Nasenbär am 14 Apr 2009 21:28:07 Hallo,
unser Kreos hat ein GFK-Dach bei dem die Oberfläche aussieht, als sei sie ganz ohne Oberflächenschutz, zB durch durch Lack. Die Oberfläche ist ganz rauh und stumpf.
Birgt das auf Dauer nicht die Gefahr, porös, brüchig und undicht zu werden?
Ich wollte das Dach mal polieren und wachsen, was aber auf Grund der Beschaffenheit ein sinnloses Unterfangen zu sein scheint. Oder wird der Oberflächenzustand nur deshalb so sein, weil noch nie was dran gemacht wurde?
Der Alkoven dagegen hat eine Lackierung oder so - jedenfalls eine glatte Oberfläche....
Der Laikahändler meint, das wäre ganz normal so, wie es ist.
Und was meinen die Experten?
Alpencamper am 14 Apr 2009 21:37:36 Kann ich leider auch nichts zu sagen. Da ich aber heute fünf Stunden :eek: unser WoMo geschrubbt habe, habe ich mich auch über das stumpfe GFK-Dach gewundert.
Ich hänge mich an die Fragen einfach mal ran.
muserle am 14 Apr 2009 21:45:58 ist Stand der Technik. Moderne Omnibusse haben ebenso "nur" GFK-Bahnen als Dachbeplankung obendrauf. Früher war da mal verzinktes Stahlblech verbaut, aber aus Gewichts-und Fertigungsgründen (kleben) hat man da Anfang der 90er Jahre umgestellt. Probleme weitgehend unbekannt.
Eura665HS am 14 Apr 2009 21:51:06 Das was du beschreibst, nennt man glaub ich Auskreidung. Ich glaub da kann man mit ner Politur was machen. Mein Dach war - bevor es gewechselt wurde - im Alter von drei Jahren auch matt und beim Polieren konnte man weissen Abrieb abpolieren (obwohl die Politur keine abrasiven Bestandteile hatte).
Vielleicht sagen die GFK Spezialisten noch was dazu...
andwein am 15 Apr 2009 11:07:03 Hallo @Nasenbär, hallo GFK User,
wenn GFK nicht mit einem UV-beständigen "Gelcoat" versiegelt wird, wird es stumpf, weil der UV-Anteil/Regenrückstände das Harz angreifen.
Das Dumme bei GFK ist, dass man die Stärke der Gelcoatschicht nicht sehen/messen kann.
Eventuell muß ??? man die Gelcoatschicht nach ein paar Jahren erneuern, hängt aber stark von Standplatz und Sonneneinstrahlung ab.
Wenn die GFK/Gelcoatfläche stumpf wird sollte man sie auspolieren, da sich ansonsten die Regenrückstände (Heizungsruß etc.) richtig festsetzen können.
Alles was ich geschrieben habe sind eigene Erfahrungen aus dem GFK-Surfbrettbau und deren Benutzung. Nur der Sand fehlt bei den Womo-Dächern.
Andreas
Alpencamper am 15 Apr 2009 11:28:32 andwein hat geschrieben:... Wenn die GFK/Gelcoatfläche stumpf wird sollte man sie auspolieren...
Guten Morgen,
gibt es für dieses Unterfangen ein "Zaubermittelchen" ?
Nasenbär am 15 Apr 2009 11:33:26 Moin,
danke für eure Meldungen. :)
Polieren ist wegen der ganzen Aufbauten wie Reling, Schüssel, Solar usw. ganz schwierig bis fast unmöglich.
Ist das mehr ein optisches Problem oder kann auf Dauer das GFK zerstört werden? Im ersten Fall sieht es ja keiner und ich könnte es so lassen. Aber wenn das Material brüchig werden kann, sollte ich doch was Vorbeugendes machen.
andwein am 15 Apr 2009 13:44:41 Hallo @Alpencamper, hallo @Nasenbär,
Zaubermittelchen hat jeder Bootsbauer, auch die Autolackierer haben Iihre Mittel. Es ist am einfachsten dort mal nachzufragen. Polieren gut mit der Borhrmaschine und dem entsprechenden Aufsatz bei kleiner Drehzahl.
Die Frage bei den Wohnmobilen ist immer
Farbiger Gelcoat oder Oberfläche lackiert ??.
Ist es Lack, dann ist er stumpf, kann aber muss nicht poliert werden. Es ist nur eine Frage der Schönheit.
Ist es farbiges Gelcoat und ist das/der ? Gelcoat älter oder schon rissig dann sollte eine neue Schicht zur Versiegelung aufgebracht werden. Ansonsten kann Wasser in die Glasfasermatten des GFK eindringen und mit Hitze/Frost kriegt das ganze Zeugs dann Beulen.
@Nasenbär, das Womo im Profil sieht noch neuer aus, warscheinlich ist dein Thema eher optischer Natur.
Andreas
Nasenbär am 15 Apr 2009 14:22:40 Hier mal ein Ausschnitt eines Fotos vom Dach.
Wenn man genau hinschaut, sieht man kreuzweise was durchschimmern oder es ist die Oberfläche von der Herstellung so leicht gemustert. K.A....
Polieren mit der Maschine kann man aus Platzgründen wohl vergessen....
Es ist vieleicht besser, ich fahre mal zu einem Lackierer.
Edit:
Gerade hab ich mit dem Laikahändler in Syke telefoniert. Der meint, die Oberfläche wäre eine Gelcoatschicht. Damit hätte es noch nie Probleme gegeben. Laika baut das schon ewig so. Ich brauchte zwingend gar nichts zu machen. Wenn mich die Oberfläche stören würde, könnte ich ja mit einer Rolle Farbe aufbringen. Das hätte ein Kunde von ihm schon mal gemacht. Er sprach auch ohne Nachfrage meinerseits das von mir erwähnte Muster an, welches da durchschimmert.
Der sollte es ja wissen...
Bergbewohner1 am 15 Apr 2009 18:46:59 Hallo Heinz, schau mal hier:
--> Link
Nasenbär am 15 Apr 2009 19:07:24 Hallo Werner, den Thread habe ich heute auch schon verlinkt. Ist sehr interessant.:)
Ging mir ja mehr um die Oberflächenart und Folgeschäden bei meinem Womo.
andwein am 16 Apr 2009 11:24:14 Hallo @Nasenbär,
dein Dach ist wirklich ganz schön voll, da läßt sich kaum effektiv arbeiten.
Ich glaube du vertraust besser dem Laika Händler, den sonst mußt du abbauen und ob das die bessere Lösung ist bezweifle ich. Die Teile sind ja z.T. geklebt.
Aber eine Frage hätte ich zu dem letzten Bild: Was sind den das für "niederlegbare" Stäbe vorne links und hinten rechts ??
Andreas
mauimeyer am 16 Apr 2009 11:35:19 Ich denke, hinten rechts ist eine WLAN-Antenne, siehe auch hier:
--> Link
Nasenbär am 16 Apr 2009 13:06:16 Der weiße Stab auf dem Bild vorne rechts (Fahrtrichtung links ;) ) ist die runter geklappte WLAN Antenne.
In Fahrtrichtung hinten rechts ist einmal die Kabeleinführung der Schüssel und Bögen für die Tankentlüftung.
Das Problem mit der Osmose bei unbehandelter/ungepflegter Gelcoatschicht betrifft hauptsächlich wohl nur Teile von Booten, die ständig unter Wasser sind. Beim Womo dann wohl eher weniger.
Beim Polieren muss man auch vorsichtig zu Werke gehen, weil man die dünne Schicht damit noch weiter abträgt.
Bergbewohner1 am 16 Apr 2009 18:49:51 Nasenbär hat geschrieben:Das Problem mit der Osmose bei unbehandelter/ungepflegter Gelcoatschicht betrifft hauptsächlich wohl nur Teile von Booten, die ständig unter Wasser sind. Beim Womo dann wohl eher weniger. Beim Polieren muss man auch vorsichtig zu Werke gehen, weil man die dünne Schicht damit noch weiter abträgt.
Da muß ich dir leider Widersprechen. Bei meinem ersten Karmann war Wasser in die Gelcoatschicht eingedrungen und die löste sich dann auf.
Wenn Du das Dach nicht pflegst, also versiegelst, auch wenn Du es nicht unbedingt danach aus zupolieren brauchst, altert es vorzeitig.
Die UV Einwirkung macht es nicht nur unansehlich, die "zersetzt" auch das GFK/Gelcoat.
Da wirst Du dich schon mal aufs Dach legen müssen.
Polieren sollst Du natürlich den aufgetragenen Wachs und nicht unbedingt das Dach.
Zwischen Politur und Wachs mit Teflon ist ein großer Unterschied.
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