... sagte ich spontan am Montagnachmittag zu meiner Frau.
Also, wir waren auf der A3 auf der Rückfahrt unseres Schweizer Kurzurlaubs.
In Höhe Wiesbaden begann auf der 3-spurigen Autobahn eine Baustelle.
Die drei Fahrspuren wurden auch im Baustellenbereich fortgeführt.
Allerdings wurde die linke Fahrspur auf die Gegenfahrbahn umgeleitet.
Vor diesem „Abzweig“ waren ca. 1,20m hohe rote-weiße Warnbarken aufgestellt.
Ich fuhr mit meinem Wohnmobil mit Tempo 80 auf der rechten Spur. Die mittlere Spur wurde zum Zeitpunkt in meinem Fahrbereich nicht benutzt.
Auf der linken Fahrspur dagegen fuhr vor mir ein schwarzer, offener Sportwagen.
Der Fahrer des Sportwagens übersah wohl eine der aufgestellten Warnbarken und fuhr dagegen.
Die Warnbarke flog durch die Luft und traf mein Wohnmobil irgendwo an der Fahrerseite im unteren Bereich. Dabei war die Wucht oder Kraft so groß, dass sogar ein Teil des Auspuffrohrs und fast die gesamte seitliche untere Schürze abgerissen wurden. In der Nähe verbaute Kabel und Schläuche wurden wohl auch beschädigt.
Ich sah zwar die Warnbarke anfliegen, konnte aber dennoch NICHTS unternehmen, weder bremsen noch beschleunigen denn vor und hinter mir fuhren ja auch Autos. So waren wir erst einmal heilfroh, dass die Warnbarke nicht einen Meter vorher bzw. einen Meter höher einschlug, denn sonst hätte sie wie ein Säbel meinen Körper durchtrennt.
Mir gelang es dann, durch andere aufgestellte Warnbarken rechts auf einen gesperrten Bereich der Fahrbahn auszuweichen und anzuhalten.
Das der Fahrer des schwarzen Sportwagens nicht an der Unfallstelle anhielt, war erst einmal in Ordnung, denn sonst hätte es auf seiner Spur wohl einen größeren Auffahrunfall gegeben.
Das Fahrzeug vor uns wurde erheblich von Glasscherben einer aufgesetzten gelben Blinkleuchte getroffen, sodass es auch auf dem gesperrten Bereich anhielt.
Der Fahrer konnte aber keine Beschädigungen an seinem Fahrzeug feststellen, stellte sich aber als Zeuge zur Verfügung.
Aber was nützt uns ein Zeuge, wenn der Unfallverursacher unerkannt das Weite sucht. Zunächst dachten wir alle noch, dass der Fahrer des Sportwagens an der nächstmöglichen Stelle anhalten würde, denn wir konnten alle erkennen, dass er sich noch nach uns umgesehen hatte.
Dem war aber nicht so. Auch eine Fahndung der Polizei brachte keinen Erfolg.
Da es sich aber Gottseidank nur um einen materiellen Schaden handelt, ist die ganze Angelegenheit nur noch einfach ärgerlich.
Dabei ärgere ich mich nicht so sehr um den entstandenen Schaden (ca. 3000-4000 Euro für die Vollkasko), sondern darum, dass der Unfallverursacher einfach davon gefahren ist. Es hätte ja durchaus Verletzte geben können und dann ist es einfach eine Pflicht, zu seinem Fehlverhalten zu stehen.
So, jetzt noch ein paar Fotos und am Dienstag geht es zur Reparatur…
Uwe
PS:
Ohne Wohnmobil war ich bisher fast 30 Jahre unfallfrei gefahren. Mit Wohnmibil ist dies jetzt mein zweiter Vollkaskoschaden (jedes Jahr einer) - folgt denn noch einer? Alle guten Dinge sind doch Drei - oder gilt diese Regel nicht bei negativen Dingen?

