Hallo WoMo - Fan - Gemeinde
Seit dem 6. März 09 sind wir (Margit und ich) Besitzer eines neuen Granduca Garage p, Modelljahr 2008. Gekauft nach einem Messebesuch in Stuttgart bei der Fa. Gulde in Engen. Die ersten 8500 km sind gefahren. Es ist Zeit für einen kleinen Erfahrungsbericht.
Auch wir haben viele Postings in diesem Forum gelesen, ob Marke gebraucht kaufen oder doch einen preiswerten neuen - und wir haben letztere Variante bevorzugt. Unsere Erfahrungen sind bis jetzt äußerst positiv. An der Innenausstattung gibt es nicht zu mäkeln. Nichts klappert, alles funktioniert. Ob Kühlschrank, Gefrierschrank, Backofen oder Herd, alles ok. Frische Brötchen selbstgebacken, da macht Frühstücken Spass.
Doch ein Bißchen zum Einzelnen. Das Heckbett über der Garage ist für uns zwei groß genug bemessen, die Oberschränke stören nicht, die Bettlampen mit beweglichem Hals blenden nicht und sind leicht zu bedienen. Der Aufstieg über die herausziehbare Leiter ist für uns problemlos, könnte aber für Menschen mit Behinderung ein Bißchen anstrengend sein. Schade, daß die Leiter abgeklappt die Tür zum Bad blockiert, und man bei nächtlicher Toilettenbenutzung immer erst die Leiter einschieben muß um die Badtür zu öffnen. Der Platz in Bad und Toilette ist ausreichend, der Stauraum darin ok. Spitze und funktionell ist die Dusche, - fast so wie zu Hause, - dank fester Falt-Abtrennung. Wasserdruck und Brausekopf geben zu keiner Beanstandung Anlass. Auf der gegenüberliegenden Seite ist über der gut zugänglichen Heizung ein für 2 Leute funktioneller Kleiderschrank, in dem wir einen kleinen Safe für unsere Wertsachen eingebaut haben. Daneben schließt sich der Geräteblock aus großem Kühlschrank, Gefrierfach und Backofen an. Bisher gab es damit nicht das kleinste Problem. Die automatische Umstellung 220V / 12 V Ladestrom oder Gas machte keinerlei Probleme. Weiter geht es mit der Winkelküche. Mit dem 4 flammen Kochfeld hat man leider etwas zuviel des guten getan. 3 Kochflächen täten es auch und es gäbe dann Platz für eine große Pfanne oder Ähnliches. Die sich anschließende Spüle ist zweckmäßig und gut, der Wasserhahn ok. Das Besteckfach ist groß und gut aufgeteilt, der Stauraum mit den Gasabstellern darunter zweckmäßig und bietet viel Platz. Dunstabzug und Beleuchtung sind ok. Besonders gelungen finden wir die ausziebaren Metallkörbe unter dem Spülbecken. Da deren Tür ungesichert gegen die Sitzbankgruppe schlagen kann, haben wir dort fast unsichtbar 2 Filzgleiter anbringen müssen. Dann folgt die für 2 Personen gut durchdachte Halbdinette mit Tischauszug. der bis zu gegenüberliegenden Sitzbank reicht. Leider ist der Tisch etwas schmal ausgefallen und es könnte bei 4 oder mehr Personen etwas Platzmangel entstehen. Die Sitzposition der drehbaren Fahrerhaussitze passt hierzu problemlos.
Sämtliche Oberschränke haben stabile Verschlüsse und klappern nicht. In einige haben wir allerdings einen kleinen Fachboden eingebaut. Als zweckmäßig haben sich die vielen Ablagen über der Fahrerkabine erwiesen, worin Reiseführer, kleine Rucksäcke, und viel Kleinkram verstau werden kann. Auch die mehr als üppige Ausstattung mit Lampen gab zu keiner Beanstandung Anlaß. Etwas italienisch ist die Verarbeitung der Vorhänge. Nicht alle Aufhänger sind eingefädelt und auch sonst wäre hier etwas mehr Sorgfalt nötig. Kommen wir zur großen Garage. Hier haben wir mit Baumarkausrüstung einige Regalfächer und ein Kistensystem eingebaut. Die Campingmöbel wurden mit Winkeln an der Rückseite verzurrt. Auf der Badseite hin wurde ein Kanisterregal mit 4 x 10 lit zusätzlichem Echten Trinkwasser und einem 20 liter Dieselkanister installiert. Die werksmäßig eingebauten großen Zurrschrauben wurden entfernt, da sie zwar stabil ausschauen, aber nur mit winzigen Schrauben an der Rückwand verschraubt sind. Viel besser sind die Zurrschienen links und rechts der Metallplatte auf dem Boden. Sie sind auch größeren Belastungen gewachsen. Zwei auf diese Metallplatte aufgeschraubte Fahrradständer geben unseren Drahteseln festen Halt und lassen diese schnell verladen. Etwas gewöhnungsbedürftig scheint das Verhältnis der Italiener zu Silikon zu sein. Je mehr desto dicht scheint man hier zu denken. Wie gut, daß man das meist nur beim Waschen des Daches anschauen muß. Bleibt nur noch etwas über den guten, alten Duc 2,3 zu sagen. Ausdauernd, sparsam (ca. 11 Liter/100 km) und gutmütig brummt er vor sich hin und passt gut zum 7,3m langen Gefährt. Achja, es bleibt ja noch der Tankauslauf. Die Kiste hat 2 Abwassertanks. Der für Dusche und Waschbecken läßt sich mühelos mit einem kleinen Schieber auf der Seite entleeren. Der andere für das Spülwasser wird jedoch über einen langen Schieber entleert, da der Abfluß genau in der Wagenmitte liegt. Leider ist er nur ca. 18 cm über dem Boden angebracht, so daß da nicht mal der obligatorische Trichter einer Entsorgungstation drunter passt. Die Entsorgung zur Seite war schon ein Problem. Abhilfe schafften wir mit einm 1m langen 10 cm dicken HD-rohr aus dem Baumarkt und einem darangesteckten 90 Grad Bogen. Das Ganze wurde auf ein kleines Brett geschraubt um ein Umkippen zu vermeiden und wird bei Bedarf einfach unter den Ablauf geschoben - funtioniert prima bloß muß man das Teil immer wieder in der Garage verstauen. Vor kurzem waren wir bei der ersten Dichtigkeitsprüfung - keine Probleme und auch sonst gab es nichts zu Beanstanden. Es scheint als haben wir einen richtig guten Kauf getan und ein gutes Autohaus gewählt, obwohl es 300 km von uns entfernt ist.
Wir hoffen, noch von vielen guten Erfahrung zu berichten und wünschen allen Lesern allzeit gute Fahrt und die handbreit Luft vor der Stoßsstange.
Margit und Rudi

