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Reisebericht: BRETAGNE
Vorwort: Nachdem so viele neue Berichte von Bretagne - Reisen im Netz erschienen sind, will ich doch einmal auch von unserer Reise berichten. Im Jahre 1993 waren meine Frau und ich in CARNAC und sind später bis la ROCHELLE gefahren. Über die Brücke ging es dann auf die Ile de Ré. Aber dieser Hinweis hat mit meinem heutigen Bericht nur damit zu tun, dass wir unserer Tochter von Carnac erzählten. Das wollte sie unbedingt sehen. Aber erst 1995 ging ihr Wunsch in Erfüllung, als ich ihr sagte, dass wir zwei mal in die Bretagne fahren würden. Nun zum 1. Bericht unserer Reise 1995 Am Samstag, den 02. Sept. 1995 ging es dann um 06.45 Uhr los. Über Roermond ( NL ) nach Belgien Richtung Brüssel. Hinter Mons ( B ) ging es dann Richtung Valenciennes nach Frankreich. Am Grenzübergang nach Frankreich wunderten wir uns zunächst über die Anzahl der Gendarmerie National und der CRS und fragten uns nach dem Zweck der Einreise und Urlaubsziel. Mag jetzt Erstaunen versetzen, was die Fragerei anbetraf. Mir war aber schon klar, warum es ging. Ich sagte unsere Reiseroute: um Paris herum und dann Richtung le Mans bzw. Rennes und später zur Atlantikküste. Wer sich an die Unruhen August / Sept.1995 in Paris erinnert, kann sich denken, dass man wissen wollte, ob wir in Paris auch randalieren wollten. Fahrzeug umrundet, Blick in den geöffneten Wagen geworfen und dann: bon Voyage. Um Paris herum, wie immer, sehr dichter Verkehr, und es war ja auch ein Samstag. Südlich von Paris die Abfahrt zur A 6 und A 10 genommen und auf der A 10 Richtung le Mans. In Neuville sur Sarthe kannte ich den Campingplatz. Das Bild vom CP habe ich aus dem Album Herbst 1993 entnommen, hat sich aber bis 1995 daran nichts geändert. Jetzt erst einmal ein Anruf an meine Frau, damit sie beruhigt war und alles gut verlaufen ist. Fortsetzung folgt Manfred ( mk9 ) Schön das du dir wieder die Arbeit machst :) Ich freu mich auch :)
Da waren wir ja erst im Juli ........ :wink: ...umgekehrt allerdings ...in La Rochelle haben wir angefangen... Reisebericht: BRETAGNE 1995 2. Bericht Am Tag der Ankunft, 02.09. wurde die Übernachtung sofort bezahlt, was ja auch üblich ist, wenn man nicht länger verweilen möchte. Somit konnten wir rechtzeitig am nächsten Tag die Weiterreise antreten. Für die Weiterfahrt ging es dann wieder nach le Mans, um dort die Autobahn Richtung Rennes zu benutzen. Seinerzeit endete die A 10 vor Rennes, ungefähr ca. 10 von Vitre entfernt. Einen großen Teil dieser Fahrt überließ ich meiner Tochter Christina, die den Peugeot J 7 einwandfrei beherrschte. Es hat ihr auch viel Spaß bereitet. Nachdem wir die Mautgebühren bezahlt hatten wurde eine kleine Pause eingelegt. Danach übernahm ich wieder das Steuer. Es ging dann auf der Nationalstraße N 157 , weiter bis Rennes, auf der N 136 südlich um Rennes herum , bis wir auf die N 24 Richtung Ploërmel. In Plelan le Grand zeigte uns ein Hinweisschild die D 38 an, die nach Paimpont führte. Landschaftlich eine schöne Strecke, die durch den Wald führte. In Paimpont suchten wir jetzt den Campingplatz in Barenton. Aber den fanden wir auf Anhieb garnicht. Also mußte man sich den Weg erfragen. Das war aber nicht einfach, den in einem großen Waldgebiet findet man nicht auf Anhieb Bewohner, die uns die Auskunft geben konnten. Also, weitersuchen. Schließlich, nach langem herumkurven zeigte uns ein Hinweisschild zu einem Campingplatz. Endlich hatten wir den Platz gefunden. War eher „camping a l a ferme“ und mehr für Zelter gedacht aber mit Stromanschluß. Der Platz war eine große Wiese mit einem mittig gelegenen Teich. Aber für 2 Übernachtungen akzeptabel. Handy gab es damals nicht, also beim Betreiber des Platzes eine Télécarte besorgt und von der am Platz befindlichen Telefonzelle nach Hause angerufen. Das Abendessen wurde von meiner Tochter zubereitet, Tisch und Stühle auf der Wiese aufgestellt und dazu genüßlich eine Flasche Rosé getrunken. :) Am nächsten Tag sollte es ja mit den Fahrrädern losgehen, den Forê erkunden: La Fontaine de Barenton war zunächst unser Ziel. Danach ging es mit dem Auto nach Tréhorenteuc. Aber davon berichte ich in einem weiteren Teil. Zunächst ein paar Bilder von Plelan le Grand, von Barenton ( Fahrradtour ). Manfred ( mk9 ) Zunächst einmal: ich verstehe nicht, weshalb Bild 16 und 19 aus dem vorherigen Bericht und die Bilder 21 ff zu groß sein sollen. Aber egal, wer sie sehen möchte muß eben an der rechten Seite anklicken. Die Bilder die später kommen, werde ich doch noch weiter verkleinern müssen.
Jetzt aber die Fortsetzung. Reisebericht: BRETAGNE 3. Bericht Erklärung zur Fontaine de Barenton: mit dem Quellwasser sollte man nicht die Steine benetzen, das bringt Unwetter ( laut den Druiden ). Wir haben es auch nicht getan, hat geholfen. Wir hatten schönes sonniges Herbstwetter, konnte bis 22.00 Uhr noch draußen bei angenehmen Temperaturen sitzen . Als wir ( späterer Aufenthalt in Carnac ) am 8.9. die Rückreise antraten trat dort Sturm und Regen auf, das Meer zeigte sich von der häßlicheren Seite ( Bilder davon kommen in einem späteren Bericht ). Also hat doch noch jemand viel Wasser aus der Quellen auf die Steine am Brunnen verteilt. Ja so ist es, wenn man die Warnungen der Druiden nicht ernst nimmt. :D Wie gesagt, nachmittags sind wir mit dem Wohnmobil nach Tréhorenteuc gefahren. Erst einmal die dortige Kapelle besucht, sehr sehenswert. Leider war keiner da, der die Kapelle aufgeschlossen hat. Später, d.h. 2005, hat meine Tochter die Kapelle, auch innen, besichtigen können. Wir haben dann in einer kleinen Gastwirtschaft mit dem Namen „ Morgane la Fee“ eine Erfrischung zu uns genommen. Nur alte Männer saßen dort und blickten uns erstaunt an. War wohl nicht üblich, haben sicher falsche Schlüsse gezogen, als ich mit meiner Tochter dort auftauchten. Nun ja, ein älterer Mann, also ich, mit einem jungen Mädel, meiner Tochter. Freundlich den Leuten zugenickt, und alle drehten ihre Köpfe wieder zurück. Ob das Gemurmel uns galt, ich weiß es nicht und war uns auch egal. Vom Parkplatz, auf dem wir unser WOMO abgestellt hatten führte der Weg ins Tal: VAL SANS RETOUR sowie zum goldenen Baum , (l `Arbre d`Or.) und zum le Miroir aux Fées. Es ging einige Kilometer durch den Wald und Gebüsch. Verlaufen konnte man sich schon, weil es an Baummarkierungen fehlte, die zu einem Steinkreis keltischen Ursprungs führte: zum Hotie de Viviane. Meterhohes Farn rechts und links, schmaler Pfad und keine Sicht, wohin er führte. Und jetzt geschah etwas Sonderbares. Ihr mögt es glauben oder nicht , und mich für verdreht halten, dabei bin ich oft zu realistisch.. Wir wollten schon umkehren, als eine sehr große Libelle vor uns kreiste und immer weiter vor uns hinflog und ihre Kreise drehte. Das ging ungefähr eine Viertelstunde, wir kamen langsam vorab, der Weg stieg an und man mußte schon aufpassen wohin man seine Füße setze. Plötzlich lag dann eine Lichtung auf der Anhöhe mit dem Steinkreis vor uns. Die Libelle war fort. War schon ein eigentümlicher Vorgang. Was ich jetzt geschrieben habe war kein Witz, es hat sich tatsächlich so zugetragen. Ich sehe jetzt schon bei einigen Lesern ungläubige Gesichter und denken: jetzt ist er durchgeknallt. Aber zur Beruhigung, ich würde zunächst genau so denken. Glaubt mir, bin kein Esoteriker. Wenn wir es nicht erlebt hätten, so hätte ich es auch mit Sicherheit geschrieben. Am gleichen Tag, nach der Rückkehr aus dem Wald, haben wir noch viele Stellen aufgesucht, die mit Merlin & Co. zu tun haben.. Am frühen Abend kehrten wir dann zum Campingplatz zurück. Tisch und Stühle, die an unserem Platz stehen sollten waren verschwunden. Seltsam, wer mag als Zelter einen Tisch und Stühle mitnehmen, wenn man ohne Auto ist. Klärte sich aber nach kurzer Zeit auf, als 3 Mädels, im Alter meiner Tochter mit Tisch und den beiden Stühlen zu uns kamen. Sie entschuldigten sich dafür. Wollten es halt für ihr Abendessen etwas bequemer haben. War ja auch kein Problem, oder doch. Haben sie ausgeknobelt wer in der Hocke essen mußte ? Für den nächsten Morgen, dem Tag unserer Abreise haben wir sie zum Kaffee und Frühstück in unser WOMO eingeladen., was auch dankend angenommen wurde. Platz zum Sitzen war ja reichlich vorhanden. Am 05.09. wollten wir zunächst auf dem Campingplatz nach Paimpont um dort für 1 Tag zu bleiben, bevor wir nach Carnac weiterfahren wollten. Nun noch die Bilder unseres Ausfluges. Manfred ( mk9 ) Bevor ich mit dem weiteren Bericht anfange wurden die zunächst nicht sichtbaren Bilder verkleinert.
Und das sind sie. mk9 Übrigens: was ich von der Kapelle in Trehorenteuc gesagt habe, kann man mal im Internet unter Tante Gugle nachsehen. Einfach mal den Suchbegriff: Trehorenteuc eingeben und den 1. Link dazu Der heilige Gral anklicken. Dann werdet Ihr genaueres sehen und lesen können Also einen Ort, der Val Sans Retour (Tal ohne Wiederkehr) heisst, würde ich nicht so ohne grössere Bedenken aufsuchen und die Begegnung mit der Libelle hätte auch nicht gerade zu meiner Beruhigung beigetragen :D
Schön, dass es wieder einen Bericht gibt, und dann auch noch über die Bretagne, mein Lieblingsreiseziel. Übrigens hast du eine hübsche Tochter. Da lass die alten Männer ruhig spekulieren - die hätten bestimmt gerne mit dir getauscht :wink: Hallo Eva,
während der Militärzeit hat man gelernt mit einem Kompass umzugehen. Für uns wäre es immer eine Rückkehr geworden. Ein Nachteil hätte es zwar gegeben, wenn wir den Hauptweg gegangen wären, das wäre eine verteufelt lange Strecke bis zum nächsten Dorf geworden. Und dann auch noch zurück. Sicherlich wäre es dann schon im Wald sehr dunkel gewesen. Ja, und das mit der Libelle war schon seltsam. Das Kompliment werde ich meiner Tochter weitergeben. Sie ist gestern von mir unterrichtet worden, dass ich diese Reise im Forum veröffentliche. Auf einen jeweiligen Ausdruck der Berichte freut sie sich schon jetzt. Die Bilder hat sie schon. Ihr bleibt, wie auch mir, der kurze Urlaub in der Bretagne unvergessen. LG Manfred Reisebericht: BRETAGNE
4. Bericht Nachdem wir im Val sans Retour, Grab von Merlin usw. gesehen haben, ging es dann noch einmal zurück in den Ort. Nochmals in der genannten Gaststätte eine Erfrischung zu uns genommen und anschließend nach Paimpont auf den Campingplatz ( Municipal ). Einfacher Platz unter großen Bäumen. Stromanschlüsse waren vorhanden. Am Sportplatz, der neben dem CP lag, waren saubere Sanitärräume vorhanden. Mehr brauche ich nicht, aber die müssen gepflegt sein was sie auch waren. Es liegt ja doch letztendlich an die Benutzer dieser Einrichtungen. Wir sind am gleichen Abend, nachdem wir uns entsprechend für einen Restaurantbesuch umgezogen hatten, ins „Relais de Broceliande“ gegangen. Da es zum Abendessen noch zu früh war, haben wir auf der Terrasse des Hotels gesessen und einen Aperitif zu uns genommen. Gegen 20.00 Uhr haben wir den Speiseraum aufgesucht und wurden zu einem Tisch geleitet. Es wurde uns ein Tisch, geeignet für 4 Personen, zugewiesen. Später füllte sich das Lokal, zum Glück waren wir rechtzeitig dort eingetroffen. Andere Gäste, die zu Zweit waren, bekamen auch nur einen kleineren Tisch, jeweils in der Mittenreihe des Raumes. Nach einem 4-Gängemenue und einer Flasche Wein war es dann auch zwischenzeitlich 22.00 Uhr, Zeit zur Nachtruhe. Noch ein halbes Stündchen vor dem WOMO gesessen und erzählt. Am nächsten Morgen sollte es zum Chateau Comper gehen. Und von dort aus war die Weiterfahrt nach Carnac geplant. Jetzt noch die restlichen Bilder, Stadtmauer in Paimpont, vom Forêt und Schloß Comper, sowie der Weiterfahrt Richtung Carnac.Auf dem Weg nach Ploermel haben wir einen kleinen Umweg gemacht und sind in Richtung St. Cyr abgebogen. Dort, in Coetquidan, befindet sich seit 1945 die Offiziersschule des franz. Heeres ( ESM, bedeutet: Ecole Spécial Militaire de St. Cyr Auf dem Bild ist die Einfahrt zu sehen. Hätte gerne dort das Museum besucht, aber zeitlich wären wir dann wohl nicht rechtzeitig zum Campingplatz in Carnac gelangt. Also lassen wir das Museum vielleicht für die Rückfahrt, mal sehen. In Carnac angekommen, es hatte dort schon geregnet, ging die Fahrt erst einmal zum Campingplatz, den ich in 1993 schon einmal aufgesucht hatte. Liegt unmittelbar an dem Feld mit den Menhiren.und ist billiger als der Platz im Ort. Diese Bilder kommen noch. Manfred ( mk9 ) und Christina Jetzt noch die restlichen Bilder zum 4. Bericht.
mk9 Hallo Manfred,
kann man die Militär-Akadémie von Saint-Cyr besuchen ? ist dieser nicht in der Nähe vom Truppen-Übungsplatz Coetquidan ? , gary32 Hallo Gary,
Deine Frage kann ich nicht zu 100% beantworten. Die Straße von Beignn, nördlich von St. Cyr führt an der östlichen Seite durch das Camp de Coequidan St. Cyr. Damals habe ich im Atlas gesehe, dass dort ein Museum verzeichnet war. Ob man es besuchen konnte oder nicht hätte mich nicht gestört. Die Straße auf dem Bild ( zwischen den beiden Soldaten aus hellem Gestein ( Marmor ?? ) war jedenfalls nicht gesperrt. Wäre ausreichend Zeit gewesen, so wäre ich einfach mal dahin gefahren. Spätestens dort, vielleicht vor dem Museum, hätte ich ja eine Antwort bekommen. Leider habe ich es wieder einmal versäumt, mir die Zeit zu nehmen. Hätten dann mit Sicherheit bei der Weiterfahrt nach Carnac noch einen CP gefunden. Was ich daraus gelernt habe: mal sollte einfach nicht sagen, das und das besuche ich auf der Rückreise. Das ist immer falsch. Sollte man sofort machen und nicht später. Dafür haben wir auf der Rückreise ein Museum der Resistance besucht. Aber davon in einem weiteren Bericht. Manfred Reisebericht: BRETAGNE
5. Bericht Am späten Nachmittag kamen wir in Carnac an. Im Normalfall wäre es früher gewesen. Meine Tochter wollte aber unbedingt noch zu einem Hotel , einem Mekka der Druiden-Anhänger, Manoir de Terte, was etwa sinngemäß: Herrenhaus auf dem kleinen Hügel bedeutet. Dieses Haus wurde 1640 errichtet und ist als Hotel auch bekannt. Aber man muß schon etwas „abgedreht“ sein, wenn man dort übernachtet. Das soll nicht abwertend klingen. Dort treffen sich aus allen Herren Länder Freunde des Druiden-Kultes. Nächtliche Wanderungen in weißen Gewändern. Aber das gibt es auch noch anderswo, nicht nur in Frankreich sondern, wie ich mal im Fernsehen gesehen habe, auch in England ( Stonehenge ). Aber das Haus muß man mal gesehen haben. Aber ehe wir es gefunden haben ist, soviel ich mich noch schwach daran erinnern kann, fast eine halbe Stunde Fahrzeit verstrichen. Ob es an einer km-Angabe auf einem Hinweisschild lag, denen ich nicht immer Vertrauen schenke. Zindenst in diesem Falle sollten es von Paimpont nur 2 km sein, vielleicht hat einer die NULL hinter der 2 km-Angabe überpinselt. Dennoch haben wir das Haus der „Dame Blanche“ gefunden. Der Eingang mit Ranken übersät, im Foyer antike, dunkle Möbel, riesige Gemälde und ein großer Kamin. Der Sohn des Besitzers, ich meine, dass er mit Vornamen Hervé hieß, lud uns zu einer Tasse Kaffee ein. Da er englisch sprach, konnte sich meine Tochter mit ihm unterhalten. Habe nur zugehört und nichts mitbekommen; habe mich nur umgeschaut, meine Kaffee getrunken und einige Zigaretten geraucht, kann auch mal nett sein. Nach knapp einer Stunde ging es dann weiter Richtung Carnac. Diese kleine Abschweifung vom Thema mußte aber auch mal sein. War sehr amüsant und zählte ja auch zu einer Reise mit etwas außergewöhnlichen Erlebnissen. Gut, deshalb auch das außerplanmäßige Eintreffen in Carnac und dem Versäumnis, das Museum der franz. Armee zu besuchen. Der Bericht unseres Aufenthaltes in Carnac folgt noch, ebenso die Bilder.. mk9 Einige Bilder von CARNAC habe ich ja schon gezeigt. Mit Sicherheit sind in anderen Bretagneberichten schon von den Feldern mit den Menihren schon
viele Bilder ins Netz gestellt worden. Deshalb verzichte ich darauf, auch meine Fotos zu zeigen. Vielleicht in einem separaten Bericht vom Herbst 1993, mal sehen. So nun zu der Fortsetzung und den Bildern. Wie gesagt, auf dem CP in Carnac die 1. Nacht verbracht, Regen am Nachmittag, am Abend und am nächsten Morgen beim Strandbesuch bzw. Hafenbesuch. Zum Glück wurde es dann aber wieder heller, der Sturm und Regen hörte auf. Wohin jetzt ? Dann laß uns mal nach laTrinité sur Mer fahren. Dort waren meine Frau und ich bereits 1993 gewesen. In einem urigen Restaurant war noch ein Tisch frei geworden. In der 1. Etage war alles frei. Schön eingedeckte Tische, aber kein Mensch dort. Rauchen nicht erlaubt, also kein Wunder, dass der Kellner keine Gäste bedienen konnte. Unten, wo wir saßen, waren jetzt alle Tische besetz und auch an der Theke nur wenige Plätze frei. Was nehmen wir denn, natürlich eine große Portion Muscheln. Haben dann auch die Riesenmenge vertilgt. Dazu eine Flasche Wasser, wirklich, denn die Muschelbrühe war verdammt scharf gewürzt. Anschließend für mich noch ein Glas Bier und geraucht, war eine sehr gemütliche Stimmung mit dem lebhaften Gerde und Lachen an der Theke und den anderen Tischen. Wollten noch nicht zurück, weil es dort so schön war. Habe mich dann noch mal so umgeschaut, was an Getränken usw. angeboten wurde. All das stand in großer Schrift über die ganze Thekenlänge. Mein Blick fiel dann auf den Hinweis: Cafe bretone. Vielleicht ein Kaffee der besonderen Art. Ich wußte es nicht, später wohl. Als ich die Bestellung bei der Kellnerin aufgab, schaute sie mich ganz erstaunt an. Sie wiederholte meine Bestellung in sehr fragender Weise. Meine Antwort war natürlich: Oui, oui, Madame s.v.p. Ja und dann kam Madame lächelnd mit meinem Kaffee. Erst jetzt verstand ich ihre vorherige Frage. Sie stellte mir den „GRALSKELCH“, :D natürlich aus Glas auf den Tisch. Es roch so angenehm nach heißem Alkohol. Ich blickte meine Tochter an, sie lachte Tränen und kriegte sich nicht mehr ein. Einige Gäste drehten sich zu uns um und schmunzelten. „ Da mußt du durch“, sagte meine Tochter. Nein, den ganzen Inhalt habe ich nicht geschafft. Lecker war er schon. Aber wir mußten noch zum CP nach Carnac. War wohl nicht weit zu fahren. Bin aber, nachdem ich noch 2 kleine schwarze Kaffee, die richtigen meine ich, getrunken habe gefahren. Hätte man mich erwischt, vielleicht hätte man Gnade für Recht gehen lassen, wären unter Umständen Probleme aufgetreten. Glück gehabt, keine Polizei. Im anderen Falle hätte meine Tochter für die Rückreise das Steuer nehmen müssen. War dennoch froh, als wir auf dem CP ankamen. Aber den Peugeot wieder auf die Unterlegkeile zu bugsieren war nicht möglich. Er blieb schief stehen. :) Bilder folgen noch wenn ich vom letzten Teil der Rückreise berichte. mk9 ( Manfred ) Jetzt fängt wieder die Suche nach den Bildern an, wo sind sie denn geblieben :?: Melde mich noch einmal, wenn sie aufgetaucht sind. Eine richtig tolle Vater-Tochter Reise!
Fotos von dem "Gralskelch" hast Du keine? Schade!!!!! :D Bin schon gespannt, wie es weitergeht....
Scheint ja ein toller Kaffee gewesen sein. Den werde ich bei nächster Gelegenheit auch mal probieren :D Da habt Ihr ja eine interessante Reise miteinander gemacht. Das sind tolle Fotos und sicher wunderschöne Erinnerungen. :daumen2:
Wir freuen uns auf den Rest des Berichtes. Reisebericht: BRETAGNE
6. Bericht ( Beginn der Rückreise ) Na, wer sagt `s denn. Bilder wieder gefunden. Somit kann auch jetzt der Bericht dazu geschrieben werden. Ob das noch Auswirkungen vom Cafe de breton gewesen sind , dass ich zunächst die Bilder bzw. Bildordner nicht gefunden habe :?: :D Einige Bilder vom Hafen in Carnac habe ich jetzt noch. Die Nacht auf dem CP verlief besser als ich gedacht hatte. War wohl eine Art Zaubertrank, damit meine ich den „Cafe breton“, den ich nie vergessen werde. Am „Tag danach“ keinerlei Beschwerden, sodass einer Abreise nichts im Weg stand. Auf der Rückfahrt über Vannes Richtung Ploermel sah ich ein Hinweisschild , was auf ein Museum hinwies ( komische Formulierung von mir ). Egal, also Richtung Malestroit gefahren, war neugierig geworden. Wenn schon nicht in St. Cyr, dann mal dort hin. Der Ausschilderung zum Musée de la Resistance Bretonne gefolgt. Dort angekommen wurden 2 Eintrittskarten gekauft und das Museum in neu gestalteten Räumen in einer Größe von 1.400 qm besichtigt. Auch das Außengelände wurde aufgesucht. In einer Gaststätte und Creperie wurde dann von uns noch eine kleine Mahlzeit eingenommen. Saint. Marcel in den Landes de Lanvaux ist einer der Orte, die eine entscheidende Rolle bei der Befreiung der Bretagne gespielt haben Nach der Besichtigung ging es weiter über Ploermel, Rennes nach VITRE. Dort wollten wir zum Schloss. Einen geeigneten Parkplatz haben wir schnell gefunden. Unseren Peugeot konnten wir gerade noch einparken, dank der beiden Schiebetüren. Im Ort noch ein paar Einkäufe gemacht und dann die Weiterfahrt Richtung le Mans angetreten. Den auf der Hinfahrt aufgesuchten CP wollten wir aber nicht aufsuchen. Von le Mans ging es dann in nördlicher Richtung Alençon. Wir haben diesen Wg gewählt, weil wir nicht über Paris zurück wollten, sondern im nördlicheren Teil Frankreichs die Heimreise fortsetzen. In Alençon begann die Suche nach dem Campingplatz. Irgendwann war ich die Sucherei leid, viel Verkehr im Ort und dann noch ein Hinweis auf den CP suchen. Also an geeigneter Stelle angehalten und nachgefragt. Man hat mir viel erzählt, habe nur die Hälfte verstanden. Mal links gezeigt, dann gerade aus wieder links dann rechts. Es wurde mir zuviel, sodaß ich gefragt habe, dass man mir nur die Richtung zeigen sollte, was mir reichen würde. Bin dann nach dem Kompass die Richtung eingeschlagen. Das hat dann auch funktioniert, zwischendurch dann noch mal einen Passanten befragt, war nur noch ein paar hundert Meter vom CP entfernt, als ich den Hinweis zum CP fand. Heutzutage mit einem Navi oder GPS wäre das alles kein Problem. Jetzt noch ein paar Bilder von CARNAC, vom Museum, von Vitré und Stadtdurchfahrt in Alençon. Vom folgenden Schlußbericht sind leider keine Bilder mehr vorhanden, da kein Film mehr zur Verfügung stand,. leider. mk9 ( Manfred ) Die Bilder von Vitré kommen im nächsten Kapital Hallo Eva, dieser " Kaffee " ist sehr, sehr lecker, mal ausprobieren
Hallo Roswitha und Axel, freut mich, dass Euch der Bericht gefallen hat. Jetzt aber mal wieder friedliche Bilder. So nun noch die Bilder von Vitré und Alençon. Und da sind noch 2 Bilder, die vermutlich auch aus Vitré sind, weiß es aber nicht 100%ig. Mit liebem Manfred vom linken Niederrhein Reisebericht BRETAGNE
Schlußbericht Nachdem wir unseren CP schließlich gefunden hatten, war jetzt erst mal Pause angesagt, Stühle und Tisch neben dem Wohnmobil und ein kühles Bier genossen, was wir unterwegs noch eingekauft hatten. Saßen dann noch bis spät draußen und ließen das Erlebte Revue passieren. Meine Tochter kam dann wieder auf Vitre zu sprechen, ich wollte es aber nicht hören. Hatte starrköpfig Kreisverkehr in Vitré eine Straße, die zum Parkplatz führte, genommen, die wegen der Straßenbreite nur für PKW gekennzeichnet war. Ein Polizist hat gepfiffen und gewunken. Sollte das eine Begrüßung sein, bestimmt nicht. Hatte das Schild zu spät bemerkt und wollte auch nicht rückwärts in den fließenden Verkehr zurücksetzen. Er, der Polizist, hat dann aufgegeben, ich nicht. Aber die Straße wurde immer schmaler, sodaß ich auf der linken Seite den Bürgersteig benutzen mußte. Außenspiegel eingeklappt, meine Tochter hat auf ihrer Seite die Schiebetür geöffnet und mir gesagt, daß an ihrer Seite noch Platz sei. Ohne Kratzer bis zum Parkplatz gekommen. Muß wohl sagen, dass sich einige Füßgänger in Türnischen stellen mußten. Aber keine Geschrei und vielleicht einen Bonus gehabt, dass es ein franz. Auto mit unbekanntem Kennzeichen sei. Habe auch aus Frankreich keine Protokoll bekommen. Bei den vielen Buchstaben und dem Wörtchen VIE hat manch einer gedacht, laßt ihn leben. Glaubt mir, es stimmte alles, was ich geschrieben habe und ist nicht meiner Fantasie entsprungen, Ehrenwort. Am nächsten Morgen ging es dann weiter Richtung Heimat auf der N 12 über , Houdan immer weiter Richtung Amiens. Von dort Richtung Valenciennes und nach Belgien. Hinter der franz. / belg. Grenze haben wir auf einem Parkplatz übernachtet. Früh am Morgen, nach ausgiebigem Frühstück ging es sann über Lüttich auf holland. Staatsgebiet. Dann waren es auch nur ca. 100 km. Die lange Fahrt, und die Gewissheit, dass die Reise bald zu Ende war, stimmte uns doch ein wenig traurig. Am frühen Abend trafen wir zu Hause ein. Jetzt erst ein kräftiges Abendessen im Kreise der gesamten Familie. Ja, das war es dann auch, Bretagne im Herbst 1995. Als ich, wie dieser Tage, meine Tochter auf unsere gemeinsame Tour, Vater und Tochter on the road ansprach, kamen auch ihr wieder die Erinnerungen. . Schreibfehler können in meinen Berichten durchaus vorgekommen sein, ich sage es mal einfach so. Es kommt aber keine Entschuldigung meinerseits. Denn für solche Lappalien braucht man sich nicht zu entschuldigen, da es wichtigere Dinge im Leben gibt, wo eine Entschuldigung angebracht ist. Damit hätte ich auch keine Probleme. Das wär´s denn auch. Euer Nostalgiker mk9 ( Manfred ) Kurzer Nachtrag: 2.443 km gefahren, viel Benzin verbraucht, viel gesehen, gelacht und an der Fahrt höllisch Spaß gehabt, alle Probleme und manche Sorgen über Bord geworfen, den Urlaub genossen und uns auf jeden neuen Tag gefreut. Was will man mehr in einem Urlaub. Lieber Manfred ,
einfach toll beschrieben :ja: ... Hat mir Spass gemacht , alles in einem Rutsch zu lesen und die Bilder anzuschauen...... :daumen2: Inzwischen gibts wohl in jedem Ort diese Campingplatz- Hinweisschilder . Auch im kleinsten Örtle ! Liebe Grüssle unbekannterweise an Deine Christina :hallo: Guts Nächtle ! merci.
...für die schönen bilder... merci. Hallo Christine, hallo al,
vielen Dank für Eure Nachricht zu meinem Bericht. Den an meine Tochter werde ich selbstverständlich ausrichten. Ausdrucke meiner Bericht wird sie in den nächsten Tagen erhalten. Dann erlebt sie die Reise auch wieder einmal. Es kann sein, dass sie selber auch noch Bilder von der Tour hat; muß mal nachfragen. Schönes Wochenende wünscht Euch Manfred Oh Mann, war das wieder ein toller Bericht Manfred, den ich bewusst erst am Schluss kommentiere.
Du hast so spannend erzählt wie bei Deinen anderen Berichten auch, aber wer die Bretagne kennt, weiß auch über die knisternde Mystik, die dort in der Luft hängt. Die Geschichte mit der Libelle hat davon etwas wiedergegeben, lass es Zufall sein, aber es war richtig, es zu erzählen - es passt.. 8) Der historische Reisebericht ist ein Genre, das Dein Markenzeichen geworden ist. Danke nochmal! hallo mk9
vielen Dank für Deinen Bericht vielleicht hast Du ja noch einmal Lust am Schrauben dann schau hier : --> Link da ist noch einer, ein ERIBA- T A I G A , hab ich noch nie gehört.
Wieder hast du uns einen sehr schönen, teilweise amüsanten, nostalgischen Bericht mit eindrucksvollen Fotos geschenkt. Danke, Manfred. Und der letzte -von mir zitierte Satz- bringt es auf den Punkt Bretagne 1995
Antworten auf Eure Kommentare: @ Klaus und Hella Meine größte Freude an der Reise war, dass ich den Wunsch meiner Tochter erfüllt habe. Danach war sie selbst noch 3x, davon 2x mit dem Peugeot, aber mit dem jetzigen J9, in der Bretagne. @ Stefan-Claudia, hallo Claudia, hallo Stefan den beschriebenen und bebilderten J7 in dem Link hätte ich seinerzeit sofort gekauft. Als Eriba TAIGA war er mir nicht bekannt, aber als J7 in der gleichen Aufteilung von der Fa. Weinsberg, die seinerzeit, also in den 70iger Jahren, dieses Fahrzeug verkaufte. Leider konnte ich 1989/90 keine Doppeltüren für das Heck bekommen. Somit mußte ich den Ausbau anders planen. Küchenzeile an der linken Seite, weil ich die rechte Schiebetür zwangsläufig als Ein- bzw. Ausstieg nutzen mußte. Hab für Euch, bzw. für die Leser dieser Nachricht mal 3 Bilder beigefügt. Anfang 1991 hat er ein anderes Aussehen erhalten, lediglich der Kühlergrill bekam wieder die franz. Nationalfarben, mußte unbedingt auch sein. :D @ Lena, hallo Lena, auch ich bedanke mich bei Dir und den anderen Lesern meines Berichtes für die Zeit, die Ihr Euch genommen habt, um meinen Bericht zu lesen. Und wenn ich so nette Worte von Euch höre, dann hat es sich für mich gelohnt von dieser Reise zu berichten. Manfred ............ und dann noch die 3 Bilder und jetzt lese ich mit Genuß den Bericht von Poldi: von der Toscana in die Provence |
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