Als "Billiglösung" könnte man auch mit einem Diamantschleifstift 2 kleine Löchlein ins Glas schleifen und durchlüften. Anschließend verstöpseln wie die Kunsstoffscheiben.
Es geht noch einfacher: Mit einem handelsüblichen Bohrer (parallel zur Scheibe) durch die Dichtung zwischen den Scheiben bohren. Das hilft allerdings nicht mal für kurze Dauer!
Echtglas-Isolierglasscheiben sind etwas anders aufgebaut als Kunsstoffscheiben. Hier ist das Trocknungsmittel, welches in der Dichtung sitzt Voraussetzung für die klare Sicht. Irgendwann ist das aber verbraucht. Kurzum: Irgendwann ist jede Isolierglascheibe hin...
Im Haus wegen der fehlenden Bewegung etwas später - in Fahrzeugen früher.
Zumal das Bohren nur dann Sinn macht solange die Scheiben noch nicht angelaufen ist. Bei angelaufenen Scheiben ist es Regel, dass es bereits Ablagerungen gibt. Dann ist eine Reinigung der Scheiben auf der Innenseite unerläßlich.
Hat eine Scheibe begonnen lassen die anderen nicht lange auf sich warten. Nach meiner Erfahrung fangen in Fahrzeugen nach 15 jahren die Probleme an. Interessanterweise immer zuerst bei den Fahrer-/Beifahrerscheiben (häufiges hin- und herschieben der beweglichen Seite oder Verwindung im vorderen Bereich?) und dann abhängig von der Größe in den hinteren Fahrzeugbereich wandernt.
Ich bin kein Glas-Fachmann - gebe nur meine Erfahrungen weiter in Sachen der sehr kostenintensiven Fenstersanierung...
Rudolf