefahren und jetzt dieser Temperaturunterschied. Vor Mijoux sind wir dann nach Lajoux
gefahren ( Serpentinenstrecke ). Dort aber wieder zurück über Mijoux und haben eine landschaftlich schöne
Straße genommen ( am Fluß –Valserine- ) Richtung Bellegarde. ( D 991 )

Jetzt kommen einige Bilder von dieser Strecke.


mk9

mk9 am 15 Apr 2009 14:49:27

FRANKREICH 1995 ( Erinnerungen an 11. WOMO-Tour )


Fortsetzung des Berichtes vom 30.05.1995 Richtung Bellegarde



In Bellegarde entschieden wir uns Richtung Annecy auf einer Nationalstraße zufahren und dort auf die
Autobahn A 41 nach Grenoble zu fahren. Vor Grenoble wurde auf einer Autobahn-Raststelle eine Pause
Eingelegt und begaben uns zum Restaurant, um dort etwas zu essen. Wir saßen bei Sonnenschein auf einer Terrasse und hatten unseren Peugeot im Blickfeld. Neben unserem WOMO hielt ein Reisebus an. Dadurch
war unser Wagen nicht mehr zu sehen. Wird wohl nichts passieren dachte ich bei mir, wurde aber stutzig, als
ein PKW mit Kennzeichen 38 ( also Grenoble ) mehrmals über den Parkplatz fuhr und dann irgendwo parkte.

Hätte er sich im Schatten neben dem Reisebus gestellt wären mir keine Bedenken gekommen. So aber hatte ich ein mulmiges Gefühl. Bin dann zum Wagen gegangen und auf der Fahrerseite eingestiegen und habe dann im Wagen festgestellt, daß die seitliche Schiebetür nicht ganz geschlossen war. Die 4 Personen im Wagen,
neben meinem WOMO, hatten vermutlich versucht, die Schiebetür zu öffnen. Habe sie kurz angegrinst und
die Tür wieder vollständig geschlossen. Sie hatten nicht damit gerechnet, daß ich schon zu Hause entsprechende
Vorkehrungen getroffen hatte. Die Schwachstelle an der Seitentür war mir und auch den Vieren bekannt.
Ich hatte an verdeckter Stelle einen Riegel angebracht, sodaß die Tür nur noch vom Innenraum geöffnet werden
konnte. Bin eine Weile im Wagen geblieben und habe so getan, als ob ich auf einer Straßenkarte lesen würde.
Nach einigen Minuten fuhren sie dann wieder ab, unverrichteter Dinge. Machten aber einen vergnügten Eindruck, schien mir. Hatten halt mal Pech gehabt. Cést la vie, wie der Franzose zu sagen pflegt. Nichts passiert, also schnell diese Angelegenheit abhaken und nicht weiter darüber nachdenken: was wäre wenn.....
So etwas kann überall passieren und damit muß man leben.

Nach dieser Episode ging es dann weiter Richtung Provence. In Grenoble haben wir die Autobahn verlassen und durch die Stadt gefahren. Das war wohl nicht so vorgesehen. Hatte mich falsch eingeordnet und mußte abbiegen.
Jetzt saßen wir in Grenoble und wußten zunächst nicht weiter. Landeten plötzlich in einem „Nachtjackenviertel“.
Ich will damit nichts gegen orientalische Verhältnisse sagen, mit Bestimmheit nicht. Aber riesige Wohnblocks, abscheulich. Mag keine Plattenbauten. Daß man dort Menschen unterbringt , wie abgeschoben . Aber so etwas kennt man ja auch bei uns.

Nach längerem rumkurven habe ich angehalten und einen Bewohner nach dem Weg gefragt. Wollte nur die
Richtung wissen, wo es zur Innenstadt ging. Hat es mir auch erklärt. Es klang aber nicht nach französisch. Aber die angezeigte Richtung stimmte. Verdammt viel Verkehr herrschte in Grenoble. Haben aber den Weg nach
le - Pont - de - Claix gefunden. Hatten durch diesen unfreiwilligen Umstand einiges an Zeit verloren. Über die
RN 75 ging es zügig weiter bis SERRES. Dort in einem Straßencafe eine Pause eingelegt. Jetzt standen wir vor
der Wahl: entweder Weiterfahrt auf der N 75 oder abbiegen auf die D 994 Richtung Mont Ventoux, Carpentras und dann nach Maussane.

Entscheidung: RN 75 bis SISTERON auf den Campingplatz. Gesagt getan, bezahlt und Abflug.



mk9 ( manfred )

Anzeige vom Forum


mk9 am 15 Apr 2009 14:57:02

Hallo,

jetzt kommen noch ein paar Bilder von SERRES. Da war das Wetter aber wieder schön. Glück gehabt, es hat nicht geregnet.

Sowie 3 Bilder vom CP in Sisteron ( einfach aber sauber und preiswert )


mk9

eva b. am 15 Apr 2009 15:30:51

Schön, ein neuer "historischer" Bericht, obwohl - sooo alt ist der ja gar nicht. Ich bin immer wieder angetan von euren Peugeot-Mobilen. Mut zu Farbe und Deko :)
Na, auf dem Rastplatz habt ihr aber Glück/den richtigen Riecher gehabt, sonst hätten es die Gestalten evtl. doch noch geschafft, die Schiebetür zu öffnen. Das wäre wohl das Ende der Reise gewesen.
Jetzt bin ich gespannt wie es weiterging...

MichaelW am 15 Apr 2009 21:17:25

....ich bin auch gespannt, Manfred.........wieder ein klasse Bericht !!! inerinnerungenschwelg :wink:

al am 15 Apr 2009 21:37:52

und haste auch schöne viele fotos über das mobil. wie ist man "damals" innen gereist?!

ansonsten, weitermachen.

Beduin am 15 Apr 2009 22:12:40

Schööööööööön das du wieder weiter machst :)

mk9 am 15 Apr 2009 23:04:46

Frankreich ´95

@ Eva: bis auf 2 Monate fast 14 Jahre her, als wir die Tour gemacht haben.
Wenn ich damals schon zu den 50 +++ :D zählte, erscheint mir alles
schon wie vor langer, langer Zeit. Zwar nicht „ASBACH URALT“ dennoch: „ Es war einmal .....“
Ja, mit dem alten Peugeot ist es wie daheim, immer mal neue Farbe und
Vorhänge im Haus. Und die aufgeklebten Palmen bedeuteten für mich
Oasen, Orte der Ruhe und Erholung.
Was hätte man mit stehlen können, vielleicht die Vorräte aus dem Kühlschrank,
vielleicht auch Bekleidung. Hätte doch, so scheint es mir, die Hausratversicherung
erstattet. Geld und Fotoapparat hatte ich bei mir. Wir hätten in jedem Fall den
Urlaub nicht abgebrochen. Es wäre vielleicht ein negativer Touch am Urlaub geblieben.
Es hätte aber nichts genützt. Wie sagt doch ein rhein. Sprichwort:

"Et iss wie et iss, et kütt wie et kütt un et hätt noch mer joot jejange!" Anmerkung: Kölsche User berichtigen bitte die Grammatik

@ MichaelW es geht in jedem Fall morgen weiter

@ al Suche noch nach Fotos vom J 7 und mache eine Zeichnung der Innenausstattung

@ Beduin ich tue mein Bestes



Manfred ( mk9 )

mk9 am 16 Apr 2009 17:36:18

Fortsetzung:

FRANKREICH 1995


Ich muß über den Preis für eine Übernachtung eine Berichtigung vornehmen, nachdem ich
mir die Quittung angesehen habe. Hat doch insgesamt 88 FF gekostet ( 2 Personen u.Stellplatz
60 FF, Strom 20 FF und Taxe für 2 Personen 4 FF ). Aber ein ruhiger und sauberer Platz. Vor allen Dingen waren aber die Sanitäranlagen sehr sauber. Zum Ort wäre es nicht weit gewesen. Da wir aber
bereits 1982 Sisteron besichtigt hatten, haben wir die frühen Abendstunden noch vor dem WOMO
unser Abendessen genießen können.

Mittwoch, der 31. Mai 1995 gegen 11.00 Uhr verließen wir den Campingplatz in Sisteron.

Bei schönen Wetter und abwechselndem Landschaftsbild ging es auf der RN 96 Richtung Manosque.
In einem kleinen Ort, es war vermutlich Chateau-Arnoux, wurde in einem kleinen Supermarkt, der direkt an der Straße lag, noch eingekauft. Eine Flasche Rose, Käse, Oliven, Schinken und 1 kleine Melonen aus Cavaillon und etwas Obst sollten für ein Mittagessen wohl ausreichen.

Wir hätten zwar die Autobahn bis Abfahrt Manosque ebenfalls nehmen können, aber mir schien die
Nationalstraße abwechslungsreicher zu sein. Dem war auch so. Zeit hatten wir ja genug, da wir erst
ab 14.00 Uhr auf den CP in Maussane fahren konnten ( wegen Mittagsruhe auf dem CP ). Dies war uns noch aus früheren Urlaubsaufenthalten in Maussane bekannt. Vor Manosque bogen wir auf die
Departementstraße D 12 Richtung Forcalquier ab, die in F. auf die RN 100 Richtung APT stieß.

Anmerkung: Bekannt oder nicht bekannt ist Forcalquier in der Affäre DOMINICI, eine wahre Geschichte um ein
Justizdrama um einen bisher ungeklärten Kriminalfall aus dem Jahre 1952. Im August 52 findet man 3 ermordete
britische Camper , die auf dem Weg nach Nizza waren. Verdächtigt wird ein 75 jähriger Bauer aus der Gegend.
Trotz Beweismangel wird er zum Tode verurteilt. Da das Urteil zu beachtlichem Aufsehen führte, hat sich sogar
de Gaulle in dieser Sache eingeschaltet. Über diesen Prozeß gab es auch einen Film mit Jean Gabin in der Haut-
rolle als Gaston Dominici.
Quellenhinweis: 1. war mir schon bekannt, da ich den Film gesehen habe und 2. in google steht auch was davon.

Dies aber nur am Rande vermerkt. In APT wurde auf einem kleinen Parkplatz in der Innenstadt eine Pause
eingelegt. Ein Baguette im Ort geholt und w as lag näher als die Melone, Schinken und Käse zu nehmen. Der Wein blieb zu, basta. Obwohl....., nein, könnte unter Umständen Probleme geben.
Habe schon einmal erlebt, daß wir in eine Kontrolle der Gendarmerie mit zig anderen Wagen gekommen sind.
Ich mußte auch blasen. Hatte so viel Luft, daß der Gendarm erschreckt ein paar Mal: STOP rief. :D
Hat richtig Spaß gemacht. Nach einem „ bon voyage“ konnten wir damals weiterfahren. :) Also blieb in Apt die Weinflasche im Kühlschrank, dafür gab es Mineralwasser, schmeckt auch.

Kurz vor 14.00 Uhr kamen wir dann auch in Maussane an. Mußten eine kleine Weile warten. Dann die
Begrüßung von Marie José und Jean Louis Moucadel , das CP – Betreiberehepaar., die uns ja aus früheren
Besuchen kannten. Haben uns dann einen geeigneten Platz ausgesucht und dann in der Reception den aus-
gesuchten Platz genannt. Jetzt konnte der eigentliche Urlaub beginnen.

Über eine besonders schöne Geschichte in Verbindung mit dem CP werde ich noch berichten.



mk9 ( Manfred )


MichaelW am 16 Apr 2009 19:27:16

@ manfred: wer beamt mich jetzt ins Bild ? Dieses herrliche franz. Abendbrot würde mir jetzt auch gefallen, Baguette, Käse, Wurst und Rotwein, ich seh mich da richtig am Tisch sitzen..........mach mir nur weiter Appetit auf F, dann fahre ich in 4 Wochen doch noch ins geliebte :francais: :french:

mk9 am 16 Apr 2009 20:11:24

Hallo MichaelW,

würde Dich ja gerne ins Bild "beamen". Müßte ja eigentlich gehen,
Aber leider kann ich es nicht.

Ich denke, dass wir in ca. 7 Wochen nach Digne les Bains fahren. Möchte
gerne mit meiner Frau von DIGNE bis nach NIZZA mit dem "Pinienzug"
fahren. Hab im verg. Jahr einen Bericht im Fernsehendarüber gesehen.
Danach geht es zum 11. Mal nach Maussane, weil es dort so schön ist.
Der CP liegt ca. 150 bis 200 m vom Ort entfernt. Da mir das Gehen seit
1 Jahr verdammt schwierig fällt, ist es schon angenehm, wenn man morgens im Ort ein Baguette holen kann und der Weg nicht so lange ist.

Wir freuen uns jetzt schon darauf.

Mit frdl. Guß

mk9 ( Manfred )

MichaelW am 16 Apr 2009 20:23:19

na Manfred, da wünsch ich dir jetzt schon viel Spaß......als ich mal 1990 mit meinem Bruder spontan des nachts los bin mit dem PKW und Zelt in die Normandie.....das erste hinter der Grenze in F war morgens ein lecker Baguette.......kann also Deine Motivation nachvollziehen....... :wink:

al am 16 Apr 2009 21:17:47

also mir würde schon das echte baguette und der wein reichen :wink:

Veloman am 17 Apr 2009 10:02:34

Salut,
MichaelW hat geschrieben: Dieses herrliche franz. Abendbrot würde mir jetzt auch gefallen, Baguette, Käse, Wurst und Rotwein, ich seh mich da richtig am Tisch sitzen....


und pardon - aber das finde ich jetzt doch leicht übertrieben. Ich kenne keine Franzosen, die so essen, denn sie sind traditionell zwei warme Tagesmahlzeiten gewohnt (und dafür kein handfestes Frühstück). Dies hier ist eher eine typische deutsche Brotzeit (angereichert mit zwei untypischen Elementen: den Melonenschnitzen und wahrscheinlich Oliven in dem Plastikbeutel), die in Frankreich eingenommen wird. Du nennst das ja auch zutreffend "Abendbrot".

Dagegen ist gar nichts einzuwenden. Ich mag das (als Deutscher) auch. Aber Franzosen essen ihr Brot nicht mit Belag, außer wenn sie sich unterwegs ein Stück Baguette mit Käse/Schinken/Salami kaufen ["Sandwich"]. Man kann das auch leicht daran merken, dass es in Frankreich nur sehr wenig Wurstwaren (jambon, saucisson, pâté) gibt, die in der Regel als Vorspeisen verwendet werden. So wie auch der Käse den Abschluss eines Essens bildet und nicht aufs Brot kommt. "Französisches Abendbrot", das gibt's einfach nicht. Man sagt zwar "casser une croûte" [wörtlich: eine Kruste brechen] und meint damit das Brot, aber das entspricht eher unserem "irgendwas futtern".

Und, mit Verlaub: Wenn jemand eine Flasche Wein auf dem Tisch stehen hat, von der ich nicht einmal entfernt weiß, worum es sich handelt, muss ich doch nicht gleich anfangen zu speicheln. Sooo selten sind Weinflaschen ja nun hierzulande auch nicht.

Noch eine kleine Bemerkung zum Weintrinken unterwegs:
Als Freund des ordentlichen Weins finde ich es schwierig, diesen unter Reisebedingungen kultiviert zu trinken. Weniger wegen der Gläser; da habe ich immer je einen Satz guter Weißwein- und Rotweingläser bei mir. Die wiegen ja nicht so viel, weil sie dünn sind. Aber die passende Trinktemperatur ist schwierig hinzukriegen. Beim Weißen geht's ja noch, weil wir alle Kühlschränke an Bord haben. Da muss man evtl. eine Weile warten, wenn er zu kalt geworden ist. Aber der Rote! Unter Sommerbedingungen finde ich es fast unmöglich, ihn auf 14-16° zu bringen. Wie macht ihr das? Gar nicht zu lösen finde ich das Problem, dass der Wein wegen des Rumgeschaukels nicht zur Ruhe kommt. Also doch gleich billiges Kram kaufen, beim dem es nicht drauf an kommt?

Als Purist würde ich sagen: Lieber ordentliches Tafelwasser kaufen, denn davon gibt es viele erstklassige Sorten - keinen Wein. Aber leider bin ich kein Purist.

Zum Mythos des französischen (Stangenweiß-) Brotes gibt es einiges zu sagen. Leider ist dies inzwischen meist industriell vorgefertigte Ware, die sich nicht mehr sehr von dem unterscheidet, was in unseren Aufbackstationen als "Baguette" verkauft wird. Ich habe einige Bekannte in Paris, die kilometerlange Fahrten auf sich nehmen, um gutes Brot zu bekommen, das dann meist von einem nordafrikanischen Bäcker gefertigt wurde. Auch Sarko läßt sich schließlich von einem Tunesier beliefern.

Die Franzosen sagen: "Tout fout l'camp. Ya plus d'bon pain." [Alles geht bachab. Es gibt kein gutes Brot mehr.]

Hier in Baden sagt man: "'sisch nimmi däss." [Es ist nicht mehr so wie es früher war.]

A+

al am 17 Apr 2009 10:15:25

@veloman

eigentlich haste recht...
ABER :!: :!: :!: .....

1.das baguette in F ist immer noch um welten besser als hier!
2. meinen rotwein transportiere ich in der garage. kiste, seitlich, oben und unten styropor, schützt, und hält die temp.!
trinke ich auch nur, wenn ich mehrere tage wo stehe.
3. weisswein geht nur bei fisch oder spargel! den hole ich vor ort.
4, mineralwasser in F...... ein offenbahrung! was ich jedesmal davon schlucke, geht auf keine kuhhaut.


und....
WENN DU SCHON....

so über weinkonsum, essensgewohnheiten etc unterwegs bist...
schmeckst denn noch? ist doch egal, wie oder was aufm tisch ist. hauptsache lecker.
ich fahr ja nicht nach F um franzose zu spielen, sondern weil es mir und anderen guttut. :francais:


ps. ich kenne auch pariser, und die leben nicht in tüten :kuller: :kuller: :kuller:

al am 17 Apr 2009 10:16:13

zurück zum thema.
ich mag diese berichte :!:

mk9 am 17 Apr 2009 12:23:14

Frankreich 1995

Hallo Veloman,

ich finde es ja schön, daß Du zu dem Kommentar von MichaelW bzw. zu meinem Bericht
Deine Meinung geäußert hast. Aber nehme doch nicht alles so genau.

Es ist zwar in vielen Punkten richtig, was die Essgewohnheiten der Franzosen angeht, insbes. das
fur meinen Begriff etwas klägliche Frühstück. ( Mir persönlich reicht das „petit déjeuner „ nicht. ).
Es liegt dafür auf der Hand, dass sie sich dafür mehr Zeit nehmen, um das Mittag- bzw. Abendessen
zu geniessen. Es sind halt unterschiedliche Eßkulturen. Es endet ja auch damit, wenn die Rechnung
verlangt wird und nur einer ( zunächst ) alles bezahlt.

Auf dem Bild von mir sind die Oliven zunächst ja noch, wie beim Einkauf, noch in der Plastiktüte, kommen aber, und das ist doch klar, in die kleine Schale. Und da es sich um die Restbestände aus dem Aufenthalt in Apt
handelte, wäre es ja eine Sünde gewesen, diese zu entsorgen. Dies betraf auch das halbe Baguette, welches ich
im Backofen leicht knusprig gemacht habe. Sicherlich hätte ich gegen 15.00 Uhr noch ein neues Brot kaufen
könnte. Dazu hatte ich aber auch keine Lust. Natürlich schmeckt mir der Schinken, die Melone und die Oliven
sowie der Käse und dazu ein Glas Rotwein. Selbstverständlich war es ja auch so, dass der Rotwein bis er auf dem Tisch stand, über 3 Stunden „geruht“ hatte und er auch seine richtige Temperatur hatte. Er stand ja nicht
im Kühlschrank und im WOMO-Bereich meines Wagens ist es während der Fahrt relativ kühl, dank guter Isolierung. Gut, er hatte zunächst nicht die richtige Temperatur, habe trotzdem 2 Gläschen getrunken und ihn
dann für kurze Zeit auf dem CP in den KS gestellt, weil er zu warm war. Zum Käse: ist ja kein Schnittkäse, wird
halt stückweise abgeschnitten und gegessen.

Ich habe Deinen Bericht nicht als Kritik gesehen, vielmehr hat es mich gefreut, dass Du ihn sorgfältig gelesen
hast und Du Dir auch Gedanken dazu gemacht hast, wie andere User dies so sehen. Und wenn MichaelW es so
wie er geschrieben hat, dann ist das für mich auch okay.

Camping hat für mich auch etwas mit provisieren zu tun, und das finde ich persönlich bei einem Campingurlaub so schön., denn sonst könnte ich meinen Urlaub im Hotel verbringen und mich einfach bedienen lassen.
Natürlich ist das auch schön. Im Fortsetzungsbericht wird davon aber auch noch die Rede sein.

Zum Schluß möchte ich aber nur klarstellen, dass ich Deinen Kommentar nicht als Belehrung gesehen habe.
Vielmehr als Information für Urlauber, die noch nie in Frankreich gewesen sind. Was die Baguettes betrifft, so muß ich zugeben, dass es schon enorme Qualitätsunterschiede geben kann, was den Franzosen ja auch nicht
gefällt. Wenn ich bei meinem Urlaub in Maussane ( 1995 ) und in den Vorjahren morgens zur Bäckerei ging
( es gibt dort 3 Bäckereien ) so hatte ich immer den Einblick von der Theke in die Backstube –zumindest bei
einer Bäckerei- und sah dort die Leute beim Einsatz. Ob industriell vorgefertigtes Material gebackt wurde, dass kann ich natürlich nicht beurteilen. Aber das weiß ich auch nicht bei deutschen Bäckereien, wenn ich dort mal
Brötchen kaufe. ( Ausnahme: Filialen von verschiedenen Großbäckereien , da merkt man schon enorme Unterschiede ).

Mit freundlichem

Manfred ( mk9 )

Poldi am 17 Apr 2009 14:09:09

Seh gerade erst, dass Du schon wieder auf Tour bist, toll - habs erst mal überflogen und lese es gleich noch genau durch. Zu einem Punkt kann ich aber sagen: Wir essen in Frankreich auch nicht nur typisch französisch - was die Produkte angeht, aber wir lassen uns ebenso viel Zeit wie die Franzosen.

Weiter so Manfred, das macht Laune und Lust au Urlaub. :razz:

Klaus

mk9 am 17 Apr 2009 14:33:41

Hallo Klaus,

ich gebe Dir völlig Recht. Möchte sogar noch weitergehen:
Wenn die Franzosen sich abends in ihre Wohnungen zum Abendessen begeben, sitzen wir noch immer draußen und speisen, trinken einen
Rosé oder einen Rotwein und genießen den Abend, bis uns Mücken ins Wohnmobil treiben. :D

So nun gebe ich die Fortsetzung zum Lesen frei mit ein paar Bildern
von Maussane.

auch an Deine Frau

Manfred

Aretousa am 17 Apr 2009 14:34:51

Manfred deine Bericht sind einfach klasse!!!!!!!!!!!
Und verführen zum Träumen. Ob von warmem Rotwein oder kaltem Weißwein, von Oliven in Tüten (wie sonst transportiert sie der "echte" Franzose nach Hause) oder französischem Baguette das sogar aus der Massenproduktion erheblich besser schmeckt als jedes Weißbrot dieses Namens hier in unserem Land.
Vor genau einer Woche entstand dieses Foto
und ich befürchte , ich Banause habe da essenstechnisch auch wieder alles falsch gemacht was man nur falsch machen kann:D :D
L.G.
Lena



al am 17 Apr 2009 14:39:02

na ja, die weisen dinger da, die hätten nicht sein müssen, aber der gelbe da... mmh lecker.

mk9 am 17 Apr 2009 14:41:05

FRANKREICH 1995 Maussane les Alpilles

Auf dem CP nahmen wir Platz 83 und stellten unseren Peugeot dort ab, holten Tisch und Stühle
heraus. Wollten es uns gerade gemütlich machen, als eine Stimme ertönte die laut: Attention,Monsieur rief. !
Zunächst konnten wir nicht lokalisieren, woher die Stimme kam und für wen der Ruf bestimmt war.
Wieder erklang: Monsieuer, Monsieur !. Und jetzt sah ich eine Dame mit beiden Händen winken.
Was mag sie wohl wollen, dachten wir beide und gingen zu ihr herüber. Was war geschehen ? Dann sah ich, daß der Sonnenschutz an ihrem Wohnwagen lose herunterhing. Die Spannseile hatten sich gelöst und die Häringe saßen nicht mehr fest im Boden. Ich sagte ihr, daß ich einen Hammer holen und alles wieder richten würde.
Gesagt getan, nach 10 Minuten war alles wieder okay.

Wir wurden dann zum Kaffee eingeladen. Vorher mußte ich aber noch einen Stuhl von unserem Platz holen.
Sie nannte dann ihren Namen, Ilse G. aus Stuttgart und erzählte dann in ihrem schwäb. Dialekt aus ihrem
Leben. Schon in früheren Jahren kam sie jedes Jahr mit ihrem Mann auf den CP in Maussane. Ihr verst. Mann, Kurt hieß er, war früher im Ministerium unter Lothar Späth beschäftigt gewesen. Auch als sie Witwe geworden
War, kam sie jedes Jahr nach Maussane und blieb dort Monate bis zum Herbst. Zunächst immer mit ihrem
Mercedes und dem Wohnwagen. Doch seit Mitte der 80iger Jahre ließ sie den Wohnwagen in Maussane stehen.
Im Herbst wurde der Wohnwagen dann in einer Scheune untergestellt und ließ ihn dann wieder ab Mai j. Jahres auf „ihren“ Platz Nr. 99 hinbringen. Diesen Platz hatte sie immer als reserviert gemeldet. Nie stand ein anderer
Wohnwagen dort, wenn sie aus Stuttgart nach Maussane kam. Den Sonnenschutz vor ihrem Wohnwagen hatte
man ihr wohl im Mai 95 nicht richtig befestigt. Vielleicht hatte auch der Mistral etwas nachgeholfen. Jetzt war
es wieder in Ordnung.

Für den nächsten Tag lud sie uns zu einer Autofahrt ein. Wollte sich auf einem Weingut mit Wein eindecken, für ihre Erdbeerbowle, wenn etwas übrig blieb. Holte immer 5 ltr. Rosé und füllte den Wein dannn Flaschen ab. Der Rest von 5 Flaschen a 0,75 ltr war dann für die Bowle bestimmt, Diesen Rest nannte Ilse dann: Überschank. Genau diese Ausdruck wählte sie. :)

Wie gesagt, für den 1. Juni sollte die Fahrt stattfinden, haben uns aber für den 2. Juni entschieden, denn einen Tag wollte ich erst einmal ausruhen und nichts unternehmen, lediglich einen Stadtbummel machen. Diese
Formulierung ist natürlich Unsinn, denn in Maussane gibt es nur eine Straße, auf denen die Geschäfte sind, u.z.
die Avenue la Vallée des Baux. In den Seitenstraßen gibt es Restaurants bzw. Hotels. Aber alles was man baraucht findet man auf dieser Straße: Marktplatz, Obstgeschäfte, Bäckereien, 1 Metzger, Zeitschriften, Zigaretten, Postkarten usw. Nicht zu vergessen: 2 Straßenkneipen ( Cafe du Centre und Cafe de la Fontaine ),
Es war immer ein Vergnügen dort zu sitzen , bei einem Bier, einem 51er oder einem „kleinen Schwarzen“ und
dem Treiben zuzusehen.

Also es blieb dann für die Fahrt am Freitag, der noch einige Überraschungen zu bieten hatte.


mk9

evtl. Schreibfehler sind nicht beabsichtigt, war zu sehr mit meinen Gedanken in Frankreich

Aretousa am 17 Apr 2009 14:41:28

Die weißen Dinger wurden ungefragt serviert- hätte ich auch drauf verzichten können. :wink:

-bezog sich auf Als Bemerkung- sorry Manfred.......

Veloman am 17 Apr 2009 14:44:40

Salut Manfred,

es freut mich, dass du meine Anmerkungen nicht als Kritik verstanden hast. So waren sie auch wirklich nicht gemeint, zumal meine eigenen Ess- und Trinkgewohnheiten sicher nicht so anders sind. Ich bin eben auch von der deutschen Tradition geprägt (in Westfalen aufgewachsen, aber seit 45 Jahren in Freiburg wohnend) und weiß, wie viele hier, viele französische Dinge schätzen - und manche auch nicht.

Ich lese auch mit Vergnügen deine historischen Reiseberichte, zumal ich darin einiges aus meiner eigenen Geschichte wiederfinde. Etliche Urlaube (in Ferienwohnungen, bei Freunden, mit PKW + Campingkram, drei Generationen VW-Busse, jetzt mit komfortablerem Wohnmobil), auch als reine Wander- (GR20) und Fahrradunternehmungen (Routes des Grandes Alpes, Cerbère-Hendaye) - da kommt einiges zusammen.

Was mich nur manchmal stört, ist das flotte Aufjubeln bei der Formel "Baguette+Rotwein+Käse". Frankreich ist so viel nuancenreicher und vielfältiger, als dass man ihm mit diesem Stereoptyp gerecht werden könnte. Franzosen würden niemals Brot mümmeln und dazu Rotwein trinken - nicht mal die Penner, denn die machen das ohne Brot ab.

Die Bemerkung von Al, "wie und was ist egal, hauptsache lecker", kann ich allerdings gar nicht nachvollziehen. Das "Was" muss stimmen ["Wenn schon Musik, dann gute!" sagt der Dichter], egal ob es sich um Wein, Brot, Käse, Gemüse, Fleisch, Meeresgetier oder die von mir sehr geschätzten Andouillettes handelt. Wenn dann auch noch das "Wie" gelingt (ordentliche Zubereitung, geschmackvolles Servieren, sympathische Mitesser), steht dem Genuss nichts mehr im Wege. Und dazu muss man sich zum Glück auch durchaus nicht immer in Frankreich befinden.

A+

al am 17 Apr 2009 14:56:27

@veloman

damit meinte ich zb. das ein cidre nicht unbedingt in einer dünnwandigen teetasse serviert werden muss, um zu schmecken.

mk9 am 17 Apr 2009 14:58:49

Hallo al: die weißen Dinger schmecken aber auch beim RICARD

Hallo Lena: und wo bleibt das 3. Glas mit der "Löwenmilch" für
mich, wie die Türken zu ihrem RAKI sagen :?: :D

An dem Tisch hätte ich auch gerne gesessen, aber niemand läd mich ein :roll:


Manfred

Aretousa am 17 Apr 2009 15:02:12

Sollten wir uns mal über den Weg laufen, lieber Manfred- in der Garage unseres Wohnmobils steht immer ne Literflasche und Eis und/oder kaltes Wasser gibt es im Kühlschrank........
L.G.
Lena :wink:

Gast am 17 Apr 2009 16:56:43

Hallo Manfred,

toller Bericht und tolle Bilder :respekt: :respekt: :respekt:

das macht Lust auf meeeeeeeehr :francais:


PS.Bin zwar Pfälzer und denke bei uns gibt es einige gute Tröpfchen aber mit der Weintemperatur kenne ich mich nicht aus den ich sage immer:Hauptsache das Bier ist schön kalt,egal wo. :kette:

mk9 am 17 Apr 2009 16:59:57

Hallo Lena,

wenn`s der Zufall so will: ich nehme die Einladung an.

L. G.
Manfrred

mk9 am 17 Apr 2009 17:13:57

Hallo Oliver,

da ich genügend Wein zu Hause habe nehme ich selbstverständlich
meinen Moselwein ( aus dem Weingut meiner Schwester ) mit nach
Frankreich. Natürlich wird auch Wein aus der Region getrunken, in der
wir unseren Urlaub verbringen.

Achte natürlich auf die Weintemperatur, die auf den Flasche vorgesehen ist. Ein wenig kenne ich mich darin aus. Aber so tierisch ernst nehme ich
das nicht. Und auch Bekanntschaften auf dem CP haben nichts gegen ein
holland. oder belg. Bier, was ich immer dabei habe, für den großen Durst. :D


mk9 ( manfred )

mk9 am 17 Apr 2009 17:23:41

Fortsetzung meines Berichtes

FRANKREICH 1995 Maussane les Alpilles
Donnerstag, den 1. Juni

Nach einer ruhigen Nacht, ab 22.00 Uhr herrscht Ruhe auf dem CP, was ich auch sehr angenehm finde, war für mich um 7.00 Uhr der Schlaf vorbei. Geduscht , rasiert und „fein“ gemacht bin ich dann zum Ort mit dem Fahrrad gefahren, ein Baguette und 4 „Krassonns“ (Croissants) sowie 1 „La Provençal“ gekauft, will ja wissen, was in der Region los ist und wie das Wetter für die nächsten Tage werden wird.

Am Cafe de la Fontaine saßen schon ein paar Touristen und tranken ihren Cafe au lait, oder sollten die schon vor
dem Frühstück schon einen Pastis bestellt haben. Zuzutrauen wäre es schon, wer weiß, ob deren bessere Hälfte
schon im WOMO oder Wohnwagen den Kaffeetisch gedeckt hatten. Um ehrlich zu sein, ein Ricard hätte ich schon so früh am Morgen vertragen. Aber den genehmigen wir uns später, wenn wir eingekauft haben.

Zurück zum CP war der Tisch gedeckt, allerdings im WOMO, draußen war es noch ziemlich kühl. Kaffee duftete schon als ich die Tür zum WOMO aufmachte , Marmelade, Käse ( Schnittkäse aus Holland –war im Kühlschrank- ) 2 Eier (mit Warmhaltehütchen ! Hallo, wer lacht denn da ? Viel schlimmer sind die wackelnden
Dackel oder die bestickten Toilettenrollen auf einer Ablage im PKW. Gut, war früher so, heute nicht mehr. Jetzt liest man auf den Heckfenstern: ACHTUNG: Baby an Bord und hört bei diesen Fahrzeugen nur ein dummes
Dröhnen und Hämmern aus den Heckboxen, da sind doch die gehäkelten Warmhaltehütchen einfach schöner.

Es wurde gemütlich gefrühstückt, meine Frau ging sich duschen und ich habe dann im WOMO die gelüfteten
Kissen und Decken verstaut, und wie das so üblich ist, das Frühstücksgeschirr gespült und alles wieder an Ort und Stelle gelegt. Jetzt konnte der 1. autofreie Tag beginnen. Jetzt blieb unser Peugeot bis zum Urlaubsende in Maussane stehen. Vom Ort konnte man nach ARLES, SALON oder AIX fahren. Brauchten uns keine Sorge um
einen sicheren Parkplatz zu machen. Mal sehen, wie es morgen mit Ilse und ihrem Mercedes wird.

Haben dann am Nachmittag nur eine Kleinigkeit gegessen ( im Cafe du Centre ) und sind mit den Fahrrädern
ins Hinterland gefahren.

Jetzt ein paar Bilder vom kleinen Ausflug mit dem Fahrrad.



mk9

Fortsetzung 2. Juni 1995 folgt

mk9 am 17 Apr 2009 22:27:02

So, nun eht es weiter mit meinem Reisebericht.

FRANKREICH 1995 Maussane les Alpilles

Freitag, den 2. Juni 1995

Heute war der Tag, an dem uns Ilse zum Weingut wollte. Dort hatte sie schon früher immer ihren Weinvorrat geholt. Der Name des Weingutes, mit biologisch angebauten Wein war uns zwar bekannt, wußten aber nicht, wie man dahin kam. Aber Ilse kannte den Weg, sagte sie jedenfalls. Gegen 9.00
gingen wir zu Ilse`s Platz 99 ( sie sagte immer dazu: NEUF – NEUF, sprach sich schneller als die
richtige Benennung in franz. Sprache ).

Ich nahm auf auf der Beifahrerseite ein. Meine Frau nahm im Fond Platz. Ortsausgang Richtung
Mouries ging es auf die D 78 in die „Botanik“. Weit und breit kein Anwesen. Landschaftlich sehr schön aber auch sehr verlassene Gegend. Na gut, Ilse weiß ja Bescheid.

Aber sie fand den richtigen Weg nicht mehr. Auf einem Seitenweg gelangten wir in einen Wald mit
einem kleinen Haus. Als wir dort unter Bäumen standen kam ein Bewohner und war von unserem „Besuch“ doch etwas irritiert. Aber Ilse hatte keine Probleme und sagte nur den Namen des Weingutes. Er zeigte nur auf den Weg zurück, dann rechts und dann wieder links. Verstanden. Aber
Ilse wollte nicht mehr selbst fahren, also war ich der Chauffeur. Ich hatte aber auch das Wort, das der
Mann sagte, le Destet, verstanden. Haben dann auch das Wingut gefunden. Ilse war glücklich, dass sie ihren Wein bekam., abgefüllt in einen Plastikkanister, direkt von einem riesigen Behälter.

Nun mag man denken was man will. Üblicherweise bekam man in Maussane, vielleicht auch in anderen Stadten, an Marktagen ebenfalls 5 ltr. Plastikbehälter mit Wein abgefüllt. Im Grunde genommen war der Wein zum baldigen Verzehr bestimmt und wurde von den Käufern nicht gelagert.
( Einige Jahre später waren wir ebenfalls mal dort, und sahen, wie riesige Tankwagen mit Wein gefüllt wurden, z.Teil LKW `s aus England und Dänemark !!! ) Leider ist die Internetanschrift nur auf englisch und französisch im Netz. Wer will kann ja mal nachsehen unter: --> Link
Ist schon eine interessante Seite oder unter google: Mas de Gourgonnier

Sind dann aber umgehend wieder zum CP zurück und haben erst einmal den Wein in Flaschen umgefüllt. Ein Überschank war natürlich für die Erdbeerbowle vorhanden und für den Abend vorge-
sehen.

Nachdem dies soweit geregelt war, wollte Ilse was von der Umgebung sehen und war froh, dass ich
fahren würde. Für uns war es eine gute Gelegenheit, die Umgebung näher kennen zu lernen. Ich nahm dann aber meinen Michelin-Atlas zur Sicherheit mit. Ilse wollte unbedingt nach St. Remy. Auf der Hinfahrt waren wir von Cavaillon zwar durch die Stadt gekommen, hatten aber dort nicht angehalten. Für Ilse war es einfach schön, einmal gefahren zu werden und für uns einfacher als mit
dem WOMO. Wer nun St. Remy kennt, weiß, dass es nicht so einfach ist, mit dem WOMO einen
Platz zu bekommen. Die waren oft besetzt, zumal zum Wochenende hin. Mit dem PKW war es schon einfacher. Ortseingang, aus Maussane kommend, haben wir den Wagen abgestellt und die wenigen Meter bis zur Hauptstr. gegangen. Dort fanden wir in einem Straßencafe auch noch Platz. Dieses Lokal scheint in St. Remy zum „man muß dort gewesen sein „ gehören. Nach dem Motto: „Sehen, und gesehen werden“. Im Schatten sitzend erzählte uns Ilse aus ihrem Leben und ihren Erlebnissen.
Spannend und lustig war es. Sie genoss es, wieder einmal etwas anderes zu sehen als nur den CP
und Maussane. Irgendwie fühlte sie sich doch sehr einsam. Ihr Mann war tot und ihr Sohn war auch früh gestorben. Sie hatte wohl Bekannte, die aber andere Interessen hatten und ihr zu altmodisch
schienen. Ilse war selbst schon 80 Jahre, aber sehr unternehmungslustig. Und irgendwie schien die
„Chemie“ zwischen ihr und uns zu stimmen. Das hat sie uns 1997, als wir uns in Maussane zu letzten Mal auf dem CP getroffen haben auch gesagt. Aber darauf komme ich später noch einmal zurück.
Ilse war eine bemerkenswerte und wunderbare Frau, die wir beide kennen gelernt haben.

Jetzt aber einige Fotos vom Ausflug nach St. Remy und Paradou, einem kleinen Ort westl von Maussane.




Manfred

Gator am 18 Apr 2009 01:40:08

mk9 hat geschrieben:Donnerstag, den 1. Juni

Nach einer ruhigen Nacht, ab 22.00 Uhr herrscht Ruhe auf dem CP, was ich auch sehr angenehm finde, war für mich um 7.00 Uhr der Schlaf vorbei. Geduscht , rasiert und „fein“ gemacht bin ich dann zum Ort mit dem Fahrrad gefahren, ein Baguette und 4 „Krassonns“ (Croissants) sowie 1 „La Provençal“ gekauft


Hallo Manfred,
jetzt muss ich doch mal nachfragen, hast Du ein so gutes Gedächnis oder hast Du damals selbst solche Kleinigkeiten aufgeschrieben?

Jedenfalls imponiert mich dies. :respekt:

Ich kann mich an unseren Urlauben immer nur an die großen oder bedeutsamen Ereignisse erinnern.

Mach aber bitte weiter.



Uwe

mk9 am 18 Apr 2009 12:18:25

Frankreich 1995


Hallo Uwe,

zunächst mal danke dafür, daß auch Du / Ihr meinen Bericht gelesen habt.

Deine Fragen kann ich nicht in einem Satz beantworten. Somit gehe ich der Reihe nach vor:

Hatte bei unseren Reisen immer einen kleinen Taschenkalender dabei. Dort vermerkte meine
Frau immer die Straßenbezeichnungen ( entw. RN oder Dep.-Str. ) nach Angaben von mir.
Zahlen spielten in meinem Leben immer eine große Rolle (berufsbedingt) aber die konnte ich mir
nie so gut merken. Dafür hat meine Frau ein ausgezeichnetes Zahlengedächtnis.

Dafür funktioniert mein Langzeitgedächtnis um so besser, noch, und hoffentlich noch lange.

Wahrscheinlich ist es bei mir so, daß sich das Wesentliche besser gespeichert hat als das Zweitrangige

Wenn ich mir die Bilder aus den Alben ansehe brauche ich erst gar nicht lange zu überlegen. wo wir da gewesen sind und verbinde dies mit entspr. Gegebenheiten / Vorgänge
.
Vielleicht habe ich auch ein gut funktionierendes, fotograf. Gedächtnis und sehe dann beim
schreiben des Berichtes wieder diese Ereignisse, die mir aufgefallen sind. Manchmal sind es nur
Kleinigkeiten die ich dann behalten habe, weil sie nicht immer alltäglich sind. Nehme bewußt viele
Einzelheiten durch intensive Beobachtung auf.

Weiterhin kann ich mich an viele Gespräche von Personen erinnern, die mir etwas bedeuteten, insbesondere an Gesprächen von Ilse, unserer Urlaubsbekanntschaft in Maussane, gut erinnern

Vielfach habe ich im Album km-Angaben, Verbrauchswerte des WOMO`s, Mautgebühren An- und
Abfahrtszeiten ( also Zahlen ) nach dem Urlaub ins Album übertragen und in den Berichten vermerkt.
Aber Gegebenheiten sind in meinem Gedächtnis geblieben.

Ich habe mich bei meinem 1. Bericht auch überlegt, soll ich das so mitteilen oder nur eine kurze
Info zu den Bildern abgeben. Sind meine Ausführungen nicht zu weit gefaßt und stößt es überhaupt auf Interesse ? Sind die Bericht nicht zu lang ?. Meine Tochter hat mir, nachdem ich sie mal gefragt habe, gesagt: „ Schreibe keine Romane, das wirkt zu langatmig, fasse dich kurz . Könnte für die Leser
zu langweilig werden“ . „ Könnte wahr sein “, habe ich geantwortet . Dennoch habe vertrat ich die Auffassung vertreten: „ Entweder man liest meinen Bericht oder auch nicht, ist jedem überlassen, denn es soll ja ein Bericht werden. Ich befinde mich ja nicht in einem Chat mit anderen Usern “.

Ja Uwe, jetzt habe ich wieder viel geschrieben, aber so bin ich halt eben.

Ein schönes Wochenende, Dir und Deiner Frau


Manfred

Beduin am 18 Apr 2009 12:53:26

Ach Manfred, mach dir doch nicht immer so viele Gedanken :)
Deine Reiseberichte sind doch super :!: und wem deine Texte zu lange sind, der überfliegt sie einfach und hat Spass nur an den Bildern.

Du machst das schon richtig so :)

mk9 am 18 Apr 2009 13:40:54

Frankreich 1995

Maussane les Alpilles, 3. Juni und 4. Juni 1995 „ Fête Saint Eloi „

Wie üblich traf man sich jeden Morgen auf dem CP. Meine Frau lud Ilse dann zum Mittag zum Fondue ein als Gegenleistung für die Fahrt nach St. Remy und Paradou, wo sie uns zum Eis essen eingeladen
hatte. War reichlich kühl an diesem Vormittag. Erst gegen Nachmittag wurde es dann wärmer, als wir zum Dorf gingen um uns das Fest ( Saint. Eloi ) , Schutzpatron der Schmiedezunft, anzusehen.
In jedem Jahr wird dieses Fest in Maussane und bereits jeweils Ende Mai bis in den September hinein zu unterschiedlich Wochenenden in verschiedenen Ortschaften gefeiert.

Auf dem Marktplatz und auf der Hauptstr., die für den Umzug und für die Veranstaltung gesperrt war,
waren unzählige Zuschauer. Eine besondere Attraktion ist dann am Sonntag, wenn der Umzug mit
prächtig geschmückten Pferden durch den Ort geführt werden.; zum Ende in einem wahnsinnigen Tempo. Daneben ist, besonders für die jungen Dorfbewohner, das Einfangen eines Stieres aus der
Camargue ein besonderes Spektakel. Weit gesitteter ist der Auftritt der schönen Damen in histor. Kostümen mit Musikkapelle ein Augenschmaus. 1997 war für Maussane ein besonderer Tag anl. des Eligiusfestes ( Sainte Eloi ). Im Juni 1997 bekam Maussane des Besuch : „ la Reine d`Arles „ mit ihren Hofdamen in historischen Gewändern.

Nun einige Bilder vom 3. Juni und 4. Juni ( Olivenfest )


mk9

mk9 am 18 Apr 2009 13:51:38

noch ein paar Bilder vom 3 und 4. Juni


mk9

Aretousa am 18 Apr 2009 15:04:27

Hör nur auf, dir Gedanken wegen deiner Romane zu machen. Noch ist keine Hauptreisezeit und damit die beste Gelegenheit sich Romanen zu widmen. Schreib weiter wie es dir gefällt- ich lese es seeeeehr gerne.
L.G.
Lena

Gast am 18 Apr 2009 15:40:26

Ich auch!!!!!!!!!
:kette:

mk9 am 19 Apr 2009 12:18:54

FRANKREICH 1995

Busfahrt nach AIX en Provence

Für den 6. Juni hatten wir eine Tagestour nach Aix geplant und standen um 14.00 Uhr
Am Cafe de la Fontaine an der Haltestelle. Da der Bus laut Fahrplan erst gegen 14.20 Uhr
abfuhr, bot sich die Gelegenheit, zuvor noch einen Kaffee zu trinken.

Pünktlich kam der CARTREIZE, also der Bus aus Arles mit Endstation in Aix. Die vorgenannte
Bezeichnung führt diese Buslinie nun einmal, hergerührt aus der Zahl 13 ( treize ) für das
Departement 13 – Bouches du Rhone- auch Kennzeichen auf den Autos aus dieser Region.

Pro Person war der Fahrpreis von 53 FF also 106 FF zu zahlen. Schon ein stolzer Preis für die Hinfahrt. Mit dem Wohnmobil wäre es zwar auch gegangen, aber die Fahrt hätte Benzin und
Parkgebühren gekostet und schneller war es mit dem Bus ohnehin. Aber umgerechnet waren
es doch ca. 16 € für die Hinfahrt , und derselbe Betrag für die Rückfahrt. Aber was soll`s. Es waren
schließlich ca. 140 km hin und zurück.

Als wir 2005 von Maussane nach Salon de Provence mit dem Bus gefahren sind, hat uns die Hin-
fahrt für 2 Personen auch 5,20 € gekostet ( ca. 30 km ). Bei der Rückfahrt von Salon nach Maussane
brauchten wir allerdings nur 2 x 1 € zahlen. Grund: der Busfahrer fragte uns, ob wir Rentner seien.
Natürlich, es war ja auch so. Wollte meinen Personalausweis zeigen, er winkte aber ab. So preiswert
kann es sein, wenn man Rentner ist. Ob das überall so geregelt ist, kann ich nicht sagen. Die Fahr-
scheine habe ich aufbewahrt. Dies nur nebenbei erwähnt.: falls jemand in Frankreich als Rentner eine
Busfahrt unternimmt, sollte er nach einem TICKET REDUIT pour retraité fragen. Diese Regelung
Kann regional sicherlich unterschiedlich gehandhabt werden. Wir wissen in jedem Fall für die Zukunft
Bescheid.
Und weil der Busfahrer so freundlich war, hat er ein Trinkgeld von 2 € bekommen, das war mir die
Freundlichkeit wert.

So nun ein paar Bilder von AIX de Prce. Unsere Fahrt war natürlich auch gedacht, um mit Ilse einige
Tage später eine gemeinsame Tour nach Aix zu unternehmen. Alleine wäre sie ohnehin nicht
Gefahren. Aber davon später.

und schönen Sonntag
wünscht Euch

mk9 ( Manfred )

mk9 am 19 Apr 2009 12:22:37

noch ein paar Bilder vom 6. Juni 1995 in AIX


mk9

uschi-s am 19 Apr 2009 13:11:19

Hallo Manfred, ich warte immer auf die Fortsetzung Deiner Berichte, die sich besser lesen als so mancher Roman und informativer sind als so mancher Bildband. Bleibe Deiner Art zu schreiben auf jeden Fall treu, nur so ist es authentisch.

In der Hoffnung auf noch viele schöne Berichte sonntägliche aus Münster

mk9 am 19 Apr 2009 13:54:15

Hallo uschi-s,

zunächst viele nach Münster.
Es freut mich sehr, wenn die Art meiner berichterstattung Anklang findet.
Bin kein Meister des geschliffenen Wortes. Vielmehr bringe ich das zum Ausdruck, wie wir, also meine Frau und ich, diesen `95 - Urlaub erlebt
haben.

Dennoch denke ich manchmal mit aufkommenden emotionellen Empfindugen an unsere Urlaubsbekanntschaft, Ilse aus Stuttgart, zurück.
Aber davon später.

Jetzt scanne ich noch Bilder für die Fortsetzung.



Manfred ( mk9 )

mk9 am 19 Apr 2009 16:11:46

FRANKREICH 1995

Maussane, den 7. Juni ( Ausflug nach GORDES )


Am Abend des 6. Juni berichteten wir Ilse von unserer Busfahrt nach AIX und versprachen ihr, dass
wir, bevor wir unsere Rückreise wieder antreten würden, mit ihr nach AIX zum Markttag zu fahren.

An ihrem Wohnwagen sitzend, Ilse hatte aus dem „Überschank“ natürlich eine Erdbeerbowle zube-
reitet, erzählte sie weitere Erlebnisse aus verg. Jahren. So berichtete sie aus ihren Erlebnissen auf
einer Reise mit einem ROTEL – Bus in Australien und von noch so vielen Unternehmungen.

Sei Jahren fuhr sie, wie ich bereits in einem Teil meines Berichtes erwähnt hatte, jedes Jahr mit ihrem Mercedes von Stuttgart nach Maussane. Übernachtet wurde immer in einem Hotel in Beaune, weil sie
dies auch immer mit ihrem verst. Mann auf früheren Reisen nach Maussane so gehandhabt hatten. Durch Lyon, also dem Stadttunnel, ging es dann die letzte Strecke über Arles nach Maussane. Soweit
war ja auch alles vernünftig und zu verstehen.

Und dann kam der Hammer: in diesem Jahr, also 1995, hatte sie bei ihrem Händler eine neue 11kg
Gasflasche gekauft. Er, der Händler, hatte die Flasche in ihren Mercedes hinter dem Fahrersitz gelegt.
Sicherlich war er davon ausgegangen, dass die Gasflasche in den Wohnwagen kam. War auch sicherlich der Annahme, dass der Wohnwagen in Stuttgart stand.

Nein, der Wohnwagen stand ja seit Jahren in Maussane. Ilse ist also die Strecke von Stuttgart in die Provence mit dieser „ Zeitbombe“ hinter dem Fahrersitz unbekümmert nach Beaune gefahren, dort
übernachtet, und seelenruhig auch durch den Tunnel in Lyon gefahren.

Nach dem wir sie auf dieses Risiko mal hingewiesen hatten, kam die Antwort ( sinngemäß ), dass ihr
der Händler doch selbst die Flasche in den Wagen gestellt hätte. Aber eine solche Fracht würde sie
aber künftig nicht mehr in ihrem Wagen unterbringen, hat sie uns versprochen.

Wenn sie so alleine unterwegs mit ihrem Mercedes war, so erzählte sie weiter, schaute sie oft nach oben und sagte: „ Kurt, siehst du mich ? „

Mittlerweile wurde es schon dunkel und Zeit, sich zur Nachtruhe zu begeben. Für den nächsten Tag war ja die Fahrt nach GORDES geplant.

Jetzt einige Bilder von GORDES. Diese Bilder sind sicherlich vielen Frankreichurlaubern gut bekannt.



Manfred ( mk9 )

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Guédelon
Verdon Schlucht mit dem Roller ?
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt