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Hallo,
ich bin neu im Forum und Frankreich-Fan. 2007 waren wir 6 Monate in Frankreich unterwegs, davon 5 Monate in den Pyrenäen. Was mich schon damals wunderte, wir haben während des gesamten Aufenthalts, kein einziges deutsches WOMO getroffen. Das sieht hier im Forum ähnlich aus. fast keine Reisebericht von einer Pyrenäentour. Meine Frage: Woran liegt das? Ist dieses Traumgebirge bei den deutschen nicht so beliebt. Für WOMO-Reisenden ist die Gegend einfach ein Traum. Hallo,
die Normandie und Bretagne sind die bekanntesten Hauptziele, wenn man die Reise-Berichte hier liest. Der Grund dürfte ausser dem Reiz der Landschaften auch die Anzahl der Stellplätze sein. Wir kennen die Pyrenäen einigermassen, zumindest der mittlere Teil, eine wunderschöne Gegend. U.a sollte man auch der Pilgerstadt Lourdes einen Besuch einplanen. Auch den Cirque de Gavarnie, Pont d´Espagne sowie die berühmten " Cols" von Aspin, Tourmalet usw. bekannt vom Radrennen der " Tour" , gary32 Das Problem bei den Pyrenäen, dürften die Verkehrswege sein, die so machen abschrecken. Wir haben diese mit einem Geländewagen erkundet. Es ist eine wirklich sehenswerte Umgebung, allerdings möchte ich diese Sträßchen mit dem Pitmobil NICHT befahren müssen. Teils sind die Sträßchen nur wenig breiter wie das Auto und dann noch mit Gegenverkehr von absolut schmerzfreien Franzosen, die ohne Gedanken an das Morgen, plötzlich mit qualnenden Bermsen vor einem stehen. Neben einen geht es ohne Leitplanke bis zu 500 Meter, gerade runter.
In den Dörfern, sind die teilweise nur ganz wenigen Häuser, wie mit UHU an die Felsen gebaut, oder geklebt ?? Gruselig anzuschauen. Zum sehen ein Traum, zum fahren ein Alptraum. Die kriminelsten und spektakulärsten Stellen hätten wir gerne fotografiert, aber leider war ich mit fahren beschäftigt und meine Frau mit zittern. Lieb liebe die Pyrinäen und war früher fast jedes Jahr dort und auch schon zig mal in Lourdes :D
Haben wir durch Zufall mal entdeckt, wie schön und wie ruhig es dort ist. Einfach herrlich. Leider ist das noch aus Zeiten der analogen Fotographie, vielleicht schaff ich es ja mal :oops: und des T2 der kam überall durch :) Ich liebe das Meer ! Das Flache und die Weite .....die Sonne und Wärme !
Gebirge hab ich vor der Haustüre :wink: Das heisst aber nicht , dass ich nie im Gebirge bin ! Leider hab ich keine 5 Monate Zeit ........höchstens 3 Wochen :cry: @ Ina , au ja bitte bitte ! Ich schau so gerne ältere Bilder und der Winter ist ja noch lang 8) Mit meinem T2 bin ich auch überall hingekommen, der passt überall hin und rein.
Anektode am Rande. Ich parkte meinen T2 mal in Koblenz in eine winzige Ecke. ( es war SEHR eng, Weihnachtszeit keine Parkplätze, aber Hochdach, nix mit Parkhaus) Ein Polizist blieb stehen, guggte mir zu. Ich kurbel Fenster runter, " Darf ich hier nicht ? " Nein alles Ok, machen sie mal", antwortete er. Ich parke und gangiere also weiter, man ist das ne blöde Ecke. Endlich steht er ( den Bus meine ich ). Ich steige aus, der Polzist grinst und meint, DAS hier wollte ich mir mal anguggen, die einzig sonst noch verbleibende M Möglichkeit sei " Hochkannt". Was hatte ich meine T2 geliebt...lamg ist es her. Man wird alt und grau..... Macht doch mal ein T2 Revival Tröööt :gut: @gary32
mit den Stellplätzen hatten wir, da wir meistens wild stehen, keine Probleme. Lourdes sind wir nur durchgefahren, denn mit Städten haben es wir nicht so. War dort total überlaufen. @bigpit mit den Verkehrswegen gab es auch nie Probleme, mal abgesehen davon, dass wir einmal in einem Bergdorf, fast nicht zurück kamen. Es war aber eine Sackgasse gewesen und man muss halt Erfahrung sammeln. Das mit dem Geländewagen ist aber stark übertrieben, den hatte ich den Eindruck, braucht man mehr im Zentralmassiv. Von welchen an den Fels geklebten Dörfern sprichst Du? An den Fels geklebt und gruselig anzuschauen? In Norwegen war das mal der Fall (geklebt) aber gruselig. In diesem Jahr waren wir längere Zeit in den französischen Alpen. Wir waren total enttäuscht, weil wir Pyrenäen ähnliches erwartet hatten, überall viel Verkehr. Grausam, Radlertechnisch gesehen.
Ja, bigpit, so war's auch auch vor 20 Jahren im Westen Korsikas und nicht weniger im Norden Schottlands. Die Stäßchen dort genügten uns und unserem nicht kleinen Familien-Caravan oft nur für die Gespannbreite. Ein Deutscher Tourist fuhr mir (an seiner Ausweichstelle gasgebender Weise noch schnell vorbei rauschend) an der rechten Seite einiges kaputt. Argument seines rechthaberischen Getues: Ich bin hier schon zum sechsten Mal, ich kenne mich hier aus und bin, logisch, nicht im Unrecht !!! Und präsentierte MIR zu Hause sogar noch eine Winschutzscheibenrechnung, die mit keinem Gedanken auch nur berührt wurde. Und was die "schmerzfreien" Einheimischen (Franzosen) anbelangt, die kennen sich aus . . . zumindest DIE sind durchschnittlich unbestritten reaktionsschneller und ebenso unbestritten höflicher in ihrem Fahrverhalten als wir Nordlichter zumindest. Gary32 (als Frankofile) wird diese Erfahrungen sicher bestätigen können. Kein Arrangement ohne sich zu bedanken !! Ach, ja, und dabei haben sie (im Gegensatz zu uns) meist noch nicht mal Urlaub . . . Erlebe ich bis heute täglich, wenn ich zur Hälfte des Jahres unter ihnen lebe und fahre . . . Empfehle mal, künftig wirklich vorurteilsfrei (!) darauf zu achten !! Sind wir nicht mit dem Womo zum Erleben, Genießen ohne Zeitdruck unterwegs - oder ? Können wir uns also nicht in solchen Regionen vor jeder unübersichtlichen Kurve, wenn's auch unzählige sind, so verhalten, als würde jemand entgegen kommen? Fahren nicht auch wir in unserer Heimat "flüssiger" als (erher seltenere) Touristen ? Verwunderte (oder störte) so manchen von uns nicht früher, dass man im Süden in den Bergen vor den Kurven üblicherweise sogar hupte ?! Wären also noch die auf schmalen Sträßchen in Sichtweise vorhandenen Ausweichstellen zu erwähnen. Sie werden von Einheimischen stets rücksichtsvoll (und vorausschauend) genutzt - ohne als Erster schnell noch die Vorderräder (wie man hierzulande z. B. auf schmalen Brücken beobachtet) auf dem bevorrechtigten Meter zu haben. Man pflegt diese Art der agressionsarmen, sympathischen Zuvorkommenheit übrigens auch auf den britischen Inseln, ebenso wie man (oft gesehen) dem Vordermann Zeichen mit dem Blinker gibt, um ihm (selbst mit einem Gespann) die Möglichkeit zum Überholen zu geben, was hier nur unter Trucks üblich ist. Aber nun zum Thema: Vordergründig schrecken uns (aus unserer Sicht) "extreme" Verkehrssituationen, wie sie natürlich auch in den Pyrinäen heutezutage noch anzutreffen sind, ab - wir sind es einfach nicht gewohnt und die Kürze unserer Reisezeit (Urlaubszeit) läßt uns kaum dazu "innerlich reifen", uns darauf einzustellen und gelassen mit den Andersartigkeiten umzugehen. Auch fiel mir übrigens seinerzeit in den Pyrinäen (außer in Lourdes) das fast völlige Fehlen meiner Landsleute auf, was mir jedoch keine Entzugserscheinungen beibrachte. (Zähle mich ohnehin kaum zu den Herdentieren) Möglicher Grund dafür wäre auch vielleicht, dass man (ist man schon soooooo weit im Süden) dann noch ein wenig Teilstrecke dranhängt, um über die spanische Grenze und dann alsbald an das für viele "pseudo attraktivere" Meer zu kommen . . . Andere Meinungen, Vermutungen, interessierten mich natürlich. Beste Horst Wir sind den u.a. über den Col de la Croix gefahren und immer weiter ins Landesinnere, Navi hatten wir noch keines und so gerieten wir auf die hinterletzten Sträßchen. SO was hab ich noch nie gesehen und kann mir noch heute nicht vorstellen wie man in so Häusern überhaupt Angstfrei leben kann. Ich bedauere, davon keine Bilder zu haben. Häuser im Fels wie angeklebt und driekt am / über 200 > Meter Abgrund.
Was den Geländewagen (soweit man einen 3 Liter X3 so nennen kann )anbelangt, den hatten wir halt eben dabei. Unser WoWa stand zwischen Sete und Berziers ( Perpigan) auf einem Campingplatz
schmeist Du da nicht etwas durcheinander? Ich kenne diesen Pass nur in der Schweiz und den Col de la Croix de Fer in den französischen Alpen. Aber ich lasse mich gerne belehren, wo ist der Col de la Croix in den Pyrenäen Danke. Genau das isser !!
Wir sind dann noch viel weiter ins Land und Richtung Atlantik. Salut,
Ich bin voller Bewunderung für diese Treffsicherheit. In Frankreich gibt es fast 10000 Pässe (genau: 9879), von denen 190 "Croix" in ihrem Namen tragen. Die liegen nun wahrlich nicht alle in den Pyrenäen, aber gerade den zu finden - chapeau! Dies sagt Veloman, dem die Welt der Bergpässe nicht fremd ist. Ich hätte den nicht so schnell ausfindig gemacht. Geborene Bionavis sind halt treffsicher :D :wink: Wir sind im März von Spanien über Puigcerda nach Frankreich gefahren. Einr wundervolle Überfahrt mit Schnee, Sonne und blauem Himmel. Abends kamen wir in Carcassonne an. Ein wunderbares Highlight nach einer fantastischen Strecke. Diese Strecke werden wir sicherlich noch mal fahren. Es war nicht weit von Andorra.
LG Hildegunde
nix da :D ! Wir fahren mit Tom Tom ... :wink: Bei Tante Google Col de la Croix , Pyrenäen eingeben ....Veloman :wink: Das verdient kein chapeau ! :worm: hallo,
südlich von Lourdes liegt das Thermalbad Cauterets mit 2 SP. Wir haben diesen 2000 entdeckt und waren angenehm überrascht von der Lage. Von da kann man mit dem Womo zum Nationalpark " Pont d´Espagne " hochfahren, dort ist ein gebührenpflichtiger grosser Parkplatz, aber leider ist dort eine Übernachtung nicht gestattet. --> Link --> Link Zu erwähnen sei auch ein Besuch des " Cirque de Gavarnie " auch mit einem SP. Eine schöne Wanderung vom SP. führt zum Cirque sebst , zu Fuss oder auf einen Muli. Am Wegesrand sind Schildern aufgestellt : " Bitte die Bären nicht füttern ! " , gary32 der schönste Standplatz in den Pyrenäen ist zweifelsfrei in Payolle. Das liegt zwischen Col d'Aspin und Col de Tourmalet. Von Tarbes her über Bagnères de Bigorre (ca. 35 km) ohne Passfahrten zu erreichen. Dort dürfen Womos in freier Natur fast überall kostenfrei stehen. V/E vor Ort.
......... als Busfreak bin ich dabei.... :wink: Lieber radlerjudi,
wie wäre es, wenn du uns mit einem kleinen (bebilderten) Bericht über die Pyrenäen erfreuen würdest. Die Gegend als Reiseziel schwebt uns schon länger vor. Da wir aber immer nur 3 Wochen unterwegs sind und dann auch gerne wenigstens einige Tage am Meer sind, haben wir diesen Teil Frankreichs bzw. Spaniens bisher ausgeklammert. Aber es kommt ja immer wieder ein weiterer Urlaub. Also mach uns doch die Gegend mal schmackhaft. Oh entschuldige- ich fand gerade deine Seite --> Link Da lässt sich ja herrlich stöbern. hallo,
a propos Payolle: wie waren 2000 dort ...und es ist kein Stellplatz sondern das freie stehen wird ( noch ) geduldet. Habe damals mit dem Garde forestier (Förster) gesprochen und der erklärte mir dass das Areal von Payolle als " Zone pastorale " erklärt worden ist, d.h. dass Vieh hat Vorrang, auch z.Bsp. beim überqueren der Strasse Es ist auch keine V+E vorhanden, nur eine öffentliche Toilette an der Strasse zum Col d´Aspin. zur Info, gary32 hallo elinor, die Seite stammt u.a. von Jean-Pierre Rossi ( hatte mit Jean-Pierre vor Jahren eine Korrespondenz geführt, aber es ging um ein anderes Thema... ) Also die Seite weist daraufhin dass man in den Pyrenäen nicht einfach irgendwie oder wo seine Räder parken darf, da viele Gegenden als National Parks ausgewiesen sind. Die angegebene Möglichkeiten sind z.T. keine offiziellen SP., sondern wo das freie Stehen erlaubt bzw. geduldet wird... , gary32
@gary32 was meinst Du wie viel Versorgungseinheiten es 2000 in Deutschland noch nicht gegeben hat. In 2007 wurde gegenüber der Reitanlage, genau vor einem Toilettenhäuschen, eine Ver-, und Entsorgungsanlage installiert. Die Reitanlage ist allerdings nicht im vorderen Bereich, sondern da musst Du schon bis hinter dem See fahren. Im übrigen hat die, ich zitiere einmal den WOMO-Reiseführer-Schreiber Jürgen Engel aus seinem Band 20, mit dem Wohnmobil durch die Pyrenäen, Universität Pau für diese Gegend ein touristisches Nutzungskonzept erstellt, danach können hier Wohnmobile auf einer Fläche von 10 km² hier frei stehen. Er führt weiter in seinem Reiseführer sogar eine Dusche auf, die habe ich allerdings nicht in Anspruch genommen und auch nicht nach gesehen.
Liebe Aretousa, unsere Wohnmobilreisen sind auf unseren Seiten natürlich aus der Sicht des Radfahrens geschrieben worden. Trotzdem gibt es einen Reiseverlauf und bei den Radtouren mehrere tausend Bilder.
jetzt wo Du es schreibst geht mir ein Licht auf, das erklärt auch die vielen überfahrenen Hunde in Süd-Italien. Und unsere Zeitung hier ist auch voll mit Berichten von Wildunfällen. obwohl, Vorrang? :( :( :( bei mir schon hallo nochmal,
unter " Zone pastorale " versteht man Weideflächen die nicht eingezäunt sind und wo das Vieh sich frei bewegen kann und auch mal die Strasse ohne Aufsicht überqueren, daher ist auch grösste Vorsicht geboten. Vor 5 Jahren am Aufstieg zum Col du Tourmalet von Barèges kommend, hatte sich eine Autoschlange von einige hundert Metern gebildet weil einige Kühe ohne Aufsicht die Strasse blockierte, links der Hang und rechts der Strasse, der Abgrund... Da hilft nur Geduld... , gary 32 Salut,
auf der spektakulären Strecke am Rand des Cirque du Litor (zwischen dem Col d'Aubisque und dem Col de Soulor) gibt es einen kleinen Tunnel. In den ziehen sich gern die Kühe der Gegend zurück, um sich vor unangenehmem Wetter zu schützen. Das kann den fahrenden Passanten sehr überraschen. Bei mir war das jedenfalls so, als ich mal bei garstigem Wetter mit dem Rad dort durchgerauscht bin. A+ Hallo, in diesem Sommer (Ende Juli) soll es samt Rennrad und Hund wieder für 3 Wochen in die Pyrenäen gehen. 2008 waren wir zum ersten Mal dort. Dieser Thread ist ja doch schon etwas älter, deshalb meine Frage: gibt es neue Tipps? Ich habe noch den Reiseführer der Womo-Reihe aus 2007. Zu alt oder noch okay? Hat jemand aktuelle Tipps und Infos? Danke und aus Köln Ulli |
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